ࡱ> }   !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{|}~Root Entry[@SummaryInformation(0CONTENTS Oh+'Oh+'0 `hp  UntitledWolfgang RuffWolfgang Ruff727@ݬ@XǙ@ B@UJot+Xd<11,80000008,N0,Arial12,80000008,B0,Arial8,80000008,N0,Arial  een0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 Die Namen der Spr. und teilweise auch der Sprachgruppen habe ich fr\'fcher zur besseren Hervorhebung und \'dcbersicht mit gro\'dfen Buchstaben geschrieben. Die Umstellung auf normale Schrift ist im Gange. Hervorhebungen von Bezeichnungen im Text, nicht nur f\'fcr Spr., geschehen jetzt, wo es mir opportun erscheint, mit fetter Schrift.\par \par Tabellarische Gliederungen von Sprachgruppen sind durch die Einr\'fcckungen (mit = Reihen verdeutlicht und vor dem Verrutschen gesch\'fctzt) an sich \'fcbersichtlich und leicht verst\'e4ndlich. Folgen nach Untergruppen Sprachen, die zu keiner der Untergruppen geh\'f6ren, erhalten sie als unmittelbar der Obergruppe unterstehend die gleiche Einr\'fcckung (bzw, Zahl der =) wie die Untergruppen. Bei exotischen Spr. kann die Unterscheidung schwerfallen, ob es sich um eine leere Untergruppe oder eine einzelne Sprache handelt. Ich beginne daher (seit 24.8.06) damit, die einzelnen Sprachen in \f1 Courier \f2 zu schreiben und mit der Zeit die schon bestehenden Auflistungen entsprechend zu \'e4ndern. Nur Gruppen oder Zweige die mehrere Sprachen umfassen werden in Zukunft in Arial geschrieben.\par \par \f0 Eigennamen von Personen (Autoren) werden (nach und nach) \b\i kursiv\b0\i0 geschrieben.\par \par Seit 11.9.99 habe ich, die Formatierungsm\'f6glichkeiten von JOT benutzend \cf2 fremdsprachliche Beispiele rot\cf1 und \cf3 deutsche Entsprechungen blau\cf1 geschrieben. Das erleichtert den \'dcberblick betr\'e4chtlich und erlaubt es, Anf\'fchrungsstriche und andere Indikatoren wie Klammern und Abk\'fcrzungen des Sprachnamens einzusparen. Allerdings wird, wie bei jeder Formatierungsverbesserung die nachtr\'e4gliche \'c4nderung geh\'f6rige Zeit in Anspruch nehmen und bis dahin die Uneinheitlichkeit der Textgestaltung vermehren. \par \par Wenn mehre Spr. verglichen werden, z.B. >> Oskisch und Lateinisch, dann werden die zur Komparation herangezogenen dritten usw. Sprachproben durch weitere Farben unterschieden.\par \par \cf3\ul Blau\cf1\ulnone sind allerdings auch die Links zum World Wide Web geschrieben, aber zus\'e4tzlich unterstrichen. (Eine Verwechselung mit deutschen Wort- oder Satzentsprechungen von Beispielen oder Sprachproben wird ohnehin kaum vorkommen.) \b JOT+ macht es m\'f6glich, von den Hyperlinks aus die entsprechende Webseite unmittelbar anzuspringen.\par \par \b0 Mit \'86 (z.T. noch mit +) sind ausgestorbene Spr. bezeichnet, d.h. solche, die nicht mehr als ethnische Mutterspr. gesprochen und nicht mehr als erste oder gar einzige im Kleinkindesalter durch unmittelbaren pers\'f6nlichen Kontakt, gew\'f6hnlich von philologischen Laien, erlernt werden. Die Kennzeichnung mit einem Kreuz ist noch nicht durchgehend erfolgt, so dass aus dem Fehlen des Zeichens nicht geschlossen werden darf, dass die Sprache heute noch als Muttersprache bezeichnet wird. \par \par Anstelle der umst\'e4ndlichen Bezeichnungen v.Chr. (n.Chr.) oder v.u.Z. (n.u.Z.) steht schlicht \par - (+) vor der Zahl (ohne Zwischenraum). Ich vollziehe die vern\'fcnftige Mathematisierung desto lieber, da es immer noch die Anschauung gibt, die Zeiitskala sei kein normaler Ma\'dfstab (wie wir ihn vom Thermometer kennen), sondern es gebe (oder m\'fc\'dfte von Rechts wegen geben, wenn es damals nur schon eine Null gegeben h\'e4tte) ein Jahr (+)0 und logischerweise dann auch ein Jahr -0! Vgl. \cf3\ul http://www.pwruff/archiv/millennium.htm\cf1\ulnone\par Diese Schreibweise macht es allerdings unm\'f6glich, "bis" vor Jahresangaben durch einen Mittelstrich zu ersetzen.\par \par Sollvorgaben und gute Vors\'e4tze werde ich oft aus Schlampigkeit und Schusseligkeit oder/und weil ich mich ihrer gar nicht mehr erinnere, nicht einhalten. Das entspricht dem provisorischen, \b nicht endredigierte\b0 n\b und nicht druckreife\b0 n\b \b0 Charakter meiner \b Privatnotizen\b0 , an denen es immer etwas zu verbessern geht. Und ich werde stets bem\'fcht sein, neben dem unabl\'e4ssigen Setzen neuer Fl\'fcchtgkeitsfehler verbessernd und polierend t\'e4tig zu Xd<11,80000008,N0,Arial12,80000008,B0,Arial8,80000008,N0,Arial     t0Spracheni{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green127\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Ich bitte f\'fcr die noch l\'e4ngere Zeit bestehenden Formatierungsuneinheitlichkeiten um Entschuldigung. Wen sie zu sehr bei einer (mehr unwahrscheinlichen) Lekt\'fcre st\'f6ren, der kann selbst dabei Hand anlegen. Ihm bleibt der Trost, dass au\'dfer ihm kein anderer von seiner Arbeit profitiert.\par \par \cf1 Halten Sie das Fenster auf folgender Breite, um das Verrutschen der Zeilen zu verhindern oder wenigstens zu vermindern:\par Die nachstehende Doppellinie sollte \b eine \b0 Zeile f\'fcllen!\par \cf2 ===================================================================\par \par \cf3\f1 Letztes Update\cf0 : \cf4\f0 4\f1 .1\f0 1\f1 .200\f0 5\f1\par \par \f0 Der Autor ist erreichbar unter \cf3 pwruff@kabelmail.de \par \cf0\par \cf3 Sie k\'f6nnen alle angegebenen JOT-Adresse unmittelbar anspringen, wenn Sie im Internet sind. Voraussetzung ist, dass Sie in der Men\'fcleiste Tools | Options ... angeklickt und dann im erscheinenden Fenster Main Options | Other | Active Hyperlinks aktiviert haben.\par \par \cf4\b Um ein koh\'e4rentes Schriftbild zu erhalten, beachten Sie Folgendes:\par \par \cf0\b0 JOT PLUS bricht die Zeile am Ende des Fensters um. Dadurch kannt es zu st\'f6renden Verschiebungen kommen.\par Bei zu langer Zeile erscheinen die wenigen restlichen W\'f6rter auf einer nachgeschobenen Kurzzeile, bei zu kurzer Zeile entstehen L\'fccken zwischen den Zeilen. Einr\'fcckungen gehen verloren, Absatzgrenzen werden verwischt.\par \par \b Wichtig ist\b0 , die Zeilen auf die L\'e4nge einzustellen,die sie beim Schreiben hatten. Das gelingt. indem man die Trennlinie zwischen dem li. Fenster (Inhaltsverzeichnis) und der re. Fenster (Text) verschiebt. F\'fchren Sie dazu den Mauspfeil auf die Trennlinie, bis zwei entgegengesetzt gerichtete horizontale Pfeile erscheinen, ziehen sie dann die Trennlinie unter Halten der gedr\'fcckten Maustaste in die gew\'fcnschte Position.\par \par Ich stelle jetzt beim Schreiben die Breite die Trennlinie des rechten Fensters genau unter die gleich aussehende Doppellinie, die sich auf der Men\'fcleiste zwischen der Angabe der Schriftgr\'f6\'dfe und dem ersten Buchstabensymbol(Abc bzw. A) befindet. Dann haben die Zeilen bei einer Bildschirmaufl\'f6sung 1024*768 auf einen 20,5''-Bildschirm die richtige L\'e4nge.\par \par Beim Jot-Viewer muss entsprechend die Trennlinie zwischen den beiden Fenstern unmittelbar unterhalb des rechten Randes des Fragezeichens auf der Men\'fcleiste stehen. \par \cf4\par \cf0 Diese Einstellung ist zum Teil noch nicht durchgef\'fchrt. Ich bitte in der Umstellungszeit zerrissene Zeilen und fehlende Einr\'fcckung zu entschuldigen!\par \par \b\par \cf4 Vermeiden Sie, das Fenster in horizontaler Richtung zu verkleinern, d.h. schmaler zu machen!\par \cf0\par \cf4 ====================================================================================\par Diese Doppellinie muss auf eine Zeile passen! \par \par \b0 Das rechte Fenster ist breiter als eine A4-Seite, so dass lange Zeilen beim Ausdruck geteilt. werden. Lassen Sie sich vor dem Ducken den Preview anzeigen (Auf der Werkzeugleiste das Druckersymbol anklicken oder direkt das Symbol mit dem leeren Blatt, Eselsohr und Lupe \par \cf3\b\par \cf0\par \b0\par } @Кx 1) Vorwort1{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\qc\cf1\f0\fs32 SPRACHEN\par \fs28 (Private Notizen und Anmerkungen)\par \par \par \b\fs24 Vorwort\par \pard\b0\fs22\par \f1 Bau und Funktion der einzelnen Spr.(achen) und die vielf\'e4ltigen Wege, auf denen sie die immer und \'fcberall ziemlich \'e4hnlichen Kommunikationsprobleme l\'f6sen und die ebenso \'e4hnlichen allgemeinen Forderungen an jede Grammatik erf\'fcllen, haben mich von Kindheit an interessiert. Ich werde hier Exzerpte aus verschiedenen Quellen zusammentragen: Es handelt sich also nicht um eine eigenst\'e4ndige wissenschaftliche Leistung, sondern um Aufzeichnungen als eigene Ged\'e4chtnisst\'fctze. Allerdings werde ich eigene Anmerkungen und Gedanken (h\'e4ufig herausdifferenzierbar durch Erw\'e4hnung oder meine Initialen PR) dazwischenstreuen.\par \par Der Schwerpunkt liegt auf dem Sprachlichen selbst, weniger auf der Verbreitung und Geschichte der Sprachen, sozialen und politischen Implikationen, die in den meisten gegenw\'e4rtigen Darstellungen im Vordergrund stehen - sicher zu Recht, da sie in engerer Verbindung mit den alle Menschen interessierenden Weltangelegenheiten stehen.\par \par Je nach Interesse und Ergiebigkeit der Information werde ich manches gar nicht, anderes sehr kurz und weniges mit rahmensprengender Ausf\'fchrlichkeit behandeln. Man denke daran, da\'df ich nicht f\'fcr die \'d6ffentlichkeit und um eine Publikation daraus zu machen, sondern nur zum eigenen Vergn\'fcgen und Bedarf schreibe und das Ergebnis nur zur eventuellen Mitnutzung freigebe. Der Nutzer sei sich dessen bewu\'dft, dass ich nicht f\'fcr die Richtigkeit aller Angaben garantieren kann und sie nicht unbedingt dem momentanen Stand des als wissenschaftlich Verabredeten entsprechen werden.\par \par Mancher wird \'fcber einige Spr. mehr wissen und Fehler finden oder \'fcber Verschiedenes anderer Meinung sein. F\'fcr Korrekturen bin ich wie immer dankbar. Man m\'f6ge aber bedenken, dass auf dem Gebiet der Sprachsystematik und -komparation viele Meinungen nebeneinander bestehen und miteinander streiten, in denen die gr\'f6\'dften Koryph\'e4en uneins sind. \par \par Alle diese Zusammenstellungen sind zun\'e4chst mehr Projekt und werden, soweit mir Zeit und Lust bleibt, allm\'e4hlich hier und da weiter ausgebaut werden. Auch gibt das bisher Behandelte keinen \'dcberblick \'fcber \ul alle\ulnone Spr. und Sprachst\'e4mme, sondern ist mehr oder weniger zuf\'e4llig. Die L\'fccken dominierern bei weitem.\par \par Die Ordnung der Sprachst\'e4mme und Spr. erfolgt nicht, wie seinerzeit begonnen, systematisch. Denn einerseits herrscht \'fcber die Gliederung Uneinigkeit und eine durchgehend plausible und befriedigende Reihenfolge der Gruppen l\'e4\'dft sich nicht finden. Es liefe dabei auf das Geographische hinaus, doch \'dcberschneidungen in beiden Richtungen erlauben keine Kontinentalgliederung. Unevolution\'e4r w\'e4re sie ohnehin und kein "nat\'fcrliches System" wie das der Tier- und Pflanzenarten (sein sollte). Andererseits wird eine solche Gliederung durch die Aufreihung vieler fast unbekannter Spr. und die Verwendung einer immer l\'e4nger werdenden dezimalen Numerierung schnell au\'dferordentlich un\'fcbersichtlich. So erfolgt jetzt die Anordnung der einzelnen Artikel alphabetisch, wobei von den Gruppierungen auf die (schon) behandelten Spr. und von diesen (mindestens) auf die n\'e4chsth\'f6here extra genannte Einheit verwiesen wird.\par \par Neben einzelnen Spr. und Sprachgruppen sind allgemeine Begriffe und systematische Kategorien aufgenommen, die aber in engem Bezug zu Spr., nicht zur Sprache schlechthin oder dem Sprechen stehen, also mehr philologisch als linguistisch sind. Es finden sich aber auch einige linguistische Begriffe, soweit mir ihre Erkl\'e4rung zum Verst\'e4ndnis des Gemeinten angezeigt erschien, oder ich mich veranla\'dft sah, eigene Anmerkungen dazu zu machen.\par \par Suchen kann man also im alphabetischen Gliederungsverzeichnis im Index im linken Fensterrahmen oder mit der Suchfunktion von JOT nach einem Stichwort. Das empfiehlt sich auch bei vielen Sprachenbezeichnungen. Nicht jeder Sprache ist ein eigener Artikel gewidmet und vielfach kommen ihre Namen (bisher) nur in den Auflistungen der Sprachfamilien vor.\par \par \cf0\par } Jr~2) Abkrzgn u. Symbole^{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Courier10 BT;}{\f2\fnil\fcharset0 Arial;}{\f3\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\grsein.\par \par Gro\'dfe unbenannte Zahlen geben (in lange nicht \'fcberarbeiteten Artikeln) die ungef\'e4hre Zahl der derzeitigen Sprecher an. \par ( >> Sprecherzahlen).\par \par \b\par \pard\qc ABK\'dcRZUNGEN\par \pard\b0 Jh. Jahrhundert\par N Norden, n\'f6rdlich SW S\'fcdwesten W Westen usw. (O, NO ..)\par Spr. Sprachen\par \b Das jeweilige Stichwort kann in dem ihm gewidmeten Artikel mit dem Anfangsbuchstaben abgek\'fcrzt werden.\par \b0\par \par \pard\qc\b SYMBOLE\b0\par \pard\par < entstanden aus ODER weniger als\par > geworden zu ODER mehr als\par >> siehe: verweist auf die alphabetisch angeordneten Stichw\'f6rter\par \'86 gegenw\'e4rtig (praktisch) nicht als Muttersprache gesprochen \par \cf0\f3\par \par \pard\li80\cf1\f0 \par \par \par \pard\cf0\f3\par } (ypח 3) Literatur{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 (\b Literatur, die nur in einer Note Verwendung findet, ist dort bei der betreffenden Sprache aufgef\'fchrt\b0 .)\par \par Neben Grammatiken, W\'f6rterb\'fcchern, Sprachf\'fchrern, Zeitungsartikeln und allgemeinen Nachschlagewerken (Lexika) :\par \par - Australien und pazifische Inseln. Verlagshaus Stuttgart u. Partner 1966\par - Bodmer, F.: Die Sprachen der Welt. K\'f6ln 1955\par - Brauner, S. u. Herms,I.: Lehrbuch des modernen Swahili. Leipzig 1979\par - Bryson, B.: Mother Tongue. 1990: Penguin Books\par - Comrie, B. u. Matthews, St. u. Polinsky, Maria (Hrsg.): Bildatlas der Sprachen. Augsburg 1998: Bechterm\'fcnz\par - Crystal, D.: The Cambridge Encyclopedia of the English Language. London usw: BCA 1995\par - EB: Encyclopaedia Britannica (1999)\par - Eco, U.: Die Suche nach der vollkommenen Sprache (1993). dtv 30892\par - Faulmann, C.: Das Buch der Schrift enthaltend die Schriftzeichen und Alphabete aller Zeiten und aller V\'f6lker des \tab Erdkreises. Wien 1880. Reprint 1995\par - Finck, F.N.: Die Sprachst\'e4mme des Erdkreises. Leipzig u. Berlin: B.G.Teubert 1915 (Aus Natur und Geisteswelt, \tab Bd.267)\par - Haarmann, H.: Kleines Lexikon der Sprachen. Von Albanisch bis Zulu.M\'fcnchen: beck 2001\par - H\'e4usler, A.: Arch\'e4ologie und Ursprung der Indogermanen. Das Altertum 38(1992),1,3-16\par - Encarta(-Enzyklop\'e4die). Microsoft Corp. 1993- 1997. CD-ROM 1998\par - Esperanto. Zschr. der Universala Esperanto-Asocio, Rotterdam\par - Fuhrmann, E.: China. 1.Teil: Das Reich der Mitte. Hagen i.W. 1921: Folkwang\par - Geary, J.: Speaking Tongues. TIME July 7,1997\par - Gurney, O.R.:Die Hethiter (The Hittites 1952, 1954), Dresden 1969 \par - Heine, B, Schadeberg,C:, Wolf,E. (Hrsgg.): Die Sprachen Afrikas. 1996\par - Hoekstra, A.: Wurden = Vortoj. Frysktallich basiswurdboek Esperanto-Frysk. Amsterdam 1995\par - Hutterer, C.J.: Die germanischen Sprachen. Wiesbaden, 4.Aufl. 1999: Albus\par - Jensen, H.: Die Schrift, Berlin (Ost) 1969 \par - Kabel, Lars: Irisch-G\'e4lisch Wort f\'fcr Wort, "Kauderwelsch" Bd. 90, 3. Aufl. 1990\par - Klose, Albr.: Sprachen der Welt. M\'fcnchen: K.G. Saur 1987\par - Kramer, H.-G. u. Linde,G.: Sprachen die Neandertaler englisch? Eine Reise durch die \tab Welt der Sprachen. Berlin \tab 1993\par - Krummrey, H: Zwei Sklavinnen in einer samnitischen Ziegelei. Das Altertum 27 (1981), \par \tab H. 2, S. 113-119\par - Mannewitz, Cornelia: Zur Rolle von Kunstsprachen in Gesellschaftsutopien. Interlinguistische Informationen. \tab Mitteilungsnblatt der Gesellschaft f\'fcr Interlinguistik (GIL), Berlin \tab 6(1997),1,10\par - McArthur, T. (Ed.): The Oxford Companion to the English Language. London 1992\par - Meringer, R.: Indogermanische Sprachwissenschaft. Leipzig: G\'f6schen 1903\par - (Der Kleine) Pauly s. Ziegler u. Sontheimer\par - Metzler Lexikon Sprache (Hrsg. H.Gl\'fcck). Stut\cf0 t\cf1 gart, Weimar 1993: J.B.Metzler\par - \cf0 Metzler Lexikon Sprache, Digitale Bibliothek, Bd. 34 (nach der 2.Auflage)\cf1\par - Nat(ional) Geogr(aphic [Magazine]). Official Journal of the National Geogra-\par \tab phic Society Washington, D.C. \par - Okrand, M.:Das offizielle W\'f6rterbuch Klingonisch/Deutsch Deutsch/Klingonisch.\par K\'f6nigswinter 1985/1992: Heel\par - Pallottino, M.: Italien vor der R\'f6merzeit. M\'fcnchen: Beck 1987\par - Palmer, Leonard R.: Die lateinische Sprache. Grundz\'fcge der Sprachgeschichte und der historisch-vergleichenden \tab Grammatik. Hamburg 1990: Helmut Buske Verlag\par - Park Notes (Kakadu-Park): Aboriginal Languages (Faltblatt)\par - Ruff, P.W.: Einf\'fchrung in den Gebrauch der medizinischen Fachsprache. 3.Aufl., \par \tab Reinbek 1993: Lau\par - Ruff, P.W.: Medizinische Fachsprache. Reinbek 1995: Lau\par - Scheurmann, E.: Samoa, Konstanz 1927: See-Verlag\par - Schl\'f6sser, R.: Die romanischen Sprachen. M\'fcnchen: Beck 2001\par - Schrah\'e9, E-U.: Friesische Haus- und Stra\'dfennamen. Keitum 1994\par - Seidel, A.: Hauptsprachen Deutsch-S\'fcdwestafrikas. 2.Aufl., Wien u. Leipzig o.J.\par - Stolz, F.: Geschichte der lateinischen Sprache. Leipzig: G\'f6schen 1910\par - St\'f6rig, H.J.: Abenteuer Sprache. M\'fcnchen 1992\par - Wendt, H.F.: Sprachen. Fischer-Lexikon. Frankfurt/Main 1961\par - Ziegler, K. u. Sontheimer, W. (Hrsg.): Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike\par \tab in f\'fcnf B\'e4nden. DTV 1979\par \par \par \cf0\par } בA yc ;/) Afghanischc {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Die zusammengesetzte Bev\'f6lkerung aus Paschtu, den eigentlichen Afghanen, die zu den Iranern geh\'f6ren, Tadschiken (als Nachkommen der Baktrer) u.a. (s.u. Dari) l\'e4\'dft von vornherein Mehrsprachigkeit erwarten. Tats\'e4chlich werden \'fcber 20 Spr. in den Stammesbereichen gesprochen. Genannt werden Hasara (vermischte Reste des mongolischen Einfalles im 13./14. Jh. [von hazar, persisch \cf1 tausend]\cf0 ) , Amak, Nuristani, Balutschi,Turkmenen und Kirgisen genannte. Zu Angaben eines H\'e4ufigkeitsverh\'e4ltnisses von 40% Pashtu , 50% Dari, 8% Usbekisch stehen Angaben wie 10 Millionen Paschtu- und 5 Millionen Darisprecher (so hier folgend) im Widerspruch.\par \par \par Es dominieren zwei Spr., die auch offiziell die Spr. in Afghanistan sind\par \b Paschtu \b0 und \b Dari\b0 . Beide sind seit 1936 (1938?) offizielle Landessprachen. \par \par \b Paschtu \b0 (oder Paschto, Pakhto, engl. Pashto, Pushtu) wird auch als \b die \b0 afghanische Sprache bezeichnet. Es geh\'f6rt zur \'f6stlichen Gruppe der \b neuiranisch\b0 en Spr. Ca. 10 Millionen. Sprecher in Afghanistan und 5 Millionen in Westpakistan. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts bezeugt, Literatur seit dem 17. (11.?!) Jahrhundert, Bl\'fcte seit der Gr\'fcndung des Afghanischen Staates im 18.Jh. \par In der s\'fcdlichen Dialektgruppe sind die alten sh- und zh-Laute erhalten, in der n\'f6rdlichen durch kh ersetzt (daher \b Pakhto\b0 ). Die Schreibweise ist in beiden Dialekten gleich.\par Die Sprache ist starken indischen Einfl\'fcssen unterworfen, reich an arabischen und persischen Lehnw\'f6rtern und weist zahlreiche altpersische Z\'fcge auf.\par Die Schrift ist ein modifiziertes arabisches Alphabet. \par Unter verschiedenen Pluralformen erinnert -\cf2 i\cf0 f\'fcr die Maskulina auf -\cf2 aj\cf0 (\cf2 saraj\cf0 \cf1 Mann\cf0 - \cf2 sari \cf1 M\'e4nner\cf0 ) und -\cf2 e\cf0 f\'fcr die Feminia auf -\cf2 a\cf0 \cf2 kota \cf1 Raum \cf0 - \cf2 kote \cf1 R\'e4ume\cf0 ) an Pluralformen anderer indoeurop\'e4ischer Sprachen. Als Deklinationsreste gibt es eine direkte Form (Nominativ) und eine oblique Form (z.b. Objekt). Die Adjektive nehmen, soweit m\'f6glich konkordante Form f\'fcr Geschlecht und Zahl an \'b4(ggf. als Stammumlaut). Sie stehen vor dem Substantiv: \cf2 sor kota \cf1 ein kalter Raum \cf0 - \cf2 sar\'e9 kote \cf1 kalte R\'e4ume\cf0 .\par Das Verbum hat zwei Stammformen: Pr\'e4sens und Vergangenheit ( = Infinitiv), h\'e4ufig von ganz verschiedenen St\'e4mmen gebildet: \cf2 tl\super e\nosupersub l \cf1 gehen; ging \cf2 dz- \cf1 gehe\par \cf3 Die Personalendungen der 3. Person f\'fcr die Vergangenheit sind geschlechtsspezifisch.\par \par \cf0\b Dari \b0 (Farsi Kabuli) ist der afghanische Dialekt des Neupersischen (\b Farsi\b0 ) und wird ebenfalls in einer modifizierten arabischen Schrift geschrieben. Die Syntax ist wenig von der des Farsi unterschieden, der Akzent ist weniger scharf.\par Ca. 5 Millionen Sprecher, vor allem Tadschiken, Hazara, Chahar, Aikmak. Es ist die vorwiegende Verbindungssprache zwischen Sprechern unterschiedlicher Spr. Das nimmt nicht wunder, da Dari dem Tadschikischen und einer Vielzahl von dessen Dialekten und der Sprache der Hazara n\'e4her steht als dem Neupersichen.\par \par \par } 7#b' AfrikaansN{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\froman Times New Roman;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red159\green159\blue159;\red0\green127\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 (\f1 veraltete Bezeichnung KAPHOLL\'c4NDISCH)\par Auf der Grundlage der Dialekte der holl\'e4ndischen Kolonisten (Buren) in S\'fcdafrika nach 1662 entstanden. Im sp\'e4ten 19. Jh. fixierte der Lehrer Arnoldus Pannevis die Grammatik, schrieb ein W\'f6rterbuch und gab 1876 als erste Zeitung "Die Afrikaanse Patriot" heraus. Seit 1925 war Afrikaans neben Englisch offizielle Amtssprache. Afrikaans wird von den Buren und fast allen Schwarzen S\'fcdafrikas gesprochen oder wenigstens verstanden. Es dominiert in der westlichen H\'e4lfte der Republik und gro\'dfen Teilen Namibias sowie in einigen Gebieten des Ostens, ist aber gegen\'fcber dem Englischen weiterhin auf dem R\'fcckzug.\par \par Charakteristisch gegen\'fcber dem NIEDERL\'c4NDISCHEN ist die starke Schrumpfung der Wortst\'e4mme und das Schwinden grammatischer Morpheme. (Im 20.Jahrhundert waren durch die leichteren sprachlichen Kontakte zu den Niederlanden r\'fcckbildende Tendenzen zu beobachten: \cf2 vernederlandsing\cf1 .)\par Viele W\'f6rter sind (fast wie im CHINESISCHEN einsilbig geworden >>Isolierende Spr.), wobei ich nicht zu entscheiden vermag, ob die daf\'fcr typische Zunahme der Synonymik auch im Afrikaans zu beobachten ist.)\par \cf2 aand\cf1 \cf3 Abend\cf1 ; \cf2 baard\cf1 \cf3 Bart\cf1 ; \cf2 broer\cf1 \cf3 Bruder\cf1 ; \cf2 ken\cf1 \cf3 kennen\cf1 ; \cf2 kort\cf1 \cf3 kurz\cf1 ; \cf2 kyk\cf1 \cf3 blicken, Blick\cf1 ; \cf2 l\'ea\cf1 \cf3 liegen\cf1 ; \par \cf2 loop \cf3 laufen\cf1 ;\cf2 lui\cf1 \cf3 Volk\cf1 , \cf3 Leute\cf1 ; \cf2 maand\cf1 \cf3 Monat\cf1 ; \cf2 mas\cf1 \cf3 Mast\cf1 ; \cf2 re\'ebn\cf1 \cf3 regnen\cf1 aber \cf2 reent\cf1 \cf3 Regen\cf1 ; \cf2 s\'ea\cf1 \cf3 sagen\cf1 ; \cf2 swart\cf1 \cf3 schwarz\cf1 ; \cf2 verkort\cf1 \cf3 verk\'fcrzen\cf1 ; \cf2 wa\cf1 \cf3 Wagen\cf1 ; \cf2 wei\cf1 \cf3 Weide\cf1 ; \cf2 weens\cf1 \cf3 wegen.\par \par \cf1\b Aussprache und Rechtschreibung \b0\par - ein Vokal in geschlossener Silbe ist kurz \cf2 mas\cf1 \cf3 Mast\par \cf1 - ein langer Vokal in geschlossener Silbe wird verdoppelt\cf3 \cf2 uur - ure \cf3 Uhr -Uhren\cf2\par \cf3 - \cf1 ein Vokal in offener Silbe ist lang. Da auslautendes e fl\'fcchtig gesprochen wird, wird es lang \par doppelt geschrieben \cf2 see\cf1 \cf3 See\cf1 \par - Digraphen wie ie, eu.oe; au, ooi werden nicht verdoppelt. Sie k\'f6nnen kurz oder lang gesprochen werden, lang ist \cf2 dier \cf3 Tie\cf1 r, kurz ist \cf2 diep\cf1 \cf3 tief\par \cf1\par \cf2 aai \cf1 sprich \'e2 mit nachlautendem i \cf2 saai\cf1 \cf3 Saat, s\'e4en\par \cf2 au \cf1 sprich ou \par \cf2 ei\cf1 sprich e mit nachklingendem i \cf2 brein\cf1 \cf3 Gehirn\cf1\par \cf2 eeu\cf1 sprich e-u \cf2 leeu\cf1 \cf3 L\'f6we\cf1 \par \par Die \b Rechtschreibung\b0 \'e4hnelt dem Niederl\'e4ndischen, doch gibt es Abweichungen:\par \cf2 y \cf1 wie \cf4 ay\cf1 in engl. \cf4 day\cf1 ; \cf2\'ea\cf1 langes \cf3\'e4\cf1 ; \cf2\'fb\cf1 langes offenes \cf3\'f6\cf1 ; \cf2 n\cf1 kann einen Nasallaut bezeichnen (in \cf2 ons\cf1 , \cf2 Afrikaans\cf1 ), das weiche \cf3 s\cf1 (nied.\cf5 z\cf1 ) ist \cf2 s.\cf1 \par \par Das \b Substantiv\b0 kennt keine Genusunterschiede. Einziger bestimmter Artikel ist \cf2 die\cf1 :\par \cf2 die man, die vrou, die kind\cf1 . Es gibt aber noch mehrere Pluralformen (vgl. Niederl\'e4ndisch):\par \cf2 -e, -s, -te\cf1 u.a.)\par \par \b Personalpronomina\b0 sind: \cf2 ek, jy, hy, sy, \cf1 (PR: Neutr. ?)\cf2\par ons, julle, hulle\cf1 \par \par Das \b Verbum \b0 kennt nur zwei Formen, wovon eine zudem morphemlos ist. Das geht noch \'fcber das Englische hinaus, wo das Verbum zwei Endungen haben kann -\cf4 s\cf1 und -\cf4 ed\cf1 . W\'e4hrend -\cf4 ed\cf1 im Englischen das Pr\'e4teritum und das (passive) Vergangenheitspartizip bezeichnet, findet sich die Vorsilbe \cf2 ge\cf1 - im Afrikaans nur beim letzteren. Sie ist uns in dieser Funktion aus dem Deutschen vertraut. Die beiden Formen von \cf3 leesen\cf1 sind \cf2 lees\cf1 und \cf2 gelees\cf1 , z.B. in\cf2 ek het gelees \cf1 f\'fcr alle VergangenheitsFormen:\cf2 \cf3 ich las, habe gelesen, hatte gelesen\cf1 . Oft wird aber die Vergangenheit im Unterschied zur Gegenwart nur durch eine Konjunktion (z.B. \cf2 toe\cf1 \cf3 als\cf1 ) oder ein beigeseztes Adverb angedeutet.\par \cf3\par \cf1 Auch ist der Ablaut der starken Verben (\cf3 lesen\cf1 - \cf3 las\cf1 ) wie jeder Ablaut (fast) verschwunden. Er findet sich in allen niederl\'e4ndischen Dialekten, d\'fcrfte also dorther zugewanderten Sprechern keine Schwierigkeiten bereitet haben. Man nimmt daher an, dass afrikanische Sprecher, die damit nicht zurechtkamen, bei diesem Schwinden mitgewirkt haben. (PR:) Eigenartig scheint, dass sie auf die Kolonialherren normierend gewirkt haben. Wenn, dann haben diese beim Erteilen ihrer Befehle und Anleitungen darauf verzichtet, um sicherer verstanden zu werden, und sich schlie\'dflich auch untereinander daran gew\'f6hnt.\par \par Es gibt eine \b doppelte Verneinung\b0 ( vgl. auchTextprobe, Zeile 8):\par \cf2 ek kon my o\'eb nie glo nie\cf1 : \cf3 ich kann\cf1 (oder \cf3 konnte\cf1 ) \cf3 meinen Augen nicht glauben.\cf1\par \par \par \ul\fs24 Textprobe:\par \cf2\ulnone\fs22 'n INTERNASIONALE TAAL \par sal deur alle regerings ingevoer word as die tweede taal vir elke mens op aarde. Dit word in minde as 10% van die tyd en moeite aangeleer, as wat vir enige ander taal nodig is. \par Vir die doel van internasionale gebruik is die taal baie meer doeltreffend, geskik en prakties as enige etniese taal. Dit sal klein bedreigde tale en kulture beskerm teen imperiale tale. Dit stel almal in staat om sondermeer by te dra tot - en baat by - die jongste stand van tegnologie, wetenskap en menslike insigte op alle gebiede. Dit gaan ongeletterdheid sommer uitwis! Hoekom? Die taalre\'ebls het geen onre\'eblmatighede nie. Dis totaal foneties, besonder soepel, welluidend, ondubbelsinnig en presies. Weens 'n briljante stelsel van voor- en agtervoegsels, het dit minder leerbare vokabels, 'n groter woordeskat as enige ander taal. Dit is neutraal. Elektroniese apparatuur sal nooit goed uit een etniese taal in 'n ander kan vertaal nie, maar uit Esperanto wel. Hierdie taal is die grootse revolusionere verskynsel sedert die uitvind van die drukkunde. \par \cf1\par }  s@:`Afrikanische Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 AFRIKANISCHE Spr.: eine rein geographische Gruppierung mehrerer unterein-\par ander nicht verwandter Spr.gruppen.\par \par ca. 2000 Sprachen\par \par Gliederung: \par \par \b = Afroasiatische Spr.\b0 (>>)\par \b = Niger-Kongo-Spr.\par \f1 = Nilo-Saharanische Spr.\par = Khoi-San-Spr\b0 . der San ("Buschm\'e4nner") und Khoikhoi ("Hottentotten", reich an Klick- und \tab Schnalzlauten; Beispiel: >> Nama \par \tab Hierher auch die relativ geschlosssene Gruppe der Bantusprachen (>>)\par \par \par }  0 PAfroasiatische Spr. {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red128\green128\blue128;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Neue Bezeichnung f\'fcr die >> Semito-Hamitischen Spr., die zwar nicht mit Bibelmythen belastet ist, aber leicht als reine verwandtschaftsneutrale Regionalbestimmung mi\'dfver- standen werden kann.\f1 \par \par \cf1\b\f0 Gliederung: \b0 \cf2 \par \cf1\par \b BERBERSPR.\par \b0 = TAMASCHEK der Tuaregs mit eigenem 24-Buchstaben-Alphabet (TAFINAGH), das aus der altlibyschen (= \tab numidischen) Schrift entwickelt sein soll (linksl\'e4ufig), vgl. 2.1.8.\par = ZANAGA in Mauritanien\par = RIFKABYLISCH, BERABER (sic!) und SCHL\'d6CH (Schluch, Schilch)\par = KABYLISCH in Algerien\par = S\'fcdtunesische und tripolitanische Mundarten\par = Mundarten der \'f6stlichen Oasen\par = Sprache der GUANISCHEN \'86, die bis ins 17. Jh. auf den kanarischen Inseln lebten.\par = >> NUMIDISCH\'86 (LIBYSCH \'86) bekannt aus einigen 100 Inschriften des -4.Jh. bs. im Gebiet des alten Karthago. Das altlibysche (= numidische) Alphabet mit 30 Konsonantenzeichen scheint eine eigene Sch\'f6pfung zu sein. \tab\par \b TSCHADISCHE Spr.\b0 100 Spr.\par = Haussa 30-35 Mio. Sprecher\par = Angas\par = Bura\par = Goemai\par = Higi\par = Margi\par = Tangale\par ...\par \b KUSCHITISCHE Spr\par \b0 = Bedauye\par = Saho\par = Afar\par = Galla\par = Somali\par = Bilin\par \b OMOTISCH Spr.\b0 (fr\'fcher als \cf3 Westkuschitische \cf1 Spr.) ca. 20 Spr.\par = Wolyata (Welamo) 1,8 Mio. Sprechern\par = Kefa-Mocha\par = Ari\par = Bencho-Sche\par = Dizi\par = Hamer\par = Kore\par = Ometo\par = Zayse\par = Janjero\par ....\par \b SEMITISCHE Spr\b0 .\par = Ostsemitisch \par == Akkadisch (Babylonisch-Assyrisch)\par = Ugaritisch\par = Westsemitisch\par == Nordwestsemitisch \par === Kanaan\'e4isch \par ==== Hebr\'e4isch\par ==== Moabitisch\par ==== Ph\'f6nikisch j\'fcngere Form: Punisch\par ===Aram\'e4isch\par ==== WESTARAM\'c4ISCH \fs28\par \fs22 ===== BIBLISCH-ARAM\'c4ISCH\par ===== J\'dcDISCH-ARAM\'c4ISCH\par ===== SAMARITANISCH\par ===== LEBENDE RESTSPR. NW von Damaskus und im Antilibanon \par ==== OSTARAM\'c4ISCH\par ===== SYRISCH\par ===== BABYLONISCH-TALMUDISCH\par ===== MAND\'c4ISCH\par ===== NEUSYRISCH\par == S\'dcDWESTSEMITISCH\par === NORDARABISCH (klass. Arabisch und Dialekte)\par === S\'dcDARABISCH, \'dcberbleibsel: MIN\'c4ISCH, SAB\'c4ISCH \par === ABESSINISCH\par ==== \'c4THIOPISCH (GE'EZ) \'86\par ===== TIGRINJA\par ===== TIGRE\par ===== GURAGE\par ===== HARARI\par ==== AMHARISCH (heute)\par \b\'c4GYPTISCH \par \b0 =ALT\'c4GYPTISCH \'86\par = KOPTISCH\par \par (manchmal dazu gerechnet:\par HAUSSA-KOTOKO-Gruppe der SUDANSpr.: s. AFRIKANISCHE Spr.)\par \cf0\par \f1\par }  k* Albanisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Grammatisch eine indogermanische Sprache, vielleicht mit dem Illyrischen (\'86) verwandt, vom Lateinischen, den romanischen und den slawischen Spr., dem Griechischen und dem T\'fcrkischen beeinflu\'dft. 2 - 5 Millionen Sprecher, au\'dfer in Albanien selbst im serbischen Kosovo, in Mazedonien und in relativ isolierten Sprachinseln in Italien (Abruzzen, Apulien, Kalabrien, Sizilien), in verschiedenen Teilen Griechenlands, in Rum\'e4nien, Moldawien und Bulgarien (St\'f6rig). Erst seit dem 15. Jh. belegt. Zwei gro\'dfe als SchriftSpr. gebrauchte Dialekt- gruppen: TOSKISCH (S), GEGISCH (N). Grenze ist der Shkumbiflu\'df. Ein \'dcbergangsdialekt ist das ELBASANISCHE. 1950 wurde Toskisch die offizielle Sprache, aber Schriftsteller bedienen sich oft des Gegischen.\par \par Zur Schreibung und Aussprache: \cf2 c\cf1 (sprich ts), \cf2 dh\cf1 (wie stimmhaftes engl. th [dh]), \cf2\'eb\cf1 (fl\'fcchtiges e), \cf2 gj\cf1 (weiches ? g), \cf2 ll\cf1 (wie engl ll), \cf2 nj\cf1 (nasaliert), \cf2 q\cf1 (weiches ?? k), \cf2 rr\cf1 (langes ? r),\cf2 sh\cf1 (sch), \cf2 th\cf1 (wie stimmloses engl. th), \cf2 x(h)\cf1 ( wie griech. chi geschrieben: weiches dsch wie ital. gi, ge), y (\'fc).\par Das gegische hat Nasalvokale \cf2\'e2\cf1 usw.\par \par \par \pard\cf0\f1\par } n(Alphabet=4{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red127\green127\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue127;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 ALPHABET\par \f1 Die \'c4gypter haben aus den Hieroglyphen, die zun\'e4chst eine Wort-, dann (z.T.) Silbenschrift waren, auch eine Konsonantenschrift entwickelt, d.h.es gibt f\'fcr jeden Konsonanten ein entsprechendes Bildzeichen. \par \par Dar\'fcber hinaus wurden 1999 vom Ehepaar \i Darnell \cf0\i0 Kalkstein-Inschriften gefunden, die einen \par Zwischenschritt zwischen den Hieroglyphen und einem semitischen Alphabet darstellen sollen. (Spuren \'e4hnlicher Zeichen waren schon vorher a\cf1 us \cf0 der syrisch-pal\'e4stinensischen Region und der Sinai-Halbinsel bekannt.) (\cf1 Der Tagesspiegel 30. 11. 99)\par \par Die heutigen semitischen Alphabete (Hebr\'e4isch, Arabisch), das griechische (und damit das kyrilliische) und das lateinische Alphabet stammen vom ph\'f6nikischen ab, dessen Buchstabenreihenfolge weitgehend erhalten ist und damit auch die Genese der Buchstaben-\par bezeichnungen in den einzelnen Spr.. Nichtgebrauchte Buchstaben wurden weggelassen oder anderweitig verwendet. Zeichen f\'fcr fehlende Laute wurden meist hinten angeh\'e4ngt, wie es sp\'e4ter die Sowjetrussen mit den kyrilloiden Alphabeten machten, mit denen sie beherrschte Minderheiten zu begl\'fccken pflegten. \par \par Alle klein geschriebenen Buchstabenbezeichnungen charakterisieren nur den Lautwert, geben aber nicht die Namen der Buchstaben in der entsprechenden Schrift wieder.\par \par \b Ph\'f6nik. \fs14 1\fs22 Arab. \fs14 6\fs22 Hebr. Griech. Lat. \fs14 12 \fs22 Russ.\par \b0 \b\par \b0 ) \fs14 2\fs22 \'calif \fs14 7\fs22 \'c0leph \'c1lpha A A \par b B\'e2 B\'eath B\'e8ta B B \fs14 18\fs22 \par g G\'eem G\'ecmel G\'e1mma C,G \fs14 13\fs22 G\par d D\'e2l D\'e0leth Delta D D \par h H\'e2 H\'ea E ps\'eel\'f3n \fs14 10\fs22 E E \fs14 19\fs22\par w Uau W\'e2w (Vau \'86) \fs14 9 \fs22 F \par z Z\'e2 Z\'e0jin Z\'eata (Z) \fs14 14 \fs22 Zh, Z \fs14 20\fs22\par h' \fs14 3 \fs22 H'\'e2 H\'eath \'cata \fs14 10 \fs22 H\par t' \fs14 3\fs22 T'\'e2 T\'eath Th\'eata \fs14 16\fs22 \par j Ja J\'f4d J\'f4ta I, J \fs14 15\fs22 I \fs14 21\fs22 \par K\'e2f K\'e2ph Kappa (K) K\par l L\'e2m L\'e0med Lambda L L\par m M\'eem M\'eam My M M\par n N\'fbn N\'fbn Ny N N\par s S\'e0mech Xi\par ( \fs14 4\fs22 Ain \'c1jin O m\'eekr\'f3n \fs14 10\fs22 O O \par p F\'e2 P\'ea P\'ee P P\par s' \fs14 3\fs22 S\'e2d S\'e2d\'e8 (Samp\'ee \'86)\fs14 11\par \fs22 q K\'e2f K\'f4ph (Koppa \'86) \fs14 11\fs22 Q \par r R\'e2 R\'easch Rh\'f4 R R\par sh \fs14 5\fs22 S(h)\'een \fs16 8\fs22 S(ch)\'een \fs16 8\fs22 Sigma S S \par t T\'e2 T\'e2w Tau T T\par Ph\'ee \fs14 16\fs22\par Ch\'ee \fs14 16\fs22 \par Ps\'ee \fs14 16\fs22\par \'d4 m\'e9ga \fs14 10 16\par \fs22 U,V \fs14 15 \fs22 U\fs14\par \fs22 X \fs14 17 22\par \fs22 Y\fs14 14\fs22\par Z \fs14 14\par \fs22\par \par 1) Die \'e4ltesten ph\'f6nikischen Inschriften stammen aus dem -17. bis -15.Jh. Auch die indischen Schriften werden auf das ph\'f6nikische Alphabet zur\'fcckgef\'fchrt (>>P\'e2li).\par Buchstabennamen pflegen in den Wiedergaben ph\'f6nikischer Alphabete in der Literatur nicht angegeben zu sein. Sie sind offensichtlich nicht \'fcberliefert. Sie m\'fcssen aber schon damals oder in einer sp\'e4teren Vorl\'e4ufersprache aller Alphabete entstanden sein, sonst \cf0 w\'e4ren sie sich in diesen nicht so \'e4hnlich.\par \par 2) Der hier mit ) bezeichnete Laut wird sonst durch das ebenso geformte, aber kleinere und hochstehende, dem griechischen Spiritus lenis entsprechende Zeichen wiedergegeben.\par \par 3) h', t' und s' werden gew\'f6hnlich durch einen untergestellten Punkt bezeichnet. Das ist in der hier verwendeten Computerschrift nicht m\'f6glich.\par \par 4) Der hier mit ( bezeichnete Laut wird sonst durch das ebenso geformte, aber kleinere und hochstehende, dem griechischen Spiritus gravis entsprechende Zeichen wiedergegeben.\par \par 5) Statt sh steht sonst s mit einem kleinen v dar\'fcber.\par \par 6) Die Reihenfolge der arabischen Buchstaben ist in den neueren Schriften (Neshii) umgestellt. \'c4hnlich geschriebene oder gesprochene Zeichen wurden zusammengefa\'dft und die schwachen Konsonanten w und j an den Schlu\'df gestellt. Diese Umsortierung ist hier wie in den fr\'fcheren Schriften aufgehoben.\par \par 7) Elif wird mit offenem Anlaut (wie langes \'e4 ) gesprochen.\par \par 8) Nach Jensen (S. 318) sind arab. S\'een und Sh\'een aus dem Samech hervorgegangen und durch Punktierung unterschieden worden. Dem widerspricht die entsprechende Doppelung im Hebr\'e4ischen mit v\'f6lliger Namensgleichheit, die dort im nicht wie im Arabischen umgestellten Alphabet eindeutig an der Sigma-Position stehen. Wenn in heutigen Gegen\'fcberstellungen altarabischen Schriften die rezente Neshi-Zeichen zum Vergleich daneben erscheint werden an der Samech-Pposition S(h)\'een-Zeichen in Klammern angef\'fchrt. D.h. das urspr\'fcngliche s der Samech-Position ist im neueren Arabisch verlorengegangen.\par Dabei mu\'dften die Araber im urspr\'fcnglichen semitischen (hier aram\'e4ischen) Alphabet 7 weitere Konsonanten unterbringen, was meistens durch Punktierung geschieht. \par \par 9) Dieser im Lateinischen als v bezeichnete Buchstabe (Digamma) hatte den Lautwert f und ist fr\'fch verlorengegangen. Er hat in Formenlehre und Prosodie zahlreiche Spuren hinterlassen. Es ber\'fchrt eigenartig, dass der Buchstabe der bei den alten Griechen schon \'fcberholt und veraltet war, (z.B.) im Deutschen \'fcberlebt hat, das er im Deutschen \cf2 Werk \cf0 erhalten ist, dem gr. \cf3 ergon\cf0 entspricht. In deutschen Fremdw\'f6rtern aus dem Griechischen\par fehlt oft das v, das im Latein erhalten ist \cf2\'d6ko\cf0 - (< \cf4 v\'eecus\cf0 ), \cf5 Eido\cf0 - (< \cf4 vid\'e8re\cf0 ), \cf2\'d6no\cf0 - ( < \cf4 v\'eenum\cf0 ). \par Treu steht unser \'fcberlebendes \cf2 f\cf0 im Alphabet noch da, wo sein aemitischer Vorfahr hingeh\'f6rte.\par - Zur Wiedergabe des v in lateinischen Eigennamen (z.B. in Vespasian) wurde in der Kaiserzeit ein kreisf\'f6miger Buchstabe wie ein kleines o oben mit zwei "H\'f6rnchen" links und rechts als Ausl\'e4ufer eines nach oben offenen Flachkreises benutzt. \par \par 10) In den semitischen Spr. werden nur die Konsonanten bezeichnet, die Vokale erst sp\'e4ter u.U. (z.B. f\'fcr den Unterricht) durch Punktierung zwischengesetzt. Die Griechen belegten f\'fcr sie \'fcberfl\'fcssige Buchstaben mit den vokalischen Lautwerten. Langes e und o werden von kurzem durch besondere Zeichen unterschieden im Unterschied zu einem je gemeinsamen Zeichen f\'fcr langes und kurzes a, i und u. F\'fcr das lange o entsteht ein neues Zeichen, das an den Schlu\'df des Alphabets angeh\'e4ngt wird (daher "von a bis o", "Alpha est et o".) M\'eekron (klein)und mega (gro\'df) unterscheiden als Adjektive die beiden o in der Bezeichnung, deshalb sind Omikron und Omega hier getrennt geschrieben und akzentuiert. \par Das gleiche ist beim kurzen e (Epsilon) der Fall. Psil\'f3n hei\'dft kahl, nackt, haarlos, leicht(bewaffnet), einfach. Ich vermute., dass die Bezeichnung Emikron wegen der Verwechslungsgefahr mit Omikron vermieden wurde. Alle Adjektive (auch mega) sind Neutra und weisen die Buchstabennamen als s\'e4chlich aus ("das O" usw).\par \par 11) Sampi fand noch Verwendung f\'fcr 900 zwischen und stand dabei am Ende des Alphabets zwischen Omega (800) und dem mit angestrichenen Alpha (1000) neu beginnenden Alphabet.\par Koppa nimmt als Zahlzeichen f\'fcr 90 seinen alten Platz zwischen pi (80) und ro (100) ein, wo es im lateinischen Alphabet als q \'fcberlebt hat.\par \par 12) Die Lateiner verdanken ihr und unser Alphabet den Etruskern, die es wohl unmittelbar von den Ph\'f6nikern und nicht von den Griechen \'fcbernommen haben (>> Etruskisch). Ihnen verdanken wir auch unsere kurzen aber leicht (am Telefon) misszuverstehenden Buchstabennamen, die ich hier nicht aufgelistet habe.\par \par 13) Die Lateiner unterschieden zun\'e4chst den g- und k-Laut nicht. Das sp\'e4ter durch den Horizontalstrich abgegrenzte G r\'fcckte in der Reihenfolge des Alphabets auf die Position des Z\'eata, f\'fcr das im Lateinischen kein Bedarf bestand. (Im alten Latein gab es keinen ts-Laut, wie er im Vulg\'e4rlatein f\'fcr die Aussprache des c vor den hellen Vokalen aufkam und von dort den Romanischen Spr. in der einen oder anderen Weise vererbt wurde.) Wenn auch C somit ein Sammellaut f\'fcr die drei laute K, G und Z war bzw. wurde, gab es andererseits anfangs drei Zeichen um den K-Laut auszudr\'fccken: C, K und Q. Auch das ist ein etruskisches Erbe. C stand (dort) vor e und i (!, ohne zun\'e4chst ts gesprochen zu werden), k steht vor a und o (bleibend in Kalendae!), q vor u (daher noch heute unser qu).\par \par 14) Z als stimmhaftes s wurde bis ca.-350 in r umgewandelt und das nun \'fcberfl\'fcssige Zeichen abgeschafft (angeblich durch den Zensor Appius Claudius Caecus). Zu Sullas (?) Zeiten, etwa um -100, kam das z mit dem Eindringen des Griechischen zur\'fcck und wurde an das Ende des Alphabets gestellt. Das gleiche gilt f\'fcr y, das man bisher durch u, seltener i, ausgedr\'fcckt hatte.\par \par 15) I und Jj wurden im (alten) Latein nicht unterschieden, ebensowenig U und V. Die Rundungen des J und des U lassen sich schwer in Stein hauen. Sie sind sp\'e4tere Differenzierungen. In beiden F\'e4llen (j und v) handelt es sich um Halbvokale, die in konsonantischer Position, vor Vokal, oft keinen Diphthong bilden, sondern konsonantisch gesprochen werden: \cf4 vir\cf0 , nicht uir.\par Im W\'f6rterbuch tragen sie in diesem Fall kein Qualit\'e4tszeichen, das die Vokall\'e4nge oder -k\'fcrze bezeichnen w\'fcrde (z.B. iam = jam).\par V (U) ist aus Y entstanden, dessen Lautwert \'fc \'e4hnlich war. (Die Griechen geben u durch ou wieder.) Das griechische v (Digamma) war zu im Latein zu geworden.\par \par 16) Die behauchten Tenues der Griechen ch (kh), th, ph fehlen im Latein und mit ihnen die Buchstaben. Auch ps und ein zweites Zeichen f\'fcr o waren \'fcberfl\'fcssig.\par \par 17) X erinnert in der Form an das griechische Chi, das nicht mehr gebraucht wurde (vgl. 16), aber doch anders klingt (ks statt kh). Es fand wie V fr\'fch als Zahlzeichen (Doppelhand f\'fcr 10) Verwendung. Es fehlt im Etruskischen, findet sich aber in alpinen Alphabeten (mit dem Lautwert t !).\par \par 18) Im Russischen ist w hinter b eingeschoben.\par \par 19) Im russischen Alphabet folgt ein e mit zwei apikalen Punkten nebeneinander, das jo gesprochen wird und stets den Wortton tr\'e4gt als eigener Buchstabe.\par \par 20) zh wird wie frz. j in Journal gesprochen, z wie weiches (stimmhaftes) s (vgl. 14)\par \par 21) neben i gibt es von einem nach oben offenen Bogen gekr\'f6ntes "kurzes" i, das nur in Diiphthongen Verwendung findet.\par \par 22) Der Abschlu\'df wird im russischen Alphabet durch eine Reihe (\'fcberwiegend) spezifischer Laute und Zeichen gebildet: F, als Zeichen an griechisches Th angelehnt, CH, Z, Tsch, Sch, ein Zeichen f\'fcr das harte konsonantisache Wortende, "Y", ein Zeichen f\'fcr das weiche konsonantische Wortende, \'c4, Ju, Ja.\par } @d2@D Anglofriesisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 ANGLOFRIESISCH (INGW\'c4ONISCH i.w.S.) , eine Gruppe der westgermanischen (bzw. s\'fcd-germanischen Spr. (neben der deutsch-niederl\'e4ndischen Gruppe), die das >> Englische und das >> Friesische umfasst ( >> Germanische Spr.). Auf den germanischen Stamm der Ingw\'e4onen (Tacitus: Inguaeones), der einen der drei Urspr\'fcnge (Nordseegruppe) des Ostgermanischen darstellt, gehen typische, als Ingw\'e4onismen bezeichnete Z\'fcge zur\'fcck, die das Anglofriesische charakterisieren, aber auch das Niederl\'e4ndische beeinflussen:\par a. n f\'e4llt vor stimmlosen Reibelauten aus: "us : uns", "goose : gans",\par "five : f\'fcnf". Das Niederl\'e4ndische hat "vijf", aber "uns".\par b. Palatisierung von Konsonanten: "church, fries. tsjerke : Kirche",\par "bridge : Br\'fccke", "cheese, fries. tsiis : nld. "kaas", \par c. a nach s+Konsonant wird i: "sleep, fries. sliepe : schlafen",\par "sheep, fries. skiep : Schaf"\par d. u.U. wird i zu \'fc: "five - f\'fcnf", "bridge - Br\'fccke", wovon aber h\'e4ngt das\par ab? In "church - Kirche" scheint es eher umgekehrt.\par \par Manche nehmen die Existenz einer anlofriesischen Sprache w\'e4hrend der Wanderungsperiode an, bevor die Angelsachsen im 5. Jh. England erreichten.\par \par \pard\cf0\f1\par } tj`'Aranda!{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\f0\fs22 Zentralaustralische Eingeborenensprache (um Alice Springs) ( >> Australische Spr. [1]) \par \par \cf1\f1 Das Aranda hat ein eigenartig additives Zahlensystem, das auf den ersten Blick wie ein tern\'e4res aussieht (PR):\par 1 njinta \par 2 tara \par 3 urbut'a\par 4 tara-ma-njinta \par 5 tara-ma-tara \par 6 tara-ma-tara-ma-njinta\par \cf0\par } $* Asianide Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 ASIANIDE Spr.\par Gruppe ausgestorbener Spr., die, soweit bekannt, mit keiner lebenden Sprache verwandt sind.\par \par Gliederung:\par Sumerisch (>>) \f1\'86\f0\par Elamitisch (Susisch) \f1\'86\f0\par \f1 Koss\'e4isch (Kassitisch, Kaschitisch) \'86\par Chattisch \'86\par Chaldisch (Urartisch) \'86\par Churrisch \'86\par Mitannisch (>> M. 1), ) (Hurritisch [<<]) \'86\par > Vannisch (Kaldisch) \'86 (>> Hurritisch)\par \pard\cf0\par } @䮠`' thiopisch{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} \uc1\pard\f0\fs22 "Liturgische Sprache der orthodoxen \'e4thiopischen Kirche. Ge'ez, das auch Alt\'e4thiopisch oder \par klassisches \'c4thiopisch genannt wird, geh\'f6rt zum s\'fcdlichen Zweig der semitischen Spr. und wurde von s\'fcdarabischen Einwanderern vermutlich im 1.Jahrtausend v.Chr. nach \'c4thiopien gebracht. Als gesprochene Sprache wurde es im Lauf des 13. und 14.Jahrhunderts vom nahe verwandten Amharisch abgel\'f6st, hat jedoch als Literatur- und Kirchensprache \'fcberlebt. Die Literatur in klassischem Ge'ez hatte ihre Bl\'fctezeit vom 13. bis zum 17.Jahrhundert. Das heutige Tigrinya, das im Norden \'c4thiopiens gesprochen wird, stammt vom gesprochenen Ge'ez ab. Die fr\'fchesten Zeugnisse in Ge'ez verfasster Inschriften stammen aus dem 3. bis 4.Jahrhundert. Sie wurden mit einem Alphabet s\'fcdsemitischen Ursprungs geschrieben, das nur aus Konsonanten bestand. In j\'fcngeren Inschriften aus dem 4.Jahrhundert und sp\'e4ter wurde ein System der Vokalnotation eingef\'fchrt. Die Vokale wurden dadurch gekennzeichnet, dass bei den Konsonanten ein Strich verl\'e4ngert oder gek\'fcrzt bzw. ein Strich, H\'e4kchen oder Kringel hinzugef\'fcgt wurde. Dieses Alphabet wird auch heute noch f\'fcr die Spr. \'c4thiopiens verwendet.\par Die \'e4ltesten Inschriften in Ge'ez wurden im zeilenweisen Wechsel rechts- und linksl\'e4ufig geschrieben (diese Schreibweise wird Boustrophedon, griechisch \'84furchenwendig", genannt.) Sp\'e4ter setzte sich unter griechischem Einfluss im Gegensatz zu anderen semitischen Schriften die Schreibweise von links nach rechts durch." (Encarta; Zitat als zu bearbeitendes Quellenmaterial) \par \par \par \par }  e=@בAustralische Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 1) Spr. der australischen Ureinwohner (Aborigines). Urspr\'fcnglich etwa 250, von denen noch 100 "leben", aber nur ein Dutzend (50) noch in nennenswertem Ma\'dfe gesprochen werden. Sie sind vorwiegend im Zentrum und Norden Australiens angesiedelt. Nur wenige Spr. haben \'fcber 1000 Sprecher. Viele Aborigines beherrschen 2 bis 4 dieser Spr., dazu noch Englisch. Gew\'f6hnlich wurden Frauen aus anderen St\'e4mmen geheiratet, entsprechend mehrsprachig war die Kindererziehung. Andere Verwandte Spr. wieder andere Spr.. (PR: Man stelle sich diesen "Idealzustand" im neuen Europa vor. In erster Linie w\'fcrde individuelle und allgemeine Sprachvermanschung daraus resultieren. Viel mehr als die Anglifizierung jetzt, die selbst allen Multikulti-Volksvermischern ein Greuel ist.)\par \par Gro\'dfer Wortschatz und komplexe Grammatik. Keine Schriftlichkeit. Meist wenig (16 - 20) Phoneme, nur eine Reihe von Verschlusslauten (p,t,k), keine Reibelaute (f,s,h), aber bis zu 6 verschiedene Artikulationsstellen. Vielsilbig agglutinierend (\cf0 polysynthetisch)\cf1 , scharfe Unterscheidung zwischen transitiven und intransitiven Verben, bisweilen ein spezieller Kasus f\'fcr das Subjektiv (Ergativ), Personalpronomina oft nur f\'fcr die 1. und 2. Person, Substantivklassen, reiche Kasussysteme, Dual, vereinzelt Trial. Die Zahlw\'f6rter gehen oft \'fcber 2 oder 3 nicht hinaus. \par Freie Wortstellung im Satz (PR: d.h. der Elemente im Wort?) erm\'f6glicht feine Nuancierungen, Adjektive meist nachgestellt, Pr\'e4dikat oft am Schluss, am Pr\'e4dikat wird oft markiert, ob das Subjekt dem des \'fcbergeordneten Satzes gleich ist (Switch Reference). \par \par H\'e4ufig sind Sprachtabus: Namen von Verstorbenen und gleichlautende W\'f6rter (Homophone) werden nicht erw\'e4hnt, wobei ersatzweise auf Nachbarspr. zur\'fcckgegriffen wird. Verwandten gegn\'fcber werden Sonder- oder Zeichenspr. verwendet ("Schwiegermuttersprache") (Metzler S. 72, Zschr. "Esperanto" der UEA 1997,Nr.9 [=1095], S.147). \par \par Bem\'fchungen um Wiederbelebung.\par \par Urspr\'fcnglich schriftlos, jetzt verschiedene Schriftsysteme auf der Grundlage der lateinischen\par Schrift. Bibel\'fcbersetzungen durch Missionare Ende des 19. Jh., sp\'e4ter Anthologien von Ez\'e4hlungen.\par \par \'dcber den Einfluss auf das Australische Englisch s.d. (>>).\par \par \b Gliederung\b0 (gew\'f6hnlich geographisch):\par \par \ul Gro\'dfgliederung:\ulnone \par =PAMA-NYUNGAN-Spr. im S\'fcden \par \tab Grammatisch untereinander sehr \'e4hnlich, nur Nachsilben, keine Vorsilben. Einzelne W\'f6rter wie \cf2 mara\cf1 (\cf2 mala\cf1 ) \tab\cf3 Hand\cf1 und \cf2 pina\cf1 \cf3 Ohr\cf1 finden sich \'fcberall, andere sind \tab selbst bei benachbarten Spr. und in Dialekten verschieden.\par =Nicht--PAMA-NYUNGAN-Spr. im N un NW, \b au\'dfer\b0 O-Arnhemland\par \tab Dazu z\'e4hlen 22 Sprachfamilien gr\'f6\'dfter Unterschiedlichkeit Sie sind sich "nicht \'e4hnlicher als Englisch und \tab Chinesisch" .\par Als gemeinsame Wurzel wird ein Proto-Australisch (vor vielen Jahrtausenden) vermutet, daf\'fcr sind aber keine Beweise zu erbringen.\par \par im einzelnen (Die Bezeichnungen sind gro\'dfenteils sehr unsicher. Jede Quelle nennt die der anderen nicht):\par \par \b\i Northern Territories (Kakadu Nat.park, Arnhemland)\par -\b0\i0 ANINDHILYAGUA\par -BUGURNIDJA\par -BURRARAN\par -ERRE\par -GAGUDJU (moderne Schreibung f\'fcr Kakadu, vgl. den Kakadupark. [Der Name hat mit dem Papagei nichts zu tun]) (=GAGADJUAN?)\par -GARRAWIN\par -GONBUDJ\par -GUN-DJEIHMI (>>)\par -GUNWINYGUAN\par -JAWOYN\par -LIML(N)GAN\par -MANGERIAN\par -MANDARRAYI\par -MARRAN\par -NGADUK\par -NGAN\par -NGOMBURR \par -NUNGGUBUYU\par -TIWI\par -UMBRLAN\par -UMBUGARLAN\par -URNINGANG\par -UWIYNMIL\par -YIWAIDJAN\par \b\i O-Australien\b0\i0\par -BUANDIK\par -KULIN\par -KURNAI\par u.a.\par \b\i Zentralaustralien\b0\i0\par -PARNKALLA\par -DIERI\par -ARANDA (um Alice Springs) (>>)\par -PITJANTJATJARA\par u.a.\par \b\i Zentral-u.SW-Australien\par \b0\i0 -LURIDJA\par -YUNGAR\par -TYATTYALLA\par -DIYARI (S-Austr.)(>>)\par u.a.\par \b\i W-Australien\par \b0\i0 -JIWARLI (>>)\par -NYULNYULAN\par -BUNABAN\par -DJERAGAN\par \b\i W-New South Wales\par \b0\i0 -KATTANG\par \b\i Queensland \par - \b0\i0 TANGKIC-MINKINAN\par \b\i N-Kimberley\b0\i0\par -WORORO (= WORORAN)\par -KOKO-YIMIDIR\par -DALY\par -DAMINDJUNGAN\par \b\i Inseln der Torres-Stra\'dfe\par \b0\i0 -KALA LAWAW YA (mit der Pama.Nyungan-Gruppe verwandt\b\i )\par \b0\i0 -MERIAM MER (mit den K\'fcstenspr. Papua-Neuguineas verwandt)\par \par --------------------\par 2) Australisches Englisch >> Australisches Englisch.\par --------------------\par 3) Australische Pidginspr.:\par Mischspr mit dem Englischen, besonders der Eingeborenenspr (1), beginnend im 18.Jh.\par -NEW SOUTH WALES PIDGIN fr\'fch, haupts\'e4chlich von melanesischen Arbeitern ge-\par sprochen, von Entdeckern, Str\'e4flingen und Siedlern nordw\'e4rts verbreitet.\par Davon ausgegangen:\par -QUEENSLAND CANEFIELDS ENGLISH (QUEENSLAND KANAKA), hps. auf Zuckerrohr-\par plantagen ca. 1860 - 1910, wonach die meisten Arbeiter zur\'fcckkehrten und\par damit das melanesische Pidgin English stark beeinflussten.\par 4) Australische Kreolspr.:\par - >> KRIOL in den n\'f6rdlichen Territorien und Teilen von Westaustralien.\par - CAPE-YORK-KREOL (TORRES-STRAIT BROKEN, BLAIKMEN TOK) auf den Inseln der Torres -Stra\'dfe. \par Die Kreolspr. werden von weit mehr Sprechern gesprochen als die Eingeborenenspr. \par \par --------------------\par 4) Sonstige: mehr als 100 000 Einwanderer sprechen Italienisch, Griechisch,\par Chinesisch, Arabisch und Deutsch (in absteigender H\'e4ufigkeit).\par \cf0\par }  R'Austronesische Sprachen.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} \uc1\pard\f0\fs22 Zusammenfassung der rund >>malaiisch-polynesischen und der >>melanesischen Spr. zu \ul einer\ul0\f1 Sprachgruppe. \'dcberraschen kann nicht nur deren riesige r\'e4umliche Erstreckung, sondern auch die fehlende Durchmischung und \'dcberschneidung mit anderen Sprachst\'e4mmen in dieser Region, au\'dfer in einem Teil von Neuguinea. Australien selbst geh\'f6rt nicht dazu.\par \par Die Zahl der Spr. wird teils mit 500 angegeben, summiert sich in anderen Darstellungen auf an1300. Polinsky und Smith in Comrie(1998) z\'e4hlen allein in Franz\'f6sisch Polynesien \'fcber \par 100 000 Spr.!\par } M ٹ Australisches.Englisch {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 AUSTRALISCHES ENGLISCH\par \pard\f1 Das australische Englisch hat seinen Ursprung von den dort vor \'fcber 200 Jahren errichteten Strafkolonien genommen. Die ersten freien Siedler waren vor allem Londoner und Iren. Manches Sprachgut, das heute als australische Erfindung gilt, hat sich dort, anders als in England, erhalten. Zu den Ureinwohnern bestand wenig (verbaler) Kontakt, ihre Zahl betrug auch kaum mehr als 200 000. Aus ihren Spr. wurden nur wenige landes- und volksspezifische Bezeichnungen, vor allem aber Tier- und Pflanzennamen wie boomerang, kangaroo, dingo, koala, wallaby, wombat \'fcbernommen. Dagegen sind 1/3 der ausatralischen Ortsnamen wie Anbanbang, Badbong Bawardedjobgeng (d.h. das kurzohrige Felsen-Wallaby schneidet den Felsen), Gnaraloo, Konnongorring, Koolyanobbing, Marduga, Mooloogool, Namarrgon Djahdam (d.h. Platz des Blitzd\'e4mons), Pannawonica, und Widgiemooltha aboriginalen Ursprungs. \par \par Die Begegnung mit fr\'fcher unbekannten Objekten erforderte deren Benennung. sprachbestimmend war die \'fcber- wiegende T\'e4tigkeit in der Weidewirtschaft und die zun\'e4chst starke Isolation vom Mutterland und anderen L\'e4ndern. Im auslaufenden 19. Jahrhundert nahmen Auslandskontakte, vorwiegend nach England, und die Verst\'e4dterung zu. Nach 1914 wich die, auch sprachlich, koloniale Abh\'e4ngigkeit zunehmender Verselbst\'e4ndigung. Von australischem Englisch, als einem unterschiedenen und respektablen Idiom wird erst seit 1940 gesprochen, entgegen der bis dahin geltenden Auffassung eines minderen kolonialen Standards der englischen Sprache. (PR: beide Weltkriege f\'f6rderten also L\'f6sung und sprachliches Selbstbewusstsein. Obwohl sie Australien mit der englischsprachigen Welt im Kampfe vereinten, verst\'e4rkten sie mehr das Gef\'fchl gleichberechtigter Partnerschaft als der Abh\'e4ngigkeit. Weltverkehr und -organisation unter englischen Sprachfittichen und die Massenmedien haben gegen\'fcber fr\'fcheren Zeiten eine stark normierende Tendenz, dem gegen\'fcber steht die starke Einwanderung aus nicht englischsprachigen vor allem auch asiatischen L\'e4ndern mit bunten mulitlingualen und multikulturellen Einfl\'fcssen. Der Einfluss des amerikanischen Englisch\par bleibt vergleichsweise gering wegen der \'fcberwiegend britischen Traditionen, ist aber "noticeable". Zweisprachigkeit wird staatlich gef\'f6rdert, wobei auch die Spr. der Aborigines erstmals st\'e4rker im Angebot sind. Das australische Englisch ist bemerkenswert homogen, kaum in Dialekte zerfallen wie das britische und (in geringerem Ma\'dfe, mehr im Sinne einer Gro\'dfgliederung) das amerikanische Englisch. Sozial wird zwischen BROAD AUSTRALIAN, GENERAL AUSTRALIAN und CULTIVATED AUSTRALIAN unterschieden. Das dritte ist dem britischen Englisch am \'e4hnlichsten, das erste zeigt die gr\'f6\'dften lokalen Unterschiede. \par \par Unterschiede zum britischen Englisch betreffen vor allem die Ausspache und Intonation. Bekannt ist die ai-Aussprache von ay z.B. in "pay day". Auch die Erweiterung des Wortschatzes ist betr\'e4chtlich (\'fcber 10 000 Einheiten), hat aber internationale Auswirkungen.\par \par \pard\li80 \par \pard\cf0\par } ..p- Austronesische Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Mit ca. 900 Spr. die differenziertetste und nach den >>Indogermanischen Spr. r\'e4umlich ausgedehntetste Spr.familie.\par \par \b Gliederung\b0 :\par = West-austronesische Spr.\par == Philippinische Spr. (>>)\par ...\par \par \par = Ost-austronesische Spr.\par ....\par } hK^0b)Aymara{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 S\'fcdamerikanische indianische Sprachengruppe, dem (>>) Ketschua verwandt. Ihre Sprecher bezeichnen die Sprachen als Jaqi und Aru.\par Wie Ketschua sind es \'e4u\'dferst komplex suffigierende aggluiniernede Sprachen. Oftfolgen unter Vokalausfall bis zu 7 Konsonanten hintereinander,\par Sie umfasst Aymara und Jaqaru.\par \par \b Aymara\b0 wird in der Gegend des Titicaca-Sees, in S\'fcdperu und Nordchile gesprochen, also s\'fcdlich der Ketschua-Region. Die Sprachgrenze f\'e4llt etwa mit der Grenze zwischen Peru und Bolivien zusammen. Sie lag dort aber bereits im 7. Jh. Sie trennt das Volk der (>>) Ketschua, dessen Sprache Verwaltungssprache des Inkareichs und Lingua franca der V\'f6lker dieses Reiches wurden, von dem Volk der Aymara (oder Colla). Als zur Spanierzeit weiterhin und verst\'e4rkt Ketschua gef\'f6rdert wurde, starben alle anderen Stammessprachen der Region aus, zu der das Volk der Aymara nicht mehr eigentlich geh\'f6rte. Ihre Sprache ist und war schon fr\'fcher viel weniger verbreitet. Es gibt immerhin noch 2 Millionen Sprecher.\par Ketschua und Aymara werden als Ketschumaranisch zusammengefasst. In benachbarte Ketschua-Dialekte sind aymarische Eigenheiten wie glottalisierte und aspirierte Laute eingedrungen.\par \par \b Jaqaru\b0 Wird nur noch von 2000 Indios in der peruanischen Provinz Yauyos gesprochen.\par } @c6בB{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fnil MS Sans Serif;}{\f1\fnil\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss\fprq2 System;}{\f3\fnil Times New Roman;}{\f4\fnil\fcharset1 Times New Roman;}{\f5\fnil Courier New;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;} \deflang1031\pard\plain\f4\fs22 \par } nhP*Baltische Spr.={\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Besonders "altert\'fcmlicher" indogermanischer Sprachzweig (vgl. Litauisch).\par Es bestehen enge verwandtschaftliche Beziehungen zu den slawischen und germanischen Spr. (fr\'fchere Zusammengeh\'f6rigkeit ?).\par \par Zugeh\'f6rige Spr.:\par \fs24 \fs22 - westbaltisch:\par - Altpreu\'dfisch \'86 : in Ostpreu\'dfen bis 17.Jh., nur ein W\'f6rterbuch\par mit 800 W\'f6rtern und einigen lutherischen Katechismen erhalten.\par - ostbaltisch:\par - >> Litauisch\par - >> Lettisch\par - Kurisch \'86 (im fr\'fcheren Kurland)\par \par \par \pard\cf0\f1\par } qPV  Bantuspr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue0;\red0\green127\blue127;\red127\green0\blue127;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Eigenst\'e4ndige Gruppe der >> AFRIKANISCHEN Spr.. Sie werden in der ganzen S\'fcdh\'e4lfte Afrikas mit Ausnahme des Gebietes der Khoisanspr. gesprochen. Die Grenze zu den Sudanspr. verl\'e4uft etwa s\'fcdlich vom Kamerunberg bis zum Tana-Fluss an der Ostk\'fcste (Wendt). Ca. 150 Millionen Sprecher.\par Typisch sind Klassenpr\'e4fixe, durch deren Wechsel u.a. der Plural ausgedr\'fcckt wird:\par \par Sg. Pl.\par (deutsch) \cf2 Mensch Menschen\par \cf1\par Herero \cf3 omundu owandu \cf1 \par Oshindongo \cf4 omuntu aantu\cf1\par Luganda \cf4 omuntu abantu\par \cf1 Zulu \cf5 umuntu abantu\par \cf1 Swazi \'fam\'fantf\'f9 (\'e9)b\'e1ntf\'f9\par Chosa umtu abantu \par Swahili \cf5 mtu watu\par \cf1\par erschlossenes Urbantu: \cf6 bantu\par \cf1\par (Die Nominalklassen im einzelnen s. die Artikel >> Swahili, >> Otyiherero, >> Oshindonga)\par \par In den meisten Spr. ist der Wortton bedeutungsunterscheidend (Tonalit\'e4t), nicht aber im Swahili (gl\'fccklicherweise f\'fcr die leichtere Erlernbarkeit einer Verkehrssprache). Eine genetische Gliederung ist noch nicht gelungen. Unterschieden werden 12 vorwiegend geographisch gegliederte Gruppen (zitiert nach Wendt, ver\'e4ndert u. erg\'e4nzt).\par (In eckigen Klammern habe ich das Klassenpr\'e4fix zur Sprachbezeichnung vorangestellt. Wenn die schlie\'dfende Klammer fehlt, bin ich mir nicht \'fcber die Grenze zwischen Pr\'e4fix und Wortstamm sicher. Wenn das Pr\'e4fix angewendet wird, bildet beide Bestandteile ein Wort und die Stammbezeichnung wird nicht wie hier gro\'df geschrieben): \par \par Im \b Norden\par \b0 - [Lu]Ganda\par - [Lu]Nyoro\par - [Kinja]Ruanda oder [Kinya]Rwanda\par - (Ki)Rundi\par - [N([y)amwezi (Literatursprache)\par - Tus(s)i\par - Kerewa (auf den Inseln im Victoria-See)\par - Bira\par ...\par \par am \b Kilimandscharo\b0 \par - Dschagga\par - Moschi\par - Mamba\par - Tambi\par - [Ki)Kamba (Literatursprache)\par - [Ki]Kuyu oder [Ki]Kuju\par ...\par \par an der \b Ostk\'fcste \par \b0 - [Ki]Bondei\par - Shambala\par - [Ki]Girjama\par - [Ki]Digo\par - [ki]Nika\par - Konde\par - [Ma]Kua\par - Yao\par - Ngoni\par - [Chi]Nyanja oder Njandscha (Literatursprache)\par - Bissa oder Wisa\par - [Ki]swahili (>>) oder [dt.] [Ki]Suaheli (Literatursprache)\par \par am \b Sambesi\b0 \par - [Tsi]Sena oder [Tschi]Sena\par - Tete\par - Subiya\par - Karanga\par - Shona\par - Kololo (oder zu Sotho)\par ...\par \par im \b S\'fcdosten\par \b0 - Thonga oder Tsonga (gleich Songa s.u.?)\par - Ronga (gleich Songa s.u.?)\par - Tschwana oder (engl.) Sechuana, Secwana (Literatursprache)\par - Tlapi\par - Kafrisch oder Kafir\par - [Schi]Lenge oder (portug.) Xilenge\par \cf0\f1 Sotho-Gruppe\par \cf1\f0 - [Se]Sotho (S\'fcdsotho) geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika\par - \cf0\f1 [Se]Sotho sa Lebowa (Nordsotho) \cf1\f0\fs20 geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika\fs22\par \cf0\f1 - [Set]Swana (S\'fcdswana) \cf1\f0 geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika\par \cf0\f1 Nguni-Gruppe (hat die Klick- und Schnalzlaute der Khoi-San-Sprachen \'fcbernommen)\par - [Ist]Ndebele \par - [Isi]Zulu \cf1\f0\fs18 geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika, \cf0\f1 mit Xhosa am verbreitetsten\fs22\par \b - \b0 [Isi]Xhosa \cf1\f0\fs18 geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika, \cf0\f1 mit Zulu am verbreitetsten\fs22\par -\b \b0 [Si]Swati oder Swasi \cf1\f0 geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika\cf0\f1\par Venda-Gruppe\par \b - \b0 [Tshi]Venda \cf1\f0 geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika\cf0\f1\par Songa-Gruppe\cf1\f0\par \cf0\f1 - [Xit]Songa \cf1\f0 geh\'f6rt zu den 11 offiziellen Sprachen der Republik S\'fcdafrika\cf0\b\f1\par \cf1\b0\f0 ...\par \par im \b S\'fcdwesten \b0\par - [Otyi]Herero (>>)\par - [Oshi]Ndonga (>>)\par - (Ov]Ambo\par - Kwanyama = Kuanyama\par - Kwambi\par \par im \b Westen\par \b0 - S\'fcd-Mbundu = [Ovi]Mbundu\par - Nord-Mbundu = [A]Mbundu = Bunda = Angola (Verkehrssprache in Mittelangola\par - Mbamba\par - Mbangale\par - Rotse\par - Louji = frz. Louyi\par \par \b Zentrum und Kongo\b0\par - [Li]Ngala Verkehrssprache am Kongo (Literatursprache)\par - Senga\par - [Ki]Luba 3,5 Millionen Sprecher (Literatursprache)\par - Bamba (Literatursprache)\par - [Ki]Kongo 1,2 Millionen Sprecher (Literatursprache)\par - Lala \par - Nyuema\par - Pumu\par ...\par \par \b Mittlerer Kongo\b0 (s.o.! ?)\par - Tele = Tio\par - [Lo]Nhundo (Literatursprache)\par - [Lo]Mongo = Lonkund\'f3 1,5 bis 2 Millionen Sprecher\par ...\par \par \b Gabun \b0 (am \'c4quator)\par - [M]Pongwe\par - Galoa\par - Benga\par ...\par \par \b Kamerun\par \b0 - Duala (Literatursprache)\par - Kwiri = Kwili\par - Batanga\par - Bubi\par - Ngumba\par - [A]Bo = Bankon\par - [N]Kosi\par ...\par \par \par Ein Bezeichnungsdualismus (Swahili - KiSwahili, Ngala - Lingala, Ganda - Luganda, Herero - Otyiherero , Kongo -Kikongo usw.) r\'fchrt daher, dass im zweiten Falle das jeweilige Klassenpr\'e4fix der Sprachbezeichnung mitgenannt wird. Das Klassenpr\'e4fix der Sprecher hei\'dft meistens Wa- oder \'e4hnlich (Watussi), entsprechend der oben angegebenen Tabelle (Menschen, Pl.), das Wohngebiet U- (Uganda, wo Luganda gesprochen wird).\par Das Muster einer (und zwar der als Verkehrssprache verbreitetsten) Bantusprache wird am >> Swahili dargestellt.\par \par \par \pard\cf0\par } e0ގ.] Berberspr.V{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 Afroasiatische Sprache (>>), wurde fr\'fcher mit den kuschitischen Spr.zu den \b hamitischen Spr\b0 . gez\'e4hlt.\par Verwandt ist die numidische Sprache \'86 ( >>).\par \f1\par \b\f0 Gliederung: \b0 \cf2 \par \cf1 = TAMASCHEK der Tuaregs mit eigenem 24-Buchstaben-Alphabet (TAFINAGH), das aus der altlibyschen (= \tab numidischen) Schrift entwickelt sein soll (linksl\'e4ufig), vgl. 2.1.8.\par = ZANAGA in Mauritanien\par = RIFKABYLISCH, BERABER (sic!) und SCHL\'d6CH (Schluch, Schilch)\par = KABYLISCH in Algerien\par = S\'fcdtunesische und tripolitanische Mundarten\par = Mundarten der \'f6stlichen Oasen\par = Sprache der GUANISCHEN \'86, die bis ins 17. Jh. auf den kanarischen Inseln lebten.\par = >> NUMIDISCH\'86 (LIBYSCH \'86) bekannt aus einigen 100 Inschriften des -4.Jh. bs. im Gebiet des alten Karthago. \par \par Die Berbersprachen haben sich in dem weitum ausgedehnten Sprachraum des Arabischen bei Berberst\'e4mmen in Marokko wie den Tuareg, bei den Rifkabylen in den Bergen des Rif, im Hohen und Mittleren Atlas, bei den Kabylen Algeriens und auf der s\'fcdtunesischen Insel Djerba erhalten erhalten. Sie sind schriftlos,\f1\par } su  BoontlingP{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (Selstbezeichnung HARPIN' BOONT)(\i Bryson\i0 p.232-234): In und um\f1 Boontville/Kalifornien 100 Meilen n\'f6rdlich von San Francisco gesprochene Kunstsprache (>> Phantasiespr.).\par Angeblich von zwei Br\'fcderpaaren 1892 in einer Schnapslaune als eine Art Geheimsprache erdacht, bald im Ort publik geworden, allgemein aufgegriffen und ausgebaut. Es soll dort so verbreitet gewesen sein, dass die Verwendung von\par amerikanischem Englisch in der weiteren Umgebung \'dcberlegung und Umstellung erforderten. Heute wird es kaum noch gesprochen. Es besteht aus (ca 1200) schottisch-irischen Elementen, W\'f6rtern aus der Sprache der Pomo-Indianer,\par (oft anz\'fcglich) bedeutungsverschobenen und ver\'e4nderten (oft kontrahierten: forbs f\'fcr four bits, smalch f\'fcr small change) oder metaphorisch gebrauchten englischen Bezeichnungen, beziehungsreichen verallgemeinerten \'f6rtlichen\par Eigennamen (z.B. otting f\'fcr flei\'dfige Arbeit nach einem deutschen Handwerker Otto), literarischen und biblischen Anspielungen und Lautmalereien (wie ricky chow nach dem Knarren von Bettfedern als einem der zahlreichen Bezeichnungen f\'fcr Geschlechtsverkehr).\par \pard\cf0\par } ŅsHC"@s@'Codes{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22\par In mehrstufiger Bedeutung:\par \f1 1) Nicht gesprochene raffiniert-komplizierte Verschl\'fcsselungen muttersprach-\par licher Texte im Sinne kryptologischer GEHEIMCODES (>> unter PHANTASIE-\par SPR.).\par 2) Vereinbarte ZEICHENSPR. (SIGNALSPR.) etwa Flaggen- und Winkcodes,\par Codes mechanischer oder elektrischer Telegraphen. Wie "Morseschrift" schon\par richtig sagt, handelt es sich eher um Schrift\'e4quivalente, denn um eigene von\par der zugrundeliegenden >> Ethnosprache unabh\'e4ngige Spr.. Anders sieht es\par schon bei vereinbarten internationalen Codes, etwa Abbreviaturcodes wie\par dem internationalen Signalbuch aus, die mit Hilfe von Flaggen nur gezeigt\par oder per Funk mitgeteilt werden.\par Aber auch sie werden von einer Ethnosprache, zumindest bevorzugt, gest\'fctzt:\par die Buchstabenfolgen sind nicht frei erfundene Bedeutungstr\'e4ger.\par Anders sieht es darin schon mit internationalen Geb\'e4rdenspr. f\'fcr\par (Taub)Stumme aus.\par 3) Formalisierte Algorithmen als Programmierspr. wie der BEGINNERS ALL\par PURPOSE SYMBOLIC CODE (BASIC; zutreffender w\'e4re die Abk\'fcrzung BAPSIC. Doch\par pflegt ein eing\'e4ngiges und Assoziationen weckendes Akronym fr\'fcher da zu sein\par als seine sekund\'e4r zusammengesuchte ausgeschriebene Bedeutung.\par \par \cf0\par } !ksHD&ˢs2xDeutsch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs28\par \par Dialekte\par \par \b\fs24 Niederdeutscher Raum\par \fs22 Westniederdeutsch\par \b0\f1 Niederfr\'e4nkisch\par Nords\'e4chsisch\par Schleswigisch\par Holsteinisch\par Westf\'e4lisch\par Ostf\'e4lisch\par \b Ostniederdeutsch\par \b0 Mecklenburgisch\par Nordbrandenburgisch (Nordm\'e4rkisch)\par S\'fcdbrandenburgisch (Mittelm\'e4rkisch)\par Nordostpommersch\par S\'fcdostpommersch\par Westniederpreu\'dfisch\par Ostniederpreu\'dfisch\par S\'fcdpreu\'dfisch\par \b\par \fs24 Mitteldeutscher Raum\par \fs22 Westmitteldeutsch\par \b0 Ripuarisch\par Moselfr\'e4nkisch Rheinfr\'e4nkisch ?\par Letzeburgisch (Letzeburgescht, Lezebuurjesh)\par Pf\'e4lzisch\par Hessisch\par \b Ostmitteldeutsch\par \b0 Th\'fcringisch\par Obers\'e4chsich\par Schlesisch\par \par \b\fs24 Oberdeutscher Raum\par \fs22 Fr\'e4nkisch\par \b0 Ostfr\'e4nkisch (Oberfr\'e4nkisch) Mittelfr\'e4nkisch\par S\'fcdfr\'e4nkisch \par \b Schw\'e4bisch Alemannisch\par \b0 Schw\'e4bisch\par Niederalemannisch\par Oberalemannisch\par Hochalemannisch\par \b Bairisch-\'d6sterreichisch\par \b0 Nordbairisch\par Donaubairisch (Mittelbairisch)\par S\'fcdbairisch\par \b\par PR: \b0 Meines Erachtens m\'fcsste ein st\'e4rkerer Unterschied zwischen dem weichen, bisweilen gezogen-schmierigen Wienerisch und dem krachledernen Kernbairisch gemacht werden.\par \b\par Das Lehrbuch des Holsteinischen Platton Kloock und Viechelmann "Uns plattd\'fctsch Spraakbook op ooch und nedderd\'fc\'fctsch" (Buske 1999) verwendet Doppelvokale f\'fcr lange Vokale und Doppelkonsonanten f\'fcr kurze Konsonanten.\par \par \par \cf0\b0\f2\par } #`t_vDialekt{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 Die Abgrenzung zwischen Dialekten (Mundarten) und eigenst\'e4ndigen Spr. f\'e4llt nicht immer leicht und die Meinungen dar\'fcber fallen unterschiedlich aus. Im allgemeinen ist ein Dialekt eine lokale Unterform der Sprache, bei der die Verst\'e4ndigung mit dialektfreien Sprechern der Hochsprache oder anderer Dialekte der gleichen Sprache noch (einigerma\'dfen) m\'f6glich ist (Palmer, S.7). Nun werden Hamburger und Bayern sich nur schwer in den Extremformen ihrer Dialekte verst\'e4ndigen k\'f6nnen. Beide k\'f6nnen sich aber m\'fchen, langsam und deutlich sprechen, ggf. wiederholen. Ihnen wird der jeweilige andere Dialekt, z.B.aus Fernsehspielen, aber nicht ganz fremd sein. Sie kennen gewisse Eigent\'fcmlichkeiten und interpretieren sie richtig. H.Tonkin (Esperanto 92(19995, 93) h\'e4lt dagegen, es gebe Spr., die untereinander verst\'e4ndlich seien, aber Dialekte derselben Sprache,die nicht untereinander verst\'e4ndlich seien.) \par Ein wichtiger Definitionspunkt, der aber nicht immer gegeben ist : Hamburger und Bayern verstehen sich beide als Sprecher deutscher Dialekte und haben mehr oder weniger, wenn auch akustisch gef\'e4rbtes, Hochdeutsch auf der Schule sprechen und einigerma\'dfen korrekt nach der jeweils gerade zu ihrer Schulzeit verordnet f\'fcr die gesamte \'fcbergeordnete Sprache geltenden Rechtschreibung schreiben gelernt und sind in der Lage, sich M\'fche zu geben und nicht wie mit ihren Dorfnachbarn sich sprachlich gehen zu lassen.\par \par Dialekt ist also auch u.U., was sich als Variante einer historisch gewachsenen, mehr oder weniger gemeinsprachlich zurechtgemachten Sprache versteht. Dieser j\'fcngere Fall ist aber nicht immer gegeben, z.B. bei der von Palmer diskutierten Frage, ob >> Oskisch, >> Umbrisch und >> Latein verschiedene (italische) Dialekte oder verschiedene Spr. seien. Auch kann man hier keine Sprecher mehr befragen, ob sie sich untereinander zu verstehen pflegen. Aufschlu\'dfreich erscheint aber die Feststellung, dass nur 30-40% der W\'f6rter einer umbrischen Inschrift in \'e4hnlicher Form im Latein auftreten, dagegen 85 -90% aller W\'f6rter einer kretischen Gesetzestafel auch im attischen Griechisch vorkommen. Sicher h\'e4ngt das Verstehen auch vom Gesagten und von der Zuf\'e4lligkeit gebrauchter W\'f6rter ab. Litauer sagen, sie k\'f6nnten sich mit einem darum bem\'fchten Letten verstehen, Skandinavier verstehen einander ganz gut und zwischen Italienern und Spaniern wird auch manches verst\'e4ndlich sein. Hei\'dft das nun nur, wie Palmer zu meinen scheint, dass die Sprecher stolz dazu "neigen, ihre eigene Sprachform durch die Bezeichnung 'Sprache' zu adeln?"\par Grammatische Unterschiede m\'f6gen sich oft als Kriterien eignen, die (flukturierenden) Rechtschreiberegeln kaum. Man vergleiche die Lautwiedergabe im Niederl\'e4ndischen, urspr\'fcnglich einem niederfr\'e4nkischen Dialekt, heute ganz unzweifelhaft und von jedem Nationalstolz unabh\'e4ngig einer in vielem, vor allem schriftlich dem Deutschen verst\'e4ndlichen eigenen Sprache. \par \par Eine andere Definition geht von der Normierung, Regularisierung oder Standardisierung aus: eine Sprache habe ein schriftlich fixiertes Regelwerk, ein Dialekt nicht, und Sprache sei gleichzeitig das offizielle Idiom in einem Staat. Auch die Regeln eines Dialekts sind aber heute oftmals fixiert. Selbst fr\'fcher haben Forscher ethnischen Sprachgebrauch festgehalten in Gebieten, wo es keinen \'fcbergeordneten Staat und keine offizielle, dem Dialekt verwandte oder "\'fcbergeordnete" Hochsprache gibt. Sind alle StammesSpr., auch wenn es keine \'c4hnlichkeiten zur Sprache von Nachbarst\'e4mmen gibt, deshalb Dialekte? Und Dialekte wovon? Zum Dialekt mag nicht unbedingt eine gef\'f6rderte Hochsprache existieren; aber eine Mehrzahl recht \'e4hnlicher Idiome ist die Voraussetzung, dass man von Dialekten sprechen kann. Eine (oft mehr oder weniger private, aber auch eine noch so offiziell vereinbarte und allgemein angenommene Regularisierung einer Mundart macht aus ihr noch nicht eine Hochsprache.)\par \par Eine Grenzziehung in derartigen \'dcbergangsfeldern ist immer schwierig oder kaum m\'f6glich. Eine Definition vermag u.U. ein derartiges Kontinuum wie per Beschluss an irgendeiner Stelle zu durchschneiden, ob es aber immer die richtige (?) ist, mag man bezweifeln. Auch ein Dialekt selbst ist keine feststehende Gr\'f6\'dfe und nicht eindeutig abgegrenzt. Es gibt Ober- und Unterdialekte, fast hinunter bis zu jedem Dorf. Ein wenig spricht jeder seinen eigenen Dialekt. \par \par Innerhalb einer Mundart sind verschiedeneStufungen m\'f6glich. vom ganz "dicken", f\'fcr Ausw\'e4rtige schier unverst\'e4ndlichen Gemauschel \'fcber eine gehobene, "vornehmere" Form, oft auch eine eigene Literatursprache, bis hin zur bem\'fchten, oft falschen oder \'fcbertriebenen Anwendung der Hochsprache. (Manche Berliner sagen "Magor" statt "Major", weil sie das j f\'fcr eine Dialektf\'e4rbung \'e4hnlich der der "juten jebratenen Jans" halten.)\par \par Mundart kann mehr die Aussprache, den Sound, die F\'e4rbung den besonderen Singsang, aber auch Wortschatz, Grammatik und Stil betreffen. Was davon im Vordergrund steht, ist bei einzelnen Dialekten verschieden.\par \par Im Unterschied zum Dialekt ist die \b Regionalsprache\b0 (regionale Umgangssprache) eine territoriale Unterart der Hochsprache, z.T. mit eigenen, mehr oder weniger offiziellen Besonderheiten, etwa die deutsche Hochsprache der Schweiz (im Unterschied zu den einem Nichtschweizer nahezu unverst\'e4ndlichen Lokaldialekten) oder \'d6sterreichs, deren Eigenarten im Duden jeweils hervorgehoben werden als "in \'d6sterreich (auch) ... " usw.\cf0\par } {Y@bDiyari{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 S\'fcdaustralische Eingeborenensprache ( >> Australische Spr. [1]) (COMRIE S. 114) \par \par \par \fs28 in Arbeit !!!!\par \par \b\fs22 Polysynthetische\b0 Struktur: \par \cf1 wakarripipalumayi\par \cf0 1 2 3 4 5 \par 1 gebrochen \par 2 Grund\par 3 f\'fcr, zu meinem Nutzen\par 4ihr beide\par 5 Reihenfolge. Ordnung: \par \cf2 Ihr beide brecht es f\'fcr mich\cf0\par \par PR: Wodurch wird in einer schriftlosen Sprache erkenntlich, dass das Ganze \b ein\b0 Wort ist?\par \tab Z\'fcgiges Sprechen erkl\'e4rt das nicht. Im Engl. u. Frz. treten zwischen den W\'f6rtern eines Satzes oft starke \tab Bindungen ein. Vielleicht sind die Elemente nicht selbst\'e4ndig zu gebrauchen. \par \fs28\par } GHEmXEnglisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 West- bzw. S\'fcdgermanische Sprache (>>) (>> Ingw\'e4onisch)\par \par Gliederung :\par (Die Untergliederung des Neuenglischen habe ich aus der Gliederung der Germanischen Spr. (>>) herausgenommen, um diese nicht einseitig zu \'fcberfrachten. Sie kann dort per Kopie wieder unmittelbar eingesetzt werden.)\par \par \pard\li80\cf1 == Englisch\par === Altenglisch (Old English), Angels\'e4chsich \'86\par === Mittelenglisch (Middle English) \'86\par === Fr\'fches Neuenglisch (Early Modern English) \'86\par === Neuenglisch (Modern English) \par ==== Standardenglisch\par ==== Englische Soziolekte\par ==== Englische Mundarten\par ==== Regionale englische Umgangsspr.\par ===== Schottisch\par ===== Englisch in Irland und Wales\par ==== "Weltenglisch" (World Englich)\par ===== Nordamerikanisch (USA, Kanada, Black English Vernacular) >>\par ===== Australisches Englisch >>\par ===== Neuseel\'e4ndisches Englisch >>\par ===== Englisch in S-,W-,O-AFRIKA\par ===== Englisch in S-Asien, SO-Asien u. S-Pazifik\par ==== Mischspr.\par ===== Hybride Spr.\par ====== Pidgin English\par ====== Sandalwood English (Sandelholzenglisch)\par ====== Negro English (an der westafrikanischen K\'fcste)\par ====== Fanagalo English\par ===== Kreolspr.\par ====== Taki-Taki-Englisch\par ====== Pitcairn English\par ==== Englisch als Welthilfssprache Basic-English\par ===== Fachspr. im Weltma\'dfstab (in Politik, Wirtschaft, Recht, Naturwissenschaften,\par Technik, Verkehr) speziell:\par ====== Flugenglisch\par \pard\cf0\par \par \'dcber Englisch ist dem Gebildeten und der Wissenschaft so viel bekannt, dass sich ein allgemeiner \'dcberblick er\'fcbrigt bzw. \'fcberm\'e4\'dfig ausufern m\'fcsste.\par \par Hier werde ich daher nur einzelne Angabensammeln.\par } -_Ω`?2 Eskimospr.{\rtf1\ansi\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Die Eskimo-Aleutischen Sprachen sind neben den (>>) Indianerspr. die einzigen autochthonen Spr. Amerikas\par } 2PdAW Esperanto^{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red51\green153\blue102;\red255\green0\blue0;\red0\green128\blue0;\red0\green0\blue255;\red128\green128\blue0;\red0\green128\blue128;\red153\green51\blue0;\red102\green102\blue153;\red153\green204\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Gleich anfangs zeigt sich ( - um gleich mit der Einsch\'e4tzung zu beginnen - ) ein Nachteil des E.: Es wird mit "\'dcberzeichen" \'fcber manchen Konsonanten geschrieben, die zwar als Zirkumflex auf der Tastatur sind und \par die man auch sch\'f6n \'fcber Vokale setzen kann, aber nicht \'fcber Konsonanten. Man ben\'f6tigt also eine speziell eingerichtete TTF-Schrift und daher WINDOWS. Das haben wir zwar alle, aber keiner von uns besitzt eine entsprechende Schriftart. Und selbst wenn ich sie der Diskette beig\'e4be, m\'f6chte wohl niemand sie extra installieren\par - mit allen nachh\'e4ngenden Konsequenzen - nur um diesen Text zu lesen. Im Ausdruck k\'f6nnte man ^ als \cf2 supersigno\cf1 dar\'fcbermalen und einen nach oben offenen Halbkreis \'fcber manches u. Auf dem Schirm wird es das Beste sein, \par das \'dcberzeichen vor den betreffenden Konsonanten zu setzen\cf3 \cf2 ^s\cf3 \cf1 bzw \cf2 ^S\cf1 . Die vom Sprachsch\'f6pfer L.L.Zamenhof vorgeschlagene L\'f6sung f\'fcr Druckereien, statt dessen sh zu schreiben, wird kaum je befolgt, schon weil sie gegen \par die Regel verst\'f6\'dft, dass jedes Zeichen f\'fcr einen bestimmten Laut steht und f\'fcr jeden Laut ein bestimmtes Zeichen.\par \par Ein weiterer Nachteil ist der hoffnungsvoll \'fcberlange Name Esperanto, als DOS-Dateiname zu lang, etwas zu schillernd und unneutral. Manche sprechen deshalb statt dessen von IL oder ILO (\cf2 Internacia Lingvo\cf1 ).\par \par - . -\par \par Fast geniert man sich: Esperantisten haftet der Geruch von Sonderlingen an - nicht zu Unrecht. Allerdings bin ich kein\par typischer und beziehe mein Sonderlingstum vorwiegend anderswoher. \par Mir geht es um die Sprache selbst, obwohl die Idee einer gemeinsamen zweiten Sprache f\'fcr jeden reizvoll ist und enorme \'f6konomische Vorteile b\'f6te. Ich bin nicht in der "Bewegung" (\cf2 movado\cf1 ) aktiv, verfolge aber in den Publikationen dieses weltweiten, wenn auch d\'fcnn verteilten, eigenartigen kulturellen, soziologischen und organisatorischen Ph\'e4nomen s voller unsagbarer Aktivit\'e4ten, \'dcberraschungen und Verflechtungen. Eine Welt im Kleinen! Wer ahnt das schon?! Doch uns soll es (hier) nur um die Sprache gehen: \par \par In fr\'fcher Schulzeit habe ich in Meyers Lexikon alle Artikel \'fcber die verschiedenen Spr. gelesen, exzerpiert und nach\par Verwandtschaften geordnet. Dabei stie\'df ich in meiner fr\'fchen lateinischen \'c4ra, als ich anfing, den Sinn von Grammatik zu verstehen, auf E.. Im entsprechenden Artikel stand die ganze Formenlehre: "Der Wortton ruht immer auf der vorletzten Silbe, alle Substantive enden auf -\cf2 o\cf1 , alle Adjektive auf -\cf2 a\cf1 , alle abgeleiteten Adverbien auf -\cf2 e\cf1 ; der Artikel ist \cf2 la\cf1 , auch f\'fcr den Plural, der mit -\cf2 j\cf1 gebildet wird, und auch f\'fcr alle Kasus, die durch Pr\'e4positionen und ein Suffix gebildet werden: der Genitiv mit \cf4 de\cf1 , der Dativ mit \cf2 al\cf1 , der Akkusativ mit -\cf2 n\cf1 . Verbalbildung: Infinitiv auf -\cf2 i\cf1 , Pr\'e4sens -\cf2 as\cf1 , Pr\'e4teritum -\cf2 is\cf1 , Futurum -\cf2 os\cf1 , Konditional -\cf2 us\cf1 " - Nicht genannt ist der Imperativ (und Optativ)\par auf -\cf2 u .\cf1 "Partizip -\cf2 ant-, -int-, -ont\cf1 - f\'fcr Pr\'e4sens, Pr\'e4teritum, Futurum usw." Hier m\'f6chte ich erg\'e4nzen, dass das die aktiven Partizipien sind. Die entsprechenden passiven haben -\cf2 at-, -it-, -ot\cf1 -: z.B. \par amanta liebend - amita geliebt (worden). \par Die drei Tempuskennzeichen \cf4 a\cf1 f\'fcr Gegenwart, \cf4 i\cf1 f\'fcr Vergangenheit und \cf4 o\cf1 f\'fcr Zukunft werden f\'fcr das Verbum finitum (-\cf4 as, -is, -os\cf1 ), f\'fcr die aktiven Partizipien (-\cf2 anta, -inta, -onta\cf1 ) und f\'fcr die passiven Partizipien (-\cf4 ata, -ita, -ota\cf1 ) verwendet. \par \par E. ist eine dialektische Sache: einerseits unvergleichlich einfacher, andererseits flexibler und bildsamer als jede Nationalsprache. Es zeigt die (auf verschiedensten Ebenen) erfolgreiche Verbindung eines durchsichtigen festen Regelwerks mit darauf aufbauender Freiheit und der M\'f6glichkeit zu individueller sch\'f6pferischer Kreativit\'e4t (wie beim Schach oder wie vielleicht Kunst war, bevor ihr alle Ma\'dfst\'e4be abhanden gekommen sind, oder Gesellschaft im Unterschied zu allen chaotischen Aufl\'f6sungstendenzen). Leicht ist E. wegen der klaren Grammatik (s.o.!) in ihrer freien Kombinierbarkeit (s.u.!), wegen seines international bekannten Wortschatzes, seiner einfachen Rechtschreibung (keine Doppelkonsonanten), die der Aussprache eindeutig zugeordnet ist und wegen der regelm\'e4\'dfigen Ableitungssilben, die aus einem Wortstamm (Wurzel, radiko) eine ganze Wortfamilie entwickeln lassen( s.ganz u!.).\par \par Zur Formenlehre (s.o.) noch ein paar Beispiele:\par \par \tab\cf4 varma somero \cf1 = \cf4 somero varma \cf5 ein warmer Sommer\par \cf1\par \tab\cf4 somera varmo \cf1 = \cf4 varmo somera \cf5 sommerliche W\'e4rme\cf1\par \par \par \par \tab\tab\tab DEKLINATION\par \par \tab\tab Sg. Pl.\par \par \par N. \cf4 la tago la tagoj \cf1 (sprich -oi bzw. -eu)\par G. \cf4 de la tago de la tagoj \cf3\par \cf1 D. \cf4 al la tago al la tagoj\cf3\par \cf1 A. \cf4 la tagon la tagojn\cf1\par \par \par \par \cf3\par \cf4 la onklo havas belajn librojn \cf1 = \cf5 der Onkel hat sch\'f6ne B\'fcche\cf1 r\par \par \cf4 mi legas libron \cf1 = \cf5 ich lese ein Buch\par \cf1\par \cf4 la knabon batis la patro \cf1 = \cf5 den Jungen schlug der Vater\par \par \cf4 ^si amas min; mi vidas ^sin \cf1 = \cf5 sie liebt mich, ich sehe sie\cf1\par \par \par \par (Die \cf3 a-o\cf1 -Konkordanz ist etwas gew\'f6hnungsbed\'fcrftig, f\'fcr den Romanen auch der Akkusativ, der aber f\'fcr die Freiheit der Wortstellung und die Durchschaubarkeit der Konstruktion von Vorteil ist. Auch die vielen germanischen St\'e4mme (ca. 40%) wirken anfangs etwas l\'e4cherlich, sei es in Mischung (dika libro), sei es in "Reinkultur" (la blonda knabo trinkas varman kafon). \par \par Der Akkusativ d\'fcrfte auch schuld an der gr\'e4koiden Pluralform sein, denn -s und -n lie\'df sich schlechter verbinden als das sprachsignifikante Charakteristikum -\cf4 ajn -ojn \cf1 (sprich. -ain -oin bzw. -ein -eun). \par \par Ein Hindernis f\'fcr das Drucken und f\'fcr die Aussprache, aber eine Bereicherung f\'fcr halbwegs phonetische Wiedergabe und Stammbildungsm\'f6glichkeiten stellen die "\'dcberzeichen" dar:\par \par \cf4 ^s\cf1 (sch:\cf3 \cf4 ^suo, ^sranko, fi^so, ^safo, ^steli \cf5 stehlen \cf1 gegen\'fcber \cf4 stelo\par \cf1 [Stern])\par \par \cf4 ^c\cf1 (tsch:\cf3 \cf4 ^cambro\cf3 \cf1 - verwunderlicherweise h\'e4ufig zur Wiedergabe des frz. ch-)\par \par \cf4 ^j\cf3 \cf1 ( weich: \cf4 ^jurnalo\cf1 )\par \par \cf4 ^g\cf1 ( weich mit d-Vorschlag: \cf4 ^gardeno\cf1 )\par \par \cf4 ^h\cf1 wie in \cf5 ach\cf1 : \cf4 ^hemio = kemio\cf1 )\par \par \cf4\'fc \cf1 Halbvokal (wie \cf3 j\cf1 ) macht einsilbige Diphthonge \cf4 a\'fc\cf1 und \cf4 e\'fc : a\'fcto, E\'fcropo\cf1\par \par \par Kritik: die Wortbildung folgte nicht immer gleichen (ableitbaren) Regeln (siehe\cf3 \cf4 ^jurnalo: ^gardeno\cf1 ), und es besteht\par die erschwerende Tendenz eines "Wortsplittings" im Dienste der genauen Definiition, z.B. zwischen \cf4 procedo\cf1 , proceso und prozedo zu unterscheiden. In der Einf\'fchrung von Neologismen tun sich besonders die Poeten hervor, angeblich um feinste Gef\'fchlsnuancen auszudr\'fccken, in Wahrheit wohl mehr um des Reims und Rhythmus'\par willen. Eine erfreuliche Sprache, wo man jedes (angeblich) fehlende Wort einf\'fchren kann; aber Homer hat sich auch schon aus allen Dialekten das Passende zusammengesucht und wird f\'fcr seine dialekt\'fcbergreifende Sch\'f6pfung gelobt.\par \par \par Das Adverb auf -\cf4 e\cf1 ist sehr n\'fctzlich: \cf4 li ^gemis (en)dorme \cf1 : er st\'f6hnte im Schlaf, \cf4 surtable ku^sis libro \cf5 auf dem Tisch lag ein Buch\cf1 . Es hat also fast Ablativfunktion: auch mit "Richtungs-\cf3 n\cf1 " (akkusativanalog): \cf4 ^gi falis (sur)straten \cf5 es fiel auf die Stra\'dfe\cf1 . Hier deuten sich die sprachbildnerischen M\'f6glichkeiten an, die aus konsequenter Regelanwendung und \par -kombination folgen. Noch deutlicher wird es bei Partizipien auf -\cf3 e\cf1 \'e0 la Participium coniunctum bzw. verk\'fcrztem Nebensatz:\cf3 \cf4 batinte ^sin li (tuj) foriris \cf5 sie geschlagen habend, ging er (gleich) weg.\cf1\par \cf4 Finskribinte la adia\'fcleteron ^si ekploris \cf5 den Brief zuendegeschrieben habend (als sie...), begann sie zu weinen\cf1 . \par \cf4 Batote de la krimulo li provis forkuri \cf5 im Begriff, von dem Verbrecher geschlagen zu werden (geschlagen werden werdend), versuchte er davonzulaufen\cf1 . \par \par Noch zum Akkusativ bei Richtungsangaben: \par \cf4 En la domon \cf5 in das Haus \cf1 (im Unterschied zu \cf4 en la domo), interne \cf5 drin\cf1 , \cf4 internen \cf5 hinein\cf1 ; \par \cf4 supre - supren\cf1 ; Gegenteil (s.u.) \cf4 malsupre - malsupren\cf1 . \par \par \par Die Zahlen gehen ganz einfach : \par 1789 \cf4 mil sepcent okdek na\'fc, \cf1 643 219 \cf4 sescent kvardek tri mil ducent dekna\'fc\cf1 . \par Ordnungszahlen bekommen ein (Adjektiv)-\cf3 a\cf1 angeh\'e4ngt:\cf4 la unua \cf5 der erste\cf1 , \cf4 dua, tria, kvara, kvina, seka, sepa, oka\cf1 .\par \cf4 la deksepan de decembro\cf1 (Entsprechend macht man aus Personalpronomina Possessivpronomina \cf4 mi \cf5 ich\cf1 , \cf4 mia\cf1 \cf5 mein\cf1 , \cf3 n\cf1 i \cf5 wir\cf1 , \cf4 nia\cf1 \cf5 unser\cf1 ,\cf4 ili \cf5 sie\cf1 ,\cf4 ilia \cf5 ihr\cf1 , reflexiv \cf4 si\cf1 \cf5 sich\cf1 ,\cf4 sian : li ne veturis en sia (propra) a\'fcto, sed en lia (de alia\cf3\par \cf4 persono). Tuj redonu al ni niajn librojn\cf1 ! \cf5 gib (gebt) uns sofort unsere B\'fccher zur\'fcck\cf1 !\par \par \par \'dcber die blo\'dfe Formenlehre hinaus, wirkt die Grammatik vereinfachend und regulierend. Das betrifft einmal die\par Pr\'e4positionen, die sonst so streuende Bedeutungsh\'f6fe haben und in Redewendungen gelernt werden m\'fcssen: hoffen auf, warten auf, wann "\cf6 on\cf1 ", wann "\cf6 a\cf1 t" ? Sie werden im E. nur im urspr\'fcnglichen Sinne\par gebraucht: \cf4 en, sur, sub, anta\'fc, post \cf1 usw. Die Verben k\'f6nnen auch transitiv gebraucht werden: \cf4 esperi\cf1 hei\'dft\cf5 (er)hoffen\cf1 , \cf4 atendi \cf5 (er)warten \cf1 usw. \cf4 ^Si ur^ge atendis kaj esperis lian morton (ne sian, anka\'fc ne ^sian\cf1 ). Und f\'fcr den Notfall gibt es eine (sehr selten gebrauchte) "unbestimmte" Pr\'e4position\cf3 \cf4 je\cf1 . Etwa \cf4 La bildo pendis je la muro \cf1 (F\'fcr \cf5 an\cf1 gibt es keine eigene Pr\'e4position: man k\'f6nnte hier aber auch \cf4 sur\cf1 nehmen.) \par \par Zweitens betrifft es die vielen, sich \'fcberschneidenden, schwierig zu memorierenden, auseinanderzuhaltenden\par Flickw\'f6rtchen, Partikeln, Pronominaladverbien usw. Sie sind hier in ein System gebracht, die sog. "Tabelle", an der sich erstaunlicherweise die Geister scheiden und wo viele Damen aus dem Kursus ausscheiden oder zeitlebens nicht damit klarkommen.\par \par \cf4 ki\cf1 - Frage (vgl. latinoromanisches \cf4 qu\cf1 -, russ. \cf4 k\cf1 -, germ. \cf4 w\cf1 -, gr. \cf4 p\cf1 - ), \cf4 kie \cf1 \cf5 wo\cf1\par \cf4 ti\cf1 - Hinweis, \cf4 tie \cf5 da \cf1\par \cf4 i\cf1 - "irgend-", \cf4 ie \cf1 \cf5 irgendwo \cf1 \par \cf4 nen\cf3 i\cf1 - "nirgend-", \cf4 nenie\cf1 \cf5 nirgendwo\cf1 \par \cf4 ^ci\cf1 - "alle" \cf3 \cf4 ^cie \cf3 \cf5\'fcberall \cf1 \par \par \par \cf4 kiam \cf5 wann\cf4 ? tiam \cf5 dann\cf4 , \sub \nosupersub iam\sub \cf5\nosupersub irgendwann\cf4 , neniam \cf5 nie\cf4 , ^ciam \cf5 nie(mals\cf4 ) \par \cf3 kie \cf5 wo\cf1 ? \cf4 tie \cf5 dor\cf1 t, \cf4 \cf7 ie\cf4 \cf5 irgendwo\cf1 , \cf4 nenie \cf5 nirgends\cf1 ,\cf3 \cf4 ^cie\cf3 \cf5\'fcberall\par \cf4 kien\cf1 \cf5 wohin\cf1 ? \cf4 tien \cf5 dorthin\cf1 , \cf4 ien \cf1 i\cf5 rgendwohin, \cf4 nenien ... ^cien \cf5\'fcberallhin\cf1\par \cf4 kia \cf1 \cf5 wie beschaffen, was f\'fcr ein \cf1 fragt nach Adverb), \cf4 tiel, iel, neniel, ^ciel \cf1 ...\par \cf4 kial \cf1 \cf5 warum\cf1 ? \cf4 tial \cf1 \cf5 deshalb\cf1 ,\cf3 \cf4 ial\cf3 \cf5 aus irgendeinem Grund\cf1 , \cf4 nenial, ^cial \cf1 ...\par \cf4 kiom\cf1 \cf5 wieviel\cf1 ? \cf4 tiom\cf1 \cf5 sovie\cf1 l,\cf4 iom, neniom, ^ciom ...\cf1 \par kia \cf5 wie beschaffen\cf1 ? \cf5 was f\'fcr ein\cf1 ? (fragt nach einem Adj.), \cf4 tia, ia, nenia, ^cia \cf1 ... \par \cf4 kiel \cf1 \cf5 auf welche Art und Weise \cf1 (etwas (Menge), \cf4 neniom, ^ciom \cf3\par \cf4 kio\cf3 \cf5 was\cf1 ? (ohne Pl.), \cf4 tio\cf1 \cf5 das\cf1 (\cf4 ^ci tio \cf1 = \cf4 tio ^ci \cf5 dies\cf1 ), \cf4 io\cf1 \cf5 etwas\cf1 , \cf4 nenio\cf1 \cf5 nichts\cf1 , ^cio \cf5 alles\cf1\par \cf4 kiu\cf1 \cf5 welcher, wer\cf1 ? (Pl.\cf3 \cf4 kiuj\cf3 ), \cf4 tiu \cf5 jener\cf1 (\cf4 tiu ci \cf5 dieser\cf1 ),\cf4 iu, neniu, ^ciu \cf1 ... \fs20 (-\cf4 uj\cf1 in \cf4 kiuj, tiuj, neniujn \cf1 usw. sprich wie ui in \cf5 pfu\cf1 i)\par \cf4\fs22 kies\cf1 \cf5 wessen\cf1 ? \cf4 ties\cf3 \cf5 dessen\cf1 , \cf4 ies\cf3 \cf5 irgendjemands\cf1 , \cf4 nenies\cf1 \cf5 niemands\cf1 ,\cf3 \cf4 ^cies\cf3 \cf5 jedermannns\par \cf1\par \par \cf4 Kiam venos tiuj sinjoroj portantaj iajn objektojn ^ci tien\cf1 ? \cf5 Wann werden kommen jene Herren bringend(e) irgendwelche \tab Gegenst\'e4nde hierher\cf1 ?\par \par Noch ein letztes Wort zum Verbum: der komplette Satz von (6) Partizipien erm\'f6glicht in der Kombintion mit konjugierten Verben (-as, -is, -os, -us, -u) sehr viele zusammengesetzte aktive und passive Verbformen, die nur selten und kaum dann m\'fcndlich gebraucht werden (s.o. Meyers Lex. !). Sie sind am besten aufzul\'f6sen, wenn das Partizip als Adjektiv verstanden wird, verbunden durch die Formen der Kopula \cf4 esti\cf1 \cf5 sein. (\cf4 Esti \cf1 ist das einzige Hilfszeitwort, es gibt kein \cf5 haben \cf1 entssprechendes): \cf4 mi estas leganta \cf5 ich bin lesend \cf1 = \cf5 ein Lesender \cf1 = \cf5 einer, der liest\par \cf4 mi estas leginta \cf5 ich bin gelesen habend= ein gelesen Habender = einer, der gelesen hat = habe gelesen\par \cf4 mi estis amata \cf5 = ich \b war\b0 geliebt werdend = ein geliebt Werdender = einer, der geliebt wird = ich wurde geliebt\cf1\par \cf4 mi estos amita \cf1 = \cf5 ich werde geliebt worden sein \cf1 = \cf5 ich werde einer sein, der geliebt worden ist \cf1 ...\par \par Weitere Beispiele:\par \cf4 ^si estas leganta she is reading\cf1\par \par \cf4 ili estos venantaj \cf5 sie werden welche sein, die kommen\cf1\par \par \cf4 ili estas venontaj \cf5 sie sind welche, die kommen werden\cf1\par \par \cf4 li estus lerninta \cf5 er h\'e4tte gelernt\cf1\par \par \cf4 estu amataj ! \cf5 werdet geliebt\cf1\par \par \cf4 ni estas vidataj \cf5 wir werden gesehen\cf1\par \par \cf4 vi estas vokata \cf5 du bist gerufen worden\cf1\par \par \cf4 la bovo estas bu^cota fast gleich la bovo estos bu^cata \cf1 (\cf4 bu^ci\cf1 \cf5 schlachten\cf1 )\par \par \par Ein Hauptst\'fcck darf nicht unerw\'e4hnt bleiben: die regelm\'e4\'dfige Wortbildung mit BVor- und Nachsilben!\par Hier m\'f6gen Beispiele gen\'fcgen: \par \par \cf4\b ma\cf3 l\cf1 - Gegenteil (!): \par \cf4\b0 longa - mallonga \cf5 lang - kurz\cf1\par \cf4 hela - malhela \cf5 hell - dunkel\cf1\par \cf4 dika - maldika \cf3 \cf5 dick - d\'fcnn\par \cf4 nova - malnova \cf5 jung - alt\cf3\par \cf4 juna -maljuna \cf5 neu - alt \cf1 (\b !\b0 )\par \cf4 granda - malgranda \cf5 gro\'df - klein\cf3\par \cf4 varma - malvarma \cf5 warm - kalt\par \cf4 varmo - malvarmo \cf5 W\'e4rme . K\'e4lte\cf3\par \cf4 sana - malsana \cf5 gesund -krank\cf3\par \cf4 sano - malsano \cf5 Gesundheit - Krankheit\cf3\par \cf4 ami - malami \cf5 lieben - hassen\cf4\par amo - malamo \cf3 \cf5 Liebe - Hass\par \cf4 amiko -malamiko \cf5 Freund - Feind \par \cf1\par \cf4\b -et- \cf1 Verkleinerung, Abschw\'e4chung\cf4 : \par \b0 libro - libreto \par hundo - hundeto \cf1\par \cf4 varma - varmeta \cf5 lau\cf1\par \cf4 malvarma - malvarmeta \cf5 k\'fchl\cf1\par \cf4 dormi - dormeti \cf1\par \cf4 fali -faleti\par \cf1\par \cf8\b -ino \cf1 weibl. Geschlecht\cf4 : \par \b0 sinjoro - sinjorino\cf1 \par \cf4 patro - patrino\cf1 ,\par \cf4 viro - virino\cf1 , \par \cf4 onklo - onklino\cf1 , \par \cf4 amiko - amikino\cf1 , \par \cf4 knabo - knabino\cf1 , \par \cf4 hundo\cf1 (allg.),\cf4 virhundo \cf5 R\'fcde\cf1 ,\cf4 hundino \cf5 H\'fcndin\cf1 ; \par \cf4 bovo\cf1 \cf5 Rind\cf1 , \cf4 virbovo\cf1 \cf5 Stier\cf1 , \cf4 kastrita virbovo \cf5 Ochse\cf1 , \cf4 bovino\cf1 \cf5 Kuh\cf1 . \par Die\b Jungen \b0 oder\b Abk\'f6mmlinge \b0 sind \'fcbrigens -\cf7 idoj\cf1 : \par \cf4 bovo - bovido \cf5 Rind\cf9 \cf4 - \cf5 Kalb\cf1\par \cf4 porko - porkido \cf1 Ferkel, \par \cf4 ^cevalo - ^cevalido \cf1 Fohlen \par \cf4 hundoj - hundidoj \cf1 (Welpen). \par \par \cf4\b ge\cf1 - fasst beide Geschlechter zusammen: \par \cf4\b0 frato - fratino \cf5 Bruder\cf4 - \cf5 Schwester\cf1\par \cf4 gefratoj \cf5 Geschwister\cf1 , \par \cf4 sinjoroj kaj sinjorinoj \cf1 >\cf4 gesinjoroj \cf5 Meine Damen und Herren\cf1 !\par \par \b -\cf4 ilo\cf1 Werkzeug: \par \cf4\b0 piki - pikilo \cf5 stechen \cf4 - \cf5 Stachel\cf1 , \par \cf4 bori - borilo \cf5 bohren\cf4 - \cf5 Bohrer\cf4 \cf1\par \cf4 kuraci \cf1 -\cf4 kuracilo \cf5 heilen\cf1 - \cf5 Heilmittel\par \cf4 libro \cf5 - \cf4 librejo \cf5 Buch - Bibliothek\par \cf1\par \b -\cf4 ejo\cf1 Ort: \par \cf4\b0 lerni - lernejo \cf5 lernen - Schule\cf1\par \cf4 vendi - vendejo \cf5 verkaufen\cf4 - \cf5 Verkaufsstelle, Gesch\'e4ft, Laden\b\par \cf4\b0 libro - librejo \cf5 Buch - B\'fccherei \cf1\par \par -\cf4\b aro\cf1\b0 \b Ansammlung\b0 : \par \cf4 arbo\cf1 - \cf4 arbaro\cf1 \cf5 Baum - Wald\cf1\par \par \b -\cf4 ulo\cf1 Tr\'e4ger einer Eigenschaft\b0 : \par \cf4 blinda\cf5 \cf1 -\cf4 blindulo \cf5 - \cf4 blindularo\cf1 \cf5 blind - Blinder - Blindenschaft\par \cf4 malsana - malsanulo - malsanulejo \cf5 krank - Kranker - Krankenhaus \cf1\fs20 (trotz dreier Ableitungssilben gebr\'e4uchlich)\fs22\par \cf4 malsanulejestrino\cf1 \cf5 Krankenhausleiterin\cf1 \fs20 (hier f\'e4ngt die \'dcbertreibung an, man wird solche Wortungeheuer lieber aufl\'f6sen\par und nicht etwa noch deren kleine Tochter \cf4 malsanulejestrinidineto\cf1\fs22 \fs20 nennen\fs22 . \fs20 Dabei hilft, dass die Ableitungssilben auch als eigenst\'e4ndige W\'f6rter gebraucht werden k\'f6nnen: \cf4 la filineto \cf1 (\cf5 T\'f6chterchen\cf1 ) \cf4 de la estrino \cf1 (\cf5 Leiterin\cf1 ) \cf4 de la malsanulejo (a\'fc hospitalo)\cf1\fs22\par \par Die Ableitungssilben k\'f6nnen alleinstehend gebraucht werden:\par \cf4 ino\cf1 Frau,\cf4 ina \cf5 weiblich\cf1 ,\cf4 ilo \cf5 Werkzeug\cf1 , \cf4 ejo\cf1 \cf5 Ort\cf1 , \cf4 ulo\cf1 \cf5 Bursche, Kerl\cf1 ,\cf4 estro \cf5 Leiter,Chef\cf1\par Und von den Ableitungssilben k\'f6nnen wiederum Ableitungen gebildet werden:\par \cf4 ineto\cf3 \cf5 kleine Frau\cf1 , \cf4 etulo\cf1 \cf5 Kleiner\cf1 , \cf4 ilejo\cf1 \cf5 Werkzeugraum, \cf4 estraro\cf5 Leitung(sgremium).\cf1\par \par Wortbildung kann auch durch Wortzusammensetzung erfolgen (wie im Deutschen): \cf4 dom(o)pordo \cf1 (\cf5 Haust\'fcr\cf1 ) neben \cf4 pordo de (la) domo \cf1 und \cf4 doma pordo.\cf1\par \par \par Das mag zur Kennzeichnung der Sprache gen\'fcgen! Auch hier gilt die Dialektik, dass man bei aller \'dcbersichtlichkeit der Regeln nie auslernt, immer neue M\'f6glichkeiten findet, neue Wortbildungen und Wendungen entdeckt.) E.. ist eine ganz andere Art von Sprache als alle anderen mit ihren festgelegt traditionalistischen Codices. (F\'fcr \cf4 bona\cf1 kaj \cf4 bela\cf1 sagen wir \cf5 gut\cf1 und \cf5 sch\'f6n\cf1 , aber f\'fcr \cf4 bono kaj belo \cf1 weder \cf5 G\'fcte\cf1 und \cf10 Sch\'f6ne\cf1 , noch \cf10 Gutheit\cf1 und \cf5 Sch\'f6nhei\cf1 t.) (Es gibt auch -\cf4 eco\cf1 f\'fcr Abstrakta: \cf4 beleco\cf3 Sch\'f6nheit \cf1 und -\cf3 a^jo\cf1 f\'fcr Konkretes \cf3 bela^jo\cf1 = \cf3 io bela \cf5 etwas Sch\'f6nes\cf1 ; die \cf5 "Sch\'f6nheit", \cf1 die heruml\'e4uft, ist nat\'fcrlich \cf3 belulino \cf5 eine Sch\'f6ne\cf1 .) Das ist nur eine kleine Auswahl von Vor- und Nachsilben; es sind gut 40. Sie pr\'e4gen sich schnell ein; und viel Neues kann man damit bilden, auch W\'f6rter ohne einfache Entsprechung, deren Bedeutung man aber sofort erfasst. Das ist das Erstaunliche, dass man bei einiger Routine diese Formen ohne m\'fchsame Analyse sofort versteht. Man kann E. wirklich flie\'dfend und schnell sprechen und verstehen. Es widef\'e4hrt einem nicht, wie so oft in anderen Sprachen, dass man bei aller Grammatikkenntnis zweifelt, "ob man so sagen kann", selbst wenn man keinen formalen Fehler zu machen glaubt. Korrespondieren kann man theoretisch mit der ganzen Welt, wie bestenfalls noch englisch. Die Internationalit\'e4t in Zeitschriften ist nicht zu \'fcbertreffen. Und wo erlebt man sonst Kongresse mit mehr als Teilnehmern aus \'fcber 50 L\'e4ndern, die ohne Dolmetscher auskommen? \par \par \par Rein theoretisch w\'e4re die Sprache f\'fcr jeden Zweck geeignet. Sie ist seit \'fcber 100 Jahren entwickelt, erprobt, ausgefeilt. Neue Begriffe lassen sich sch\'f6n und hindernisfreier bilden als in anderen Sprachen. (Man vergleiche, wie schwer sich naturgem\'e4\'df die Bef\'fcrworter einer Lateinrenaissance mit modernen Begriffen tut, zumal sie die griechisch-lateinischen Fremdw\'f6rter verschm\'e4hen, die f\'fcr alle fast alle neuen Erfindungen (au\'dfer "Sputnik") gebildet werden.) E. ist neutral, beg\'fcnstigt nicht happy nations. Es w\'e4re als "zweite Sprache f\'fcr jeden" im Bruchteil der Zeit, die man f\'fcr jede andere Sprache (meist vergeblich) aufwenden muss, zu lernen. Sprachhasser k\'f6nnten sich damit begn\'fcgen, Sprachfreunde k\'f6nnten zus\'e4tzlich beliebige andere studieren. Jeder k\'f6nnte sich mit jedem verst\'e4ndigen, \par es w\'fcrde ungeheuer viel Geld sparen und w\'e4re f\'fcr die EU die einzige rationelle L\'f6sung. Ich z\'e4hle mich aus diesen Gr\'fcnden ausgesprochen zu den Freunden fremder Spr. . Und gerade sprachbewusst, Sprachkenner und -freund, wird man durch die Kenntnis dieses einmaligen Sprachmodells. Das ist mir so gegangen und vielen anderen, die ich kenne, darunter solchen, die nur die Grundschule besucht und dort keine fremde Sprache gelernt haben.\par \par \par Liest es sich nicht wie ein Roman des einigerma\'dfen planm\'e4\'dfigen (und wie man heute sagen kann, durchaus\par erfolgreichen) Versuchs, das Problem zu l\'f6sen: einfach und \'fcberreich an (zus\'e4tzlichen) Ausdrucksm\'f6glichkeiten? Welche einmalige Dialektik zwischen eing\'e4ngiger Einfachheit und einer sich genau so einfach ergebenden Ausdrucksf\'fclle und Nuancierung, die in anderen Sprachen fehlt!.\par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \pard\cf0\par } vC(r넦 Ethnospr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\fmodern Courier New;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (ETHNISCHE SPR., Volksspr., = Ethnolekte ?))\par \par \f1 Innerhalb eines bestimmten Volkes oder einer Volksgruppe \'fcberlieferte und als Muttersprache gebrauchte Spr., deren kollektive Entstehung sich bei m\'f6glicher mehr oder weniger deutlicher \'c4hnlichkeit mit meist r\'e4umlich benach-\par barten anderen Ethnospr. im Dunkeln der Geschichte verliert, die einen mehr oder weniger verfolgbaren Wandel ("Entwicklung") durchgemacht haben und durch Dekret oder Vereinbarung ver\'e4ndert, standardisiert oder normiert worden sein k\'f6nnen.\par Ein Gegenbegriff zu Ethnosprache w\'e4re >> "Kunstsprache", sowohl f\'fcr die "zurechtgemachte", normierte, regularisierte Hoch- oder Amtssprache als auch f\'fcr k\'fcnstliche Spr.. F\'fcr erstere wird er nicht gebraucht und f\'fcr letztere ist er verp\'f6nt, zumindest f\'fcr die Sprecher und Anh\'e4nger des entsprechenden Idioms. "Erfundene (oder > erdachte < ) Sprache" ist zu umst\'e4ndlich, "Sprachkonstrukt" klingt ungew\'f6hnlich (und "verkehrtherum"). >> "Plansprache" ist zu eng und l\'e4sst sich nicht auf >> Phantasiespr. anwenden. Universell, nichts pr\'e4judizierend und, bis Besseres gefunden ist, am besten erscheint NICHT-ETHNOSPRACHE.\par \par \f2\fs18\par } @ "(X Etruskisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\b\f0\fs28 in Arbeit !!!\par \par \b0\f1\fs22 Eigenst\'e4ndige Sprache ohne Verwandtschaft. (In der Sp\'e4tzeit wohl indogermanische Formeneinfl\'fcsse). Auf der Insel Lemnos im n\'f6rdlichen \'c4g\'e4ischen Meer wurden allerdings Inschriften aus vorgriechischer Zeit, meist Fragemente, gefunden, die dem Etruskischen \'e4hneln: entweder sind die sp\'e4teren Etrusker von dort nach der griechischen Besetzung ausgewandert oder - wahrscheinlich - hatten tyrrhenische V\'f6lker im vorindogermanischen Europa eine gr\'f6\'dfere Verbreitung. Die Etrusker (lat. Tusc\'ee) waren vom 9. Jh. vor in einem geschlossenen Siedlungsgebiet in der Nordh\'e4lfte Italiens (daher Toscana, dar\'fcber hinaus noch in Latium und Umbrien) als Nachbarn der R\'f6mer ans\'e4ssig und sind etwa bis zu ihrer v\'f6lligen Assimilation im R\'f6mischen Reich im 1. Jh.n. dort nachweisbar. Ihre Kultur und Menschen etruskischer Abstammung haben die R\'f6mer zweifellos nachhaltig bereichert.\par (Fast m\'f6chte man an die Wirkung der Hugenotten auf m\'e4rkische Simplizit\'e4t denken. Aber dem \'fcberh\'f6henden Einfluss griechischer Kultur fehlt dann in Brandenburg das Analogon.)\par \par Die fehlende Sprachverwandtschaft und das Fehlen von echt zweisprachigen Texten, die mehr als Eigennamen enthalten, erschweren die Erforschung des Etruskischen. Rund 60 W\'f6rter sind aus griechischen und lateinischen Texten bekannt, wo sie mit ihrer Entsprechung aufgef\'fchrt sind. Die etwa 10000 Inschriften, meistens Grabinschriften, helfen wenig weiter. Auf der Leinenrolle einer \'e4gyptischen Mumie, einer zerschnittenen Buchrolle, findet sich ein Text von 1200 W\'f6rtern in 281 Zeilen. Auf der Bronzenachbildung einer Schafleber finden sich 45 Worte.\par \par Die Schrift entspricht einem westgriechischen Alphabet sehr fr\'fcher Zeit, die etwa mit der \'dcbernahme der griechischen Schrift von den Ph\'f6nikiern zusammenf\'e4llt. Das in Italien gefundeneT\'e4felchen mit dem \'e4ltesten "Modellalphabet" ist \'e4lter als alle griechischen Schriftfunde und enth\'e4lt neben dem Sigma noch zwei weitere im Griechischen fehlende \par semitische s-Laute (Sade und Samech) neben dem Sigma (entsprechend dem semitischen Schin). Hochwahrscheinlich ist die \'dcbrnahme ohne den Umweg \'fcber das Griechische un-mittelbar von den Ph\'f6nikiern erfolgt.\par \par Auf archaischen etruskischen Inschriften (-550 bis -400) finden sich Punkte mitten im Wort. Sie ersetzen Konsonanten am Wortende und Vokale am Wortanfang. Die Etrusker waren nun diejenigen, die von den ph\'f6nikischen Buchstabenbezeichnungen abgingen, die selbst die Griechen variiert weiterverwendeten ( >> Alphabet). Die von ihnen geschaffenen lautnahen kurzen Buchstabennamen sind mit ihrem Alphabet auf die R\'f6mer und damit auf die modernen europ\'e4ischen Spr. \'fcbergegangen, z.B. be, de usw. Man schlie\'dft aus ihrer Existenz, dass sie das Alphabet zun\'e4chst f\'fcr eine Silbenschrift eingesetzt h\'e4tten. Wie die Buchstabennamen heute noch Schulkinder irritieren und zun\'e4chst davon abhalten, ihren Namen mit den m\'f6glicherweise schon bekannten Buchstaben Pe E Te Er zu schreiben, so haben auch die Etrusker zun\'e4chst den irritierenden aus- oder anlautenden Vokal durch einen Punkt ersetzt.\par \par \par Die etruskische Transkription von bekannten Eigennamen ist oft so kryptisch und konsonantenreich (Alexandros > elchsntre), dass sich auf ein sehr \'f6konomisches, weit von realer Aussprache entferntes Rechtschreibsystem schlie\'dfen l\'e4sst (EB). \par \par ............ >\par } p˰i{ 5j{EU{\rtf1\ansi\deff0{\fonttbl{\f0\froman\fcharset0 Times New Roman;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}{\f2\fnil\fcharset2 Symbol;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\keepn\sb100\sa100\lang1031\kerning36\b\f0\fs48 Babylonisches Sprachgewirr\par \i\fs28 d-Radio Kultur 070410\fs48\par \kerning0\i0\fs36 Europ\'e4ische Union zahlt Milliarden f\'fcr \'dcbersetzungen\par \pard\fs24 23 Amtssprachen gibt es in der Europ\'e4ischen Union. Die Zahl der in der Br\'fcsseler EU-Verwaltung m\'f6glichen Sprachkombinationen hat sich mit der Erweiterung zu Jahresbeginn von 380 auf 506 erh\'f6ht. Und die Kosten f\'fcr Dolmetscher sind betr\'e4chtlich. Ruth Reichstein berichtet.\b0\par Wenn die bulgarische Kommissarin f\'fcr Verbraucherschutz, Meglena Kuneva, in Br\'fcssel \'f6ffentlich auftritt, dann spricht sie Englisch. Schlie\'dflich m\'f6chte sie verstanden werden. Bulgarisch beherrschen in den europ\'e4ischen Institutionen nur die wenigsten. Und auch die \'dcbersetzungen ins kyrillische Alphabet f\'fcr die bulgarischen Kollegen gestalten sich durchaus schwierig, sagt Pietro Petrucci, Sprecher der EU-Kommission. Er vergleicht die Lage mit der Situation in den fr\'fchen 80er Jahren: \line\line "Ich bin zwar kein Experte. Aber eins ist klar: Die Einf\'fchrung des griechischen Alphabets war damals ziemlich schwierig. Wir brauchten eine neue Technik, andere Arbeitsformen. Wir mussten neue Computerprogramme anschaffen. Das kostet Geld."\line\line Wie viel Geld genau die neue Sprache Bulgarisch mit den komplizierten Buchstaben kostet, ist unklar. Bekannt ist nur, dass jeder EU-B\'fcrger j\'e4hrlich im Schnitt zwei bis drei Euro f\'fcr alle \'dcbersetzungen bezahlt. Insgesamt geben die Institutionen n\'e4mlich ein Prozent des EU-Budgets, also 1,2 Milliarden Euro, daf\'fcr aus.\line\line Bulgarisch, Rum\'e4nisch und G\'e4lisch, die drei neuen EU-Amtssprachen also, die Anfang des Jahres neu eingef\'fchrt worden sind, haben die Diskussion \'fcber die \'dcbersetzungskosten in Br\'fcssel wieder angeheizt. Die CDU-Europaabgeordnete Inge Gr\'e4\'dfle:\line\line "Wieso m\'fcssen wir den Weg zu einem Gesetz in allen Amtssprachen dokumentieren? Man muss sich vor Augen halten: Eine Seite \'fcbersetzt in 21 Amtssprachen kostet 2700 Euro, eine Seite. Das hei\'dft: Wenn Sie ein Gesetz haben mit \'c4nderungsantr\'e4gen von 100 Seiten, dann sind sie mit einem kleinen Einfamilienhaus dabei. Wir m\'fcssen die Zahl der Dokumente reduzieren, das w\'e4re wirklich das Gebot der Stunde."\line\line Gr\'e4\'dfle fordert, nur noch die Endfassungen der Gesetze in alle Amtssprachen zu \'fcbersetzen und die Zwischenstufen lediglich auf Englisch, Franz\'f6sisch und Deutsch, also in den drei EU-Arbeitssprachen, zu dokumentieren. Jedes Land, das auf weitere \'dcbersetzungen verzichtet, sollte, so Gr\'e4\'dfle, das eingesparte Geld f\'fcr andere Zwecke ausgeben d\'fcrfen.\line\line So ungef\'e4hr klingt es, wenn Theodora Lozanova vom Englischen ins Bulgarische \'fcbersetzt. Daf\'fcr braucht sie eine ganz spezielle Tastatur, mit der sie auch kyrillische Buchstaben schreiben kann. Ihre zeitlichen Vorgaben halte sie ein, sagt Lozanova. Meistens \'fcbersetzt sie f\'fcnf bis sechs DIN-A-4-Seiten am Tag. Das ist der Durchschnitt im \'dcbersetzungsdienst der Kommission. Zu wenig, findet die Abgeordnete Inge Gr\'e4\'dfle:\line\line "In der Kommission ist die Produktivit\'e4t der \'dcbersetzer dramatisch gesunken, weil sie eigentlich zu viele Leute hat f\'fcr manche Sprachen. Statt dass weniger Leute besch\'e4ftigt werden, wird die Arbeit auf die K\'f6pfe verteilt. Fr\'fcher hatten wir viel mehr \'dcbersetzungsseiten pro Tag als heute. Das hei\'dft also, die Arbeit wird sorgf\'e4ltig hin- und hergewendet."\line\line Das gelte nicht f\'fcr alle \'dcbersetzer, aber eben f\'fcr viele. Theodora Lozanova k\'e4mpft zurzeit eher noch mit dem komplizierten EU-Jargon. Sie \'fcbersetzt vor allem Texte aus dem Bereich Sicherheit, Innenpolitik und Justiz ins Bulgarische. Um den Job zu bekommen, musste sie ein kompliziertes Auswahlverfahren durchlaufen. Aber auch das sch\'fctzt die Europ\'e4ische Union nicht vor Fehlern, erz\'e4hlt Sprecher Pierto Petrucci:\line\line "Wir haben gerade erst entdeckt, dass wir seit der gro\'dfen Erweiterung 2004 noch ziemlich Probleme haben mit einigen Sprachen. Die \'dcbersetzer arbeiten zwar gut, aber viele von ihnen haben so viele Jahre au\'dferhalb ihres Mutterlandes gelebt, dass sich ihre Sprache ver\'e4ndert hat. Und Leute aus diesen L\'e4ndern sagen uns jetzt, dass es da kleine Verst\'e4ndnisprobleme gibt."\line\line Es bleibt also viel zu tun, und die Zeit l\'e4uft. Der Beitrittskandidat Mazedonien zum Beispiel hat allein sechs Amtssprachen, die bei einem Beitritt alle automatisch auch in der EU zu Amtssprachen werden w\'fcrden. Und k\'fcrzlich forderte sogar die Regierung in Ankara, T\'fcrkisch schon einmal zur Amtssprache zu machen. Gute Chancen habe diese Forderung aber nicht, meint Inge Gr\'e4\'dfle:\line\line "T\'fcrkisch als Amtssprache w\'e4re das absolut falsche Signal. Solange wir noch nicht wissen, wie es weiter geht, den Beitritt schon mal mit einer Amtssprache vorzubereiten, daf\'fcr habe ich null Verst\'e4ndnis. Und daf\'fcr hebe ich auch nicht meine Hand."\par \cf1\ul zur\'fcck\cf0\ulnone . \cf1\ul zum Seitenanfang \cf0\ulnone \par \cf1\ul\b Artikel drucken \cf0\ulnone\line\cf1\ul Artikel weiterempfehlen \cf0\ulnone\line\b0\par \b\'a9 2007 Deutschlandradio\b0 \par \cf1\ul\b Hilfe \cf0\ulnone | \cf1\ul Impressum \cf0\ulnone | \cf1\ul Kontakt \cf0\ulnone\b0\par \pard{\pntext\f2\'B7\tab}{\*\pn\pnlvlblt\pnf2\pnindent360{\pntxtb\'B7}}\fi-360\li720\b Babylonisches Sprachgewirr - Europ\'e4ische Union zahlt Milliarden f\'fcr \'dcbersetzungen\b0\par \pard\li720\cf1\ul MP3 \cf0\ulnone , \cf1\ul Flash \cf0\ulnone Sendezeit: 10.04.2007 09:12 \par \pard\f1\fs22\par } %'t0c5Ewe{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red128\green0\blue128;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 EWE (frz. \'c9HOU\'c9; eigene Bezeichnung E\'dfEGBE)\par Afri      !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{|~kanische Sprache ( >> ). Eine der 48 Spr. der Elfenbeink\'fcste und Dahomeys aus der (gro\'dfen) Gruppe der Sudanspr., genie\'dft in Deutschland eine gewisse nachlaufende Popularit\'e4t, da es in der kaiserlichen Kolonie Togo\par gesprochen wurde.\par \par Die Orthographie lehnt sich jetzt an die internationale Lautschrift an. \'df (wie in E\'dfegbe) wird (wie das span. b oder v zwischen zwei Vokalen) als bilabialer Reibelaut gesprochen, "als ob man eine Kerze auspusten wolle". Mir fehlen die Buchstaben alle Nebenzeichen aufzuf\'fchren.\par \par Es gibt Hoch- und Tieft\'f6ne und (seltener) Mittelt\'f6ne, steigende und fallende T\'f6ne. Sie spielen eine bedeutungs-unterscheidende Rolle. \'b4 bezeichnet einen Hochton,` einen Tiefton, der Mittelton tr\'e4gt einen senk\par rechtstehenden Akzent. ^ bezeichnet einen fallenden Ton, das umgekehrte Zeichen einen steigenden. \par Einen Akzent mehrsilbiger W\'f6rter gibt es daneben nicht. Um die \'dcberzeichen etwas zu reduzieren, werden sie nach bestimmten Regeln nicht geschrieben, z.B. wenn der Ton einer zuvor bezeichneten Silbe entspricht.\par Diese Regeln habe ich zum leichteren \'dcberblicken der Tonalit\'e4t hier nicht befolgt.\par \par Viele W\'f6rter sind einsilbig und in sich unver\'e4nderlich (ohne Ablaut o.\'e4.). Allerdings werden viele Einsilber zusammengeschrieben und erscheinen dadurch wie Suffixe oder Infixe (s.u. Verbum; -\cf2 na\cf1 , -\cf2 a\cf1 , -\cf2 ga\cf1 -). \par \par Als eine Art (seltener benutzter) bestimmter Artikel dienen l\'e1 und \'e1 (nachgestellt; l\'e1 bezeichnet als "Satzartikel" das Ende der locker gef\'fcgten S\'e4tze bzw. Sinnzusammenh\'e4nge.\par \par Einen unbestimmten Artikel ersetzt d\'e9, das oft nach \cf2\'e1\cf1 steht:\par \cf2\'e0t\'ed d\'e9\cf1 = \cf2\'e0t\'ed\'e1 d\'e9\cf1 \cf3 (irgend >) ein ( < gewisser) Baum\cf1\par \par w\'f3 bezeichnet den Plural: \cf2\'e0t\'edw\'f3\cf1 \cf3 B\'e4ume\cf1 , \cf2\'e0t\'ed\'e1w\'f3\cf1 \cf3 die B\'e4ume\cf1 .\par [\cf2\'e0t\'ed(\'e1) d\'e9w\'f3\cf1 \cf3 einige B\'e4ume\cf1 ]\par \par \cf2 f\'e9\cf1 bezeichnet den Genitiv: \cf2 f\'e9 \'e0t\'ed \cf3 des Baumes\cf1 .\par \cf2 n\'e1 \cf3 geben \cf1 umschreibt den Dativ.\par \par Das Adjektiv wird nachgestellt, seine n\'e4heren Bestimmungen oder der Artikel stehen zuletzt. Der Plural folgt ganz am Schluss:\par \cf2 h\'e8v\'ed dz\'e8\'e9 s\'ec\'e0w\'f3\cf1 \cf3 diese roten V\'f6gel\cf1 .\par \par Statt Pr\'e4positionen dienen Postpositonen, die eigentlich Substantiva sind: statt in "das Innere", statt an "Au\'dfenseite".\par \par Zu unterscheiden sind alleinstehende und mit dem Verb verbundene Personalpronomina:.\par \cf2 ny\'e8\cf1 \cf3 ich, mich\cf1 ; \cf2 m\'e8y\'ec\cf1 \cf3 ich ging\cf1\par \cf2 w\'f3\'e1w\'f3\cf1 \cf3 sie\cf1 ; \cf2 w\'f3y\'ec\cf1 \cf3 sie gingen\cf1\par \par Beim Verbum gibt es:\par - Aorist als Grundform,\par - Futurum -\cf2\'e1\cf1 - ( \cf2 m\'e1y\'ec\cf1 : \cf3 ich werde gehen\cf1 ; \cf2 w\'f3\'e1y\'ec\cf1 \cf3 sie werden gehen\cf1 ),\par - Habitualis (\cf3 ich pflege zu \cf1 ...): -\cf2 n\'e0\cf1 vor Objekt, -\cf2\'e0\cf1 bei objektlosem Verb,\par - Progressiv (analog zu \cf4 I am coming\cf1 ),\par - wiederholte T\'e4tigkeit (-\cf2 g\'e0\cf1 -),\par - Ingressiv (\cf3 ich bin im Begriff zu \cf1 ...)\par - Imperativ (\cf2 y\'ec \cf1 \cf3 geh\cf1 ! ; \cf2 m\'ecy\'ec \cf1 \cf3 geht\cf1 !)\par - Jussiv (\cf3 du sollst \cf1 ...)\par - Kohortativ(\cf3 lasst uns \cf1 ...)\par - Verbalnomen (Wortverdoppelung: \cf2 y\'ecy\'ec\cf1 \cf3 das Gehen\cf1 )\par \par F\'fcr das Pr\'e4sens muss man sich mit Habitualis oder Progressiv behelfen.\par \par Transitive Verben erfordern immer ein Objekt. Als allf\'e4lliger Ersatz dient \cf2 n\'fa\cf1 \cf3 Ding \cf1 oder \cf2\'e0m\'e8 \cf3 Mensch\cf1 . Auch die nachgestellten verbundenen Personalpronomina -\cf2 m\cf1 \cf3 mich\cf1 , -\cf2\'e8\cf3 ihn \cf1 k\'f6nnen als Objekt dienen:\par \cf2\'e9f\'f2 \'e0m\'e8 \cf3 er schlug einen Menschen\cf1 ,\par \cf2\'e9f\'f2m\cf1 \cf3 er schlug mich\cf1 ,\cf2 \'e9f\'f2\'e8 \cf3 er schlug ihn\cf1\par In den anderen F\'e4llen schreibt man die Nominativ=Objektform getrennt:\par \cf2\'e9f\'f2 m\'ed \cf3 er schlug uns\cf1 , \cf2\'e9f\'f2 w\'f3\cf3 er schlug sie\cf1 .\par \par Ein Passiv fehlt. Es wird aktiv umschrieben: \cf2 w\'f3f\'f2m\cf1 \cf3 sie schlugen mich\cf1 .\par \par In der Frage wird erh\'e4lt die letzte Silbe des Satzes einen Tiefton.\par \par In der Verneinung steht \cf2 m\'e9\cf1 vor dem Verb und \cf2\'f2\cf1 am Satzende.\par \par Satzbeispiele:\par \cf3 Ich habe ein Geschw\'fcr an der rechten Hand\cf1 : \cf2\'df\'f2\'df\'f2\'e8 l\'e8 ny\'e8 n\'fad\'f9s\'ed m\'e8\cf1 .\par \par \cf3 Der H\'e4uptling sagt, es ist kein Yams und Mais im Dorf\cf1 :\par \cf2 f\'ec\'e0 b\'e9, t\'e8 kpl\'e9 bl\'ee m\'e9l\'e8 d\'f9 m\'e8 \'f2.\cf1\par \par \cf3 Wenn du zu sp\'e4t kommst, werde ich dich strafen\cf1 :\par \cf2 n\'e9 \'e8ts\'ed m\'e8gb\'e9 l\'e1, m\'e1h\'e8 t\'f3 n\'e1 w\'f2\cf1 .\par \par Ewe ist Literatursprache.\par \par Wie Haussa und andere westafrikanische Spr. ist auch Ewe ins \b Gullah\b0 , die an der s\'fcdostnordamerikanischen K\'fcste verbreitete Kreolsprache ( >> ) eingeflossen.\par \par \par \pard\cf0\par } (`tFx !r 'Frisch{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\froman\fcharset1 Times New Roman;}{\f3\fswiss Arial;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;} \deflang1031\pard\li80\plain\f3\fs22\cf0 Eine >> germanische Sprache (westnordisch), steht in Aussprache \par und Wortschatz den westnorwegischen Dialekten, in den grammatischen Formen \par dem Isl\'e4ndischen nahe. \par \par } *敧t`9jFinnisch-Ugrisch< {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Nicht-indogermanische Sprachfamilie, die urspr\'fcnglich in einem Gebiet \'f6stlich des mittleren Ural, genannt Ugra, gesprochen wurde und sich von dort weit nach Westen bis Finnland/ Lappland und Ungarn ausgebreitet hat. Eiwei\'dfuntersuchungen erbrachten keine abstammungsm\'e4\'dfige Einheitlichkeit bei den rezenten Sprechern.\par Die zugeh\'f6rigen Spr. haben sich weit auseinander entwickelt. Im Wortschatz gibt es (zwischen Finnisch und Ungarisch) so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Der Wortton liegt auf der ersten Silbe. Die (dem Indogermanischen) vertrauten Vokale (a, e, i, o, u, \'e4, \'f6, \'fc) sind kurz oder lang (im Estnischen auch noch superlang). Auch die Konsonanten werden kurz oder (mit Stopp) getrennt lang gesprochen. Es herrscht Vokalharmonie: Die W\'f6rter enthalten entweder nur tiefe (etwa e, i) oder hohe Vokale (etwa o, u), entsprechend die zugeh\'f6rigen\par Suffixe. Durch Suffixh\'e4ufungen entstehen oft lange W\'f6rter, die trotzdem auf der ersten Silbe (mit einer gewissen herunterrasselnden Silbenfolge) betont werden. Die Spr. sind dennoch nicht agglutinierend, sondern der Stamm wird (besonders im Finnischen) in Abh\'e4ngigkeit vom folgenden Suffix oft ver\'e4ndert.\par Ein grammatisches Geschlecht wird nicht unterschieden. Es gibt viele F\'e4lle bzw. diesen entsprechende suffigierte Postpositionen.\par \par Gliederung:\par FINNISCHE Spr.\par Ostseefinnische Spr.\par N\'f6rdliche Gruppe\par FINNISCH\par KARELISCH\par INGRISCH\par ISCHORISCGH\par S\'fcdliche Gruppe\par ESTNISCH\par LIVISCH (noch ca.200 Sprecher [1997])\par WOLISCH\par LAPPISCH\par WOLGA-FINNISCH\par MORDWINISCH (ERSJA- und MOKSCHAMORDWINISCH)\par MAR\'cdJISCH\par PERMISCHE SP.\par UDMURKISCH (fr\'fcher WOTJAKISCH)\par KOMI (-SYRJ\'c4NISCH und -PERMJAKISCH\par UGRISCHE Spr.\par UNGARISCH\par OB-UGRISCH\par MANSISCH (fr\'fcher WOGULISCH)\par CHANTYISCH (fr\'fcher OSTJAKISCH)\par \par \pard\cf0\par } `9mXj Franzsisch{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\froman Times New Roman;}} \uc1\pard\f0\fs22 Romanische Sprache (>>)\par \par \f1\'dcber die franz\'f6sische Sprache ist dem Gebildeten und der Wissenschaft so viel bekannt, dass sich ein allgemeiner \'dcberblick er\'fcbrigt bzw. \'fcberm\'e4\'dfig ausufern m\'fc\'dfte.\par \par Hier werden also nur einzelne zerstreute Angaben gesammelt werden.\par \f2\par } +XtgC Friesisch {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Courier New;}{\f2\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 >> germanische Sprache(n), (>> Ingw\'e4onisch) (>> Anglofriesisch)\par \par 1) WESTFRIESISCH\par Schriftsprache in der niederl\'e4ndischen Provinz Friesland ( > 400 000), nach erheblichen, auch blutigen K\'e4mpfen legalisiert, in den Schulen seit 1937.\par \par 2) OSTFRIESISCH \par Im oldenburgischen Saterland (1500), sicher mit niederdeutschem Platt vermischt. Allerdings nehmen Sprachbewusstsein und reinhaltende Sprachbewahrung eher zu.\par Sehr viele Diphthonge\par \par 3) NORDFRIESISCH\par An der Westk\'fcste Schleswig-Holsteins ( \'b8 12 000): auf Sylt (als SYLTER-FRIESISCH = S\'d6LRING), Amrun, Helgoland, den Halligen, auf dem Festland in der Wiedingharde, B\'f6dingharde und Goesharde. Das saterl\'e4ndische Friesisch hat noch etwa 1500 Sprecher.\par Wohl starke Dialektmischung mit niederdeutschem Platt. Schriftlichkeit erscheint sekund\'e4r phonetisch regularisierend als Nachkonstruktion.\par Die Ostfriesen k\'f6nnen Sylter Friesisch kaum verstehen.\par \pard\cf0\par \pard\li80\cf1\b\fs24 Beispielw\'f6rter:\par \fs22 nordfriesisch \b0 (Sylt) \b westfriesisch \b0 \b deutsch\par \par \b0\f1 Aalern [spr. o:lern] \'e2ldern [sprich o: ...] Eltern \par Aarn [o:rn] earn Adler \par achter efter hinter \fs24\par Aidem [aidom] doarp Dorf \par Anker anker Anker \par As [ass] kadaver, lyk Aas \par aur boppe, oer \'fcber \par benen [bennen] yntern,(fan)binnen innen \f2\par \f1 bi (kurz!) by, oan bei\par br\'eage Br\'fccke\f2\par \f1 dai [dai] dei Tag \par Dechter Dichter \par Deel [de:l] delling D\'fcnen)Tal \par Deich, Wall [dikk] dyk, daam \par D\'fcnem [d\'fcnnom] d\'fan D\'fcne \par En [enn] ein Ente\par fiif f\'fcnf\par green [gre:n] grien gr\'fcn\par gur [gurr] goed gut\f2\par \f1 gurt [gurcht] grut gro\'df\par guus [gu:s] goes, gues Gans\par halig [hallig] hillich heilig\par Hoog [ho:ch] Grabh\'fcgel\par \f2 \f1 heech hoch\par Huk [hukk] hoeke Ecke, Winkel \par H\'fcs[h\'fcss] h\'fbs Haus\par Inj[inj,\i nasal\i0 ] j\'fbn Abend\f2\par \f1 Kiar [k\'e4:r] fiver Teich\par K\'fc\'fcl [k\'fc:l] k\'fble Kuhle\par Merel[merrel] midden Mitte\par M\'f6 [m\'f6 \i kurz\i0 ] miuw M\'f6we\par Neest[ne:st] n\'east Nest \par Ruus [ru:s] Rose\f2\par \f1 sliepe schlafen\par tsjerke Kirche\par tsiis K\'e4se\par \'fas uns\par \f0\fs22\par \par \f1\par \par } @G,AР5Gaunersprachen{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Loschen, Cochem, Jenisch, kluge Sprache, Rotwelsch\par \par Geheimsprachen der Gauner und Landstreicher, Bettler ("Kundensprachen"). \'c4hnliche Jargonsprachen der Scharfrichter, Sch\'fcler, Studenten, Soldaten, Dirnen. Vokabular und Redewendungen, T\'fcrmarkierungen der Gauner, Diebe, Landstreicher\par \par Lit.: \par - Train, K. von: W\'f6rterbuch der Gauner- und Diebessprache 1833, Reprint 1998. \par - G\'fcnther, L. : Deutsche Gaunersprache 238 S., Reprint1919\par - Kluge, F.: Rotwelsch 518 S. 1901, Reprint 1987: De Gruyter \par } ,EZt+pGermanische Sprachen {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss Arial;}{\f2\fnil\fcharset0 Courier New;}{\f3\fnil\fcharset0 Arial Narrow;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 Die 1.Lautverschiebung wird gew\'f6hnlich als trennende Gemeinsamkeit vom Indogermanischen angesehen. Sie ist aber eher ein zweitrangiges, nebens\'e4chliches Kennzeichen, das die Struktur der Sprache als Ganzes nicht ber\'fchrt.\f1\par \par Gliederung:\par \f0 (Die Gliederungshierarchie wird durch Gleichheitszeichen besser markiert als durch Bindestriche, da dort nur eine durchlaufende, nicht abz\'e4hlbare Linie entsteht. \f1 Gleich\f0 h\f1 eitszeichen als Anstriche haben nichts mit Gleichsetzung zu tun. Ostgermanisch ist nicht etwa gleich Urgermanisch, sondern \f0 beide \f1 steh\f0 en\f1 auf der \f0 ersten\f1 Gliederungsebene.)\par \par = Urgermanisch; Gemeingermanisch \f0\'86\f1\par = \b Ostgermanisch\b0 \par == Gotisch\par == Vandalisch \f0\'86\f1\par == Burgundisch \f0\'86\f1\par == Rugisch \f0\'86\f1\par == Herulisch \f0\'86\f1\par = \b Nordgermanisch\b0 \par == Urnordisch \f0\'86\f1\par == Altnordisch \f0\'86\f1\par == Westnordisch\par \f0 === \f2 Isl\'e4ndisch\f3\par \f0 ==== Altisl\'e4ndisch \'86\f1\par \f0 ==== heutiges Isl\'e4ndisch\f1\par === Norwegisch >>\par ==== Altnorwegisch \f0\'86\f1\par \f0 ==== Landsm\'e5l (heutige Bezeichnung Nynorg)\f1\par \f0 === F\'e4r\'f6isch >>\f1\par == Ostnordisch \fs28\par \fs22 === Schwedisch\par ==== Altschwedisch \f0\'86\f1\par ==== heutiges Schwedisch\par \f0 === D\'e4nisch\f1\par \f0 ==== Altd\'e4nisch \'86\f1\par \f0 ==== heutiges D\'e4nisch \f1\par \f0 ==== Riksm\'e5l (heutige Bez. Bokm\'e5l) ( >> Norwegisch)\f1\par = \b Nordseegermanisch\b0\f0 ("Ingw\'e4onisch" >>, Anglofriesisch)\f1\par == Englisch >>\par \f0 === Altenglisch (Old English), Angels\'e4chsich \'86\f1\par === Mittelenglisch (Middle English) \f0\'86\f1\par \f0 === Fr\'fches Neuenglisch (Early Modern English) \'86\f1\par ===Neuenglisch (Modern English) \ul Untergliederung s. unter Englisch >>\ulnone\par == Friesisch >>\par === Altfriesisch\par === Neufriesisch\par ==== Nordfriesisch\par ==== Ostfriesisch\par ==== Westfriesisch\par ==== Mittelfri\f0 e\f1 sisch > Gemeinfriesisch\par \f0 == Alts\'e4chsisch\f1\par = \b\f0 S\'fcdgermanisch\b0\f1 (Westgermanisch) \par \f0 == Niederl\'e4ndisch >> \f1\par == Afrikaans >>\par == Niederdeutsch \par == (Hoch)Deutsch \par === Althochdeutsch\par === Mittelhochdeutsch\par ===Neuhochdeutsch\par \f0 ==== Fr\'fchneuhochdeutsch\f1\par ==== Modernes Neuhochdeutsch\par == Langobardisch\par == Pennsilfanisch >>\par == Jiddisch\par \par \fs28 in Umformatierung!!!\fs22\par \f0 ---DEUTSCH-NIEDERL\'c4NDISCHE GRUPPE\f1\par \f0 -----NIEDERL\'c4NDISCH, FL\'c4MISCH\f1\par -----Afrikaans\par ---NIEDERDEUTSCHE GRUPPE\par \f0 ----NIEDERFR\'c4NKISCH\f1\par \f0 -----WESTNIEDERFR\'c4NKISCH\f1\par \f0 -----OSTNIEDERFR\'c4NKISCH\f1\par \f0 ----NIEDERS\'c4CHSISCH\f1\par \f0 -----ALTS\'c4CHSISCH, ALTNIEDERDEUTSCH\f1\par -----MITTELNIEDERDEUTSCH\par -----NEUNIEDERDEUTSCH, PLATTDEUTSCH\par ---HOCHDEUTSCHE GRUPPE\par \par \par \par \cf0\par } X, GriechischX{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Wenn man sieht, wie viele Spr. aus dem Lateinischen entstanden sind, muss man sich wundern, dass es keine Vielzahl von griechischen Spr. gegeben hat. Gewiss, es gibt viele griechische Dialekte und die Grenze zwischen Dialekt und selbst\'e4ndiger Sprache ist flie\'dfend, aber keiner erkennt diesen griechischen Dialekten sprachliche Selbst\'e4ndigkeit zu. Es gibt nur zeitlich hintereinander liegende verschiedene Entwicklungsetappen dieses Griechischen, denen man gewisse sprachliche Eigenst\'e4ndigkeit zuerkennen k\'f6nnte. Und das, obwohl Griechisch \'fcber lange Zeit in einem riesigen (nichtgriechischen) Territorium gesprochen wurde.\par \par \pard\cf0\f1\par } z@[ku`oj3Altgriechisch +%O{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green128\blue0;\red51\green153\blue102;\red255\green102\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Fast immer wird Altgriechisch als zweite Sprache nach dem Lateinischen zu lernen begonnen. Lateinkenntnisse werden im griechischen Unterricht mehr oder weniger vorausgesetzt. Zwischen beiden Spr. gibt es manche \'c4hnlichkeiten und Analogien, aber auch gravierende Unterschiede.\par \par Die \'c4hnlichkeiten beruhen darauf, dass\par 1. beides indogermanische Spr. sind. Allerdings sind sie nicht so eng verwandt wie etwa germanische oder romanische Spr. untereinander, sondern sie geh\'f6ren verschiedenen Sprachfamilien, der italischen und der griechischen, an.\par 2. Griechisch war so etwas wie das Franz\'f6sisch des Altertums. Es wurde in sp\'e4terer Zeit von den gebildeten R\'f6mern beherrscht und h\'e4ufig bevorzugt. (Interessant ist auch, dass im asiatischen und afrikanischen Teil des Imperiums von der urspr\'fcnglich anderssprachigen (drittsprachigen) Bev\'f6lkerung fast nur Griechisch, aber nicht das Latein des Milit\'e4rs und der Verwaltung gesprochen wurde.) Lexikalische, syntaktische und stilistische Interaktionen blieben nicht aus. Sie beeinflussten mehr das Lateinische als das Griechische. \par \par Im einzelnen:\par \par \fs28 SCHRIFT\par \fs22 Das griechische wie das lateinische \b Alphabet \b0 geht auf das ph\'f6nikische zur\'fcck. Das lateinische Alphabet entstand unter griechischem und etruskischen Einfluss.\par \par Reihenfolge und Bezeichnung der Buchstaben sind im Griechischen noch \'e4hnlich wie in den semitischen Spr., wie ein Vergleich mit dem Hebr\'e4ischen zeigt: >> Alphabet \par |\par Die im Semitischen fehlenden griechischen Buchstaben Ypsilon, Phi, Chi, Psi und Omega sind hinten an das Alphabet angeh\'e4ngt. Urspr\'fcnglich fehlten sie auch dem Lateinischen. Auch im sp\'e4teren Latein wurden die drei mittleren wie im Deutschen durch Buchstabenpaare phonetisch umschrieben (ph, ch, j). Auch Zeta, Theta und Kappa gab es im urspr\'fcnglichen Latein nicht; f\'fcr die beiden e- und o-Laute stand nur je ein Buchstabe zur Verf\'fcgung. Der lateinische k-Laut findet sich in der fr\'fchen Sprachentwicklung unter (alt)etruskischem Einfluss in drei Formen als (q) vor u(o), als k vor a und als c vor e und i. Auch das etruskische Alphabet geht auf das griechische zur\'fcck und wurde wie das Griechisch der fr\'fchen Zeit linksl\'e4ufig geschrieben. Der f-Laut (\b Vau \b0 oder \b Digamma\b0 ), im \'e4ltesten Griechisch \'e4hnlich dem F geschrieben und an der Stelle im Alphabet, wo sich noch heute das deutsche f befindet, ist fr\'fch verloren gegangen (vgl. \cf2 ergos\cf1 \cf3 Werk\cf1 ; \cf2 oinos\cf1 lat. \cf4 vinum \cf3 Wein\cf1 ;\cf2 id\'e9 \cf1 lat. \cf4 vide\cf1 ). \par \par Die Buchstaben dienten im Griechischen auch als \b Zahlzeichen\b0 .\par \par Die griechischen Schriftzeichen zeigen gewisse \'c4hnlichkeiten zur \b kyrillisch\b0 en Schrift , die von Cyrill und Method aus griechischen Buchstaben entwickelt wurde.\par \par Noch im Altertum wurden phonetische Hilfsmittel in Form der Hauchzeichen (Spiritus) und der Akzente in die griechischen Texte eingef\'fchrt\par \par Die \b Spiritus \b0 stehen \'fcber jedem \ul anlautenden \ulnone Vokal und Diphthong und (als Spiritus asper) anlautendem Rho. (Daher noch heute die Rh-Schreibung am Anfang vieler griechischer Fremdw\'f6rter. Der \b Spiritus lenis \b0 in der Form eines nach links offenen Halbkreises [ ) ] \'fcber dem Buchstaben wird nicht gesprochen, der \b Spiritus asper \b0 in der Form eines nach \par rechts offenen Halbkreises [ ( ] \'fcber dem Buchstaben wird h gesprochen und in Fremdw\'f6rtern durch anlautendes h wiedergegeben gl. H\'e4ma- (Blut). Richtig "Heureka!" ["ich habe gefunden"], "Eureka" bei Sekund\'e4rimport aus dem Franz\'f6sischen). Im Wortinnern, z.B. bei zusammengesetzten W\'f6rtern, verschwinden die Spiritus. Auch das wird h\'e4ufig im Fremdwort kopiert (vgl. An\'e4mie; dagegen aber Anhydrid und die Hybride inhomogen, f\'fcr die deshalb ohne Hoffnung auf Erfolg die korrekte Form anomogen\par vorgeschlagen wurde. Nach Pi und Tau taucht der Hauchlaut in der Weise wieder auf, dass daf\'fcr die Aspiratae Phi bzw. Theta geschrieben werden, vgl. Meth\'e4moglobin.\par \par \b Akzente \b0 gibt es drei verschiedene: den \b Akut\b0 \'b4 , den \b Gravis\b0 ` und den \b Zirkumflex\b0 ~ . Ihre Anwendung folgt bestimmten Regeln. So steht der Gravis nur auf der letzten Silbe eines Wortes und auch nur, wenn noch ein Wort im Satz folgt. Der Zirkumflex steht nur \'fcber langen Vokalen, also nie \'fcber Epsilon und Omikron, und nur in der letzten und vorletzten Silbe, nie in der drittletzten Silbe usw. In der heutigen Aussprache des Altgriechischen werden die Akzente nicht unterschieden. Das Vorhandensein der Akzente macht es leichter, einen unbekannten griechischen Text korrekt vorzulesen als einen lateinischen, was wegen der "fremdartigen" Schrift zun\'e4chst paradox erscheint.\par \par \fs28 AUSSPRACHE\fs22\par Das Griechische ist vokalreicher und sicher auch klangvoller als das Lateinische, vorausgesetzt, dass man der auf Erasmus zur\'fcckgehenden Aussprache folgt und nicht die H\'e4lfte aller Vokale und Diphthonge wie im Neugriechischen als i ausspricht. Eine derartige Aussprache l\'e4sst zudem die orthographische Variabilit\'e4t unverst\'e4ndlich erscheinen und macht dem Lernenden die Einpr\'e4gung der Rechtschreibung \'e4hnlich schwierig wie im Englischen.\par \par \fs28 BETONUNG\par \fs22 Der Wortton liegt auf einer der letzten drei Silben. Er wurde im klassischen Griechisch weniger durch die Schallst\'e4rke als durch Steigerung der Tonh\'f6he hervorgehoben. Im Lateinischen wird die drittletzte Silbe betont, wenn die vorletzte kurz ist. Im Griechischen muss die vorletzte Silbe betont werden, wenn die letzte Silbe lang ist. Das ergibt eine unterschiedliche Betonung bei manchen Fremdw\'f6rtern und zahlreichen Eigennnamen, je nachdem, ob sie direkt aus dem Griechischen \'fcbernommen oder - gew\'f6hnlich - auf dem Umweg \'fcber das Lateinische ins Deutsche gekommen sind. Namen wie Aristoteles, Aristophanes, Hippokrates betonen wir lateinisch, die griechische Betonung auf der vorletzten Silbe klingt in unseren Ohren ausgesprochen falsch. Andererseits sind dadurch die Chancen geringer, sie falsch zu sprechen. \par \par \fs28 ARTIKEL\b\par \b0\fs22 Das Griechische hat einen bestimmten Artikel (ho m., he f., t\'f3 n). Latein hat (wie Russisch) keinen Artikel. Der Artikel schafft zus\'e4tzliche syntaktische Ausdrucksm\'f6glichkeiten. Adjektive stehen zwischen Artikel und Substantiv oder werden ihrem Substantiv nach Wiederholung des Artikels nachgestellt (\cf2 he agath\'e8 gyn\'e9 \cf1 = \cf2 he gyn\'e8\cf1\par \cf2 he agath\'e9\cf1 \cf3 die gute Frau\cf1 ). Pr\'e4dikative stehen au\'dferhalb dieser Klammer (\cf2 t\'f2 m\'f3non \'f3ros\cf1 : \cf3 der einzige Berg; \cf2 t\'f2 \'f3ros m\'f3non \cf1 = \cf2 m\'f3non t\'f2 \'f3ros\cf1 \cf3 der Berg allein\cf1 ). Die "Klammer" erm\'f6glicht auch Ausdr\'fccke wie \cf2 ho nyn \'e1nthropos\cf1 : \cf3 der "nun"-Mensch, der jetzige Mensch\cf1 ; \cf2 hoi par\'e0 tu Sokr\'e1tus\cf1 : \cf3 die (Sch\'fcler) bei Sokrates\cf1 .\par \par \fs28 SUBSTANTIV (DEKLINATIONEN\fs22 )\par Wie im Lateinischen gibt es Kasusendungen. Der Ablativ fehlt.(Seine Funktion \'fcbernehmen andere Kasus, so der Dativ als Instrumental und als "Dativ der Gemeinschaft", vom Genitiv differenziert zu Orts- und Zeitbestimmungen, der Genitivus absolutus entspricht dem lateinischen Abl.abs., Casus comparationis ist der Genitiv.) \'c4hnlich wie im Latein ist der Vokativ im R\'fcckgang, aber doch h\'e4ufiger und formenreicher (auch in der 3.Deklination). Neben Singular und Plural gibt es einen Dual zum Ausdruck verbundener Zweiheit, z.B. t\'f2 ophthalm\'f3:die beiden Augen, vgl. lat. ambo: beide, griechisch \'e1mpho = amph\'f3teroi. Der Dual ist in klassischen Zeiten schon sehr zur\'fcckgebildet und recht selten.\par \par \'c4hnlich wie im Lateinischen gibt es eine\par \b 1. oder \cf2 a\cf1 -Deklination\b0 : Femina auf -a oder -e nach bestimmten Regeln (s.Adj.). Maskulina auf -es, die den\par lateinischen auf -\cf2 a\cf1 (nauta, poeta) entsprechen.\par \b 2. oder \cf2 o\cf1 -Deklination\b0 : Maskulina auf -\cf2 os\cf1 . Neutra auf -\cf2 on\cf1 .\par \b 3. \b0 eine \'e4hnlich oder noch mehr variable ("gemischte") Deklination als die entsprechende lateinische. Auch\par hier findet sich der vollst\'e4ndige Stamm gew\'f6hnlich im Nom.Pl. und den abh\'e4ngigen Kasus (\cf2 t\'f2 soma\cf1 , Plur.\cf2 t\'e0\par somata\cf1 . Wie im Latein \{und im Russischen\} endet in allen Deklinationen das Neutrum im Nom. und Akk.Pl.\par auf -\cf2 a\cf1 !)\par Eine 4. und 5. Deklination wird nicht abgegrenzt, obwohl es (im Rahmen der 3.Deklination) i-St\'e4mme (\cf2 he p\'f3lis\cf1 : die \par Stadt) und W\'f6rter auf -\cf2 ys\cf1 und -\cf2 eus\cf1 gibt.\par \par \fs28 ADJEKTIV UND PRONOMINA\b\par \b0\fs22 Wie im Lateinischen gibt es zwei gro\'dfe Gruppen:\par \b 1./2.Deklination \b0 auf -\cf2 os\cf1 , -\cf2 e\cf1 (-\cf2 a\cf1 ), -\cf2 on\cf1 . Auf -\cf2 a\cf1 enden (im Ionisch-Attischen, dem eigentlich klassischen, heute\par in den Schulen gelehrten Dialekt) alle Femina, deren Stamm auf -\cf2 e\cf1 , -\cf2 i\cf1 , -\cf2 r\cf1 ausgeht (sog."Ei[e]r"-Regel):\par \cf2 agathos,e,on \cf3 gut\cf1 , aber \cf2 neos,a,on \cf3 neu\cf1 . Manche Adjektive haben nur zwei Endungen (-\cf2 os\cf1 ,-\cf2 on\cf1 ), d.h. die\par Feminina \'fcbernehmen die m\'e4nnliche Form. Dazu geh\'f6ren alle zusammengesetzten Adjektive:\par \cf2 he ath\'e1natos gyn\'e9\cf1 : \cf3 die unsterbliche Frau\cf1 , \cf2 he \'e9nkyos gyn\'e9\cf1 : \cf3 die schwangere Frau \cf1 ("schwanger"\par bildet im G. also paradoxerweise keine weibliche Form.) Aber auch einige nicht zusammengesetzte \tab\tab Adjektive, darunter \cf2 b\'e1rbaros\cf1 , bilden kein Femininum (also gibt es keine klassische Entsprechung des \tab \tab ansonsten nach der \cf2 Eir\cf1 -Regel korrekt gebildeten Vornamens Barbara. Aber welcher Grieche h\'e4tte seine \tab Tochter auch so genannt?) Da die weibliche Endung des Nom.Sg. lang ist (-\cf2 e\cf1 ,-\cf2 a\cf1 ), k\'f6nnen weibliche Adjektive \tab nicht auf der drittletzten Silbe betont werden: \cf2\'e1ristos, ar\'edste,\'e1riston\cf1 \cf3 bester,e,es\cf1\par Ein \'e4hnlicher Betonungswechsel gilt f\'fcr alle Deklinationen, so hei\'dft von \cf2 ho ath\'e1natos \'e1nthropos \cf1 der Genitiv \cf2\par tes athan\'e1tu anthr\'f3pu.\par \cf1 \b 3.Deklination \b0 mit verschiedenen Ausg\'e4ngen als Adjektive mit ein, zwei oder drei (verschiedenen) Endungen. \par Beispiele:\par m f n Endungen\par \cf2 glyk\'b4ys glyk~eia glyk\'b4y \cf1 3 \cf3 s\'fc\'df\cf1\par \cf2 euda\'edm\'f4n euda\'edm\'f4n e\'fadaimon \cf1 2 \cf3 gl\'fccklich\cf1\par \cf2\'e1pais \'e1pais \'e1pais \cf1 1 \cf3 kinderlos\cf1\par \par Im Griechischen gibt es keine adjektivische Deklination, die sich an eine pronominale Deklination anlehnt, wie bei den lateinischen Pronominaladjektiven (\cf3 unus, solus, totus, ullus, uter, alter, neuter, nullus\cf1 ) und durchg\'e4ngig im Russischen. Die Pronomina werden (mit gewissen Abweichungen bei den Personalpronomina) wie die Substantive und Adjektive dekliniert.\par Im Griechischen fehlen wie im Latein eigentliche Personalpronomina f\'fcr die 3.Person.\par \par \fs28 VERB (KONJUGATION)\b\par \b0\fs22 Die Konjugation ist im Griechischen reichhaltiger als im Lateinischen. Es gibt keine so gut abgegrenzten Konjugationen. Zu unterscheiden sind zwei gro\'dfe Gruppen: auf -\cf2 o\cf1 und auf -\cf2 mi\cf1 (1.Ps.Sg.Pr\'e4s. Ind.Akt.).\par Sie lassen sich folgenderma\'dfen gliedern:\par I.\b Verben auf -\cf2 o\cf1\b0\par A.\b Verba vocalia\b0 , deren Stamm auf Vokal endet\par a. \b Verba pura\b0 , deren Stamm auf y oder deutsches u in den Diphthongen au, eu, ou endet (entsprechend \tab griechischem y), z.B. \cf2 lyo\cf1 \cf3 ich l\'f6se\cf1 , \cf2 paideuo\cf1 \cf3 ich erziehe\cf1\par b. \b Verba contracta\b0 , deren Stamm auf\cf2 a, e \cf1 oder \cf2 o\cf1 endet. Der Stammauslaut verschmilzt (kontrahiert) mit vokalisch \tab anlautenden Endungen nach Regeln, die zwar leicht einzupr\'e4gen, aber nicht so leicht bei schnellem \tab Konjugieren anzuwenden sind und die Analyse kontrahierter Formen nicht immer leicht erm\'f6glichen.\par B.\b Verba muta \b0 mit charakteristischen Angleichungen (Assimilationen) mit konsonantisch anlautenden Endungen\par a. \b Verba gutturalia \b0 mit Stammauslaut auf \cf2 g,k,ch,tt\cf1\par b. \b Verba labialia \b0 mit Stammauslaut auf \cf2 p,b,ph,pt\cf1\par c. \b Verba dentalia \b0 mit Stammauslaut auf \cf2 t,d,th,z\par \cf1 C.\b Verba liquida \b0 mit Stammausgang auf \cf2 l,r,n,m\par \cf1 D.Sonstige Verben (mit Stammerweiterungen im Pr\'e4sens und Verben mit mehreren St\'e4mmen\par II.\b Verben auf -mi \b0\par A. \b "gro\'dfe" Verben auf -mi\b0 : d\'eddomi geben (eigtl.1.Ps."gebe")\par \cf2 t\'edthemi \cf1 \cf3 setzen, stellen, legen\cf1\par \cf2 h\'edstemi\cf1 \cf3 stellen\par \cf1 \cf2\'edemi\cf1 \cf3 loslassen, senden\cf1\par Sp\'e4testens bei ihnen beginnen m\'e4\'dfiger begabte und m\'e4\'dfiger interessierte Sch\'fcler die Grammatik zu verfluchen.\par B. \b "kleine" Verben auf -mi\b0 : ebenfalls h\'e4ufige und besonders unregelm\'e4\'dfige wie z.B. \par \cf2 eim\'ed \cf1 \cf3 ich bin\par \cf1 \cf2 e\'edmi \cf1 \cf3 ich werde gehen\cf1\par \cf2 ph\'e9mi \cf1 \cf3 ich sage\par \cf1 C. \b seltenere Verben auf -mi \b0 (meist l\'e4ngere St\'e4mme),z.B.\par \cf2 amphi\'e9nnymi \cf3 ich ziehe an\cf1\par \par Abgesehen von diesen Konjugationen und ihren Modifikationen, die teilweise aus festen Regeln ableitbar sind (Kontraktion, Assimilation), teils sich aus 6 Stammformen (s.u.!) ableiten, teils aber als einzelne Formen noch unregelm\'e4\'dfigerer Verben gelernt werden m\'fcssen (wie im Lateinischen \cf5 esse, ire, fieri \cf1 usw.), abgesehen also\par von dieser hohen Variabilit\'e4t, ist das Verbum (also jedes Paradigma f\'fcr sich) formenreicher als im Lateinischen:\par \b Es gibt einen Numerus mehr: Dual \b0 neben Singular und Plural. Die Verbformen des Duals begegnen noch seltener als in der Deklination, fehlen in manchen Grammatiken und werden kaum gelehrt. Dabei beschr\'e4nken sie sich auf wenige Endungen, die mit gro\'dfer Regelm\'e4\'dfigkeit Anwendung finden.\par \par \b Es gibt ein Tempus mehr: Aorist \b0 neben Pr\'e4sens, Imperfekt, Futur I, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur II. Bedeutung und Gebrauch der Zeiten weichen teilweise vom Lateinischen ab. So wird das Perfekt eher pr\'e4sentisch nach Erreichen eines neuen Zustands gebraucht (vgl. lat. \cf5 novi \cf3 ich habe kenengelrnt = ich wei\'df\cf1 ). Folglich gibt es kein historisches Perfekt, daf\'fcr steht der Aorist, der (u.a.!) dem Pass\'e9 simple im Franz\'f6sischen bzw. dem Passato remoto im Italienischen bzw. dem Perfecto simple im Spanischen vergleichbar ist.\par \b Es gibt ein Modus verbi mehr: den Optativ \b0 neben Indikativ, Konjunktiv und Imperativ. Die Syntax fordert ihn nicht nur zum Ausdruck eines Wunsches, sondern z.B. auch als Iterativ der Vergangenheit und als Potentialis.\par \b Es gibt ein Genus verbi mehr: Medium \b0 neben Aktiv und Passiv. Es bezeichnet eine Art von R\'fcckbez\'fcglichkeit auf oder im Interesse des Subjekts. \'c4hnlich den Deponentien und Semideponentien des Lateins gibt es Verben, die (auch bei aktiver Bedeutung) "von Hause aus" teils mediale, teils passive Formen verlangen. Die Formen des Mediums unterscheiden sich nur im Futur und im Aorist von denen des Passivs.\par \par Das Griechische ist reich an Partizipien. Es besitzt aktive, passive und mediale (teils dem Passiv formengleich, s.oben!) Partizipien f\'fcr Pr\'e4sens, Futur, Aorist und Perfekt, also (teoretisch: weil Medium und Passiv in manchen F\'e4llen formengleich sind) 12 Partizipien gegen\'fcber den 3 lateinischen (4 russischen, 2 deutschen, 2 englischen).\par \par Auff\'e4llig ist, dass neben den im Lateinischen \'fcblichen Suffixen auch Pr\'e4fixe als Verbformen verwendet werden. Imperfekt, Aorist und Plusquamperfekt fordern ein "Augment" (\cf2 e\cf1 - vor Konsonant, Dehnungsaugment bei vokalischem Anlaut). Im Perfektstamm wird der konsonantische Anlaut redupliziert mit anschlie\'dfendem -\cf2 e\cf1 -. (Oft liegen die Verh\'e4ltnisse komplizierter. Anlautende Vokale und Diphthonge werden gedehnt.) Im Lateinischen sind ebenfalls Reste einer Perfektreduplikation (sogar Pr\'e4sensreduplikation) bekannt, vgl. \cf6 cado\cf1 - \cf6 cecid\cf1 i: ich falle - bin gefallen.\par \par Beispiele f\'fcr Stammformen:\par \par PR\'c4S. \cf2 paid\'e9uo \cf3 ich erziehe \cf2\'e1rcho \cf3 ich beginne, herrsche\cf1\par FUT(I). \cf2 paid\'e9uso\cf1 \cf3 ich werde erziehen \cf2\'e1rxo\cf1 \cf3 werde herrschen\cf1\par AOR. \cf2 ep\'e1ideusa \cf1 \cf3 ich erzog \cf2 \'e9rxa \cf3 ich herrschte\cf1\par PERF. \cf2 pep\'e1ideuka\cf1 \cf3 ich habe erzogen \cf2\'e9rcha\cf1 \cf3 ich habe geherrscht\cf1\par PF.PASS. \cf2 ep\'e1ideumai\cf1 \cf3 ich bin erzogen worden \cf2\'e9rgmai\cf1 \cf3 bin beherrscht worden\cf1\par AOR.PASS. \cf2 epaid\'e9uthen\cf1 \cf3 ich wurde erzogen\cf1 . \cf2\'e9rchthen \cf3 ich wurde beherrscht\cf1\par \par \par \pard\fs28 DIE DIALEKTE\fs22\par \pard\li80 Beg\'fcnstigt durch die Einwanderungssch\'fcbe und die geographische Zerkl\'fcftung (Gebirge, Inseln) und die sich daher herausbildenden kleinen staatlichen Einheiten war das Altgriechische in zahlreiche Dialekte zerfallen - etwas, was im Lateinischen ganz fehlt.\par Hauptgruppen sind:\par 1. Ach\'e4isch-\'c4olisch (z.B. auf Lesbos: Sappho)\par 2. Arkadisch-Kyprisch\par 3. Dorisch-Nordwestgriechisch\par 4. Ionisch-Attisch\par \par In den Schulen wird vor allem Attisch gelehrt, die Sprache der literarischen Bl\'fctezeit (Athen!), die auch sp\'e4ter als Ideal und literarisches Vorbild galt und \'fcber die gesamte Zeit von vielen Schriftstellern gekonnt nachgeahmt wurde (Attizismus). Sie war sogar noch Vorbild der gereinigten, zurechtgemachten neugriechischen Hochsprache, der Katharewusa, die 1829 als Staatssprache des neuen Griechenland bis fast auf den heutigen Tag den Gebildeten aufgen\'f6tigt wurde, aber im Gegensatz zur sich nat\'fcrlich entsprechenden Volkssprache (Dimotiki) Kunstprodukt\par blieb.\par \par Die anderen Dialekte, besonders das verwandte Ionische, lassen sich unter Kenntnis in Regeln zu fassender Unterschiede in Lautung und Form relativ leicht lesen. Die homerischen Epen stellen eine Mischung verschiedener Dialekte dar.\par \par Etwa zu Zeiten der Kriegsz\'fcge Alexanders des Gro\'dfen vereinigten sich die Dialekte zur Gemeinsprache, der Koin\'e9, u.a. Sprache des Neuen Testaments, aus der sich die neugriechische Volkssprache entwickelte.\par \par \par \par \par \par \par \pard\cf0\par } <DGun-djeihmi (Mayali) {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Aboriginalsprache ( >> Australische Spr. [1]) \par \fs28 \fs22\par \f1 KUN-WINJKU wird als Dialekt angesehen, da gegenseitig verst\'e4ndlich.\par \par Vokalbestand: a, e, i, o, u\par Diphthonge: ai, au, ayi, ei, eu, eyi, iu, oi, ou, ui\par Konsonanten: b ,d ,dj ,g ,h ,k ,l ,m ,n ,ng ,nj ,r ,rd ,rl ,rn ,rr ,w ,y -anlautendes ng oft kaum h\'f6rbar\par Lange Konsonanten: bb, dd, gg \par \par \b Polysynthetische\b0 Struktur: \par \cf1 abanmarneyawoihyiukyirrurndeng\par \cf0 12 3 4 5 6 7 8\par 1 ich \par 2 dann\par 3 f\'fcr\par 4 wieder\par 5 Honig \par 6 mit \par 7 zur\'fcck \par 8 Praesens \par \cf2 Ich bringe den Honig f\'fcr sie wieder zur\'fcck \par \cf0 (PR: die 3.Ps.Pl. erscheint in der Erkl\'e4rung nicht [?]) \par \par PR: wodurch wird in einer schriftlosen Sprache erkenntlich, das das ganze \b ein\b0 Wort ist?\par \tab Z\'fcgiges Sprechen erkl\'e4rt das nicht. Im Engl. u. Frz. treten zwischen den W\'f6rtern \par \tab eines Satzes oft starke Bindungen ein. Vielleicht sind die Elemente nicht selbst\'e4ndig \tab zu gebrauchen. \par \par Das \b Verbum\b0 hat 5 "Zeiten":\par Imperativ yiginjemen koch es!\par Pr\'e4sens yiginje du kochst es (gerade)\par vollendete Vergangenheit yiginjengi du hast es gekocht\par andauernde Vergangenheit yiginjeyi du kochtest es (gerade) \par Irrealis yiginjemeninj du hast es nicht gekocht \par \par \b Personalpronomen\b0 :\par wir\par zwei Personen Mehr als zwei Personen\par \par Angeredeten einschlie\'dfend ganire garrire\par Angeredeten ausschlie\'dfend anire arrire\par \par PR: hier f\'e4llt wieder das nicht seltene Ph\'e4nomen auf, dass sehr fr\'fche ("anarchische") oder "primitive" Spr. eine \'fcberaus differenzierte Formenbildung aufweisen, hinter der sich\par unsere modernen Spr. der "f\'fchrenden Nationen" nur verstecken k\'f6nnen. Von der allerf\'fchrendsten, "Englisch", ganz zu schweigen.\par \par \b Nomen:\par \par \b0 4 Klassen (Geschlechter):\par \par m\'e4nnlich na- nagohbanj alter Mann, narangem Junge, \par weiblich al- algohbanj alte Frau \par Gew\'e4chse an- anmim Saat, andjeuk Regenwolke, anyiuk Honig\par Sachen und Begriffe (Neutrum) gun- gunngei Name, gunboi Kochstein, gunbid Hand\b\par \par \b0 \par \b Quelle: \b0 Park Notes\b\par } .EvH/`vsi Hattisch +{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Kleinasiatische Sprache ohne erkennbare Zugeh\'f6rigkeit zu einem Sprachstamm, findet sich in den >> hethitischen Keilschrifttexten von Boghazk\'f6y und wird bisweilen irref\'fchrend als PROTO-Hethitisch bezeichnet, ohne mit dem Hethitischen verwandt zu sein. Bei den kurzen Texten handelt es sich um Ausspr\'fcche von Priestern.\par \par Vorsilben sind h\'e4ufig. \cf2 binu \cf3 Kind \cf1 bildet den Plural \cf2 l\'eabinu \cf3 Kinder\cf1 .\par \pard\cf0\par } 0 hv/Haussa{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red128\green128\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Afrikanische Sprache ( >> ) von unklarer systematischer Stellung ( Sudansprache ?), von manchen zu den (tschado)hamitischen Spr. gerechnet ( >> semitische Spr.), aber mit \'c4hnlichkeiten zu den Bantuspr.. So erinnern \cf2 mut\'fam\cf1 \cf3 Mensch\cf1 , \cf2 miji\cf1 \cf3 Mann\cf1 , \cf2 mache\cf1 \cf3 Frau\cf1 an das Pr\'e4fix der Menschenklasse (Swahili [ >> ]: \cf4 mtu\cf1 : Mensch, \cf4 mke\cf1 : Ehefrau). Allerdings ist die mit\cf2 m \cf1 anlautende erste Silbe im Haussa Teil des Wortstammes (geworden?). Andererseits sind viele semito-hamitische W\'f6rter wie im Swahili arabisches Lehen.\par \par Haussa wird von ca. 12 Millionen Menschen in Nordnigeria (Tschad, Niger, Volta) gesprochen und spielt vom Mittelmeer bis zum Golf von Guinea eine \'e4hnliche Rolle als Verkehrssprache wie Swahili in Ostafrika. Haussa ist neben anderen westafrikanischen Spr. ins Gullah, die angloneogroide Mischsprache der S\'fcdostk\'fcste der USA eingeflossen ( >> Keol-spr.).\par \par Es gibt zwei Hauptdialekte, \b S\'f3kota\b0 im Westen und \b Kano\b0 im Osten. Kano wurde von den britischen Kolonialherren gef\'f6rdert und ist die Grundlage der Schriftsprache Standard-Haussa. Geschrieben wird es mit lateinischen Buchstaben, die wie im Englischen ausgesprochen werden. In den 30er Jahren hatten die Engl\'e4nder den (gescheiterten) Versuch gemacht, die internationale Lautschrift zugrunde zu legen. Manche bedienen sich auch noch wie in fr\'fcheren Jahrhunderten der arabischen Schrift.\par \par Ich schreibe hier offenes \cf2 o\cf1 als \'f4, offenes \cf2 e\cf1 als \'ea, \'e2 ist langes \cf2 a\cf1 .\par \cf2 'b, 'd \cf1 bezeichnen harte Aussprache, \cf2 k'\cf1 ein hartes behauchtes k.\par \cf2 s\cf1 sprich stimmlos, \cf2 z\cf1 wie stimmhaftes s, \cf2 sh\cf1 sprich sch.\par \par Haussa ist wohlklingend und vokalreich.\par \par Es gibt zwei Geschlechter: m und f. Die meisten weiblichen W\'f6rter enden auf -\cf2 a\cf1 .\par Als (selten gebrauchter) bestimmter Artikel wird -\cf2 n\cf1 angeh\'e4ngt.\par Als unbestimmter Artikel dienen \cf2 w\'f4ni\cf1 (m),\cf2 w\'f4ta \cf1 (f), \cf2 w\'f4su\cf1 (pl.).\par Als eine Art Genitiv wird -\cf2 n\cf1 an das regierende m\'e4nnliche, -\cf2 n, -r, -t \cf1 an das regierende weibliche Substantiv angeh\'e4ngt. Der Dativ wird h\'e4ufig mit der Pr\'e4position \cf2 ga\cf1 oder \cf2 ma\cf1 (zu) umschrieben.\par Im Plural wird -\cf2 n\cf1 angeh\'e4ngt. (PR: -n scheint etwas \'fcberrepr\'e4sentiert, was die Unterscheidung sicher nicht einfach macht.) Daneben gibt es eine Reihe weiterer Pluralformen, oft zur Auswahl. Dennoch wird der Plural h\'e4ufig gar nicht ausgedr\'fcckt.\par Es kommt offensichtlich auch zu Stammver\'e4nderungen:\par \cf2 ido-n 'da \cf3 Auge des Kindes \cf2 idanu-n 'da \cf3 Augen des Kindes\cf1\par \par Es gibt eine gr\'f6\'dfere Anzahl der verschiedenen Pronomina, besonders auch als mit Verben verbundene Formen. \par Beispiele :\par \cf2 su na so-n sa \cf3 sie lieben ihn \cf1 Praesens I\par \cf2 su na so-n su \cf3 sie lieben sie \cf1 (pl.)\par \cf2 ba su so-n su \cf3 sie lieben sie nicht\cf1\par \cf2 ni ke so \cf3 ich liebe \cf1 Praesens II (mit vorgestelltem Objekt)\par \cf2 shi si ke so \cf3 ich liebe ihn\cf1\par \cf2 na so \cf3 ich liebte \cf1 Imperfekt (im gleichlautenden Perfekt\par \cf2 ba n so ba \cf3 ich liebte nicht \cf1 wird das Objekt vorangestellt)\par Es gibt eine gro\'dfe Zahl weiterer Verbformen. Das Futurum wird mit \cf2 za\cf1 , das Passiv mit \cf2 a\cf1 gebildet. Vorhanden ist ein "Habitualis" (pflegte zu ) usw.\par \par \b Satzbeispiele :\par \cf2\b0 t\'f4kare it\'e2tuan g\'f4ro biu masurauni-n nan, don kada \'edska shi kashe su!\par \cf3 St\'fctze diese zwei schwachen Kola-B\'e4umchen, damit sie der Wind nicht umweht!.\par \par \cf2 i na yi-n tsoro, don giwa ta t\'e2ka 'da-n \'faw\'e2na.\par \cf3 Ich f\'fcrchte mich, weil ein Elefant meinen Bruder zerstampfte\cf1 .\par \cf2\par b\'edndiga ba a gyara ta ba\cf1 . \cf3

Fußball

\par \tab

Ach wäre mir doch alles so\par \tab\tab unsagbar wurscht wie Fußball!(30.5.2001)


\par \cf1\par PR: Im Vergleich erscheint mir Swahili f\'fcr unseren Geschmack als wesentlich regelm\'e4\'dfiger und aus festen Bildungssilben agglutinierbar.\par \par \pard\cf0\par } 1 pv Hethitisch +{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red51\green153\blue102;\red153\green51\blue102;\red0\green0\blue255;\red102\green102\blue153;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 NESCHANISCH, NESISCH nach der alten Stadt Nescha, KANISISCH) \f1\'86\f0 : \f1 Kleinasiatische indogermanische Spache. Bekannt aus zahlreichen Denkm\'e4lern seit Beginn des \par -2. Jahrtausends. \par Indogermanisch sind haupts\'e4chlich die Formen, der Wortschatz kaum. 1887 wurden zwei Briefe in einer unbekannten Sprache in Tell El Amarna gefunden, die an den K\'f6nig eines Landes namens Arzawa gerichtet waren. Man sprach daher von Arzawa-Sprache. 1893 konnten einige Textfragmente in gleicher Sprache in Boghazk\'f6y erworben werden.\par Schon 1902 deckte der d\'e4nische Gelehrte eine auffallende Verwandtschaft der unverst\'e4ndlichen Texte mit den indogermanischen Spr. auf, obwohl das durch die Benutzung einer wenig f\'fcr die Sprache passenden Silbenschrift und durch viele eingestreute einsilbige sumerische und akkadische W\'f6rter kaschiert war. 1906 fand man in Boghazk\'f6y \'fcber 10000 Keilschrifttafeln, ein k\'f6nigliches Archiv, die meisten in der unverst\'e4ndlichen Arzawa-Sprache. Einige Tafeln im wohlbekannten Akkadisch lie\'dfen erkennen, dass es sich dort um die Hauptstadt des K\'f6nigreiches Hatti handelte. (Dennoch scheint diese heute Hethitisch genannte Sprache dort gar nicht gesprochen worden zu sein. Wenn damals Texte als hattili ("auf Hethitisch" ) zitiert wuden, handelt es sich immer um >> Hattisch. Schon deshalb bezeichnen einige Forscher die Sprache als \b Nesisch\b0 oder \b Kanisisch\b0 , doch ist die Bezeichnung Hethitisch zu fest eingeb\'fcrgert.\par Der einzige zweisprachige Text bestand nur aus 10 bzw. 6 Zeichen. Die Entzifferung gelang schlie\'dflich, weil in den Texten sehr viele synomyme oder erg\'e4nzende sumerische und babylonische W\'f6rter eingestreut waren, die von den Schreibern auf Grund ihrer Einsilbigkeit gleichsam als K\'fcrzel verwendet wurden (>>Sumerisch).\par \par 1915 erschien ein erster Abri\'df der Grammatik, der die Zugeh\'f6rigkeit zu den indogermanischen Spr. zweifellos best\'e4tigte.\par \par Das Nomen hat 6 Kasus (mit Ablativ und Instrumental), nebst einem Vokativ\par (gleich dem blo\'dfen Wortstamm).\par Nom. Sg. -\cf2 s\cf1 (vgl. gr. \cf3 l\'f3gos\cf1 , lat. \cf4 m\'f4ns\cf1 )\par Gen. -\cf2 as\cf1 (vgl. gr. \cf3 h\'f4ras\cf1 , lat. \cf4 [pater] familias\cf1 )\par Dat. -\cf2 i \cf1 (vgl. gr. \cf3\'e9ari\cf1 , lat. \cf4 homini\cf1 )\par Akk. -(\cf2 a)n \cf1 (vgl. gr. \cf3 h\'f4ran\cf1 , lat. \cf4 feminam\cf1 )\par Abl. -\cf2 z (-ts\cf1 ) (vgl. adverbiales -\cf2 t\'f4s \cf1 (gr.), -\cf4 tis\cf1 (lat.))\par Instr. -\cf2 it\par \cf1\par Es gibt nur zwei Geschlechter: belebt und unbelebt. Adjektive mit unbelebtem Genus werfen im Nominativ und Akkusativ die Endung (-\cf3 s, -[a]n\cf1 ) ab.\par \par Die Deklination des Plurals zeigt weniger \'c4hnlicheit mit anderen indogermanischen Spr.. Ein Dual fehlt.\par \par Die enklitischen (angeh\'e4ngten) Personalpronomina \cf2 mu\cf1 \cf5 mir\cf1 , \cf2 te \cf5 dir \cf1 und \cf2 si \cf5 ihm \cf1 erscheinen wiederum ausgesprochen indogermanisch.\par \par Der aktive Verbstamm kann ohne ersichtlichen Bedeutungsunterschied in zweierlei Weise konjugiert werden. Der eine Modus erinnert an die griechischen Verben auf -\cf3 m\cf1 i:\par 1.Ps.Sg. (\cf5 ich\cf1 ) -\cf2 mi\cf1 (gr. -\cf3 mi\cf1 )\par 2.Ps.Sg. (\cf5 du\cf1 ) -\cf2 si\cf1 (gr. -\cf3 s\cf1 )\par 3.Ps.Sg. (\cf5 er\cf1 ) -\cf2 tsi (-zi) \cf1 (gr. -\cf3 si\cf1 )\par 1.Ps.Pl. (\cf5 wir\cf1 ) -\cf2 weni\cf1 (gr. -\cf3 men\cf1 )\par 1.Ps.Pl. (\cf5 ihr\cf1 ) -\cf2 teni \cf1 (gr. -\cf3 te\cf1 )\par 1.Ps.Pl. (\cf5 sie\cf1 ) -\cf2 ntsi \cf1 (dorisch -\cf3 enti\cf1 )\par \par Der zweite Modus \'e4hnelt (weniger) dem Perfekt anderer indogermanischer Spr..\par \par Zu den wenigen an indogermanische erinnernden W\'f6rtern geh\'f6ren \cf2 w\'e2tar\cf5 Wasser\cf1 ,\par \cf2 genu \cf1 (= lateinisch) \cf5 Knie\cf1 und \cf2 kwis \cf1 (\cf5 wer\cf1 , lat. \cf6 quis\cf1 ). \par \par In hethitischen W\'f6rten hat sich ein \cf2 h\cf1 erhalten, wo in anderen Spr. ein Guttural ("Laryngal") verloren gegangen sein mu\'df, z.B. \cf2 pahhur \cf1 (\cf5 Feuer\cf1 , griech. \cf3 pyr\cf1 ), \cf2 hastai \cf1 (\cf5 Knochen\cf1 , gr. \cf3 ostoun\cf1 , lat. \cf4 os\cf1 ), \cf2 hanti \cf1 (gegen\'fcber gr. \cf3 ant\'ed\cf1 ).\par \par Vielleicht wurde Hethitisch durch Tabalisch als Nachfolgesprache abgel\'f6st.\par \par \pard\cf0\par } 2@0v@/ Hilfssprachen {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\fs22 Zur Erleichterung internationaler Verst\'e4ndigung geschaffene >> Planspr., die durch Rationalit\'e4t oder Vereinfachung die Sprache leichter erlernbar machen sollen als die >> Ethnospr: in ihrem historisch resultierenden Wildwuchs. Es wird h\'e4ufig auch beabsichtigt, dass sie "neutral" gegen\'fcber nationalsprachlicher bzw. nationaler Eigenheit und Dominanz sein sollen. \par Die Rationalit\'e4t kann und k\'f6nnte auch Gebrauchseigenschaften wie Genauigkeit und Sch\'e4rfe verbessern.\par Die Bezeichnung Hilfsspr. wird von Anh\'e4ngern von Plansprachen heute noch entschiedener abgelehnt als >> Kunstspr.\par \pard\cf0\par } 3 Ov / Hurritisch +{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0 Kleinasiatische Sprache, zu den (>>) Asianiden-Spr. gerechnet. Sie findet sich (reichlich) in den sonst vorwiegend >> hethitischen Keilschrifttexten von \f1 Boghazk\'f6y, in einem \'fcber 500 Zeilen langen Brief in der \'e4gyptischen Hauptstadt Tell el Amarna (ca. \par -1400), in Tell Hariri, dem alten Mari, am mittleren Euphrat ( um -1750) und in einer Konsonantenschrift in Ras Schamra (Ugarit) an der syrischen K\'fcste.\par \par Ihr direkter Nachkomme ist VANNISCH oder KHALDISCH, die Inschriftensprache des\par K\'f6nigreiches Urartu (in assyrischer Keilschrift, -7. Jh.). Vielleicht besteht eine Verwandtschaft zu den wenig bekannten Spr. des Kaukasus.\par \par \'dcppiger Gebrauch von Suffixen unterscheidet es grundlegend vom >> Hattischen.\par \par \par \pard\cf0\f2\fs22\par } 88mI@̮ Indianerspr. {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Courier10 BT;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\lang1031\i\fs32 Die Aufstellung ist noch in Arbeit\par \cf2\i0\fs22\par Die Indianerspr. sind neben den Eskmo-aleutischen Spr. die einzigen autochtonen Spr. Amerikas. Diese werden entweder einbezogen oder (wie hier) zu den (>>) pal\'e4oasiatischen Sprachen gez\'e4hlt.\par \par \fs28 Gliederung\par \b\fs24 Nordamerikanische Sprachen in Kanada, USA und Nordmexiko\par \b0\fs22 Die einzelnen Sprachgruppen gelten als nicht verwandt. Versuche, mehrere Gruppen zusasmmenzufassen, sto\'dfen auf gro\'dfe Skepsis. \par \fs20 In Klammern dahinter gesetzt sind die (zur\'fcckgehenden!) Sprecherzahlen j\'fcngerer Sch\'e4tzung\par \fs22\par = Na-Dene-Spr.\par == Athabaskische (Athapaskische) Spr.\par === s\'fcdliche oder Apache-Gruppe (11000)\par ==== \f1 Navajo\f0 (>>) (\f1 Navaho\f0 ) \par ==== \f1 Western Apache\f0\par === n\'f6rdliche Gruppe (Kanada) \fs20 (enge Kontakte bedingen flie\'dfende Sprachgrenzen)\par \fs22 === pazifische Gruppe (\'86)\par ==== \f1 Chipewyan\f0 (4000)\par ==== \f1 Slave\f0 (4000)\par == \f1 Eyak\f0 \'86\par == \f1 Tlingit\f0 (2000)\par == \f1 Haida\f0 (300)\par = Mosan-Gruppe:\par == Salish-Spr. (2500)\par === \f1 Flathead-Kalispel \f0 (800)\par === \f1 Shuswap \f0 (500)\par === \f1 Halkomelem\f0 (500)\par == Wakash-Spr. \'e4hneln typologisch den Salish-Spr.\par === \f1 Kwak`Wala (Kwakkwiutl) \f0 (1000) \par === \f1 Nootka\f0 (500)\par === \f1 Bella Coola \f0\fs20 entfernter verwandt\fs22\par === \f1 Nuxalk\f0 \fs20 entfernter verwandt \fs22 (150)\par .....\par = Algonkin-Spr. (NW Von Kanada und USA)\par == Blackfoot (10000)\par == Micmac (10000)\par == Ojibwa (Chippewa) (50000)\par == Cree-Montagnais-Naskapi-Dialektkontinuum (50000)\par = Penuti-Spr. ()\par == Wintu (Kalifornien)\par == Maidu "\par == Yokuta "\par == Mirdok "\par \fs20 auch Oregon u. Washington:\par \fs22 == Coos Penuti-Sprache im weiteren Sinne \par == Takelma " " " " "\par == Klamath " " " " "\par == Sahaptin " " " " "\par == Yakima " " " " "\par == Nez Perce " " " " "\par == Chinook\par == Tsimshian (?, wohl eher eine isolierte Sprache) (4000)\par = Hoka-Sioux-Spr.\par \fs24 == Yuma-Spr. (2500) (s\'fcdl. Kalif., westl. Arizona)\par === Hawasupai-Walapai-Yavapai\par === Mohave\par === Maricopa \par == Karok (aussterbender Zweig)\par == Yana " "\par == Pomo " "\par == Seri " "\par == \f1 Tlapanekisch\f0 (Mexiko, Zugeh\'f6rigkeit umstritten)\par == \f1 Tequistlatekisch\f0 (\f1 Oaxa Chontal\f0 ; 8000)\par == \f1 Jicaque\f0 (Hondurads, Zugeh\'f6rigkeit umstritten)\par = \fs22 Sioux-Spr.\par \fs24\par \par \b Mesoamerikanische Sprachen\par S\'fcdamerikanische Sprachen\par \cf1\fs28\par \cf2\fs24\par \'c4ltere Gliederungen \b0 s. unter der nachstehenden Childnote\par \b\fs28\par \b0\fs22\par \cf0\b \par \par \par \cf2\fs28 Schicksal der Indianersprachen\cf1\par \cf0\b0\fs22 ,,, 200 Indianerspr: in den USA und Kanada sind gef\'e4hrdet.(au\'dfer Navaho, Kriisch und Anishnaba (Odschibweisch)...\par \par \par \par >> Navajo\par } +C Сltere Einteilungen {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\lang1031\b\fs24 (Rein) regionale Gliederung nach \i F.N. Finck \b0\i0 (S. 68),teilweise erneuert:\b\par \cf0 = Nordpazifische Region\par = Nordatlantische Region\par \b0\fs22 == athapaskischer Sprachstamm\par === n\'f6rdlicher Zweig ...\par === westlicher Zweig ...\par === s\'fcdlicher Zweig\par \tab 3 Gruppen, daruner Apatschi, Nawajo (>>)\par == algonk(in)ischer Sprachstamm\par === n\'f6rdlicher Zweig:\par \tab Algonkin, Tschippewe, Odschibwe, Kri, Pottawattomi, Ottawai, Saulteux, \par === s\'fcd\'f6stlicher Zweig:\par \tab Mikmaki, Abenaki, Passamokwodi, Delawari (=Lenapei), Skoffi, Ssekofi, Melisiti, \tab Massatschusseti, Mohikan, \tab Manhattan, Nantikoke, Pamptiroke,\par === s\'fcdwestlicher Zweig: \par \tab Menemoni, Piegani, Arapahoi, Tschejenne, Illinoisch, Kaskaskiai, Weai, Kikapui, \tab Miami, Ssaki. Ottogami, \tab Piankaschau. Schaui,\par == irokesischer Sprachstamm ...\par == Sioux- oder Dakota-Sprachstamm ...\par == muskogeischer Sprachstamm ...\par == koalwitekischer Sprachstamm ...\par == kaddoischer Sprachstamm ...\par \b\fs24 = zentrale Region\par \b0\fs22 == uto-aztekischer Sprachstamm ...\par == Maja-Sprachstamm\par == Otomi-Sprachstamm\par == sapoteko-mischtekischer Sprachstamm\par == mischeischer oder sokeischer Sprachstamm\par == tschapanekischer Sprachstamm\par == matagalpaischer Sprachstamm\par == ulwaischer Sprachstamm\par == isolierte Spr. der zentralen Region\par \b\fs24 = Amazonasregion\par \b0\fs22 == Tupi-Sprachstamm\par == arowakischer Sprachstamm\par == karaibischer Sprachstamm\par == tapujaischer oder gessischer\par == kleinere St\'e4mme und isolierte Spr. der \fs24 Amazonasregion\par \b = Pampasregion\par = Anden- und s\'fcdpazifische Region\b0 , \fs22 z.B. Ketschua (>>)\b\fs24\par \b0\fs22\par (\fs20 PR: einige der in ungebr\'e4uchlichen Adjektiven und heute nicht mehr \'fcblicher Schreibweise angegebenen Sprachst\'e4mme habe ich substantiviert, z.B Sioux statt \'dfiuisch (sic!). Bei den einzelnen Spr. habe ich das ewige -ische [so gut wie ganz] eingespart und statt dessen einfach die Stammesbezeichnungen (?) verwendet. Um die Liste nicht un\'fcberschaubar lang werden zu lassen, sind die einzelnen Stammesnamen einfach hintereinander aufgef\'fchrt, ohne dass ihnen wie in den anderen Zusammenstellungen dieser Art eigene Zeilen zugewiesen wurden.\par \par \cf1\b\i\fs24 E.Sapir \i0 unterschied demgegen\'fcber 6 Hauptgruppen in Nordamerika:\par \cf2\b0\fs22 (= Eskimo-aleuitsch ( meist zu den pal\'e4oasiatischen Spr.gerechnet)\par = Nadena (Na-Dene)\par = Hoka-Sioux-Spr.\par = Algonkin-Wakasch\par = Penuti\par = Tano-Uto-Aztekisch\par Die beiden letzten werden bisweilen mit der mittelamerikanischen Gruppe Maya-Soke zusammengefasst.\par \par \cf1\b\i\fs24 Greenberg\cf2\i0\fs22 \b0 fasste alle Indianersprachen au\'dfer den Na-Dene-Sprachen (Eyak \'86, Tlingit, ggf. auch Haida), die genetische Beziehungen zu den Sino-Tibetischen Sprachen aufweisen, zu einer \'dcbergruppe "Amerindisch" zusammen. Dieser Versuch stie\'df allgemein auf Ablehnung.\par \par \par \cf0\par } D@Sm`9/ Indische Spr.{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (Indogermanische Spr. Indiens)\par \par Gliederung:\par (-INDISCH als fiktive Ursprache)\par -ALTINDISCH:\par --VEDISCH seit ca -2000 \par --SANSKRIT:\par --- episch (vorklassisch)\par --- klassisch seit ca -400 (keine gesprochene Sprache)\par -MITTELINDISCH: bis 5.Jh. n.\par \f1 --Dialekte der Inschriften K\'f6nig Atokas \par (-)G\'c2TH\'c2-Dialekt ("gemischtes Sanskrit")\par --PRAKRIT(-Spr.) als ALT-PRAKRIT und MITTEL-PRAKRIT\par ---MAH\'c2R\'c2SHTRI (\'c2RSHA) \par ---SHAURASENI\par ---M\'c2GADHI\par ---->>P\'e2li (wegen seiner Bedeutung oft neben die Prakrit-Spr. gestellt)\par -SP\'c4TMITTELINDISCH:\par --Apabra\'e2sa-Dialekte (Verfallsdialekte)\par NEUINDISCH etwa seit 1200 \par --HINDUSTANI veraltete gemeinsame Bezeichnung\par ---HINDI \par ---URDU\par --BENGALI\par --MARATHI\par --PANDSCHABI (PANJABI)\par --RADSCHASTHANI (RAJASTHANI)\par --GUDSCHARATI (GUJARATI)\par --ORIJA URIJA)\par --BIHARI\par --Spr. DER SINTI UND ROMA (ROMANI)\par \pard\cf0\par } E_m@#Indoeuropische Spr. {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (INDOGERMANISCHE, INDOKELTISCHE) Spr.:\par Eine indoeurop\'e4ische (Ur)sprache mu\'df angenommen werden. Seit 1786 (William Jones) laufen die Bem\'fchungen um ihre Rekonstruktion. Sie wurde etwa von -3000 bis kurz nach -2000 gesprochen.\par \par Der Sitz ihrer Sprecher ist umstritten und pflegt heute nicht so weit nach Osten verlegt zu werden wie fr\'fcher. Die Lokalisierung wird teilweise nach dem gemeinsamen Sprachbestand versucht. So gibt es \'fcberall einen Vorl\'e4ufer f\'fcr "Fisch", aber nicht f\'fcr "Meer". Folgerungen einer linguistischen Pal\'e4ontologie, die auch mehr f\'fcr ein viehz\'fcchtendes Steppenvolk zu sprechen scheinen, m\'fcssen aber mit Vorsicht behandelt werden: Es gibt gemeinsame W\'f6rter f\'fcr Herz, Leber und Milz, aber nicht f\'fcr Magen. Andererseits ist festzustellen, dass das Germanische zu den urt\'fcmlichsten, archaischsten indoeurop\'e4ischen Spr. geh\'f6rt und die meisten gemeinsamen Wortwurzeln besitzt. \par Gemeinsame Neuerungen anderer (protoanatolischer) Spr. fehlen im Germanischen, als seien ihre Sprecher gemeinsam fortgezogen (PR: oder haben dort nie gesessen). Auch arch\'e4ologisch wird das Bestehen eines Kontinuums in Nordeuropa gest\'fctzt (z.B.Schnurkeramik). Im Bereich von Skandinavien bis nach Griechenland, von Spanien bis an den Don lassen sich keine \'e4lteren vorindogermanischen Sprachschichten nachweisen (Alteuropakonzeption). Hier w\'e4ren ein Urkeltisch, Urgermanisch und Urbaltisch mit einem Kontinuum mindestens seit dem Mesolithikum zu lokalisieren (H\'e4usler 1992).\par \par Eine fr\'fchere Gro\'dfgliederung in westliche Kentumspr. (Keltisch, Germanisch, Italisch, Griechisch, Hethitisch, Tocharisch) und \'f6stliche Satemspr. (vgl. lat.centum, altiran.(avestisch) satem = 100; lat. decem, russ. dess'at' = 10; gr. kardi\'e1 = Herz, russ. sserdze =Herz) st\'fctzte sich auf ein zu vereinzeltes und nicht durchgehend g\'fcltiges Merkmal, um heute noch Anerkennung zu finden.\par \par Gliederung (nach Wendt):\par = >> Griechisch\par = >> Italische und >> Romanische Spr.\par = >> Germanische Spr.\par = >> Keltische Spr.\par = >> Indische Spr.\par = >> Iranische Spr.\par = ARMENISCH\par = SLAWISCHE Spr.\par = >> Baltische Spr.\par = ILLYRISCH\par = ALBANISCH\par = >> Hethitisch (Neschanisch, Nesisch)\'86\par = Hieroglyphen-Hethitisch [ >> Tabalisch] \'86\par = >> Luwisch \'86\par = LYKISCH (>> Luwisch) \'86\par = >> Mitannisch \'86\par = Palaisch \'86\par = >> Tocharisch \'86\par \pard\cf0\par } lP Ingwonisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red255\green0\blue255;\red127\green127\blue127;\red127\green0\blue0;} \uc1\pard\f0\fs22 Germanische Sprachgruppe (Nordseegruppe), die (neben zwei anderen Sprachgruppen) wesentlich an der Entstehung der s\'fcdgermanischen ( = westgermanischen) Spr. (Deutsch, Niederl\'e4ndisch >>, Friesisch >>, Englisch)\f1 \f0 beteiligt war (>> Germanische Spr.).\par Charakteristisch sind folgende Lauterscheinungen "Ingw\'e4onismen":\par 1) n f\'e4llt vor stimmlosen Reibelauten aus: \cf1 uns\cf0 : \cf2 us\cf0 , \cf1 f\'fcnf\cf0 : \cf2 five\cf0 , \cf1 Gans\cf0 : \cf2 goose\cf0 , \cf3 G\'f6ssel\cf0 , \par \tab Hochdeutsch ist nicht betroffen, Niederl\'e4ndisch z.T.(\cf4 vijf \cf0 aber \cf4 ons\cf0 ); Friesisch und \tab Englisch geh\'f6ren dagegen zu den ingw\'e4onischen Spr.. \par 2)Konsonanten werden weitgehend palatisiert: \cf1 Kinn\cf0 : \cf2 chin\cf0 , \cf1 Tag\cf0 : \cf2 day\cf0 : fries, \cf5 dei\cf0 ,\cf1 lag\cf0 : \cf2 lay\cf0 , \par \tab\cf1 Kirche\cf0 :fries. \cf5 tsjerke, \cf1 Magd\cf5 : \cf1 M\'e4dchen\cf5 , \cf1 Br\'fccke\cf5 : \cf2 bridge\cf5 , \cf1 Ecke\cf5 : "\cf2 edge\cf5 ", \cf1 Strecke\cf5 : \tab\cf2 stretch, \cf1 Dunst\cf0 : "\cf2 dust\cf0 "\par 3) \'fc > i: oft mit 2 kombiniert \cf1 Br\'fccke\cf5 : \cf2 bridge, \cf1 M\'fccke\cf2 : midge, \cf1 R\'fccken \cf2 : ridge\par \cf0\par Sie finden sich im Friesischen im Unterschied zum Niederdeutschen (Platt!) und Englischen, doch kommen auch hier Ingw\'e4onismen vor (Engl. bridge, goose, us usw.), deutsch (M\'e4dchen neben Magd).\par } b@x xIranische Spr.2{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 Sie geh\'f6ren zu den >> \b Indoeurop\'e4ische\b0 n \b Spr.\par \par \b0 Man vergleiche die Zahlen:\par Persisch Paschtu (in Afghanistan)\par \par 0 sefr (vgl."Ziffer") \par 1 j\'e4k (yak) jau\par 2 du (do) dwa\par 3 se dre \par 4 tshah\'e4'r calor\par 5 p\'e4nd^g (grieg. penta, vgl. Punsch) pindz\super e\nosupersub\par 6 shesh ^shpazh.\par 7 h\'e4ft (griech. hepta) ow\super e\nosupersub\par 8 h\'e4sht (hasht) at\super e\nosupersub\par 9 nuh (noh) n\super e\nosupersub h \par 10 d\'e4h (dah) las\par \par \b\par \b0 =\b \b0 Altiranisch\par == \b Altbaktrisch \b0 (\b Awestisch\b0 ) \'86\par == \b Altpersisch \b0\'86 >>Persisch\par == Medisch(er Dialekt) \par == weitere Dialekte, aus denen die anderen mitteliranischen Sprachen entstanden sind\par = Mitteliranisch \'86 \par == \b Mittelpersisch\b0 (\b Pahlewi\b0 ) >>Persisch\par = Neuiranisch\par === (s\'fcd)westliche Gruppe\par ==== \b Neupersisch \b0 (\b Farsi\b0 ) >>Persisch\par ==== \b Dari\b0\par ==== \b Tadschikisch\b0\par ==== \b Kurdisch \b0 (Kurmandschi)\par ==== \b Balutshi \b0\par ==== \b Tat\b0\par ==== \b Talisch\b0\par === \'d6stliche Gruppe\par ==== \b Paschto \b0 (Puschtu. Pakhto)\par ==== Pamirdialekte\par ==== \b Ossetisch\b0 , leitet sich vermutlich aus dem wohl dem Altiranischen eng verwandten \b Altskythisch\b0 en \'86 ab\par \par \par } FNmX#Isolierende Spr. {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 (AMORPHE SPR., WURZELSPR.)\par \f1 Spr., deren W\'f6rter im Satz unver\'e4ndert bleiben und deren Beziehung untereinander durch die Wortstellung, Gruppierung und Pausen oder Wiederholung (z.B. zur Pluralbildung) ausdr\'fccken. Sind die W\'f6rter erweiterbar, dann nur\par im Zuge der Wortbildung, die allerdings grammatische Funktionen andeuten kann (z.B. Verb oder Substantiv). Die Verwendung isolierter Elemente, die auf die Zusammenh\'e4nge der W\'f6rter im Satz hinweisen (z.B. \'e4hnlich Pr\'e4positionen) sprengt die Definition nicht.\par Allerdings ist, besonders bei schriftlosen Spr., schwer zu entscheiden, ob es sich dabei um getrennte W\'f6rter oder Agglutinate handelt. (Vgl. >> EWE.)\par \par H\'e4ufig, aber nicht zwingend, sind die W\'f6rter einsilbig, oder werden als einsilbig aufgefa\'dft. Eine Beschr\'e4nkung auf einsilbige Wortwurzeln engt die Anzahl unterscheidbarer Elemente auf wenige Hundert ein. Eine hohe Synonymik ist fast unvermeidlich die Folge. (Um das Gemeinte zu verdeutlichen: In Turboprop und dedeersch Agitprop bedeutete prop Grundverschiedenes.)\par Fast notwendigerweise wird die Anzahl der unterscheidbaren Bedeutungstr\'e4ger durch die Verwendung verschiedener Tonh\'f6hen, steigenden, fallenden oder steigend-fallenden Tones erh\'f6ht.\par \par Der weit verbreitete Irrtum, eine defizit\'e4re Morphologie (Formenlehre) mache eine Sprache leicht erlernbar, wird selbst bei fehlender Bedeutungstonalit\'e4t durch das sehr formenarme Englisch widerlegt. Die Formenlehre wird durch eine schwierige und schwer in Regeln zu fassende, von Fall zu Fall abweichende Syntax bzw. Idiomatik ersetzt. Man mu\'df unz\'e4hlige Redewendungen lernen und kann zur Begr\'fcndung ihrer F\'fcgungen meist nur sagen, dass es nun mal so sei und man eben so sage. PlanSpr. wie E. sind daher gut beraten, auf das Notwendige reduzierte Formen einzuf\'fchren, ohne verschiedene Deklinations- und Konjugationsweisen und Ausnahmen, und erreichen durch konsequente Kombination dieser wenigen Elemente eine F\'fclle von Ausdrucksnuancierungen, die nationalen Spr. fehlen oder wenigstens dort nicht durchgehend vorhanden sind und deren Bedeutung f\'fcr den Kenner der Formelemente sich gleichsam aus sich selbst erkl\'e4rt.\par \par \cf0\par } mXp. Italienisch{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\froman Times New Roman;}} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Romanische Sprache (>>)\par \par \f1\'dcber die italienische Sprache ist dem Gebildeten und der Wissenschaft so viel bekannt, dass sich ein allgemeiner \'dcberblick er\'fcbrigt bzw. \'fcberm\'e4\'dfig ausufern m\'fc\'dfte.\f0\par \par Hier werden also nur einzelne zerstreute Angaben gesammelt werden.\par \f2\par } G/m)$Italische Spr. {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 ITALISCHE Spr. urspr\'fcnglich auf die Apenninhalbinsel beschr\'e4nkter Sprach-\par stamm mit den\par Oskisch-Umbrischen Spr. ( >> Oskisch, >> Umbrisch)\par und den LATINO-FALISKISCHEN Spr..\par \par Aus der sp\'e4ten Volkssprache des weitaus bedeutendsten Vertreters, dem VULG\'c4RLATEIN haben sich die >> Romanischen Spr. entwickelt, die weit \'fcber das Ursprungsgebiet herausreichen und sich nur schlecht unter die Italischen Spr. (selbst i.w.S.) subsummieren lassen. Manche Merkmale romanischer Spr.twicklung sind im Oskisch-Umbrischen Zweig gleichsam vorweggenommen, so au > o (vgl. lt. aurum, ital. oro: Gold). Die Vokale erweisen sich als st\'e4rker (zu fl\'fcchtigen, "mittleren") Murmelvokalen abgeschliffen ("zentralisiert"). Latein erscheint dagegen eher "archaisch(er)".\par \par Eine "fundamentale Z\'e4sur" (Pallottino S.160) in Richtung auf eine universelle Latinisierung stellt die allgemeine Verleihung des r\'f6mischen B\'fcrgerrechtes ab -990 dar. Aber die anderen italischen Spr. wurden bis an die Kaiserzeit\par heran noch vielenorts in Italien gesprochen.\par \par \pard\li80\qc - . -\par \pard\li80\par Vielfach wird angezweifelt, dass Latein mit den oskisch-umbrischen Spr. n\'e4her verwandt ist als mit anderen indogermanischen Spr. und mit ihnen eine urspr\'fcngliche Verwandtschaftsgruppe bildet. Die zahlreichen \'c4hnlichkeiten\par werden dann durch Nachbarschaft und Austausch erkl\'e4rt. Allerdings erscheint das in bezug auf Analogien in der Formenlehre eher unwahrscheinlich. Den Vertretern einer Gleichabst\'e4ndigkeit der Gruppen scheinen Latein wie die oskisch-umbrischen Spr. zusammen mit den keltischen Spr., aber auch den germanischen und balto-slawischen Spr. zu einer "Westgruppe" der indogermanischen Spr. zu geh\'f6ren. Andererseits bestehen, jedenfalls im Wortschatz, viele Beziehungen zum Griechischen, das nicht zur Westgruppe gez\'e4hlt wird. \'dcber das ganze F\'fcr und Wider und widerspr\'fcchliche Hin und Her, das mehr den Philologenehrgeiz, eigene neue Hypothesen aufzustellen, widerzuspiegeln scheint, vgl. Palmer.\par \par PR: M\'f6glich ist eigentlich dreierlei:\par - beide Gruppen sind erst in Italien aus einer gemeinsamen italischen Ursprache der Einwanderer entstanden,\par - beide Gruppen sind verwandt und bildeten bereits vor der "gemeinsamen" Besiedlung Italiens eine abgrenzbare \tab Gruppe verscheidener Spr.,\par - beide Gruppen sind nicht urspr\'fcnglich enger verwandt. Es handelt sich um getrennte Einwandererz\'fcge. \tab\'c4hnlichkeiten haben sich erst sekund\'e4r durch die enge Nachbarschaft, Austausch, vielerlei Beziehungen und \tab\'dcbernahme von "Errungenschaften" samt der Termini und herausgebildet. (Analogie statt Homologie, um \tab ein entsprechend in der Biologie gebr\'e4uchliches Alternativschema zu gebrauchen.)\par \par \pard\cf0\par } _#XtJmQPDirJamaika-Kreolisch6{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Trotz der gemischten Herkunft der Bev\'f6lkerung ist die Sprache erstaunlicherweise fast vollst\'e4ndig englisch basiert. \par Es ist keine Schriftsprache. Es gibt aber schriftstellerische Versuche. \par Annette K\'fchnel ("Patois f\'fcr Jamaika". Kauderwelsch Band 59) transkribiert es (erstmals) in Deutsch, was fast wie Phonenglisch anmutet:\par \par \cf1 Di tiicha rait gud-gud \cf2 Der Lehrer schreibt sehr gut\par \cf1 Di bi\'e9bi sick \cf0 \cf2 Das Kind ist krank\cf0\par \cf1 Di gial sing swiiet\cf0 \cf2 Das M\'e4dchen singt sch\'f6n\par \cf1 Mi tek mi taim \cf0 \cf2 Ich lasse mir Zeit \par } | #XyrJiwarlic{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}{\f2\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Aboriginalsprache ( >> Australische Spr. [1]) (COMRIE S. 117) \par \b\fs24\par \b0\f1\fs22\par \f0\fs14 (1\fs22 ) -\cf1 nha \cf2 Objekt-Endung bei Objektpronomen, Menschen und Tieren .\par \fs14 (2) \fs22 Andere (auch Pflanzen, z.B. \cf1 jurla\cf2 \cf3 Baum)\cf2\fs14 \fs22 ohne Objektendung \par \cf1 ngathanha \cf3 mich \cf2\par \par Es werden \fs14 (3)\fs22 transitive \fs14 \fs22 (wenn 2silbig -\cf1 ngku\cf2 , wenn 3- und mehr-silbig -\cf1 lu\cf2 ) und \fs14 (4) \fs22 intransitive Subjekte (ohne Endung) unterschieden. \fs14 (5)\fs22 Einzige Ausnahme ist \cf3 ich \cf2 , (immer) \cf1 ngatha. \cf2\par Dadurch ist die Wortstellung frei.\par \par Pluralendungen sind:\par -\cf1 kutharra\cf2 \cf3\f2 \f0 2 \cf2 (Dual)\par \cf1 -martu \cf2 \cf3 einige\cf2 ("\cf3 kleine Gruppe\cf2 ")\par \cf1 -nyjarri \cf2 \cf3 viele\cf2\par \par \f2\'c4hnlich wie im Ugrofinnischen gibt es angeh\'e4ngte Postpositionen:\par -\cf1 ngka \cf3 mit\par -\cf1 rla\cf3 zu ... hin\par \cf1 -parnti\cf3 von ... weg\par \cf1 -wu \cf3 geh\'f6rend zu \par \par \cf2 Vorsilben dagegen sind:\par \cf1 jaka\cf3 besitzend\par \cf1 yirra\cf3 mangelnd\par \par \par \cf2\ul\fs24 Satzbeispiele\ulnone : \b\par \cf1\b0 ngatha parlirrinyja \cf3 Ich kam zur\'fcck \cf2\fs14 5\par \cf1\fs24 ngatha jurla nhanyanyja \cf3 Ich sah einen Baum \cf2\fs14 5, 2\par \cf1\fs22 thungku ngathanha nhanyanja \cf3 Der Hund sah mich \cf2\fs14 3, 1\par \par \fs28 ...... wird fortgesetzt!\cf1\par } @ctK {/rv@TKafrisch{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 KAFIR, XOSA, KOSA): >>Bantusprache der S\'fcdostgruppe.\par \par X ist ein lateraler Schnalzlaut (mit folgendem k).\par \par \pard\cf0\par } [0<|@Keltische Spr.wb{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red153\green204\blue0;\red255\green0\blue255;\red0\green0\blue255;\red128\green128\blue0;\red255\green102\blue0;\red255\green204\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 geh\'f6ren zu den >>indoeurop\'e4ischen Spr.. und wurden fr\'fcher zu den KentumSpr. gerechnet.\par \par Keltische W\'f6rter sind ohne Unterschied der jeweiligen Sprache \cf2 rot\cf1 geschrieben\par \par Der indoeurop\'e4ische Ursprung wird dem Laien am leichtesten an den Zahlen evident. Sie zeigen auch die Zugeh\'f6rigkeit zu der aufgegebenen Gro\'dfgruppe der KentumSpr.. \par \par 10 100 10 100\par bretonisch \cf2 dek kant \cf1 vgl. lat. \cf3 decem centum\cf1\par walisisch \cf2 deg cant\cf1\par kornisch \cf2 d\'eak cans\cf1\par irisch \cf2 deich c\'e9ad\cf1\par schottisch \cf2 deich ceud\cf1\par Manx \cf2 jeih keead\par \par \cf1 (Es wird behauptet, die Gallier bedienten sich eines duodezimalen Zahlensystems [Basis 20], tats\'e4chlich werden die Vielfachen von 20 gez\'e4hlt:\par \par bretonisch \'a6 walisisch \'a6 irisch \'a6 vgl. lat.\par .......... . . .\'a6........ .....\'a6............... .....\'a6...........\par 20 \cf2 ugent \cf1\'a6 \cf2 ugain \cf1\'a6 \cf2 fiche \cf1\'a6 \cf3 vigint\cf1 i\par 40 \cf2 daou-ugent \cf1\'a6 \cf2 daugai\cf1 n\'a6 \cf2 daichead\cf1 \'a6\par 60 \cf2 tri-ugent \cf1\'a6 \cf2 trigain\cf1 \'a6 \cf2 tr\'ed fichid \cf1\'a6\par 80 \cf2 pevear-ugent\cf1\'a6 \cf2 pedwar ugain\cf1\'a6 \cf2 cheitre fichid \cf1 | \par \par 30 hei\'dft walisisch \cf3 dek ar hugain\cf1 , 50 \cf3 dek a daugain \cf1 (10 +20, 10+30) usw.\par Die entsprechenden franz\'f6sischen Verh\'e4ltnisse [70: \cf4 soixante-dix\cf1 , 80: \cf4 quatre-vingt\cf1 , 90: \cf4 quatre-vingt-dix\cf1 , 98: \cf4 quatre-vingt-dix-huit\cf1 ] werden auf die g\'e4lischen Traditionen zur\'fcckgef\'fchrt: die angestammte Z\'e4hlweise wurde in die neue, ganz anders strukturierte Sprache \'fcbernommen.\par \par Die Existenz eines eigentlichen Duodezimalsystems im Keltischen wird andererseits bestritten, sonst d\'fcrfe es kein eigenes Zahlwort f\'fcr 100 geben [Cherpillod]. Zumindest wird es heutzutage nicht konsequent durchgef\'fchrt [PR].)\par \par - . -\par \par Die keltischen Spr. gliedern sich nach zwei Gesichtspunkten \'fcber Kreuz:\par \cf0\par \cf1\par p-Keltisch \'a6 q-Keltisch\par ---------------------\'a6-------------------\par Festlandkeltisch z.B. Gallisch \'a6 z.B. Keltiberisch\par \'a6\par ---------------------\'a6-------------------\par Inselkeltisch z.B. Walisisch \'a6 z.B. Irisch\par \'a6\par ---------------------\'a6-------------------\par \par Die Differenzierung von p- und q-Keltisch (Beispiele s. unter 2.1 und weiter unten) betrifft also sowohl das Festland- wie das (britische und irische) Inselkeltisch. Sie mu\'df daher schon auf dem Festland vor Besiedlung der Inseln erfolgt sein (Gallisch \cf2 p\cf1 : Iberokeltisch \cf2 q\cf1 ). Entweder kam es auf den Inseln erneut zur Differenzierung (aus dem p-Britannischen), was eher unwahrscheinlicher ist, oder Irland ist nicht von Britannien, sondern direkt von der Pyren\'e4enhalbinsel besiedelt worden. (Dort waren die Kelten seit dem -6.Jh., in Irland seit dem 6.Jh. n.). Q-keltische Spr. in England sind durch irische "R\'fcck"siedlung erfolgt, wie das Schottische (PR).\par \par Die Verwendung der Bezeichnung GEMEINKELTISCH\b \b0 scheint mir nicht einheitlich zu sein, einmal wird es f\'fcr das (Festlands)-Urkeltische benutzt, vor einer Differenzierung in p- und q-Keltisch, andererseits (Common Celtic) f\'fcr das noch undifferenzierte gallisch-britische p-Keltisch (PR).\par \par Die Gliederung legt nicht die Konsonantendifferenzierung zugrunde: "Celticists arguing that a single sound shift, however important, should not serve as a label for such a complex division" (McArthur)\par \par Gliederung:\par \par 1) Kontinentalkeltisch (Festlandkeltisch)\par 1.1) Gallisch \'86 p\par 1.2) Lepontisch \'86 p\par 1.3) Keltiberisch \'86 q !\par 2) Inselkeltisch\par 2.1) Britannische Gruppe\par 2.1.1) Walisisch (Kymrisch, Cymraeg) p\par 2.1.1.1.) Altkymrisch \'86 p\par 2.1.1.2.) Mittelkymrisch \'86 p\par 2.1.1.3) heutiges Walisisch p\par 2.1.2) Bretonisch (Aremorisch, Brezhoneg) p\par 2.1.3) Kornisch (\'86) p\par 2.1.4) Kumbrisch \'86 p\par 2.1.5) Piktisch \'86 p \par 2.2) Irische Gruppe q\par 2.2.1) G\'e4lisch (Irisch, Goidelic, Gael) q\par 2.2.2) Schottisches G\'e4lisch (Hochschottisch, Ersisch) q !\par 2.2.3) Manx(-G\'e4lisch (\'86) q\par \par Grammatische Charakteristika der keltischen Spr., die ihre Zugeh\'f6rigkeit zum Indogermanischen und ihre Gruppeneigenart zeigen, s. in Metzler, S. 303. \par \par Die keltischen Spr. sind nicht als im Alphabet eigenst\'e4ndige Artikel behandelt, sondern hier anschlie\'dfend unter ihrer jeweiligen dezimalen Ordnungszahl.\par \par \par 1) KONTINENTALKELTISCH (FESTLANDKELTISCH) \'86:\par Ohne schriftliche Zeugnisse ("unwritten" !?). Spuren nur auf Inschriften und M\'fcnzen, in Namen, die von griechischen und lateinischen Schriftstellern \'fcberliefert sind. Wohl eine Reihe von Spr., etwa -500 bis 500 n. in dem Riesengebiet zwischen Galatien in Vorderasien, Schwarzem Meer, Balkan, S\'fcddeutschland, Norditalien, Schweiz, Frankreich, Spanien (Provinz Galicia im NW) und England gesprochen, seither extrem auf dem R\'fcckzug. Andere Spr. wurden\par stets bevorzugt \'fcbernommen.\par Der keltische Einflu\'df auf andere Spr. war gering (s. 2).\par Daraus, dass der Apostel Paulus im 1.Jh. an die Galater griechisch schrieb, schlie\'dft man - etwas k\'fchn - dass sie damals schon ihre keltische Sprache aufgegeben h\'e4tten. (Griechisch war im ganzen hellenistisch-r\'f6mischen Asien\par und Afrika Verkehrssprache, und Paulus wird wohl kein Keltisch gesprochen haben.) Dem sehr sprachkundigen Kirchenvater Hieronymus, Sch\'f6pfer der Vulgata, fiel die \'c4hnlichkeit der Sprache der Umwohner Triers mit der der kleinasiatischen Galater auf.\par Vielleicht, was nie gesagt wird, war auch die verquere, nicht konkurrenzf\'e4hige Sprachstruktur am Niedergang schuld.\par Nur aus 61 Inschriften und r\'f6mischen Berichten Orts- und Personennamen bekannt.\par Keltischen Ursprungs sind die Namen Apennin (> pen: Felsspitze), Donau, Isar, Main, Marne, (Mosel?), Neckar, Po, Rhein, Ruhr, Seine, Weser; Ardennen, Jura, Sudeten, Taunus, Vogesen; Bayern, B\'f6hmen, W\'fcrttemberg; Kempten, Kent, London, Mailand, Mainz, Metz, Paris, Reims, Trier, Venedig, Wien, Worms. Dunum (Stadt)\par findet sich in Lugdunum (Lyon) und Verodunum (Verdun).\par \par Keltisch ist f\'fcr eine (alte) indoeurop\'e4ische Sprache bemerkswert flexionsarm. \par Es gibt eine kontrahierte Verbform ohne Personalendung (alle Beispiele \b g\'e4lisch\b0 ):\par \cf2 tha mi \cf5 ich bin\cf1 , \cf2 tha thu \cf5 du bist\cf1 , \cf2 tha sinn \cf5 wir sind\cf1 , \cf2 tha sibh \cf5 ihr seid\cf1 , \cf2 tha iad \cf5 sie sind\cf1 .\par Daneben gibt es eine Verbalflexion, bei der die Personalendungen deutlich als mit der Verbwurzel verschmolzene Personalendung zu erkennen sind:\par \cf2 wyf (wys+fi) \cf5 ich bin\cf1 , \cf2 wyt (wys+ti) \cf5 du bist\cf1 , \cf2 ych (wys+chwi) \cf5 ihr seid\cf1 , \cf2 ynt (was+huynt) \cf5 sie sind\cf1 .\par bum (bu+mi)\cf5 ich war\cf1 , buost (bu+ti) \cf5 du warst\cf1 , \cf2 buoch (bu+chwi) \cf5 ihr wart\cf1 , \cf2 buont (bu+huynt) \cf5 sie waren\cf1 .\par Auch die Pr\'e4positionen besitzen Personalendungen:\par \cf2 leam (le+mi)\cf1 \cf5 mit mir\cf1 , \cf2 leat (le+thu) \cf5 mit dir\cf1 , \cf2 leinn (le+sinn) \cf5 mit uns\cf1 , \cf2 leibh (le+sibh) \cf5 mit euch\cf1 , \cf2 leotha(le+iad) \cf5 mit ihnen\cf1 .\par \cf2 im (i+mi) \cf1 zu mir, \cf2 it (i+ti) \cf1 zu dir, \cf2 iwch (i+chwi) \cf1 zu euch, \cf2 iddynt (i+hwynt) \cf1 zu ihnen.\par \par Charakteristisch sind viele Umschreibungen, auch der Verben mit den zahreichen Wurzeln von "sein", die z.T. denen anderer indoeurop\'e4ischer Spr. \'e4hneln (\cf2 is, bu\cf1 ): "Es ist ein Gef\'fchl in mir" statt "ich f\'fchle"; "Es ist eine \'dcberraschung f\'fcr Ihre Ohren", \cf2 creud adhbhar no mocheirghe sin ort\cf1 ? \cf5 was f\'fcr ein Grund f\'fcr dieses Fr\'fchaufstehen von Ihnen\cf1 ?\par \par Besondere Schwierigkeiten macht (schon f\'fcr das Auffinden im W\'f6rterbuch), dass sich neben der Endung auch der Anfang der W\'f6rter \'e4ndert. Im Bretonischen k\'f6nnen \cf2 k,p,t \cf1 mit \cf2 c'h,v,z \cf1 und \cf2 g,b,d \cf1 wechseln, \cf2 m\cf1 mit \cf2 v\cf1 und \cf2 gw\cf1 mit \cf2 w\cf1 . (Kymrische Beispiele:) \cf5 Verwandter\cf1 kann \cf2 car, gar, char \cf1 oder \cf2 nghar\cf1 hei\'dfen:\par \cf2 car agos \cf5 naher Verwandter\cf1 , fy nghar \cf5 mein Verwandter\cf1 , ei gar \cf5 sein Vewandter\cf1 , \cf2 ei char \cf5 ihr Verwandter\cf1 .\par \cf2 ci\cf1 \cf5 Hund\cf1 , \cf2 fy nghi \cf5 mein Hund\cf1 ,\cf2 dy gi \cf5 dein Hund\cf1 ,\cf2 ei chi \cf5 ihr Hund\cf1 , \cf2 tri chi \cf5 drei Hunde\cf1 .\par \par Au\'dfer den anschlie\'dfend aufgef\'fchrten drei Spr. hat es gewi\'df in dem riesigen Verbreitungsgebiet weitere Differenzierungen gegeben, die als eigenst\'e4ndige Spr. bezeichnet werden m\'fcssen. Die Bl\'fctezeit gro\'dfer Ausdehnung dauerte zwar nur etwa 200 Jahre (-5. bis -3.Jh.) ge, Keltisch war aber bereits die Halstattkultur (um -750) und erst um die Zeitenwende waren alle keltischen L\'e4nder in r\'f6mischer Hand (PR).\par \par \par 1.1) GALLISCH \'86 :\par in Gallien. Das ALTGALLISCHE wurde bis ins 4.Jh. noch in Frankreich gesprochen. Wichtigste Zeugnisse: Kalender von Coligny (50-80) und die Graffiti von Condetomagos (La Graufesenque) (?PR; vgl. Metzler, S.203).\par \par \par 1.2) LEPONTISCH \'86 :\par Die Lepontier (lat. Lepontii) waren ein keltischer Stamm in den Zentralalpen. Noch heute wird die innere Zone der Schweizer Westalpen (Tessin, Simplon, Gotthard) als lepontische Alpen bezeichnet. Dort hei\'dft nach ihnen noch das\par Valle Leventina (Livinental). Arch\'e4ologische und sprachliche (!) Zeugnisse sprechen f\'fcr ein \'dcbergreifen auf das oberste Rh\'f4ne- und das Rheintal ("Lugnez"-Tal) und eine Besiedlung der heutigen Kantone Uri und Glarus. Dann w\'e4re es das\par Hauptvolk der schweizer Zentralalpen gewesen (Pauly).\par \par \par 1.3) KELTIBERISCH \'86:\par Keltische St\'e4mme auf der Pyren\'e4enhalbinsel (Nord- und Nordwestspanien), welche die iberische Urbev\'f6lkerung \'fcberlagerten und keine politische Einheit bildeten. Sie galten als roh und \'e4u\'dferst kriegst\'fcchtig. Um -100 verschwanden sie aus der Geschichte (Pauly). Im Gegensatz zu den sonstigen Festlandkelten sollen sie q-Keltisch gesprochen haben (Vgl. oben meine Hypothese, dass sie das q-Keltische nach Irland gebracht haben.)\par \par \par \par 2) INSELKELTISCH\par Inselkeltisch hat (vielleicht durch Vermischung mit einer Urbev\'f6lkerung) eine nichtindoeurop\'e4ische Syntax entwickelt.\par Der Einflu\'df des einst weit verbreiteten Keltischen auf andere Spr., etwa auf das Altenglische, war \'fcberraschend gering (auch im Wortschatz; meist Lokalbezeichnungen wie Glen, Loch, Dolmen, Menhir, Namen vieler St\'e4dte\par (London) und Fl\'fcsse (Thames), eingeschlossen und Personennamen der Artussage, Familiennamen und ihre verbreiteten Bestandteile wie Mac, Mc, O). Whiskey < irisch\cf2 uisge beatha\cf1 , Lehn\'fcbersetzung von \cf3 aqua vitae\cf1 .\par \par \par 2.1) BRITANNISCHE GRUPPE (BR. ZWEIG)\par Bildete als BRITISCH (BRITANNISCH, BRYTHONISCH) einst mit dem Gallischen die Gruppe des p-Keltischen im Gegensatz zum q-Keltischen , d.h. in dieser Hinsicht geh\'f6rt Britannisch mit dem Festlandkeltisch (1.[1.]) zusammen, bildete mit ihm zun\'e4chst ein Kontinuum (GALLO-BRITISCH), das sich bei weiterer Ausbreitung differenzierte.\par \cf5 Sohn was? Kopf vier Paar au\'dfer\cf1\par p-keltisch \cf2 map \cf6 pa? pec pedwar par hep\par \cf1 q-keltisch \cf2 mac \cf6 ca? ceann ceathair coraid sech\par \cf1 Dieser Unterschied in bezug auf einen Laut wird aber nicht als ausreichend f\'fcr ein \'fcbergreifendes \par Gliederungsmerkmal angesehen. Im 1.Jahrtausend lebten Sprecher dieser Gruppe auch in Irland wie Iren in England (s. 2.2.2). L\'e4nger \'fcberdauert haben nur die nachstehenden Isolate.\par \par \par 2.1.1) WALISISCH (WELSH, KYMRISCH, eigene Bezeichnung: CYMRAEG ):\par (p-Keltisch s.o.: Altky.\cf6 map\cf1 \cf5 Soh\cf1 n, Walis."\cf6 Prydain\cf1 ": \cf7 Britain\cf1 ).\par Sprachliche \'dcberlieferung seit dem 9. Jh.\par \par \par 2.1.1.1) ALTKYMRISCH \'86:\par \par \par 2.1.1.2) MITTELKYMRISCH \'86:\par Sprache der Artussagen. Beispiele f\'fcr das knorrig-widerspenstige Wortbild des Keltischen:\cf2 Sef yd oed yn eisted diwarnawt yn y ystauell\cf1 \cf5 das ist, dass er war sitzend eines Tages in seinem Gemach\cf1 , \par \cf2 Ac yna edrych a oruc y gwr arnaf i \cf5 und darauf Schauen machte der Mann auf mich\cf1 . \par Das Verbum steht normalerweise am Satzanfang, gefolgt vom Subjekt (wie unsere Fragesatzstellung). Werden aber Adverbialbestimmungen, Subjekt oder Objekt an den Anfang gestellt, dann \'e4ndert sich die Verbform. Die meisten S\'e4tze beginnen mit \cf5 und\cf1 \cf2 a, ac\cf1 .\par \cf2 c\cf1 sprich wie k, \cf2 dd\cf1 sprich wie stimmhaftes engl. th, \cf2 f (v\cf1 ) wie dt. w,\cf2 ff \cf1 wie dt. f, \cf2 ll \cf1 etwa wie chl, \cf2 hl, tl, rh \cf1\'e4hnelt chr,\cf2 u \cf1 wie \'fc (in S\'fcdwales heute i), \cf2 w\cf1 wie u, y in der letzten Silbe oder einsilbigen W\'f6rtern wi ei, sonst wie fl\'fcchtiges dt. e in der Infinitivendung -en (Birkhan 1989). Diphthonge entsprechend ihrer Zusammensetzung, wobei \cf2 ae, ei, eu, au, ey \cf1 Varianten des dt. ei (ai) sind. Der Akzent lag auf der letzten, heute liegt er auf der vorletzten Silbe.\par \par \par 2.1.1.3) heutiges WALISISCH:\par Relativ fr\'fch normierte Othographie, erstes Buch 1547 gedruckt. Bibel\'fcbersetzung 1588. Gr\'f6\'dfter florierender Sprachraum. Gegen\'fcber dem irischen G\'e4lisch in fortgeschrittenem Zustand. Rund 20% der Bewohner von Wales (gut 500 000) sprechen es, aber 1981 sprachen nur 0.8% kein Englisch (1891 noch 70%). Es wird haups\'e4chlich im Norden und Westen von Wales, kaum um die Hauptindustriest\'e4dte des S\'fcdens wie Swansea, Cardiff und Newport gesprochen. Geschlossene Sprachgruppen finden sich noch in entlegeneren Gegenden des Landesinneren. Unter ehemaligen\par Auswanderern wird walisisch bemerkenswerterweise noch in der Gwladfa in Argentinien (Patagonien) gesprochen.\par Bis zur Thronbesteigung der kymrischen Tudors (1485) isolierten sich die Waliser in feindlicher Zur\'fcckhaltung von den Engl\'e4ndern, danach setzte starke Anglifizierung ein. Anfang des 18. Jh. starke Gegenbewegung durch die\par Methodisten und Bl\'fcte der Volksdichtung. Noch im Anfang des 20.Jahrhunderts war Walisisch nahezu illegalund in Schulen, vor Gericht und in vielen Betrieben verboten. "Children who forgot themselves and shouted it on the\par playground were often forced to undergo humiliating punishments" (BRYSON p. 34). Nach einer langen Vandalismuscampagne der Waliser ist Walisisch seit 1960 offizielle Sprache, in den Schulen \'fcberwiegend walisisch sprechender Regionen und vor Gericht zugelassen. Es gibt einen Fernsehsender S4C, der f\'fcr sehr wenige Nutzer (nebst Radiosendern ?) j\'e4hrlich mit 43 Millionen \'a3 subventioniert wird. Walisisch gilt als die h\'f6chstsubventionierte Minorit\'e4tensprache der Welt.\par Der englische Thronfolger mu\'df vor seiner Investitur als Prince of Wales (mit sehr gro\'dfen M\'fchen) Walisisch lernen.\par \par Sprachproben: Bekannt ist der (konstruierte !) Ortsname \cf2 Llanfairpwllgwyngyllgogerychwryndrobwllllantysiliogogogoch\cf1 .\par Eine Parkplatzinschrift: \cf2 A ydych wedi talu a dodi eich tocyn yn y golwg\cf1 ? \cf8 Did you remember to pay and display\cf1 ?, (nach BRYSON p.34.) Ortsnamen:\cf2 Gwynedd \cf1 (entschiedenste Sprachregion), \cf2 Dolgellau, LLandudno, Llwchmynydd, Bwlchtocyn, Dwygyfylchi, Cwmystwyth, Pontrhydfendigaid, Cnwch Coch \cf1 (ebenda).\par \par \par 2.1.2) BRETONISCH (AREMORISCH; Eigenbezeichnung BREZHONEG)):\par Wahrscheinlich im 5.- 6. Jh. durch auswandernde Briten in die Bretagne \cf0\f1 11469 BRT, 156 m, 2 Sch, 6400 PS, 14 kn \cf1\f0 gebracht (Insel-, nicht Festlandkeltisch!). ALTBRETONISCH 8.-12. Jh., MITTELBRETONISCH 1200-1600, NEUBRETONISCH: (20 000 -) 500 000 ( - 700 000) Sprecher, im Niedergang. Andererseits sollen es noch 1 Million von 3,5 Millionen Bretonen passiv verstehen. Waliser und Bretonen sollen sich nach 1500 j\'e4hriger Trennung noch in ihren Spr. unterhalten k\'f6nnen.\par Vier Dialekte L\'e9on, Tr\'e9guier, Cornouaille und Vannetais, angeblich schon w\'e4hrend der britischen Besiedlung der Bretagne entstanden. Das Sprachgebiet ist seither stark geschrumpft (genauere Grenzen und Lit. bei Metzler S.102 und\par S.177).\par \par \par 2.1.3) KORNISCH \'86:\par In Cornwall. Die letzte nat\'fcrliche Sprecherin (Dolly Pentreath) starb 1777. Es starb wegen der Abh\'e4ngigkeit Cornwalls von Wessex und der fr\'fchen Unterwerfung durch England als erste inselkeltische Sprache aus.\par Wenige Texte. Versepos aus dem 14. Jh. mit 8734 Zeilen. Wiederbelebungsversuche ohne gr\'f6\'dferen Erfolg (etwa 1000 "Sprecher"). Kesva Tavas Kernewek (Revived Cornish) (1967) ist teilweise eine k\'fcnstliche Sprache ("Pseudo-Cornish").\par \par \par 2.1.4) KUMBRISCH \'86:\par SW-Schottland und NW-England, manchmal Nordwalisisch genannt, die Sprecher von den Walisern "gwyr y goggled" (men of the nord). P-keltisch. Nur bis zum 11. Jh. Von Sch\'e4fern, Stickerinnen und spielenden Kindern benutzte Zahlworte ("Cumbric Score") vielleicht als \'dcberrest (sehr zweifelhaft !).\par 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 15\par Cumbr.: \cf2 yan, tyan, tetheta, methera, pimp, sethera, lethera, hevera, devera, dick, bumfit\cf1\par Walis.: \cf2 un, dau, tri, pedwar, pump, chwech, saith, wyth, naw, deg. pymtheg\cf1\par \par \fs20 Interessant sind auch schon die indoeurop\'e4ischen Ankl\'e4nge.\par \fs22 \par \par 2.1.5) PIKTISCH \'86:\par Die Pikten lebten zur R\'f6merzeit an Forth und Clide (zu den Caledonii, Kaledoniern gerechnet). Im 9. Jh. zu Schottland gekommen. P-keltisch. Weitgehend unbekannt. Reste in g\'e4lischen, schottischen und englischen Lehnw\'f6rtern,\par Personen-, Stammes- und Regionalnamen (z.B.Orkneys; Aber- ist p-keltisches \'c4quivalent von Inver-: M\'fcndung).\par \par \par \par 2.2) IRISCHE GRUPPE (GOIDELISCHE GRUPPE, GOID. ZWEIG)\par Im Unterschied zur britischen Gruppe des Inselkeltischen q-keltisch (hat bisweilen einen k- statt eines p-Lautes, s. 2.1.).\par \par \par 2.2.1) G\'c4LISCH (IRISCH) (alte Bezeichnung auch GOIDELIC):\par (q-Keltisch s.o.: "mac": Sohn). ALTIRISCH bis 1000, MITTELIRISCH 1000 - 1500, NEUIRISCH mit zwei deutlich geschiedenen Mundarten (n\'f6rdlich und s\'fcdlich). Gut 100 000 Sprecher (nach anderen Angaben 55 000, 70 000, 3 Mill.[!]). \'dcber 300 000 k\'f6nnen es lesen. Noch 5000 Sprecher in Nova Scotia. Im 18./19. Jh. war es in den USA und Kanada weit verbreitet. 1600 sollen noch alle Iren g\'e4lisch gesprochen haben, 1800 noch die H\'e4lfte, 1961 nur noch 20% der Sprecher von 1851. Die eng begrenzten muttersprachlichen Gebiete im Westen und S\'fcden sind als "Gaeltacht" zusammengefa\'dft mit einem eigenen Minister und Steuernachla\'df. Die seit Ende des 19. Jh. national stark bef\'fcrworteten (G\'e4lische Liga und Sinn-Fein-Bewegung, ir. "wir selbst") und sp\'e4ter staatlich gef\'f6rderten Wiederbelebungsbem\'fchungen (teilweise fast obligatorische Sprachkurse, vgl. James Joyce an vsch. Stellen) blieben ohne viel Erfolg. In der Irischen\par Republik ist es neben Englisch gleichberechtigt offizielle Sprache. Sehr altert\'fcmlich gegen\'fcber dem Walisischen, keine einheitliche Normierung, sondern viele gleichberechtigte Lokaldialekte. Beispiele: \par \cf2 sl\'e0inte mhath: pros(i)t! f\'e1ilte\cf1 : \cf5 willkommen\cf1 , \cf2 fir\cf1 : \cf5 M\'e4nner\cf1 ,\par \cf2 Lorgaireacht an tsoidhigh naomtha \cf1 (\cf5 Suche nach der heiligen Schale, Gral\cf1 ).\par \cf5 Ja\cf1 , \cf5 nein\cf1 und \cf5 haben\cf1 fehlen und werden umschrieben (\cf5 Angst ist in mir\cf1 ). \par G\'e4lisch wurde im 4. bis 7. Jh. mit der Ogham-Schrift geschrieben: An einer vertikalen Hilfslinie, etwa einer Grabsteinkante, werden die 20 Konsonanten durch jeweils 1 bis 5 einseitige oder durchkreuzende horizontale Striche oder durch 1 bis 5 durchkreuzende Schr\'e4gstriche bezeichnet. Vokale werden durch ein bis f\'fcnf Punkte auf der Linie bzw. Kante dargestellt. Die literarische \'dcberlieferung des Irischen setzt im 8.Jahrhundert ein (Sakralschrifttum, ab 10.Jh.\par auch weltliche Lit.) in. Die sprachliche Diskriminierung seitens der britischen Eroberer begann von Anfang an und f\'fchrte 1366 durch die "Statuten von Kilkenny" zur gewaltsamen Durchsetzung des Englischen als Amts- und\par Wissenschaftssprache.\par \par \par 2.2.2) SCHOTTISCHES G\'c4LISCH (HOCHSCHOTTISCH, ERSISCH, engl. Gaelic, Erse, Eigenbezeichnung Albanach): \par Ebenfalls q-keltisch (Das fr\'fchgeschichtlich in Schottland gesprochene Piktisch war p-Keltisch, vgl. 2.1.5.) und weicht auch heute nur in der Aussprache vom Irischen ab; bedient sich der irischen Orthographie.\par Im 6. Jh. von irischen Siedlern begr\'fcndet. Seit 843 Sprache des vereinigten K\'f6nigreichs Schottland. Ab 1059 begann angels\'e4chsisch ("Inglis") im schottischen Lowland zu dominieren, die Anglisierung des schottischen K\'f6nigshauses Canmore im 11.-13.Jh., die Statuten von Iona (1690) und der Act of Union f\'f6rderten das Englische. "Scottis" bezeichnet zun\'e4chst im Gegensatz dazu das G\'e4lische, sp\'e4ter aber das "Inglis", das bis heute als schottische Mundart des Englischen \'fcberlebt, im 19.Jh. literaturf\'e4hig wurde, und im 20. Jh. sich steigender Beliebtheit erfreut (>>Scots).\par Schriftliche g\'e4lische \'dcberlieferung seit dem 11./12. Jh.; G\'e4lisch \'fcberlebte im Hochland und auf den Inseln, besonders den Neuen Hebriden und erlebte seit den 70er Jahren eine erstaunliche Renaissance (ca. 80 000). Heute Stra\'dfen-\par schilder und Verwaltungstexte im Hochland zweisprachig. G\'e4lisch ist jetzt f\'fcr viele \'f6ffentliche Berufe Voraussetzung und "auf dem besten Weg eine lebendige Minderheitensprache zu werden". Kinderg\'e4rten, Schulen und Universit\'e4ten nehmen sich mit Erfolg der Verbreitung an. Neue W\'f6rter werden h\'e4ufig aus dem Englischen entlehnt: teilebishean: TV, r\'e9dio: Radio. Die moderne Syntax ist sehr englisch beeinflu\'dft.\par \par \par 2.2.3) MANX (-G\'c4LISCH) \'86\par Insel Man. Seit dem 4. Jh. durch irische Siedler, vorher wurde dort wohl eine Art Walisisch gesprochen. Klassische Literaturperiode im 18.Jh. Der letzte nat\'fcrliche Sprecher (Ned Maddrell) starb 1974. Wiederbelebungsversuche in einer vom Irischen und Schottischen abweichenden Orthographie, aber sonst (durch das Dubliner RADIO TEFIS EIREANN (RTE) stark irisiert).\par \par \par \pard\qc LITERATUR\par \pard\par (Dar\'fcber hinaus allgemein, nicht nur f\'fcr die keltischen Spr., verwendete\par Literatur findet sich im Literaturverzeichnis des Haupteils [SPRACHEN.TXT])\par \par - Baedeker Irland 5.Aufl. 1996, S.21\par - Baedeker Schottland 1995, S.63\par - Birkhan,H.: Keltische Erz\'e4hlungen vom Kaiser Arthur. Teil 1. Einf\'fchrung.\par Kettwig:Phaidon 1989\par - Cherpillod,A.: Historio de la ciferoj. Selbstverlag 1994.\par \par \cf0\par } \ )itKetschua3.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\froman\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Arial;}{\f2\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue0;\red51\green102\blue255;\red255\green102\blue0;\red0\green255\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\f0\fs20 Die Schreibung \f1 Quechua\f0 entspricht der spanischen Aussprache. Qu w\'fcrde im Deutschen eher wie kw gesprochen und auch in vielen anderen Sprachen nicht als k. In Ketschua selbst ersetzt q das spanische j, \'e4hnlich unserem ch (nach a) gesprochen. Dem deutschen tsch entspricht im Ketschua ch. Um Ketschua auf Ketschua Ketschua zu sprechen, m\'fcsste es kechua geschrieben werden. Nur wird auf Ketschua die Sprache als \cf1 Runasimi\cf0 (\cf2 Menschenrede\cf0 ) bezeichnet.\par Ich schlie\'dfe mich hier der Schreibung des Brockhaus an.\par \par \f2\fs22 K. ist eine (>>) Indianersprache. K., urspr\'fcnglich ein Stamm westlich von Cuzco, lieh seine Sprache dem Inkareich als \'fcbergreifende Verwaltungssprache und Verst\'e4ndigungsmittel, die (ver\'e4ndert) heute noch von 9 -10 Mio. Menschen in den zentralen Anden (Ecuador, S\'fcdkolumbien, \ul Peru\ulnone , Bolivien, Nordchile, Nordwestargentinien) gesprochen wird. In Ecuador und Argentinien wird K. als Quichua, in Kolumbien als Inga oder Ingano bezeichnet. Die Sprecher (\cf1 Runakuna\cf0 ) sind eine Kulturgemeinschaft, kein einheitliches Volk. Trotz ihres Sprachgebrauchs f\'fchlen sich vor allem die St\'e4dter unter ihnen nicht als Indios oder gar Indianer. Im Inkareich bestand daneben eine gehobene Sprache f\'fcr die herrschenden Schichten. Vielleicht hat es sich dabei aber auch um eine Art Geheimsprache gehandelt. In der heutigen Volkssprache gibt es nur einige H\'f6flichkeitssuffixe: -\cf1 yku\cf0 , -\cf1 lla\cf0 , -\cf1 cha\cf0 .\par \par Die Spanier gebrauchten die Sprache als Lengua general (del ynga) seit dem 16. Jh. zur Christianisierung der Indianer und zur Vereinheitlichung der Verwaltung und haben sie deshalb kodifiziert und an der Universit\'e4t Lima gelehrt. Erst dadurch starben nach den Inkas alle anderen Stammessprachen aus. 1975 wurde K. in \f0\fs24 Peru \f2\fs22 neben Spanisch \f0\fs24 zweite Nationalsprache, nachdem sie es unter dem Freiheitsk\'e4mpfer Jos\'e9 de San Mart\'edn (1778 - 18590) per Dekret schon 1825 werden sollte. Das erste offizielle Alphabet (21 Buchstaben in romanischer Schrift) wurde 1939 geschaffen udn 1946 eingef\'fchrt\f2\fs22\par \b\par \b0 K. ist in 18 Dialekte (oder "Sprachen") zerfallen, die in den 60er Jahren 2 Hauptgruppen (A oder II und B oder I, ) zugeteilt wurden, und nicht f\'fcr alle Sprecher verst\'e4ndlich sind. Die letztere Gruppe wird im zentralen Bergland von Peru (Cuzco) und in Bolivien gesprochen. In manche Mundarten sind glottalisierte und aspirierte Laute von den benachbarten (>>) Aymara-Spr. eingedrungen. Unterschiedliche Sprachen sind es von vornherein sicher nicht gewesen, denn sie wurde ja von den Inkas wie sp\'e4ter von den Spaniern gerade als stammes\'fcbergreifendes Verst\'e4ndigungsmittel benutzt und gef\'f6rdert. Und nur dadurch verbreitete sie sich \'fcber ein gro\'dfes Gebiet und \'fcber St\'e4mme, die nicht zu dem urspr\'fcnglichen sprachtragenden Volk der Ketschua geh\'f6rten. Die Entstehung der Dialekte kann daraus nur sekund\'e4r erfolgt sein. So unterscheidet sich die im 16.Jh. von den Spaniern dokumentierte Inkasprache von allen heutigen Dialekten und gilt daher als ausgestorben.\par \par K. ist eine agglutinierende Sprache. Dem Stammwort sind zahlreiche Suffixe nachgeordnet, die in regelm\'e4\'dfiger Weise Kasus, Ein- und Mehrzahl, Verbformen\cf3 , Emotionalit\'e4ten usw. \cf0 in reicher F\'fclle bezeichnen. Im Satz folgen Subjekt -Objektiv - Pr\'e4dikat.\par \i\fs24\par \b\i0\fs28 Abriss\i\fs24\par \b0\fs18 In der Darstellung folge ich Dunkel,W. \i0 : "Quechua f\'fcr Peru-Reisende - Wort f\'fcr Wort". Bielefeld.Reise-Know how-Verlag, 4. Aufl.2003 (Kauderwelsch Bd. 36) sowie G.L.Campbell. Zugrundegelegt ist bei beiden der in Peru weit verbretete Ayacucho -Dialekt. (In einem Anhang informiert \i Dunke \i0 auch \'fcber den Quechua Cuzcueno, der die Hauptgruppe B repr\'e4sentiert).\par \par \b\fs24 Lautbestand und Schreibweise\fs22\par \b0 Neben der herk\'f6mmlichen spanischen Schreibweise wurde 1975 in Peru das "Alfabeto official" eingf\'fchrt, dem ich hier mit W.Dunkel folge \par \b Vokale\fs20 \par \cf1\b0\fs22 i, u, a, o, e \cf0 entsprechen weitgehend dem Deutschen;\cf1 o \cf0 und\cf1 e \cf0 sind offen zu sprechen.\par \b Diphthonge\par \cf1\b0 aw\cf0 wie \cf2 au\cf0 , \cf1 ay\cf0 wie \cf2 ai\cf0 (in \cf2 Mai\cf0 ), \cf1 uy\cf0 wie \cf2 ui\cf0 ,\cf1 oy \cf0 wie\cf2 oy \cf0 (in \cf2 ahoi\cf0 )\par \b Konsonanten\i\par \cf1\b0\i0 b, d, f, g, h, k, l, m, n, p, t\cf3 werden etwa wie im \cf0 Deutschen gesprochen. Am Ende wird\cf1 n \cf0 nasaliert (-\cf2 ng\cf0 ). Die ersten vier \cf1 b, d, f, g \cf0 kommen nur in spanischen W\'f6rtern vor.\par \cf1 s\cf0 ist stimmlos (\cf2 ss\cf0 ), \cf1 ch\cf0 entspricht \cf2 tsch\cf0 , \cf1 q\cf0 dem \cf2 ch\cf0 in "\cf2 ach\cf0 ", \cf1 y \cf0 dem \cf2 j \cf4 (als Halbvokal in Diphthongen dem \cf2 i)\cf0 , \cf1 r\cf0 ist Zungenspitzen-r. \cf1 w\cf0 wie engl. w,\cf1 ll \cf0 wie \cf2 lj, \cf1\'f1\cf2 wie nj.\cf3 (Die Dialektgruoppe B hat auch \cf2 sh\cf3 , gesprochen als sch)\par Im Wort ergeben sich gewisse Angleichungen \cf1 np\cf3 > mp, \cf1 kq \cf3 >\cf1 \cf3 q u.\'e4.\par \cf4\b Betonung\par \cf3\b0 Betont wird (fast immer) die vorletzte Silbe. Das gilt auch f\'fcr die agglutinierten Langw\'f6rtern. Eine besondere Satzbetonung gibt es kaum. Auch im Fragesatz wird dei Stimme am Ende nicht angehoben.\par \b Artikel fehlt\par \b0 Ein gewisser Ersatz ist durch den (hervorhebenden, betonenden, unterstreichenden) "topographischen Marker" -\cf1 qa\cf3 m\'f6glich und die Zahl \cf2 eins \cf1 huk \cf3 f\'fcr den unbestimmten Artikel.\cf1 .\par \cf3\b Adjektive \b0 sind unver\'e4nderlich und werden nachgestellt.\par \b Verbum \par \b0 ohne Unregelm\'e4\'dfigkeiten und Ausnahmen:\par Infitiv -\cf1 y\cf3 : \cf1 kuya.y\cf3 \cf2 lieben\cf3 ; Pr\'e4sens: \cf1 kuya.ni \cf2 ich liebe\cf3 , \cf1 kuya.n \cf2 er, sie liebt\cf3 ; Vergangenheit -\cf1 rqa\cf3 - ; \cf1 kuya.rqa.ni \cf2 ich liebte\cf3 , Zukunft stimmt in der 2.Person mit dem Pr\'e4sens \'fcberein, die 1. und 3. Person hat andere Personalendungen als das Pr\'e4sens\par \cf1 kuya.saq \cf2 ich werde lieben\cf3 . Es gibt eine progressive Form \cf1 kuya.chka,ni \cf5 I am loving\cf3 , ein Konditional -\cf1 man\cf3 -, Imperative, Gerundien.\par Die Verneinung erfolgt durch \cf1 manam ... -chu\cf3 : \cf1 manam kuya.rqa.ni.chu \cf2 ich liebte nicht\cf3\par \b Zahlen\par \cf2\b0 1\cf3 \cf1 huk \cf2 2\cf3 \cf1 iskay \cf2 3\cf3 \cf1 kimsa \cf3 ... \cf2 10\cf3 \cf1 chunka \cf2 11\cf3 \cf1 chunka hukniyok \cf2 12\cf3 \cf1 chunka iskayniyok \cf3 ... \cf2 20\cf3 \cf1 iskay chunka\cf3 ... \cf2 30\cf3 \cf1 kimsa chunka\par \cf3\b Postpositionen \b0\par treten, der generellen Suffigierung entsprechend, an die Stelle von Pr\'e4positionen \par \par \b Zusammensetzungen\par \b0\i Zur besseren \'dcbersicht habe ich zwischen die einzelnen Wortelemente je einen Punkt gesetzt\b\i0\par \cf1\b0 wasi \cf2 Haus\cf3\par \cf1 punku\cf3 \cf2 T\'fcr\par \cf1 wasi.punku\cf3 \cf2 Haust\'fcr\cf3 (so generell zusammengesetzte Substantive)\par \cf1 wasi.kuna \cf2 T\'fcren\cf3 (Plural immer \cf1 -kuna)\par wasi.cha \cf2 kleine T\'fcr\cf3 (Adjektive nachgestellt)\par \cf1 wasi.cha.kuna \cf2 kleine T\'fcren \cf3 (Plural nach Subst. u, Adj.)\par \cf1 tayta \cf2 Vater\par \cf1 tayta.pa wasi.n \cf2 des Vaters Haus (sein) (\cf3 Besitzanzeige :Genitiversatz: -\cf1 pa\cf3 und -\cf1 n\cf3 verkn\'fcpfen Besitzer und Besitz)\par \cf1 mak.n \cf2 seine/ ihre Hand\par \cf1 uu.n \cf2 ihre Brust\tab\i\par \cf1\i0 uu.nchik.kuna \cf2 unsere Br\'fcste \cf3 (inklusives \cf2 unser\cf1 : \cf3 den Angeredeten einschlie\'dfend\cf1 )\par wawa.yku \cf2 unser Kind \cf3 (exklusives \cf2 unser\cf1 :\cf3 einem dritten gegen\'fcber\cf1 )\par janu.y kochen \cf3 (Infinitiv\cf1 : -y) \par mama.y mikuy-ta janu.n.\cf2 meine Mutter Essen kocht (sie):\cf3 Die beiden \cf1 y\cf2 \cf3 sind keine Infinitive: Das erste hei\'dft \cf2 mein, \cf3 das zweite substantiiviert das Zeitwort \cf2 essen \cf3 zu\cf2 Essen, \cf3 Das\cf2 -\cf1 ta\cf2 \cf3 ist eine Art Akkusativ-Ersatz und bezeichnet Ziel und Richtung, Zweck einer Handlung, hier auf das Essen gerichtet.\par \par \cf0\fs20 Deutlich zeigt sich das K. nicht leicht zu erlernen ist: Es gibt viele Homonyme, die Denkweise ist zun\'e4chst fremd, es gibt gro\'dfe Bedeutungsh\'f6fe, die Reihenfolge der Suffixe ist gew\'f6hnungsbed\'fcrftig und wird in der F\'fclle m\'f6glicher Verbindungen nicht immer gelehrt. Das Analysieren einer Kette derartig komplziert zusammengesetzter W\'f6rter im Gespr\'e4ch d\'fcrfte \'fcber eine lange Lernzeit nicht schnell genug gelingen\fs22 . \par \par \cf1 wasi.yki cha.chu\cf2 Ist dein Haus klein? \cf0 (\cf1 yki\cf2 dein\cf0 , vgl. \cf1 yku\cf2 unser\cf0 , die Kopula \cf2 ist\cf0 wird nicht ausgedr\'fcckt, Suffix \cf1 chu\cf0 f\'fcr Entscheidungsfragen gleicht dem Fragewort \cf6 ^cu\cf0 im Esperanto, nur dass dieses nicht nach dem Wort steht, nach dem man fragt.)\par \cf1 wasi.kay \cf2 dieses Haus \cf3 (Es gibt 3 hinweisende F\'fcrw\'f6rter\cf1 : kay, \cf3 wenn der Gegenstand sich beim Sprecher befindet, \cf1 chay\cf3 , wenn der Gegenstand sich beim Angesprochenen befindet, \cf1 wak\cf3 , wenn der Gegenstand von beiden entfernt ist. Das erinnert an italienisches\cf1 \cf7 questo, codesto, quello\cf1 .)\cf0\par \par Eine Darstellung aller Suffixe ist nicht beabsichtigt. Einige Beispiele aus Dunkel (s.o) m\'f6gen (vorerst) gen\'fcgen\par \cf1 wasi.yki.pi yacha.y.mankuchu huk tutapa \cf2 K\'f6nnen wir f\'fcr eine Nacht in deinem Haus wohnen? \i 114\i0\par \cf1\tab wasi.yki \cf2 Haus-dein\cf1 \cf3 (s.o.), -\cf1 pi\cf3 in (Viele Suffixe unterschiedlicher Bedeutung sind gleichlautend: es gibt auch ein \tab\cf1 pi\cf3 \cf2 wer? \cf3 oder als Bestandteil anderer Fragew\'f6rter), \cf1 yacha.y \cf2 wohnen\cf3 (s.o.: Infinitiv), \cf1 kuchu\cf3 \cf2 Ecke\cf3 , \cf1 huk\cf2 ein(e) \tab\cf3 (s.o.), \cf1 tuta \cf2 Nacht.\par \par \cf1\par soqta.lla tantachakunamanta munyaymanmi \cf2 sechs nur .......... \cf3\i\par \cf0\par \b\i0 K. als internationale Sprache ?\i\par \b0\i0\fs20 Verschiedentlich wurde der Vorschlag gemacht, K. zur internationalen Sprache zu erheben, wegen des \'fcberschaubaren, neutralen Lautsystems, der relativ einfachen, regelm\'e4\'dfigen und ggf. ausbauf\'e4higen Suffigierung, mit der sogar neue W\'f6rter gebildet werden k\'f6nnen, der gebr\'e4uchlichen \'dcbernahme (spanischer) Fremdw\'f6rter als Wortwurzeln, vielleicht sogar wegen des Fehlens moderner kultureller, wissenschaftlicher und politischer Bezeichnung und die dadurch herrschende Unfestgelegtheit und Offenheit. So w\'e4ren fast alle W\'f6rter und warum nicht auch alle Nachsilben austauschbare und damit die Merkschwierigkeit der an nichts erinnernden Elemente und die reiche Homonymie zu beheben. Es bliebe ein im Bau k.-analoges Sprachsystem \'fcbrig. Manches w\'fcrde vielleicht an das gescheiterte Volap\'fck erinnern. Esperanto, verb\'e4nde eine ebenfalls gro\'dfe Agglutinatiosf\'e4higkeit mit einemnicht so extremen und fast allen Erdenb\'fcrgern unvertrauten ausschlie\'dflichen und \'fcberm\'e4\'dfigen Baukastensystem\i\fs24 .\par \i0\fs18 Der Vorschlag gef\'e4llt in einer gewissen Paradoxie und vielleicht auch in der beliebten und vielen sofort eing\'e4ngigen Behauptung der \'fcberragenden fast allwiessenden Weisheit fremder Kulturen.\par \f1\fs22\par \par \par \fs24 \par \par } H@_%n U+` Kinyarwanda{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Verdana;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0 (KINJARUANDA): >> Bantusprache (Nordgruppe), > 2 Mio. ,\par Sprache des Wanja-Ruanda-Volkes (Ruanda, Tanganyika), Verwaltungs- und\par Schulsprache in Ruanda, l\'f6ste 1930 in diesen Funktionen das >> Swahili ab.\par \par \pard\cf0\f1\fs22\par } I`k\3nJ(KirundiF{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\froman\fcharset1 Times New Roman;}{\f3\fswiss\fprq2 System;}{\f4\fmodern Courier New;}{\f5\fswiss Arial;}{\f6\fswiss Arial;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;} \deflang1031\pard\li80\plain\f6\fs22\cf0 (RUNDI): >> Bantusprache (Nordgruppe), \par schlie\'dft das NAMWEZI (NYAMWESI) SW des Victoria-Sees ein, Litertursprache, 2 Mio. Nationalsprache in Burundi, wo Franz\'f6sisch offizielle Sprache ist. \par \plain\f4\fs18\cf0 \par \pard\plain\f2\fs22 \par } P0r KiswahiliI{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red255\green102\blue0;\red0\green204\blue255;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 SWAHILI, [KI]SWAHELI, im Deutschen fr\'fcher meist [KI]SUAHELI,): wichtigste BANTUSPRACHE und bedeutendste afrikanische Sprache \'fcberhaupt (Brauner-Herms). > 40 Millionen Sprecher in Ostsafrika. \'dcbergreifende Verkehrssprache besonders der wirtschaftlich entwickelten K\'fcstenregion (\cf1 Waswahili \cf2 K\'fcstenbewohner\cf0 < (arab.) \cf3 s\'e2hil\cf0 \cf2 K\'fcste\cf0 ) und der St\'e4dte. Offizielle Nationalsprache in Tansania (1967) und Kenia (1974). Es geno\'df im Rahmen der Unabh\'e4ngigkeitsbewegung und genie\'dft in den Unabh\'e4ngigkeitsbestrebungen hohes Ansehen. \'dcber 90% der Bewohner Tansanias und 60-70% der Bewohner Kenias sprechen es aktiv (nur 10 -20% der letztgenannten sprechen Englisch). In Zaire wird es als KINGWANA, eine von lokalen Spr. und franz\'f6sischer Lexik beeinflu\'dften Sonderform gesprochen. In Ruanda (Rwanda) war es von 1916 -1930 Verwaltungs und Schulsprache ( jetzt >> KINYARWANDA). Auch in Burundi wird es von zahlreichen \'c4lteren noch gesprochen (jetzt >> Kirundi). In Sambia, in Malawi und auf Madagaskar (N) existieren vereinzelte Sprachgebiete. Sprecher finden sich unter der K\'fcstenbev\'f6lkerung von Somali und Mocambique. Auf den Komoren sind Swahilidialekte (vor allem KINGAZIJA und KINZWANI) neben Franz\'f6sisch offiziell.\par \par Die reiche literarische Tradition geht bis ins 12.Jahrhundert zur\'fcck. Bis Ende des 19. Jh. wurde Swahili mit arabischer Schrift geschrieben, die des Vokalreichtums wegen denkbar ungeeignet war. Die Rechtschreibung schwankt (vgl. die Sprachbezeichnung selbst und \cf1 u : w, y : j, c : ch \cf0 usw.).\par \par S. ist reich an arabischen Fremdw\'f6rtern. Es finden sich auch (umgebildete) portugiesische, deutsche und vor allem englische W\'f6rter (redio: Radio).\tab\par \par Die Verwendung als Verkehrssprache f\'fchrte zum Verlust der Tonalit\'e4t ( >> Bantu- Spr.) zugunsten des St\'e4rkenakzents, zur Vereinfachung der Verbalformen (!) und zur Reduktion der Nominalklassen. (PR: als ich mich in den 40er Jahren mit S. zu besch\'e4ftigen begann, wurden noch 10 [statt jetzt 7] Nominalklassen aufgef\'fchrt. Die damals einbezogenen Ortsklassen 7-9 gelten heute als "verschwunden", haben aber "deutliche Spuren" hinterlassen, indem sie das Pr\'e4fix f\'fcr Adjektive bei Ortsbezeichnungen liefern: \cf1 kilimani parefu \cf0 statt \cf1 kilimani kirefu \cf2 auf dem hohen Berg (\cf0 -\cf1 ni\cf0 : \cf2 in, auf, an\cf0 ).\par \par \pard\qc\b Schreibung und Aussprache\b0\par \pard S. ist eine durch ihren Vokalreichtum klangvolle, "sch\'f6ne" Sprache. Sie ist trotz ihres stupenden Formenreichtums f\'fcr Europ\'e4er durchschaubar strukturiert und abgesehen von der fremden Lexik relativ einfach. Es gibt zahllose, aber einfach, vor allem als Infixe agglutinierte Formelemente, die allerdings die Aufl\'f6sung der Konglomerate besonders beim H\'f6ren nicht leicht erscheinen lassen: \par \cf1 hatutamwandikia: ha/tu/ta/mw/andik/ia \cf0 \cf2 nicht/wir/werden/ihm/schreiben\cf0\par \tab Schreibung und Aussprache sind einfach: es gibt nur die reinen Vokale \cf1 a,e,i, o,u. \cf0 Betont wird immer die vorletzte Silbe. \cf1 w\cf0 sprich wie engl. w (u-\'e4hnlicher Halbvokal) \cf1 v\cf0 wie dt. \cf2 w\cf0 ,\cf1 j \cf0 wie \cf2 dsch\cf0 (engl. j in journey), y wie\cf2 j \cf0 (ein weiterer Halbvokal),. \cf1 s\cf0 ist immer stimmlos (\cf2 ss\cf0 ), \cf1 z\cf0 wie stimmhaftes \cf2 s\cf0 , \cf1 sh\cf0 wie \cf2 sch \cf0 wie \cf2 tsch\cf0 , \cf1 th, dh \cf0 (wie hartes und weiches engl. th) und \cf1 gh\cf0 (wie Bln. \cf4 j\cf0 in \cf4 Oje\cf0 [\cf2 Auge\cf0 ], \cf4 Taje [Tage] \cf5 bzw. hebr. Gimel\cf0 ) kommen in arab. Fremdw\'f6rtern vor. \cf1 m\cf0 und \cf1 n\cf0 k\'f6nnen Silben bilden und werden, wenn sie die vorletzte Silbe sind, sogar betont: \cf1 mtoto\cf0 \cf2 Kind\cf0 , \cf1 mtu\cf0 \cf2 Mensch\cf0 , \cf1 mti \cf2 Baum\cf0 .\par \par ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~\par \pard\qc\b\f1 Nominalklassen \par \pard\b0 Nr. \b Gegenstand\b0 Pr\'e4fix Beispiel Pronominalpr\'e4fixe \par \tab Sg. Pl. Sg. Pl. Sg. Pl.\par I \b Menschen \b0 \cf1 m\cf0 - \cf1 wa\cf0 - \cf1 mtu\cf0 \cf2 Mensch \cf0 - \cf1 watu\cf0 \cf2 Menschen \cf0 \cf1 yu- wa\cf0 - \par II \b B\'e4ume\b0 \cf1 m\cf0 - \cf1 mi\cf0 - \cf1 mti\cf0 \cf2 Baum \cf0 - \cf1 miti \cf0 \cf2 B\'e4ume \cf0 \cf1 u- i- \par \cf0 III \b Tiere \b0 (u.a.) \cf1 n\cf0 - \cf1 n\cf0 - \cf1 ndege \cf0 \cf2 Vogel\cf0 - \cf1 ndege\cf0 \cf2 V\'f6gel \cf1 i- zi\cf0 -\par \tab h\'e4ufig ohne Pr\'e4fix \cf1 simba\cf0 \cf2 L\'f6we\cf0 - \cf1 simba\cf0 \cf2 L\'f6wen\cf0\par IV \b Dinge\b0 \cf1 ki\cf0 - \cf1 vi\cf0 - \cf1 kilima\cf0 \cf2 Berg \cf0 - \cf1 vilima \cf0 \cf2 Berge \cf1 ki\cf0 - \cf1 vi\cf0 - \par V " u.a. (\cf1 ji\cf0 -) \cf1 ma\cf0 - \cf1 jicho\cf0 \cf2 Auge\cf0 - \cf1 macho\cf0 A\cf2 ugen\cf0 \cf1 li- ya- \par \cf0\tab im Sg.h\'e4ufig ohne Pr\'e4fix \cf1 tunda\cf0 \cf2 Frucht \cf0 - \cf1 matunda \cf2 Fr\'fcchte\cf0\par VI \b Begriffe \b0 u.a. \cf1 u\cf0 - (\cf1 n\cf0 -) \cf1 uhuru\cf0 \cf2 Freiheit \cf0 \cf1 u\cf0 - \cf1 zi\cf0 - \par \tab \cf1 ukuta\cf0 \cf2 Wand\cf0 - \cf1 kuta\cf2 W\'e4nde\cf0\par \tab die Mehrzahl wird nach der Tierklasse gebildet (h\'e4ufig ohne Pr\'e4fix) \par VII \b Infinitiv,Gerundium \cf1\b0 ku\cf0 - \cf1 kulala\cf0 \cf2 schlafen\cf0 \cf1 ku\cf0 -\par \tab \cf2 (das) Schlafen\par \par \cf0 Die Reihenfolge (Nummerierung) der Klassen variiert\par \f0\par Die Pr\'e4fixe k\'f6nnen, abh\'e4ngig vom folgenden Laut, modifiziert werden \cf1 m > mw > mu\cf0 , \cf1 ki > ky\cf0 , \cf1 n > ny\cf0 , \cf1 u > w \cf0 usw.\par Die Nummerierung und Reihenfolge der Klassen schwankt in den einzelnen Lehr- und W\'f6rterb\'fcchern, vor allem in Abh\'e4ngigkeit von ihrem Alter.\par Die Pr\'e4nominalpr\'e4fixe (Kennsilben) dienen zur Bildung zugeh\'f6riger Pronomina bzw. der Personalpr\'e4fixe der 3.Person Sg. und Pl. der Verben (hier steht \cf1 a\cf0 - statt \cf1 yu\cf0 -: \cf1 analala\cf0 (\cf2 er, sie schl\'e4ft\cf0 ), \cf1 wanalala\cf0 (\cf2 sie schlafen\cf0 ), \cf1 simba inalala \cf0 (der L\'f6we schl\'e4ft).\par Zur Frage stellt man der Kennsilbe -\cf1 pi\cf0 nach: \cf1 upi \cf2 wer, welcher\cf0 ?, \cf1 wapi\cf0 \cf2 welche\cf0 ?, \cf1 kipi\cf0 \cf2 welches Tier\cf0 ? Es gibt aber auch klassenunabh\'e4ngige Fragef\'fcrw\'f6rter wie \cf1 nani \cf2 wer\cf0 ?, \cf1 nini\cf0 \cf2 was\cf0 ?, \cf1 gani\cf0 \cf2 was f\'fcr ein\cf0 ?, vermutlich, weil oft die Klasse des erfragten Objektes unbekannt ist.\par \cf2 Diese(r) \cf0 hei\'dft klassenspezifisch: \cf1 huyu, hawa, huu, hii, hiki, hivi \cf0 ..., wobei der Bindevokal zwischen \cf1 h \cf0 und der Kennsilbe, deren Vokal vorwegnimmt.\par "Jene(r)" hei\'dft klassenspezifisch:\cf1 yule, wale, ule, ile, kile, vile \cf0 . . . \tab usw., usw. \par \par \pard\qc\b Alleinstehende Personalpronomina \par \pard\b0 \cf1 mimi \cf0 ich \cf1 wewe \cf0 du \cf1 yeye\cf0 er, sie \cf1 sisi \cf0 wir \cf1 ninyi\cf0 ihr \cf1 wao\cf0 sie \par \par \pard\qc\cf5\b Verb (und verbundene \cf0 Personalpronomina) \par \pard\b0 Pr\'e4sens \par 1.Ps.Sg. \cf1 ninapenda \cf2 ich liebe \par \cf0 2.Ps.Sg. \cf1 unapenda\cf0 \cf2 du liebst \cf0\par 3.Ps.Sg. \cf1 anapenda \cf0 \cf2 er, sie liebt \cf0\tab\cf1 simba inapenda \cf2 der L\'f6we liebt \cf0 (3.Kl.) \par F\'fcr die 3. Ps Sg. und Pl. dienen die bei der Klassen\'fcbersicht aufgef\'fchrten Pronominalpr\'e4fixe \par 1.Ps.Sg. \cf1 tunapenda\cf0 \cf2 wir lieben \cf0\par 2.Ps.Sg. \cf1 mnapenda \cf0 \cf2 ihr liebt \cf0\par 3.Ps.Sg. \cf1 wanapenda\cf0 \cf2 sie lieben \par \cf0\par \b\fs20 Formen\'fcbersicht\b0\fs22\par \cf1 ninapenda \cf2 ich liebe \cf0\par \cf1 ninampenda\cf0 \cf2 ich liebe ihn, sie \cf0\par \cf1 napenda\cf0 \cf2 ich liebe (gerade) \par \cf1 n(in)apendwa\cf2 ich werde geliebt \cf0\par \cf1 nilipenda\cf0 \cf2 ich liebte (\'fcberhaupt) \par \cf1 nilipendwa\cf0 \cf2 ich wurde geliebt \cf0\par \cf1 nikapenda \cf2 und ich liebte \cf0\i (erz\'e4hlend) \i0\par \cf1 nimependa\cf0 \cf2 ich habe geliebt \par \cf1 nimependwa\cf2 ich bin geliebt worden \cf1\par nitapenda \cf2 ich werde lieben \cf0\par \cf1 nitapendwa \cf2 ich werde geliebt werden \cf0\par \cf1 sipendi\cf0 \cf2 ich liebe nicht \cf0\par \cf1 sikupenda\cf0 \cf2 (und)ich liebte nicht, habe nicht geliebt \cf0\par \cf1 sitapenda \cf0 \cf2 ich werde nicht lieben \par \cf1 mimi hupenda \cf2 ich pfleg(t)e zu lieben, liebe immer wieder \cf0\par \cf1 ninapendaje\cf2 liebe ich? \par \cf1 ninajipenda\cf0 \cf2 ich liebe mich (selbst) \par \cf1 nipende\cf0 \cf2 ich m\'f6ge, soll lieben; damit, da\'df ich liebe\i \cf0 (Konjunktiv) \par \cf1\i0 nimpende\cf2 ich soll ihn, sie lieben\par \cf1 nisi(m)pende \cf2 ich soll (ihn, sie) nicht lieben \par \cf1 penda \cf0 \cf2 liebe! \cf1 pendeni\cf0 \cf2 liebt! \par \cf1 ninataka ku(m)penda \cf2 ich will (sie)lieben \par \cf1 nikipenda \cf2 wenn ich liebe \cf0\i (Konditionalsatz einleitend) \par \cf1\i0 ningependa\cf2 ich w\'fcrde lieben \par \cf1 ningalipenda\cf0 \par \cf1 nimekwishapenda\cf0 \cf2 ich habe schon geliebt (es ist zu Ende) \par \cf1 nime(i)shapenda \cf0\par \cf1 tunapendana\cf2 wir lieben uns gegenseitig \par \cf1 mimekuwa nikimpenda \cf2 ich habe sie andauernd geliebt\cf0\par \tab u.v.a. neben unersch\'f6pflichen Kombinationen dieser Formen ................................................................................. \par \par Es erhebt sich die Frage, warum eine Sprache bodenst\'e4ndiger Volksst\'e4mme derartig formal entwickelt ist. In \'e4hnlicher Weise begegnet uns von Anfang an, d.h. soweit wir zur\'fcckschauen k\'f6nnen, bei den alten klassischen Spr., etwa in Sanskrit und Griechisch ein \'e4hnlich hochausgebildeter Formenbestand. Der gr\'f6\'dfte Reichtum, die h\'f6chste Differenziertheit einer Sprache scheint paradoxerweise in ihren \'e4ltesten Stufen vorzuliegen. Sprachgeschichte ist in hohem Ma\'dfe Formenverfall. H\'f6chstens nimmt die Zahl der Unregelm\'e4\'dfigkeiten (durch schlampigen Gebrauch, Analogien und bevorzugte Nachahmung und Fixierung des fehlerhaften Sprachgebrauchs zu, der sp\'e4ter sanktioniert wird.\par \par \pard\qc\b Beispielw\'f6rter\par \b0\par \pard (Einige W\'f6rter sind so sch\'f6n, oft wie lautmalend, besonders Tiernamen oft eigennamen\'e4hnlich, dass man versucht ist, sie sich einzupr\'e4gen. Manche wie \cf1 simba \cf2 der Lowe \cf0 und \cf1 safari\cf0 \cf2 die Reise \cf0 sind fast allen vertraute Fremdw\'f6rter. Die Vokabeln, die ich vor \'fcber 60 Jahren gelernt habe - Swahili war so etwas wie unsere Kinder - und Geheimsprache - wei\'df ich gr\'f6\'dftenteils heute noch.)\par \par \b 1.(Menschen-)Klasse: \cf1\b0 mganga\cf0 \cf2 Arzt\cf0 , \cf1 mkalimani\cf0 \cf2 Dolmetsche\cf0 r, \cf1 mdudu \cf2 Insekt\cf0 , \cf1 mpagazi\cf0 \cf2 Karawanentr\'e4ger\cf0 , \par \cf1 mke\cf0 \cf2 Ehefrau\cf0 , \cf1 mwana mke \cf2 Frau\cf0 (allg.), \cf1 mwana\cf0 \cf2 Kind\cf0 \par \b 2.(Baum-)Klasse \b0 (h\'e4ufig auch K\'f6rperteile)\b :\b0 \cf1 mbuni\cf0 \cf2 Kaffeebaum\cf0 , \cf1 moyo\cf0 \cf2 Herz\cf0 , \cf1 mgomba\cf0 \cf2 Bananenstaude\cf0 , \cf1 mwili \cf2 K\'f6rper\cf0 , \cf1 mkia \cf2 Schwanz\cf0 , \cf1 mkeka\cf0 (\cf2 Schlaf\cf0 )\cf2 matte\cf0 . \par \b 3.(Tier-)Klasse: \cf1\b0 tembo\cf0 \cf2 Elefant\cf0 , \cf1 fisi\cf0 \cf2 Hy\'e4ne\cf0 ,\cf1 kuku \cf2 Huhn\cf0 ,\cf1 mamba \cf2 Krokodil\cf0 , \cf1 ngombe\cf0 \cf2 Rind\cf0 , \cf1 nguruwe\cf0 \cf2 Schwein\cf0 ,\par \cf1 kiboko\cf0 \cf2 Flusspferd\cf0 , \cf1 kifaru\cf0 \cf2 Nashorn\cf0 , \cf1 twiga\cf0 \cf2 Giraffe\cf0 , nazi \cf2 reife Kokosnuss\cf0 , \cf1 nyama\cf0 \cf2 Tier\cf0 , \cf1 safari \cf2 Reise\cf0 ,\cf1 \par rafiki \cf0 (auch 5. Kl.) \cf2 Freund\cf0 , \cf1 bahari\cf0 \cf2 Meer\cf0 , \par \cf1 bendera\cf0 \cf2 Fahne\cf0 , \cf1 bunduki \cf2 Gewehr\cf0 , \cf1 haki\cf0 \cf2 Recht\cf0 , \cf1 kabati\cf0 \cf2 Schrank\cf0 , \cf1 soksi\cf0 \cf2 Stumpf, \cf1 taa \cf2 Lampe\cf0 , \cf1 ngazi\cf0 \cf2 Leiter, Treppe\cf0 , \par \cf1 lulu \cf2 Perle\cf0 , \cf1 salamu\cf0 \cf2 Gru\'df, Heil\cf0 . \par \b 4.(Ding-)Klasse: \cf1\b0 kichwa\cf0 \cf2 Kopf\cf0 , \cf1 kiko\cf0 Tabakspfeife, \cf1 kitu\cf0 \cf2 Ding\cf0 , \cf1 kitabu\cf0 \cf2 Buch \cf0 (< arab. \cf3 ktab\cf0 , von dem Swahili - gem\'e4\'df vokalisierten Wort, wurde \cf1 k\cf0 i- als Klassenpr\'e4fix angesehen; im Plural resultiert daraus unter Stammzerst\'f6rung\par \cf1 vitabu\cf0 . Entsprechend w\'e4re es, das deutsche Wort Apfelmus lateinisch zu \tab deklinieren: Apfelmi, Apfelmo, Apfelmum.)\par (Ein sprachspekulierender Sinologe (?) konstruierte aus (angeblich) \cf1\strike kiuwa\cf0\strike0 \cf2 Mund\cf0 Zusammenh\'e4nge mit chinesischem kau (Kauen) und zog u.a. daraus weitreichende Schl\'fcsse \'fcber Ursprung und Entwicklung der Menschheit; Leider\par ist es ein Lesefehler, denn \cf1 kin(y)wa \cf0 (nicht \cf1 kiuwa\cf0 ) hei\'dft \cf2 Mund\cf0 . und es l\'e4\'dft sich leider auch nicht etwa auf \cf2 Kinn\cf0 ausweichen (zu vieles scheint ja zu sch\'f6n zu passen, sondern \cf1 ki\cf0 - ist nur das Klassenpr\'e4fix und geh\'f6rt nicht zum Stamm! (Fuhrmann, S.37)). \par \b 5.(ma-)Klasse: \cf1\b0 maji \cf2 Wasser \cf0 (Plurale tantum!), \cf1 ua\cf0 \cf2 Blume \cf0 (Pl. \cf1 maua\cf0 ), \cf1 neno\cf0 \cf2 Wort\cf0 , \cf1 gari\cf0 \cf2 Wagen\cf0 , \cf1 bibi\cf0 \cf2 Gro\'dfmutter\cf0 , \cf2 Konkubine\cf0 , \cf1 bwana\cf0 \cf2 Herr\cf0 , \cf1 jiwe\cf0 \cf2 Stein \cf0 (Pl. \cf1 mawe\cf0 ), \cf1 jina\cf0 \cf2 Name \cf0 (Pl. \cf1 majina\cf0 !),\cf1 j-ino \cf2 Zahn \cf0 (Pl. \cf1 meno\cf0 ), \cf1 jua\cf0 \cf2 Sonne\cf0 , \cf1 yai\cf0 \cf2 Ei\cf0 . \par \cf5\b 6.(Begriff-)Klasse:\cf1 \b0 utu \cf0 Menschlichkeit, (vgl. \cf1 Uganda, Usambara\cf0 : Gebiete), \cf1 uzuri \cf0 Sch\'f6nheit, \cf1 wema\cf0 G\'fcte (< \cf1 u-ema\cf0 ), \cf1 urafiki\cf0 \cf2 Freundschaft\cf0 . (Jeder kennt Uganda, Watussi, Kiswahili. Leider habe ich kein Beispiel gefunden, wo alle drei Klassen von einem Stamm gebildet werden. Aber an dem fiktiv konstruierten Fall "Die Wahehe wohnen in Uhehe und sprechen Kihehe" lie\'dfe sich das ganze Klassenpr\'e4fixwesen der Bantuspr: verdeutlichen.) \par \cf5\b 7.(Infinitiv-)Klasse: \cf1\b0 taka\cf0 \cf2 wollen\cf0 , \cf1 kula\cf0 \cf2 essen\cf0 , \cf1 kufa\cf0 \cf2 sterben\cf0 , \cf1 kusoma\cf0 \cf2 lesen\cf0 , \cf1 kuandika\cf0 \cf2 schreiben\cf0 , \cf1 kusafiri\cf0 \cf2 reisen\cf0 , \cf1 kusema\cf0 \cf2 sprechen\cf0 , \cf1 kubusu\cf0 \cf2 k\'fcssen\cf0 . Adjektive (relativ selten) Hinter dem Klassenpr\'e4fix in Konkordanz zum Substantiv: -\cf1 zuri \cf0 sch\'f6n (\cf1 kitabu kizuri\cf0 : \cf2 das sch\'f6ne Buch\cf0 ), -\cf1 fupi\cf0 \cf2 kurz\cf0 , -\cf1 ema\cf0 \cf2 gut\cf0 .\par \par Aus dem Arabischen entlehnte Adjektive haben keine Klassenpr\'e4fixe:\cf1 huru \cf2 frei\cf0 , (davon aber\cf1 uhuru \cf2 Freiheit\cf0 ), \cf1 hodari\cf0 \cf2 stark, t\'fcchtig\cf0 ,\cf1 tajiri \cf2 reich\cf0 . Adjektive k\'f6nnen auch mit -\cf1 enye\cf0 \cf2 habend \cf5 +\cf0 Subst. umschrieben werden: \cf1 Mtu mwenye mali\par \cf2 ein Mensch habend Reichtum\cf0 , \cf1 watu wenye elimu \cf2 Menschen habend (Koran)Bildung.\par \par \pard\qc\cf0\b Leseprobe \par \pard\b0 Die Probe zeigt das typische Schriftbild und ist zur sprachlichen Identifzierung \'e4hnlicher Texte als Kiswahili geeignet und l\'e4\'dft den (Wohl)Klang erahnen. Es folgen erkl\'e4rende Anmerkungen entsprechend den unter die Textworte geschriebenen Zahlen und zuletzt die \'dcbersetzung. (Beide stammen von mir.) Zum besseren \'dcberblick empfiehlt sich ein Ausdruck.\par \par \cf1 Kitendo cha kuwaingiza wanawake katika uzalishaji mali katika nchi zinazoendelea tayari kimeleta mafanikio \cf0\par 1 2 3 4 5 6 7 5 8 9 10 11 12\par \cf1 makubwa. Hii ni pamoja na kuwaandikisha wasichana katika shule maalum za mafunzo na elimu ya watu wazima \cf0\par 13 14 ......\par \cf1 kwenye mafunzo na masomo ya jioni, na kuanzisha vituo vya kulea watoto wadogo.\cf0\par \b\fs20 Anmerkungen\b0\par \fs22 1) Tat, Handlung 2) GENITIV: Pronominalpr\'e4fix des regierenden Substantivs (Nominativ!) + \cf1 a:\cf0 \cf1 ki\cf0 + \cf1 a\cf0 > \cf1 cha\cf0 des \par 3) \cf1 (ku)ingiza\cf0 \cf2 einf\'fchren\cf0 , Infix -\cf1 wa\cf0 - \cf2 sie\cf0 (1.Kl.,Pl.) 4) \cf1 wanawake\cf0 Pl. von \cf1 mwanamke\cf0 \cf2 Frau (\cf0 allg.) 5) \cf2 in \cf0 6) \cf2 Produktion\cf0 7) \cf2 Eigentum, Besitz \cf0 (hier Objekt) 8) \cf2 Land, L\'e4nder \cf0 (Tierklasse Sg. = Pl.) 9) \cf1 (ku)endelea\cf0 : \cf2 sich entwickeln\cf0 , \cf1 zi\cf0 - Pronominalpr\'e4fix der Tierklasse (Pl.), bezogen auf \cf1 nchi\cf0 ; -\cf1 na\cf0 - ist Pr\'e4sens-Infix; das Infix -\cf1 zo\cf0 - ( < \cf1 zi \cf5 +\cf1 o \cf0 ) ist das Relativpronomen der Tierklasse (Pl.): \cf2 die sich entwickeln \cf0 10) \cf2 schon\cf0 11) \cf1 (ku)leta: \cf2 bringen\cf0 ,\cf1 ki\cf0 - Pronominalpr\'e4fix der Dingklasse (Sg.), bezogen auf \cf1 kitendo\cf0 , -\cf1 me\cf0 - ist Tempus-Infix des Perfekts:\cf2 haben gebracht \cf0 12) \cf2 Erfolge\cf0 13)\cf2 gro\'dfe \cf0 (\cf1 ma\cf0 -Klasse, Pl.). 14) \cf2 diese\cf0 (in Verbindung mit Pl. der Tierklasse) . . . \par \par Beispiele s. \cf2\ul http://www.freeweb.org/varie/vessella/\par } K lFn`Jr Klingonisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (tlhngan Hol)\par \f1 Von dem amerikanischen Linguisten Marc Okrand f\'fcr den Film Star Trek III erdachte >> Phanta      !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{|}~siesprache, die er \'fcber den Filmbedarf hinaus ausgebaut hat. 1985 ver\'f6ffentlichte er ein W\'f6rterbuch, das in 250 000 Exemplaren an die zahlreichen und z.T. bis zur Weltent.fremdung hingegebenen Fans verkauft wurde. Nicht wenige beflei\'dfigen sich, das schwierige und intendiert defektive, auf aggressiv-militante Termini eingeengte Idiom zu erlernen und untereinander zu sprechen. Sie setzten den Erfinder in Verlegenheit, der sich nicht dieser\par sinnlosen M\'fche unterzogen hatte. Es gibt ein eigenes Sprachinstitut mit 200 Mitgliedern, das die Zeitschrift HolQued (Linguistik) herausgibt. (J\'fcngeren Lesern, die verr\'fcckt genug sind und noch glauben, genug Lebenszeit \'fcbrig zu haben, um sie f\'fcr einen derartigen Unsinn zu verschwenden, teile ich auf Anfrage gern die Adresse mit.) Die Universit\'e4t Illinois unterrichtet Klingonisch. Es findet sich im Internet und die speziell entwickelte Schrift gibt es auch schon als True Type Fonts f\'fcr Windows. \par \par Wie es bei allen Sprachelaboraten nicht ausbleibt, gibt es schon Versuche die Ausprache und die Grammatik zu reformieren, was wegen der Schwierigkeiten beider vom Standpunkt der spielerischen Interessenten verst\'e4ndlich erscheint.\par \par Im Alphabet, wenn es mit lateinischen Buchstaben geschrieben wird, f\'e4llt auf, dass einzelne Buchstaben (ohne das Bed\'fcrfnis zur Unterscheidung) gro\'df geschrieben werden (D, H, I, S). Nur Q (noch sch\'e4rfer) gibt es neben q. Die Aussprache beflei\'dfigt sich entsprechend dem Filmcharakter der Klingonen einer grimmigen Phonetik, bei der m\'f6glichst viel Speichel spritzt. F\'fcr tlh wird die feuchte Aussprache definitorisch direkt vorgeschrieben.\par \par \ul\fs24 Beispiele:\par \ulnone\fs22\par \cf2 ghop \cf1 \cf3 Hand\cf1 (\cf2 gh\cf1 ist ein "summendes g" [?])\par \cf2 ghopDu'\cf1 \cf3 H\'e4nde\cf1 (\cf2 Du'\cf1 ist Pluralpr\'e4fix eigens f\'fcr K\'f6rperteile)\par ' bezeichnet pl\'f6tzlichen Halt, oft mit Verdopplung des vorher-\par gehenden Vokals\par \cf2 ghopaDu'\cf1 \cf3 Pranken\cf1 , \cf3 gro\'dfe H\'e4nde \cf1 (-\cf2 a\cf1 ist Vergr\'f6\'dferungssuffix, bzw. -infix)\par \cf2 ghopHomDu\cf1 ' \cf3 H\'e4ndchen, kleine H\'e4nde \cf1 (-\cf2 Hom\cf1 verkleinert)\par \cf2 ghop qam je\cf1 \cf3 Hand und Fu\'df\cf1 (\cf2 je\cf1 [\cf3 und\cf1 ] steht als wortverbindende Konjugation\par hinter beiden Nomina\par \cf2 ghop qam joq\cf1 \cf3 Hand oder/und Fu\'df\cf1 (einschlie\'dfendes \cf3 oder\cf1 )\par \cf2 ghop qam ghap\cf1 entweder Hand oder Fu\'df (ausschlie\'dfendes \cf3 oder\cf1 )\par \cf2 vulqanganpu' \cf1 \cf3 die Vulkanier\cf1 -\cf2 pu'\cf1 (bezeichnet den Plural sprechender Wesen)\par \cf2 qip \cf1 \cf3 schlagen\par \cf2 qaqIp\cf1 ich schlage dich (Verbalpr\'e4fixe wie \cf2 qa\cf1 - bezeichnen eine Kombination subjektiver und objektiver Pronomina: \cf2 qa\cf1 - \cf3 ich dich\cf1\par \cf2 nuqIp \cf1 \cf3 sie schlagen uns\cf1 (\cf2 nu\cf1 - \cf3 sie uns\cf1 )\par \par Matthias teilt (nach Barron) folgenden Anfang des Vaterunsers (sinnigerweise)\par mit:\par \cf2 vavma' QI'tu'Daq, quvjaj ponglIj: ghoSjaj wo'IIj, qaSjaj wo'lIj Dochmey\par DaneHbogh, tera'Daq QI'tu'Daq je\cf1 .\par \par \par Klingonisch scheint eine rein akkumulierende Sprache zu sein. \par \par Ich schmeichle mir, in fr\'fcheren Jahren schon geistreichere Spr. (vom samoanischen, indischen, chinesischen, arabischen Typ) erfunden zu haben.\par \par \b Literatur:\par \b0 - Barron,D.: Klingon Language Postal Course. Lektion 1 u. 2 in Esperanto-\par \tab\'fcbersetzung von U. Matthias. Neckarshausen 1994\par \pard\cf0\par } O@Փn@rfWr Koreanisch {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Eigenst\'e4ndige Sprache, die keinem (anderen) Sprachstamm angeh\'f6rt. Verwandtschaft mit dem Japanischen, ja selbst dem Ugro-Finnischen wurde behauptet, l\'e4\'dft sich aber nicht beweisen. Vom Typ her ist es allerdings dem Japanischen \'e4hnlich. Es ist eine agglutinierende Sprache, fast ohne Vokalharmonie. Seit (vor) 1443 besitzt es eine eigene Schrift. Dabei handelt es sich nicht um eine progrediente Reihenschrift, in der ein Zeichen dem anderen\par folgt, sondern die Lautzeichen, die eine Silbe bilden, werden in quadratischer Anordnung neben- und \'fcbereinander kombiniert. Diese zur Bilderschrift tendierende Anordnung einer Lautschrift erschwert das Schreiben per Tastatur. Fr\'fcher wurden, wie im Japanischen, auch noch chinesische Schriftzeichen beigemischt.\par Die silbischen Elemente besitzen die Struktur Konsonant - Vokal - Konsonant (KVK). Die Vokale k\'f6nnen einfach oder doppelt sein. Konsonanten k\'f6nnen fehlen, so entstehen die Formen VK, KV oder V. Es gibt lange oder kurze Vokale. Sie sind in der Schrift gleich.\par Bei den Verschlusslauten werden Tenues und Mediae (g - k) nicht unterschieden.\par Aber es gibt schwache, starke (gutturale) und aspirierte Konsonanten.\par \par Ein grammatisches Geschlecht ist unbekannt. Der Plural braucht nicht ausgedr\'fcckt zu werden. Es gibt viele Postpositionen bzw. Suffixe. Die Satzstellung ist Subjektiv - indirektes Objekt (Dativ) - direktes Objekt - Pr\'e4dikat. Pr\'e4dikat bedeutet nicht nur Verb; denn auch das Adjektiv wird wie ein Verb konjugiert (wobei allerdings Volitiv und Durativ fehlen). Allein pr\'e4dikativ gebrauchte Substantive sind mit einer Kopula verbunden (\cf2 ma-nun haksaeng-ida\cf1 : \cf3 ich bin Student\cf1 .[ -\cf2 nun\cf1 gilt als "Postposition", -\cf2 ida\cf1 scheint die Kopula zu sein]).\par \par Koreanisch versteht sich im Unterschied zu westlichen "beschreibenden" Spr. als Dialogsprache. H\'e4ufig wird daher das Subjekt (des Sprechers) als selbstverst\'e4ndlich weggelassen. Das Pr\'e4dikat (s.o.) unterliegt je nach der H\'f6flichkeit gegen\'fcber dem Angeredeten vielen Unterschieden. In dieser sonst erheblichen Komplizierung bedeutet es eine Vereinfachung, dass bei einer H\'f6flichkeitsform viele Verbformen (Pr\'e4sens, Volitiv usw,) unter sich gleich sind.\par \par \par \ul\fs24 Beispiele:\par \cf2\ulnone\fs22 are\cf1 \cf3 vorgestern \cf1 (chadong)ch'a Auto(mobil)\par more \'fcbermorgen chaj\'f6n-g\'f6 Fahrrad\par mul Wasser tos\'f6gwan Bibliothek\par sup Wald haesuyokchang Strand \par pang Zimmer res\'fbt'orang Restaurant \par hananim Gott t'ellebij\'f6n Fernsehen\par pul Familie ch\'f6ny\'f6k Abend\par kwail Frucht togil Deutschland \par kang Fluss taesagwan Botschaft\par \par tangsin-e ir\'fbm-\'fbn mwoyeyo? wie ist Ihr Name?\par ibun-\'fbn che ch'in-gu yeyo/imnida dies ist mein Freund\par on\'fbl mus\'fbn yoil ieyo? welcher Wochentag ist heute?\par \par \b Literatur:\par \b0 - Bak Giuan: Provu en la Korea (Eldonejo juna [1995])\par \b\par \pard\cf0\b0\par } LA^n"o Kreolspr. {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Bezeichnung (frz. cr\'e9ole, span. criollo usw.) von lat. cre\'e0re, im Sinne von aufziehen, heranwachsen lassen.)\par \par Im Unterschied zu einer >> Pidginsprache (hybriden Sprache) verfestigte, regularisierte und\par offizialisierte Mischsprache, die innerhalb einer bestimmten, meist individuumreichen bis dominierenden Bev\'f6lkerung als Muttersprache erlernt und gesprochen wird. Sie pflegt sich im Prozess der "Kreolisierung" aus einer Pidginsprache herausgebildet zu haben und hat eine eigene Grammatik..\par \par Sogar unabh\'e4ngig von den Herkunftsspr. \'e4hneln sich die Kreolspr. in frappierender Weise. An einen gemeinsamen R\'fcckgang auf ein m\'f6glicherweise fr\'fcher recht universell verbreitetes Pidgin-Portugiesisch kann man kaum glauben. Es kann sich nur um allgemeines menschliches Verhalten in \'e4hnlicher Sprachsituation handeln, etwa wie die Kindersprache universell vergleichbare Z\'fcge aufweist, wobei es zu einem Wegschneiden spezieller grammatischer Charakteristika (Stripping) kommt.\par \par \par Beispiele (hps. nach St\'f6rig, S. 351 ff. und McArthur p. 270):\par \par Anglokreolische Spr.\par \par - >> Kriol in N-Australien (s. auch Australische Spr. /4)\par - Cape-York-Kreol (s. Australische Spr. /4)\par - JAMAIKA-KREOLISCH (JAMAICAN CREOLE, JAMAICAN CREOLE ENGLISH, JAMAICAN \par CREOLE ENGLISH, BUNGO, QUASHEE, JAGWA TALK, Patois [f\'fcr Jamaika])\par - ANGLO-KREOLISCH AUF PAPUA-NEUGUINEA (BISNIS-ENGLISH, NEWGUINIAN, NEW GUINEA TALK, NIUGINI- \par TALK, TOK PISIN). (PR: HIRI-MOTU gilt als eingeborenenbasiert\par und scheint folglich nicht hiermit identisch zu sein.\par - HAWAIIAN CREOLE (HAWAII ENGLISH CREOLE)\par - KRIO (TALKEE-TALKEE) in Sierra Leone\par - KRU ENGLISH in Liberia\par - KAMTOK in Kamerun\par - GULLAH (GOOLAH, GEECHEE, GEEDGEE) an der K\'fcste Floridas, Georgias und\par South Carolinas als Miischung mit westafrikanischen Spr. ( >> Haussa,\par Ewe, Yoruba, Ibo, Kikongo)\par - AFRO-SEMINOLE in Nordamerika\par - BISLAMA in Vanuatu\par - BAJAN auf Barbados\par - CREOLESE in Guyana\par - MISKITO COAST CREOLE in Nicaragua\par - SRANAN in Surinam\par - TRINBAGONIAN auf Trinidad und Tobago\par - Kreolisch der Honduras-Bai-Inseln\par \par Kreolisch beeinflusst ist das BLACK ENGLISH (VERNACULAR) in den USA und das\par BRITISH BLACK ENGLISH.\par \par Niederl\'e4ndisch basierte Spr.\par \par - NEGERHOLLANDS (BLACK DUTCH) auf den Virgin Islands (wenige Sprecher)\par \par \par Frankokreolische Spr.\par \par - CR\'c9OLE DE LA DOMINIQUE auf der Insel Dominica\par - LOUISIANA CREOLE (CR\'c9OLE LOUISIANOIS, NEG, GUMBO, FRAN\'c7AIS N\'c8GRE) \par - FRANKOKREOLISCH AUF HAITI (HAITIAN CREOLE FRENCH\par - CR\'c9OLE SEYCHELLOIS\par - KREOLISCH AUF MAURITIUS\par - MITCHIF mit Verblexik und Morphologie der Algonkinsprache Cree (>> Insianerspr.)\par \par Hispanokreolische Spr.\par \par - PAPIAMENTO (PAPIAM, PAPIAMENTS, PAPIAMENTU, CURA\'c7AOLE\'d1O, CURACESSE) auf\par Cura\'e7ao, Aruba und Bonaire (auch portugiesische und niederl\'e4ndische\par Elemente)\par \par \par Portugiesisch basiertes Kreolisch\par \par - KAPVERDISCH (DIALECTO CRIOULO DE CABO VERDE) 19.Jh.\par - ANNOBON-KREOLISCH\par - SAO TOM\'c9-KREOLISCH\par \par \par \pard\cf0\par } M@6gn}erKriol{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (ROPE RIVER DIALECT, ROPER PIDGIN):\par Bedeutende australische Kreolsprache ( >> Australische Spr. /4).\f1 \f0 Englisch basiert; hps. im Norden.\f1 Kontaktsprache f\'fcr \'fcber 100 Aborigines-Gemeinden (20000, f\'fcr gut die H\'e4lfte als Muttersprache).\par "Ein Kontinuum von Variet\'e4ten" von HEBI KRIOL (Heavy creole), dem Basilekt, d.h. dem Englischen am fernsten stehend und hps. als Zweitsprache von Aborigines gesprochen, bis LAIT KRIOL (light creole), dem Akrolekt, der dem\par Englischen am n\'e4chsten steht. Entsprechend variiert die Aussprache z.B. von balijiman \'fcber blijman (im Mesolekt) bis plisman f\'fcr policeman. Es gibt auch Bedeutungswandel: kukwan (cooked one) heigaleriet sowohl "gekocht wie "reif". Auch Eingeborenenw\'f6rter kommen vor (McArthur p. 95).\par \par Gemeinsamkeiten mit den englisch-basierten Pidgin- und -Kreolspr. des pazifischen Raumes sind -im oder -um als transitive Verb-Endungen (z.B kukum: kochen) und die Verwendung von "bin" als Hilfszeitwort ai bin rid det buk.\par (PR: Beziehungen zu dt. "bin (gewesen)" ?). Typisch sind pr\'e4positionale Objektkonstruktionen (McArthur p. 365):\par \par \cf2 Aibin gibit im mani blonga daga\par \cf3 I gave him money for (long) (the) river\par \cf1\par \cf2 Olubat bin kaman from deya\par \cf3 They came from there\cf1\par \par \cf2 Deibin hambagam mi fo daga\par \cf3 They pestered me for food \cf1\par \par \cf2 Melabat kaan go garram yumob\par \cf3 we cannot go with you people \cf1 (PR: mob = people [!])\par \par Kriol hat eine feste Orthographie, ist Unterrichts- und Literatursprache.\par \pard\cf0\par } NvonY~r Kunstspr.s{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (\b K\'fcnstliche Spr.)\b0\par \par Im Gegensatz zu anonym und kollektiv entstandenen und \'fcberkommenen >> Nationalspr. in j\'fcngerer historischer Zeit von einzelnen oder kleinen Gruppen als >> Planspr. oder >> Phantasiespr. erdachte (ausgedachte, erschaffene) Spr.. Anh\'e4nger von Planspr., die Kunst wohl mehr im Sinne von Kunsthonig, d.h. als minderwertigen Ersatz verstehen, denn als sch\'f6pferische kulturelle Leistung, pflegen diese Bezeichnung entschieden abzulehnen.\par \par Zunft- und Gaunerspr. pflegt demgegen\'fcber die Planm\'e4\'dfigkeit abzugehen. Sie sind nicht nahezu synchron entstandenes Produkt eines einzelnen oder einer damit befassten kleinen Gruppe, sondern diese "Spr." bilden sich mehr oder weniger anonym \'fcber l\'e4ngeren Zeitraum durch Angeh\'f6rige der betreffenden Gruppen im t\'e4glichen Gebrauch heraus. Wie Fachspr. sind sie meistens keine eigentlichen Spr. mit eigener Grammatik, sondern, was den Bestand an W\'f6rtern und Wendungen anbetrifft, eher Dialekten ethnischer Spr. zu vergleichen. Sie k\'f6nnen aber mit gleichen (wie im Latein der Fachspr.), \'e4hnlichen oder analogen Ausdr\'fccken in verschiedenen Tr\'e4gerspr. vorliegen. \par \pard\cf0\f1\par } 4`א/L5p9Lettisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Indogermanische Sprache des >> baltischen Zweiges. 1,5 Mio.\par Gilt als "kolonialer Ableger des >> Litauischen".\par \f1 Lettisch hat 5 F\'e4lle (. . ., Vokativ).\par \par Es weist bei langen Vokalen einen in der Schrift nicht bezeichneten "Knarrton"\par auf. Im Unterschied zum >> Litauischen fester Akzent auf der ersten Silbe\par (PR: ugrofinnischer Einfluss ?).\par \par Mit den benachbarten ugrofinnischen Spr. Estnisch und Finnisch kam es zum\par Austausch von Lehnw\'f6rtern.\par \par Standardisierung erst in der 2.H\'e4lfte des 19.Jh.\par \par \pard\cf0\f2\par } PҽnĢrLingalaN{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (Ngala, Li- ist Klassenp\'e4frix [u.a.] f\'fcr Spr. wie Ki- in Kiswahili.)\par Zentralafrikanische Bantusprache, l\'e4ngs des Kongo gesprochen, ist Verkehrs- und in neuerer Zeit auch Literatursprache.\par Ndoki hei\'dft Zauberer und ist Name eines Flusses, der ein schwer zug\'e4ngliches, au\'dferordentlich wildreiches Urwaldgebiet entw\'e4ssert (Nat. Geogr. 188[1997]1).\par \par \pard\cf0\f1\par } QEn@ 2r Litauisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss Arial;}{\f2\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs24 I\f1\fs22 ndogermanische Sprache des >> baltischen Zweiges. 2,8 Mio.\f2 \f1 Hat bestimmte (hps. das Nomen betreffende) Eigenheiten der indogermanischen\f2 Fr\'fchzeit st\'e4rker bewahrt als die meisten anderen Indoeurop\'e4ischen Spr.\par und kann darin dem Sanskrit und dem Altgriechischen an die Seite gestellt werden.\par \par Das ALTLITAUISCHE hatte 10 F\'e4lle, das moderne hat 7 (. . ., Lokativ, Instrumental, Vokativ).\par \par Standardisierung durch Grammatiker im 17.Jh.\par \par Der v\'f6llig freie "dezentralisierende" (schwebende) Akzent (- die Hervorhebungen von Schallst\'e4rke und Tonh\'f6he fallen nicht auf die gleiche Silbe -) erlaubt vielleicht Schlussfolgerungen auf die altgriechischen Akzentverh\'e4ltnisse.\par \par \pard\cf0\par } R`nƘ Luwisch +{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Kleinasiatische indogermanische Sprache, eng dem >>HETHITISCHen verwandt, findet sich unter den (vorwiegend hethitischen) Keilschrifttexten von Boghaz\f1 k\'f6y. Auch ist es die Sprache, in der die "hieroglyphen-hethitischen" Texte geschrieben sind (>> TABALISCH). Dieses bildet einen von mehreren luwischen Dialekten. Ein weiterer ist LYKISCH. \par \par Luwisch bildet den Plural der Nomina, Adjektive und Pronomina auf -nzi (gesprochen -nts ?), der im hethitischen auf -es und im Tabalischen auf -ai endet. Statt des Genitivs wird ein Adjektiv auif -assis oder -assas verwendet ("v\'e4terliches Haus" statt "Haus des Vaters"). So wurden auch Ortsnamen gebildet. Das d\'fcrfte die vielen Ortsnamen auf -assos aus griechischer Zeit erkl\'e4ren.\par \par \pard\cf0\f2\par } 9p 7m/Moz Malaiisch-Polynesische SprachenS{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue0;\red127\green127\blue0;} \uc1\pard\f0\fs22 Die Spr. der zahlreichen V\'f6lker und Volksst\'e4mme der Inseln Indonesiens und Ozeaniens zwischen Madagaskar und der Osterinsel.\par Sie werden von manchen mit den >>melanesischen Spr. zu einer >>austronesischen Sprachgruppe vereint.\par \par Zwei Gruppen werden unterschieden:\par \par -Polynesische Spr. (>>)\par -INDONESISCHE ( oder MALAIISCHE) Spr. \par \par Die Zahlen sind in beiden Gruppen trotz gro\'dfer r\'e4umlicher Distanz \'e4hnlich Wendt, S.191):\par \par \par \cf1 1 2 3 4 5\par \cf0\fs20 Polynesisch: \par \fs22 Samoanisch \cf2 tasi lua tolu faa lima\par \cf0\fs20 Malaiisch:\fs22\par Madagassisch \cf3 satu dua tiga efatra limi\par \cf0 Indonesisch \cf4 isa rua telu empat lima\cf0\par } sy&`M3 Melanesische Sprachen{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} \uc1\pard\f0\fs22 Einige hundert Spr. auf Neukaledonien, den Loyalit\'e4tsinseln, den Neuen Hybriden, dort auf den Banksinseln , Salomoninseln im Bismarck-Archipel, an den K\'fcsten Ost-Neuguineas, auf den melanesischen Inseln. Etwa 1 Million Sprecher (1961).\par \par Als Beispiel hervorgehoben wird MOTA auf den Banksinseln, wohl nicht identisch mit der Pidginsprache MOTU auf Papua-Neuguinea. . \par } SϽnpq0wF Mitannisch +{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 1) Synonym f\'fcr >> HURRITISCH\f1\par 2) kleinasiatische indogermanische Sprache der Hethiterzeit, von Forrer als\par \f0 MANDAISCH (sonst aber ungebr\'e4uchlich) bezeichnet.\f1\par \f0 Es sind nur einige Termini technici in einem Leitfaden f\'fcr Training und\f1\par \f0 Akklimatisierung von Wagenpferden aus den Keilschrifttexten von Boghazk\'f6y\f1\par \f0 bekannt, der von einem gewissen Kikkuli aus dem Mitanni-Land verfasst wurde.\f1\par \f0 Die dort verwendeten Zahlw\'f6rter sind eng mit denen des Sanskrit verwandt:\f1\par 1 3 5 7 9\par \f0 Mit.: aika t\'eara panza satta nava\f1\par Sans.: eka tri pan~ca sapta nava\par Sie beziehen sich auf "Wendungen": wartanna (sanskr. vartana-m). PR: Man\par \f0 vgl. lat. v\'e9rtere, russ. wert\'e9tj (wenden)!\f1\par \f0 Aus anderen Texten ist bekannt, dass die Herrscher von Mitanni, deren Namen\f1\par \f0 eine \'e4hnliche Herkunft bezeugen, indoarische Gottheiten verehrten. \f1\par \par \pard\cf0\par } T rn`[(Mon-Khmer-Spr.{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (6,5 Mill.)\par \f1 Indien, Birma, Indochina u.a. L\'e4ndern S\'fcdostasiens.\par \par Gliederung:\par \par Zentrale Gruppe\par -KHMER (KAMBODSCHANISCH) 4 Mill. K\'f6nigreich Kambodscha\par -MON (TALAING, PEGUANISCH) 350 000, S\'fcdost-Burma\par -BAHNAR SO-Vietnam\par ...\par Ostgruppe SO-Vietnam\par -TSCHAM\par -DSCHARAI\par -SEDANG\par -RADE\par ...\par Malakkaische Gruppe Halbinsel von Malakka (vormalaiische Bev\'f6lkerung)\par -SEMANG\par -SAHAI\par -DSCHAKUN\par NIKOBARISCH 10 000\par Palaung-Gruppe\par -PALAUNG\par -WA Oberburma\par -RIANG\par KHASI 250 000 Amman\par \par \par \pard\cf0\par } :>m/NW yo~rNama {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 >> afrikanische Sprache; Hottentottensprache in Namibia bis nach\f1 S\'fcdafrika. Konsonanten ohne auff\'e4llige Besonderheiten, Vokale meist kurz, manche werden ganz fl\'fcchtig und unbestimmt gesprochen. Es gibt viele\f0\par Diphthonge (beide Bestandteile werden schnell hintereinander gesprochen\f1 und verschliffen). Lange Vokale und Diphthonge k\'f6nnen nasaliert werden. Es \f0 werden mittlere, hohe (ansteigende) und tiefe (abfallende) Intonation unter-\par \f1 schieden (Bedeutungsunterschiede!). In mehrsilbigen W\'f6rtern haben nur die \f0 betonten Vokale steigenden oder fallenden Ton; in aus verschiedenen Bestand\f1 teilen zusammengesetzten W\'f6rtern nur die Tonsilbe des ersten Bestandteils.\f0\par \par Es gibt vier verschiedene Schnalzlaute, die nur am Wortanfang vor Vokal, g,\f1 h, k, kh oder n vorkommen, aber f\'fcr Sprachfremde nur schwer ohne Abstand mit \f0 dem Wort zu verbinden sind:\par \f1 \'a6 Zunge gegen die Vorderz\'e4hne gepresst (Dental)\f0\par \par \f1 \'a6 Zunge seitw\'e4rts gegen die rechten Backenz\'e4hne (Lateral) oder ganzer Zungenr\'fccken gegen den Gaumen \tab gepresst\f0\par \par \f1 ! Zunge gegen den mittleren Gaumen gepresst (Cerebral)\f0\par \par \f1 Zunge gegen den vorderen Gaumenrand gepresst (Palatal) (das Zeichen f\'fcr den vierten Schnalzlaut entspricht \tab dem ASCII-Zeichen 216, \f0 dessen Darstellung mir hier nicht gelingt \{vgl. ASCII-Zeichentabelle! \}).\par \par \f1 Es gibt keinen Artikel, aber alle drei Geschlechter ("kommun" statt s\'e4chlich) \f0 mit folgenden Wortendungen:\par Sg. Pl. Dual\par m -b(a) -gu (-ga) -kha\par f \f1 \f0 -s(a) -ti\f1 \f0 (-ta) -ra\par \f1 komm. -\'ef(e) -n(a) -ra\f0\par \par Die eingeklammerten Endung\f1 en\f0 werden des Wohlklanges halber oft vorgezogen.\par \par \f1 An den Paradigmata \cf2\'e1ob(a)\cf3 Mann\cf1 , \cf2\'e1oga\cf1 \cf3 Frau\cf1 , \cf2 kh\'f3i\'ef (khoi\'eb) \cf3 Mensch\cf1 sieht\f0\par \f1 das folgenderma\'dfen aus:\f0\par - na, probieren Sie es erst mal selbst !\par \par \i [wird fortgesetzt, in Arbeit]\par \i0\par \pard\cf0\par } X "opP r Nationalspr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Die Bezeichnung kann mit >>Ethnospr. (>>Vol\f1 k\f0 sspr.) synonym gebraucht\f1 \f0 werden, wenn ihrer Sprechergruppe der Rang einer eigenen Nation zugesprochen\f1 wird. Bei einer MINORIT\'c4TENSPRACHE wird das nicht immer der Fall sein, wird von der Definition des Begriffes Nation, vor allem aber von der Auffassung des Wortverwenders abh\'e4ngen. Die um- oder zwischenwohnende nationale Majorit\'e4t pflegt darin anderer Meinung zu sein als die ihre Sprache gebrauchenden Angeh\'f6rigen der Minorit\'e4t.\par \par \pard\cf0\par } <\[D`prNavajo{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Indianersprache\par \par Im 2. Weltkrieg von den USA als Codesprache durch indianische Funker verwendet; war von japanischer Seite nicht zu knacken. Jeder Funker hatte einen amerikanischen Besch\'fctzer, der u.a. daf\'fcr zu soprgen hatte, dass der Funker nicht lebend in japanische Gefangenschaft fiel, damit er nicht ggf. unter Folter den Code, seine Muttersprrache n\'e4mlich, preisgebe..\par } U_n``'rNeuseel. Englisch {\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 "New Zealand English is the dark horse of World English regional dialectology" (Crystal p. 354). Die Entwicklung setzte sp\'e4ter ein und vollzog sich langsamer als in Australien ( >> Australisches Englisch). Es bestand st\'e4rkere Bindung an und Vorliebe f\'fcr das Mutterland. Darauf und auf die Unterschiede gegen\'fcber dem australischen Englisch wird Wert gelegt. Auch Einfl\'fcssen des amerikanischen Englisch und der Maori-Sprache wurde begegnet. Amerikanische Einfl\'fcsse setzen sich aber durch und den Maoris wird zunehmend mit Wohlwollen und Sensibilit\'e4t begegnet. So werden Maoriw\'f6rter z.B. im Radio nicht l\'e4nger \f1 wie englische ausgesprochen, sondern z.B. wh als f und ang als a:ng. \par \par \f0 Die Linguisten erwarten mit Spannung eine allm\'e4hliche Synthese der vier genannten Sprachbereiche - wie ich mit ziemlicher Sicherheit annehme, vergeblich.\cf0\f1\par } \/_l 5NiederlndischQ{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\f0\fs28 in Arbeit!!!!!\par \par \fs22 westgermanische Sprache (>> Germanische Spr.)\par \par \f1 Standard ist das Niederl\'e4ndische, das in den Provinzen Noordholland und Zuidholland, besonders s\'fcdlich des Ij gesprochen wird. Daraus ist das in den Niederlanden und Belgien amtlich verbindliche \ul Algemeen Beschaafd Nederlands\ul0 (\b ABN\b0 ) hervorgegangen. (\cf1 beschaafd\cf0 \cf2 gebildet, kultiviert, zivilisiert). \cf3 Das belgische Niederl\'e4ndisch weist gleichwohl in Aussprache, Wortschatz und Wortgebrauch Besonderheiten auf, vergleichbar etwa dem Hochdeutsch in \'d6sterreich. Fl\'e4misch ist der Sammelbegriff f\'fcr die unterschiedlichen in Belgien gesprochenen Dialekte.\par \par \b Altniederl\'e4ndisch\b0 (Altniederfr\'e4nkisch) vor 1200, so gut wie keine schriftlichen \'dcberlieferungen\par \b Mittelniederl\'e4ndisch\b0 1200 - 1600\par \b Neuniederl\'e4ndisch\b0 seit 1550/1600\par \par \b Aussprache und Rechtschreibung \b0 (Orthographiereform von 1947)\par - ein Vokal in geschlossener Silbe ist kurz \cf1 nar - nar/ren\cf3 \cf2 Narr - Narren\par - ein langer Vokal in geschlossener Silbe wird verdoppelt \cf1 Uur - Uren \cf2 Uhr -Uhren\cf1\par \cf2 - \cf3 ein Vokal in offener Silbe ist lang. \par - Digraphen wie ie, eu.oe; au, ooi werden nicht verdoppelt.\par \par Die langen Vokale werden als halblang bezeichnet, da vor r eine st\'e4rkere Verl\'e4ngerung erfolgt: "gedehnte Vokale".\par \par \cf1 aai \cf3 sprich \'e2 mit nachlautendem i \cf1 draaien\cf3 \cf2 drehen\par \cf1 ae\cf2 \cf3 sprich \'e2 (nur in Eigennamen)\par \cf1 au \cf3 vor \cf1 w\cf3 sprich ou (au) \cf1 blauw\cf3 \cf2 blau\cf3\par \cf1 ee\'eb\cf3 sprich eje (auslautendes e fl\'fcchtig \cf1 zee\'ebn\cf3 \cf2 Seen\cf3\par \cf1 eeu\cf3 vor \cf1 w\cf3 sprich e-u \cf1 leeuw\cf3 \cf2 L\'f6we\cf3 \par .....\par } VogڤrNordam. Englisch{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\fmodern Courier New;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 In USA und Kanada gesprochenes Englisch.\par \f1 Wegen der st\'e4rkeren Durchdringung des "Schmelztiegels" einheitlicher als die inselenglischen Dialekte. Drei gro\'dfe Dialektgruppen (GR\'c4F-SPITZBARDT): \f0\par \f1 - \b westlicher Typ \b0 (ca. 120 Mill. = 2/3), gesamtes Gebiet au\'dfer den Neuenglandstaaten und den s\'fcd\'f6stlichen Staaten. \par "Standard (or General) American \f0 English".\par \f1 - \b s\'fcdlicher Typ \b0 (ca. 45 Mill.), Grenze schlie\'dft Virginia ein, Westvirginia aus, verl\'e4uft durch Ohio, Indiana, Illinois, Missouri, Oklahoma und Texas. \f0 Musikalischer klingend, r nur im Wortanfang, j-Einschub nach k-Laut (kyah statt "car").\par \f1 - \b nord\'f6stlicher Typ \b0 (ca. 12 Mill.), Neuenglandstaaten, New York State \'f6stlich \f0 des Hudson. Zentrum Boston. Dem brit. Englisch nahe, aber mehr lokale und\f1 soziale Varianten als im westlichen Typ. Besonders starke Unterdr\'fcckung des\f0\par j-Vorschlages vor u (z.B. in "new". "duty", "student". r nach Vokal fehlt\f1 \f0 (hoss statt "horse"). \par In New York klingt "early" wie oily, und "33d avenue" wie toidy toid annya.\f1 "F\'fcr das britische Ohr ist die Sprache der New Yorker >sehr schlechtes \f0 Englisch<."\par \f2\fs18\par \pard\cf0\b\f0\fs22 Literatur:\par \pard\li80\cf1\b0\f1 - Gr\'e4f,G. u. Spitzbardt, H.: Amerikanisches Englisch. Leipzig 1965\f0\par \pard\cf0\b\par } Y@C0or Norwegisch {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 >> germanische Sprache (westnordische Gruppe)\par Die in Norwegen heimische Volkssprache (ALTNORWEGISCH) wurde nach der Vereini\f1 gung Norwegens mit D\'e4nemark (1397) auf lokale Dialekte zur\'fcckgedr\'e4ngt und ansonsten mit der Zeit durch ein mit norwegischen W\'f6rtern durchsetztes D\'e4nisch (RIKSM\'c5L) ersetzt. Die alte norwegische Sprache lebte nur als Lokaldialekt weiter. Nach der Trennung von D\'e4nemark (1814) und durch das erwachende Nationalbewusstsein wurden von einigen Dichtern vermehrt Norwegismen eingemischt. Der Dichter Ivar Aasen (1813 -1896) schuf als Autodidakt genial, aber auch\par dilettantisch eine neue Schriftsprache, die aber von der Landsmaal bewegung vervollkommnet wurde. Dichter wie Ibsen und Bj\'f6rnson lehnten diese Bestrebungen ab.\par \par Seit 1892 darf die neue "alte" Sprache in den Schulen benutzt werden. Etwa ein Drittel der Schulen machte, besonders in W und SW, davon Gebrauch. Rechtschreibung und Sprachformung ist dabei weitgehend den Schulen \'fcberlassen und entsprechend uneinheitlich. 1901 erfolgte eine weitere Archaisierung zum MIDLANDSM\'c5L. Aber auch das RIKSM\'c5L wurde (1907) norwegisiert. Seit dem gleichen Jahr sind beide Spr. auch allgemein gesetzlich gleichberechtigt.\par \par Eine besondere Bewegung hofft auf die allm\'e4hliche Umformung des konservativeren Riksm\'e5l zu einer norwegischen Eigensprache. Jedenfalls dominiert seine Verwendung bei weitem und wird im allgemeinen den W\'f6rterb\'fcchern und Sprachf\'fchrern zugrunde gelegt.\par \par Die Unterschiede zwischen den beiden norwegischen Spr. sind nicht unbedeutend, Landsmaal ist eher dem Schwedischen \'e4hnlicher als dem D\'e4nischen.\par \par Riksm\'e5l Landm\'e5l\par \par \cf2 sehen \cf1 \cf3 se \cf4 sj\'e5\cf3\par \cf2 ich komme \cf3 jeg kommer \cf4 eg kjem\cf1\par \par Landsm\'e5l hat alle drei Geschlechter, Rijksm\'e5l urspr\'fcnglich wie das D\'e4nische nur zwei, jetzt auch drei. Auch die Orthographie hat sich vom D\'e4nischen entfernt (ud > ut :aus).\par \par Rijksm\'e5l hei\'dft jetzt BOKM\'c5L, Landm\'e5l NYNORG.\par \par \par \pard\cf0\par } .xKY Numidisch +{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Die Bezeichnung Numidier soll die lat. Form (Numidae) des griech. Wortes nomades (Nomaden; wandernde Hirten) sein. Sie w\'e4ren demnach im Altertum die Nomaden schlechthin.\par Sie lebten als reitende Hirten im Osten Algeriens, bildeten aber ein K\'f6nigreich (neben den dominierenden Karthagern), das unter die Herrschaft der R\'f6mer kam ( -46 Provinz Africa nova). Es gibt rund 1000 Belege einer eigenen von rechts nach links geschriebenen Buchstabenschrift, meist kurze inhaltsarme Grabinschriften, oft mit r\'f6mischer Parallel-\'dcbersetzung. Fast alle Schriftzeichen sind gedeutet. Mit dieser "libyschen" Schrift, leicht ver\'e4ndert und als Tamasheq bezeichnet, schreiben auch die Tuaregs, die eine >> Berbersprache sprechen.\par Das Numidische ist mit den gegenw\'e4rtigen >> Berberspr. eng verwandt, ja z\'e4hlt zu ihnen, und somit zu den >> semitisch-hamitischen Spr..\par .\par } ;Cm/O[@eZoplEu Oshindonga{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red128\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 >> Bantusprache der s\'fcdwestlichen Gruppe. Sprache des Ndonga-Stammes der Ovambo. (\cf2 Oshi\cf1 - ist ein Nominalklassenpr\'e4fix, mit dem u.a. Spr. bezeichnet werden wie mit Ki- in KiSwahili).\par \par Folgende Nominalklassen werden unterschieden (vgl. >>> Swahili, >> Otyiherero)\par \par Nr. Pr\'e4fix Beispiel \par Sg. Pl. Sg. Pl. entspricht im \b Swahili\b0 der \par Klasse Sg. Pl. \par 1 \cf2 omu- aa- omuntu \cf3 Mensch\cf1 \cf2 aantu \cf1 1 \cf4 mtu watu \par \cf1 2 \cf2 omu- omi- omuti \cf3 Baum \cf2 omiti \cf1 2 \cf4 mti miti\par \cf1 3 \cf2 e- oma- etango \cf3 Tag\cf1 \cf2 omatango \cf1 5 \cf4 jua majua \cf1\par 4 \cf2 o- oo- ongombe \cf3 Rind \cf1 \cf2 oongombe\cf1 3 \cf4 ngombe ngombe \cf1\par 5 \cf2 oshi- ii- oshinim a \cf3 Ding \cf1 \cf2 iinima\cf1 4 \cf4 kitu vitu \cf1\par 6 \cf2 olu- otu- olusuindo \cf3 L\'f6ffel\cf1 \cf2 otusuindo \cf1 6? \cf4 upawa npawa \cf1\par 7 \cf2 oka- uu- okanima \cf3 S\'e4chelchen\cf1 \cf2 uunima \cf1 6? \par 8 \cf3 lieben; Lieben \cf1 7 \cf4 kupenda \cf1\par \par Die Numerierung und Reihenfolge der Klassen schwankt in den einzelnen Lehr- und W\'f6rterb\'fcchern, vor allem in Abh\'e4ngigkeit von ihrem Alter. In bezug auf Otyiherero folge ich Seidel. \'dcber die Nummern der Swahili-Klassen s. dort.\par \par \par \pard\cf0\par } Z@$EBo@D͛u Oskisch +{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue0;\red0\green127\blue127;\red0\green0\blue255;\red153\green51\blue102;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\i\f0\fs22 (\f1 lateinische Beispiele \cf2 d.rot =22\cf1 )\par \i0\f0\par >> Italische Sprache der oskisch-umbrischen Gruppe, speziell der Samniten, in gro\'dfen Teilen Mittel- und S\'fcditaliens, die lange mit den R\'f6mern um die Vorherrschaft gek\'e4mpft haben und im -4. bis -3. Jh. unterworfen wurden. Ihnen standen die Paeligner sprachlich sehr nahe. Oskisch wurde in Unteritalien noch zur Kaiserzeit gesprochen (Funde in Pompeji, einer oskischen Gr\'fcndung). Die \'dcberlieferung beschr\'e4nkt sich auf Inschriften und vereinzelte Angaben bei r\'f6mischen und griechischen Schriftstellern, insbesondere Grammatikern und Lexikographen. Es sind ca. 200 Inschriften in einer meist linksl\'e4ufigen sch\'f6nen und regelm\'e4\'dfigen Schrift erhalten. Der Einsch\'e4tzung, Oskisch sei eine gegen\'fcber dem Lateinischen weiterentwickelte Sprache, steht die Festellung entgegen (PR), Oskisch habe einen altert\'fcmlichen Lautbestand (\cf3 di\'favei\cf1 = \cf4 Iovi\cf1 , \cf3 svai\cf1 = \cf4 si\cf1 ) und h\'e4ufig Diphthonge (\cf3 eid\'fais\cf1 = \cf4 Idibus\cf1 ). Auch ist das -\cf3 es\cf1 im Nom. Pl. der konsonantischen Deklination wie auch im Griechischen kurz, im Lateinischen "weiterentwickelt" lang.\par Die Endungen des Gen. Sg.und Dat. Sg. der kons. Deklination unterscheiden sich im Lateinischen (\cf4 -\cf2 is, -i\cf1 ), w\'e4hrend sie im Oskischen (und Umbrischen) noch (?) gleich (\cf3 -eis\cf1 ) sind.\par Endsilben werden synkopiert (\cf3 h\'farz\cf1 = \cf4 hortus\cf1 , \cf3 humuns\cf1 = \cf4 homines\cf1 ) (Stolz, Pauly).\par Statt lat. \cf2 qu\cf1 - und\cf4 v\cf1 - steht (wie im Umbrischen) \cf3 p\cf1 - und \cf3 b\cf1 - (\cf3 pis\cf1 statt \cf4 quis\cf1 ; PR vgl. die griechischen Fragew\'f6rter und die Gliederung der keltischen Spr. in \cf5 p-\cf1 und \cf5 q\cf1 -Keltisch!).\par \par \b\fs24 Deklination:\par \b0\fs22\par \b a-Deklination \b0\'a6 \b o-Deklination\par \b0 \'a6\par Sg. \'a6 Sg. Pl.\par N. \'a6 N. \'a6\par G. -\cf3 as\cf1 \'a6 G. -\cf3 eis\cf1 \'a6 -\cf3\'f4s\cf1\par (vgl, lat.\cf2 Pater familias\cf1 ) \'a6 D. -\cf3 oi\cf1 \'a6 -\cf3\'f4m\par \cf1 \'a6 A. -\cf3 om\cf1 \'a6\par ABL. -\cf3 o\cf1 (-ad) ?PR \'a6 Abl. -\cf3\'fad\cf1 (gespr. -od)\par \par \b konsonantische St\'e4mme\b0\par Sg. \par N. \par G. -\cf3 e\'eds\cf1 (-\cf3 eis\cf1 ) von den i-St\'e4mmen \'fcbernommen (so auch bei den o-St\'e4mmen) \par D. \par A. -\cf3 om\cf1 von den o-St\'e4mmen \'fcbernommen\par \par Neben dem Ablativ gibt es einen allgemeinen Lokativ \cf3 e\'edze\'ed tere\'ed\cf1 \cf2 in eo territorio\cf1 \cf6 in diesem Gebiet\cf1 ; \par vgl. die Reste (?) bei lateinischen Ortsnamen (z.T. ebenfalls -\cf2 i\cf1 ), \cf2 r\'fbr: \cf6 auf dem Land \cf1 und dergl.\par \par N\'e4heres s. Stolz, S.40 ff., KRUMMREY, dort auch Schriftprobe\par \par \par \b Weitere Wortbeispiele:\cf3 \par \b0 touto\cf1 , \cf2 populus\cf1 \cf6 Volk, Stamm \cf1 (z.B. oskischer);\par \cf3 plavta\cf1 , \cf2 planta\cf1 \cf6 Sohle \cf1 , \cf3 plantad\cf1 , \cf2 plant\'e2\cf1 : \cf6 mit der Sohle \cf1 (vgl. \cf2 plautus\cf1 : \cf6 plattf\'fc\'dfig\cf1 ); \par \cf3 diuve\cf1 i, \cf2 Iovi\cf1 :\cf6 Iuppiter \cf1 (Dat.); \par \cf3\'e9iduis\cf1 , I\cf2 dibus\cf6 an den Iden;\cf1 \par \cf3 h\'farz \cf1 (\cf3\'fa\cf1 sprich o),\cf2 hortus\cf1 (oskisch kurze Endsilben synkopiert) \cf6 Garten\cf1 ; \par \cf3 humuns\cf1 , \cf2 homin\'eas\cf1 \cf6 Menschen\cf1 ; \par pitpit \cf2 quidquid \cf6 was auch immer\cf1 ; \par fus\'edt, \cf2 foret \cf1 (kein Rhotazismus) \cf6 w\'e4re\cf1 ;\par \cf3 ezum, \cf2 esse \cf6 sein\cf1 ; \par \cf3 l\'favfreis\cf1 , \cf2 liberi\cf1 \cf6 Freie, Kinder\cf1 ; \par \cf3 fe\'edh\'fass\cf1 , gr. \cf7 te\'edche\cf1 \cf6 Mauern\cf1 .\par \par \pard\cf0\par } \` doP` Otyiherero{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 >> Bantusprache der s\'fcdwestlichen Gruppe. Sprache der Herero.\par (Otyi- ist ein Nominalklassenpr\'e4fix, mit dem u.a. Spr. bezeichnet werden\par wie mit Ki- in KiSwahili).\par \par Folgende Nominalklassen werden unterschieden (vgl. >>> Swahili, >> Oshindonga)\par \par Nr. Pr\'e4fix Beispiel \par Sg. Pl. Sg. Pl. entspricht im Swahili der\par Klasse Sg. Pl.\par 1 omu- ova- omundu (Mensch) ovandu 1 mtu watu \par 2 omu- omi- omuti (Baum) omiti 2 mti miti\par 3 e- oma- eyuva (Sonne) omayuva 5 jua majua \par 4 o- ozo- ongombe (Rind) ozongombe 3 ngombe ngombe \par 5 otyi- ovi- otyina (Ding) ovina 4 ki- vi- \par 6 oru- otu- oruveze (Zeit) otuveze 6? u- n- \par 7 oka- ou- okanatye (Kind) ounatye 6? \par 8 oku - okusuta (bezahlen; Bezahlen) 7 ku- \par \par Die Numerierung und Reihenfolge der Klassen schwankt in den einzelnen Lehr-\par und W\'f6rterb\'fcchern, vor allem in Abh\'e4ngigkeit von ihrem Alter. In bezug auf\par Otyiherero folge ich Seidel. \'dcber die Nummern der Swahili-Klassen s. dort.\par \par \pard\cf0\par } = m/P ]@>nroدUPalai(ti)sch +{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Kleinasiatische indogermanische Sprache, aus den sonst vorwiegende >> hethitischen Keilschrifttexten von Boghazk\'f6y bekannt und bezieht sich dort ausschlie\'dflich auf den Kult der Gottheit Ziparwa. Das Material ist noch sp\'e4rlicher als das in >> Luwischer Sprache, l\'e4sst aber erkennen, dass es sich um eine indogermanische Sprache handelt.\par \pard\cf0\par } SR1@8 Paloasiatische Sprachen#{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\lang1031\fs24\par \cf0\fs22 = einige ostsibirische Sprachgruppen, die untereinander nicht genetisch verwandt sind\par == tschuktschisch-kamtschadale Spr,\par === Tschuktschisch\par === Kamtschadal\par === Korjakisch\par === Itelmen\par = die \cf1\fs24 Eskimo-Aleutischen Spr. (bisweilen auch zu den nordamerikanischen Indianersprachen gerechnet)\par = Jenissei-Spr.= Nivchisch (Giljakisch)\cf0\fs22\par } ^Ǖvou(Pli +F{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss Arial;}{\f3\fswiss Arial;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;} \deflang1031\pard\li80\plain\f2\fs22\cf0 ("Reihe", "Text") \par >>Indische >>indogermanische Sprache, auf einer Form des (mittelindischen) \par Pr\'e2krit-Dialektes M\'e2gadhi beruhend, urspr\'fcnglich als Verkehrssprache in Maghada (heute Bihar) gesprochen. \par Die Sprache Buddhas (wahrscheinlich) und der kanonischen buddhistischen Texte. Bei den buddhistischen M\'f6nchen Ceylons noch (=1928, ?) in schriftlichem Gebrauch. \par Die P\'e2li-Schrift hat sich aus der Br\'e2hmischrift entwickelt, der \'e4ltesten bekannten D\'eav\'e2nagarischrift (des Sanskrit), die ihrerseits wohl auf das ph\'f6nikische Alphabet zur\'fcckgeht. Die Palischrift kommt in drei wenig abweichenden Formen vor: als Quadratschrift, als fette Pinselschrift und als geritzte Schrift, die noch (=1880) von den Birmanen verwendet wird. Von ihrer \'e4ltesten Form, der "Steinschrift" Ryokt`sa leitet sich (\'fcber Pali-Siamesich) die thail\'e4ndische (siamesische) Schrift ab (Faulmann). Pali wird auch (h\'e4ufiger!) in singhalesischer, siamesischer, birmanischer, kambodschanischer Schrift geschrieben und in den europ\'e4ischen Ausgeben lateinisch transliteriert. \par \pard\plain\f2\fs22 \par } * kPPennsilfaanisch{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue127;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 (Pennsilfaanischdeitsch, Pennsylvaanisch Deitsch, Pennsilfawnisch Deitsch, Pennsilvendeitsch, Deitsch, Pennsylvaniadeutsch, Pennsylvania Dutch [!], Pennsylvania German, Allemand de Pennsylvanie \par \f1 Englisch beeinflusste Abart des Deutschen, die sich durch deutsche Kolonisten im Osten von Pennsylvania, im Westen von Maryland und in kleinen Sprachinseln in Ohio,Illinois, Iowa und im kanadischen Ontario seit dem 17. (18.) Jahrhundert herausgebildet hat. Westlich von Philadelphia bildete sich ein geschlossesner deutschsprachiger Raum, in dem die beteiligten deutschen Mundarten allm\'e4hlich verschmolzen. Auch angels\'e4chsische Bewohner \'fcbernahmen das Idiom. Der Versuch einer Angleichung an das Hochdeutsche \f0 scheiterte bereits nach 1830.\par \f1 (Ein altert\'fcmliches Hochdeutsch blieb lediglich eine Art Liturgiesprache der (Alt)Mennoniten. Pennsilfanisch ist in erster Linie eine gesprochene Umgangssprache von einigen Zehntausenden, wird aber z.T. auch in Schulen, ja Universit\'e4ten verwendet. Von Dichtern wurde es als Schriftsprache gepflegt.\f0\par \par Es gibt eine deutsche Othographie, eine englische Orthographie und heut eine Kreuzung beider, vorwiegend deutsche.\par \f1 Das Lautsystem ist \'fcberwiegend s\'fcdwestdeutsch (rheinpf\'e4lzische Abstammungsdominanz) mit mitteldeutschen Einfl\'fcssen.\f0\par Quelle \i Hutterer, S. 342 -347. \par \i0\f1 Von dort aufgef\'fchrten W\'f6rtern und S\'e4tzen seien als Beispiele genannt: \cf1\f0 hees \cf2\f1 hei\'df\cf0\f0 , \cf1\f1 gfalle,gebore (gabora),kinner, anneres, Mudders(ch)prooch, ich weess, gheert, 'm Man sei Hut (der Hut vom Man), ice kream, b\'fcssig \cf3\f0 busy\cf1 , was Zeit iss's, ich bin alrecht, Leewenslaaf, gons \cf2 ganz\cf0 , \cf1 sawga\cf0 \cf2 sagen\cf0 , \cf1 os\cf0 \cf2 dass, als\cf0 , \cf1 woreheit, Winderdaag, die (de) Kelt, 's Harz\cf0 .\par \cf1 Er hat uns gesaved vun unser sins (\cf2 http://www.unb.br/il/liv/crioul/becS.htm)\cf1\par \cf0\fs28\par \par \fs22 \par \par \par } ++xPersisch${\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red255\green102\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\b\fs24 Altpersisch \b0\'86 (- 7. bis - 3.Jh,)\par \fs22 Die Vorfahren der Perser waren aus dem Nordwesten zugewanderte Indoeurop\'e4er, die oder deren Vorfahren die indoeurop\'e4ische Gemeinsprache sprachen. Die Verrwandschaft zwischen dem iranischen und dem indischen Sprachzweig spricht f\'fcr eine vor der Ankunft im Iran, "unterwegs" erfolgte Modifiaktion der Grundsprache. \par Ein nahestehende altiranische Sprache (oder Dialekt) war das \b Altbaktrische \b0 oder \b Awestische \b0 im Osten, in der das Awesta, die heilige Schrift der Anh\'e4nger Zarathustras abgefasst war. Sie ist archaischer als das Altpersische und von ihm lautlich und grammatisch deutlich unterschieden. Es scheint dar\'fcber hinaus weitere Dialekte gegeben zu haben, von denen die verschiedenen mitteliranischen Sprachen abstammen. Ein \'e4lterer nordwestlicher Dialekt war die Hofsprache des Mederreichs, der sich aufgrund bestimmter Lautstrukturen aus dem altpersischen Wortmaterial erschlie\'dfen l\'e4sst.\par In der Landschaft Persis (heute: Fars) im S\'fcdwesten des medischen Gro\'dfreiches herrschten Unterk\'f6nige aus dem Geschlecht der Ach\'e4meniden. Ihre Amtssprache, das Altpersische, wurde in einer vereinfachten Keilschrift (Faulmann S.75) geschrieben und ist in Inschriften belegt. Darunter befinden sich dreisprachige Inschriften in Altpersich, Elamitisch und Akkadisch. In hellenistisch (parthischer) Zeit wurde vielleicht die griechische Schrift verwendet wie auf baktrischen M\'fcnzen.\par Schon im Altpersichen ist der Indoeurop\'e4ische Formenreichtum betr\'e4chtlich reduziert, Dativ und Genitiv fallen in einen Kasus zusammen, ebenso Ablativ und Instrumental - was aber auch im Lateinischen der Fall ist, und der Nominativ und Akkusativ des Plurals.\par \par \par \b\fs24 Mittelpersisch\cf1\b0\i \cf0\i0\'86 (Hauptform: \b Pehlev\'ee \b0 =\b Pahlav\'ee\b0 ) (- 3. bis 9. (10.] Jh,)\cf1\i \fs22\par \cf2\i0 Die Inschriften und M\'fcnzen der Sassaniden bedienen sich einer aus dem aram\'e4ischen \'fcbernommenen mittelalterlichen persischen Schrift. Dabei wurden zahlreiche Ideogramme mit \'fcbernommen, die in der Schreibung aram\'e4ische W\'f6rter wiedergeben, aber als die entsprechenden persischen W\'f6rter gelesen wurden. So wurde das aram\'e4ische Wort \cf3 malk\'e2 \cf4 K\'f6nig \cf2 geschrieben, aber persisch \cf1 sh\'e2h\cf2 \cf4 K\'f6nig \cf2 gelesen und erhielt auch in der Schrift die persichen Flexionsendungen. In der Pehlevi-Schrift wurden nur die Konsonanten bezeichnet, die ggf. auch zur Vokaldarstellung dienten. Neben der arsakidischen Pehlevi (Pahlav\'eeg) im Norden gibt es im S\'fcdwesten eine sassanidische Pehlevi (P\'e2rsig), die sich aber weitgehend zeitgleich und unabh\'e4ngig voneinander entwickelt haben. Die Awesta, die auf Zoroaster (Zarathustra) zur\'fcckgehenden heiligen Schriften, wurden zun\'e4chst iIn einem arsakidischen Alphabet aufgezeichnet. Deren \'dcberreste wurden in ein erweitertes sassanidisches Alphabet (Awesta-Alphabet, P\'e4zend, \b Buchpahlavi\b0 ) \'fcbernommen (48 statt 20 Zeichen). Dabei traten unter griechischem Einfluss Vokalzeichen auf. \par Die Manich\'e4er (Anh\'e4nger M\'e2nis) verwendeten eine besondere manich\'e4ische Schrift (\b Turfan-Pahlewi\b0 ) sowohl f\'fcr Texte in persischer, tocharischer als auch ostt\'fcrkischer Sprache, die ihrerseits auch aus der aram\'e4ischen Schrift stammt.\par \par Die Entwicklung des Mittelpersischen wurde 642 durch die arabische Eroberung und Islamisierung unterbrochen. Es taucht erst im 10. Jh. wieder auf, auf keinen erkennbaren mittelpersischen Dialekt gest\'fctzt mit vielen arabischen Lehnworten einschlie\'dflich des gebrochenen Plurals und der Stammderivate und in arabischer Schrift.\par \cf0 Der Kasusschwund des Altpersischen geht weiter, im Westen gibt es gar keine Deklination des Substantivs, Adjektivs und Pronomens mehr. Der osten erweist sich als konservativer. In einigen Sprachen sind 2, seltener 3 F\'e4lle \'fcbriggeblieben.\par \par \par \b\fs24 Neupersisch\b0 (arab. Bezeichnung \b Farsi\b0 , da dort p fehlt.) \par \fs22 Im Iran \'fcber 30 Millionen Sprecher. Dort die offizielle Sprache. Mit arabischer Schrift geschrieben, viele arabische Lehnw\'f6rter.\par \par Es gibt keinen bestimmten \ul Artikel\ulnone , als unbestimmter wird -i angeh\'e4ngt.\par Es gibt keine \ul Geschlecht\ulnone er und keine \ul Deklination\ulnone .\par Das nat\'fcrliche Geschlecht kann durch\cf4 \cf1 -e m\'e4rd \cf0 f\'fcr M\'e4nner, \cf1 -e s\'e4n \cf0 f\'fcr Frauen,\par \cf1 -e n\'e4r \cf0 f\'fcr m\'e4nnliche Tiere und \cf1 -e m\'e2d\'e2' \cf0 f\'fcr weibliche Tiere bezeichnet werden.\par Im \ul Plural\ulnone wird betontes \cf1 -h\'e2' \cf0 angeh\'e4ngt, bei Lebewesen auch \cf1 -\'e2'n \cf0 :\par \cf1 ad\'e4'm\cf0 \cf4 Mensch \cf0 - \cf1 ad\'e4mh\'e2' \cf0 oder \cf1 ad\'e4m\'e2'n\cf0 \cf4 Menschen\cf0\par Im \ul Genetiv \ulnone wird dem regierenden Wort (Nominativ!) -e angeh\'e4ngt: \par \cf1 p\'fble p\'e4d\'e4'r \cf4 Geld des Vaters\cf0\par Im \ul Dativ \ulnone wird \cf1 be- \cf0 vorgesetzt.\par Der \ul Akkusativ \ulnone ist gleich dem Nominativ, kann aber auch \cf1 -r\'e2 \cf0 erhalten.\par Das unver\'e4nderliche \ul Adjektiv \ulnone steht vor seinem Substantiv oder mit \cf1 -e \cf2 ("Ezafeh") \cf0 verbunden dahinter.\par Die Kopula \cf4 ist\cf0 klingt indoeurop\'e4isch: \cf1 ch\'fbb \'e4st \cf0 er ist gut\par Das \ul Adverb \ulnone ist dem Adjektiv gleich.\par Die \ul Pronomina \ulnone werden ebenso "dekliniert": \cf1 tu\cf0 \cf4 du \cf1 be-t\'fa \cf4 dir \cf1 t\'far\'e2\cf0 \cf4 dich \par \cf0 Die Personalpronomina werden adjektivisch nachgestellt als Possessivpronomina gebraucht: \cf1 p\'e4d\'e4r-e t\'fa \cf4 dein Vater.\par \cf2 Die Grund\ul zahlen\ulnone >> iranische Sprachen\par \cf0 Das \ul Verbum\ulnone hat 2 Stammformen. den Infinitivstamm (Vergangenheitsstamm) und den Imperativstamm (Gegenwartsstamm). \par Von \cf4 machen \cf0 lauten sie \cf1 k\'e4rd \cf0 und \cf1 kun.\par \cf2 Durch Anh\'e4ngen der Personalendungen:\par Sg. Pl. \par 1. Ps \cf1 -\'e4m -\'eem\par \cf2 2. Ps. \cf1 -\'ee - \'eed\par \cf2 3. Ps \cf1 -\'e4d \cf2 bzw. - \cf1 -\'e4nd \cf2\par an den Infinitivstamm \cf1 k\'e4rd \cf2 erh\'e4lt man die Vergangenheit (Pr\'e4teritum), dabei erh\'e4lt die 3.Ps. Sg. \ul keine \ulnone Endung. Durch Anh\'e4ngen an den Imperativstamm erh\'e4lt man die Gegenwart (Ind. Pr\'e4sens), dabei wird \cf1 m\'ee- \cf2 vorgesetzt:\cf1\par \par k\'e4rd\'e4m\cf4 ich machte \cf1 m\'eekun\'e4m \cf4 ich mache \par \cf1 k\'e4rd\'ee \cf4 du machtest \cf1 m\'eekun\'ee \cf4 du machtest\cf1\par k\'e4rd \cf4 er, sie machte \cf1 m\'eekun\'e4d \cf4 er, sie machte \par \cf1 k\'e4rd\'eem \cf4 wir machten \cf1 m\'eekun\'eem \cf4 wir machten\par \cf1 k\'e4rd\'eed \cf4 ihr machtet \cf1 m\'eekun\'eed \cf4 ihr machtet\par \cf1 k\'e4rd\'e4nd \cf4 sie machten \cf1 m\'eekunand \cf4 sie machten\cf1\par \par \cf2 Das Pr\'e4fix \cf1 m\'ed\cf2 - bezeichnet ( wie \cf1 be\cf2 -) einen imperfektiven (unvollendeten) Aspekt wie das Pr\'e4sens. Fehlen solche Vorsilben, so handelt es sich um einen perfektiven (vollendeten) Aspekt wie in der Vergangenheit.\par \par Vom \b Infinitivstamm\b0 \cf1 k\'e4rd \cf2 werden ferner gebildet:\par der Infinitiv \cf1 k\'e4rd\'e4'n\cf2 \cf4 machen\cf2\par Vergangenheitspartizip \cf1 k\'e4rd\'e4' \cf4 gemacht\cf2\par Imperfekt (Iterativ) \cf1 m\'eek\'e4rd\'e4m\cf2 \cf4 ich pflegte zu machen \cf2 (mit der imperfektierenden Vorsilbe \cf1 m\'ee\cf2 -)\par Perfekt \cf1 k\'e4rd\'e4' \'e4m \cf4 ich habe gemacht aus \cf2 Vergangenheitspartizip und dem Hilfsverb \cf4 sein\cf2 , in der 3. Person \cf4 ist\cf2 hei\'dft es \'fcbrigens \cf1\'e4st\par \cf2 Plusquamperfekt \cf1 k\'e4rd\'e4' b\'fbd \cf4 er hatte gemacht \cf2 Vergangenheitspartizip und \tab Vergangenheit des Hilfsverbs \cf4 sein (war)\par \cf2 Futur\cf1 ch\'e4'h\'e4d k\'e4rd\cf4 er wird machen \cf2 Infinitivstamm nach Futur des Hilfsverbs \cf4 sein\par \cf2 Futur II \cf1 k\'e4rd\'e4' ch\'e4'h\'e4d b\'fbd \cf4 Er wird gemacht haben \par \cf2 Konjunktiv Perfekt \cf1 k\'e4rd\'e4' b\'e2sh\'e4d \cf4 er habe gemacht\cf2 w\'f6rtlich mit Konj. Perf. von haben\cf4\par \cf2 Konjunktiv Plusquamperfekt \cf1 k\'e4rd\'e4' bu^d\'e4 b\'e2sh\'e4d \cf4 er h\'e4tte gemacht\par \par \cf2 Vom \b Imperativstamm \b0 werden ferner der Imperativ gebildet.\par Imperativ \cf1 kun\cf2 \cf4 mach\cf2 ! betont: \cf1 be'kun \par be'kunid \cf4 macht !!\par \cf2\par Das \b Passiv \b0 wird mit den Formen \cf1 sh\'fbd\'e4n' \cf4 werden \cf2 und den Perfektpartizip \cf1 k\'e4rd\'e4' \cf2 gebildet:. \par \cf1 k\'e4rd\'e4' m\'eesh\'e4w\'e4m \cf4 ich werde gemacht\cf1\par \cf2 usw.\par \cf1\par \cf2 Zur \b Verneinung \b0 wird betontes\cf1 n\'e4- \cf2 vor die Verbform gesetzt: \par \cf1 n\'e4'mik\'e4rd\'e4m \cf4 ich pflegte nicht zu machen \cf2 usw.\par } _`okx Phantasiespr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Von einzelnen oder in kleinen Gruppen erdachte und vereinbarte Spr., die im Unterschied zur >> Plansprache nicht auf universelle Anwendung zielen, sondern mehr separieren als verbinden sollen. (Doch werden auch Planspr. \f1 von gewissen Anh\'e4ngern zur pseudoelit\'e4ren Abgrenzung auf konkurrenzarmem Feld missbraucht, wobei ihre Propagierung in Abschottung umschl\'e4gt.)\par Hierher z\'e4hlen u.a. die mehr oder weniger entwickelten GEHEIMSpr. von\par Kindern mit Tendenzen, die sich in der allgemeinen Jugendsprache als Gruppen-\par sprache gegen\'fcber den Erwachsenen fortsetzen. Sie kommen dem Experimentieren\par mit der Sprache, dem Kippen spracherzieherischer Normierung und N\'f6tigung, der\par Geheimniskr\'e4merei und Geheimb\'fcndelei, Phantasieweltkonstruktion, Wichtigtuerei\par und \'dcberhebung, aber auch einfach dem Bed\'fcrfnis entgegen, sich von Erwachsenen\par und anderen Kindern unverstanden verst\'e4ndigen zu k\'f6nnen.\par Ein "erwachsenes" Beispiel ist >> Boontling\par Wenn es sich um mehr als die \'dcbernahme rudiment\'e4rer Signalphrasen handelt, entspringt die Sprachkonstruktion zwei Wurzeln: der Sprachspielerei (Verballhornen und Experimentieren) und einem bisweilen vorhandenen gewissen konstruktiv-rationalen sprachsch\'f6pferischen Bed\'fcrnis. Beide Neigungen sind auch bei den Sch\'f6pfern von Planspr.projekten oft ausgepr\'e4gt und werden gew\'f6hnlich in der Gymnasialzeit von kindsprachlichen Aktivit\'e4ten hin\'fcbergenommen in die vorgebliche und selbstillusion\'e4re ernste Erwachsenenwelt universeller N\'fctzlichkeit.\par In den 1890er Jahren sprach das Medium Helene "Smith" aus Genf im Trance "Marsisch", die angebliche Sprache der Marsbewohner. Bei n\'e4herer Untersuchung zeigte sich eine Wort-zu-Wort-Entsprechung zum Franz\'f6sischen mit unver\'e4ndert feststehenden Wort\'fcbersetzungen. Ob bewusster Betrug oder unbewusst, bleibt es auf alle F\'e4lle eine erstaunliche Ged\'e4chtnisleistung nach schneller Kreativit\'e4t und erfordert es auf alle F\'e4lle eine schnelle Produktion bisher unbesetzter Phoneme, erstaunliches Ged\'e4chtnis und schnelle sichere fallweise Reproduktion.\par \par Eine Sonderform sind Fiktionalspr., die z.B. in der Literatur oder im Film\par Verwendung finden, wenn die Einwohner von Utopia oder fremden Planeten als sich in ihren Idiomen unterhaltend gezeigt werden sollten, von denen die Autoren wissen, dass sie in einer dortigen Wirklichkeit nicht existieren. Irdisch-ethnische Spr. sind daf\'fcr schlecht heranzuziehen, da sie vom Klang oder Schriftbild her auch von vielen, selbst ihrer nicht kundigen Ausl\'e4ndern identifiziert werden oder bei der heutigen Internationalit\'e4t von\par Verleih und Darbietung auch die betreffenden ethnischen Sprecher erreichen (sollen). Da es sich dabei um relativ kurze Episoden barbarischen Blablas handelt, die nicht nach Synchronisation verlangen (und das liefe paradox der k\'fcnstlerischen Intention entgegen), die keine erkennbare Bedeutung und grammatische Struktur beinhaltet, gen\'fcgte daf\'fcr eigentlich jede eine beabsichtigte Emotionalit\'e4t vermittelnde Silbenanh\'e4ufung, eine Art Scat oder Dada.\par Aber manchmal werden f\'fcr hinreichend unbekannt gehaltene Planspr. verwendet, wobei Ironie oder Sympathie mitschwingen m\'f6gen, wie >> Esperanto in Chaplins gro\'dfem Diktator oder durch den Science Fiction-Autor Harry Harrison oder aus mysteri\'f6sen Gr\'fcnden in einem Videoclip von Michael Jackson.\par Einzigartig d\'fcrfte das aus der Serie Star Trek hervorgegangene >> KlINGONISCH sein, einer ausgebauten Sprache, die von der gro\'dfen Fangemeinde trotz oder wegen ihrer sprachlichen Schwierigkeiten begeistert aufgegriffen, m\'fchsam gelernt und gepflegt wird. Sie hatte \'fcbrigens im VULKANISCH des spitzohrigen Spork in Star Trek II einen rudiment\'e4ren Vorg\'e4nger, ebenfalls aus der Feder von Marc Okrand (Mannewitz).\par Nicht schlecht, schon weil beide hier er\'f6rterte Gruppen abdeckend, w\'e4re auch die Bezeichnung Spielspr.\par \par GEHEIMSPRACHE im Sinne der kindlichen Sch\'f6pfung hat nichts mit den Produkten der Kryptologen, Agenten und Spione (GEHEIMCODES) zu tun, obwohl sie im kleinen Ma\'dfe spielerisch und dilettantisch \'c4hnliches versucht und beabsichtigt. Die ausgekl\'fcgelten kryptologischen Geheimsprachen sind gar keine eigenst\'e4ndigen Spr., sondern >> CODES, Verschl\'fcsselungen, komplizierte Transliterationen der eigenen ethnischen Sprache. Sie werden auch nicht gesprochen, nur chiffriert und dechiffriert.\par \par \par \pard\cf0\par } `S. lPhilippinische Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 West-(>>)austronesiche Sprachgruppe\par \par Philippinen, Nord-Borne, Nord-Celebes\par \par \'dcber 100 Spr., davon 4 Literaturspr. (ab 16.>Jh.)von 70% der Bev\'f6lkerung als Linguae Francae gesprochen\b : \par Taglok \b0 10 Mill.\par \b Cebuano \b0 10 Mill. ("mahal" hei\'dft teuer)\par \b Ilokano\b0 4 Mill.\par \b Hiligaynon ( = Ilongo) \b0 4 Mill.\par \b\par \par \par } # ҫ2xPhonem{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;\red128\green128\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Phonem ist keine Sprache, sondern ein sprachwissenschaftlicher Terminus, genauer gesagt der Zentralbegrtiff der >> Phonologie.\par Phoneme sind Laute als sprachliche Einheiten, die einen Bedeutungsunterschied begr\'fcnden.\par Im Deutschen wird k vor hellen Vokalen anders gesprochen als vor dunklen, die Artikulationsstellen liegen f\'fcr i, f\'fcr e und f\'fcr a,o zunehmend weiter hinten. In den semitischen Spr. gibt es noch weiter hinten artikulierte k-Laute. Im Unterschied dazu ist k im Deutschen ein einheitliches Phonem. Auch ist die Lautung fest mit dem Folgevokal verbunden und wird nicht von diesem unabh\'e4ngig gew\'e4hlt. Der dar\'fcber nicht belehrte Sprecher ist sich der Unterschiede nicht bewusst, von denen man sich selbst \'fcberzeugen kann, wenn man hintereinander abwechselnd zu Worten wie \cf1 Kind \cf0 und \cf1 Kopf \cf0 ansetzt. Im G\'e4lisch-Irischen sind dagegen das entsprechende "schlanke" und "breite" \cf2 b\cf0 unterschiedliche Phoneme (Bedeutungstr\'e4ger), obwohl der Unterschied etwa zwischen Bielefeld und Bochum noch weniger auff\'e4llig als beim k-Laut ist (\i Kabel\i0 )\par } M.x Phonologie{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Teildisziplin der Logistik, die sich im Unterschied zur Phonetik mit dem semiotischen (d.h. Zeichen-) Aspekt der Laute besch\'e4ftigt. Es geht ihr also nicht um die akustischen Eigenschaften der Laute, sondern um ihre Merkmale, ihr \par Vorkommen (Distribution), ihre Kombinierbarkeit und ihre Funktion im Sprachsystem.\par International gehen die Bezeichnungen etwas durcheinander:\par \par Die frz. Linguistik (Marttinet) spricht von \b phon\'e9matique, \b0 w\'e4hrend\b phonologie \b0 auf die historische (diachrone) Betrachtungsweise beschr\'e4nkt ist. Die amerikanische Linguistik verwendet \b phonemics \b0 oder\b phonematics, \b0 w\'e4hrend\b phonology \b0 als Oberbegriff die Phonetik \i phonetics\b\i0 \b0 einbezieht. Auch im Deutschen, wie k\'f6nnte es bei der Anglifizierung der Wissenschaftssprache anders sein, b\'fcrgert sich dieser Gebrauch ein.\par } `ݤoFx Pidginspr.D {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 oder hybride Spr.\par Bezeichnung: wohl von "business" in chinesischer Phonation. Nach einer anderen\f1 Hypothese von span. peque\'f1o (klein) oder von einem Indianerstamm, den die Engl\'e4nder pidians nannten.\par \par Auf der Basis von bi- oder multilingualen Gruppen zwischen ein- oder mehr sprachigen Neuank\'f6mmlingen und den ans\'e4ssigen Bewohnern sich herausbildende provisorische und instabile, reduzierte Mischsprache. Die Reduktion betrifft den mehr oder weniger auf die Arbeits- und Unterbringungssituation eingeengten Wortschatz, die Grammatik und Syntax. Phonetische Verf\'e4lschungen, falscher Wortgebrauch auf Grund von Missverst\'e4ndnissen, Analogiebildungen, Verballhornungen und (vor allem auch) Unterschiede je nach dem Herkunftsland einzelner Wanderarbeiter oder Immigranten sind h\'e4ufig. Eine gewisse Stabilit\'e4t im Gebrauch durch mehrere ist Voraussetzung im Unterschied zur gebrochenen Sprache einzelner. Voraussetzung ist ein Bestand als \'fcbliches kommunikatives Medium \'fcber Jahrzehnte. Neuhinzusto\'dfende bilden es also nicht neu, sondern \'fcbernehmen, erlernen es, wenn auch fehlerhaft und ver\'e4ndert.\par \par Schicksal: durch wirtschaftliche, politische oder soziale Ver\'e4nderungen geht der Gebrauch der Sprache zur\'fcck, die nicht mehr nachgelieferten Ank\'f6mmlinge erlernen und benutzen mehr oder weniger vollkommen die Sprache der Ans\'e4ssigen, wobei die Pidginsprache sich zum Dialekt wandeln kann oder aber sie fixiert sich in der (Gro\'df-)Gruppe, wird von den Abk\'f6mmlingen als Muttersprache gelernt und regional weit verbreitet und entwickelt sich zu einer fixen und regularisierten >> Kreolsprache.\par \par Beispiele (hps. nach St\'f6rig S.353 ff.):\par \par - PIDGIN-ENGLISCH DER CHINAK\'dcSTE Urform\par - MELANESISCHES PIDGIN-ENGLISCH (NEO-MELANESISCH, SANDALWOOD-ENGLISH,\par BEACH-LA-MAR, B\'c8CHE-DE-MER,)\par - AMERINDIAN PIDGIN-ENGLISH\par - CHINOOK im NW Nordamerikas \par - PIDGIN HAUSSA (BARIKAUCHI) \par - Swahili-basierte Kreol- (bzw. Pidgin-Spr.), z.B. KISETLA\par - AKU in Gambia\par - FANAGALO (FAMAKALO, ISIKULA, SILUNGOBOI, CHILAPALAPA, CHIKABANGER,\par ISIPIKI (=easy speak),BERGWERKSKAFFERISCH, KITCHEN KAFFIR, BASIC BANTU)\par in s\'fcdafrikanischen Diamantminen\par - JUBA ARABIC (KINUBI, BIMBASHI-ARABIC, MONGALLESE) im Sudan\par - PIJIN auf den Salomonen\par - Australische Pidginspr. >> Australische Spr./3\par \pard\cf0\par } ao0 OxPlanspr.6{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\fs22 P.sind, in der modernen Bezeichnung der Interlinguisten, von einzelnen Menschen zum Zwecke leichterer und "neutraler" Verst\'e4ndigung zwischen Sprechern verschiedener Nationalspr. oder zur rationelleren fachsprachigen Verst\'e4ndigung konstruierte Spr. (fr\'fcher auch Hilfsspr., Welthilsspr., Kunstspr.oder k\'fcnstliche Spr. genannt) oder in der Definition der Gesellschaft f\'fcr Interlinguistik (GIL): \cf0 Plansprachen sind von Personen oder Personengruppen nach bestimmten Kriterien bewusst geschaffene Sprachen, die der Erleichterung der internationalen sprachlichen Kommunikation dienen sollen. Dieser Terminus tritt in der interlinguistischen Fachliteratur zunehmend an die Stelle der noch h\'e4ufig zu findenden Bezeichnungen "internationale k\'fcnstliche Sprache (Kunstsprache)","Welthilfssprache", "Universalsprache" etc.. \par \cf2\ul http://www.interlinguistik-gil.de\cf1\ulnone\par \pard\li80\par "Neutral" bezeichnet hier das Fehlen von Wendungen, die an die Tradition und Kultur einer nationalen Sprachgemeinschaft gekn\'fcpft sind und sich dem fremden Benutzer, der sich der Sprache nur als Zwischensprache mit ebenfalls Sprachfremden bedient, als fremd, schwer einf\'fchlbar, sinnentleert und entbehrlich aufn\'f6tigen, sowie das Fehlen der Beg\'fcnstigung der Staaten, die sich dieser Sprache offiziell bedienen, und der Sprecher, die diese Sprache als Muttersprache nicht m\'fchsam und zeitraubend erlernen m\'fcssen und denen gegen\'fcber der Fremdsprachler in der Genauigkeit und den Feinheiten ihrer Anwendung sowie im Meinungsstreit unterlegen bleibt. (Wer eine Sprache gebrochen oder mit fremdem Akzent spricht, erscheint zudem ihren nat\'fcrlichen Sprechern fast zwangsl\'e4ufig und selbst bei besserem Wissen als intellektuell defizit\'e4r.)\par \par Bekannteste Beispiele sind >> Volap\'fck, >> Esperanto, IDO, LATINO SINE FLEXIONE, INTERLINGUA, OCCIDENTAL (INTERLINGUE).\par \par \pard\cf0\par } CRXYdxPolynesische Sprachen{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Die eine der beiden Untergruppen der >> Malaiisch-polynesischen Spr..\par \f1 !961: 350 000 Sprecher. Urspr\'fcnglich keine Schriftspr.. Seit dem 18. Jh. von Reisenden in lateinischen Buchstaben aufgezeichnet.\par \par = MAORI auf Neuseeland\par = Spr. des FIDSCHI-Archipels\par == .....\par = TONGA 30 000\par = Samoanisch (>>) 65 000\par = HAWAIIANISCH 70 000\par = Spr. der GESELLSCHAFTSINSELN\par == TAHITISCH\par == ......\par = Spr. der MARQUESAS-INSELN\par \par \par Die einfachen und reinen Vokale (ohne Tonh\'f6hendifferenzierung) a,e,\f0 gemu\f1 r\f0 meltes e, i,o,u sind von fremden Sprechern leicht nachzuahmen und "stellen ein phonetisch-phonologisches Ideal dar".\par \par \f1 Sie geh\'f6ren wegen der Verwendung freier Morpheme zu den analytisch-agglutinierenden Spr..\par } >`mRbso`f}xRomanische Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Wovon die meisten vieles wissen, dar\'fcber kann man sich sehr kurz oder muss man sich besonders ausf\'fchrlich fassen. Man kann sich auch auf weniges beschr\'e4nken, das mutma\'dflich nicht viele wissen, oder eine provisorische Sammlung unzusammenh\'e4ngender Einzelheiten zusammentragen. \par \par Zu empfehlen ist die sch\'f6ne Schrift von R. Schl\'f6sser \'fcber die Romanischen Sprachen.\par \par ================================================================\par \par Die aus dem (VULG\'c4R)LATEINISCHEN entstandenen Spr., die somit wie das Latein in weiterem Sinne zu den IItalischen Spr. (>> Indogermanische ) geh\'f6ren.\par \par Gliederung (nach Hall aus Klose):\par \par = S\'dcDROMANISCH die leeren Stufen vereinen n\'e4her zu-\par == SARDISCH sammengeh\'f6rige Spr. und stellen\par = FESTLANDROMANISCH sie den anderen gegen\'fcber. Ihnen\par == WESTROMANISCH d\'fcrften also fr\'fcher gemeinsame\par === IBEROROMANISCH Sprachvorfahren entsprochen haben (PR)\par ==== MOZARABISCH\par ==== \par ===== \par ====== PORTUGIESISCH \par ====== GALIZISCH \par ===== SPANISCH (KASTILISCH)\par ===== KATALANISCH\par === GALLOROMANISCH\par ==== OKZITANISCH (PRONENZALISCH)\par ==== \par ===== FRANZ\'d6SISCH\par ===== R\'c4TOROMANISCH\par ====== FRIAULISCH\par ====== LADINISCH\par ====== B\'dcNDNERROMANISCH \par == ZENTRALROMANISCH \par === ITALOROMANISCH\par ==== ITALIENISCH\par ==== S\'dcDITALIENISCH\par === DALMATISCH\par == BALKANROMANISCH \par === RUM\'c4NISCH\par ==== ISTRORUM\'c4NISCH\par ==== AROMUNISCH\par ==== MEGLENITISCH\par ==== DAKO-)RUM\'c4NISCH\par \par \par \pard\cf0\par } `S{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\froman\fcharset1 Times New Roman;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;} \deflang1031\pard\plain\f2\fs22 \par }  ʭIx Samoanisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\froman Times New Roman;}{\f1\fswiss Arial;}{\f2\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green127\blue127;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 \f1 \fs28 in Arbeit!!!!!!!\par \fs22 Polynesische Sprache (>>).\par \f2 Klangvoll, melodisch, sehr vokalreich. Gro\'dfe Eloquenz der Sprecher und Bildhaftigkeit. Viele H\'f6flichkeitsfloskeln und eigene verfeinerte H\'f6flichkeitssprache neben der Alltagssprache.\par \par \b Konsonanten\b0 nie am Wortende; im Wortinnern nur zwischen Vokalen. Es gibt nur f,g,(j?),l,m,n,p,s,t,v.\par \par Die\fs28 \fs22 analytisch-agglutinierende Sprache zieht ganze W\'f6rter zu einem Satz zusammen:\par \cf1 t\'e2ilo\cf0 ( < \cf1 t\'e2 te l\'ea iloa\cf0 ) i\cf2 ch verstehe nicht.\cf0\par Viele gleich- oder \'e4hnlich lautende W\'f6rter mit verschiedener Bedeutung (vgl. unten \cf1 mama\cf0 und \cf1 m\'e2m\'e2\cf0 ).\par \fs28\par \b\fs22 Schrift:\b0 lateinisch seit 19. Jh., fr\'fcher schriftlos; schon immer wenig Analphabeten, jetzt 2%.\par \par \b Wortbeispiele\b0 : \cf1 'ie\cf0 \cf2 Matte\cf0 ; \cf1 afioga\cf0 "\cf2 Durchlaucht\cf0 ";\cf1 aiga\cf0 \cf2 Gro\'dffamilie\cf0 ; \cf1 ala\cf0 \cf2 Stra\'dfe\cf0 ; \cf1 ali'i\cf0 \cf2 Herr, Staatsoberhaupt\cf0 ; \cf1 faa (f\'e2)\cf0 \cf2 4, Lebensstil\cf0 ; \cf1 fala\cf0 \cf2 Pandanuss\cf0 ; \cf1 fale\cf0 \cf2 Haus\cf0 ; fuga Blume; \par \cf1 lavalava\cf0 \cf2 Lendentuch\cf0 ; \cf1 lima\cf0 \cf2 5, Hand\cf0 ; \cf1 lua\cf0 \cf2 2\cf0 ; \cf1 malaga\cf0 \cf2 Wanderschaft\cf0 ; \par \cf1 mama\cf0 \cf2 Ring, auslaufen (lecken)\cf0 , \cf1 m\'e2m\'e2\cf0 \cf2 Lunge,rein,sauber\cf0 ; \cf1 manu\cf0 \cf2 Vogel\cf0 ; \par \cf1 mata\cf0 \cf2 Auge\cf0 (in vielen austronesischen Spr., vgl. \cf3 Mata Hari \cf4 indones.:\cf0 \cf2 Auge des Tages\cf0 = \cf2 Sonne\cf0 ); \cf1 malie\cf0 \cf2 tapfer\cf0 ; \cf1 matai\cf0 \cf2 Familienoberhaupt, Clanh\'e4uptling\cf0 ; \cf1 niu\cf0 \cf2 Kokosnuss\cf0 ; \par \cf1 nu'u\cf0 \cf2 Dorfgemeinschaft\cf0 ; \cf1 'o 'le 'ava\cf0 \cf2 Kawa\cf0 ; \cf1 ono\cf0 \cf2 6\cf0 ; \cf1 pua'a\cf0 \cf2 Schwein\cf0 ; \cf1 siapo\cf0 \cf2 Tuch aus dem Bast der Bergbanane\cf0 ; \cf1 sili\cf0 \cf2 hoch\cf0 ; \cf1 siva\cf0 \cf2 Nationaltanz\cf0 ; \cf1 susuga\cf0 "\cf2 Euer Gnaden\cf0 "; \cf1 talofa!\cf0 (<\cf1 ta alofa\cf0 ) \cf2 guten Tag! \cf4 (<\cf2 ich liebe dich\cf4 ); \cf1 tapa\cf0 \cf2 Matte\cf0 ; \cf1 tasi\cf0 \cf2 1\cf0 ; \cf1 taupou\cf0 \cf2 Dorfjungfrau\cf0 ; \cf1 tele\cf0 \cf2 gro\'df\cf0 ; \par \cf1 titi\cf0 \cf2 bunter Lendeng\'fcrtel aus Baststreifen; \cf1 toa\cf2 Krieger; \cf1 toga\cf0 \cf2 sch\'f6n\cf0 ; \cf1 tolu\cf0 \cf2 3\cf0 ; \cf1 tulafale\cf0 \cf2 Sprecher\cf0 ; \cf1 tupu\cf0 \cf2 K\'f6nig\par \cf0\par Zu den Zahlen vgl. Malaiisch-Polynesische Spr.!\par \par \b Attribute\b0 offensichtlich nachgestellt (Adjektive, Genitive)(?)\par \par \b Satzbeispiele\b0 : \cf1 'o 'le 'ava taute 'ua 'o 'le a tufa\cf0 \cf2 der Kawatrunk ist fertig zum Austeilen\cf0 ,\par \cf1 faafetai tele lava le alofa\cf0 \cf2 vielen Dank f\'fcr das Geschenk.\cf0\par \par Auf Samoa werden praktisch au\'dfer Samoanisch keine austronesischen Spr. gesprochen, seitdem zu Beginn des 20. Jahrhunderts (?) keine ausw\'e4rtigen Plantagenarbeiter mehr Verwendung fanden. Pidgin-Englisch hat seine Funktion dort verloren und ist ausgestorben. Amtsspr. sind Samoanisch und (amerikanisches) Englisch.\par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par \par } c`DU prxSamojedische Spr.M{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\fmodern Courier New;}{\f3\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Bisweilen mit den entfernt verwandten >> finnisch-ugrischen Spr. zu den \f1 >> uralischen Spr. zusammengefasst.\par Von einigen 10000 Nomaden im K\'fcstengebiet des n\'f6rdlichen Eismeers zwischen Nowaja-Semlja und dem Jenissej gesprochen.\par \par Vier Gruppen:\par = NENZISCH (fr\'fcher JURAKISCH), 1920 in der Sowjetunion zur Schrift-\par sprache erhoben\par = ENENZISCH (fr\'fcher JENISSEJ-SAMOJEDISCH) am Unterlauf des Jenissej\par = NGANASSISCH (TAWGYISCH)\par = SELKUPISCH (fr\'fcher OSTSAMOJEDISCH) ca. 4000\par \par \f2\fs18\par \pard\cf0\f3\fs22\par } d0ppx Schottisch{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (Scotts, Lallans)\par Englische Mundart, fast eine eigenst\'e4ndige Sprache.\par "Scottis" bezeichnete zun\'e4chst das G\'e4lische, eine auf das Irische zur\'fcckgehende q-keltische(>>) Sprache, sp\'e4ter aber das in den schottischen Lowlands gesprochene Englisch. Als (fast) eigenst\'e4ndige Sprache wurde es im 19.Jh. literaturf\'e4hig und erfreute sich im 20. Jh. steigender Beliebtheit.\par Es hat sein eigenes W\'f6rterbuch The Concise Scots Dictionary, eigene Literatur, aus der besonders die Gedichte von Robert Burns herausragen. "It is full of words that would leave most Englisch speakers darkly baffled (Bryson, p. 104). (Beispiele: \cf2 shuggle: shake, niffle-naffle\cf1 : \cf3 Zeit verschwenden\cf1 , \cf2 gontrum niddles\cf1 : \cf3 Freudenschrei.)\cf1\par \par \pard\cf0\f1\par } e Sp `xSemitisch-Hamitische Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Die Genesis, das erste Buch Mose des Alten Testaments, enth\'e4lt in Kapitel 10 die sog. V\'f6lkertafel, in der die Abstammung aller V\'f6lker nach der Sintflut von Noahs drei S\'f6hnen SEM, HAM und JAPHET angedeutet ist. Die dort angegebenen Regionen liegen alle noch im biblischen Bereich. Die Bezeichnung Semiten geht auf \i Schl\'f6zer \i0 (1781) zur\'fcck. Ende des 18. Jh. bemerkte \i C.F.Ch.Volney \i0 die Verwandtschaft des \b Koptisch\b0 en\b \b0 mit den \b semitischen Spr.. \b0 Und 1844 wies \i Th. Benfey \i0 auf die Verbindung des \b\'c4gyptisch\b0 en mit den semitischen Spr. hin. \i Lepsius \i0 (1863) folgend fasste man das \'c4gyptische, die \b Berberspr. \b0 und die \b kuschitische\b0 n\b Spr. \b0 als \b hamitische Spr\b0 . zusammen, obwohl \i Lepsius \i0 selbst 1880 die Bezeichnug "kuschitisch" f\'fcr die nichtsemitischen Spr. \'c4thiopiens geschaffen und von den anderen hamitischen Sprachen abgesondert hatte. "\b Japheti(ti)sch\b0 " h\'e4tte per exclusionem der ganze Rest der Menschheit sein m\'fcssen; wenn \'fcberhaupt, bezeichnete man damit manchmal die\b Indogermanischen Spr. \b0 .\par Die Zweiteilung der hier behandelten Spr. als semitische und hamitische wurde sp\'e4ter gew\'f6hnlich durch die Ausgliederung des mehr selbst\'e4ndigen Alt\'e4gyptischen einerseits und des \b Amharisch\b0 en andererseits durchbrochen. Bereits 1885 hatte \i Fr.Max M\'fcller \i0 die semitischen und hamitischen Spr. zu einem Zweig vereint. Erst in neuerer Zeit wurde die Teilung und die biblische Trinit\'e4t von fast allen verlassen. Die Bezeichnung Semitisch-Hamitische Spr. ist heute durch >> \b Afroasiatische Spr\b0 .ersetzt (s. dort die Gliederung). \par Die Teilgruppe der semitischen Spr. wird darin allerdings weiter so bezeichnet.\par \pard\cf0\par } f!hp>)\par \par \f1\'dcber die spanische Sprache ist dem Gebildeten und der Wissenschaft so viel bekannt, dass sich ein allgemeiner \'dcberblick er\'fcbrigt bzw. \'fcberm\'e4\'dfig ausufern m\'fcsste.\f0\par \par Hier werden also nur einzelne zerstreute Angaben gesammelt werden.\par \f2\par } gMpxSpr.dichte (PR) {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Anzahl der Spr., die in einer bestimmten Region bzw. von deren Einwohnern\f1 (ethnisch) gesprochen werden. Als Nenner k\'f6nnen Fl\'e4chenma\'dfe oder Sprecherzahlen dienen.\par Ethnisch soll hier hei\'dfen, dass die Fremdspr. nicht gez\'e4hlt sind, welche die Bewohner der Region gelernt haben und im regionalen Bezug nicht anwenden, ebensowenig wie die Spr., die muttersprachlich von einzelnen Personen\par gesprochen werden, die zur Berichtszeit in der Region ans\'e4\'dfig sind oder sich gerade dort aufhalten. Die letztgenannte Einschr\'e4nkung ist nicht unproblematisch. Wo liegen die Grenzen zwischen einer (gro\'df- oder hauptst\'e4dtischen)\par ausl\'e4ndischen "Kolonie", die nicht dazugeh\'f6rt, und einer Minorit\'e4t oder Siedlungsgruppe, wie der T\'fcrken in Berlin, die dazugeh\'f6ren m\'fcsste (und die \'fcber kurz oder lang ebenso f\'fcrr die nationale Selbstst\'e4ndigkeit des Kreuzberges zu\par k\'e4mpfen beginnen wird, wie all die ungl\'fccklicherweise entstandenen Mischpopulationen, etwa im ehemaligen Jugoslawien).\par \par Die Bestimmung der Dichte w\'e4re "theoretisch" einigerma\'dfen zahlenm\'e4\'dfig genau und vergleichbar zu treffen, wenn die Gr\'f6\'dfe der Region in Quadratkilometern angegeben w\'e4re. Meist wird es sich aber um approximative Zonenbezeichnungen handeln, die Staats- und Verwaltungsgebiete zerschneiden, deren Gr\'f6\'dfe und Einwohnerzahl in statistischen Jahrb\'fcchern nachlesbar w\'e4ren.\par \par So werden in einem "Streifen s\'fcdlich der gro\'dfen W\'fcsten in Afrika, zwischen dem Senegal an der Westk\'fcste und Kamerun im S\'fcdosten" ("Fragmentation Belt") 700, z.T. nicht untereinander verwandte Spr. gez\'e4hlt. \'dcbertroffen werde\par diese Dichte nur in Papua-Neuguinea, allerdings dort zwischen trennenden Gebirgsz\'fcgen, wie sie auch f\'fcr die Schweiz oder die Bildung der altgriechischen Dialekte verantwortlich gemacht werden.\par Daniel Nettle (Oxford) findet in Afrika eine Korrelation zur Niederschlagsmenge der Regenzeit und schlie\'dft daraus auf ein mangelndes Bed\'fcrfnis mit Nachbarst\'e4mmen zu kommunizieren. "Der Regen l\'e4sst die Spr. sprie\'dfen."\par (C.-P. Ses\'edn, Der Tagesspiegel 5.1.98). Sicher kommen andere Faktoren hinzu (M.Brenzinger). So wandern Bev\'f6lkerungsgruppen aus dem trockenen Norden zu (B.Heine).\par \pard\cf0\par } h@pmhxSpr.reduktion (PR){\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\b\f0\fs22 Spr.reduktion\b0 ist der R\'fcckgang der Anzahl der exististierenden Spr.. (Die Zahl aller Spr. ist zwar nur sehr ungenau bekannt wegen ihrer sehr gro\'dfen Anzahl bei oft kleinen Sprecherzahlen, wegen der Schwierigkeit oder Strittigkeit der Abgrenzung zwischen Sprache und Mundart und nicht zuletzt auch als Folge der Reduktion, die diese Anzahl st\'e4ndig mindert.\par Auf eine Verminderung der Zahl existierender Spr. ist dennoch mit Sicherheit zu schlie\'dfen aus im einzelnen zu beobachtenden Verschwinden vieler kleiner Spr., denen keine Neubildung von sicher abgrenzbaren neuen Spr. die Waage h\'e4lt.\par (>> Spr.entwicklung)\par Spr. sterben in \'e4hnlichem Ma\'dfe aus wie Arten von Tieren und Pflanzen. \par Sie sind schon immer zugrunde gegangen, oft mit ihren V\'f6lkern oder wenigstens Staaten. \par \par \cf0 PR: Bei den ausgestorbenen Spr. muss unterschieden werden zwischen den gut dokumentierten Spr. sie Sanskrit, Latein und Altgriechisch - obwohl auch dort Fragen gerade aus dem Bereich der Nichtschriftlichkeit (Aussprache) offen bleiben - und den gar nicht oder fast nicht \'fcberlieferten. Im Vergleich mit dem Artensterben erinnern die ersten Gruppen an die Tiere, von denen noch B\'e4lge vorhanden sind.\par \cf1\par Der Prozess hat sich ohne Zweifel beschleunigt, ist aber erstmals weltweit ins Blickfeld ger\'fcckt worden. Das Unbehagen dar\'fcber artikuliert sich lokal in den betroffenen Sprachgebieten wie global, was die Gesamterscheinung wie einzelne F\'e4lle betrifft. Aktivit\'e4ten zur Verhinderung, Verlangsamung, R\'fcckstellung, sogar Wiederbelebung liegen im Trend.\par \par \b Zahlen(sch\'e4tzungen)\par \b0 Pro Jahr verschwinden etwa 10 Spr.(\i Calvet\i0 )\par In 100 Jahren werden 90% der heute noch lebenden Spr. verschwinden (\i Nettle u. Romaine\i0 ). Nach anderen Sch\'e4tzungen 95%.\par In den n\'e4chsten Jahren rechnet man mit dem Untergang von etwa einem Drittel der derzeit noch als Muttersprache gesprochenen Spr..\par In Afrika sind 200 Spr. im Aussterben, in Asien sind \'fcber 600 Spr. gef\'e4hrdet, in Nordamerika 200 und in S\'fcdamerika 250 bis 330 Indianerspr. \par \par \b Besonders gef\'e4hrdete Spr. und Regionen\par \pard\li80\b0 Geary (1997) z\'e4hlt als gef\'e4hrdet die keltischen Spr. Britanniens, Irlands und der Bretagne auf, mehrere Lappenspr. in Skandinavien, verschiedene Zigeunerspr., zahlreiche ethnische Spr. in der ehemaligen Sowjetunion, in China vor allem Spr. in den Provinzen Xinjiang und Yunnan, Minorit\'e4ten- spr. in Nepal und Malaysia, das zwar wiederbelebte Ainu in Japans Hokkaido. Auf dem so vielsprachigen indischen Subkontinent sind relativ wenige Spr. betroffen. Der gleiche Multilinguismus gilt f\'fcr Afrika, wo viele Bewohner mehrere Stammesspr. sprechen. Und doch sind kleinere Spr. durch den Druck gro\'dfer Nachbarn bedr\'e4ngt, so ist die Khoisan-Gruppe mit den Hottentotten- und Buschmannspr. fast ausgel\'f6scht. Im pazifischen Raum sind mehrere Spr. in Papua Neuguinea bedroht. In Australien werden nur noch etwa 100 von den urspr\'fcnglich 250 Aboriginalspr: gesprochen. Im arktischen Nordamerika sind viele Eskimo- und Indianerspr. bedroht. In Zentral- und S\'fcdamerika haben viele Restspr. nur noch sehr wenige Specher.\par \pard\b\par \b0\par \b Ursachen:\par \b0 Es gibt eine "gewaltsame" und eine "freiwillige" Komponente. Das Wirken der Gewalt im Sprachimperialismus hat fr\'fcher begonnen, besonders im Zusammenhang mit der Herausbildung gro\'dfer Staaten, setzte seinen Einfluss mit Landnahme und Kolonisierung fort und steht bis heute im Zeichen politischer, wirtschaftlicher und kultureller Dominanz. Ein gewisses Nachlassen, eine st\'e4rkere Tolerierung von Minorit\'e4tenspr:n ist dagegen in Mode (s.u.). Zusammenh\'e4nge bestehen mit den ethnischen Desintegrationsbem\'fchungen im (oft \'fcberschie\'dfenden) Freiheitsstreben und kleinnationaler Intoleranz nach der Wende 1989/1990. Es bestehen aber auch, gleichsam gegenl\'e4ufig, Zusammenh\'e4nge mit den staatlichen Integrationsbestrebungen zum vereinten Europa etwa, indem nicht eingesehen wird, warum eine Mediatisierung zu den \'fcberkommenen gro\'dfen Nationalstaaten bestehen bleiben soll, und warum nicht etwa Bayern und Sachsen mittelbar und ohne ein zwischengeschaltetes Deutschland in ein einheitliches Europa eingehen sollen. In Deutschland aber bindet die gemeinsame Sprache; in verschiedensprachigen Regionen erscheint sie restriktiv.\par \par Die immens wachsenden internationalen Verbindungen und Kommunikationsbed\'fcrfnisse in Politik, Wirtschaft, auf Reisen, in der Mediennutzung, in globalen (vorwiegend amerikanisierenden) Nach\'e4ffungstrends und der (dominierend, aber nicht ausschlie\'dflich) \'f6konomische Vorteil, die meistgenutze(n) Spr. zu beherrschen, sind hier als "freiwillige" Komponente gemeint. Eine sehr gro\'dfe Rolle spielen die gewaltigen Wanderungsbewegungen von "Asylanten" oder weit eher in der Hoffnung, an h\'f6herem Wohlstand zu partizipieren. Sie werden von Fl\'fcchtlingen aus Zonen gespeist, die es nicht mit anderssprachlichen Regierungen oder Nachbarn aushalten k\'f6nnen. So treibt es die K\'e4mpfer f\'fcr ethnische, religi\'f6se(!) und sprachliche Eigenst\'e4ndigkeit zusammen mit ihren Opfern paradoxerma\'dfen in die Internationalit\'e4t, radikale Anderssprachigkeit und zur schnellen Aufgabe ihrer nun g\'e4nzlich "nutzlosen" eigenen Sprache.\par \b\par Nachteile:\par - f\'fcr die Sprecher erl\'f6schender Spr.:\par - f\'fcr die Menschheit:\par \par Gegenwirkung:\par \b0 Die allgemeine Sympathie ist bei den kleinen und dem Multikulti. Selbst die Regierungen, wie etwa die englische die spanische oder gar niederl\'e4ndische sind in fr\'fcher un\'fcblichem Ma\'dfe bereit, den oft militanten Verfechtern gewisse minderheitsnsprachliche Rechte einzur\'e4umen. Der internationale Eindruck, der zunehmende Hang zur Demokratisierung, die Angst, W\'e4hlerstimmen zu verlieren, die verbreitete Tendenz zu Tradition und Musealisierung und die geringe Hoffnung, ohne \'fcbergro\'dfe Anstrengung und Prestigeverlust mit gewaltsamem Vorgehen auf Dauer etwas dagegen ausrichten zu k\'f6nnen, vielfach auch dringlichere andere Sorgen, beg\'fcnstigen die Autorit\'e4ten zu einem st\'e4rkeren Einlenken. Au\'dferdem befinden sich auch die gro\'dfen Spr. gegen\'fcber der allergr\'f6\'dften in einem vergleichbaren Abwehrkampf. \par Man muss unterscheiden zwischen den Bestrebungen von nennenswerten Populationen, echt gesprochenen Spr. wie Katalanisch, und den Bem\'fchungen in liebevoller Sprachpflege aussterbende minuti\'f6se Sprachreste zu erhalten - beides legitime und f\'f6rderugsw\'fcrdige Anliegen und dem meist hoffnungslosen Bem\'fchen, eine kaum noch genutzte und bekannte Sprache zur Staatsprache zu entwickeln, wozu diese zun\'e4chst gew\'f6hnlich schon auf Grund fehlender Modernit\'e4t ihres unzureichenden Wortschatzes nicht in der Lage ist. Gelingt das nicht, wie beim Irischen, wundert man sich nicht; gelingt es, wie beim Hebr\'e4ischen, kann man nur staunen - und sich freuen\par \par \b\par \cf0 Literatur:\par \b0 Calvet, Jean-Louis: La gravitosistemo de lingvoj. Esperanto (Organ der \b U\b0 niversala \b E\b0 sp.-\tab\b A\b0 socio) 93 (2000), p.102 -103 \'fcbs.aus The Unesco Courier April 2000\par Nettle, D. u. Romaine, Suzanne: Vanishing Voices. The Extinction of the World's Languages. Oxford 2000 : University Press\par \par \cf1\b\par } iKpVx Spr.vielfalt{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fmodern Courier New;}{\f2\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Mehrdeutige Bezeichnung f\'fcr die >> Zahl der Spr., die es imsgesamt gibt, oder f\'fcr die in einer Region, auf einem Zusammentreffen (Kongress, Festival) verwendeten, ja von einer Person(engruppe) (als Mehr- oder Vielsprachigkeit) beherrschten oder gesprochenen Spr. .\par Sie stellt gleichsam den Z\'e4hler eines Bruches dar, dessen Nenner, die Extension n\'e4mlich auf die er sich bezieht, nicht angegeben ist (vgl. Spr.-dichte.)\f1\fs18\par \par \pard\cf0\f2\fs22\par } `WyǮ`xSprachentwicklung,{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 (Sprachevolution)\par hat, bezogen auf eine einzelne Sprache, drei (bis vier) Phasen:\par - Vorgeschichte, gleichsam ihre Phylogenese (Evolution i.e.S.)\par - Entwicklung in der Dauer ihres Bestehens\par - Erl\'f6schen. ("Spr.tod" ist kein Synonym von >>Spr.reduktion. Es bezieht sich auf eine einzelne \tab Sprache)\par \par \par \par \b Vergleich mit der Evolution der Lebewesen: \b0 nicht nur im "Leben" einer Sprache gibt es Analogien zur Entstehung (Geburt), Entwicklung (Ontogenese) und zum Sterben eines lebenden Organismus. Spr. haben auch eine evolution\'e4re, gleichsam phylogenetische Vorgeschichte. Ein wesentlicher Unterschied zu den nat\'fcrlichen Systemen der Tiere und Pflanzen liegt darin, dass Lebewesen individulle Vertreter von Gattungen sind (z.B. Haselm\'e4use, rezente Menschen), Spr. aber immer Individuen sind, ihre Gattung gleichsam nur in Einzahl vertreten (Mundarten sind eher Unterarten, Subspezies als Einzelindividuen der Sprache. Interessanter w\'e4re der Gedanke, die Sprache jedes einzelnen Sprechers als Sprachindividuum anzusehen.) Franz\'f6sisch stammt vom Latein ab, aber nicht Herr M\'fcller von einem einzigen Vertreter der letztvorangegangenen Vormenschenspezies.\par } jλpkWxSprecherzahlenY{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Angaben in Millionen (mit Varianten aus der Literatur wie\f1 \f0 Esperanto aktuell 6/97, p.9, Geary 1997):\par \par Stelle\par 1 Englisch 1700 (Einw. der Staaten, die offiz. Engl. sprechen)\par \f1 470 (427) kommt der Wirklichkeit n\'e4her)\par 2 Chinesisch 1100 (1123) (726) \par 3 Hindi 418 (182) \par 4 Spanisch 372 (266) \par 5 (7) Arabisch 181\par 6 (8) Portugiesisch 165\par 7 (6) Bengali 162\par 8 (5) Russisch 158 (288)\par 9 Japanisch 124\par 10 Franz\'f6sisch 124 (Platz 10)\par 11 Deutsch 121 (an 11. Stelle)\par \par Von einer afrikanischen Sprache sind nur zwei Sprecher (Vater und Sohn) bekannt, von einer weiteren nur eine 87j\'e4hrige Sprecherin.\par \par Nach M\'f6glichkeiten sind Sprecherzahlen bei den einzelnen Spr. (oft als unbenannte Zahlen) genannt. Doch muss man sich dar\'fcber klar sein, dass sie sich schnell \'e4ndern k\'f6nnen, wohingegen die Zahlen meist nicht datiert sind. Au\'dfer-\par dem handelt es sich oft um grobe Sch\'e4tzungen, die selten neutral vollzogen werden. Sprecher und Pfleger von Minorit\'e4tenSpr. pflegen sie oft (viel) zu hoch anzusetzen, es sei denn, sie wollen ihre Bedrohung und die Notwendigkeit\par der Soforthilfe herausstellen. Die Vertreter der Regierungssprache und Bef\'fcrworter ihrer alleinigen und einheitlichen Durchsetzung spielen dagegen das Problem gern mit dem Argument herunter, dass es praktisch kaum einen au\'dfer ein\par paar r\'fcckst\'e4ndigen Sonderlingen und notorischen Querliegern betreffe.\par \par \pard\cf0\par } JXSx Sdafrika {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Hier seien die in der Republik S\'fcdafrika sowie in den Enklaven Swasiland (Swaziland) und Lesotho gesprochenen Sprachen zusammengefasst.\par Die wichtigsten Sprachen S\'fcdafrkas stammen aus Europa, die einheimischen Sprachen geh\'f6ren zur s\'fcdlichen Gruppe der >> Bantusprachen (\b Nguni, Sotho, Tsonga und Venda)\b0 . \par \par In der Republik sind \b elf Sprachen offiziell\b0 . Das w\'e4re ein chaotischer, fast europ\'e4isch zu nennender Zustand, wenn sie alle de facto gleichgestellt und vergleichsweise gleich gewichtet w\'e4ren. Allerdings werden sie dort wie hier alle im Parlament verwendet und daf\'fcr mussten auch die notwendigen Dolmetscherdienste eingerichtet werden. Englisch, die Sprache der letzten Kolonialherren, ist durchaus dominant und gegen\'fcber der ver\'e4nderten Sprache der vorletzten Kolonialherren, denen die Einwohner noch mit nennenswertem kriegerischen Widerstand entgegentreten konnten weiterhin auf dem Vormarsch.\par Neben >> Englisch und >> Afrikaans geh\'f6ren zu den 11 offiziellen Sprachen, folgende s\'fcd\'f6stliche Bantusprachen (>>) \par \cf1\f1\fs20 (In eckigen Klammern habe ich das Klassenpr\'e4fix zur Sprachbezeihnung vorangestellt.Wenn das Pr\'e4fix angewendet wird, bilden beide Bestandteile ein Wort und die Stammbezeichnung wird nicht wie hier gro\'df geschrieben)\cf0\f0\par \b\fs22 [Se]Sotho sa Lebowa \b0 (Nordsotho) zur Sotho-Gruppe, \par \b [Isi]Ndebele \b0 zur Nguni-Gruppe, \par \b [Set]Swana \b0 (S\'fcdswana) zur Sotho-Gruppe, \par \b [Tshi]Venda \b0 zur Venda-Gruppe,\par \b [Se]Sotho \b0 (S\'fcdsotho) zur Sotho-Gruppe,\par \b [Xit]Songa \b0 zur Songa-Gruppe\b ,\b0\par \b [Isi]Zulu \b0 zur Nguni-Gruppe, mit Xhosa am verbreitetsten,\par \b [Isi]Xhosa\b0 zur Nguni-Gruppe, mit Zulu am verbreitetsten, \par \b [Si]Swati (Swasi) \b0 zur Nguni-Gruppe\par s. die Verbreitungskarte in Mai's Weltf\'fchrer 43 S\'fcdafrika, S.85\par Fanakalo ist eine Mischsprache aus Zulu, Englisch und Afrikaans, die als Verst\'e4ndigungsmittel f\'fcr die Minenarbeiter diente.\par Die Sprachen der San ("Buschm\'e4nner") und Khoikhoi ("Hottentotten") werden beide icht mehr gesprochen.\par \par Amtssprache im K\'f6nigreich \b Lesotho \b0 ist Sesotho (s.o). Die dort fr\'fcher lebenden \b San \b0 wurden im 18. Jahrhundert \b Nguni\b0 -St\'e4mmen verdr\'e4ngt. Die heute dort lebenden \b Sotho \b0 sind um 1820 vor den \b Shaka Zulu \b0 vom Hochveld dorthin geflohen. Als Sprache von Wirtschaft und Kultur dient Englisch.\par Amtsprache im K\'f6nigreich Swasiland ist Swasi (Siswati, s.o.)\par } kp3x Sumerisch +b{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fmodern\fcharset0 Courier New;}{\f2\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs22\'c4lteste Sprache des unteren Mesopotamien und \'e4lteste geschriebene Sprache \'fcberhaupt, zu den (>>) ASIANIDEN Spr. gerechnet. Von Babylon bis zum Persichen Meerbusen. \par \par Zahlreiche Keilschrifttexter, um -3500 mit Wortbildzeichen beginnend.\par \par Als man nicht mehr Sumerisch sprach, wurde es, gefundenen sumerisch-hethitischen Wortlisten zufolge, in Hattusas und in Babylonien intensiv studiert. Die meist einsilbigen sumerischen W\'f6rter benutzte man, K\'fcrzeln gleich, als Ideogramme, anstatt die viel l\'e4ngeren akkadischen und hethitischen W\'f6rter zu schreiben (Gurney, S. 136).\par \f1\fs18\par \pard\cf0\f2\fs22\par } @֖mT_{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fnil MS Sans Serif;}{\f1\fnil\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss\fprq2 System;}{\f3\fnil Times New Roman;}{\f4\fnil\fcharset1 Times New Roman;}{\f5\fnil\fcharset1 MS Sans Serif;}{\f6\fnil Courier New;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;} \deflang1031\pard\li80\plain\f6\fs18\cf0 \par \pard\plain\f4\fs22 \par } l@ qPR,x Tabalisch +d{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (Hieroglyphen-Hetithisch, Hieroglyphen-Luwisch) \par Eine indogermanische Sprache bzw, ein Dialekt des >> Luwischen. In ihr sind \f1 im Jahre 1924 in Assur ausgegrabene Piktogramme (meist K\'f6rperteile, Tierk\'f6pfe, M\'f6bel) auf Siegelbildern und 7 Briefe in Form aufgerollter Blechstreifen geschrieben. Sie sind den \'e4gyptischen Hieroglyphen nachempfunden, aber eine eigenst\'e4ndige Sch\'f6pfung. Anders als Luwisch und Lykisch bildet sie den Plural der Nomina auf -\cf2 a\cf1 i, und in Verbindung mit \cf2 u\cf1 steht statt k, ohne dass es sich dabei um eine Satemsprache handelt (>> Indogermanische Spr.).\par (Gurney S. 138)\par \par \par \pard\cf0\par } DY0xTasmanische Sprachen{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Auf der s\'fcdlich von Australien gelegenen Insel Tasmanien gab es mindestens 9 Spr., die h\'f6chst wahrscheinlich nicht mit den Spr. der australischen Ureinwohner verwandt waren.\par \par Um 1830 wurden \'fcberlebende Tasmanier von den Engl\'e4ndern auf die Insel Flinders deportiert.\par Da sie sich untereinander nicht verst\'e4ndigen konnten, entwickelten sie ein englisches Pidgin, bevor sie an europ\'e4ischen Krankheiten ausstarben.\par \par Von ihren urspr\'fcnglichen Spr. sind nur Bruchst\'fccke bekannt. \par } m`qp5xThai{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 (SIAMESISCH)Sprache der Khon-Thai in Thailand (11 Millionen), geh\'f6rt zur Thai-Gruppe der >> Tibetanisch-Chinesischen Spr..\par Reiche, alte Literatursprache (\'c4lteste Inschrift von 1293, B\'fccher ab 14.Jh.).\par Die Schrift leitet sich von der \'e4ltesten Form der >> P\'e2li-Schrift, der "Steinschrift" Ryokt`sa ab.\par Isolierende Sprache wie das Chinesische.\par Neben der Umgangssprache die "Palastsprache", mit Umschreibungen f\'fcr die einfachsten W\'f6rter und Vorliebe f\'fcr Sanskrit- und Pali-Lehnw\'f6rter.\par \pard\cf0\f1\par } nw#q,xTibetisch-Chinesische Spr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Courier New;}{\f2\fnil Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs22 SINOTIBETISCHE Sprachfamilie\par \par Gliederung:\par THAI-CHINESISCHE Spr.\par -CHINESISCH\par -THAISPR.\par - >> Thai (Siamesisch), die Sprache der Khon-Thai in Thailand (11 Millionen)\par -LAOTISCH, Staatssprache in Laos\par -SPRACHE DER SCHWARZEN THAI im Grenzgebiet zw. Laos und Nordvietnam\par -SPRACHE DER WEISSEN THAI (TH\'d4) in Nordvietnam an den Ufern des Roten Flusses\par -SCHAN in Birma und Y\'fcnnan\par -NUNG in Kuangsi\par -KHAMTI in Assam\par ...\par -TIBETANISCH-BIRMANISCHE Spr.\par --TIBETISCH\par --BIRMANISCH\par --HIMALAYA-Spr.\par ---ALMORA-GRUPPE zwischen Kaschmir und Nepal\par ---OST-NEPAL-GRUPPE um Darjeeling\par --BODO-NAGA-GRUPPE in Mittel- und S\'fcd-Assam\par ---BODO \par ---NAGA\par ---KATSCHIN\par ---KUKITSCHIN\par --KAREN Unterbirma, Irawadi-Delta\par --LOLO-MOSO-Spr. Nordj\'fcnnan am Jangtsekiang\par --MIAO-YAO-GRUPPE in Kweitschou\par \f1\fs18\par \par \pard\cf0\f2\fs22\par } o o1qlAlxTlingits{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs22 (sprich klink-it)\par Die bedeutendste Gruppe der Nordwestk\'fcsten-Indianer an der SO-K\'fcste Alaskas und der NW-K\'fcste von British Columbia und ihre Sprache, die vor 50 Jahren noch vom ganzen Stamm gesprochen wurde, heute aber nur von wenigen \'e4lteren Leuten gepflegt wird. In Klawock auf der Prince of Wales-Insel bem\'fcht sich eine\par kleine Gruppe um \'dcbersetzung und Niederschrift volkst\'fcmlicher amerikanischer Lieder in der an sich schriftlosen Sprache.\par Sehr guttural klingend.\par Numeralklassifikatoren zeigen z\'e4hlbare Substantive an wie dt. "Laibe" Brot, "St\'fcck" Vieh.\par Instrumentale Verbalaffixe (als Pr\'e4fixe, Suffixe oder Infixe) zeigen das Mittel an, mit dem die Handlung vollzogen wird.\cf0\par } p%8qNx Tocharisch +k{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Indogermanische Sprache(n).\par \b Tocharisch A,\b0 die Sprache von Karaschahr (Ostturkestan), und \b Tocharisch B\b0 , die\f1 \f0 Sprache von Kutscha, wurde im heutigen Chinesisch-Turkestan (Westturkestan)\f1 \f0 gesprochen. Texte aus dem 6. und 7. Jahrhundert sind in tocharischer Schrift\f1 \f0 geschrieben, die auf das indische Brahmi-Alphabet, eine Silbenschrift,\f1 zur\'fcckgeht.\f0\par 1890 wurden die ersten Manuskripte gefunden, 1903 z.T. nach Berlin, z.T. nach\f1 \f0 Paris gebracht. 1908 wurden sie als Dialekte einer bisher unbekannten Sprache erkannt, die\f1 sp\'e4ter, vor allem in der Konjugation der Verben als indogermanisch imponierte.\f0\par \f1 Die Deklination l\'e4sst Einfl\'fcsse einer v\'f6llig andersartigen Sprache erkennen.\f0\par \f1 Der Wortschatz enth\'e4lt viele Lehnw\'f6rter aus dem T\'fcrkischen, Persischen und dem Sanskrit. Ein Teil der urspr\'fcnglichsten W\'f6rter ist indogermanisch wie p\'e2car/p\'e2cer (Vater) und m\'e2car / m\'e2cer (Mutter), por / puwar f\'fcr Feuer (griech. pyr), ku / ku f\'fcr Hund (gr. ky\'f4n), tkum / kem: Erde (gr. chth\'f4n), wobei vor dem Schr\'e4gstrich das Wort in Tocharisch A, danach in B steht.\f0\par \par \pard\cf0\par } `p{j\x Turksprachen{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\lang1031\fs22 Vorkommen Osteuropa, kaukasus, Zentralasien, Sibirien.\par In Grammatik und Grundwortschatz so \'e4hnlich, dass Verst\'e4ndigung untereinander halbwegs m\'f6glich.\par \par Gliederung noch umstritten. Versuch aus \i H.F, Wendt\par \par \b = \i0 Westlicher Zweig\b0\i\par \i0 == Bulgarische Grupe\par === \'86 Spr. der Wolga-Bulgaren (8.-14.Jh.) \par === \'86 (vielleicht) Spr. der Awaren (um 660)\par === \'86 (vielleicht) Spr. der Chasaren\par === Tschuwaschisch \par == Oghusische Gruppe\par === Oghusisch-Turkmenisch\par ==== \'86 Spr. der Oghusen (Onoghusen, Toghusgusen)\par ==== Turkmenisch mit mehreren Dialekten. Die heutige Schriftsprache beruht auf dem \tab Dialekt der Jomud.\par ==== Truchmenisch\par === Oghusisch-Bulgarisch\par ==== \'86 Spr. der Usen\par ==== \'86 Petschenegisch (10.-11.Jh.)\par ==== Gagausisch\par === Oghusisch-Seldschukisch\par ==== \'86 Seldschukisch\par ==== \'86 Altosmanisch (bis ca. 1400)\par ==== \'86 Altaserbeidschanisch\par ==== Aserbeidschanisch (Aseri)\par === (T\'fcrkei)T\'fcrkisch\par == Kiptschakische Gruppe\par ===Kiptschakisch-oghusische Gruppe\par ==== \'86 Spr. der Komanen (Kumanen; Polowetzer), aus dem Codex Cumanicus (13.Jh.) \tab bekannt\par ==== Karaimisch\par ==== Krimtatarisch\par ==== Kum\'fckisch\par ==== Karatschaisch\par ==== Balkarisch\par === Kyptschakbulgarisch (Kyptschaktatarisch)\par ==== Tatarisch\par ==== Baschkirisch\par === Kyptschakisch-nogaiische Gruppe\par ==== Dialekte der Ak-Nogaier\par ==== Kasachisch\par ==== Karakalpakisch\par == Karlukische Gruppe\par == \'86 Karluk-Uigurisch (Ende 10.- Anfang 13.Jh.)\par == Karluk- Choresmisch\par === \'86 Tscxhagatiaisch\par === Usbekisch\par === Neuuigurisch\par \b = \'d6stlicher Zweig\par \b0 .... >> u.a. mit den Altai-Spr., vgl. Grunzel, Joseph: Entwurf einer vergleichenden Grammatik der altaischen Sprachen. nebst einem vergleichenden Woerterbuch. Leipzig 1895. Reprint: Olms Verlag 1997. VIII,90 Seiten, \par \par \b\par \b0\par \par \par \par \par \par = Kiptschakische gruppe\par \par } A@^mꤑU~qyhx Ugrofinnisch={\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil Courier New;}{\f2\fnil Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs22 Handhabbarere, aber viel seltener gebrauchte Bezeichnung f\'fcr >> FINNISCH-UGRISCH.\par \f1\fs18\par \pard\cf0\f2\fs22\par } qJq@yx Umbrisch +n{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 >> Italische Sprache der oskisch-umbrischen Gruppe.\par \f1 Wandelt auslautendes (abl.) -\'e2 in -u (oskisch -o) um. Anfangsbetonung unter Synkopierung. Kurze Vokale in Mittelund Schlusssilben werden (wie auch im >> Oskischen) synkopiert. Statt lat. qu- und v- steht (wie im Umbrischen) p-\par und b- (pis statt quis; PR: vgl. die griechischen Fragew\'f6rter und die Gliederung der keltischen Spr. in p- und q-Keltisch!). Weiteres s. Stolz, S.40 ff, kl.Pauly V, Sp .1049.\par \par Das Hauptdenkmal des Umbrischen sind die 1444 in der umbrischen Stadt Gubbio (lat. Iguvium) gefundenen sieben (urspr\'fcnglich neun) Iguvinischen Tafeln. Sie enthalten Aufzeichungen \'fcber Auspizien, S\'fchnebr\'e4uche, Opfer und\par Gebete in ALTUMBRISCHer Sprache und Schrift (um -200 abgefasst) und in lateinischer Schrift in NEUUMBRISCH (um 150 v.). (Abb. in dtv-Lexikon 1997, Bd.8, S.243).\par \par \fs18\par \pard\cf0\f2\fs22\par } ``Lb/Uralische Spr.{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Zusammenfassung der >> finnisch-ugrischen und der >> samojedischen Spr.\par \pard\cf0\par } B"|mꤑVr3w]qj*x Vietnamesisch}{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Courier New;}{\f2\fnil Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs22 ANNAMITISCH 23 Mill.\par Zwischenstellung (wohl Mischung) zw. Thai- und >> Mon-Khmer-Spr. und Thai-Spr. ( >> Tibetanisch-chinesische Spr.). Viele chinesische W\'f6rter.\par \par Streng >> isolierende Sprache (Wort meist Kons - Vokal [oder Dipth.] - Kons).\par \par Sechs verschiedene bedeutungsunterscheidende Tonstufen.\par \par In beidem wird das Chinesische noch \'fcbertroffen. Die Gefahr von Homonymen mit verschiedener Bedeutung ist im Vietnamesischen im Unterschied zum Chinesischen fast gebannt.\par \par Im 13. Jh. entwickelte sich aus der chinesischen Schrift unter Beif\'fcgung von Lautzeichen die N\'f4m-Schrift.\par Amtliche Texte wurden bis ins 19.Jh. mit (rein) chinesischen Schriftzeichen geschrieben.\par Christliche Missionare schufen im 17. Jahrhundert eine lateinische Lautschrift mit genauer Kennzeichnung der Tonstufen. Dieses Qu\'f4c-ngu\'b4 ist seit 1910 offizielle Schrift. Damit wurde etwas erreicht, worum die Chinesen sich heute noch vergeblich bem\'fchen. Allerdings liegt dort das Haupthindernis in den zahlreichen Dialekten, die oft eine Verst\'e4ndigung nur durch die Bildzeichen m\'f6glich machen.\par \f1\fs18\par \par \pard\cf0\f2\fs22\par } s;8iq@xVolapk{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Courier New;}{\f2\fnil Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green204\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs22 1879 von Pastor Johann Martin Schleyer (1831 -1912) erfundene Plansprache, die trotz ihrer spr\'f6den Konstruktivit\'e4t erstaunlicherweise in einer fortschrittsfreudigen und sich dem Weltverkehr erschlie\'dfenden Epoche Furore machte. Zwischen 1881 und 1889 entstanden 283 Sprachvereine und 25 Zeitschriften. 316 Lehrb\'fccher wurden in\par 25 Spr. herausgegeben. Es gab mehr als 1000 diplomierte Lehrer.\par \par Die Sprache war sehr konstruiert - "unnat\'fcrlich" - gebaut (>> Planspr.), die W\'f6rter unter starken morphologischen Umformungen, gro\'dfenteils aus dem Englischen, auf eine Silbe reduziert (\cf2 vol\cf1 \cf3 Welt\cf1 [ < \cf4 world\cf1 ], \cf2 p\'fck\cf1 \cf3 Sprache\cf1\par [ < \cf4 speak\cf1 ], \cf2 julop\cf1 \cf3 Europa\cf1 ). Die Formenlehre agglutinierend: -\cf2 a\cf1 Genitiv (\cf2 vola p\'fck\cf1 \cf3 Sprache der Welt\cf1 ). In der Konjugation wurden -\cf2 ob\cf3 ich\cf1 , -\cf2 ol\cf1 \cf3 du\cf1 , -\cf2 om\cf3 er\cf1 usw. angeh\'e4ngt.\par \par Besonders der flie\'dfende m\'fcndliche Gebrauch d\'fcrfte gro\'dfe Schwierigkeiten gemacht haben, was sich besonders auf den internationalen Kongressen (1885, 1887, 1889) zeigte. Eine "Akademie" wurde auf dem Kongress von 1889 von den gegen Schleyers Autokratie opponierenden Anh\'e4ngern eingesetzt, um die Sprache zu verbessern. Sie schuf ein v\'f6llig neues Projekt IDIOM NEUTRAL, das keine Verbreitung fand. Schleyer blieb mit wenigen Anh\'e4ngern allein. Viele verbleibende Volap\'fck-Anh\'e4nger, ja ganze Sprachgruppen, schlossen sich dem aufkommenden Esperanto an. Doch d\'fcfte das Fiasko der Begeisterung f\'fcr eine k\'fcnstliche Weltsprache weit mehr geschadet, als der Mitgliederzuwachs dem Esperanto gen\'fctzt haben.\par \par 1929 reformierte der Niederl\'e4nder Jong das alte Volap\'fck zu einem VOLAP\'dcK II oder NEUEN VOLAP\'dcK, dem jeglicher Erfolg versagt blieb\f1\fs18 . \par \par \pard\cf0\f2\fs22\par } tɘsqx Volksspr.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil Courier New;}{\f2\fnil Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\fs22 Soviel wie >> Ethnospr. (ethnische Spr.)\par \f1\fs18\par \pard\cf0\f2\fs22\par } >) geh\'f6rt zur Senegal-Giunea-Gruppe der Senegalspr., nach Drexel zu den bantuiden Spr. ("Semi-Bantu"), nach \i Westermann\i0 zur Nordgruppe (Untergruppe Nordwestspr.) dieser, nach Frank ,zu den westatlantischen Spr..\par \par Gesprochen wird Wolof im Senegal, in Gambia und in Teilen Mauretaniens.\par \par Im Senegal ist es "Muttersprache von ca. 40% der Bev\'f6lkerung und wird von 80% der Bewohner gesprochen. Die f\'fcnf anderen Nationalspr. sind SERER, POULAR (Sprache des Peulh-Volkes), MANDING, SONINKE und DIOLA. offizielle Landessprache ist hingegen Franz\'f6sisch.\par \par \b Literatur\b0 : Franke, M.: Wolof f\'fcr den Senegal. Kauderwelsch Bd. 8. Bielefeld 2. Aufl.1998 Reise \tab Know-How-Verlag Peter Rump GmbH.\par \par \par \cf1 wird fortgesetzt\par } +C Wortstammc{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Den\b Wortstamm \b0\f1 erh\'e4lt man, wenn man die Endung abstreicht. Im Lateinischen geh\'f6rt der f\'fcr die jeweilige Deklination oder Konjugation charakteristische auslautende Vokal eines Substantivs/ Adjektivs oder verbalen Infinitivs zum Stamm: terra, domino, mari, reg (konsonantische Dekl.!), fructu, die; ama, dele, reg (konsonantische Konjugation), audi sind Wortst\'e4mme.\par Wort = (Wort)Stamm + Endung (terr\'e2+rum), (domin\'f4+rum), (mari+um), (reg+um) ...\par \par Streicht man diesen charakteristischen Endvokal erh\'e4lt man den \b Wortstock\b0 terr, domin, mar, reg, fruct, die, am, dele, reg.\par Wort = Wortstock + Wortausgang (terr+ae), (domin+i), (mar+is), (reg+is), fruct+\'fbs) ...\par \par In vielen anderen Spr., etwa solchen ohne grammatische Morpheme oder ohne stammausgangsbestimmte Wortklassen macht diese Unterscheidung von Wortstamm und Wortstock keinen Sinn. Man spricht dort nur von Wortstamm, zumindest wenn er sich vom vollwertigen, selbst\'e4ndig zu gebrauchenden Wort unterscheidet. Ist das nicht der Fall (wie z.B. im Englischen) k\'f6nnte man Wortstamm = Wort als \b Wortk\'f6rper\b0 bezeichnen. Vielleicht eignet sich Wortk\'f6rper auch als Oberbegriff f\'fcr Wortstamm und Wortstock, wenn man nur den Kernbestandteil eines Wortes schlechthin meint. \par \par \b Wortwurzel\b0 hat einen \f0 mehr s\f1 prachgeschichtlich-etymologischen Bezug, wenn man den gemeinsamen Ausgangsbestand meint, aus dem mehrere \'e4hnliche, "verwandte" Worte hervorgegangen sind. Die entsprechende Bezeichnung radiko im Esperanto f\'fcr den Wortstamm ohne Wortklassenpr\'e4fix (-o, -a, -e, -i) und grammatische Endung (-j, -jn, -as, -is usw.) ist insofern nicht schlecht, weil aus ihr verschiedene Wortklassen (Subst., Adj., Adverb., Verben) gebildet werden k\'f6nnen. Vgl. oben die lat. Substantiv- und Verbwurzel reg, der in der konsonantischen Deklination und Konjugation Wortstamm und Wortstock zugleich ist. Beides rechtfertigt hier vom Wortk\'f6rper zu sprechen.\par } C`mꤑZuqp] Zahl der Spr.^{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\fmodern Courier New;}{\f3\froman Times New Roman;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\li80\cf1\f0\fs22 Die manchen so vordringlich interessant erscheinende Frage, wieviele Spr.\f1 \f0 es gibt, ist weder genau zu beantworten noch von besonderem Belang.\f1 \f0\par \par \f1 Ihre Z\'e4hlung setzt Kenntnis der Exixtenz und Abgrenzbarkeit aller noch so vereinzelten und urwaldfernen Idiome voraus, und ihre vollst\'e4ndige Auflistung. Fast unm\'f6glich wird sie aber durch die Frage, wo >> Dialekte aufh\'f6ren und selb-\par st\'e4ndige Spr. anfangen. Auch der Versuch, das Problem mit einer drittten Gr\'f6\'dfe, dem Ethnolekt (Ethnosprache: Muttersprache bzw. Erstsprache einer ethnischen Gruppe) zu umgehen, verschiebt das Problem nur. Und begreift man die Bezeichnung "Ethnolekt" als eine Art Oberbegriff von Sprache und Dialekt, so hilft das nicht viele weiter: etwa so, wenn man zu Deutschen alle (?) deutschen Dialekte hinzuz\'e4hlt. \par \par Die notwendigerweise also groben Sch\'e4tzungen pflegen sich zwischen 4000 und 6000 zu bewegen (vgl. die Er\'f6rterungen von St\'f6rig auf S. 9 - 13.). Die Zahl der "Ethnolekte" wird auf 7000 gesch\'e4tzt.\par \par Ein erneutes Interesse hat sie mit der Sorge erlangt, dass Spr. durch den Sprachimperialismus, durch die nivellierende Dominanz der gro\'dfen Spr. und einfach auch durch die Zunahme der weltweiten Kommunikation in \'e4hnlicher Menge\par aussterben wie Arten von Tieren und Pflanzen (>> Spr.reduktion). \par \par Nach einer j\'fcngst erstellten Liste gebe es mit 10000 Spr. etwa doppelt so viele Spr. als bisher angenommen. Daraus (?) wird gefolgert, dass ihr Absterben geringer sei als bisher angenommen (Esperanto aktuell 6/97, p.9).\par \par \f2\fs18\par \pard\cf0\f3\fs22\par } :&?^Zulu{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} \viewkind4\uc1\pard\f0\fs22 Bantusprache (>>)\par \f1 Besonders in der Provinz Kwa Zulu Natal der S\'fcdafrikanischen Republik gesprochen.\par \par Zulu hat drei Schnalzlaute, die als c (Varianten gc, nc aspiriert ch), q (Varianten gq, nq, aspiriert gh) und x (Varianten gx, nx, aspiriert xh) bezeichnet werden, und die wahrscheinlich von den Khoisanspr. \'fcbernommen worden sind.\par }