╨╧рб▒с>■  ■   w°yь                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                ¤   ■   ■   ■    #  !"$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvx¤   yz{|}~АRoot Entry        А┘дй╩@SummaryInformation(        0CONTENTS             ╪            ■                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               ■ рЕЯЄ∙OhлС+'│┘рЕЯЄ∙OhлС+'│┘0 `АhpДЬ ┤ └ ╠ ╪ фЁф UntitledWolfgang RuffWolfgang Ruff897@^7k;@А\iWКW└@АЛ%┐Д╛@рЖ░дй╩Jot+С√╓8╩g^h411,80000008,N0,Arial12,80000008,B0,Arial8,80000008,N0,Arialаа а ar \i Lateinnutzern wird empfohlen, diese kurze Datei auszudrucken!)\i0\par \pard\qc\f0\par \cf2\b\f1\fs28 Neufassung \par \pard\cf1\b0\fs24 Die Neufassung wird ab 19.1.07 verwendet. Bezeichnungen in alter Fassung werden nach und nach durch die Neufassung ersetzt.\par \par \b\fs22 QUANTIT\'c4TEN\b0 : Naturl\'e4nge durch ^ \'fcber dem Vokal. Diphtonge sind nicht bezeichnet, da immer naturlang.\par \b BETONUNG\b0 (nur bei 3- und mehrsilbigen W\'f6rtern bezeichnet) durch Unterstreichung des betonten Vokals\par \par \b Beispiele: \par \cf2\b0 cum, pater, m\'e2ter, \par \cf1 Bei ein- und zweisilbigen W\'f6rtern bezeichne ich die Betonung nicht. Auf der letzten Silbe werden im Lateinischen h\'f6chsten verk\'fcrzte (apostrophierte W\'f6rter betont).\par \par \cf2 am\ul\'ee\ulnone cus, fen\ul e\ulnone stra, fac\ul u\ulnone lt\'e2s, amp\ul u\ulnone lla\cf1\par Die vorletzte Silbe wird betont, wenn sie lang ist. \par Eine Silbe ist lang, wenn sie einen langen Vokal enth\'e4lt (Naturl\'e4nge) oder wenn sie mit zwei Konsonanten geschlossen ist (Positionsl\'e4nge).\par \par \cf2 perqu\ul\'ee\ulnone rere, \ul o\ulnone culus\cf1\par \par Wenn die vorletzte Silbe kurz ist, wird die drittletzt Silbe betont,\par \par \par Mittel- und neulateinische W\'f6rter, bei denen die Quantit\'e4ten nicht definiert bzw. nicht erkennbar sind und die antiken Betonungsregeln nicht mehr in Kraft sind, werden durch vor das Wort gesetztes \'b0 bezeichnet. Die \'fcbliche Tonsilbe kann \'fcberdies durch \'b4gekennzeichnet werden.\par \par Zus\'e4tzlich finden sich (nicht immer) folgende \b metrisch\b0 e Kennzeichnungen:\par \pard\li80 / markiert das Ende einer Verszeile. IHexameter sind durch nachgesetztes [H], Pentameter durch [P] und Disticha durch nachgestelltes [HP] gekennzeichnet. Z\'e4suren im Vers k\'f6nnen durch | bezeichnet sein.\par \pard\ul Ausf\'fchrliches hierzu in der Note "Abk\'fcrzungen"\par \ulnone Weitergehendes, z.B. zu Zeichen in poetischen Texten findet sich in dicta.jot !\par \par \b Anmerkung\b0 : \i Seit alters (Schulzeit?) verwende ich handfschriftlich zur Bezeichnung der (nur) positionslangen Silben ein v-f\'f6rmiges Zeichen \'fcber den Vokalen. Ich wei\'df nicht, woher ich das habe. Mir ist , als habe ich dar\'fcber in der (f\'fcr den Lehrer bestimmten Einleiitung) meines Schullehrbuches gelesen, finde aber dort nichts. Bedauerlicherweise werden positionslange Silben in W\'f6rterb+\'fcchern usw. nicht bezeichnet und nicht von den kurzen, unbetonten unterschieden. Das ist f\'fcr Anf\'e4nger und Sch\'fcler ung\'fcnstig und verwirrend, zumal die Regeln \'fcber die Positonsl\'e4nge nicht einfach und nicht eindeutig sind. (Man vergleiche das Verhalten vor muta cum liquida !)\par \i0\par \fs28 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------\par \pard\qc\cf2\b Diese alte Fassung ist \'fcberholt, findet sich aber vielfach noch\par \fs22\par \pard\cf1\fs20 QUANTIT\'c4TEN\b0 :\par \par - kurz und positionslang nicht bezeichnet (z.B. \cf2 os,ossis; omnis\cf1 )\par - naturlang ^ (z.B. \cf2\'f4s,\'f4ris\cf1 ) \par (Diphthonge als immer lang nicht bezeichnet [z.B. \cf2 aurum\cf1 ])\par \par \par \b BETONUNG\b0 (\b nur bei 3- und mehrsilbigen W\'f6rtern bezeichnet\b0 ):\par \par - kurz und positionslang \'b4 (z.B. \cf2 p\'e1tina, fen\'e9stra\cf1 )\par - naturlang ` С√╓8╩g^h411,80000008,N0,Arial12,80000008,B0,Arial8,80000008,N0,Arialаа а а  ╨ ┤АЛ%┐Д╛p╟═▄вй╩ Gz.kl.LatinumС {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 Diese Fassung stammt vom 16.8.2002 (provisorische Endfassung)\par \par \cf2 Der Autor Dr.sc.med. P.W.Ruff ist erreichbar unter \cf1 pwruff@kabelmail.de \par \par Sie k\'f6nnen alle angegebenen JOT-Adresse unmittelbar anspringen, wenn Sie im Internet sind. Voraussetzung ist, dass Sie in de Men\'fcleiste Tools | Options ... angeklickt und dann im erscheindend Fenster Main Options | Other | Active Hyperlinks aktiviert haben.\par \cf0\par \cf1\par \cf2\b Um ein koh\'e4rentes Schriftbild zu erhalten, beachten Sie Folgendes:\par \par \cf0\b0 JOT PLUS bricht die Zeile am Ende des Fensters um. Dadurch kannt es zu st\'f6renden Verschiebungen kommen.\par Bei zu langer Zeile erscheinen die wenigen restlichen W\'f6rter auf einer nachgeschobenen Kurzzeile, bei zu kurzer Zeile entstehen L\'fccken zwischen den Zeilen. Einr\'fcckungen gehen verloren, Absatzgrenzen werden verwischt.\par \par \b Wichtig ist\b0 , die Zeilen auf die L\'e4nge einzustellen,die sie beim Schreiben hatten. Das gelingt. indem man die Trennlinie zwischen dem li. Fenster (Inhaltsverzeichnis) und der re. Fenster (Text) verschiebt. F\'fchren Sie dazu den Mauspfeil auf die Trennlinie, bis zwei entgegengesetzt gerichtete horizontale Pfeile erscheinen, ziehen sie dann die Trennlinie unter Halten der gedr\'fcckten Maustaste in die gew\'fcnschte Position.\par \par Ich stelle jetzt beim Schreiben die Breite die Trennlinie des rechten Fensters genau unter die gleich aussehende Doppellinie, die sich auf der Men\'fcleiste zwischen der Angabe der Schriftgr\'f6\'dfe und dem ersten Buchstabensymbol(Abc bzw. A) befindet. Dann haben die Zeilen bei einer Bildschirmaufl\'f6sung 1024*768 auf einen 20,5''-Bildschirm die richtige L\'e4nge.\par \par Beim Jot-Viewer muss entsprechend die Trennlinie zwischen den beiden Fenstern unmittelbar unterhalb des rechten Randes des Fragezeichens auf der Men\'fcleiste stehen. \par \cf2\par \cf0 Diese Einstellung ist zum Teil noch nicht durchgef\'fchrt. Ich bitte in der Umstellungszeit zerrissene Zeilen und fehlende Einr\'fcckung zu entschuldigen!\par \par \b\par \cf2 Vermeiden Sie, das Fenster in horizontaler Richtung zu verkleinern, d.h. schmaler zu machen!\par \cf0\par \cf3\b0 ====================================================================================\par Diese Doppellinie mu\'df auf eine Zeile passen! \par \cf1\b\par \cf2\b0 Das rechte Fenster ist breiter als eine A4-Seite, so dass lange Zeilen beim Ausdruck geteilt. werden. Lassen Sie sich vor dem Ducken den Preview anzeigen (Auf der Werkzeugleiste das Druckersymbol anklicken oder direkt das Symbol mit dem leeren Blatt, Eselsohr und Lupe \par \cf0\b\par \cf1\b0\par } р6QAЕ╛А8з=Р║└_VorwortW!{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss Arial;}{\f3\fswiss Arial;}{\f4\fswiss\fprq2 System;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue127;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;} \deflang1031\pard\plain\f2\fs22\cf0 "Richtig" Latein zu lernen ist eine langwierige und langweilige Sache. (Wobei noch die Frage bleibt, was eigentlich "richtig" ist.) Gemeint ist der Unterricht, bei dem die gesamte Grammatik systematisch erlernt wird, wie er in den Gymnasien oder auch Volkshochschulen \'fcblich ist, viele Jahre dauert und doch gew\'f6hnlich nur fragw\'fcrdige Erfolge zu verzeichnen hat. Ganz sicher kann man am Ende nicht lateinisch sprechen, kaum ein paar lateinisch gesprochene S\'e4tze verstehen, keine lateinischen Texte einfach so herunterlesen und dabei verstehen, sondern nur mit gro\'dfer M\'fche, langem Zeitaufwand, W\'f6rterbuch und Kommentar und selten ohne fremde Hilfe halbwegs, mehr schlecht als recht und nicht ohne gro\'dfe Zweifel und verschiedene Interprtetationsm\'f6glichkeiten und mit viel Gl\'fcck einigerma\'dfen mitbekommen, was der Autor hat sagen wollen. Das wird einem aber auch nur kurz nach Abschlu\'df des Lehrgangs oder nach st\'e4ndigem flei\'dfigen \'dcben noch gelingen. Besch\'e4ftigt man sich, wie es \'fcblich ist, jahrelang nicht, oder, wie meistens, nie mehr mit seinem Latein, dann wird man so \par gut wie alles verlernen und vergessen. Bleiben wird nur die Animosit\'e4t gegen die \'fcberfl\'fcssige Plage des Schullateins. \par \par Der Aufwand steht in der Regel in keinem Verh\'e4ltnis zum Nutzen, den man sp\'e4ter daraus zieht. Dennoch ist es angebracht und n\'fctzlich, einige Lateinkenntnisse zu haben, zu wissen, wie Latein funktioniert und sich zu anderen Sprachen verh\'e4lt, einigerma\'dfen damit umgehen zu k\'f6nnen. Das kann man schnell und sogar mit Vergn\'fcgen erreichen. Man kann jederzeit damit aufh\'f6ren oder auch beliebig weitermachen. Denn man lernt nie aus. Nie wird man sagen k\'f6nnen, "nun kann ich Latein". Insofern bleibt es (bestenfalls) immer eine halbe Sache. "Richtig" lernt man es nie. \par \par Wie soll man sich einen Ein- und \'dcberblick mit Vergn\'fcgen statt mit M\'fche und Frust ver- schaffen? \par \par Man lernt nicht systematisch und m\'fchsam, weitab von Vergn\'fcgen und praktischer \par Anwendung, sondern geht von einem vorgegebenen Text aus, analysiert ihn und lernt dabei die Regeln der Grammatik kennen. Nat\'fcrlich wird das ein \plain\f2\fs22\cf0\ul kurzer \plain\f2\fs22\cf0 Text sein, ganz besonders am Anfang. Es soll aber kein aus dem Zusammenhang gerissenes Fragment sein, etwa nur ein Regelbeispiel aus der Grammatik, sondern der Minitext, meist nur ein einzelner Satz. Der Satz soll f\'fcr sich Sinn ergeben oder witzig sein. \par Besonders eignen sich also hierf\'fcr Redewendungen, Scherze, Verse oder auch mal \par ein (ber\'fchmter) lateinischer Buchtitel. Diese kleinen Texte sind also nicht nur interessant, sondern bildend und belehrend, man kennt sie gro\'dfenteils vom H\'f6rensagen schon, ohne dass man sie bisher sprachlich genauer interpretieren konnte. Sollten sie einem neu sein, lassen sie sich wegen ihrer K\'fcrze und Pr\'e4gnanz leicht im Ged\'e4chtnis behalten. Man hat sie dann als Beispiel f\'fcr lateinische Sprachregeln in Erinnerung, wird sich in einem gegebenen \'e4hnlichen Fall an sie erinnern und vom Beispiel auf die Regel schlie\'dfen. \'dcberdies erweitert man seinen verf\'fcgbaren Zitatenschatz. \par \par Nur in seltenen F\'e4llen ist der Textsatz eine blo\'dfe Feststellung, ohne allgemeing\'fcltige und tiefere Bedeutung, auch ohne Witz und Esprit, etwa wie in Lektion 9: "Die Frauen geben der Magd einen Ring." Diese banale singul\'e4re Aussage wurde deshalb gew\'e4hlt, weil hier drei Substantive erscheinen, die diegleiche Endung haben, aber verschiedene F\'e4lle repr\'e4sen- tieren. \par \par Die Textproben sind kurz und folgen schnell in gro\'dfer Zahl aufeinander. Es gibt Abwechslung genug, Langeweile kommt nicht auf. Die Regeln wiederholen sich immer wieder und pr\'e4gen sich dadurch ohne l\'e4stige Paukerei ein. Die Texte sind so ausgew\'e4hlt und sortiert, dass nach und nach und ganz allm\'e4hlich neue Regeln hinzukommen und man nicht mit Schwierigkeiten \'fcbersch\'fcttet wird. Zum Anfang wird daher auch nicht jede sprachliche Erscheinung genau erl\'e4utert, sondern manches vorerst nur wie eine Vokabel gebracht und hingenommen. Sp\'e4ter, \par wenn das Verst\'e4ndnis an anderer Stelle fortgeschritten ist, wird auf die alten Beispiele zur\'fcckverwiesen. \par \par Man wird auf diese Weise genau so wenig Latein "auslernen" wie im herk\'f6mmlichen Sprachunterricht. Aber nichts hindert, den Unterricht in dieser Art fortzusetzen, so lange es einem Freude macht, und dabei immer tiefer in die Sprache und das mit ihr Ausgedr\'fcckte einzudringen. Man kann auch jederzeit auf einen systematischen Sprachunterricht umsteigen und wird staunen, wieviel man schon wei\'df und wie vieles als ein blo\'dfe Rekapitulation schnell durchgenommen werden kann. Ich nenne diese Einf\'fchrung - oder zutreffender gesagt: \par diesen "Einblick" - "Das ganz kleine Latinum", in dem ich die Kriterien gewisser Unterrichts- abschl\'fcsse, welche die P\'e4dagogen als "Gro\'dfes Latinum" und "kleines Latinum" unter- scheiden, scherzhaft gleichsam nach unten verl\'e4ngere. \par \par Wir werden so verfahren, dass auf die Textprobe die \'dcbersetzung folgt, dann eine kleine Erl\'e4uterung \'fcber Herkunft, Bedeutung, literarische, historische und kulturelle, vor allem nat\'fcrlich literarische Bez\'fcge, schlie\'dflich als Hauptteil Anmerkungen, die, wenn m\'f6glich, jeweils an einem Worte des Textes ankn\'fcpfen und sprachliche Erl\'e4uterungen bringen. Generell erscheinen alle lateinischen W\'f6rter rot, die deutschen \'dcbersetzungen blau (z.B. \plain\f2\fs22\cf4 v\'eeta longa\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf3 das lange Leben\plain\f2\fs22\cf0 ). Das wurde auch bei blo\'dfen Endungen befolgt, ja selbst bei der Bezeichnung der deutschen Aussprache lateinischer Buchstaben. Die M\'f6glichkeit zur Farbgebung erleichtert nicht nur \'dcbersicht und Erkennen, sondern erspart auch die Verwendung von Anf\'fchrungsstrichen, Klammern usw. Bei lateinischen W\'f6rtern (in rot) sind die Quantit\'e4ten (L\'e4ngen und K\'fcrzen) der Vokale bzw. Silben und ist die Betonung entsprechend der Note "L\'e4nge und Ton" angegeben. Sie sind in \plain\f2\fs22\cf2 1c\plain\f2\fs22\cf0 noch einmal zusammengefa\'dft. \par \par Jede dieser "Lektionen" tr\'e4gt eine Nummer, jede darauffolgende Erl\'e4uterung einen Buchstaben. Unter der Kombination von Nummer und Buchstaben (z.B. \plain\f2\fs22\cf1 7c\plain\f2\fs22\cf0 ) wird auf bereits Durchgenommenes verwiesen. Diese Hinweise sind in purpurrot (Farbe \plain\f2\fs22\cf2 4|4\plain\f2\fs22\cf0 ) gesetzt, z.B. \plain\f2\fs22\cf2 7c\plain\f2\fs22\cf0 , \par Damit man die Stelle beim Scrollen schneller findet, wird am Rand immer die Zahl mit dem Buchstaben zusammen angegeben, nicht nur \plain\f2\fs22\cf1 a\plain\f2\fs22\cf0 , sondern \plain\f2\fs22\cf2 1a\plain\f2\fs22\cf0 . Unter dieser alphanumerischen Kombination kann man die angezogene Stelle mit der Suchfunktion bequem anspringen. Unter die lateinischen W\'f6rter der Textprobe, die solch eine Minilektion er\'f6ffnet, habe ich die Nummer der kommentierenden Anmerkung geschrieben, in der das Wort (die Vokabel) zum ersten Mal vorgekommen ist oder in der vorliegenden Lektion erkl\'e4rt wird. \par \par Leider wird es nicht leicht sein, mittels der Suchfunktion lateinische W\'f6rter aufzufinden, weil dabei die diakritischen L\'e4ngen- und Betonungszeichen mit angegeben werden m\'fcssen. Im \par Zweifelsfalle - und das d\'fcrfte der h\'e4ufigste sein - mu\'df man mehrere M\'f6glichkeiten durch- probieren. Leichter f\'fchren die als Anhang gegebenen Verzeichnisse zum Ziel: dort sind alle vorkommenden lateinischen W\'f6rter einmal alphabetisch, ein anderes Mal nach der Stelle ihres ersten Vorkommens geordnet. Da im alphabetischen W\'f6rterverzeichnis die lateinischen Vokabeln \plain\f2\fs22\cf0\ul mit\plain\f2\fs22\cf0 diakritischen Zeichen (und deutscher \'dcbersetzung), in der Wortreihenfolge aber ohne diakritische Zeichen aufgef\'fchrt sind, wird die Suchfunktion hier auf jeden Fall f\'fcndig werden. \par \par Ein drittes Verzeichnis weist die Nennung der Regeln der Grammatik nach. \par \plain\f2\fs22 \par } &АсN╣Х┌┐рЖ░дй╩ Lфnge und Tonх{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 \cf2\fs28 \cf1\f1\fs22 Kurze Zusammenfassung der diakritischen Quantit\'e4ts- u. Betonungszeichen, die bei lateinischen W\'f6rtern Verwendung finden.\p (z.B. \cf2 r\'eag\'ecna, g\'e0nea\cf1 )\par (betonte Diphthonge entsprechend (z.B. \cf2 a\'f9reus\cf1 )\par \par d.h. in der Tonsilbe steht nicht ^, sondern ` , wenn ^ und \'b4 zusammenfallen.\par \fs22\par \b --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------\par \b0\par \f0\par \cf2\fs28 Griechisch\cf1\fs22\par \f1 F\'fcr in lateinische Buchstaben transliteriertes Griechisch gilt von obigem \f0 abweichend:\par \par \f1\'b4 bezeichnet den Akut, ` den Gravis, ~ den Zirkumflex;\f0\par ' ersetzt den Spiritus lenis, '' den Spiritus gravis;\par \f1\'ea entspricht Eta und \'f4 Omega. Die unterlegten Striche bezeichnen den Versakzent des Hexameters. Mit | sind die Z\'e4suren bezeichnet, hier Trithememeres, nach dem dritten, und Hephthemimeres, nach dem siebenten Halbfu\'df.)\f0\par \par \par \par \cf0\par \par \par \par } └Aо4┘┐─╔вй╩ LektionenL{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red127\green127\blue127;\red127\green0\blue0;\red127\green127\blue0;\red0\green127\blue0;\red0\green127\blue127;\red0\green0\blue127;\red255\green0\blue255;\red127\green0\blue127;\red159\green159\blue159;\red0\green128\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Blau: \cf2 deutsche\cf1 \cf0\f1 W\'f6rter oder Wortteile\par \cf3 Rot\cf0 : lateinische W\'f6rter oder Wortteile\par \cf4 a\cf5 n\cf6 d\cf7 e\cf0 r\cf8 e\cf0 \cf8 F\cf9 a\cf10 rb\cf11 e\cf12 n\cf0 anderssprachige W\'f6rter oder Wortteile:\par \cf13 Englisch (\cf0 2/4)\cf13\par \cf0\par \cf11 Purpurrot \cf2 Verwei\cf0 se auf andere Lektionen und Abschnitte\par \par \par \par \par \par \par } "`DflЕ╛Ё(╕√▌;╟1) Errare humanum est│'{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl{\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red127\green0\blue0;\red0\green0\blue127;\red51\green102\blue255;} \viewkind4\uc1\pard\cf1\f0\fs22 Errare humanum est.\par \cf2 \cf3 1d\cf2 \cf3 1e\cf2 \cf3 1f\cf2 \par \cf4 Irren ist. \par menschlich.\par \cf2\par \f1 Diese allbekannte und allgemein zutreffende Sentenz begegnet uns in dieser Form sp\'e4testens bei Hieronymus (Epistula 57, 12). Der Gedanke aber findet sich schon in der griechischen Literatur (Theognis, Menander), gelangte mit der griechischen Kom\'f6die nach Rom (Terenz, Cicero, Plinius d.J., Seneca) und zu den Kirchenv\'e4tern Hieronymus und Augustin (s. auch die Quellenhinweise zu \cf3 6\cf2 ). \par \par \cf3\b 1a\cf2 ) Aussprache\par \b0 Die lat. Aussprache macht weniger Schwierigkeiten als die der meisten modernen Sprachen. Auf Besonderheiten wird verwiesen, wenn sie auftreten. Es gibt lange und kurze Vokale. Sie werden in der Schreibung nicht unterschieden. Bei der Beurteilung der "Quantit\'e4t", d.h. der L\'e4nge oder K\'fcrze eines Vokals kann man sich \ul nicht\ulnone auf so etwas wie ein Sprachgef\'fchl verlassen. Wer w\'fcrde meinen, dass das o (und die beiden anderen Vokale) in \cf1\ul o\ulnone leum\cf5 \cf4\'d6l\cf2 kurz und beide u in \cf1 fr\'fbct\'fbs\cf5 \cf4 Fr\'fcchte\cf2 lang sind? (\cf1 eu\cf2 klingt nicht etwa wie im deutschen \cf4 Verleumdung\cf2 wie oi, sondern wird getrennt, aber schnell hintereinander e-u gesprochen.)\par \par \cf3\b 1b\cf2 ) Betonung\par \b0 Latein hat eine einfache Betonungsregel: Die vorletzte Silbe wird betont, wenn sie lang ist. Ist sie kurz, dann wird die drittletzte Silbe betont. Eine Silbe ist lang, wenn sie einen langen Vokal enth\'e4lt. Das ist die sogenannte "Naturl\'e4nge". Aber auch eine Silbe mit einem kurzen Vokal gilt als lang, wenn sie von mehr als einem Konsonanten geschlossen ist ("Positionsl\'e4nge"). Man kann sich das so vorstellen, dass es l\'e4nger dauert bis man mit der Aussprache dieser, auch in der Schreibung l\'e4ngeren Silbe fertig geworden ist. Die erste Silbe von \cf1 errare\cf2 ist solch ein Fall: folgen zwei Konsonanten, hier ein Doppelkonsonant (\cf1 rr\cf2 ). \par \par \cf3\b 1c\cf2 ) Aussprachezeichen\par \b0 Um lange und kurze Vokale, naturlange, positionslange und kurze Silben und die betonte Silbe zu erkennen, muss man sie beim Lernen und Nachschlagen kennzeichnen. Mit einfach zug\'e4nglichen Computermitteln verfahre ich hier folgenderma\'dfen:\par \par Bei ein- und zweisilbigen W\'f6rtern ist die Betonung eindeutig und wird nicht angegeben. Bei ihnen werden die kurzen Vokale nicht bezeichnet. \'dcber den langen Vokalen steht ^ (\'c2, \'e2, \'ca, \'ea, \'ce, \'ee, \'d4, \'f4, \'db, \'fb).\par \par Fr\'fcher und hier noch weitgehend habe ich bei drei- und mehrsilbigen W\'f6rtern wird die Betonung durch Akzente bezeichnet. Ist eine betonte Silbe naturlang, dann steht\fs28 ` \fs22 , ist sie kurz oder positionslang (also immer bei kurzem Vokal) dann steht \fs28\'b4\fs22 . Dieser Weg wurde gew\'e4hlt, weil nicht gleichzeitig ^ und \'b4 \'fcber einem Vokal unterzubringen ist. Die Vokale in \ul nicht\ulnone betonten Silben werden wie bei den ein- und zweisilbigen W\'f6rtern bezeichnet: lange mit ^ und kurze gar nicht.\par Neuerdings bezeichne ich die betonte Silbe durch Unterstreichung ihres Vokals bzw, Diphtongs (Zwielaut). Die nachtr\'e4gliche \'c4nderung in diese leichter verst\'e4ndliche Fassung wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. \par \par Die gleichen Regeln befolge ich \'fcberall in CORE. Sie sind hier in der hinter dem Vorwort stehenden Note "L\'e4ge und Ton" zusammengefa\'dft.\par \par Im Originaltext, in Inschriften und in der Literatur fehlen nat\'fcrlich die Aussprache- und Betonunghilfsmittel. (Daher ist es nicht einfach einen fremden lateinischen Text richtig betont vorzulesen.)\par \par - Das war etwas viel trockener Stoff und verwirrend dazu. Aber wir trainieren das von Fall zu Fall. Zun\'e4chst schreiben wir unseren lateinischen "Text" noch einmal mit der Zutat an diakritischen Hilfszeichen:\par \cf1 Err\ul\'e2\ulnone re h\'fbm\ul\'e2\ulnone num est.\cf2\par Die beiden dreisilbigen W\'f6rter werden auf der vorletzten Silbe betont, weil diese lang ist. Der jeweilige Volkal a wird nur von je einem Konsonanten gefolgt, ist also nicht positionslang. Und die Richtung des Akzents zeigt, dass die beiden vorletzten Silben naturlang sind, eigentlich neben dem Betonungsstrich ein nicht unterzubringendes ^ tragen m\'fc\'dften. (Sie k\'f6nnen den Akzent als die zweite H\'e4lfte des dachf\'f6rmigen L\'e4ngenzeichens deuten.)\par \par \cf3\b 1d\cf2 ) \cf1 err\ul\'e2\ulnone re\cf2 \cf4 irren\cf2 \par \b0 Latein und Deutsch sind (nicht ganz nahe) Verwandte. Beide geh\'f6ren zu den indoeurop\'e4- ischen (indogermanischen) Sprachen. Innerhalb dises gro\'dfen Sprachstamms, zu denen u.a. auch das Griechische und die slawischen Sprachen geh\'f6ren, z\'e4hlt man das Deutsche zu den germanischen Sprachen, w\'e4hrend das Lateinische neben fr\'fch verschwundenen, d.h. von ihm verdr\'e4ngten Sprachen dem italischen Zweig angeh\'f6ren. Auf das Lateinische gehen, wie wir wissen, die romanischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch, Katalanisch, Portugiesisch,\par Franz\'f6sich, Provenzalisch, R\'e4toromanisch, Rum\'e4nisch zur\'fcck. Sprachliche Verwandschaft zeigt sich in der \'c4hnlichkeit vieler W\'f6rter, Formeln und Regeln. Sie hat den Vorteil, uns das Lernen zu erleichtern. Die beiden so \'e4hnlichen W\'f6rter am Beginn dieses Abschnitts zeigen diese \'c4hnlichkeit (und diesen Vorteil): Der lateinische Wortstock \cf1 err\cf2 - entspricht dem deutschen \cf4 irr\cf2 -. Danach folgt in beiden Sprachen die Endung. In beiden F\'e4llen bezeichnet sie\par einen INFINITIV, die Grund- oder Nennform des Verbums (Zeitworts, T\'e4tigkeitswortes). W\'e4hrend aber im Deutschen alle auf -en oder wenigstens -n (wie \cf4 sein\cf2 ) ausgehen, gibt es im Lateinischen Infinitive auf -\cf1\ul\'e2\ulnone re\cf2 , -\cf1\ul\'ea\ulnone re\cf2 , -\cf1 ere\cf2 und -\cf1\ul\'ee\ulnone re\cf2 . Sie bezeichnen verschiedene Arten, nach denen die Verben konjugiert (gebeugt) werden. Die Verben auf -\cf1\ul\'e2\ulnone re\cf2 geh\'f6ren zur sog. 1.Konjugation, die nach dem Stammvokal der zu ihr geh\'f6renden Verben auch a-Konjuation hei\'dft. (MERKE: \cf1 err\cf2 - ist der WORTSTOCK; der WORTSTAMM ist \cf1 err\'e2\cf2 -.) Wir wollen uns zwei weitere Verben der a-Konjugation merken, was uns gelingen wird, ohne unser Ged\'e4chtnis zu \'fcberlasten:\par \cf1 am\ul\'e2\ulnone re\cf5 \cf4 lieben\cf6 \cf2\par \cf1 laud\ul\'e2\ulnone re\cf5 \cf4 loben\cf2 .\par Die Verben auf \cf5 -\cf1\'e0re\cf2 werden auf dem a, also auf ihrer vorletzten Silbe betont. In den Schlu\'df- bemerkungen zu diesem Textst\'fcck \cf3 1\cf2 werden wir uns noch kurz mit langen und kurzen Silben und der kinderleichten Betonungsregel des Lateinischen befassen.\par \par Der Diphthong (Zwielaut) au (wie z.B. in \cf1 laud\ul\'e2\ulnone re\cf2 wird wie unser \cf7 au\cf2 gesprochen, also einsilbig. Alle Diphthonge gelten als lang, was f\'fcr die Betonung wichtig werden kann. Es w\'e4re \'fcberfl\'fcssig unter sie einen L\'e4ngenstrich zu setzen.\par \par \cf3\b 1e\cf2 ) \cf1 h\'fbm\ul\'e2\ulnone num\cf5 \cf4 menschlich\cf6 \cf2\b0 \par (von \cf1 hom\'f4\cf5 \cf2 \cf4 Mensch\cf2 ). - \cf1 h\'fbm\ul\'e2\ulnone num\cf5 \cf2 ist die s\'e4chliche Form (Neutrum) eines Adjektivs (Eigenschaftswortes). \cf1 H\'fbm\'e0num\cf2 und \cf4 menschlich\cf2 erscheinen nicht als verwandt. Aber das von \cf1 h\'fbm\'e0num\cf2 abgeleitete Fremdwort human ist eine starke Ged\'e4chtnisst\'fctze. Auch im Deutschen sind die Infinitive s\'e4chlich: \cf4 das Irren\cf2 , \cf4 das Lieben\cf2 , \cf4 das Loben\cf2 . Im Lateinischen ist es ebenso, aber nicht so auff\'e4llig, weil dem Lateinischen der Artikel (das Geschlechtswort) fehlt, und zwar der bestimmte (\cf4 der,die, das\cf2 ) wie auch der unbestimmte (ein, eine, ein). Daf\'fcr erkennt man das Geschlecht am zugeh\'f6rigen Adjektiv, das sich nach dem Substantiv (Haupt-\par wort) richten mu\'df. Im Deutschen ist wiederum das nicht so auff\'e4llig; denn das durch \cf4 ist\cf2 oder \cf4 sind\cf2 mit seinem Substantiv verbundene Adjektiv ist dort formengleich: \par \cf1 hom\'f4 bonus est\cf2 \cf4 der Mensch ist gut\par \cf2 \cf1 via longa est \cf5 \cf4 die Stra\'dfe (der Weg) ist lang \cf2 \par \cf1\tab\tab mare prof\ul u\ulnone ndum est\cf2 \cf4 das Meer ist tief\cf2 .\par (Zu den Adjektivendungen \cf1 -us, -a, -um\cf2 vgl. \cf6 4a\cf2 )\par \par Im Lateinischen werden wie in fast allen Sprachen au\'dfer dem Deutschen nur Eigennamen und das erste Wort im Satz gro\'df geschrieben, nicht aber die Substantive schlechthin. das\par gilt auch f\'fcr die substantivierten Infinitive: \cf1 err\ul\'e2\ulnone re\cf2 \cf4 das Irren\cf2 .\par \par \cf3\b 1f\cf2 ) \cf1 est \cf2 \cf4 ist\cf2 \par \b0 Auch hier ist die Sprachverwandtschaft sehr deutlich, nicht so bei den Infini-\par tiven \cf1 esse\cf2 \cf4 sein\cf2 ; die sich in beiden Sprachen eine ungew\'f6hnliche Form erlau-\par ben [s. 1d], sondern gleichsam mittendrin bei den konjugierten Verbformen.\par \'c4hnlich ist es auch bei \cf1 sunt\cf2 \cf4 sind\cf2 . Im Unterschied zum Deutschen \cf4 ist \cf2 und\par \cf4 sind\cf2 steht das lateinische \cf1 est\cf2 und \cf1 sunt\cf2 h\'e4ufig am Satzschluss (vgl. auch\par unser Beispiel). Das gilt f\'fcr die Pr\'e4dikate (konjugierten Verbformen) \'fcbrigens\par allgemein.\par \cf0 ------------------------------------------------------- bis hierhin neue diakritische Zeichen\par } А°█RO╛`╕=Р║└2) Vivere est militarep{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss Arial;}{\f3\fswiss Arial;}{\f4\fswiss\fcharset1 MS Sans Serif;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue127;\red255\green0\blue0;\red0\green127\blue0;} \deflang1031\pard\plain\f3\fs22\cf4 V\'ecvere\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf4 est m\'eelit\'e0re. \par \plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf1 2a\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf1 1f\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf1 2c\plain\f3\fs22\cf0 \par \plain\f3\fs22\cf2 Leben ist (hei\'dft) k\'e4mpfen\plain\f3\fs22\cf0 . \par \par Ein Zitat des r\'f6mischen Schriftstellers und Philosophen Seneca (des J\'fcngeren) \par (4v - 65 n) aus seinen moralischen Briefen (Epistulae morales 96,5). \par \par \plain\f3\fs22\cf1\b 2a\plain\f3\fs22\cf0\b ) \plain\f3\fs22\cf4\b v\'ecvere \plain\f3\fs22\cf0\b \plain\f3\fs22\cf2\b leben\plain\f3\fs22\cf0\b \par \plain\f3\fs22\cf0 Das ` zeigt uns, dass die drittletzte Silbe betont ist und dass sie (natur)lang ist, denn ` steht f\'fcr \'b4und ^ zugleich (vgl. \plain\f3\fs22\cf1 1b\plain\f3\fs22\cf0 ). Wir erkennen auch, wenn wir \plain\f3\fs22\cf3 1b\plain\f3\fs22\cf0 aufmerksam und (immer) wieder gelesen haben, dass das\plain\f3\fs22\cf4 e\plain\f3\fs22\cf0 der vorletzten Silbe kurz sein mu\'df; denn sonst m\'fc\'dfte diese Silbe betont werden. Die kurze, unbetonte Endung -\plain\f3\fs22\cf4 ere\plain\f3\fs22\cf0 ist uns neben der mit langem, betonten -\plain\f3\fs22\cf4 e\plain\f3\fs22\cf0 schon in \plain\f3\fs22\cf3 1d\plain\f3\fs22\cf1 \plain\f3\fs22\cf0 begegnet. Beide sind, wie wir dort gesehen haben, Infinitivendungen, entsprechen also unserem (einzigen) -\plain\f3\fs22\cf2 en\plain\f3\fs22\cf0 . Wie der Infinitiv auf -\plain\f3\fs22\cf4 \'e0re\plain\f3\fs22\cf0 die Verben der 1. oder \plain\f3\fs22\cf4 \'e2\plain\f3\fs22\cf0 -Konjugation kennzeichnet, so der Infinitiv auf -\plain\f3\fs22\cf4 \'e8re\plain\f3\fs22\cf0 (langes \plain\f3\fs22\cf4 \'ea\plain\f3\fs22\cf0 , betont) die Verben der 2. oder \plain\f3\fs22\cf4 \'ea\plain\f3\fs22\cf0 -Konjugation und der auf -\plain\f3\fs22\cf4 ere\plain\f3\fs22\cf0 mit kurzem, unbetonten \plain\f3\fs22\cf4 e\plain\f3\fs22\cf0 die Verben der 3. Konjugation. Sie wird auch als konsonantische Konjugation bezeichnet, hat also keinen langen Stammvokal (\plain\f3\fs22\cf4 \'e2, \'ea, \'ee\plain\f3\fs22\cf0 ) wie die \par anderen drei Konjugationen. Das kurze \plain\f3\fs22\cf4 e\plain\f3\fs22\cf0 springt nur gleichsam als Murmelvokal zwischen den Konsonanten ein, die sich sonst schlecht aussprechen lie\'dfen. \par Leider l\'e4\'dft sich, wenn, wie in lateinischen Texten, die L\'e4ngenstriche \'fcber den Vokalen fehlen, nicht erkennen, ob das erste \plain\f3\fs22\cf4 e\plain\f3\fs22\cf0 der Infinitivendung -\plain\f3\fs22\cf4 ere\plain\f3\fs22\cf0 lang oder kurz ist, betont wird oder nicht und ob das Verbum nach der 2. oder nach der dritten Konjugation konjugiert wird. \par In Zukunft werden die Konjugationsbuchstaben trotz ihrer L\'e4nge, wie allgemein \'fcblich, ohne "Dach" (L\'e4ngenzeichen) und nicht mehr rot geschrieben: a-Konjugation usw. \par \par \plain\f3\fs22\cf4 V\'ecvere\plain\f3\fs22\cf0 l\'e4\'dft sich besser einpr\'e4gen, wenn man an Vivisektion, das Aufschneiden lebender Tiere \par zu Studienzwecken durch fr\'fchere Forscher oder an Quivive denkt (frz. \plain\f3\fs22\cf5 qui vive \plain\f3\fs22\cf2 wer soll\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf2 leben\plain\f3\fs22\cf0 ?), auf dem man sein sollte, um am Leben zu bleiben. Ursp\'fcrnglich war es der Anruf durch einen Milit\'e4rposten "\plain\f3\fs22\cf2 wer lebt (da)\plain\f3\fs22\cf0 ?", entsprechend unseerem preu\'dfisch verknappten "\plain\f3\fs22\cf2 Wer da\plain\f3\fs22\cf0 ?". \par \par Das Substantiv \plain\f3\fs22\cf2 Leben\plain\f3\fs22\cf0 enspringt dem gleichen Stamm und hei\'dft \plain\f3\fs22\cf4 v\'eeta\plain\f3\fs22\cf0 . Es bezeichnet auch die Lebensbeschreibung, wie wir sie in 3, von Plutarch verfa\'dft, kennenlernen werden. Auch im Deutschen bezeichnet oder \'fcberschreibt man den "Lebenslauf" h\'e4ufig als "Vita". \par \plain\f3\fs22\cf4 V\'eeta\plain\f3\fs22\cf0 ist je nach dem Zusammenhang zu \'fcbersetzen mit \plain\f3\fs22\cf2 Leben\plain\f3\fs22\cf0 , \plain\f3\fs22\cf2 das Leben\plain\f3\fs22\cf0 oder \plain\f3\fs22\cf2 ein Leben\plain\f3\fs22\cf0 . Das Lateinische kennt (ebenso wie das Russische) keinen bestimmten (\plain\f3\fs22\cf2 der, die, das\plain\f3\fs22\cf0 ) und keinen unbestimmten Artikel (Geschlechtswort) (\plain\f3\fs22\cf2 ein, eine, ein\plain\f3\fs22\cf0 ). Gegebenenfalls wird der Artikel mit der lat. Entsprechung f\'fcr \plain\f3\fs22\cf2 dieser\plain\f3\fs22\cf0 , \plain\f3\fs22\cf2 besagter\plain\f3\fs22\cf0 , \plain\f3\fs22\cf2 irgendein\plain\f3\fs22\cf0 o.\'e4. umschrieben. \par \par \plain\f3\fs22\cf1\b 2b\plain\f3\fs22\cf0\b ) \plain\f3\fs22\cf4\b est\plain\f3\fs22\cf0\b \plain\f3\fs22\cf2\b ist\plain\f3\fs22\cf0\b \par \plain\f3\fs22\cf0 Eine Form von \plain\f3\fs22\cf4 esse \plain\f3\fs22\cf2 sein\plain\f3\fs22\cf0 , die wir schon kennen (aus \plain\f3\fs22\cf1 1f\plain\f3\fs22\cf0 ). Hier aber steht sie nicht wie in \plain\f3\fs22\cf1 1\plain\f3\fs22\cf0 am Satzende (vgl.\plain\f3\fs22\cf1 1f\plain\f3\fs22\cf0 ), sondern, wie im Deutschen \'fcblich, zwischen dem Subjekt und dem Pr\'e4dikatsnomen (\plain\f3\fs22\cf4 m\'eelit\'e0re\plain\f3\fs22\cf0 , das hier ein substantivierter Infinitiv, ist). \par \par Die Wortstellung ist im Lateinischen relativ frei, was das \'dcbersetzen aus dem Latein nicht immer erleichtert. Es ist aber nicht so, dass die Wortstellung regellos und gleichg\'fcltig ist. Sie folgt Regeln der Syntax (Satzlehre) und der Stilistik, z.B. bei besonderer Hervorhebung. \par \par \plain\f3\fs22\cf1\b 2c\plain\f3\fs22\cf0\b ) \plain\f3\fs22\cf4\b m\'eelit\'e0re\plain\f3\fs22\cf0\b \plain\f3\fs22\cf2\b Kriegsdienst leisten\plain\f3\fs22\cf0 \par Hier allgemein f\'fcr \plain\f3\fs22\cf2 k\'e4mpfen\plain\f3\fs22\cf0 . Wieder ein Infinitiv der 1. Konjugation, vgl. \plain\f3\fs22\cf3 1d\plain\f3\fs22\cf0 . \par \par \plain\f3\fs22 \par } р╟(Q╛`╕=Р║└3) Navigare necesse este{\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss Arial;}{\f3\fswiss Arial;}{\f4\fswiss\fprq2 System;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red127\green0\blue127;\red255\green0\blue0;} \deflang1031\pard\plain\f3\fs22\cf3 N\'e2vig\'e0re nec\'e9sse est, v\'ecvere n\'f4n nec\'e9sse est. \par \plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf2 3a 3b 1 2 3c 3b 1 \par \plain\f3\fs22\cf1 Seefahren ist \par notwendig, Leben ist. \par nicht notwendig. \par \par \plain\f3\fs22\cf0\b Lesen Sie die dt. \'dcbersetzung zeilenweise: nur so kann der anderen Wortstellung im Satz entsprochen werden !! \par \plain\f3\fs22\cf0 \par Der griechische Schriftsteller Plutarch (46 - 100 n.) hat uns Biographien von 46 gro\'dfen M\'e4nnern hinterlassen, paarweise je von einem Griechen und einen R\'f6mer, die er miteinander vergleicht. Er schreibt (Pomp. 50), dass der r\'f6mische Staatsmann und Caesar-Gegenspieler Pompeius (106 - 48 v.) im Jahre 56 als Verantwortlicher f\'fcr die Getreideversorgung Roms auf der R\'fcckfahrt von Afrika, als die Seeleute wegen schlechten Wetters nicht auslaufen wollten, ihnen den oben stehenden Satz entgegendonnerte. Hier ging es um das Leben der Hauptst\'e4dter ; das der Schiffer hatte demgegen\'fcber zur\'fcckzustehen. Auch seines, denn er ging, wie es hei\'dft, zuerst an Bord. Der Ausspruch ziert das Portal des Hauses der Seefahrt in Bremen. In pr\'e4gnante K\'fcrze wurde daraus der Buchtitel "Seefahrt tut Not!" (1913) durch Gorch Fock (1880 -1916, eigentlich Johann Kinau) gebracht. F\'fcr Kinau und 8647 weitere M\'e4nner bedeutete es den sinnlosen Tod nach sinnloser Aufr\'fcstung und sinnloser Schlacht bei Skagerrak. Die Jugend unter dem Faschismus reduzierte den ihren Opfertod heischenden Satz auf die noch knappere, ver\'e4chtliche und unbestreitbare Devise: "Schiffen tut not". \par \par \plain\f3\fs22\cf2\b 3a\plain\f3\fs22\cf0\b ) \plain\f3\fs22\cf3\b n\'e2vig\'e0re\plain\f3\fs22\cf0\b \plain\f3\fs22\cf1\b navigieren\plain\f3\fs22\cf0\b , \plain\f3\fs22\cf1\b zur See fahren\plain\f3\fs22\cf0\b . \par \plain\f3\fs22\cf0 Wieder ein Infinitiv der 1. oder \'e2-Konjugation (vgl. \plain\f3\fs22\cf2 1d\plain\f3\fs22\cf0 ): \plain\f3\fs22\cf3 err\'e0re\plain\f3\fs22\cf0 , \plain\f3\fs22\cf3 am\'e0re\plain\f3\fs22\cf0 , \plain\f3\fs22\cf3 laud\'e0re\plain\f3\fs22\cf0 , \plain\f3\fs22\cf3 m\'eelit\'e0re\plain\f3\fs22\cf0 ], kenntlich durch die Endung -\plain\f3\fs22\cf3 \'e0re\plain\f3\fs22\cf0 , als vorletzte Silbe betont, weil ihr Vokal (natur)lang (vgl. \plain\f3\fs22\cf2 1b\plain\f3\fs22\cf0 ) ist. Wir kennen unser Fremdwort \plain\f3\fs22\cf1 Navigation\plain\f3\fs22\cf0 vom lateinischen Substantiv \plain\f3\fs22\cf3 n\'e2vig\'e0ti\'f4\plain\f3\fs22\cf0 \par \plain\f3\fs22\cf1 Schiffahrt\plain\f3\fs22\cf0 , \plain\f3\fs22\cf1 Seereise\plain\f3\fs22\cf0 . Es leitet sich ab von \plain\f3\fs22\cf3 n\'e2vis\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf1 Schiff\plain\f3\fs22\cf0 , beide sind weiblichen Geschlechtes. (Vgl. das Englische, wo die Schiffe ebenfalls weiblich sind.) \par \plain\f3\fs22\cf3\i \tab Bis hier alle Dicta mit diakritischen Zeichen in dictacum.jot \'fcberf\'fchrt \par \plain\f3\fs22\cf0 \par \plain\f3\fs22\cf2\b 3b\plain\f3\fs22\cf0\b ) \plain\f3\fs22\cf3\b nec\'e9sse\plain\f3\fs22\cf0\b \plain\f3\fs22\cf1\b notwendig\plain\f3\fs22\cf0\b , \plain\f3\fs22\cf1\b n\'f6tig\plain\f3\fs22\cf0\b . \par \plain\f3\fs22\cf3 Nec\'e9sse\plain\f3\fs22\cf0 ist ein defektives, unvollst\'e4ndiges Eigenschaftswort. Es hat nicht wie sonst jedes "richtige" Adjektiv drei Geschlechter (m\'e4nnlich, weiblich, s\'e4chlich)(\plain\f3\fs22\cf2 1e\plain\f3\fs22\cf0 ) und wird nicht dekliniert, sondern kommt nur in der (s\'e4chlichen) Form \plain\f3\fs22\cf3 nec\'e9sse\plain\f3\fs22\cf0 vor und nur in den Verbindungen: \par \plain\f3\fs22\cf3 nec\'e9sse esse\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf1 notwendig sein, n\'f6tig sein \par \plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf3 nec\'e9sse hab\'e8re\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf1 f\'fcr n\'f6tig halten, n\'f6tig haben, brauchen\plain\f3\fs22\cf0 . \par Den Infinitiv \plain\f3\fs22\cf3 esse\plain\f3\fs22\cf0 : \plain\f3\fs22\cf1 sein\plain\f3\fs22\cf0 kennen wir schon (aus \plain\f3\fs22\cf2 1f\plain\f3\fs22\cf0 ). Der Infinitiv \plain\f3\fs22\cf3 hab\'e8re\plain\f3\fs22\cf0 , nach \plain\f3\fs22\cf2 2a\plain\f3\fs22\cf0 als zur 2. oder e-Konjugation geh\'f6rig, hei\'dft \plain\f3\fs22\cf1 haben\plain\f3\fs22\cf0 , was nicht schwer zu erraten und zu merken ist. \par \par \plain\f3\fs22\cf2\b 3c)\plain\f3\fs22\cf0 \plain\f3\fs22\cf3\b n\'f4n\plain\f3\fs22\cf0\b verneint \par \plain\f3\fs22\cf3 n\'f4n \plain\f3\fs22\cf0 hei\'dft \plain\f3\fs22\cf1 nicht \plain\f3\fs22\cf0 und dient zur Verneinung. Es pflegt, anders als im Deutschen \plain\f3\fs22\cf0\b vor\plain\f3\fs22\cf0 dem verneinten Wort zu stehen. Ist der ganze Satz verneint, dann steht es vor dem konjugierten Verb (Pr\'e4dikat). \par Einfache W\'f6rter f\'fcr \plain\f3\fs22\cf1 ja\plain\f3\fs22\cf0 und \plain\f3\fs22\cf1 nein\plain\f3\fs22\cf0 fehlen im Latein und m\'fcssen, durch Antwort im ganzen Satz \par oder bekr\'e4ftigende oder negierende W\'f6rter umschrieben werden. \par \plain\f3\fs22 \par } рr$Q╛@└█лС┴4) Vita brevis, ars longa {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green127\blue127;\red0\green0\blue127;\red0\green128\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 V\'eeta brevis, ars longa.\par \cf2 \cf3 2a 4a 4b 4a \cf2\par \cf4 Das Leben (ist) kurz, die Kunst (ist) lang.\par \cf2\par Diesen resignierten Ausspruch tat Hippokrates (460-375 v.), auf Griechisch nat\'fcrlich und bezogen auf die medizinische Kunst. Das Leben reicht nicht, um alles, ja nur um genug zu lernen.\par \par \cf5\b 4a\cf2\b0 \par \cf1 brevis\cf2 \cf4 kurz\cf2 ; \cf1 longus\cf2 \cf4 lang \cf2 sind Adjektive (Eigenschaftsw\'f6rter). Sie repr\'e4sentieren die beiden Arten von Eigenschaftsw\'f6rtern, die es im Lateinischen gibt. Einmal sind es die auf -\cf1 us\cf2 , -\cf1 a\cf2 , -\cf1 um\cf2 wie \cf1 longus\cf2 (\cf1 longus\cf2 , \cf1 longa\cf2 , \cf1 longum\cf2 ). Diese drei Endungen entsprechen dem m\'e4nnlichen (Maskulinum m.), weiblichen (Femininum f.) und s\'e4chlichen Geschlecht (Neutrum n.) . Die Neutra auf -\cf1 um \cf2 sind uns aus \cf3 1e\cf2 bekannt. Dort haben wir auch erfahren, dass ein Adjektiv sich im Geschlecht immer nach dem Substantiv richtet, auf das es sich bezieht, dessen Attribut es ist (Geschlechtskonkordanz). Wie im Deutschen trifft das auf die \b attributive\b0 Stellung des Eigenschaftsworts zu:\par \cf1 hom\'f4 bonus\cf2 = \cf1 bonus hom\'f4\cf2 : \cf4 der gute Mensch, ein guter Mensch, guter Mensch\par \cf2 \cf1 v\'eeta longa\cf2 = \cf1 longa v\'eeta\cf2 : \cf4 das lange Leben, ein langes Leben, langes Leben\cf2 \par \cf1\'f3leum bonum\cf2 = \cf1 bonum \'f3leum\cf2 : \cf4 das gute \'d6l, ein gutes \'d6l, gutes \'d6l\par \cf2 Die andere Gruppe der Adjektive folgt der 3. Deklination. Ihre Endungen sind unterschiedlich. F\'fcr die drei Geschlechter k\'f6nnen sie drei oder zwei Endungen oder gar nur eine Endung haben. \cf1 Brevis\cf2 ist ein Adjektiv mir zwei Endungen: \cf1 brevis\cf2 f\'fcr Maskulinum und Feminum, \cf1 breve\cf2 f\'fcr das Neutrum. (Daher kommt \'fcbrigens unser \cf4 Brief\cf2 f\'fcr eine kurze (!) Mittelung.\par Dass \cf1 v\'eeta\cf2 im Lateinischen weiblich, \cf4 Leben\cf2 im Deutschen s\'e4chlich ist, braucht uns nicht zu wundern. Man denke an das Franz\'f6siche (la vie, f. : das Leben). In verschiedenen Sprachen haben Substantive, wenn sie nicht gerade Frauen oder M\'e4nner bezeichnen oft ein unterschiedliches Geschlecht. In den romanischen Sprachen (wie Franz\'f6sisch, Italienisch, Spanisch usw. [\cf3 1d]\cf2 als Kindern des Lateins hat sich das urspr\'fcngliche lateinische Geschlecht in den meisten F\'e4llen, aber nicht immer, erhalten.\par \par Aber auch in \b pr\'e4dikativer\b0 Stellung, wenn das Adjektiv durch die Kopula \cf1 est\cf2 \cf4 ist\cf2 mit dem Substantiv verbunden ist, richtet es sich, anders als im Deutschen, nach dessen Geschlecht [\cf3 1e\cf2 ]:\par \cf1 hom\'f4 bonus est\cf2 : \cf4 der (ein) Mensch ist gut\cf2 [\cf3 1e\cf2 ]\par \cf1 v\'eeta longa est\cf2 : \cf4 das (ein) Leben ist lang\cf2\par \cf1\'f3leum n\'f4n bonum est\cf2 : \cf4 das (ein) \'d6l ist nicht gut\cf2 [\cf3 1a\cf2 ] [\cf3 3c\cf2 ] \par \par Die Adjektive auf \cf1 -us, -a, -um\cf2 werden, je nach Geschlecht, nach der 1.und der 2. Deklination gebeugt. Darauf werden wir noch oft zur\'fcckkommen. Nach der 1. oder a-Deklination (vgl. die Konjugationen der Verben, auch dort gibt es eine 1. oder a-\b Konjugation\b0 [\cf6 1d]\cf2 ) "gehen" die weiblichen Substantive auf \cf1 -a\cf2 und die weiblichen Formen der Adjektive auf (\cf1 -us\cf2 ,) \cf1 -a\cf2 (,\cf1 -um\cf2 ), w\'e4hrend die m\'e4nnlichen Formen auf -\cf1 us\cf2 und die s\'e4chlichen auf -\cf1 um\cf2 der 2. oder o-Deklination\par folgen.\par Von einem weiteren Eigenschaftswort auf -\cf1 us\cf2 ,-\cf1 a\cf2 ,-\cf1 um\cf2 haben wir in \cf3 1e\cf2 das Neutrum kennen- gelernt: \cf1 hum\'e0nus\cf2 , \cf1 hum\'e0na\cf2 , \cf1 hum\'e0num\cf2 : \cf4 menschlich\cf2 .\par \par \cf1 Brevis\cf2 (kurz) dagegen vertritt die vielgestaltigen Adjektive der vielgestaltigen 3. Deklination. Darauf kommen wir sp\'e4ter mit (l\'e4stiger) Ausf\'fchrlichkeit zur\'fcck. Von \cf1 brevis\cf2 kommt \'fcbrigens der "\cf4 Brief\cf2 ", eine kurzes (?) Schreiben n\'e4mlich. Vielleicht erinnert sich mancher noch aus der Geschichte an den karolingischen Hausmeier (Majordomus) und Vater Karls des Gro\'dfen,\par Pipin le Bref, Pippin den Kurzen (Kleinen) n\'e4mlich.\par \par \cf3\b 4b\cf2\b0 \par \cf1 ars\cf2 , f.: \cf4 Kunst\cf2 , ein Feminimum, das nicht auf a endet. Es wird, wie \cf1 brevis\cf2 , nach der 3.Deklination gebeugt, wenn auch nach einer anderen Variante. Die Substantive der 3.Deklination haben oft einen anderen Stamm, als es der Nominativ (1.Fall, wer-Fall) des Singulars (der Eimzahl) erkennen l\'e4\'dft. Von \cf1 ars\cf2 lautet er \cf1 art\cf2 -, der Nom. Sg. \cf1 ars\cf2 ist quasi zusammengezogen aus \cf1 art-s\cf2 . Diese St\'e4mme sind uns viel gel\'e4ufiger, weil von ihnen die Fremdw\'f6rter gebildet zu werden pflegen: \cf4 Artist\cf2 etwa, oder das allbekannte engl. Wort \cf7 art\cf2 f\'fcr \cf4 Kunst\cf2 .\par \par \cf3\b 4c\par \cf2\b0 Eins vermissen wir in unserer Sentenz ganz, die Kopula (\cf4 ist\cf2 ). \cf1 Est\cf2 kann also nicht nur zwischen Subjekt und Pr\'e4dikat stehen wie in \cf1 v\'ecvere est m\'eelit\'e0re \cf2 (\cf3 2\cf2 ) oder am Satzschlu\'df wie in err\'e0re hum\'e0num est (\cf3 1\cf2 ), sondern es kann sogar (wie im Russischen) ganz fehlen: \cf1 v\'eeta brevis, ars longa\cf2 (\cf3 4\cf2 ). Das Lateinische hat eine Vorliebe f\'fcr knappe Formulierungen. dass die Adjektive hinter ihren Substantiven stehen, liegt aber nicht (allein) an der fehlenden Kopula, sondern ist h\'e4ufiger der Fall als umgekehrt.\par Als Kopula, von \cf1 c\'f2pula\cf2 \cf4 Band\cf2 , werden die (einem Substantiv) gleichsetzenden oder (Adjektive) zuordnenden Formen von \cf4 sein\cf2 \cf1 esse\cf2 bezeichnet, z.B. \cf4 er \ul ist\ul0 Lehrer, sie \ul sind\ul0 gl\'fccklich\cf2 . Vgl. das\par deutsche \cf4 kopulieren\cf2 , so vielwie \cf4 verb\'e4ndeln.\par } алTQ╛ Q?,╚┴5) Dum spiro, sperog{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Dum sp\'eer\'f4, sp\'ear\'f4\cf2 .\par \cf3 5a 5b 5b\par \cf4 Solange ich atme, hoffe ich\cf2 .\par \par Der Ausspruch wird auf Cicero (Ad Atticum 9, 11, 3K) zur\'fcckgef\'fchrt, obwohl der Gedanke dort weniger kurz und weniger wortspielend ausgedr\'fcckt ist.\par \par Das\cf4 ich \cf1 eg\'f4\cf4 \cf2 wird, wie Sie sehen, nicht besonders ausgedr\'fcckt. Es steckt erkennbar und eindeutig in der Verbform darin. Es steht nur, wenn es besonders betont ist oder einen Gegensatz bezeichnet, wie in \cf4 ich arbeite, aber du faulenzt\cf2 . Ebenso ist es bei den anderen Personalpronomina, den pers\'f6nlichen F\'fcrwortern:\cf1 t\'fb \cf4 du\cf2 , \cf1 n\'f4s \cf4 wir\cf2 , \cf1 v\'f4s\cf2 \cf4 ihr\cf2 . Und f\'fcr die 3.Person der Ein- und Mehrzahl gibt es erst gar keine pers\'f6nlichen F\'fcrw\'f6rter. Sie m\'fcssen durch im Bedarfsfall duch hinweisende F\'fcrw\'f6rter: dieser, jene ersetzt werden. \par \par \cf3\b 5a) \cf1 dum\cf2 ist eine Konjunktion\b0 \par \cf1 dum\cf2 ist eine Konjunktion, ein Bindewort, und bedeutet \cf4 w\'e4hrend, unterdessen, so lange als\cf2 .\par \par \cf3\b 5b\cf2 ) Infinitiv und 1.Ps.Sg. des Pr\'e4sens\b0 \par Die 1.Person Singular des Pr\'e4sens (Indikativ Aktiv) der Verben endet auf -\cf1\'f4\cf2 . Das, und nicht der Infinitiv, ist die Form, unter der die Verben im W\'f6rterbuch zu stehen pflegen. Die eben gegebene und etwas umst\'e4ndlich erscheinende Bestimmung ist notwendig zu eindeutigen Kennzeichung. Denn es gibt\par neben der 1. Person (\cf4 ich\cf2 ) auch eine 2. (\cf4 du\cf2 ) und 3. Person (\cf4 er,sie es\cf2 ),\par neben der Einzahl (Singular) zu diesen Personen auch die Mehrzahl (Plural):\par 1.Ps.Pl. (\cf4 wir\cf2 ) , 2.Ps. Pl. (\cf4 ihr\cf2 ), 3.Ps. Pl. (\cf4 sie\cf2 );\par neben dem Pr\'e4sens (Gegenwart) als weitere Zeiten Imperfekt, Perfekt, Plusquamperfekt, \tab Futurum I und Futurum II, die wir mit den zugeh\'f6rigen Formen f\'fcr alle 4 Konjuga- \tab tionen im Laufe der Zeit kennenlernen werden,\par neben dem Indikativ (der Wirklichkeitsform) den Konjunktiv (die M\'f6glichkeitsform) und den \tab Imperativ (Befehlsform)\par und neben dem Aktiv auch das Passiv.\par Entgegen dieser notwendigerweise etwas umst\'e4ndlichen Terminologie ist die \'dcbersetzung dieser Formen auf -\cf1\'f4\cf2 ganz einfach:\par \cf1 am\'f4\cf2 \cf4 ich liebe\cf2\par \cf1 err\'f4\cf2 \cf4 ich irre (mich)\par \cf2 \cf1 h\'e1be\'f4\cf2 \cf4 ich habe\cf2\par \cf1 laud\'f4\cf2 \cf4 ich lobe\cf2\par \cf1 m\'eclit\'f4\cf2 \cf4 ich leiste Kriegsdienst\cf2\par \cf1 n\'e0vig\'f4 \cf4 ich fahre zur See\cf2\par \cf1 sp\'ear\'f4 \cf4 ich hoffe, ich erwarte\cf2 (Denken Sie an span. Esperanza, Esperanto!)\par \cf1 sp\'eer\'f4\cf2 \cf4 ich atme\cf2 (Denken Sie an in- und exspirieren, Spirometer!)\par \cf1 v\'eev\'f4\cf2 \cf4 ich lebe\par \par \cf2 Infinitiv 1.Ps.Sg.Pr\'e4s. Ind. Akt.\par 1. oder \'e2-Konj. -\cf1\'e0re\cf2 -\cf1\'f4\cf2\par 2. oder \'ea-Konj. -\cf1\'e8re \cf2 -\cf1 e\'f4\cf2\par 3. oder kons. Konj. -\cf1 ere\cf2 -\cf1\'f4\cf2 , manchmal \cf1 -i\'f4\cf2\par 4. oder \'ee-Konj. -\cf1\'ecre \cf2 -\cf1 i\'f4\cf2\par \par An eins m\'fcssen wir aber denken, wenn wir diese Ich-Form bilden. Es kann zu Ver\'e4nderungen der \b Betonung\b0 kommen, die man oft nicht ohne Kenntnis der L\'e4nge bzw. K\'fcrze des Vokals vor der Infintivendung voraussagen kann. Bei \cf1 m\'eclit\'f4\cf2 und bei \cf1 n\'e0vig\'f4 \cf2 geht der Ton auf die erste Silbe zur\'fcck. W\'e4re der Vokal in der drittletzten Silbe des Infinitivs, die im Pr\'e4sens in der \cf1\'f4\cf2 -Form zur betonungsentscheidenden vorletzten Silbe wird, lang, dann w\'fcrde in ihr die vorletzte Silbe betont. So ist es zum Beispiel bei \cf1 d\'eam\'f4nstr\'e0re\cf2 \cf4 genau zeigen, darlegen\cf2 . \cf4 Ich demonstriere\cf2 mu\'df daher \cf1 d\'eam\'f2nstr\'f4 \cf2 betont werden. Das \cf1 o\cf2 in \cf1 d\'eam\'f4nstr\'e0re \cf2 m\'fc\'dfte ohnehin "\cf1 positi\'f2ne \cf4 durch \'dcbereinkunft, Setzung\cf2 "\cf1 \cf2 lang sein, weil es von zwei Konsonanten gefolgt ist. \par In derartigen F\'e4llen ist man sich der Betonung der konjugierten Formen sicher: \tab \tab \cf1 impl\'e1nt\'f4\cf2 \cf4 ich pflanze ein\cf2 (von\cf1 implant\'e0re\cf2 ) von \cf1 planta \cf4 Pflanze\cf2\par \cf1 c\'f4nf\'edrm\'f4\cf2 \cf4 ich befestige, best\'e4tige\cf2 (von \cf1 c\'f4nfirm\'e0r\cf2 e) von \cf1 fimus, a,um\cf2 \cf4 fest\par \cf2 \cf1 rec\'farr\'f4\cf2 \cf4 ich laufe zur\'fcck\cf2 (von \cf1 rec\'farrere\cf2 ) von \cf1 c\'farrere \cf4 laufen, rennen\cf2\par Lesen sie noch einmal (und immer wieder einmal) (\cf3 1b\cf2 ) !!\par \par In diesem seltenen Fall \cf1 d\'eam\'f4nstr\'e0re \cf2 wei\'df der Kennner einer selten gekannten Regel aber sogar, dass das \cf1 o\cf2 auch naturlang ist. Diese Regel hei\'dft:"\ul vor\cf1 ns, nf \cf2 sind alle Vokale (natur)lang\ul0 ". Wenn Sie ein Kenner sein wollen und manchen abgesessenen Gymnasiasten ausstechen wollen, merken Sie sich die Regel und sprechen Sie die entsprechenden Vokale sch\'f6n und von weiteren Kennern anerkannt lang gedehnt.\par Meistens aber wei\'df man, nicht, die zugeh\'f6rigen Verbformen in einer konjugierten Form richtig betont vorzulesen, selbst wenn man sich die Infinitive beim Lernen mit der richtigen Betonung einpr\'e4gt!\par \par Nicht alle W\'f6rter auf -\'f4 sind solche Ich-Formen. Man denke an \cf1 eg\'f4\cf2 - eben\par erw\'e4hnt - an \cf1 hom\'f4\cf2 (\cf3 1e\cf2 ) an \cf1 C\'edcer\'f4 \cf2 oder \cf1 Ner\'f4\cf2 .\par \par \par Zu guter Letzt wollen wir nach \cf3 1d\cf2 zu \cf1 sp\'eer\'f4\cf2 und \cf1 sp\'ear\'f4\cf3 \cf2 den Infinitiv bilden:\par \pard\li80 \cf1 sp\'eer\'e0re\cf2 - \cf4 atmen\cf2 \cf1 sp\'ear\'e0re\cf2 - \cf4 hoffen\cf2\par \par \pard Z\cf0 ur Aussprache von \cf1 sp\cf0 sei noch darauf hingewiesen, dass es (wie in Hamburg) wie \cf4 ssp\cf0 , nicht aber wie \cf4 schp\cf0 gesprochen wird!\par } @е╨lQ╛аU╩С┴6) Variatio delectat╟{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Vari\'e0ti\'f4 d\'eal\'e9ctat\cf2 .\par \cf3 6a 6b \par \cf4 Abwechslung erfreut\cf2 .\par \par Diese Worte finden sich in den Fabeln des Phaedrus, im Vorwort zum 2.Buch. Phaedrus, der etwa von 15 v. bis 55 n. lebte, ein freigelassener Sklave griechischer Abstammung des r\'f6mischen Kaisers Augustus, hat die Literaturgattung der Fabel in Rom nach dem Vorbild des Griechen Aesop begr\'fcndet, der im 6. Jh. v. lebte.\par Bei ihm steht \cf1 Vari\'e0tio d\'eal\'e9ctet\cf2 statt unseres Zitats. Wenn Sie genau hinsehen, werden Sie den kleinen Unterschied bemerken. \cf1 D\'eal\'e9ctet \cf2 ist im Unterschied zu \cf1 d\'eal\'e9ctat\cf2 \b Konjunktiv\b0 (\cf3 5b\cf2 ) und hei\'dft \cf4 m\'f6ge erfreuen, solle erfreuen, erfreue\cf2 . \'dcber diesen Unterschied von a und e werden wir in \cf3 12\cf2 mehr erfahren.\par \par Kurz vor diesem Doppelwort findet sich bei Phaedrus \'fcbrigens eine Variante, eine Paraphrase, zu \cf1 errare humanum est\cf2 (\cf3 1\cf2 ): \cf1 error mort\'e0lium\cf2 \cf4 Irrtum der Sterblichen\cf2 .\par \par \cf3\b 6a\b0 \par \cf2 Auch \cf1 vari\'e0ti\'f4\cf2 (Verschiedenheit, Abwechslung) endet auf ein langes \'f4 und ist ebensowenig wie \cf1 hom\'f4\cf2 (\cf3 5b\cf2 ) eine Verbform, sondern ein Substantiv. Im Unterschied zu hom\'f4 aber ist es weiblich. Es geh\'f6rt zu der gleichen Klasse abstrakter Begriffe wie \cf1 n\'e2vig\'e0ti\'f4\cf2 \cf4 Schiffahrt \cf2 (\cf3 3b\cf2 ). Wie Sie in (\cf3 4b\cf2 ) gelernt haben, sind deutsche Fremdw\'f6rter gew\'f6hnlich vom lateinischen Wortstamm abgeleitet und der endet bei diesen W\'f6rten auf -\cf4\'f4n\cf2 . Gleich fallen Ihnen wahre Heerscharen von solchen W\'f6rtern ein, etwa Nation, die von \cf1 n\'e0ti\'f4 \cf2 f. kommt, das \cf4 Geburt, Abstammung, Volk, die (!) Nation \cf2 bedeutet. Ebenso haben wir ja auch "\cf4 die\cf2 \cf4 Variation\cf2 ".\par \par Im klassischen Latein wird -\cf1\'e2ti\'f4 \cf2 gesprochen wie es geschrieben wird:\cf1 \'e2-ti-\'f4. \cf2 die Aussprache -azjo ist nachklassisch.\par \par \cf3\b 6b\b0 \par \cf1 d\'eal\'e9ctat\cf2 : \cf4 erfreut \cf2 aber ist eine Verbform. In unserem kurzen Satz ist \cf1 vari\'e0ti\'f4\cf2 das Subjekt, der Satzgegenstand, und \cf1 d\'eal\'e9ctat\cf2 das Pr\'e4dikat, die Satzausage. \cf1 D\'eal\'e9ctat\cf2 ist die 3. Person Sg. des Pr\'e4sens Indikativ Aktiv der 1. oder a-Konjugatuion, geh\'f6rt also in die gleiche Reihe mit den aus [5b] bekannten Formen auf -\'f4:\par \cf1 am\'f4 \cf4 ich liebe \cf2 - \cf1 amat\cf4 er, sie, es liebt\par \cf1 err\'f4 \cf4 ich irre (mich) \cf2 - \cf1 errat\cf4 er, sie, es irrt (sich)\cf2 ....\par \par Bilden Sie einmal analog die entsprechenden Formen zu allen in \cf3 5b\cf2 aufgelisteten Verben und gleich noch den Infinitiv hinzu: \cf1 sp\'ear\'e0re\cf2 , \cf1 sp\'ear\'f4\cf2 , \cf1 sp\'earat\cf2 .\par Bilden Sie auch den Infinitiv zu \cf1 d\'eal\'e9ctat\cf2 !\par Die L\'e4ngenstriche und Betonungszeichen (Akzente) brauchen Sie nicht dar\'fcberzuschreiben; denn sie sind ja nur unsere Aussprachehilfsmittel in Lehr- und W\'f6rterb\'fccher, wurden und werden in lateinischen Texten aber nicht geschrieben. Das erleichtert Ihnen die Aufgabe.\par Wenn Sie wollen, k\'f6nnen Sie auch schon jetzt, gleicherma\'dfen im Vorgriff, die entsprechen- den \b Konjunktiv\b0 form auf -\cf1 et\cf2 , die sie im Quellenhinweis ("\cf3 6q\cf2 ") kennenengelernt haben, hinzu- f\'fcgen:\par \cf1 amat\cf2 \cf4 er liebt\cf2 - \cf1 amet\cf2 \cf4 er liebe, m\'f6ge, soll lieben\cf2 ....\par Wie \cf1 n\'e2vig\'e0ti\'f4\cf2 zum Verbum \cf1 n\'e2vig\'e0re\cf2 "geh\'f6rt" (- es ist aber keine Verbform -), so gibt es auch zu \cf1 vari\'e0ti\'f4\cf2 ein Verbum \cf1 vari\'e0re\cf2 . Es begegnet uns aber selten in lateinischen Texten. Es kann transitiv sein, also ein Objekt regieren: \cf1 v\'e1ri\'f4\cf2 : \cf4 ich ver\'e4ndere (etwas)\cf2 . Oder es wird intransitiv gebraucht, \cf1 v\'e1riat\cf2 \cf4 (etwas) ist anders\cf2 oder \cf4 ver\'e4ndert sich\cf2 . Nat\'fcrlich ist der transitive und intransitive Gebrauch nicht an die erste bzw. dritte Person gebunden. \cf1 V\'e1ri\'f4 \cf2 kann vielmehr auch hei\'dfen \cf4 ich unterscheide mich\cf2 und \cf1 v\'e1riat\cf2 \cf4 er \'e4ndert (etwas)\cf2 .\par \par \par \cf0\par } `[┘░[D╛аЛ"+┬7) Natura sanat, medicus curatз{\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 N\'e2t\'f9ra s\'e2nat, m\'e9dicus c\'fbrat.\par \cf2 6b 6b\par \cf3 Die Natur heilt, der Arzt behandelt (nur).\par \par \cf4 Diese Erkenntnis ist in dieser Form nicht aus dem Altertum \'fcberliefert, obwohl sie etwa mit\par Lehren des Hippokrates konform geht.\par \par Sie k\'f6nnen sich erholen! Es gibt nur die Anmerkung zu machen, dass \cf1 s\cf4 immer scharf, stimmlos wie \cf3 ss\cf4 gesprochen wird.\par \par Wir wollen uns wenigstens noch zwei h\'e4ufige W\'f6rter einpr\'e4gen, die mit Bestandteilen unseres kurzen Satzes verwandt sind, ein Adjektiv der 1./2. Deklination und ein Substantiv der 1. Dekl.:\par \tab\cf1 s\'e2nus,a,um\cf4 \cf3 gesund\par \cf4\tab\cf1 c\'fbra \cf3 Sorge, Sorgfalt\par \cf4 Im alphabetischen W\'f6rtererzeichnis am Ende finden Sie die Nennformen der W\'f6rter und weitere Bedeutungen.\par \par B\'fcffeln Sie keine Vokabeln! Pr\'e4gen Sie sich lieber die kleinen Texte im ganzen ein!\par } @"DїxD╛rВ╡в┬┴8) Amicus amat amicam ...< {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflБВГДЕЖЗИЙКЛМНОПРСТУФХЦЧШЩЪЫЬЭЮЯабвгдежзийклмноп░▒▓│┤╡╢╖╕╣║╗╝╜╛┐└┴┬├─┼╞╟╚╔╩╦╠═╬╧╨╤╥╙╘╒╓╫╪┘┌█▄▌▐▀рстуфхцчшщъыьэюяЁёЄєЇїЎў∙¤   ·√№¤■ ang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green127\blue0;\red0\green127\blue127;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Am\'eccus amat am\'eccam; am\'ecca quoque amat am\'eccum. \par \cf2 8a 6b 8a 8a 8d 6b 8a\par \cf3 Der Freund liebt die Freundin; auch \cf0\par \cf3 die Freundin liebt den Freund\cf0 .\par \par \cf1 Am\'eccus ait: "t\'ea am\'f4, am\'ecca!"; am\'ecca quoque d\'eecit: "T\'ea am\'f4 quoque, \cf0 \cf2 8a 8e (6b) 8a 5b 8b 8d 8a 5b 8d\par \cf3 Der Freund sagt: " Ich liebe \par dich Freundin!"; auch\par die Freundin sagt: " Ich liebe \par dich auch, \par \cf1 am\'ecce!\cf0 ".\cf3 \par \cf2 6b, 8c\cf3\par mein Freund!." \par \par \cf4 Ein reiner Beispielsatz, kein Zitat!\par \b\par \cf2 8a)\cf4 Nominativ und Akkusativ der a- und der o-Deklination\par \b0 In \cf2 4a\cf4 haben wir die sog. 1. oder a-Deklination und die 2. oder o-Deklination kennengelernt. Ihnen folgen Substantive wie auch die Adjektive auf -\cf1 us\cf4 , -\cf1 a\cf4 , -\cf1 um\cf4 :\par \cf1 bonus, bona, bonum\cf4 \cf3 gut\cf4 (m, f, n)\par \cf1 am\'eccus bonus\cf4 \cf3 (ein) guter Freund, der gute Freund\par \cf4 \cf1 am\'ecca bona\cf4 \tab \cf3 (eine) gute Freundin, die gute Freundin\cf4 \par \cf1\'f3leum bonum\cf4 \cf3 das gute \'d6l\par \par \cf4\b\i FRAGE\b0 : Warum steht der Akzent \'fcber\cf3 \cf1 am\'ecca\cf3 \cf4 andersherum als \'fcber \cf1\'f3leum\cf3 ?\cf4 Wenn Sie es nicht mehr wissen, lesem Sie unbedingt in \cf2 1c \cf4 nach! Es ist von bleibener Wichtigkeit!\par \par \i0 Der Akkusativ Sg. (4.Fall) endet in der Einzahl (Singular) auf -\cf1 m\cf4 :\par \cf1 am\'eccum\cf4 den Freund, \cf1 am\'eccam\cf4 die Freundin (wen?), \cf1\'f3leum\cf4 das \'d6l\par \par Wie im Deutschen (Griechischen, Russischen, Gotischen.) ist im Neutrum (z.B. \cf1\'f3leum\cf4 ) der Akkusativ gleich dem Nominativ. Das gilt auch f\'fcr den Plural. Und (wie im Griechischen und Russischen) enden beide im Plural auf -\cf1 a\cf4 (vgl. deutsche Fremdw\'f6rter wie \cf3 [die] Lexika\cf4 ).\par \par \cf1 Am\'eccum bonum\cf4 \cf3 den guten Freund\cf4 , \cf1 am\'eccam bonam\cf4 \cf3 die gute Freundin\cf4 , \par \cf1\'f3leum bonum\cf4 \cf3 das gute \'d6l\cf4 , \cf1\'f3lea bona\cf4 \cf3 die guten \'d6le.\par \par \cf4 Auch die (pers\'f6nlichen u.a.) F\'fcrw\'f6rter werden nat\'fcrlich (d.h. wie in anderen Sprachen) dekliniert. Zu dem Nominativ des Personalpronomens deer 2. Pertson Sg. \cf1 t\'fb\cf4 \cf3 du \cf4 (\cf5\f1 5\cf4\f0 ) geh\'f6rt der Akkusariv \cf1 t\'ea\cf4 \cf3 dich\cf4 .\par \cf3\par \cf2\b 8b) \cf4 Der Vokativ\cf2\par \cf4\b0 F\'fcr die Anrede gibt es einen eigenen Fall, den Vokativ (von \cf1 v\'f4c\'e0re\cf4 \cf3 rufen\cf4 ). Er hat aber nur\par im Singular der m\'e4nnlichen W\'f6rter der o-Deklination auf -\cf1 us\cf4 eine besondere Form. \par Diese W\'f6rter enden im Vokativ auf (kurzes) \cf1 -e\cf4 :\par \cf1 am\'ecce!\cf4 \cf3 Freund!\par \cf4 \cf1 m\'e9dice!\cf4 \cf3 Arzt!\par \cf4 In allen anderen F\'e4llen ist der Vokativ dem Nominativ gleich (wie im Deutschen).\par \par \cf2\b 8c\cf4\b0 ) \b Aussprache c\par \b0 Bei \cf1 m\'e9dice\cf4 und \cf1 d\'eccere \cf3 sagen, sprechen\cf1 ,\cf4 vielleicht auch \cf1 am\'eccus und am\'ecca\cf4 werden Sie sich fragen, wie das\cf1 c\cf4 ausgesprochen wird. Von den romanischen Sprachen ( frz., it., span.) wissen Sie, dass \cf6 c\cf4 vor \cf6 a,o\cf4 und\cf6 u\cf4 wie\cf3 k\cf4 , vor \cf6 e\cf4 und \cf6 i \cf4 aber in irgendeiner, von Sprache zu Sprache verschiedenen, Weise "erweicht" ausgesprochen wird. Wenn so etwas in mehreren Tochtersprachen der Fall ist, kann man annehmen, dass es in der Ursprungssprache bereits \'e4hnlich war und sich nicht in den Folgesprachen unabh\'e4ngig voneinander herausgebildet hat. \par Im sp\'e4ten Latein (ab 5.Jh. u.Z.) und im Vulg\'e4rlatein, der unstandardisierten Sprache des Volkes, wurde \cf1 c\cf4 vor \cf1 e, i, ae, oe\cf4 und\cf3 \cf1 y\cf4 wie ts bzw. deutsches\cf3 z\cf4 ausgesprochen. Belegt ist das u.a. durch lateinische Lehnw\'f6rter in den germanischen Sprachen: So wurde aus \cf1 cella\cf4 in \'e4lterer Zeit \cf3 Keller\cf4 , bei einer sp\'e4teren erneuten \'dcbernahme \cf3 Zelle\cf4 . Aus lateinischem \cf1 cista\cf4 (von gr. \cf2 k\'edst\'ea\cf7 \cf4 !) wurde Kiste, aus lat. \cf1 cystis\cf4 (von gr. \cf2 k\'fdstis\cf4 ) wurde \b sp\'e4ter\b0 \cf3 Zyste\cf4 , \cf3 Blase\cf4 . Im mittelaterlichen und im neuzeitlichen Gelehrtenlatein behielt man die \cf3 z\cf4 -Aussprache bei. Wir alle wenden sie an, besonders bei Eigennamen: sagen "Z\'e4sar", "Z\'edzero" und "Z\'fcl\'ednder" und am\'fcsieren uns \'fcber "K\'e4sar, K\'edkero und K\'fcl\'ednder". Unser \cf3 Kaiser\cf4 , der von \cf1 Caesar\cf4 kommt, sollte uns zu denken geben. Und \cf3 Zylinder\cf4 geht urspr\'fcnglich auf griechisches \cf2 kyl\'ednd\'f4\cf4 ("\cf3 ich rolle\cf4 , \cf3 w\'e4lze\cf4 ") zur\'fcck. Im lateinischen Schulunterricht der vergangenen Jahrzehnte schwankte die Aussprache des\cf1 c\cf4 vor hellen Vokalen mehrmals hin und her. Ein Zugest\'e4ndnis an die traditionelle Kultur- und Wissenschaftssprache und die verbreiteten Sprechgewohnheiten mag manches f\'fcr sich haben. Auch haben die aus dem Vulg\'e4rlatein entstandenen Romanischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch und Franz\'f6sisch diesen Dualismus der Aussprache des \cf1 c\cf4 beibehalten. Aber es empfiehlt sich doch, lateinisches \cf1 c\cf4 wie in der urspr\'fcnglichen, (klassischen) alten Sprache und in der normierten damaligen Hochsprache als \cf3 k\cf4 auszu- sprechen. Das macht durch seine Einheitlichkeit auch manches einfacher und vermeidet das dauernde Wechseln zwischen \cf3 k\cf4 und \cf3 z\cf4 beim Lesen und bei der Deklination (etwa in \cf1 am\'eccus\cf4 , dessen Plural \cf1 am\'ecc\'ee \cf3 Freunde \cf4 hei\'dft)\par \par \cf2\b 8d) \cf4 Aussprache\cf2 \cf4 qu\par \b0 Auch (das allein stehende) \cf1 q\cf4 war urspr\'fcnglich ein \cf3 k\cf4 -Laut. Tritt ein \cf1 u\cf4 hinzu, dieser Halbvokal, der in lateinischer Schreibweise nicht zwischen\cf1 u \cf4 und \cf1 v\cf4 unterscheiden l\'e4sst, wird das entstehend \cf1 qu\cf4 wie \cf3 kv\cf4 gesprochen - wie noch im Deutschen \'fcblich. Sprechen Sie es nicht (wie im Franz\'f6sichen und manchmal in deutschen Fremdw\'f6rtern) wie \cf3 k\cf4 aus!\par \par \cf2\b 8e\cf4 ) Defektive Verben\par \b0 Es gibt Verben, von denen nur einige Formen bekannt sind. Das k\'f6nnte an der \'dcberlieferung liegen: Bei der (im Wesentlichen) abgeschlossenen und nicht \'fcberm\'e4\'dfig gro\'dfen Menge der aus dem Altertum direkt oder (meist) indirekt \'fcbermittelten Schriften, sind ohnehin nicht alle Formen aller Zeitw\'f6rter belegt. Und doch konnte, durfte man sie zweifellos bilden und an- wenden. Es gibt aber Verben, von denen zumindest im Sprachgebrauch der Bl\'fcte- und Sp\'e4tzeit nur relativ wenige Formen in Gebrauch gewesen zu sein scheinen.\par Ein solches Wort ist \cf1 ait\cf4 \cf3 er sagt ja, versichert, sagt \cf4 , zu dem selbst der Infinitiv fehlt. \par Die 1. Person Sg.\cf1 a\'f4 \cf3 ich sage (ja)\cf1 \cf4 gibt es aber vgl. \cf2 5b\cf1 ).\cf4\par \par In \'e4hnlicher Weise kommen auch Substantive vor, von denen nur einige F\'e4lle in Gebrauch waren.\par } @ФУZ╛└3NцТ┴&9) Feminae servae annulum puellae dant№){\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue127;\red128\green0\blue128;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 F\'e8minae servae \'e1nnulum pu\'e9llae dant.\par \cf2 9a 9a 9b 9a 9c \par \cf3 Die Frauen geben\par der Magd den Ring des M\'e4dchens.\par \par \cf4 Dieser Satz ist wiederum kein weiser oder witziger Ausspuch. Er wurde konstruiert, weil sich an ihm als Beispiel eine nicht reinweg erfreuliche Erscheinung zeigen l\'e4\'dft, die jetzt anschlie\'dfend gleich erl\'e4utert wird.\par \cf3\par \cf2\b 9a\cf4 ) Dreierlei \cf1 ae\cf4\par \b0 Drei von den f\'fcnf W\'f6rtern in diesem kleinen Satz enden auf -\cf1 ae\cf4 . (Es sind wirklich bisher nur W\'f6rter, keine Worte, f\'fcr uns, denn sie sind alle bisher noch nicht vorgekommen, enth\'fcllen uns also noch nicht die Bedeutung des Satzes.)\par Alle drei bezeichnen \cf3 F\'e4lle\cf4 (\cf1 C\'e2s\'fbs\cf4 ) der 1. oder a-Deklination (\cf2 4a, 8a\cf4 ). Wir kennen aus fr\'fcheren St\'fccken folgende Substantive, die nach der a-Deklination "gehen": \cf1 v\'eeta\cf4 \cf3 Leben\cf4 (\cf2 2a\cf4 ) und \cf1 am\'ecca \cf3 Freundin\cf1 \cf4 (\cf2 8\cf4 ). Wir kennen auch bereits folgende F\'e4lle der a-Deklination:\par - den \ul Nominativ \ul0 (Nennfall, 1.Fall) des Singulars (Einzahl) auf -\cf1 a\cf4 : \cf1 v\'eeta\cf4 und \cf1 am\'ecca. \cf4 Analog \tab k\'f6nnen wir jetzt \cf1 f\'e8mina\cf4 \cf3 Frau, \cf1 serva \cf3 Magd und \cf1 pu\'e9lla \cf3 M\'e4dchen\cf1 \cf4 bilden\cf1 . Femina\cf4 \tab kennen wir von \cf3 feminin\cf4 und vom \cf3 Feminismus. \cf1 Serva\cf4 erinnert an \cf3 servieren\cf4 und \tab\cf3 Service\cf4 . Es hei\'dft auch \cf3 Sklavin.\cf4 M\'e4nnlich (wie wir es aus (\cf2 4a\cf4 )] von den Adjektiven \tab kennen) entspricht disem Wort \cf1 servus \cf3 Sklave\cf4 , \cf3 Knecht\cf4 , ein Substantiv (Hauptwort) \tab der 2. oder o-Deklination, \par - den \ul Vokativ \ul0 (Ruf-, Anredefall), der nach \cf2 8b\cf4 f\'fcr die a-Deklination dem Nominativ gleich ist.\par \tab Das gilt f\'fcr Singular wie Plural (Mehrzahl).\par - den \ul Akkusativ\ul0 (4.Fall, Wenfall) des Singulars (\cf2 8a\cf4 ) auf -\cf1 am\cf4 : \cf1 v\'eetam\cf4 , \cf1 am\'eccam, f\'e8minam,\par \cf4\tab\cf1 servam, pu\'e8llam\cf4 . \par Wenn Sie diese Beispiele ins Deutsche \'fcbersetzen, f\'e4llt Ihnen auf, dass im Deutschen der Nominativ und der Akkusativ (einschlie\'dflich des bestimmten oder unbestimmten Artikels) gleich lauten. Das gilt f\'fcr die weiblichen W\'f6rter (Femina) wie f\'fcr die s\'e4chlichen (Neutra). \cf3 Das\cf4 \cf3 Leben\cf4 und (sogar!) \cf3 das M\'e4dchen\cf4 ist im Deutschen Neutrum (s\'e4chlich), im Lateinischen wie die allermeisten W\'f6rter der a-Deklination weiblich. Wer irgendeine Fremdsprache gelernt hat, wird nicht erwarten, dass alle Substantive in anderen Sprachen das gleiche Geschlecht wie im Deutschen haben.\par Wie im Deutschen ein Wort seiner Endung nach mehrdeutig sein kann und, alleinstehend, nicht immer eindeutig den Fall (Kasus) erkennen l\'e4\'dft, so ist es (leider) auch im Lateinischen. In unserem Satz ist \cf1 f\'e8minae\cf4 Nom. Pl. \cf3 die Frauen\cf4 , \cf1 pu\'e8llae \cf4 Gen.Sg. (Genitiv, 2.Fall, Wesfall) \cf3 des M\'e4dchens\cf4 und \cf1 servae \cf4 Dat.Sg. (Dativ, 3.Fall, Wemfall) \cf3 der Magd.\cf4 \par Solche Mehrdeutigeiten machen das \'dcbersetzen nicht gerade einfacher!\par \par Lateinisches \cf1 ae\cf4 wird herk\'f6mmlicherweise von Deutschen wie dt. \cf3\'e4\cf4 (\cf3 ae\cf4 !) gesprochen. Im\par klassischen Latein ist es aber getrennt wie \'e1-e oder gar \'e1-i gesprochen worden, wobei der zweiten Vokal leiser nachklang. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass dieser Zwielaut den Wert \b einer \b0 Silbe besa\'df. Sonst h\'e4tte es sofort [laut \cf5 1b\cf4 : immer wieder lesen!] \par Auswirkungen auf die Betonung gehabt. Die vorletzte Silbe von \cf1 f\'e8minae\cf4 ist aber die mit dem \cf1 i\cf4 , nicht etwa das \cf1 a\cf4 von \cf1 ae\cf4 . Da dieses \cf1 i\cf4 kurz ist, wird es nicht betont, statt dessen tr\'e4gt die drittletzte Silbe den Ton. So kompliziert einfach ist das.\par \par \cf2\b 9b\cf4 ) Die \cf1 a\cf4 -Deklination\par \b0 Verschaffen wir uns einen tabellarischen \'dcberblick, was uns schon von der a-Deklination bekannt ist und was wir noch dazulernen m\'fcssen!\par \par Wir kennen schon folgende Endungen:\par \par Sg. Pl. Sg. siehe\par Nom. - \cf1 a\cf4 -\cf1 ae\cf4 \cf1 f\'e8mina\cf4 \cf3 die Frau\cf4 \cf5 4a 9a\cf4\par Gen. -\cf1 ae\cf4 ...... \cf1 f\'e8minae\cf4 \cf3 der Frau\cf4 \cf5 9a\par \cf4 Dat. -\cf1 ae\cf4 ...... \cf1 f\'e8minae\cf4 \cf3 der Frau \cf5 9a\cf3 \cf4\par Akk. \cf1 -am\cf4 ...... \cf1 f\'e8minam\cf4 \cf3 die Frau\cf4 \cf5 8a\par \cf4 Vok. -\cf1 a\cf4 -\cf1 ae\cf4 \cf1 f\'e8mina\cf4 \cf3 Frau! \cf5 8b 8b\par \cf4 Abl. ...... ......\par \par Wenn wir nachz\'e4hlen, kommen wir auf 6 F\'e4lle. Genau wie im Russischen, werden Kenner sagen. Das stimmt aber nur der Zahl nach. Den Vokativ, den wir aus \cf5 8b\cf4 kennen, gibt es im Russischen genau wie im Deutschen nicht als besonderen Fall. Der russische Instrumental und Pr\'e4positiv stehen dem Ablativ dagegen bedeutungsm\'e4\'dfig nahe:\par \par "Abl." steht hier f\'fcr Ablativ. Nach dem Ablativ kann man etwa mit \cf3 womit\cf4 ?, \cf3 wovon\cf4 ?, \cf3 wodurch\cf4 ? \par fragen. Man sagt auch, der Ablativ stehe als \b Separativ\b0 (Trennungsfall: \cf3 wovon\cf4 ?), als \b Lokativ\b0\par (\cf3 wo\cf4 ? - aber daneben gibt es auch andere Ortsbezeichnungen, welche die Bezeichnung \par Lokativ tragen, und nicht durch den Ablativ ausgedr\'fcckt werden. So ist er bei St\'e4dtenamen dem \ul Genitiv\ul0 gleich: \cf1 Romae\cf4 in \cf3 Rom\cf4 , als \b Instrumental \b0 (womit?, wodurch?) und als \b Soziativ \b0 (womit zusammen, mit wem gemeinsam?). Daneben steht der Ablativ nach vielen Pr\'e4positionen oder, wie man auch sagt: die Pr\'e4positionen regieren den Ablativ, ohne dass sich immer ein Bezug zu den genannten vier Bedeutungsfeldern herstellen l\'e4\'dft. So steht nicht nur \cf1 cum\cf4 \cf3 mit\cf4 , sondern auch \cf1 sine\cf4 \cf3 ohne\cf4 immer beim Ablativ : \par \cf1 cum am\'ecc\'e2\cf4 \cf3 mit der Freundin\cf4\par \b\tab\tab\tab \cf1\b0 sine pu\'e9ll\'e2\cf4\tab\cf3 ohne das M\'e4dchen\cf4\b\tab\par \par \b0 Der Abl.Sg. endet n\'e4mlich auf -\cf1\'e2\cf4 . Allgemein kann man sagen, er endet auf den Stammvokal der jeweiligen Deklination. In der [4a] erw\'e4hnten (2. oder) o-Deklination, endet er auf \cf1\'f4\cf4 :\par \tab\tab\tab \cf1 cum am\'ecc\'f4 \cf3 mit, von dem Freund, durch den Freund\par \par \cf4 Aber bleiben wir zun\'e4chst bei unserer ersten oder a-Deklination! Und vervollst\'e4ndigen wir unsere obige Tabelle:\par \par Sg. Pl. Sg. \par Nom. - \cf1 a\cf4 -\cf1 ae\cf4 \cf1 f\'e8mina\cf4 \cf3 die Frau\cf4 \par Gen. -\cf1 ae\cf4 ...... \cf1 f\'e8minae\cf4 \cf3 der Frau\cf4 \par Dat. -\cf1 ae\cf4 ...... \cf1 f\'e8minae\cf4 \cf3 der Frau\cf4\par Akk. -\cf1 am\cf4 ...... \cf1 f\'e8minam\cf4 \cf3 die Frau\cf4\par Vok. -\cf1 a\cf4 -\cf1 ae\cf4 \cf1 f\'e8mina\cf4 \cf3 Frau!\par \cf4 Abl. \cf1 -\'e2 \cf4 ...... \cf1 f\'e8min\'e2 \cf3 von der Frau, mit der Frau, durch die Frau\cf1 , \par \cf4\par \par Um Ihre Merkwilligkeit nicht zu \'fcberfordern beschr\'e4nken wir uns zun\'e4chst auf den Singular, die Einzahl.\par \par \cf2\b 9c\cf4 ) noch mal zur 2. oder o-Deklination\par \cf1\b0 annulum\cf4 \cf3 de\ul n\ul0 Ring\cf4 ist der Akkusativ von \cf1 annulus\cf4 \cf3 de\ul r\ul0 Ring \cf4 (vgl. \cf6\f1 8a\cf4\f0 ). \par Wir k\'f6nnen von den Adjektiven, die auf -\cf1 us\cf4 , -\cf1 a\cf4 , -\cf1 um\cf4 enden und die der 1. (a)- und 2. (o)-\par Deklination folgen (vgl. \cf5 4a\cf4 ), schon den Akkusativ Sg. bilden:\par \tab Nom. Sg. \cf1 hum\'e0nus\cf4 , \cf1 hum\'e0na\cf4 , \cf1 hum\'e0num\cf4 : \cf3 menschlich\par \tab\cf4 Akk. Sg. \cf1 hum\'e0num\cf4 , \cf1 hum\'e0nam\cf4 , \cf1 hum\'e0num\cf4 : \cf3 menschlich\cf4\par Nach der Regel, die wir in \cf5 8a\cf4 kennengelernt haben, lautet im Neutrum der Akkusativ gleich dem Nominativ.\par \par \cf2\b 9d) \cf1 dare\cf2 \cf4 ist kurz\par \b0 In \cf2 1d\cf4 haben Sie gelernt, dass das charakteristische \cf1 a\cf4 im Infinitiv der 1. oder a-Konjugation\par lang ist. Wie so oft, gibt es auch hier Ausnahmen: in \cf1 dare\cf4 \cf3 geben\cf4 ist das \cf1 a \cf4 des Infinitivs kurz.\par Richtig interessant wird das, wenn \cf1 dare\cf4 erweitert wird, ihm eine Pr\'e4position, ein Verh\'e4ltnis-\par wort, oder ein \'e4hnliches Bildungselement, vorgesetzt ist. Solche Verben werden als zusammengesetzt, als \cf1\b VERBA COMP\'d3SITA\cf4\b0 bezeichnet. Wir haben sie auch im Deutschen \'fcbergenug: \cf3 abfahren, zur\'fcckkommen, hingehen, \'fcbersetzen.\cf4 (Das letze Beispiel wird auf der ersten oder der dritten Silbe betont mit jeweils anderer Bedeutung und Zerfall oder Zusammenbleiben beim Konjugieren. [Ich setze \'fcber oder ich \'fcbersetze]. Allgemein gilt: Wird die Pr\'e4position betont wie in\cf3 \'b4\'fcbersetzen\cf4 , dann wird das zusammengesetzte Verb beim Konjugieren getrennt, wird der verbale Teil betont, wie in \cf3\'fcbers\'e9tzen\cf4 , dann bleibt das Verb beim Konjugieren zusammen: probieren Sie das bei anderen Komposita aus wie z.B. bei \cf3 fortsetzen\cf4 , \cf3 unterziehen\cf4 (2*), \cf3 aberkennen\cf4 , \cf3 wiedersehen\cf4 , \cf3 widerfahren\cf4 . . .! \par \cf1 Circum\cf4 hei\'dft \cf3 ringsum\cf4 , \cf3 um ...herum \cf4 und das\cf3 Verbum \cf1 circ\'famdare\cf3 \cf4 bedeutet\cf3 umgeben. \cf4 Der\par Infinitiv wird auf der drittletzten Silbe, auf dem \cf1 u\cf4 betont, weil die vorletzte Silbe kurz ist. \par Vgl. \cf2 1b\cf4 !!\par }  9дJГь╛\ъ=Р║└10) In silva libenter ambulamus(){\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss Arial;}{\f3\fswiss Arial;}{\f4\fswiss Shoestring SSi;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green255\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue127;} \deflang1031\pard\plain\f2\fs22\cf1 In silv\'e2 lib\'e9nter ambul\'e0mus. \plain\f4\fs22\cf0\b \par \plain\f2\fs22\cf5 10a 10a 10b\plain\f2\fs22\cf1 \plain\f2\fs22\cf5 10c \par \plain\f2\fs22\cf4 Im Wald gehen wir \par gern spazieren. \par \par \plain\f2\fs22\cf0 Auch das ist kein \'fcberliefertes Zitat, sondern ein simples Satzbeispiel. \plain\f2\fs22\cf1 \par \par \plain\f2\fs22\cf5\b 10a)\plain\f2\fs22\cf0\b Ablativ \par \plain\f2\fs22\cf1 In silv\'e2 \plain\f2\fs22\cf0 ist ein Beispiel f\'fcr den Ablativ (\plain\f2\fs22\cf5 9b\plain\f2\fs22\cf0 ), jenen gro\'dfen Sammelfall. Wie \plain\f2\fs22\cf1 cum\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 mit\plain\f2\fs22\cf0 und \plain\f2\fs22\cf1 sine\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 ohne\plain\f2\fs22\cf0 steht auch \plain\f2\fs22\cf1 in\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 in, auf, an\plain\f2\fs22\cf0 beim Ablativ. Gibt \plain\f2\fs22\cf1 in\plain\f2\fs22\cf0 aber die \plain\f2\fs22\cf0\b Richtung\plain\f2\fs22\cf0 an (auf die Frage \plain\f2\fs22\cf4 wohin?\plain\f2\fs22\cf0 ), so erfordert es wie im Deutschen den Akkusativ \plain\f2\fs22\cf1 \par in silvam\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 in den Wald. \par Wohin \plain\f2\fs22\cf0 hei\'dft auf Lateinisch, wie Sie wissen,\plain\f2\fs22\cf4 \plain\f2\fs22\cf1 qu\'f4. \plain\f2\fs22\cf0 Denn Sie kennen den Titel des seinerzeit sehr popul\'e4ren Romans von Sienkiewicz (1846 - 1916) Quo vadis? (1894/96, dt. 1900) \plain\f2\fs22\cf1 (qu\'f4 v\'e2dis? \plain\f2\fs22\cf4 wohin gehst du?\plain\f2\fs22\cf0 ). Nach einem apokryphen (d.h. nicht in den offiziellen Kanon aufge-nommenen) Bibeltext hat Petrus, als er vor der Christenverfolgung aus Rom fliehen wollte die ihm entgegenkommende Erscheinung des Gottessohnes gefragt.: \plain\f2\fs22\cf1 D\'f3mine, qu\'f4 v\'e2dis?.\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 D\'f3mine \plain\f2\fs22\cf0 ist der Vokativ (\plain\f2\fs22\cf5 8b\plain\f2\fs22\cf0 ) von\plain\f2\fs22\cf1 d\'f3minus \plain\f2\fs22\cf4 Herr\plain\f2\fs22\cf0\b . \plain\f2\fs22\cf0 Christus antwortete ihm : "Ich komme nach Rom, um mich ein zweites Mal kreuzigen zu lassen." \plain\f2\fs22\cf0\b \plain\f2\fs22\cf0 Besch\'e4mt kehrte Petrus um und nahm sein Martyrium auf sich. \par \plain\f2\fs22\cf0\b \par \plain\f2\fs22\cf5\b 10b) \plain\f2\fs22\cf0\b Adverb\plain\f2\fs22\cf5\b \par \plain\f2\fs22\cf1 lib\'e9nter \plain\f2\fs22\cf0 ist ein Adverb (Umstandswort). W\'e4hrend Adjektive (Eigenschaftsw\'f6rter) stets Attribute von Substantiven (Hauptw\'f6rtern) sind, bezieht sich ein Adjektiv auf Verben, Adjektive, andere Adverbien, ganze S\'e4tze (als Umstandsbestimmungen), kurzum auf alles au\'dfer Substantiven. \par Im Deutschen sind Adverbien den Adjektiven formengleich, daher f\'e4llt eine Unterscheidung dort oft nicht leicht: \plain\f2\fs22\cf4 das schnelle Auto\plain\f2\fs22\cf0 (Adj.) - \plain\f2\fs22\cf4 das Auto ist schnell\plain\f2\fs22\cf0 (Adj. in pr\'e4dikativer Stellung) - \plain\f2\fs22\cf4 das Auto f\'e4hrt schnell \plain\f2\fs22\cf0 (Adv.). \par Im Latein k\'f6nnen Adverbien in regelm\'e4\'dfiger Form von Adjektiven gebildet (abgeleitet) werden.\plain\f2\fs22\cf0\b \par \plain\f2\fs22\cf0 Daneben gibt es selbst\'e4ndige, urspr\'fcngliche, nicht abgeleitete Adverbien, z.B.\plain\f2\fs22\cf1 nunc\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 nun, jetzt\plain\f2\fs22\cf0 . \par \plain\f2\fs22\cf1 Lib\'e9nter \plain\f2\fs22\cf4 gern i\plain\f2\fs22\cf0 st zwar von einem Adjektiv abgleitet, das aber im Gegensatz zu dem Adverb sehr wenig gebraucht wird. \par \par \plain\f2\fs22\cf2\b 10c\plain\f2\fs22\cf5\b ) \plain\f2\fs22\cf0\b Praesens Ind. Akt. der 1. Konjugation \par \plain\f2\fs22\cf1 ambul\'e0mus\plain\f2\fs22\cf1\b \plain\f2\fs22\cf0 ist eine konjugierte Verbform und bildet das Pr\'e4dikat (die Satzaussage) unseres kleinen Satzes. Die S\'e4tze fast aller Lektionen bisher hatten Pr\'e4dikate. Nur in \plain\f2\fs22\cf5 4 \plain\f2\fs22\cf0 fehlte es, ist aber nur zur Verknappung der Aussage fortgelassen (\plain\f2\fs22\cf5 4c\plain\f2\fs22\cf0 ). Bis auf Satz \plain\f2\fs22\cf5 5\plain\f2\fs22\cf0 hatten die Pr\'e4dikate fast immer die Form der 3. Person Singularis. Sie enden auf -\plain\f2\fs22\cf1 t\plain\f2\fs22\cf0 : \plain\f2\fs22\cf1 d\'eal\'e9ctat, s\'e2nat, c\'fbrat, amat, est. \plain\f2\fs22\cf0 In\plain\f2\fs22\cf1 \plain\f2\fs22\cf5 9 \plain\f2\fs22\cf0 haben wird die 3. Person des Plurals kennengelernt, sie endet auf\plain\f2\fs22\cf1 -nt\plain\f2\fs22\cf0 : \plain\f2\fs22\cf1 dant\plain\f2\fs22\cf0 .\plain\f2\fs22\cf1 \plain\f2\fs22\cf0 Im Satz\plain\f2\fs22\cf5 5\plain\f2\fs22\cf0 begegnet uns die 1. Person Sg. mit der Endung\plain\f2\fs22\cf1 \'f4:: sp\'eer\'f4, sper\'f4. \plain\f2\fs22\cf4 Und jetzt liefert\plain\f2\fs22\cf1 \plain\f2\fs22\cf5 10 \plain\f2\fs22\cf0 auch daf\'fcr die Pluralform: \plain\f2\fs22\cf1 ambul\'e0mus\plain\f2\fs22\cf0 : \plain\f2\fs22\cf4 wir gehen spazieren\plain\f2\fs22\cf0 . dass der Infinitiv dazu \plain\f2\fs22\cf1 ambul\'e0re\plain\f2\fs22\cf3 \plain\f2\fs22\cf4 spazieren- gehen\plain\f2\fs22\cf3 \plain\f2\fs22\cf0 hei\'dft (\plain\f2\fs22\cf5 1d,2c,3a\plain\f2\fs22\cf0 ) versteht sich f\'fcr uns schon von selbst. \par Bilden Sie die anderen uns schon bekannten Pr\'e4sensformen von \plain\f2\fs22\cf1 ambul\'e0re\plain\f2\fs22\cf0 ! Und bilden Sie die eben gelernte Form von anderen Verben: \plain\f2\fs22\cf1 navig\'e0mus \plain\f2\fs22\cf0 usw. \par (Etwas versteckt findet sich in \plain\f2\fs22\cf2 10a\plain\f2\fs22\cf5 \plain\f2\fs22\cf0 auch die 2. Person Sg., aber nicht der a-Konjugation, sondern der 3. oder konsonantischen Konjugation: \plain\f2\fs22\cf1 v\'e2dis \plain\f2\fs22\cf4 du gehst \plain\f2\fs22\cf0 von\plain\f2\fs22\cf1 v\'e0dere\plain\f2\fs22\cf4 gehen.\plain\f2\fs22\cf0 ) \par Verschaffen wir uns einen \'dcberblick \'fcber das Pr\'e4sens (Indikativ Aktiv) der 1. oder a-Konjuga- tion, soweit wir sie schon kennen: \par \par 1.Ps. Sg. \plain\f2\fs22\cf1 am\'f4\plain\f2\fs22\cf0 i\plain\f2\fs22\cf4 ch liebe \par \plain\f4\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf0 2.Ps Sg. \par 3.Ps Sg. \plain\f2\fs22\cf1 amat\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 er, sie, es liebt \plain\f2\fs22\cf0 \par 1.Ps. Pl. \plain\f2\fs22\cf1 am\'e0mus \plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 wir lieben\plain\f2\fs22\cf0 \par 2.Ps. Pl. \par 3.Ps Pl. \plain\f2\fs22\cf1 amant\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 sie lieben\plain\f2\fs22\cf0 \par \plain\f2\fs22\cf0\b \par \plain\f2\fs22\cf0 Um die L\'fccken gleich hier zu schlie\'dfen, nehmen wir die fehlenden Formen vorweg, auch wenn Sie uns noch nicht in Texten begegnet sind. Das macht keine Schwierigkeiten, zumal uns \plain\f2\fs22\cf1 v\'e2dis\plain\f2\fs22\cf0 schon die Analogie dazu vorgibt. \'dcberdies ist die Verwandtschaft der indoeuro- p\'e4ischen Konjugationsendungen f\'fcr die einzelnen Personen eine gute Eselsbr\'fccke:\tab \par -\plain\f2\fs22\cf1 \'f4\plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf4 e \par \plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf1 s\plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf4 st \par \plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf1 t \plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf4 t \par \plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf1 mus\plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf4 en \par \plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf1 tis\plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf4 t\plain\f2\fs22\cf0 \par -\plain\f2\fs22\cf1 nt\plain\f2\fs22\cf0 -\plain\f2\fs22\cf4 n \par \par \plain\f2\fs22\cf0 Daraus k\'f6nnen Sie die fehlenden Formen der 2.Ps. ersehen: \par Sg. \plain\f2\fs22\cf1 am\'e2s\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 du liebst\plain\f2\fs22\cf0 \par Pl. \plain\f2\fs22\cf1 am\'e0tis \plain\f2\fs22\cf4 ihr liebt\plain\f2\fs22\cf0 \par \par Die erg\'e4nzte Tabelle zeigt nun das Pr\'e4sens (Indikativ Aktiv) der 1. oder \'e2-Konjugation vollst\'e4ndig: \par \par 1.Ps. Sg. \plain\f2\fs22\cf1 am\'f4\plain\f2\fs22\cf0 i\plain\f2\fs22\cf4 ch liebe \par \plain\f2\fs22\cf0 2.Ps. Sg. \plain\f2\fs22\cf1 am\'e2s\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 du liebst \par \plain\f2\fs22\cf0 3.Ps. Sg. \plain\f2\fs22\cf1 amat\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 er, sie, es liebt \plain\f2\fs22\cf0 \par 1.Ps. Pl. \plain\f2\fs22\cf1 am\'e0mus\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 wir lieben\plain\f2\fs22\cf0 \par 2.Ps. Pl. \plain\f2\fs22\cf1 am\'e0tis \plain\f2\fs22\cf4 ihr liebt \par \plain\f2\fs22\cf0 3.Ps Pl. \plain\f2\fs22\cf1 amant\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf4 sie lieben\plain\f2\fs22\cf0 \par \plain\f2\fs22\cf0\b \par \plain\f2\fs22\cf0 Warum erweist sich der lange Stammvokal, das (letzte) -\plain\f2\fs22\cf1 \'e2\plain\f2\fs22\cf0 in der 3. Person (Sg. und Pl.) als \par kurz? Weil die Regel gilt, dass alle Vokale in den konsonatisch auslautenden \plain\f2\fs22\cf0\b Schlu\'dfsilben\plain\f2\fs22\cf0 \par kurz sind, \plain\f2\fs22\cf0\b\i es sei denn\plain\f2\fs22\cf0\b \plain\f2\fs22\cf0 der Endkonsonant ist ein \plain\f2\fs22\cf1 s\plain\f2\fs22\cf0 . Dieses \plain\f2\fs22\cf1 s\plain\f2\fs22\cf0 kann auch eine Gruppe von Konsonanten beschlie\'dfen: \plain\f2\fs22\cf1 am\'e2ns \plain\f2\fs22\cf4 liebend \plain\f2\fs22\cf0 oder sich in einem \plain\f2\fs22\cf1 x\plain\f2\fs22\cf0 (aus \plain\f2\fs22\cf1 gs, cs\plain\f2\fs22\cf0 ) verstecken:\plain\f2\fs22\cf4 \par \plain\f2\fs22\cf1 r\'eax\plain\f2\fs22\cf4 K\'f6nig \plain\f2\fs22\cf0 (von \plain\f2\fs22\cf1 r\'e9gere\plain\f2\fs22\cf4 herrschen, regieren\plain\f2\fs22\cf0 ). \par } ррH4┐а╥╚┴+11) Homo doctus in se semper divitias habet╪0{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue127;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red127\green0\blue127;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Hom\'f4 doctus in s\'ea semper d\'eev\'edti\'e2s habet.\par \cf2 1e,11a 4a, 11b 10a 11c\cf3 \cf2 11d 11d 11d \cf3 \ul\b\fs24\par \cf4\b0\ul0\fs22 Ein gelehrter\par Mensch hat \par in sich immer Reichtum.\par \par \cf3 Um diese Aussage nachzuvollziehen und anzuerkennen, mu\'df man vielleicht, wenn auch nicht unbedingt ein Gelehrter, so doch gebildet sein. Der Satz findet sich in den Fabeln des\par Ph\'e4drus (ca. 15 v. - 55 n.), eines griechischen Sklaven, der in Rom als Lehrer t\'e4tig war und sp\'e4ter freigelassen wurde. Ihm als gelehrtem Sklaven d\'fcrfte diese Feststellung aus dem Herzen gekommen sein. Obwohl er wohl am Kaiserhaus unterrichtete, gebildeter als die meisten, die ihn umgaben, geh\'f6rte er zu den niedrigsten, \'e4rmsten und rechtlosesten Kreaturen. \par \par \cf5\b 11a\cf2 )\cf3 F\'fcnf Deklinationen\par \cf1\b0 hom\'f4\cf3 m. \cf4 der Mensch \cf3 (\cf2 1e\cf3 ) ist ein Substantiv der 3. Deklination (\cf2 4b\cf3 ), sein Stamm hei\'dft \cf1 homin\cf3 -\par Von drei Deklinationen war bisher die Rede. Es gibt aber \b f\'fcnf Deklinationen\b0 im Lateinischen. Sehr viele Substantive und alle Adjektive (\cf2 4a\cf3 ) folgen den drei ersten Deklinationen, die uns immer wieder begegnet sind. Die W\'f6rter der 1. oder a-Deklination (\cf2 4a,8a,9b\cf3 ) enden fast immer auf -\cf1 a\cf3 .\par Die W\'f6rter der 2. oder o-Deklination (\cf2 4a,8a\cf3 ) enden meistens als Masculina auf -\cf1 us\cf3 , als Neutra auf -\cf1 um\cf2 . \cf3 Einige von ihnen enden auf -\cf1 er\cf3 wie \cf1 puer\cf3 \cf4 der Knabe\cf3 , die m\'e4nnliche Entsprechung zu \cf1 pu\'e9lla\cf2 \cf4 M\'e4dchen \cf2 (9), \cf1 mag\'edster\cf2 \cf4 der Meister, Lehrer\cf2 oder \cf1 min\'edster\cf2 \cf4 der Diener\cf2 . \par \cf3 Die meisten Substantiva\cf2 \cf3 der\cf2 \cf3 1. oder a-Deklination auf -\cf1 a\cf3 sind weiblich. Es gibt aber auch einige m\'e4nnliche wie \cf1 nauta\cf3 \cf4 der Seemann\cf3 , \cf1 agr\'edcola\cf3 \cf4 der Bauer\cf3 und \cf1 po\'e8ta\cf3 \cf4 der Dichter\cf3 . Alle Beispiele sind nicht schwer zu merken. Andererseits gibt es W\'f6rter der 2. oder o-Deklination auf -\cf1 us,\cf3 die weiblich sind, oft ihrer Fruchtbarkeit wegen, wie Bezeichnungen von Pflanzen, z.B. \cf1 pl\'e1tanus\cf3 \cf4 die Platane \cf3 (ein Baum), und L\'e4ndern, z.B. \cf1 Aeg\'fdptus\cf3 \cf4\'c4gypten. \cf3 Ja, es gibt sogar ganz wenige Neutra auf -\cf1 us\cf3 wie \cf1 v\'eerus\cf3 \cf4 das Gift\cf3 , \cf4 der\cf3 \cf4 Geifer, der Schleim.\cf3 Auch heute noch hei\'dft es \cf4 das Virus\cf3 . Um die Computerviren von den echten Krankheitserregern zu unterscheiden, fordern manche, \cf4\b der\cf3\b0 (Computer-)\cf4 Virus\cf3 zu sagen. Das ist \'fcberfl\'fcssig; Verwechslungen d\'fcrften kaum vorkommen. Man sagt ja auch nicht die Feder des Vogels und der Feder zum Schreiben. Vielmehr ist die Bezeichnung \cf4 Viren\cf3 (des Computers) gerade wegen einiger bemerkenswerter Analogien zu den Errregern vors\'e4tzlich und treffend gew\'e4hlt. Wahrscheinlich sollte eher durch eine solche ohnehin ungl\'fcckliche Geschlechtsumwandlung der h\'e4ufige falsche Gebrauch des Artikels nachtr\'e4glich gerechtfertigt werden. Es ist bemerkenswert, dass auch g\'e4nzlich des Lateins unkundige Personen in Analogie zu anderen ihnen bekannten Fremdw\'f6rtern auf -\cf1 us\cf3 \cf4 Virus\cf3 wie selbstverst\'e4ndlich als m\'e4nnlich ansehen.\par Nun gibt es aber auch W\'f6rter auf -\cf1 us\cf3 , die nicht zur 2. Deklination geh\'f6ren. Jeder Lateinlehrer frohlockt zynisch, wenn sie nach der falschen Deklination gebeugt werden. Schon in \cf2 1\cf3 haben wir eins davon kennengelernt : \cf1 fr\'fbctus\cf3 m \cf4 die Frucht;\cf3 es "geht" nach der 4. Deklination (s.u.). Weitere sind \cf1 sal\'fbs\cf3 f. \cf4 das Heil\cf3 und \cf1 virt\'fbs\cf3 f. \cf4 die Tugend\cf3 . Beide geh\'f6ren zur 3.Deklination. Sie haben im Unterschied zu den anderen ein langes -\cf1\'fbs\cf3 . Wenn man sie in Texten findet, ist der Unterschied nicht zu sehen.\par \par Von der dritten oder konsonantischen Deklination war schon die Rede (\cf2 4b\cf3 !). Es ist die schwierigste, weil variabelste, zu der wohl auch die meisten Substantive geh\'f6ren. Sie wird uns in der Folge noch mehr besch\'e4ftigen, als uns lieb ist.\par \par Die W\'f6rter der 4. oder u-Deklination enden auf -\cf1 us\cf3 (meist m\'e4nnlich) wie \cf1 fr\'fbctus\cf3 (\cf2 1\cf3 ) und -\cf1 u \cf3 wie\cf1 gen\'fb \cf4 Knie\cf1 (\cf3 s\'e4chlich), werden aber anders gebeugt als die \cf1 -us-\cf3 W\'f6rter der 2.oder o-Deklination.\par \par Die W\'f6rter der 5. oder e-Deklination enden auf -\cf1\'eas\cf3 und sind \b meist\b0 weiblich wie \cf1 r\'eas\cf3 \cf4 die Sache\cf3 . \cf1 Di\'eas \cf4 der Tag\cf3 ist nur in der Bedeutung \cf4 Termin, Zeitraum, Frist\cf3 (bei Cicero) weiblich, sonst m\'e4nnlich.\par \par W\'f6rter der 4. oder u-Deklination und der 5. oder e-Deklination sind viel seltener als die der ersten drei Deklinationen.\par \par Von \b Adjektiven\b0 gibt es zwei gro\'dfe Gruppen. Die auf \cf1 us,a,um\cf3 ( seltener \cf1 -er, -a, -um\cf3 ) folgen der 1. bzw. 2.Deklination (\cf2 4a\cf3 ), die anderen mit verschiedenen Endungen der 3.Deklination.\par \par \cf5\b 11b\cf3 ) \cf1 doctus\cf3 kommt von \cf1 doc\'e8re.\cf3\b0 \par \cf1 Doc\'e8re \cf3 hei\'dft \cf4 lehren, unterrichten, \cf3 "\cf4 dozieren\cf3 ". Es "geht" nach der 2. oder \'ea-Konjugation (\cf2 1d\cf3 ). Das zeigt die Infinitivendung mit dem langen betonten \cf1\'ea\cf3 . Das Mittelwort der Vergangenheit oder Perfekt-Passiv-Partizip (PPP) von \cf1 doc\'e8re\cf3 hei\'dft \cf1 doctus,a,um\cf3 \cf4 gelehrt, unterrichtet\cf3 . Wie im Deutschen bezieht es sich auf die (nachwirkende) \b Vergangenheit\cf4\b0 (gelehrt worden und nun gelehrt)\cf3 und ist \b Passiv\b0 , also "leidend".\par \par Die Mittelw\'f6rter (Partizipien) sind Eigenschaftsworte, und das passive der Vergangenheit, das PPP folgt der 1. und 2. Deklination, wie Sie an \cf1 -us, -a, -um\cf3 sehen. Vgl. \cf2 4a, 11a\cf3 .\par \par Die entsprechenden Perfekt-Passiv-Partizipien anderer Verben lauten:\par nach der 1. (a-)Konjugation:\par \cf1 am\'e0tus, a, um \cf4 geliebt \cf3 von\cf4 \cf1 am\'e0re \cf4 lieben\cf1\par laud\'e0tus, a, um \cf4 gelobt \cf3 von\cf4 \cf1 laud\'e0re\cf4 loben\cf1\par sp\'ear\'e0tus, a, um \cf4 gehofft\cf1 \cf3 von \cf1 sp\'ear\'e0re\cf3 \cf4 hoffen\cf1\par implant\'e0tus, a, um \cf4 eingepflanzt\cf1 \cf3 (vgl.\cf1 \cf4 Implant\'e1t\cf3 )\cf1 \cf3 von\cf1 implant\'e0re \cf4 einpflanzen\cf3\par \cf1 d\'ealect\'e0tus, a, um \cf4 erfreut \cf3 von \cf1 d\'ealect\'e0re \cf4 erfreuen\cf3\par \cf1 vari\'e0tus, a, um \cf4 ver\'e4ndert, variiert \cf3 von\cf4 \cf1 vari\'e0re \cf4 ver\'e4ndern, variieren\par \cf1 s\'e2n\'e0tus, a, um \cf4 geheilt \cf3 von\cf4 \cf1 s\'e2nare\cf4 heilen\par \cf1 c\'fbr\'e0tus, a, um \cf4 behandelt, "kuriert" \cf3 von\cf4 \cf1 c\'fbrare\cf4 behandeln, kurieren \cf1 v\'f4c\'e0tus, a, um \cf4 gerufen \cf3 von\cf4 \cf1 v\'f4care \cf4 rufen \par \cf1 datus, a, um \cf4 gegeben \cf3 (vgl. \cf4 Datum\cf3 : eigtl. \cf4 das Gegebene) \cf3 von\cf4 \cf1 dare\cf4 geben\cf1\par circ\'famdatus, a, um \cf4 umgeben \cf3 von\cf4 \cf1 circ\'famdare\cf4 umgeben \cf1\par \cf3 Alle diese Formen der a-Konjugation sind regelm\'e4\'dfig gebildet: An die Stelle der Infinitivendung \cf1 -\'e0re \cf3 tritt die Endung \cf1 -\'e0tus, a, um\cf3 . \par Beachten Sie, dass das \cf1 a\cf3 in \cf1 dare\cf3 und seinem Compositum (\cf1 comp\'f3situm\cf3 \cf4 das\cf3 \cf4 Zusammen- gesetzte\cf3 ist selbst ein PPP) \cf1 circ\'famdare \cf3 kurz ist (vgl.\cf2 9d\cf3 ). Bei dem zweisilbigen Wort \cf1 datus\cf3 kann sich das nicht auf die Betonung auswirken, aber bei \cf1 circ\'famdatus\cf3 : Die vorletzte Silbe ist kurz, daher wird wie im Infinitiv\cf1 circ\'famdare \cf3 die drittletzte Silbe betont.\par \par nach der 2. (e-)Konjugtion:\par \cf1 h\'e1bitus, a, um \cf4 gehabt\cf3 , vgl:\cf1 \cf4 Habitus\cf3 , eigtl.\cf1 \cf4 der Gehaltene; \'e4u\'dfere Erscheinung\cf1 ).\par \cf3 von\cf1 hab\'e8re \cf4 haben, halten\cf1\par \cf3 nach der 3. (Konson.) Konjugation:\par \cf1 cursus, a, um \cf4 gelaufen\cf1 \cf3 (vgl. "\cf4 Kursus\cf3 ") von \cf1 c\'farrere\cf3 \cf4 laufen, rennen\cf3 \par \cf1 dictus, a, um \cf4 gesagt \cf3 von\cf4 \cf1 d\'edcere\cf4 sagen\cf1\par r\'eactus ,a ,um \cf4 gelenkt, regiert \cf3 von\cf4 \cf1 r\'e9gere \cf4 regieren, herrschen\par \cf3 Wie die meisten PPP\cf1 \cf3 der konsonantischen Konjugation sind sie unregelm\'e4ig gebildert, aber uns nichtsdestoweniger aus Fremdw\'f6rtern bekannt. Von \cf1 r\'eactus\cf3 kommt der \cf4 Rektor\cf3 wie von \cf1 doctus\cf3 der \cf4 Doktor.\cf3\par \cf1\par \cf5\b 11c\cf3 ) R\'fcckbez\'fcgliches F\'fcrwort (Reflexivpronomen)\par \b0 Das r\'fcckbez\'fcgliche F\'fcrwort (Reflexivpronomen) hat keine Form f\'fcr den Nominativ, denn es bezieht sich immer auf den Satzgegenstand (Subjekt) zur\'fcck, der selbst im Nominativ steht:\par \cf1 s\'ea adm\'ecrat\cf3 \cf4 er bewundert sich (selbst),\cf3 \cf1 s\'ea\cf3\b \b0 ist der Akkusativ (4.Fall). \par \cf1 in s\'ea \cf3 in sich, wie in unserem Text steht, kann aber nicht der Akkusativ sein, denn die Pr\'e4position\cf4 \cf1 in\cf4 \cf3 regiert, wie wir in \cf5 10a\cf3 gesehen haben, (wenn keine Richtungsangabe vorliegt wie bei \cf1 in silvam\cf3 \cf5 10a\cf3 )) den Ablativ. Also hei\'dft der Ablativ auch\cf4 \cf1 s\'ea\cf4 \cf1\par \cf3\par \cf5\b 11d\cf3 )\b0 \b Drei Worte zum Schlu\'df\par \cf1\b0 semper \cf3 hei\'dft\cf1 \cf4 immer. \cf3 Die Semper-Oper in Dresden hei\'dft nicht so, weil dort immer Opern gespielt werden, sondern weil sie von dem Architekten Gottfried Semper (1803 -1879) entworfen und von dessen Sohn Manfred (1871 - 1878) ausgef\'fchrt wurde. Es erscheint mir aber wahrscheinlich, dass Vorfahren der beiden fr\'fcher einmal Immer hie\'dfen (vielleicht in der Bedeutung von Imker) und Ihren Namen wie so viele Gebildete latinisiert haben. \par \par \cf1 d\'eev\'edti\'e2s \cf4 Reichtum \cf3 ist etwas, das man hier in unserem Satz besitzt: also wird es im Akkusativ stehen. Bei einem Wort der a-Deklination - und darum handelt es sich hier - erwarten wir im Sg. aber die Endung \cf1 -am\cf3 (s. \cf5 9b\cf3 ). Tats\'e4chlich handelt es sich bei \cf1 d\'eev\'edti\'e2s \cf3 um den \b Akk. \ul Pl\b0\ul0 ., der uns in der Tabelle von\cf1 \cf5 9b \cf3 noch fehlt\cf5 . \cf3 Das Wort\cf5 \cf1 d\'eev\'edtiae \cf3 kommt nur im Plural vor. (Auch wir sprechen ja oft von \cf4 Reicht\'fcmern\cf3 .) Es ist ein sogenanntes \b Pluraletantum\b0 (\cf1 tantum\cf3 \cf4 nur\cf3 ). \par Der Nominativ dazu hei\'dft folglich \cf1 d\'eev\'edtiae\cf3 \cf4 Reichtum\cf3 . (Pr\'e4gen Sie sich nicht \cf4 Reicht\'fcmer\cf3 ein, weil Sie dann geneigt sein k\'f6nnten, auch im Lateinischen einfach dazu die (fehlende) Einzahl zu bilden.)\par \cf1\par habet \cf4 er, sie, es hat. \cf3 Es ist die 3.Ps Sg. des Pr\'e4sens Ind. Akt. der 2. oder e-Konjugation, zu der, wie wir seit 3 (Vorspann "\cf5 3q\cf3 ") wissen, \cf1 hab\'e8re\cf3 geh\'f6rt. Wenn die 3.Ps. Sg. Praes. der a-Konjug. auf -\cf1 at\cf3 ausgeht, verwundert es nicht, dass die 3.Ps. Sg. Praes. der e-Konjug. auf -\cf1 et\cf3 endet. (Das a in \cf1 hab-\cf3 ist im Unterschied zum Deutschen kurz, wie Sie am fehlenden ^ sehen.)\par \par } а╧┼▄'U┐@▒▐╜┴12) Gaudeamus igitur {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\f0\fs22 Nach dem langen Kommentar zur Lektion 11 und zur Feier, dass wir die 12. "Lektion" erreicht haben, g\'f6nnen wir uns einen ganz kurzen Text, den zudem jeder kennt. : Es ist der Anfang eines verbreiteten Studentenliedes, das auf das Jahr 1267 zur\'fcckgeht und 1781 von \i Kindleben \i0 in seine heutige Form gebracht wurde.\par \par \cf1 Gaude\'e0mus \'edgitur.\par \cf2 12\cf1 \cf2 12\cf1\par \cf3 Also\cf1\par \cf3 wollen wir uns freuen.\par \par \cf4 Der Infinitiv von \cf1 gaude\'e0mus\cf4 hei\'dft \cf1 gaud\'e8re\cf4 . Es ist also ein Verbum der 2-oder e-Konjugation genau wie \cf1 hab\'e8re \cf3 haben\cf4 , das wir am Schlu\'df von \cf2 11\cf4 wiedergetroffen haben und schon aus dem Vorspann zum Lektionskommentar \cf2 3\cf4 ("\cf2 3q\cf4 ") kannten. \par \par \cf1 Gaud\'e8re\cf4 hei\'dft \cf3 sich freuen\cf4 . \cf1 G\'e1udium\cf4 ist \cf3 die Freude, das Vergn\'fcgen\cf4 . Die daraus gek\'fcrzte \cf3 Gaudi\cf4 ist nicht nur den Bayern bekannt. Sie kann Neutrum sein wie ihr Ursprungswort, hat aber h\'e4ufig ihr Geschlecht zum Weiblichen ge\'e4ndert, wie \cf3 die Freud(e)\cf4 halt. Ob es nun an Wein, Weib, Gesang liegt oder das Weibliche in diesem Zusammenhang besser passt als das trockene S\'e4chliche oder ob es einfach die Endung -\cf3 i\cf4 macht, die so an die \cf3 Rosi, Zenzi oder Mari(e)\cf4 anklingt, sei dahingestellt. \par \par "Wo steckt das \cf3 sich \cf4 am\cf3 Freuen?" \cf4 werden Sie fragen, nachdem Sie in\cf3 \cf2 11c \cf4 das Reflexivpronomen \cf1 s\'ea\cf4 \cf3 sich\cf4 kennengelernt haben. Nun, es gibt reflexive Verben, die das \cf1 s\'ea \cf4 gleichsam in sich tragen; \cf3 sich\cf4 steckt also im Verb selbst. Au\'dferdem ist das eine Frage der \'dcbersetzung. Wir machen das Verb durch unsere \'dcbersetzung \cf3 sich freuen\cf4 zum \b r\'fcckbez\'fcglichen Verbum\b0 . Ebenso gut k\'f6nnen wir \cf1 gaud\'e8re\cf4 mit \cf3 vergn\'fcgt sein, Freude empfinden, Vergn\'fcgen haben\cf4 \'fcbersetzen. Und von \cf3 sich\cf4 ist dann keine Spur \'fcbrig. \par \par In \cf2 6\cf4 haben wir \cf1 d\'ealect\'e0re\cf4 kennengelernt. Es ist die transitive Entsprechung : \cf3 erfreuen, Freude bereiten\cf4 . \cf1 D\'ealect\'e0re\cf4 bezieht sich nicht auf den Satzgegenstand zu\'fcck, sondern auf das Objekt des Satzes, dem man Freude schenkt. \par \par Genau dort (in "\cf2 6q\cf4 ") war vom Konjunktiv, der M\'f6glichkeitsform, (\cf2 5b\cf4 ) die Rede und dann nochmals in \cf2 6b\cf4 . Auch \cf1 gaude\'e0mus\cf4 ist eine Konjunktivform. "Nanu",werden Sie sagen, "der Konjunktiv hatte doch dort -\cf1 e\cf4 statt -\cf1 a\cf4 . Und nun sieht es doch eher umgekehrt aus." Genau so ist es! \par \par In der a-Konjugation ist -\cf1 e\cf4 - das Kennzeichen des Konjunktivs, in den anderen Konjugationen\par (bei den auf -\cf1\'e8re\cf4 , -\cf1 ere\cf4 und -\cf1\'ecre\cf4 ) ist es dagegen -\cf1 a-\cf4 . Im Italienischen und im Spanischen, den romanischen Sprachen, die dem Latein wohl am n\'e4chsten stehen, ist diese praktische \par kreuzweise Vertauschung a > e, e > a zwischen \b Indikativ\b0 und \b Konjunktiv\b0 \'fcbrigens auch noch beibehalten.\par \par Der Konjunktiv steht im Latein h\'e4ufig. Er bezeichnet nicht nur die (nicht ganz gewisse) M\'f6glichkeit, sondern u.a. - wie in unserem Satz bei \cf1 gaude\'e0mus - \cf4 die Selbstaufforderung:\par \cf3 la\'dft uns ..., wir wollen .... \cf4 Die Konjunktive in der hier folgenden Zusammenstellung sind mit verschiedenen \'dcbersetzungsm\'f6glichkeiten versehen, zwischen denen man sich je nach dem Zusammenhang entscheiden mu\'df.\par \par Die Formen auf -\cf1 mus\cf4 (\cf1 -\'e0mus, -\'e8mus, -imus\cf4 ) bezeichnen generell die 1.Ps.Pl (\cf3 wir\cf4 ) im Aktiv \par der Verben:\par \par Indikativ: Konjunktiv\par \cf1 am\'e0mus\cf4 \cf3 wir\cf4 \cf3 lieben \cf1 am\'e8mus\cf4 \cf3 wir\cf4 \cf3 wollen\cf4 \cf3 lieben\par \cf4 \cf1 err\'e0mus\cf4 \cf3 wir irren (uns) \cf1 err\'e8mus\cf4 \cf3 wir m\'f6gen uns irren \par \cf4 \cf1 hab\'e8mus\cf4 \cf3 wir haben \cf1 habe\'e0mus\cf3 wir sollen haben \cf4\par \cf1 laud\'e0mus\cf4 \cf3 wir loben\cf4 \cf1 laud\'e8mus \cf3 la\'dft uns loben\par \cf4 \cf1 m\'eelit\'e0mus\cf4 \cf3 wir leisten Kriegsdienst \cf1 m\'eelit\'e8mus\cf4 (\cf3 dass\cf4 ) \cf3 wir Kriegsdienst leisten \cf4\par \cf1 n\'e2vig\'e0mus \cf3 wir fahren zur See \cf1 n\'e2vig\'e8mus \cf3 wir d\'fcften zur See fahren \cf4\par \cf1 sp\'ear\'e0mus \cf3 wir hoffen, wir erwarten\cf4 \cf1 sp\'ear\'e8mus \cf3 wir k\'f6nnten hoffen, erwarten\cf4\par \cf1 sp\'eer\'e0mus\cf4 \cf3 wir atmen\cf4 \cf1 sp\'eer\'e8mus\cf4 \cf3 wir atmen\cf4 \par \cf1 v\'ecvimus\cf4 \cf3 wir leben \cf1 v\'eev\'e0mus\cf4 \cf3 wir sollten leben\cf4\par \cf1 d\'ealect\'e0mus \cf3 wir erfreuen \cf1 d\'ealect\'e8mus \cf3 wir wollen erfreuen\par \cf1 s\'e2n\'e0mus \cf3 wir heilen \cf1 s\'e2n\'e8mus \cf3 la\'dft uns heilen\cf1 \par c\'farrimus \cf3 wir laufen \cf1 curr\'e0mus \cf3 wir solten laufen\cf1\par gaud\'e8mus \cf3 wir freuen uns \cf1 gaude\'e0mus \cf3 wir wollen uns freuen\cf1\par \par \cf4 Der Bindevokal -\cf1\'e0\cf4 - oder -\cf1\'e8\cf4 - entspricht dem Stammvokal der Konjugation. In der dritten\par oder konsonantischen Konjugation steht ein kurzes und folglich nicht betontes -\cf1 i\cf4 -\par (vorletzte Silbe!, vgl. \cf2 1b!\cf4 ). \par \par Bisher kennen wir noch kein Verb der 4. oder\cf1 \'ec\cf4 -Konjugation (\cf2 5b\cf4 !). Dem sei gleich abgeholfen:\par \cf1 ven\'ecre\cf4 \cf3 kommen\cf4 (vgl. \cf3 Advent\cf4 , die \cf3 Ankunft\cf4 ) \par \cf1 aud\'ecre \cf3 h\'f6ren\cf4 (vgl. die Automarke \cf3 Audi\cf4 , die dem Infinitiv entspricht und \cf3 Horch\cf4 (!) bedeutet.\par August Horch 1868-1951 verlie\'df wegen Querelen mit dem Aufsichtsrat 1909\par die von ihm 1899 gegr\'fcndete Firma und gr\'fcndete sofort nebenan Audi) \par \cf1 sent\'ecre\cf4 \cf3 f\'fchlen\cf4 (vgl. die vielen Fremdw\'f6rter, die mit \cf3 Sent\cf4 - oder \cf3 Sens\cf4 - beginnen)\par \cf1 v\'e9ni\'f4\cf4 \cf3 ich komme\cf4 \cf1 ven\'ecmus\cf4 \cf3 wir kommen\cf4 \par \cf1 s\'e9nti\'f4\cf4 \cf3 ich f\'fchle\cf4 \cf1 sent\'ecmus\cf4 \cf3 wir f\'fchlen\par \par \cf4 Analog zu der 1.Ps.Sg.Pr\'e4s.Ind.Akt der Verben der \'ea-Konjugation auf -\cf1 e\'f4\cf4 , enden die der \par \'ee-Konjugation auf -\cf1 i\'f4\cf4 . Entsprechend steht in der 1.Ps.Pl. -\cf1\'eamus\cf4 und -\cf1\'eemus\cf4 .\par \par \cf1 vid\'e8re\cf4 \cf3 sehen\cf4 \cf1 v\'eddeo\cf4 \cf3 ich sehe\cf4 \cf1 vid\'e8mus\cf4 \cf3 wir sehen\par \cf1 aud\'ecre \cf3 h\'f6ren\cf1 \'e0udi\'f4\cf4 \cf3 ich h\'f6re\cf4 \cf1 aud\'ecmus \cf3 wir h\'f6ren\par \par \cf4 Wir kennen \cf3 Video\cf4 - und \cf3 Audio\cf4 - in zahlreichen modernen Wortverbindungen der Elektronik.\par Interessant und erfreulich ist, dass dabei noch die korrekten Bindevokale der \cf1 e\cf4 - bzw.\par \cf1 i\cf4 -Konjugation erhalten geblieben sind.\par \par } +■;/U┐аЕ/дФц└13) Ergo bibamus█ {\rtf1\ansi\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue127;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 \cf2\f1 Erg\'f4 bib\'e0mus!\par 13 \cf3 \cf4 13\par \cf1 Also la\'dft uns trinken!\par \par \cf3 Eine ganz \'e4hnliche studentische Selbstaufforderung wie im Lekti\'f6nchen \cf4 12\cf3 ! Goethe hat unter diesem Titel ein geselliges Trinklied geschrieben.\par \par \cf2 Erg\'f4\cf3 \cf1 folglich\cf3 , \cf1 also\cf3 wird selbst im Deutschen bisweilen zur Einleitung einer Schlu\'dffolgerung gebraucht und gew\'f6hnlich verstanden.\par \par \cf2 Bib\'e0mus\cf3 ist die gleiche Form wie \cf2 gaude\'e0mus: \cf3 1.Ps.Pl.Praes.Konj.Akt. Aber wie hei\'dft der Infinitiv dazu, zu welcher Konjugation geh\'f6rt er?.\par \par Wir stellen noch einmal die Endungen der Infinitive und der 1.Ps.Pl.Akt. Indikativ und Konjunktiv zusammen:\par \par 1) a-Konj. \cf2 -\'e0re -\'e0mus -\b\'e8\b0 mus\par \cf3 2) e-Konj. \cf2 -\'e8re -\'e8mus -e\b\'e0\b0 mus\par \cf3 3) Kons.Konj. \cf2 -ere -imus -\b\'e0\b0 mus\par \cf3 4) i-Konj. \cf2 -\'ecre -\'ecmus -i\b\'e0\b0 mus\par \cf3\par Sch\'f6n und \'fcbersichtlich erkennen Sie hier die \cf2 a\cf3 ><\cf2 e\cf3 -Kreuzregel des Konjunktivs (\cf4 12\cf3 ). Zum \'dcberflu\'df ist der jeweilige Kennvokal des Konjunktivs fett gedruckt. Er ist immer lang und tr\'e4gt den Ton, selbst in der konsonantischen Konjugation. \par \par Wenn wir von \cf2 bib\'e0mus \cf3 den Wortstock (\cf4 1d\cf3 ) abstreichen: \cf2\strike bib\strike0\'e0mus, \cf3 bleibt der Wortausgang \par -\cf2\'e0mus\cf3 \'fcbrig. Schauen wir in unserer Tabelle nach: \cf2 bib\'e0mus\cf3 geh\'f6rt zur 3. oder konson. Konjugation. Der Infinitiv mu\'df dann \cf2 b\'edbere \cf3 hei\'dfen. Der nach rechts geneigte Betonungsstrich (\cf2 ac\'f9tus\cf3 \cf1 Akut\cf3 ) zeigt in unserer computerbedingten behelfsm\'e4\'dfigen Lautschrift, dass das betonte\cf2 i\cf3 kurz ist (1b) wie in dt. \cf1 bibbern\cf3 . Aber ganz im Gegenteil hat \cf2 b\'edbere \cf3 eine eher angenehme Bedeutung. Es hei\'dft n\'e4mlich \cf1 trinken.\par \par \cf2 Quid\cf1 \cf2 bib\'e0mus? \cf1 Was wollen wir trinken? \cf2 \par V\'eenum b\'edbimus, aquam n\'f4n b\'edbimus. \cf1 Wein trinken wir, Wasser trinken wir nicht.\par \cf3 Vgl. \cf4 8a, 9b\cf3\par } @Зe┐аф╕╜┴14) Salus publica suprema lex3{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red0\green128\blue0;\red102\green102\blue153;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 sal\'fbs p\'f9blica supr\'e8ma l\'eax (est\'f4).\par \cf2 11a 14b 14c 14d\cf1\par \cf0 \cf3 Das \'f6ffentliche\par Wohl (soll) \par das h\'f6chste Gesetz (sein).\par \par \cf2\b 14a\cf4 ) \cf1 sal\'fbs\cf4 und der Imperativ\par \b0 Die dritte Deklination haben wir in \cf2 4b\cf4 , das Wort \cf1 sal\'fbs\cf4 \cf3 Gesundheit, Heil, Wohl\cf4 in \cf2 11a\cf4 kennengelernt. Beide Paragraphen sollten Sie sich jetzt unbedingt noch einmal ansehen! Wenn man \cf1 sal\'fbs \cf4 (ohne unser L\'e4ngenzeichen) liest, wird man umgekehrt das \cf1 a\cf4 f\'fcr lang, das -\cf1 us\cf4 f\'fcr kurz halten und das Wort irrigerweise der 2. oder o-Deklination zuordnen. Als g\'e4be es nicht Fremdw\'f6rter im Deutschen, die vom Stamm \cf1 salut\cf4 - abgeleitet sind wie \cf3 Salut\cf4 und \cf3 salutieren\cf4 ! Das \cf1 u\cf4 w\'e4re in ihnen nicht erhalten, wenn es nicht zum Stamm, sondern zur Endung geh\'f6rte.\par Verwandt ist \'fcbrigens das Adjektiv \cf1 salvus, a, um\cf4 \cf3 gesund, heil, wohlbehalten\cf4 . Aus zweimal u ist hier vu geworden. Auch hier ist der Stammbestandteil u in salu- erhaltenWie Sie wissen, waren u und v im alten Latein der gleiche Buchstabe. Vgl. \cf2 8d\cf4 . Im Englischen hei\'dft die Heilsarmee \cf5 Salvation Army\cf6 . \cf4 Wichtig ist auch die lateinische Gru\'dfformel \cf1 salv\'ea\cf4 ! \cf3 Sei (bleibe) gesund\cf4 ! Eigentlich ist es die Befehlsform der Imperativ eines sonst wenig gebrauchten Verbs nach der 2, oder \'ea-Konjugation \cf1 salv\'e8re\cf4 \cf3 gesund sein (bleiben)\cf4 . Im Deutschen erh\'e4lt der Imperativ in der Mehrzahl ein -\cf3 t: \cf4 \cf3 komm - kommt\cf4 , im lateinischen -\cf1 te\cf4 : \cf1 salv\'ea - salv\'e8te\cf4 . \cf1 Salv\'eate! \cf4 lautet der Gru\'df, wenn man sich an mehrere wendet.\par Der Imperativ endet auf den langen Stammvokal der jeweiligen Konjugation:\par \tab\cf1 laud\'e2! - laud\'e0te! \cf3 lobe! - lobt!\par \cf1 vid\'ea! - vid\'e8te! \cf3 sieh! - seht\cf1 ! \par aud\'ee! - aud\'ecte! \cf3 h\'f6re! - h\'f6rt! \par \cf4 In der dritten oder konsonantischen Konjugation geht der Imperativ im Singular auf ein kurzes \par -\cf1 e\cf4 aus, im Plural abgeschw\'e4cht auf kurzes (unbetontes!) -\cf1 ite\cf4 .\par \cf3\tab\cf1 bibe! - b\'edbite\cf3 trink! - trinkt! \par \par Bilden Sie selbst kleine Aufforderungss\'e4tze wie: trinkt guten Wein! \cf1 B\'edbite v\'eenum bonum!,\par \cf3 Ruf den gesunden Seemann! \cf1 V\'f4ca nautam s\'e2num! \par \par \cf4 Lesen Sie noch einmal und immer wieder \cf2 1a\cf4 , \cf2 1b\cf4 und \cf2 1c\cf4 zur L\'e4nge und Betonung und deren Bezeichnung, wenn Sie nicht ganz sicher sind, sich an alles genau zu erinnern!\par \par \cf2\b 14b) \cf1\b0 supr\'e8mus,a, um \cf3 oberster,e,es, h\'f6chster,e,es \cf4 ist eine (unregelm\'e4\'dfige) Steigerungsform in der h\'f6chsten Stufe (Superlativ). Wir merken sie uns hier einfach als Adjektiv. \par \b\par \cf2 14c\cf4 ) \cf1 l\'eax\cf4 wie \cf1 r\'eax\par \cf4\b0 Auch \cf1 l\'eax\cf4 geht wie \cf1 r\'eax \cf4 nach der 3. Deklination. Das \cf1 x\cf4 ist hier aus\cf1 g\cf4 und \cf1 s\cf4 entstanden; denn in beiden F\'e4llen lautet der Stamm auf -\cf1 g\cf4 aus. \cf1 r\'eag\cf4 - und \cf1 l\'eag\cf4 - (vgl. \cf3 legal\cf4 ).\par \par \cf2\b 14d\cf4 ) Auch \cf1 est\'f4\cf4 ist eine Imperativform\par \b0 Von esse sein hei\'dfen die beiden eben in \cf2 14a \cf4 gelernten Imperativformen f\'fcr die 2. Ps. Sg. und Pl. : \par \cf1 es\cf4 - \cf1 este\cf4 \cf3 sei - seid.\par \b\par \cf4\b0 Neben den \'fcblichen Imperativ gibt es ganz allgemein oft als Imperativ II bezeichnete Imperativformen auf \par 2./3.Ps. Sg\cf1 . -t\'f4 \cf4 z.B\cf1 . laud\'e0to \cf3 du sollst loben\cf1\par est\'f4 \cf3 sie, er, es soll sein\cf1\par \cf4 2. Ps. Pl. \cf1 -t\'f4te vid\'eat\'f2te \cf3 ihr sollt sehen\cf1\par \cf4 3.Ps. Pl. \cf1 -nt\'f4 vid\'e9nt\'f4 \cf3 sie sollen sehen\cf4\par Diese relativ seltenen Formen seien hier nur erw\'e4hnt. Pr\'e4gen Sie sie sich nicht im einzelnen ein!. Vielleicht denken Sie an sie, wenn Ihnen eine Verbindung mit dem dort seltenen -\'f4- \'fcber den Weg l\'e4uft. \par Es gibt sehr viele wichtigere Verbformen, die es noch (kennen)zu lernen gilt.\par \par In unserem Ausspruch fehlt \cf1 est\'f4\cf4 \cf3 soll sein\cf4 ohnehin in den allermeisten F\'e4llen und ist nur zu erg\'e4nzen. Wir sehen daran, dass auch andere Formen von \cf1 esse\cf4 \cf3 sein\cf4 als \cf1 est\cf4 \cf3 ist\cf4 und \cf1 sunt\cf4 \cf3 sind \cf4 als Kopula dienen bzw. wegfallen k\'f6nnen (vgl.\cf2 4c\cf4 ).\par } └╥f┌Лp┐@ЁЙ╜┴15) De nihilo nihilР{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue0;\red128\green0\blue128;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 D\'ea n\'edhil\'f4 nihil.\par \cf2 15a 15c 15c\par \cf3 Von nichts (kommt) nichts.\par (Aus nichts ensteht nichts.) \par \par \cf4 Diese der Alltagserfahrung entsprechende Feststellung wurde von Lukretius Carus (-94 bis ca. -55) in seiner Schrift De Rerum Natura mit philosophischer Brisanz verwendet, gerichtet gegen die Annahme, G\'f6tter k\'f6nnten aus dem Nichts schaffen. Freilich bleibt die beunruhi-gende Frage, woher das erste Etwas gekommen sei.\par \cf3\par \cf2\b 15a\cf4 ) \cf1 d\'ea, \'e2\cf4 und \cf1 ex\cf4\par \b0 Wir kennen bereits die Pr\'e4positionen (Verh\'e4ltnisw\'f6rter) \cf1 in\cf4 \cf3 in, auf, an\cf4 , \cf1 cum\cf4 \cf3 mit,\cf4 und \cf1 sine\cf4 \cf3 ohne.\par \cf4 Alle drei regieren den Ablativ, was viele Pr\'e4positionen tun (\cf2 9b\cf4 ).\par Den drei hier genannten Pr\'e4positionen\cf3 \cf1 d\'ea, \'e2\cf4 und \cf1 ex \cf4 ist gemeinsam, dass sie Herkunft oder Ausgang von etwas bezeichnen. Da der Ablativ u.a. ein Separativ, ein "Trennfall" war (\cf2 9b\cf4 ), fordern auch sie ganz legitim den Ablativ.\par \par \cf1 d\'ea\cf4 hei\'dft \cf3 von ... (her, weg, herab, aus), \'fcber.\cf4 Wir kennen dieses Zweibuchstabenwort aus dem Franz\'f6sischen, Spanischen, Italienischen (dort als di, in Verbindung mit dem Artikel \cf5 del, della, dello, dei, delle, degli\cf4 usw.), wo es zur Bildung des Genitivs (2.Falles, Wesfalles) Verwendung findet, seitdem die lateinischen Kasusendungen verlorengegangen sind. \par \par \cf1\'e2 \cf4 hei\'dft ebenfalls \cf3 von ... (her, weg)\cf4 . Vor Vokal steht gew\'f6hnlich \cf1 ab\cf4 , um den unbeliebten Hiatus (\cf1 hi\'e0tus\cf4 \cf3 Spalt, Kluft, Schlund\cf4 ) , das Stolpern zwischen zwei Vokalen zu vermeiden. Damit entspricht es unserem \cf3 ab\cf4 gleicher Bedeutung. Vor \cf1 t\cf4 wird es gern noch l\'e4nger und gleitender, zu \cf1 abs \cf4 (wie in \cf3 abstrakt\cf4 ). Das a, das von den romanischen Sprachen (\cf2 1d\cf4 ) zur Bildung des Dativs verwendet wird, hat nichts mit unserem \cf1\'e2\cf4 zu tun, im Gegenteil: es stammt von der Pr\'e4position \cf1 ad\cf4 \cf3 zu, nach\cf4 , die im Latein den Akkusativ regiert.\par \par \cf1 ex\cf4 \cf3 aus. \cf4 Vor Konsonanten meist als\cf3 \cf1\'ea. \par \cf4\par Alle genannten Pr\'e4positioen begegnen uns sehr h\'e4ufig als Pr\'e4fixe, Vorsilben lateinischer W\'f6rter, aber auch im Deutschen in von dort \'fcbernommenen Fremdw\'f6rtern (\cf3 deformieren \cf4 - n\'e4mlich aus der Form bringen - \cf3\ul abs\ul0 trakt\cf4 , \cf3 Explosion\cf4 , \cf3 adstringieren\cf4 ).\par \par Statt des \cf1 d\'ea\cf4 in unserem Beispielsatz \cf1 d\'ea n\'edhil\'f4 nihil\cf4 k\'f6nnten auch \cf1\'e2\cf4 oder \cf1\'ea\cf4 stehen..\par \par \cf2\b 15b\cf4\b0 )\b \cf1 D\'ea r\'earum n\'e2t\'f9r\'e2\cf4 \b0 hei\'dft die Schrift des \cf1 Titus Lukr\'e8tius C\'e2rus.\cf4 In lateinischen S\'e4tzen, ja selbst in Buchtiteln, mu\'df man sich die zusammengeh\'f6renden Worte zusammensuchen. Oft stehen sie nicht in der erwarteten Reihenfolge. Von \cf1 d\'ea\cf4 \cf3 von, \'fcber\cf4 haben wir gerade gelernt, dass es den Ablativ regiert. Der einzige Ablativ hier ist \cf1 n\'e2t\'f9r\'e2. D\'ea \cf4 und\cf1 n\'e2t\'f9r\'e2 \cf4 geh\'f6ren also zusammen:\cf3 von der Natu\cf4 r, \cf3\'fcber die Natur\cf1 . \cf4\par \cf1 r\'earum\cf4 scheint uns noch ganz unbekannt, ist es aber nicht. Es ist der Genitiv Pluralis von \cf1 r\'eas\cf4 \cf3 Sache, Ding\cf4 , das wir in \cf2 11a\cf4 als ein wichtiges Beispielwort der 5. oder e-Deklination kennengelernt haben. (Lesen Sie gleich dort noch einmal nach!) Wie die meisten W\'f6rter dieser Deklination ist \cf1 r\'eas\cf4 weiblich. \par \cf1 N\'e2t\'f9r\'e2 r\'earum \cf4 oder\cf1 r\'earum n\'e2t\'f9r\'e2 \cf4 hei\'dft also\cf1 \cf3 die Natur der Dinge\cf1 . \cf4 Und \cf1 d\'ea n\'e2t\'f9r\'e2 r\'earum \cf4 oder\cf1 d\'ea r\'earum n\'e2t\'f9r\'e2 \cf4 hei\'dft \cf3\'fcber die Natur der Dinge\cf4 .\par Das auslautende \cf1 -um\cf4 ist \'fcbrigens das Kennzeichen des Gen.Plur. aller Deklinationen. Ver- wechseln Sie es nicht mit der Akkusativendung auf -\cf1 um\cf4 (11a)! (Erwarten Sei nicht bei allen W\'f6rtern auf -um, dass es sich um einen Nominativ oder Akkusativ Sg.eines Neutrums auf -\cf1 um \cf4 handelt: \cf6\f1 1e, 8a\cf4\f0 ) \par Der Gen.Pl. der 1. oder a-Deklination endet auf -\cf1\'e0rum\cf4 , der Gen.Pl. der 2. oder o-Deklination endet auf -\cf1\'f2rum.\cf4 der Stammvokal (\cf1\'e2\cf4 oder \cf1\'f4\cf4 ) ist also lang und betont (vgl. \cf2 1a\cf4 und \cf2 1b\cf4 !)\par \cf1 f\'eamin\'e0rum\cf4 \cf3 der Frauen\par \cf1 am\'eec\'e0rum\cf4 \cf3 der Freundinnen\par \cf1 naut\'e0rum\cf4 \cf3 der Seeleute, Schiffer\cf4 \par \cf1 medic\'f2rum\cf4 \cf3 der \'c4rzte\par \cf1 fr\'fbct\'f2rum\cf4 \cf3 der Fr\'fcchte\par \cf1 firm\'f2rum annul\'f2rum \cf3 fester Ringe\par \cf1 long\'f2rum di\'e8rum\cf3 langer Tage \par \par \cf1 di\'eas\cf3 Tag \cf4 ein weiteres, ausnahmsweise m\'e4nnliches, Wort der 5. oder e-Deklination haben wir auch in \cf2 11a\cf4 kennengelernt. Entsprechend \cf1 r\'earum\cf4 bildet es den Gen. Pl. \cf1 di\'earum\cf4 .\par \cf3\par \cf2\b 15c\cf4\b0 )\cf3 \cf1\b nihil \cf3 nichts\par \cf4\b0 Lateinisches\cf3 \cf1 nihil \cf4 kommt urspr\'fcnglich von \cf1 ne-h\'eelum \cf4 (\'86\b :\b0 einer\cf1 \cf4 zu Zeiten des schriflichen Lateins ausgestorbenen oder rekonstruierten Form)\cf1 \cf3 keine Faser. \par \cf4 Die Form \cf1 n\'edhilum\cf4 ist noch aus der \'e4lteren Sprache bekannt und fand teilweise in der antikisierenden Schwulstsprache der Dichter Verwendung.\cf3 \cf4 Sie erf\'fcllt einen weiteren Zweck::-Sie l\'e4\'dft sich deklinieren, was bei \cf1 nihil\cf4 nicht geht : als endungslos ist es indeklinabel. Ohne\par \cf1 n\'edhilum \cf4 w\'e4re unser Beispielsatz nicht zustandegekommen. Man h\'e4tte keinen Ablativ bilden und \cf1 nihil\cf4 nicht nach einer Pr\'e4position verwenden k\'f6nnen.\par Auch\cf3 \cf1 h\'eelum\cf3 F\'e4serchen, \cf4\'fcbertragen:\cf3 etwas Geringes, \cf4 gibt es im klassischen Latein. Es hat sogar, eigenartigerweise in der m\'e4nnlichen Form \cf1 h\'eelus\cf4 , in der anatomischen Fachsprache \'fcberlebt und bezeichnet dort die vertiefte Stelle eines Organs, an dem es mit einem Haltestrang, gleichsam einem "Faden" im K\'f6rper befestigt ist. Die Geschlechts\'e4nderung mag dadurch zustandegekommen sein, dass man das \cf1 h\'eelum\cf4 in \cf1 nihil\cf4 f\'fcr den Akkusativ hielt, der wie der Nominativ (und Akkusativ, vgl. \cf2 8a \cf4 ) des Neutrums auf -\cf1 um\cf4 endet. \par Von \cf1 nihil\cf4 gibt es, ganz im Gegensatz zum l\'e4ngeren \cf1 n\'edhilum,\cf4 eine verk\'fcrzte, zusammen-gezogene, "kontrahierte" Form \cf1 n\'eel \cf4 f\'fcr\cf1 \cf3 nichts. \cf4 Das lange \cf1\'ee\cf4 , gleichsam eine Reminiszenz an \cf1 h\'eelus,\cf4 kommt hier stellvertretend f\'fcr die ausgefallene Silbe zustande.\par } р<йЙв┐└?3ь╚┴16) Nil admirari·{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Aria      !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxz¤   {|}~Аl;}{\f2\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red0\green127\blue0;\red255\green0\blue255;\red128\green0\blue128;} \uc1\pard\cf1\f0 n\f1\fs22\'eel adm\'eer\'e0r\'ee !\par \cf2 15c 16 \i\par \cf3\i0 Nichts bewundern !\par \cf4\par Nach den langen Erl\'e4uterungen zur Lektion \cf2 15\cf4 ist Erholung angesagt. Unser Beispiel besteht nur aus zwei Worten, ist aber ein bekannter lateinischer Ausspruch. \par \par Diese Forderung findet sich in den "Briefen" (Epistulae I 6,1) des gro\'dfen r\'f6mischen Dichters Horaz (-65 bis -8). Sie soll nicht zur Blasiertheit anleiten, sondern zum Seelenfrieden im Angesicht derer, die sich mit Ruhm und Glanz bedecken. Man sollte sie schon den Erstkl\'e4sslern einpr\'e4gen, die vor werbungsgesch\'fcrtem Neid \'fcber die modischeren Klamotten ihrer Mitsch\'fcler vergehen.\par \par Die verknappte Form \cf1 n\'ee\cf4 l von \cf1 nihil\cf4 \cf3 nichts\cf4 kennen wir vom Schlu\'df der vorigen Lektion (1\cf2 5c\cf4 ).\par \par Der Infinitiv \cf1 adm\'eer\'e0r\'ee\cf4 ber\'fchrt uns um so fremdartiger, weil er sich nicht in der Auflistung der Infinitive der 5 f\'fcnf Konjugationen in \cf2 1d\cf4 findet. Das auslautende \cf1\'ee \cf4 befremdet. Aber er ist doch ein Infinitv der 1. oder a-Konjugation, aber nicht der aktive, sondern der \b passive Infinitiv der Gegenwart :\par \b0 \b Infin.Praes\par Akt. Pass.\par \b0 1. oder a-Konj. \cf1 -\'e2re -\'e2r\'ee \cf4 \cf1 am\'e2re\cf4 \cf3 lieben\cf4 \cf1 am\'e2r\'ee \cf4 \cf3 geliebt werden\cf4\par 1. oder e-Konj. \cf1 -\'eare -\'ee \cf4 \cf1 doc\'eare\cf4 \cf3 unterrichten\cf4 \cf1 doc\'ear\'ee \cf4 \cf3 unterrichtet werden\par \cf4 1. oder konson.Konj. \cf1 -ere -\'ear\'ee \cf4 \cf1 d\'edcere\cf4 \cf3 sagen\cf4 \cf1 dic\'ee \cf4 \cf3 gesagt werden\par \cf4 1. oder i-Konj. \cf1 -\'eere -ir\'ee \cf4 \cf1 aud\'eere\cf4 \cf3 h\'f6ren\cf4 \cf1 aud\'eer\'ee \cf4 \cf3 geh\'f6rt werden \par \par \cf1 Adm\'eer\'e0ri \cf3 bewundern \cf4 erinnert an\cf3 \cf1 m\'eer\'e0culum \cf3 das Wunder. \cf4 Einen\cf3 \cf4 Admiral aber als den Bewunderns-werten zu deuten, ist nur eine "Volksetymologie".\cf3 \cf4 Das Wort kommt vom arabischen\cf3 \cf5 am\'eer ar-rahl \cf3 Befehlshaber der Flotte. \cf4 Tats\'e4chlich hat er aber aus dieser Deutung in der fr\'fchen Neuzeit im Franz\'f6sischen und im Deutschen sein d erhalten. (Altfranz\'f6sich hei\'dft er noch \cf6 amiral\cf4 ).\par \par \cf1 Adm\'eer\'e0ri \cf4 verwundert uns dadurch, dass es keine erkennbare passive Bedeutung hat. \par Es gibt auch keinen aktiven Infinitiv dazu. \cf1 Adm\'eer\'e0ri \cf4 geh\'f6rt zu den nicht wenigen \ul passiven Verben mit aktiver Bedeutung\ul0 , die als \b Deponentien\b0 (Singular: Deponens) bezeichnet werden. Das gilt nicht nur f\'fcr den Infinitiv, sondern f\'fcr ihre ganze Konjugation.\par Wir wollen als Beispiel nur eine einzige Form des Passivs kennenlernen, n\'e4mlich die 1.Person Pr\'e4sens Passiv (des Indikativs) der 1. oder a-Konj. auf -\cf1 or\cf4 :\par \par \cf1 amor\cf4 \cf3 ich werde geliebt\cf4 vgl \cf1 am\'f4 \cf4 \cf3 ich liebe\cf4\par \cf1 adm\'eeror \cf3 ich bewundere\cf1 \cf4 (!)\par \par Das\cf1 r\cf4 ist ein h\'e4ufiges Kennzeichen des Passivs - findet sich aber nicht in allen Passivformen.\cf1\par \par \cf4 Sie werden einwenden, dass man auch bewundert werden kann, dass aber daf\'fcr kein Passiv zur Verf\'fcgung steht. Das stimmt: \cf3 bewundert werden\cf4 mu\'df im Lateinischen mit anderen Worten umschrieben werden.\cf1 \par \par \cf4 Zur Betonung von \cf1 adm\'eeror\cf4 vgl. \cf2 1b\cf4 . Es ist die gleiche Situation wie bei \cf1 d\'eam\'f2nstr\'f4 \cf4 (\cf7\f2 5b\cf4\f1 ).\par \cf1\par Amor \cf4 ist (mindestens) zweideutig, denn es ist auch ein Substantiv der 3.oder konsonantischen Deklination und hei\'dft dann \cf3 die Liebe,\cf4 und ist auch der Name des Liebesgottes. (Die R\'f6mer hatten viele solche gleichsam abstrakten Gottheiten: die Hoffnung, das Schicksal, das Gl\'fcck, den Zufall usw., die einfach so hei\'dfen wie der Begriff. Nur dass Amor alles andere als ein abstrakter Gott war ... )\par \par \par \par } @kК;Э▓┐`ре.Ф┬,17) Homo sum; humani nihil a me alienum puto{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red0\green127\blue0;\red128\green128\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green128\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Hom\'f4 sum; h\'fbm\'e0n\'ee nihil \'e2 m\'ea ali\'e8num put\'f4.\par \cf2 1 1f 1 15 15 17c 17c 17c\cf1\par \cf3 Ich bin\par ein Mensch; nichts\par Menschliches halte ich \par (von) mir fremd.\par \par \cf4 Ein Wort des Kom\'f6diendichters Terenz (Publius Terentius Afer, um -190 bis -160), \par eines Sklaven aus Karthago, der in Rom als Freigelassener wirkte und auf einer Griechen- landreise verschollen ist. Es steht in einem St\'fcck mit dem sch\'f6nen griechischen Namen Heautontimor\'f3umenos (77), was auf griechisch "der Selbstpeiniger" hei\'dft. (Die griechischen Poeten neigen, ganz anders als die Lateiner, zu (oft witzigen, verspielten, langen) Wortzu-sammensetzungen. Erinnert sei an die Batrachomyomachia, den anfangs f\'e4lschlich Homer selbst zugeschriebenen "Froschm\'e4usekrieg".)\par \par \cf2\b 17a\cf4 ) \cf1\b0 esse \cf3 sein\cf4 \b kennen wir schon:\par \b0 und zwar aus \cf2 1f\cf4 den Infintiv \cf1 esse\cf4 , dann die leicht zu behaltenden Gegenwartsformen \cf1 est\cf4 \cf3 ist\cf4 und \cf1 sunt\cf4 \cf3 sind\cf4 . Sie zeigen uns, dass \cf1 esse\cf4 , wie gerade die wichtigsten und h\'e4ufigsten Verben seine Formen sehr unregelm\'e4\'dfig bildet. Nun lernen wir noch die 1.Ps. Sg. Pr\'e4s. \cf1 sum\cf3 ich bin\cf4 kennen. Im Deutschen ist \cf3 bin \cf4 als Form von \cf3 sein\cf4 nicht weniger unregelm\'e4\'dfig; in den lateinischen Gegenwartsformen steht wenigstens immer noch irgendwo ein \cf1 s\cf4 .\par \par \cf2\b 17b)\b0 \cf4\b Der Genitivus partitivus und die u-Deklination\par \cf1\b0 Nihil\cf4 \cf3 nichts\cf4 und \cf1 h\'fbm\'e0nus\cf4 \cf3 menschlich\cf4 sind alte Bekannte. Dass man Adjektive in gleicher Form auch als Substantive gebrauchen kann, \cf1 bonus\cf4 auch \cf3 der Gute\cf4 hei\'dft, \cf1 firma \cf3 die Feste, Sichere\cf4 (und \cf3 bindende\cf4 \cf3 Unterschrift \cf4 urspr\'fcnglich, woraus die Bezeichnung eines gesch\'e4ftlichen Untenehmens wurde) und \cf1 h\'fbm\'e0num\cf4 \cf3 das Menschliche, Menschliches\cf4 ist schnell ausgemacht.\par Was soll aber hier der 2. Fall (Genitiv)? Wir sagen doch \cf3 nichts Menschliches \cf4 ? Wir k\'f6nnen aber auch fragen \cf3 nichts wovon? \cf4 oder - etwas undeutsch:. "\cf3 nichts wessen?". \cf4 Daher eben die Konstruktion "\cf3 Nichts des Meschlichen\cf4 ", "\cf3 nichts dessen, das menschlich ist\cf4 ". Diese Verbindung von Mengen-(oder Nichtmengen-)Bezeichnungem mit dem 2. Fall ist im Latein und in den daraus hervorgegangenen romanischen Sprachen (vgl. \cf2 1d\cf4 ) gebr\'e4uchlich. Vielleicht erinnern Sie sich noch aus dem Franz\'f6sichunterricht mit mehr oder weniger Freude an den Teilungsartikel \cf5 de\cf4 ? Er ist der Pr\'e4postion \cf6 de\cf5 \cf3 von\cf4 , mit dem der Genitiv gebildet wird, gleich. Sie sehen daran, wie wenig weit unser "\cf3 nichts von\cf4 " vom Genitiv entfernt ist.\par \par Grammatik umfa\'dft neben der Formenlehre (Morphologie), mit der wir uns hier \'fcberwiegend in bescheidenem Ma\'dfe befassen, die Satzlehre (\b Syntax\b0 ). Ein wichtiges Kapitel der Syntax ist die Lehre vom Gebrauch der Kasus (\cf1 c\'e2s\'fbs\cf4 ) - also mit langem \cf1\'fb\cf4 zu sprechen. \cf1 C\'e2sus\cf4 ist eins der "t\'fcckischen" W\'f6rter, die auf -\cf1 us\cf4 enden, aber nicht zur 2. oder o-Deklination, sondern zur 4. oder u-Deklination geh\'f6ren (s. \cf2 11a\cf4 !). Und deren Plural endet im Nominativ auf -\cf1\'fbs\cf4 , genau so \'fcbrigens wie auch der Genitiv des Singulars:\par \par \b Nom. Sg. Gen.Sg. Nom.Pl.\par \cf1\b0 c\'e2sus\cf4 \cf3 der Fall\cf4 \cf1 c\'e2s\'fbs\cf4 \cf3 des Falles\cf4 \cf1 c\'e2s\'fbs\cf4 \cf3 die F\'e4lle\cf4\par \cf1 fr\'fbctus\cf4 \cf3 die Frucht\cf4 \cf1 fr\'fbct\'fbs\cf4 \cf3 der Frucht\cf4 \cf1 fr\'fbct\'fbs\cf4 \cf3 der Fr\'fcchte \cf4 \par \par Dass es auch Neutra der u-Deklination gibt, haben wir in\cf7\f1 11\cf4\f0 am Beispiel \cf1 gen\'fb \cf3 Knie \cf4 kennengelernt..\par \par In der Kasuslehre erhalten die F\'e4lle je nach der Art ihrer Anwendung ein Attribut. \cf1 Genit\'ecvus possess\'ecvus \cf4 hei\'dft \cf3 besitzanzeigender 2.Fall\cf4 , genauso wie es ein \cf1 Pr\'f4n\'f2men possess\'ecvum,\cf3 ein besitzanzeigendes F\'fcrwort\cf4 gibt. (Das ist nat\'fcrlich kein Fall und geh\'f6rt daher nicht in die Kasuslehre.)\par \par \b 17c) Die letzten drei W\'f6rter\par \b0 sind der Akkusativ eines Personalpronomens, ein Adjektiv und ein Verbum:\par \cf1 m\'ea\cf4 \cf3 mich\cf4 ist der 4.Fall von \cf1 eg\'f4\cf4 \cf3 ich\cf4 (\cf2 5\cf4 ).\par \par \cf1 ali\'e8nus, -a, um \cf4 \cf3 fremd, fremdartig\cf4 vgl. \cf2 4a.\cf4 \'fcber das Englische kommen von da die \cf8 Aliens\cf4 , die Au\'dferirdischen zu uns zut\'fcck. \par \par \cf1 put\'e0re \cf3 sch\'e4tzen, rechnen; meinen., halten f\'fcr\cf4 , das uns das Wort \cf3 Computer\cf4 beschert hat.\par \cf1 comput\'e0re\cf4 ist ein \cf1 Verbum comp\'f3situm\cf4 zu \cf1 put\'e0re\cf4 (vgl. 9d!). Die - auch in Fremdw\'f6rtern - so h\'e4ufige Vorsilbe ( wie in \cf1 comp\'f3situs\cf4 \cf3 zusammengesetzt\cf4 selbst) ) \cf1 com\cf4 - bedeutet nichts anderes als \cf1 cum \cf3 mit\cf4 , das wir als Pr\'e4position aus der gleichen Lektion \cf2 9\cf4 kennen. \cf1 Comput\'e0re\cf4 hei\'dft also nichts anderes als \cf3 zusammenrechnen\cf4 und die bescheidene Bezeichnung \cf3 Computer\cf4 w\'fcrde demnach schon f\'fcr eine simple Addiermaschine passen.\par Dass \cf1 put\'f4 \cf4 die 1.Ps.Sg.Pr\'e4s.Indik. Aktiv von \cf1 put\'e0re i\cf4 st und \cf3 ich rechne, meine, halte f\'fcr\cf4 hei\'dft, wird Sie hoffentlich nicht mehr \'fcberrascben. Sonst lesen Sie schnell noch einmal\cf1 \cf2 6b\cf1 \cf4 !!\par } ? 0▌ ·┐А═A ┴18) Nihil novi sub soleP {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Nihil novum sub s\'f4le.\par \cf2 15c\fs32 \cf3 \fs22 18a\fs32 \cf2\fs22 15a\cf3 18a\par \cf4 Nichts Neues (ist) unter der Sonne.\par \cf3\par Das meinte wenigstens der Verfasser des biblischen Buches "Der Prediger (Salomo)", wer immer sich hinter der hebr\'e4ischen Bezeichnung Kohelet verbirgt. Er war ein Philosph. der viel \'fcber die Zeit reflektierte. Bekannt seine 28 Mal wiederholte Aussage als Beleg seiner einleitenden Aussage: "Alles hat seine Zeit" (\cf1 omnia tempus habent\cf3 ), die er mit 28 Beispielen belegt mit den Worten "es ist eine Zeit zu ..." , lateinisch nur als \cf1 tempus\cf3 mit folgendem Genitiv.\par \par W\'fcrde er angesichts der heutigen Zeit der Wagen ohne Pferde, der Flugzeuge, von Fotografie, Film, Telegrafie, Funk, Radio, Fernsehen, Computer und Internet bei seiner Behauptung bleiben? Oder w\'fcrde er das alles als \'e4u\'dferen Fortschritt abtun, der im Grunde nichts \'e4ndert, die Menschen nicht prinzipiell gl\'fccklicher macht, Schicksalsschl\'e4gen, Armut, Zerw\'fcrfnis, Gier und Niedertracht, Totschlag, hirnverbrannten Irren, Mord und Krieg, um des angeblich Guten willen, Zerst\'f6rung, Leid aller Art, Krankheit und Tod nach wie vor und vielfach schlimmer mit weitreichenderen Folgen aussetzt und sie mit schier unl\'f6sbaren neuen Problemen konfrontiert, bem\'fcht, die Welt unbewohnbar zu machen. Die Dialektik ist, dass alles sich \'e4ndert, aber alles gleich bleibt.\par \par Das Zitat ist aus Prediger 1.9 der Vulgata, der Bibel\'fcbersetzung des Hieronymus aus dem +4. Jh.\par \par \cf2\b 18a\cf3 ) \cf2 N\cf3 eue W\'f6rter \b0 sind nur drei (von vier): \par \cf1 novus, a, um \cf4 neu\cf3 , davon das substantivierte Neutrum \cf1 novum\cf3 \cf4 das neue, Neues\par \cf3\par \cf1 sub\cf3 \cf4 unter\cf3 , eine weitere Pr\'e4position beim Ablativ (vgl. \cf2 15a). \par \cf3\par \cf1 sol, is\cf3 m \cf4 Sonne. Das o ist kurz.D\cf3 aher kommt Solar- (vgl.\cf2 4b\cf3 ) .Schon in \cf2 9b\cf3 ist erw\'e4hnt, dass der Ablativ Sg.immer auf den Stammvokal der betreffenden Deklination endet. \cf1 Sol\cf3 geh\'f6rt zur 3.Deklination (\cf2 4b\cf3 ). Die 3. Deklination umfasst die konsonantische Deklination (\'e4hnlich wie die 3.Konjugation die konsonantische ist) und die i-Deklination quasi als Pole, zwischen denen es mehrere Mischungen oder \'dcberg\'e4nge gibt. Die konsonantische Deklination behilft sich \'e4hnlich wie die konsonantische Deklinaton (etwa im Imperativ, vgl.14) mit einem kurzen\cf1 e\cf3 Und so endet ihr Abl.Sg. auf -\cf1 e\cf3 .\par \par \cf2\b 18b\cf3 ) Konstruktion\par \b0 Schlie\'dft sich wie hier an \cf1 nihil\cf3 oder \cf1 n\'eel \cf3 ein substantiviertes Adjektiv im Neutrum an wie \cf4 nichts Gutes, nichts Erfreuliches \cf3 usw., so kann das Substantiv im Nominativ stehen wie hier (und in der Vulgata) \b oder\b0 im Genitiv(us partitivus) vgl. \cf2 17b \cf3 !!\par \par \cf0\par } BaСcФ+└└╨╛▒Эм┴19) Sine nummis nihl fitП{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}{\f2\fnil\fcharset0 Courier New;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red0\green255\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green127\blue127;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Sine numm\'ees nihil fit.\par \cf2 9b 19a 15c 19b\par \cf3 Ohne Geld geschieht\par nichts. \par \par \cf4 Eine alte Erkenntnis. aber aktueller denn je. So entnehme ich sie auch der Zeitschrift VOX LATINA f\'fcr modernes Latein wo sie einem wiederholt begegnet.\cf3\par \cf4\b\par \cf2 19a\cf4 ) \cf1 Nummus, \cf4\b0 das hier f\'fcr \cf3 Geld\cf4 steht, bezeichnet eigentlich die M\'fcnze. Papiergeld gab es im alten Rom ja auch noch nicht. Numismatik, die M\'fcnzkunde, schreibt sich nur mit einem m wie das griechische Herkunftswort \cf5 nomisma\cf4 . \'c4hnlich wie bisher bei \cf3 Nummer\cf4 und \cf3 numerien\cf4 bereitet die Zahl der m Schwierigkeiten. (Hier liegt eins der Verdienste der neuen Rechtschreibung, jetzt \cf3 nummerieren\cf4 vorzuschreiben.)\par Ein uns noch besser vertrautes Wort f\'fcr \cf3 Geld\cf4 ist \cf1 pec\'f9nia\cf3 . \cf4 Es leitet sich von \cf1 pecus\cf3 Vieh a\cf4 b(s.\cf6\f1 28\cf4\f0 ) , dem b\'e4uerischen Ma\'dfstab f\'fcr Reichtum. Viele lateinische Bezeichnungen und jetzt\cf3 \cf4 viel gebrauchte Fremdw\'f6rter modernen Lebens gehen auf die urspr\'fcnglisch agrarische Bet\'e4tigung der alten R\'f6mer zur\'fcck wie z. B. \cf1 cal\'e1mit\'e2s, -\'e0tis \cf4 f \cf3 die\cf4 \cf3 Kalamit\'e4t\cf4 ,\cf3 der Schaden\cf4 , eigentlich \cf3 der \cf4 "\cf3 Halmschaden"\cf4 , abgeleitet von \cf1 c\'e1lamus \cf3 Halm\cf4 . (Lateinischem \cf1 h\cf4 entspricht im Deutschen nicht selten \cf3 c\cf4 , vgl. \cf1 caput\cf4 \cf3 das Haupt,\cf4 \cf1 canis\cf4 \cf3 Hund, \cf1 corn\'fb\cf4 \cf3 Horn \cf4 und\cf3 \cf1 centum\cf3 hundert\cf4 .)\par W\'e4hrend \cf1 nummus\cf4 und \cf1 c\'e1larnus\cf4 zur 2. oder o-Deklination geh\'f6ren, ist \cf1 pecus\cf4 einer der in \cf2 11b \cf4 er\'f6rterten\cf2 \cf4 tr\'fcgerischen W\'f6rter, die so aussehen, als geh\'f6rten sie zur 2. Deklination. Es geh\'f6rt wie \cf1 sal\'fbs\cf4 \cf3 Heil\cf4 und \cf1 virt\'fbs\cf4 \cf3 Tugend \cf4 zur 3. Deklination, ist aber eher noch t\'fcckischer, weil es kein langes, sondern ein kurzes \cf1 u\cf4 hat. \cf1\fs24 Corn\'fb\cf4\fs22 (aus Schriftgr\'fcnden noch einmal deutlicher: \f2 corn\'fb\f0 ) geh\'f6rt zur 4. oder u-Deklination (\cf2 17b\cf4 ) und ist eins der dort angek\'fcndigten Neutra. Diese werden etwas anders dekliniert. Das betrifft aber nicht die in 1b genannten F\'e4lle. ( Im Dativ fehlt ihnen das schlie\'dfende \cf1 -\'ee ).\par \cf4 Erweitern wir die in \cf2 17b \cf4 gegebene Tabelle zur 4. oder u-Deklination:\par \par \b Nom. Sg. Gen.Sg. Dat.Sg. Nom.Pl.\par \cf1\b0 c\'e2sus\cf4 m \cf3 der Fall\cf4 \cf1 c\'e2s\'fbs\cf4 \cf3 des Falles\cf4 \cf1 c\'e0su\'ee\cf4 \cf3 dem Fall(e)\cf4 \cf1 c\'e2s\'fbs\cf4 \cf3 die F\'e4lle\cf4\par \cf1 fr\'fbctus\cf4 m \cf3 die Frucht\cf4 \cf1 fr\'fbct\'fbs\cf4 \cf3 der Frucht\cf4 \cf1 fr\'f9ctu\'ee\cf4 \cf3 der Frucht\cf4 \cf1 fr\'fbct\'fbs\cf4 \cf3 der Fr\'fcchte \cf4 \par \cf1 corn\'fb\cf4 n \cf3 das Horn\cf4 \cf1 corn\'fbs\cf4 \cf3 des Horn(e)s\cf4 \cf1 cornu \cf3 dem Horm(e) \cf4 \cf1 c\'f3rnua \cf3 die H\'f6rner\cf4 \par \par \cf1 caput, itis\cf4 n \cf3 Kopf, Haupt\cf4 (Pl. \cf1 c\'e1pita\cf4 , vgl. \cf2 8a\cf1 ) und canis,is \cf4 m,f \cf3 Hund \cf4 und\cf3 \cf1 pecus\cf3 Vieh \cf4 geh\'f6ren zur 3. Deklination (\cf2 4b\cf4 ). Den Genitiv und daraus erkennbar den Wortstamm von \cf1 pecus\cf4 habe ich Ihnen nicht genannt. Es gibt n\'e4mlich zwei verschieden W\'f6rter: \cf3 pecus, oris\cf4 also mit dem Stamm \cf1 pecor-\cf4 und \cf1 pecus, udis\cf4 mit dem Stamm \cf1 pecud\cf4 - . Das erste ist ein Neutrum, der Plural hei\'dft also (\cf2 8a\cf4 ) \cf1 p\'e9cora\cf4 und bedeutet in Sg. wie Pl. gleicherma\'dfen Vieh.. Das zweite\par ist ein Femininum und bezeichnet im Singular das einzelne St\'fcck Vieh. Beide meinen \'fcbrigens vorwiegend Kleinvieh: Schafe, Ziegen oder Schweine. Dieses Verwirrspiel nehmen wir zur Kenntnis, wollen aber keien M\'fche darauf verwenden, es uns einzupr\'e4gen.\par \par \cf7\b 19b) \cf1 f\'e1cere\cf7 und \cf1 f\'eder\'ee\par \b0 f\'e1cere\cf4 hei\'dft \cf1 machen. \cf4 Daher kommt das \cf3 Faktum\cf4 : \cf1 factum\cf4 hei\'dft \cf3 das Gemachte, die Tatsache.\par I\cf4 m neuen Modedeutsch hat es seine Neutrum-Endung \cf1 -um\cf4 eingeb\'fc\'dft \cf3 Fakt\cf4 und sich damit zugleich verm\'e4nnlicht. "\cf3 Der Fakt\cf4 ", besonders in der stehenden Wendung "\cf3 Fakt ist (nun mal), dass\cf4 ...\cf3 \cf4 " \par \cf1 f\'e1cere\cf4 bildet ein ungew\'f6hnliches und reichlich unregelm\'e4\'dfiges Passiv, nicht wie es nach \cf2 16 \cf4 sollte. Sein passiver Infinitiv hei\'dft \cf1 f\'eder\'ee \cf4 und hat neben der eigentlichen Bedeutung\cf1 \cf3 gemacht werden \cf4 vor allem die Bedeutung\cf1 \cf3 werden, geschehen\cf1 \cf4 angenommen. Dazu passt, dass es trotz seiner urspr\'fcnglichen Bedeutung und seinem passiven Infinitiv (auf -\cf1\'ee\cf4 ) mit aktiven statt passiven Endungen (also ohne -\cf1 r\cf4 , vgl. \cf2 16\cf4 ) konjugiert wird. Und so ist \cf1 fit \cf4 die 3.Ps.Sg. Praes. und hei\'dft\cf1 \cf3 wird gemacht\cf1 , \cf4 h\'e4ufiger aber \cf3 geschieht, ereignet sich \cf4 oder schlicht\cf3 wird\cf1 .\cf4\par \par Damit soll aber der "Nihilismus" endlich ein Ende haben!\par \par \b\fs32\par } Dр═Ъ;Т6└ 8И╜┴+20) Dixitque Deus fiat lux et facta est luxу.{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red127\green127\blue127;\red0\green127\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 D\'eex\'edtque Deus fiat l\'fbx et facta est l\'fbx.\par \cf2 20a\cf0 \cf2 20b\cf0 \cf2 20d 20a 20c 20d\cf0\par \cf3 Und\cf0 \cf3 Gott\cf0 \par \cf3 sprach: Es werde Licht und es ist Licht \par \cf0 \cf3 geworden (ward Licht).\cf0\par \par So lautet der Vers 3 und der Anfang des Verses 4 des 1.Buch Mose in der Sch\'f6pfungs- geschichte und findet sich so in der Vulgata (\cf2 18b\cf0 ). Auch die Zeichensetzung wurde von dort \'fcbernommen. Der fehlende Doppelpunkt hinter \cf1 Deus \cf4 - oder wenigstens ein Komma - w\'e4re beim \'dcbersetzen gliedernd hilfreich gewesen. Fehlende Satztrennungen, keine Gro\'df- \par schreibung am Satzbeginn und oft nicht erkennbare Wortzwischenr\'e4ume erschweren zus\'e4tzlich das Verst\'e4ndis original \'fcberlieferterTexte mit ihren h\'e4ufig sehr zusammen- gesetzt\cf0 en Satzunget\'fcmen, bei denen zusammengeh\'f6rende W\'f6rter nicht immer nahe beieinander stehen. \par \par \cf2\b 20a\cf0 ) \cf1 d\'eexitque\cf0 - ein lateinischer Zungenbrecher?\par \b0 Wie im Deutschen ("\cf3 Re\b chtschr\b0 eibung\cf0 ") kann es bei der Zusammensetzung von W\'f6rtern zu Konsonantenh\'e4ufungen kommen.\par \cf1 D\'eexitque\cf0 besteht aus \cf1 d\'eexit\cf0 und -\cf1 que\cf0 . \par \cf1\b D\'eexit\cf0\b0 ist 3.Ps. Sg.(-t ! vgl.\cf2 10c\cf0 ) des \b Perfekt\b0 s (Indikativ Aktiv) von \cf1 d\'eccere \cf3 sagen, sprechen \cf4 und hei\'dft \cf3 er hat gesagt, gesprochen. \cf4 Latein hat kein Erz\'e4hl- und Berichtstempus (wie den griechischen Aorist, das franz\'f6sische Pass\'e9 simple, das italienische Passato remoto und das spanische Perfecto simple). Statt dessen wird das Perfekt (als \b historisches Perfekt\b0 ) benutzt. (Und die eben genannten Zeitformen der romanischen Sprachen haben sich daraus entwickelt.) Man \'fcbersetzt in diesem Falle \cf1 dixit\cf4 einfach mit \cf3 sagte, sprach.\par \cf4 -\cf1\b que\cf4\b0 , stets angeh\'e4ngt, bedeutet \cf3 und, \cf4\'e4hnlich \cf1 et.\par \cf4 Die \b Betonung\b0 liegt auf der Silbe vor dem\cf1 -que\par \tab am\'ecca am\'eec\'fasque \cf3 (die) Freundin und (der) Freund \par \cf4 \cf1 sen\'e0tus popul\'fasque R\'f4m\'e0nus \cf4 (Abkzg: \cf1 SPQR\cf4 ) \cf3 r\'f6mischer Senat und Volk.\cf4\par \par \cf2\b 20b\cf0 ) \cf1 Fiat\cf0 ist Konjunktiv \b0 (\cf2 12\cf0 ), wie das -\cf1 a-\cf0 (nach \cf2 13\cf0 ) zeigt, handelt es sich um ein Ver\cf2 b \cf4 der 3. oder konsonantischen Konjugation. Die Endung -t ist typisch f\'fcr die dritte Person \cf2 (10c\cf4 )\cf3 . \cf1\b Fiat\cf4\b0 bedeutet\cf3 es werde, geschehe. \cf4 Die entsprechende Indikativform \cf1 fit \cf3 es wird (gemacht), geschieht\cf4 haben wir in \cf5\f1 19b\cf4\f0 kennengelernt\cf3 .\par \cf4 Die\cf0 Automarke \cf6 Fiat\cf7 \cf0 (ital.: \cf6 Fabbrica Italiana Automobili Torino\cf7 )\cf0 geht nicht wie \cf3 Audi \cf0 (\cf3 Horch\cf0 !, s.\cf2 12\cf0 ) und \cf3 Dixi \cf0 (\cf3 ich hab['s] gesagt\cf0 ) auf ein lateinisches Wort zur\'fcck. Derart zusammen- h\'e4ngende sprechbare Abk\'fcrzungen sind aber meistens vor ihrer "Aufl\'f6sung" ausgesucht worden. Und auch hier ist der bekannte und imperatorische Anklang sicher kein Zufall.\par \cf3\par \cf4\i Lesen Sie alles immer wieder nach, was Ihnen unbekannt vorkommt oder wo Sie unsicher sind!\par \b\i0\par \cf2 20c\cf4 ) Das Perfekt und die Stammfornen\b0\par Der Zufall, der \cf1 d\'eexit\cf4 und \cf1 d\'eeix\'ee \cf4 in einer Lektion zusammengef\'fchrt hat, ermutigt zu allgemeinen Bemerkungen \'fcber das Perfekt (vgl. \cf2 20a\cf4 ). \par Die Verben bilden das Perfekt in unterschiedlicher Weise, die nicht durchgehend innerhalb der jeweiligen Konjugation gleich ist. Nicht die Endungen sind verschieden, sondern die Wortst\'e4mme, der Perfektstamm. \par Die Konjugation des Perfekts ist nicht nach den Konjugationen verschieden.\par Die meisten Verben nach der 1., 2. und 4, Konjugation bilden ihr Perfekt auf -\cf1 v\'ee\cf4 : \par \cf1 am\'e0v\'ee \cf4 \cf3 ich habe geliebt\par \cf1 n\'e2vig\'e0v\'ee \cf4 \cf3 ich bin zur See gefahren\par \cf1 d\'eal\'e8v\'ee \cf3 ich habe zerst\'f6rt \cf4 von\cf3 \cf1 d\'eal\'e8re\cf3 zerst\'f6ren\par \cf1 aud\'ecv\'ee \cf3 ich habe geh\'f6rt\par \cf4 Nach Konsonant steht daf\'fcr oft -\cf1 u\'ee\cf4 . Denken Sie daran, dass zwischen \cf1 v\cf4 und \cf1 u\cf4 im Latein kein Unterschied besteht (\cf2 8d)\cf4 !\par \cf1 h\'e1bu\'ee \cf3 ich habe gehabt\par \cf1 d\'f3cu\'ee\cf3 ich habe gelehrt, unterrichtet \cf4 von\cf3 \cf1 doc\'e8re\cf3 lehren, unterrichten\par \par \cf4 Nicht selten ist auch ein s-Perfekt:\par \cf1 s\'eans\'ee \cf3 ich habe gef\'fchlt \cf4 (von \cf1 sent\'eere\cf4 ) Das \cf1\'ea\cf4 in \cf1 s\'eans\'ee\cf4 ist lang wie alle Vokale vor \cf1 ns\cf4\par und \cf1 nf\cf4 (s. \cf2 5b\cf4 )\par \par Es ist wieder mal die 3. oder konsonantische Konjugation, die die meisten Abweichungen zeigt (wie bei den Deklinationen ebenfalls die 3. oder konsonantische Deklination).\par \par \cf1 d\'eex\'ee \cf4 \cf3 ich habe gesagt, gesprochen\cf4\par \cf1 v\'eex\'ee\cf4 \cf3 ich habe gelebt\par \cf4 Das \cf1 x\cf4 ist aus cs entstanden. \par \par \cf1 f\'eac\'ee \cf4 \cf3 ich habe gemach\cf4 t ein Ablautperfekt von \cf1 f\'e1cere\cf4 \cf3 machen\par \cf1 r\'fbp\'ee \cf3 ich habe zerbrochen \cf4 von\cf3 \cf1 r\'fampere\cf3 (zer)brechen\cf4\par \cf1 p\'e9pul\'ee \cf4 \cf3 ich habe gesto\'dfen, getrieben \cf4 \cf1 von p\'e9llere \cf4 \cf3 sto\'dfen, treiben, schlagen\par \cf4 In diesem Falle bildet man das Perfekt durch \b Reduplikation\b0 , Verdoppelung \tab\tab der ersten Silbe, die dabei einen anderen Vokal (\cf1 e\cf4 ) bekommen kann. Von \tab dieser altert\'fcmlichen Bildungsweise des Perfekts, die im Griechischen noch \tab durchgehend \'fcblich ist, finden sich im Latein nur Reste.\par \pard\li119\par \pard Um sich die Bildung solcher Formen besser einpr\'e4gen zu k\'f6nnen, bildet man von jedem Verbum vier \b Stanmmformen\b0 , von denen man alle anderen Verbformen ableiten kann.\par Das sind: \par Infinitiv (Praes. Aktiv) - 1.Ps. Praes. Indik.. Akt. - 1.Ps, Perf,Ind. (Akt) - Perfektpassivpartizip. \par \cf1 am\'e0re am\'f4 am\'e0v\'ee am\'e0tum\par doc\'e8re d\'f3ce\'f4 d\'f3cu\'ee doctum\par aud\'ecre a\'f9di\'f4 aud\'ecv\'ee aud\'ectum\par \cf4 \cf3 h\'f6ren ich h\'f6re ich habe geh\'f6rt geh\'f6rt \par \par \cf4 Das Part. Perf. Pass. (\b PPP\b0 ) hat sich uns schon in \cf2 11b\cf4 vorgestellt. Unbedingt nochmal lesen!\par Als Stammform benutzt man entweder die Form des Masculinums (auf -\cf1 us: am\'e0tus\cf4 ). oder des (Neutrums (auf -\cf1 um: am\'e0tum\cf4 ). Genauer gesagt handelt es sich dabei um das formengleiche \b Sup\'ecnum (I)\b0 \cf1 am\'e0tum\cf4 \cf3 um zu lieben, \cf1 d\'eal\'e8tum\cf3 um zu zerst\'f6ren, \cf1 ruptum\cf3 zerbrechen.\cf4 Danach wird der Perfektpassivstamm gew\'f6hnlich und k\'fcrzer \b Supinstamm \b0 genannt.\par \par Auch \cf1 factum\cf4 \cf3 das Gemachte\cf4 , \cf3 die Tatsache,\cf4 das wir gerade in \cf2 19b \cf4 kennengelernt haben ist ein PPP. Die Partizipien sind ihrer Natur nach Adjektive. Aber jedes Adjektiv kann auch substanti-viert gebraucht werde.: \cf1 am\'e0tus\cf4 \cf3 der Geliebte.\par \cf1 f\'e1cere f\'e1ci\'f4 f\'eac\'ee factum\par \cf3 machen ich mache ich habe gemacht gemacht\par \par \cf4 \cf1 r\'fampere rump\'f4 r\'fbp\'ee ruptum\par \cf4 \cf3 (zer)brechen ich (zer)breche ich habe zerbrochen ge-, zerbrochen\par \par \cf1 p\'e9llere pell\'f4 p\'e9pul\'ee pulsum\par \cf3 sto\'dfen ich sto\'dfe ich habe gesto\'dfen gesto\'dfen \par \par \cf4 Gerade unter den PPP treten vertraute Bestandteile h\'e4ufiger Fremdw\'f6rter auf, wie \cf3 Puls\par \cf1 (pulsus\cf4 ) oder\cf3 \cf1 rupt-\cf4 in\cf3 abrupt \cf4 oder\cf3 Interruptio. \cf4 Was man nicht aus dem Deutschen kennt, ist oft aus dem Englischen oder Franz\'f6sischen bekannt. \par \par Diese Stammformen pr\'e4gt man sich wie Vokabeln ein. Man findet sie auch in unserem alphabetischen W\'f6rterverzeichnis am Schluss der Lektionen. Ein nacktes Wort allein tut es beim Vokabellernen selten. Auch beim Substantiv muss man sich oft den Stamm (gew\'f6hnlich in Form des Genitivs) und das Geschlecht merken: \cf1 sal\'fbs, sal\'f9t- f\cf4 . \cf3 Gesundheit, Hei\cf4 l). Da kann man dann auch gleich \cf1 hab\'e8re, h\'e1be\'f4, h\'e1bu\'ee, h\'e1bitum\cf4 \cf3 haben\cf4 lernen.\par \par Nur bei ganz wenigen v\'f6llig unregelm\'e4\'dfigen Verben (\cf1\b Verba an\'f3mala\cf4\b0 ) reichen die Stammformen nicht aus, um davon alle anderen Verbformen ableiten zu k\'f6nnen: \par \cf1 Esse, sum, fu\'ee, fut\'fbrus \cf4 \cf3 sein \cf4 lehrt uns nicht, dass\cf3 \cf1 sum\cf3 ich bin \cf4 und\cf3 \cf1 est\cf3 ist \cf4 hei\'dft (\cf2 17c\cf4 )\cf3 .\par \par \cf4\'dcbrigens, da \cf1 esse\cf3 sein \cf4 kein Passiv bildet (wie sollte man es \'fcbersetzen?), wird das PPP in diesem Falle durch das PFA, das Partzip des aktiven Futurs \'fcbersetzt\cf3 : \cf1 fut\'f9ru\cf3 s sein werdend.\cf4\par \par Ebenso ist es bei \cf1 v\'ecvere, v\'eev\'f4, v\'eex\'ee, v\'eect\'f9rus \cf3 leben. \cf4 Denn auch davon l\'e4\'dft sich kein Passiv bilden. Der Stamm \cf1 vict\cf4 - zetgt aber, dass auch hier das \cf1 x\cf4 aus cs entstanden ist.\par \cf1\par factus,a,um \cf4 ist sowohl das passive Perfektpartizip von f\'e1cere wie das Perfektpartizip des Deponens (\cf5\f1 16\cf4\f0 ) \cf1 f\'ederi, \cf4 denn nach \cf5\f1 19b\cf4\f0 ist \cf1 f\'ederi \cf4 zugleich\cf1 \cf4 das Passiv zu \cf1 f\'e1cere. \cf4 Demnach k\'f6nnen wir in unserem Satz aus Mose1 \cf1 facta est \cf4\'fcbersetzen\cf1 \cf4 als\cf1 \cf3 es ist gemacht worden \cf4 oder\cf1 \cf3 es ist entstanden, geschehen\cf1 ): \par \cf3\par \cf2\b 20d\cf1 ) \cf4 Die \'fcbrigen W\'f6rter:\par \cf1\b0 deus \cf3 (ein) Gott. \cf4 Der alleinherrschende Gott pflegt gro\'df geschrieben zu werden:\cf1 Deus \cf3 Gott.\par \cf4 Es ist ein Wort der 2. oder o-Deklination auf -\cf1 us\cf4 (\cf2 8a, 9c\cf4 ). Der Wortstock \cf1 de\cf4 - trifft mit dem\par Kasusausgang -\cf1 us\cf4 zusammen. Aus diesem Zufall entsteht kein Diphthong \cf1 eu\cf4 ; \cf1 e-u\cf4 sind getrennt zu sprechen.\par \cf1 l\'fbx\cf4 \cf3 Licht\cf4 ist ein Femininum der 3. oder kons. Deklination, sein Stamm (\cf2 4b\cf4 ) hei\'dft \cf1 l\'fbc\cf4 -\par \cf0\par \b\fs28\par } C@kX0Т6└ ╕╪╛+┬21) Ut aliquid fiatЖ{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\f0\fs22 Nach der \'fcberlangen Lektion diesmal ganz kurz und erholsam:\par \par \cf1 Ut aliquid fiat.\par \cf0 \cf2 21 21 \cf0 \cf2 20b\par \cf3 Damit (dass) (irgend)etwas geschehe.\par \par \cf4 Eine alte Weisheit: lieber irgendetwas zu tun, als hilflos herumzustehen. Es besteht die Hoffnung, dass es n\'fctzen k\'f6nnt, freilich auch die M\'f6glichkeit zu "schlimmbessern". Wer als kompetent gelten will, wird lieber etwas Harmloses tun, das dem Betroffenen Hoffnung einfl\'f6\'dft, und den Anschein erwecken, Herr der Lage zu sein, als seinen Ruf zu verlieren. So verfahren \'c4rzte seit Urzeiten. Deshalb dient die versch\'e4mt lateinisch Begr\'fcndung dieser "Therapie" zur schnell verstandenen Information des Kollegen.\par \par \cf1 Ut \cf4 in der Bedeutung \cf3 dass, damit \cf4 steht immer beim Konjunktiv, "verlangt" den Konjunktiv.\par \par \cf1\b aliquid\cf4\b0 \cf3 irgendetwas\cf4 ist ein unbestimmtes hinweisendes F\'fcrwort (\b Indefinitpronomen\b0 ) in substantivischem Gebrauch. Nach bestimmten kleinen W\'f6rtern, etwa \cf1 s\'ee\cf4 \cf3 wenn,\cf4 wird es zu \cf1 quid\cf3 \cf4 verk\'fcrzt\cf1 . \cf4 Sonst ist \cf1 quid\cf4 das substantivische Fragef\'fcrwort (\b Interrogativpronomen\b0 ) \cf1 was\cf4 .\par \par \cf1 s\'ee quis\cf4 ... \cf3 wenn irgendetwas ...\par \cf1 Quis venit? \cf3 wer kommt (da)? \cf4 (\cf1 ven\'eere\cf3 \cf2 12\cf4 )\par } E`!О<└`H>>Р║└ 22) Sint, ut sunt, aut non sint╒ {\rtf1\ansi\deff0\deftab720{\fonttbl{\f0\fswiss MS Sans Serif;}{\f1\froman\fcharset2 Symbol;}{\f2\fswiss Arial;}{\f3\fswiss Arial;}{\f4\fswiss\fprq2 System;}} {\colortbl\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;} \deflang1031\pard\plain\f2\fs22\cf2 Sint, ut sunt, aut non sint! \par \plain\f2\fs22\cf3 22a 22 1f,17a 22 3c 22 \par \plain\f2\fs22\cf1 Sie seien, wie sie sind oder sie sollen nicht sein! \par \par \plain\f2\fs22\cf0 Antwort des Jesuitengenerals Lorenzo Ricci an Papst Clemens XIV bei Aufl\'f6sung des Jesuitenordens 1773, nach der er bis zu seinem Tode zwei Jahre in der Engelsburg gefangen sa\'df. \par \par \plain\f2\fs22\cf3\b 22a\plain\f2\fs22\cf0 ) \plain\f2\fs22\cf0\b Der Konjunktiv von \plain\f2\fs22\cf2\b esse \plain\f2\fs22\cf1\b sein \par \plain\f2\fs22\cf2 sint\plain\f2\fs22\cf1 sie m\'f6gen, sollen sein \plain\f2\fs22\cf0 ist 3.Ps. Pl. Konjunktiv (des) Pr\'e4sens von\plain\f2\fs22\cf1 \plain\f2\fs22\cf2 esse\plain\f2\fs22\cf1 sein \plain\f2\fs22\cf0 (vgl. die entsprechende Indikativform \plain\f2\fs22\cf2 sunt\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 sie sind\plain\f2\fs22\cf0 ). \par Wir k\'f6nnen mit den Personalendungen, die wir in \plain\f2\fs22\cf3 10c\plain\f2\fs22\cf0 kennengelernt haben, leicht auch die Formen der anderen Personen bilden. \par Nur steht hier eine andere Endung f\'fcr die 1.Ps.Sg. (\plain\f2\fs22\cf1 ich\plain\f2\fs22\cf0 ) , n\'e4mlich \plain\f2\fs22\cf2 -m\plain\f2\fs22\cf0 statt -\plain\f2\fs22\cf2 o\plain\f2\fs22\cf0 . Sie wird uns, vor allem nach Vokal, \'f6fters begegnen. Denken Sie auch an \plain\f2\fs22\cf2 sum\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 ich bin\plain\f2\fs22\cf0 (\plain\f2\fs22\cf3 17a\plain\f2\fs22\cf0 ). \par \par 1.Ps. Sg. \plain\f2\fs22\cf2 sim\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 ich sei, m\'f6ge, soll sein \plain\f2\fs22\cf0 \par 2.Ps. Sg. \plain\f2\fs22\cf2 s\'ees\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 du seist, m\'f6gest, sollst sein\plain\f2\fs22\cf0 \par 3.Ps. Sg. \plain\f2\fs22\cf2 sit \plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 er, sie, es sei, m\'f6ge, soll sein\plain\f2\fs22\cf0 \par 1.Ps. Pl. \plain\f2\fs22\cf2 s\'eemus\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 wir seien, m\'f6gen, sollen sein\plain\f2\fs22\cf0 \par 2.Ps. Pl. \plain\f2\fs22\cf2 s\'eetis\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 ihr seid, m\'f6get, sollt sein\plain\f2\fs22\cf0 \par 3.Ps. Pl. \plain\f2\fs22\cf2 sint\plain\f2\fs22\cf0 \plain\f2\fs22\cf1 sie seien, m\'f6gen, sollen sein\plain\f2\fs22\cf0 \par \par \plain\f2\fs22\cf3\b 22b\plain\f2\fs22\cf0\b ) \plain\f2\fs22\cf2\b ut\plain\f2\fs22\cf0\b als Adverb \par \plain\f2\fs22\cf0 In \plain\f2\fs22\cf3 21\plain\f2\fs22\cf0 haben wir \plain\f2\fs22\cf2 ut\plain\f2\fs22\cf0 als Konjunktion (Bindewort) mit der Bedeutung \plain\f2\fs22\cf1 dass. damit\plain\f2\fs22\cf0 kennengelernt. \par Als Adverb aber bedeutet es (in diesem Falle) \plain\f2\fs22\cf1 wie \par \plain\f2\fs22\cf0 W\'e4hrend die Konjunktion meistens den Konjuinktiv erfordert, steht es hier - man m\'f6cht nach dem Konjunktiv \plain\f2\fs22\cf2 sint\plain\f2\fs22\cf0 fast sagen: ausgerechnet - beim Indikativ. Das richtet sich nach dem Satzzusammenhang; ein vergleichendes \plain\f2\fs22\cf1 wie\plain\f2\fs22\cf0 hat keinen Einfluss auf das Modus Verbi (Indikativ oder Konjunktiv). \par } J>г:Й└@Yx┘ ┴23) Si tacent, satis dicunta {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red127\green0\blue127;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue128;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 S\'ee tacent, satis d\'eecunt.\par \cf2 23 23 23 8 \par \cf3 Wenn sie schweigen, sagen sie\par genug.\par \par \cf4 Wir kennen: "Schweigen ist auch eine Antwort". Gemeint ist die "schweigende Einwilligung".\par Lateinisch ist es von Cicero \'fcberliefert.\par \cf3\par \cf1\b s\'ee \cf3 wenn, falls\b0 , \cf4 eine\cf3 \cf4 Konjunktion (ein Bindewort)\par \par \cf1\b tac\'e8re \cf3 schweigen\cf4\b0 , ein Verbum der 2. oder e-Konjugation (\cf2 2a\cf4 ) mit den Stammformen (\cf5\f1 20c\cf4\f0 )\par \cf1\tab tac\'e8re, t\'e1ce\'f4, t\'e1cu\'ee, t\'e1citum. \cf4 \par \tab Das Pr\'e4sens (Indikativ Aktiv) der 2. oder \'ea-Konjugation "geht" ganz entsprechend \tab wie das der 1. oder \'e2-Konjugation (\cf2 10c\cf4 ), nur dass \cf1 e\cf4 statt \cf1 a\cf4 steht und auch in der \tab 1.Ps. Praes. ein (kurzes) \cf1 e \cf4 dem\cf1 \'f4 \cf4 vorausgeht. (In der Regel ist ein Vokal vor einem \tab anderen Vokal kurz (\cf2 26\cf4 ), [aber keine Regel ist ohne Ausnahmen]).\par 1.Ps. Sg. \cf1 t\'e1ce\'f4 \cf4 \cf3 ich schweige\par \cf4 2.Ps. Sg. \cf1 tac\'eas\cf4 \cf3 du schweigst\par \cf4 3.Ps. Sg. \cf1 tacet\cf4 \cf3 er, sie, es schweigt \cf4 \par 1.Ps. Pl. \cf1 tac\'e8mus\cf4 \cf3 wir schweigen\cf4 \par 2.Ps. Pl. \cf1 tac\'e8tis \cf3 ihr schweigt\par \cf4 3.Ps Pl. \cf1 tacent\cf4 \cf3 sie schweigen\par \par \cf4 Das PPP (\cf2 20c\cf4 ) \cf1 t\'e1citum\cf4 \cf3 verschwiegen worden\cf4 , \cf3 etwas Verschwiegenes\cf4 wird als Adjektiv wie das deutsche \cf3 verschwiegen\cf4 sowohl passiv als auch aktiv gebraucht. \cf1 T\'e1citus \cf4 ist der \cf3 Verschwiegene, der Schweiger\cf4 und kommt auch mehrfach als Eigenname vor. Bekanntester Tr\'e4ger dieses Namens war (und ist bleibend) der bedeutende Historiker Cornelius Tacitus (~55 bis ~117), der in seinen "Historien" und "Annalen" die Geschichte der beginnenden r\'f6mischen Kaiserzeit beschrieb, in seiner "Germania" Gerrmanien und die Germanen und in "Agricola" nicht nur das Leben seines Schwiegervaters Iulius Agricola, sondern auch die Provinz Britannien, die dieser als Prokonsul verwaltet hatte.\par \par \cf1\b satis\cf4 \b0 oder auch nur \cf1 sat,\cf3 \cf4 etwa in \cf1 sat est \cf3 es ist genug\cf1 , \cf4 ist ein Adverb (Umstandswort) und stammverwandt mit unserem \cf3 satt\cf1 .\par \par \b d\'eecere \cf3\b0 sagen \cf4 kennen wir aus \cf5\f1 8, \cf4 auf\cf5 \cf1 -unt \cf4 endet die 3. Ps.Pl.Praes.Akt.der 3. (kons.) Konjugation: \cf1 d\'eecunt \cf3 sie sagen \cf4 wie in der 2. oder e-Konj. auf \cf1 -ent: \f0 tacent\cf4 \cf3 sie schweigen \cf4 und in der\f1 1. oder a. Konj. auf \cf1 -ant: amant \cf3 sie lieben.\par \par \par } K└aWЙ└р=?+┬24) Cum tacent, clamantv{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue128;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 Cum tacent, clamant\par \cf0 24 23 24\par \cf2 Wenn sie schweigen, schreien sie\par \par \cf3\f1 Nur ein ganz kleiner Nachtrag, der zeigen soll, wie man sich in der F\'fclle der lateinischen Redewendungen weiterhangeln kann. (Vgl. meine Zusammenstellung dicta.jot, die man als dicta.zip von \cf2\ul http:.//www.pwruff.de/latangeb.htm\ul0 \cf3 herunterladen kann\cf2 . \cf3 Wenn Sie online sind, k\'f6nnen Sie die Seite gleich von diesem Hyperlink anspringen, vorausgesetzt, Sie haben in der Men\'fcleiste Tools | Options | Other | Active Hyperlinks aktiviert.)\par \cf2\par \cf3 Wie\cf2 \cf1 S\'ee tacent, satis d\'eecunt \cf3 (\cf4\f2 23\cf3\f1 )\cf2 \cf3 stammt dieser Ausspruch von Cicero.\par \par Neu ist nur \cf1 cum\cf3 , das wir bisher nur als Pr\'e4position (beim Abl.) kannten (\cf4\f2 9\cf3\f1 ), als Konjunktion (Bindewort). Wenn es wie hier beim Indikativ (und nicht beim Konjunktiv) steht, hei\'dft es u.a. \cf2 jedesmal wenn, so oft als\par \par \cf1 clam\'e0re\cf2 , \cf3 nat\'fcrlich ein Verbum der 1. oder a-Konjugation, hei\'dft \cf2 schreien, laut rufen\par } LА╞R}Й└x $ЮQ┬'25) Si tacuisses, philosophus mansissesї{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red255\green102\blue0;} \uc1\pard\f0\fs22 Dabei steht der bekannteste Ausspruch mit \cf1 tac\'e8re \cf0 noch aus:\par \par \cf1 S\'ee tacu\'edss\'eas, phil\'f3sophus m\'e2ns\'edss\'eas.\par \cf2\f1 23 23.25 25 25\par \cf3\f0 Wenn du geschwiegen h\'e4ttest, w\'e4rst du \par ein Philosoph geblieben. \par \cf0\par Der Satz stammt von \b Boethius\b0 (475/80 bis 524), einem hohen Verwaltungsbeamten Theoderichs des Gro\'dfen, der aber unter dem Verdacht, gegen die Gotenherrschaft f\'fcr die r\'f6mische Freiheit konspiriert zu haben, lange eingekerkert und schlie\'dflich ohne Prozess hingerichtet wurde. Im Kerker verfasste er seine ber\'fchmte Schrift \cf1 C\'f4ns\'fbl\'e0ti\'f4 Philos\'f3phiae \cf3 Trost der Philosophie\cf4 , in dem sich der Ausspruch in etwas anderem Zusammenhang findet, als man ihn heute sinnvoller Weise zu zitieren pflegt.\par \par Auff\'e4llig sind besonders die tontragenden Endungen auf \cf1 -\'edss\'eas. \cf4 Verb-Endungen, wie Sie richtig vermuten, zumal Sie \cf1 tac\'e8re \cf4 als Verbum, um das es uns hier in kleiner Permanenz geht, aus \cf2\f1 23 \cf4\f0 und \cf2\f1 24\cf4\f0 kennen. \par -\cf1\'eas\cf4 l\'e4\'dft nach allem, was Sie aus \cf2\f1 10c\cf4\f0 und \cf2\f1 23\cf4\f0 wissen, auf die 2.Ps.Sg. (\cf3 du ... \cf4 ) schlie\'dfen. \par Das unverwechselbare -iss- kennzeichnet den Konjunktiv (\cf2\f1 6\cf4\f0 ) des Plusquamperfekts - wahrlich ein weiter Sprung, wo wir doch noch so ganz in den Anf\'e4ngen des Konjugierens stecken. Es soll Ihnen aber zeigen, dass man, auch ohne alle Formen im einzelnen bilden zu k\'f6nnen, viele doch erkennen oder mindestens erahnen kann.\par In 20c haben wir die Bildung der Stammformen des Verbes kennengelernt - etwas so Wichtiges, dass Sie es sich jetzt gleich noch einmal durchlesen sollte. Die Perfektformen, werden vom Perfektstamm gebildet. In \cf2\f1 23\cf4\f0 ist unter den Stammformen auch das Perfekt von \cf1 tac\'e8re\cf4 aufgelistet \cf1 t\'e1cu\'ee \cf3 ich habe geschwiegen\par \cf4 (Ein Trost bleibt: Im Perfektstamm werden alle Konjugationen gleich konjugiert.)\par Das \b Plusquamperfekt \b0 (d.h. "mehr als Perfekt") ist die Vergangenheitsform des Perfekts.\par W\'e4hrend Perfekt z.B.\cf3 ich habe geliebt \cf4 (\cf3 geschwiegen\cf4 usw.) ist, ist das Plusquamperfekt \cf3 ich hatte geliebt (gechwiegen \cf4 usw.) - eine Form, die im Deutschen viel zu h\'e4ufig, meist als eine Art Best\'e4tigung der Vergangenheit verwendet wird: \cf3 gestern war ich zu Hause \cf4 und dann folgt zur Sicherheit, und macht es \b falsch\b0 : \cf3 gewesen\cf4 . Das Plusquamperfekt darf nur gebraucht werden, um bei einer von der Vergangenheit handelten Erz\'e4hlung, bereits damals schon Vergangenes auszudr\'fccken, Vergangenheit der Vergangenheit eben: \cf3 Ich hatte ihn gesehen, bevor er kam\cf4 .\par Den Konjunktiv des Perfekts kann man ausdr\'fccken mit i\cf3 ch m\'f6ge, soll, geschwiegen haben\cf4 oder einfach mit \cf3 (angenommen,) ich habe geschwiegen\cf4 , den Konjunktiv des Plusquamperfekts aber mit \cf3 Ich h\'e4tte geschwiegen\cf4 .\par Also hei\'dft \cf1 tacu\'edss\'eas \cf3 du h\'e4ttest geschwiegen\cf4 , \cf1 m\'e2ns\'edss\'eas \cf4 du w\'e4rst geblieben, \cf1 amav\'edss\'eas \cf3 du h\'e4ttest geliebt \cf4 usw. usw.\par \par Aber wie hei\'dfen diie Stammformen. zu \cf1 m\'e2ns\'edss\'eas?\par man\'e8re, m\'e1ne\'f4, m\'e2ns\'ee, m\'e2nsum \cf3 bleiben\cf4\par Dass der Stammvokal im Perfekt lang wird, kommt \'f6fter vor. Es gibt neben den verschidenen Bildungsweisen des Perfekts, die wir in \cf2\f1 20c \cf4 kennengelernt haben, auch ein \b Dehnungsperfekt\b0 , bei dem die L\'e4ngung des Stammvokals das einzige Unterscheidungsmerkmal f\'fcr Pr\'e4sens- und Perfektstamm darstellt. So hei\'dfen die Stammformen von \cf1 venire \cf3 kommen \cf4 (\cf2 12\cf4 ):\par \cf1 ven\'ecre, veni\'f4, v\'ean\'ee, ventum. \cf4\f0\par \cf1\f1 venit \cf4 hei\'dft also \cf3 er kommt\cf4 , \cf1 v\'eanit \cf4 aber \cf3 er ist gekommen, er kam.\par \cf4 Ein Grund mehr, die L\'e4ngen und K\'fcrzen in der Aussprache genau zu unterscheiden, zumindest in den F\'e4llen, wo es darauf ankommt. Der Einfachheit halber: immer!\par \par \cf1 m\'e2ns\'ee \cf4 und\cf1 m\'e2nsum \cf4 haben aber, wie Sie vielleicht seit \cf2 5b\cf4 behalten haben, schon deshalb ein langes \cf1 a\cf4 , weil all Vokale vor \cf1 ns\cf4 lang sind.\par \par \f0 An \cf1 phil\'f3sophus\cf4 \'fcberrascht nur die Betoung auf der drittletzten Silbe. Sie ist ein klarer Ausweis daf\'fcr, dass das letzte \cf1 o\cf4 (in der vorletzten Silbe !) wie schon im griechischen Ursprungswort ("\cf3 Freund der Weisheit\cf4 ") kurz ist. Seit \cf2\f1 1b\cf4\f0 wissen Sie, dass dann die drittletzte Silbe betont wird. Wo wir doch im Deutschen gewohnt sind, uns so recht breit auf der letzten Silbe von \cf3 Philosoph \cf4 niederzulegen. Das geschieht im Allgemeinen mit lateinischen Worten, wenn sie im Deutschen verk\'fcrzt sind und die lateinische Tonsilbe im Deutschen zur letzten Silbe wird, im \cf3 Apparat \cf4 etwa oder auch der \cf3 Apparatur, der Vorrichtung oder Zur\'fcstung.\cf4 Oder \ul falsch\ul0 , wenn im lateinischen und deutschen Plural die vorletzte Silbe betont wird, die im Singular zur letzten wird und dann gern den Ton beibeh\'e4lt: beim \cf3 Motor\cf4 , \cf3 Tumor\cf4 , auch beim \cf3 Traktor \cf4 geschieht das oft - die letzte Silbe wird zum \'dcberflu\'df dann auch noch f\'e4lschlich gedehnt. Dabei wird kein Unterschied gemacht, ob das Wort schon im (klassischen) Latein existiert hat oder wie \cf3 Motor \cf4 und wohl auch \cf3 Apparatur \cf4 sp\'e4tere Neubildungen sind.\par \cf1 Apparat(us) \cf4 kommt von \cf5 ad\cf4 \cf3 zu, nach (\cf2\f1 15\cf3\f0 ) \cf4 und \cf1 par\'e0re\cf4 \cf3 (vor)bereiten, (aus)r\'fcsten, verschaffen, \cf4 zusammengesetzt zu \cf1 appar\'e0re \cf3 zubereiten, zur\'fcsten.\par \cf4 Verba composita haben Sie schon in \cf2\f1 9d\cf4\f0 kennengelernt. Bei der Zusammensetzung \'e4ndert sich im Latein und im deutschen Fremdwort oft der Auslaut der vorangestellten Vorsilbe (Pr\'e4fix): \par in vor m > \cf3 Immobilisieren, Immanent, \par \cf4 in vor p > \cf3 implantieren \cf4 (\cf2\f1 5\cf4\f0 ), \cf3 imponieren\cf4\par ad vor k > \cf3 Akkusativ, Akku(mulator)\par \cf4 ad vor p > \cf3 Appetit, Apparat\cf4\par ad vor s > \cf3 Assimilation \cf4 usw. usw. \par Die "Assimilation bei den Composita" bietet selbst zwei Beispiele daf\'fcr.\par Gerade das neuzeitliche Deutsch wimmelt von Beispielen. \par Bemerkenswert ist \'fcberhaupt, dass ausgerechnet f\'fcr die neuesten Erfindungen der Technik und f\'fcr moderne Schlagworte in Politik und Wirtschaft lateinische und griechische Bezeichnungen gefunden oder gebildet werden. Auch wenn sie auf dem Weg \'fcber das Englische zu uns kommen.\par Echt neusprachliche Fremdw\'f6rter wie \cf3 Sputnik \cf4 sind eine gro\'dfe Ausnahme. Im Russischen wimmelt es nicht vor antiken Fremdw\'f6rtern wie in den westlicheren europ\'e4ischen Sprachen.\par } M@кТЩОО└рг&ЮQ┬#26) Vocalis ante vocalem brevis estЯ {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22 V\'f4c\'e0lis ante v\'f4c\'e0lem brevis est.\par \cf2\f1 26 26 26 4 1\par \cf3\f0 Ein Vokal vor einem Vokal ist\par kurz. \par \par \cf1 v\'f4c\'e0lis, \cf4 von dem unser \cf3 Vokal\cf4 kommt, das sich durch\cf1 -\'e0lis \cf4 als (hier substantiviertes) Adjektiv der 3. oder konsonantischen Deklination zu erkennen gibt, leitet sich von \cf1 v\'f4x, v\'f4cis\cf4 f \cf3 Stimme, Laut \cf4 und \cf1 v\'f2c\'e2re \cf3 rufen, nennen \cf2\f1 (4) \cf4\f0 ab. (Man denke an das Vox-Haus in Berlin, von dem 1923 der Rundfunk in Deutschland seinen Ausgang nahm.) \par \par \cf1 ante \cf3 vor\cf1 , \cf4 eine Pr\'e4position, die den Akkusativ erfordert. In \cf2\f1 8a \cf4 haben wir den Akkusativ Sg.der \par 2. oder o-Deklination auf -\cf1 um\cf4 kennengelernt und in \cf2 9a den der 1.oder a-Deklination auf -\cf1 am\cf4 . Der Akkusativ der konsonantischen Deklination, der die meisten W\'f6rter der 3.Deklination folgen, endet auf -\cf1 em: ante vocalem \cf4 vor einem Vokal. Dass vor den Dativ regiert, verwirrt sie hoffentlich nicht mehr. So w\'f6rtlich kann man nicht \'fcbersetzen. Ebenso wie die Geschlechter nicht gleich sind usw. Die \cf3 Sonne\cf4 ist im Latein m\'e4nnlich \cf1 sol,is \cf4 und der Mond weiblich: \cf1 l\'fbna\cf4 , die \cf3 Frau Luna \cf4 eben.\par \f0\par Da bei den W\'f6rtern der 3. Deklination der Stamm oft anders ist, als der Nom. Sg. zu erkennen gibt, wird ihm in W\'f6rterverzeichnissen der Gen.Sg. nachgestellt, entweder als ganzes Wort: \cf1 v\'f4x, v\'f4cis\cf4 f \cf3 Stimme \cf4 oder nur die Endung: \cf1\f1 sol,is \cf4 m\cf1 \cf3 Sonne\cf1 .\par \par \cf4\f0 In \f1 4a wurde angedeutet, dass die 3.Deklination vielgestaltig ist. Sie umfasst die konsonantische Deklination und die i-Deklination, dazwischen stehen verschieden Mischdeklinationen, die teils mit der konsonantischen, teils mit mit der i-Deklination \'fcbereinstimmen. Dies betrifft einzelne F\'e4lle wie den Abl. Sg. auf -\cf1 e\cf4 oder -\cf1 i\cf4 , den Nom. Pl. des Neutrums (-\cf1 a\cf4 oder -\cf1 ia\cf4 ; vgl. \cf2 8a\cf4 ) und den Gen.Pl. (-\cf1 um\cf4 oder -\cf1 ium\cf4 ). Der Akk. Sg. der konsonantischen Deklination endet auf -\cf1 em\cf4 , der der i-Deklination auf -\cf1 im\cf4 .\par Hier wollen wir uns den Gen.Sg. einpr\'e4gen, der immer mit dem Wort zum Kennenlernen des Stammes aufgef\'fchrt wird, wie Sie eben erfahren haben. An den Beispielen haben Sie schon gesehen, er endet auf \cf1 -is\cf4\f0 . \par \cf0\b\f1 Eine tabellarische \'dcbersicht \'fcber alle Varianten der 3.Deklination findet sich am Schluss des Lehrmaterials hinter der Lektion 38.\par \cf4\b0\f0\par } O`V▓TТ3┴└│F(ЮQ┬ 27) De revolutionibus orbium ...╟%{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 Latein war im Okzident lange die Sprache der Wissenschaft. Zahlreiche Buchtitel sind Meilensteine der wissenschaftlichen Erkenntnis;man findet sie h\'e4ufig zitiert. Aber dar\'fcber hinaus sammelten sich in den Biblitotheken massenhaft lateinische Dissertationen. Wir wollen in den folgenden 5 kleinen Lektionen den Umgang mit solchen Titelzeilen an einigen Beispielen kennenlernen.\par \par \cf1 Cop\'e9rnicus d\'ea revol\'fbti\'f2nibus \'f3rbium coel\'e9stium libr\'ee VI \par \cf2 15 27 27 27 27 \par \cf3 Kopernikus sechs\par \cf1 \cf3 B\'fccher\cf1\par \cf3\'fcber die Umdrehungen der Kreise der Himmel\par \par \cf4\fs18 Denken Sie daran, dass unsere L\'e4ngen- und Betonungszeichen nicht Bestandteile des gedruckten Buch-titels sind!\par \cf1\fs22\par \cf4 Der Titel \cf1 de revolutionibus \cf4 des Manuskriptes wurde vom Verleger, dem Theologen Andreas Osiander (1498 - 1552), um \cf1 orbium coelestium \cf4 erweitert, womit er auf die zahlreichen bisherigen Hilfsannahmen zur Erm\'f6glichung der Berechnung der Bahnbewegungen von Planeten (vgl. \cf3\ul http://www.homepages.compuserve.de/Peweer1/astrepiz.htm\ul0 ) \cf4 hinweisen wollte, zu denen auch das Werk Koperniks als neue, \'fcberlegene Hypotheses z\'e4hle, ohne Aussagen dar\'fcber machen zu k\'f6nnen, wie die Dinge am Himmel wirklich liegen. Er erhoffte damit, Widerspr\'fcche von Theologen und Metaphysikern gegenstandslos machen zu k\'f6nnen. \par \cf1\par \cf0 Im 16. Jahrhundert trug neues wissenschaftliches Denken viele Fr\'fcchte. 1518 schrieb Ulrich von Hutten (1488 - 1523) an Willibald Pirckheimer (1470 -1530) \cf1 O s`aeculum! O l\'edtterae! Iuvat v\'ecvere! \cf3 O Jahrhundert! OI Wissenschaften)! Es ist eine Lust zu leben! \cf1\par \cf0 Und das Erscheinungsjahr 1543 des Werkes von Kopernik (1473 - 1543) wird manchmal gar als \cf1 Annus m\'eer\'e0bilis \cf3 Wunderbares Jahr \cf0 bezeichnet; wie man heute gern sagt, weil zwei so grundlegende Schriften wie die des Kopernikus und der Atlas des Anatomen Vesal (1514 -1564) in diesem Jahr herausgekommen sind. (Der Titel von Vesals grundlegendem Buch wollen wir uns in der n\'e4chsten Lektion vornehmen.) \par Eigentlich aber war der \cf4 Titel Annus mirabilis bereits an das Jahr 1492 wegen einer Reihe von Vorkommen in Spanien vergeben, die nichts im engeren Sinne mit Wissenschaft zu tun haben. Aber der Titel wurde von einzelnen noch an sp\'e4tere Jahre vergeben, selbst an das des gro\'dfen Brandes von London (1666).\par \par \cf0 Unser Buchtitel beginnt mit dem letzten Wort bzw. Zahlzeichen des Titels \cf1 VI: sex \cf3 6.\cf4 Das ist typisch f\'fcr die relative Freiheit der lateinischen Satzstellung, die aber durchaus ihre Regeln kennt. So ist dieses Nachreichen der Zahl bei Werken, die sich aus mehreren B\'e4nden oder, besser gesagt, Hauptteilen (denn selten handelt es sich um selbst\'e4ndige, f\'fcr sich gebundene B\'e4nde) zusammensetzt. Denken Sie bei Buchtiteln daran, zuerst ganz hinten nachzusehen!\par \cf1 Sex \cf4 steht hier selbst noch hinter dem, was gez\'e4hlt wird, n\'e4mlich \cf1 libri \cf3 B\'fccher\cf1 .\cf4 Der Singular \cf1 liber \cf4 geh\'f6rt wie puer Knabe zu den W\'f6rtern der 2. oder o-Deklination, die auf -\cf1 er\cf4 enden (s. \cf2 11a\cf4 ). Ein Femininum der 3. oder konsonantischen Deklination ist \cf1 revol\'f9ti\'f4, \'f2nis \cf3 Umdrehung, Umw\'e4lzung. \cf1 -ibus \cf4 ist die Endung des Dativs und des Ablativs Pluralis der 3.Deklination. \cf1 N\'e0vibus\cf4 (3) w\'fcrde hei\'dfen \cf3 den Schiffen \cf4 (Dat.Pl.); \cf3 von, mit den Schiffen (Abl.Pl.)\cf4 .\par \cf1 Orbis,is \cf0 m (3.Dekl.) hei\'dft \cf3 Kreis, Kreislauf. \cf4 Wie schon in der vorigen Lektion (\cf2 26\cf4 ) erw\'e4hnt, \cf1 n\'e0vibus\cf4 (3) endet der Gen. Pl. der 3. Deklination auf \cf1 -(i)um. n\'e0vium\cf4 (3) w\'fcrde hei\'dfen \cf3 der Schiffe. \cf0\par Nun haben wir in verschiedenen Lektionen schon so viele Kasus-Endungen der \cf4 3. Deklina-tion kennengelernt, dass wir uns eine \'dcbersicht der ganzen Deklination verschaffen wollen:\cf0\par \par Singular. Plural\par Nom. vsch. Endungen -\'eas Neutrum: -(i)a\par Gen\cf4 . -\cf1 is \cf4 -\cf1 (i)um \cf0\par Dativ \cf4 - \cf1\'ee \cf4 -\cf1 ibus\cf0\par Akk. \cf1 -em (\cf0 oder -\cf1 im\cf0 ) \cf4 -\cf1\'eas\cf0 Neutrum: -(\cf1 i\cf0 )\cf1 a\cf0\par Abl. -\cf1 e\cf0 oder -\cf1\'ee\cf0 \cf4 -\cf1 ibus\cf0\par Vokativ = Nominativ (\cf2 8b\cf0 )\par \par Wie Sie seit Lektion 4 ist die 3.Deklination uneinheitlich. Das wurde in der vorigen Lektion (\cf2 26\cf0 ) bekr\'e4ftigt und etwas detaillierter dargestellt. Der entsprechende Passus sei hier noch einmal wiederholt, da er die Mehrfachangaben in der Tabelle erkl\'e4rt.\par "\cf4\f1 In \f0 4a wurde angedeutet, dass die 3.Deklination vielgestaltig ist. Sie umfasst die konsonantische Deklination und die i-Deklination, dazwischen stehen verschieden Mischdeklinationen, die teils mit der konsonantischen, teils mit mit der i-Deklination \'fcbereinstimmen. Dies betrifft einzelne F\'e4lle wie den Abl. Sg. auf -\cf1 e\cf4 oder -\cf1 i\cf4 , den Nom. Pl. des Neutrums (-\cf1 a\cf4 oder -\cf1 ia\cf4 ; vgl. \cf2 8a\cf4 ) und den Gen.Pl. (-\cf1 um\cf4 oder -\cf1 ium\cf4 ). Der Akk. Sg. der konsonantischen Deklination endet auf -\cf1 em\cf4 , der der i-Deklination auf -\cf1 im\cf4 ."\par \cf0\b Eine tabellarische \'dcbersicht \'fcber alle Varianten der 3.Deklination findet sich am Schluss des Lehrmaterials hinter der Lektion 38.\par \b0\par Als Beispiel sollen Beispiele f\'fcr die beiden Extreme, die i-Deklination und die konsonantische Deklination folgen. Das letztere Beispiel sei mit einem Adjektiv verbunden. Die Adjektive haben -\cf1 em\cf0 , gehen sonst aber (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) nach der i-Deklination.\par \par Singular Plural\par Nom. \cf1 turris\cf0 f. \cf3 der Turm \cf1 turr\'eas \cf3 die T\'fcme\cf0\par Gen. \cf1 turris\cf0 \cf3 des Turmes \cf1 t\'farrium\cf0 \cf3 der T\'fcrme \cf0\par Dativ \cf1 turr\'ee\cf0 \cf3 dem Turm \cf1 t\'farribus\cf0 \cf3 den T\'fcmen\par \cf0 Akk. \cf1 turrim \cf3 den Turm \cf1 turr\'eas \cf0 \cf3 die T\'fcme \cf0\par Abl. \cf1 turr\'ee\cf0 \cf3 von, mit dem Turm \cf1 t\'farribus\cf0 \cf3 mit den (usw.)T\'fcmen\par \cf0 Vok. \cf1 turris\cf0 \cf3 Turm! \cf1 turr\'eas\cf0 \cf3 die T\'fcme\cf0\par \par \par Singular Plural\par Nom. \cf1 m\'eeles fortis \cf3 der tapfere Soldat \cf1 m\'eclit\'eas fort\'eas \cf3 die tapferen Sioldaten\par \cf4 Gen. \cf1 m\'eclitis fortis \cf3 des tapferen Soldaten \cf1 m\'eclitum fortium \cf3 der tapferen Soldaten\cf1\par \cf4 Dativ \cf1 m\'eclit\'ee fort\'ee \cf3 dem tapferen Soldaten \cf1 m\'eel\'edtibus fortibus \cf3 den tapferen Soldaten\cf4\par Akk. \cf1 m\'eclitem fortem \cf3 den tapferen Soldaten \cf1 m\'eclit\'eas fort\'eas \cf3 die tapferen Sioldaten\cf4\par Abl. \cf1 m\'edlite fort\'ee \cf3 durch den tapferen Soldaten \cf1 m\'eel\'edtibus fortibus \cf3 durch die tapfer. Soldat.\par \cf4 Vok. = Nom. = Nom. \cf1\par \cf4 Das kriegerische Beispiel muss mitr jetzt selbst von den Gr\'fcnen nachgesehen werden.\par \cf1 fortis \cf4 hei\'dft \'fcbrigens sowohl\cf3 stark \cf4 wie \cf3 tapfer\cf4 \par \cf1 coelestium \cf4 ist gleich ein weiteres Beispiel. Es ist aber ein Adjektiv und erinnert uns daran, dass es neben den Adjektiven der a- und o-Deklination (s. \cf2 4a\cf4 ) auch solche gibt, die der 3. Deklination folgen (s. \cf2 4a\cf4 ). DieTabelle zeigt, dass es ein Genitiv pluralis ist und sich deshalb auf \cf1 orbium\cf4 bezieht. Denn ein Adjektiv richtet sich in Geschlecht, Zahl und Fall immer nach seinem Substantiv. Wie \cf1 brevis,e \cf3 kurz \cf4 (\cf2 4a\cf4 ) ist es ein Adjektiv mit zwei Endungen \cf1 coelestis,e \cf3 himmlisch, Himmels\cf1 - \par \cf4\'dcbrigens werden im Latein \cf1 oe\cf4 und \cf1 ae\cf4 oft vertauscht. F\'fcr \cf1 coelestis,e \cf4 findet sich\cf1 caelestis,e\cf4 .\par \'c4hnlich hei\'dft \cf3 blind \cf1 caecus,a,um \cf4 oder \cf1 coecus,a,um\cf4 . So kann man in der Klinik ha\'fcfig \cf3 Z\'e4kum\cf4 f\'fcr \cf3 Blindarm \cf4 und daneben f\'fcr das Adjektiv \cf3 z\'f6kal \cf4 h\'f6ren. (Die Mediziner bevorzugen die mittel- und neulateinische z-Aussprache des \cf1 c\cf4 vor \cf1 e,i,\'f6 \cf4 und \cf1 y\cf4 der bis ins 19.Jahrhundert dominierenden lateinischen Wissenschaftssprache. Vgl.\cf2 8c\cf4 ).\par } PА*∙ХT┴└\ *ЮQ┬28) De corporis humani fabrica┴ {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red51\green102\blue255;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs22 d\'ea c\'f3rporis h\'fbm\'e0n\'ee f\'e1bric\'e2 \par \cf2 15 28 1 28\par \cf3\'dcber den Bau\par \cf0 \cf3 des menschlichen\par K\'f6rpers\cf0\par war ein epochales Werk von1543 Andreas Vesal (1514 -1564), dem Erneuerer und Begr\'fcnder der wissenschaftlichen Anatomie, der sich erstmals genauer menschliche Leichen ansah und nicht mehr einfach als einfach die Irrt\'fcmer seiner Vorg\'e4nger abschrieb.\par \par \cf1 f\'e1brica \cf3 Wekst\'e4tte, Fabrik; Kunstfertigkeit, kunstvoller Bau \cf4 liegt hier mit langem -\'e2 als Ablativ vor, den die Pr\'e4position \cf1 d\'ea\cf4 verlangt (\cf2 15a\cf4 ).\par \par \cf1 corpus, c\'f3rporis \cf4 n\cf1 \cf3 K\'f6rper\cf1 \par corpus\cf4 geh\'f6rt zu den schon in \cf2 11a\cf4 und\cf2 14a\cf4 erw\'e4hnten tr\'fcgerischen Substantiva auf -\cf1 us \cf4 die auf den ersten Blick zur 1. oder o-Deklination geh\'f6ren scheinen. Wie der nachgestellte Genetiv zeigt, folgt es aber der 3., konsonantischen Deklination. Andere diser Art sind \par \cf1 genus, g\'e9neris \cf4 n\cf1 \cf3 Geschlecht\cf1 \cf4 und\cf1 opus, \'f3peris \cf4 n\cf1 \cf3 Werk\cf1 . \cf4 und das in \cf2 19a\cf4 erw\'e4hnte \cf1 pecus, p\'e9coris \cf4 n \cf3 Vieh.\cf1 .\cf4 Alle vier sind nicht m\'e4nnlich wie die meisten Worte auf \cf1 -us \cf4 der o-Deklination, sondern s\'e4chlich. Sagen Sie nun nicht: "Wen interessieren schon solche Spitzfindigkeiten !". Die ersten drei werden h\'e4ufig im Deutschen gebraucht. Da hei\'dft es dann \cf3\b das\b0 Corpus\cf4 , \cf3\b das\b0 Genus\cf4 , \cf3\b das\b0 Opus\cf4 . Und wehe, wenn sie andere Plurale bilden als \cf3 Corpora\cf4 , \cf3 Genera\cf4 und \cf3 Opera\cf4 ! Das ist ein schlimmerer Versto\'df als nicht das Virus zu sagen, zumal manche Computerologen ihre Ignoranz nachtr\'e4glich dadurch gut zu machen versuchten, dass sie Computerviren ins m\'e4nnliche Geschlecht transferierten. Es gibt auch heute ma\'dfgebliche Leute, etwa solche, die ein Bewerbungsgespr\'e4ch mit Ihnen f\'fchren oder um deren Gunst sie sich bem\'fchen, die sie deshalb bildungsm\'e4\'dfig eins runter stufen, nicht ganz so weit, als wenn Sie "\strike mit die Leute\strike0 " sagen, aber es kommt halt darauf an, worum sie sich bewerben. \par Von den St\'e4mmen aller vier Neutra (4b, 6a) leiten sich viele im Deutschen gebrauchte Fremdw\'f6rter ab wie: \cf3 Korpuskel, Korporation, korpulent; Genitiv, Genitalien, generell, General(-), Generator, Generation, Degeneration, Regeneration; pekuni\'e4r; \cf4\'fcber das Franz\'f6siche \cf3 Korps. Korsett; \cf5 Genre\cf4 , \cf5 Gendarm\cf4 , und \'fcber das Englische \cf5 Gentleman\cf4 , usw. \cf3\par \cf1\par } Q ИдFЦT┴р╥д+ЮQ┬729) Exercitatio anatomica de motu cordis et sanguis ...Т{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;БВГДЕЖЗИЙКЛМНОПРСТУФХЦЧШЩЪЫЬЭЮЯабвгдежзийклмноп░▒▓│┤╡╢╖╕╣║╗╝╜╛┐└┴┬├─┼╞╟╚╔╩╦╠═╬╧╨╤╥╙╘╒╓╫╪┘┌█▄▌▐▀рстуфхцчшщъыэ¤   юяЁёЄєЇїЎў°∙·√№¤■ \red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red51\green153\blue102;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs22 Exercit\'e0ti\'f4 anat\'f3mica d\'ea m\'f4t\'fb cordis et s\'e1nguinis in animalibus\par \cf2 29 29 15 29 29 20 29 10 29\cf1\par \cf3 Anatomische \par Ausf\'fchrung \'fcber die Bewegung des Herzen und des Blutes in(bei) den Tieren \par \par \cf4\i Am Vergleich des roten lateinschen Textes mit dem blauen deutschen sehen Sie sch\'f6n wie kurz und platzsparend die lateinische Sprache ist -.und das liegt nicht nur an den fehelenden Artikeln\par \par \i0 Wieder geht es um Bewegung und Umlauf wie in \cf2 27! \cf4 Diesmals kreisen nicht Himmelsk\'f6rper, sondern das Blut. In dieser Schrift postulierte und bewies der englische Anatom und Chirurg William Harvey (1578-1657) 1628 die Existenz des Blukreislaufs.\par \par \cf1 Exercit\'e0ti\'f4 \cf4 f \cf3\'dcbung, Leibes\'fcbung, Sport, Aus\'fcbung. \cf4 Die zahlreichen Substantiva auf -i\'f4 sind weiblich, haben den Genitiv auf -\cf1 i\'f2nis\cf4 und geh\'f6ren zur 3. oder konsonantischen Deklination.\par Wir kennen schon \cf1 n\'e0ti\'f4\cf4 , \cf1\f1 n\'e2vig\'e0ti\'f4 \cf4 und \cf1 vari\'e0ti\'f4, \cf4 k\'f6nnen uns leicht noch \cf1 r\'e9gi\'f4 \cf3 Richtung, Lage, Gegend, "Region" \cf4 einpr\'e4gen, wenn wir an \ul den\cf3\ul0 Interregio \cf4 denken und \cf1 p\'e1ssi\'f4 \cf3 Leiden, "Passion". \cf4 Es gibt viele entsprechende Fremdw\'f6rter im Deutschen, die bei uns h\'e4ufiger gebraucht werden als sich ihre Ursprungsw\'f6rter in hinterbliebenen lateinischen Texten finden. \f0\par \par \cf1 anat\'f3micus \cf3 anatomisch\cf1 , \cf4 das Adjektiv zu \cf1 anat\'f3mia \cf3 Anatomie\cf1 , \cf4 der "Zergliederungskunst" vom griechischen "Auseinanderschneiden" mit der Tom\'e9, der Schnitte, in der Mitte, die wir auch aus der Tomographie in all ihrern modernen Spielarten kennen, wo weniger schnell und radikal zuschlagende Strahlen die Schnitte statt des gnadenlosen Messers machen\cf1 . \par \par m\'f4tus\cf3 Bewegung,\cf4 wieder ein "gef\'e4hrliches" Wort, das wie ein Maskulinum der o-Deklination aussieht, aber der 4. oder u-Deklination angeh\'f6rt. Dieser sind wir in \cf2 11\cf4 und \cf2 17b \cf4 begegnet. Und gleich das f\'fcnfte lateinische Wort, das wir \'fcberhaupt, in der ersten Lektion, kennengelernt haben, \cf1 fr\'fbctus\cf4 n\'e4mlich, geh\'f6rt auch zu ihr. Alle ihre W\'f6rter sind ziemlich selten. Am h\'e4ufigsten sind noch solche, die sich vom Supin- oder Perfektpassivstamm (\cf2 20)\cf4 der Verben ableiten. Dazu geh\'f6rt auch \cf1 m\'f4tus.\cf4 Es kommt von \cf1 mov\'e8re \cf3 bewegen\cf1 ,\cf4 einem Verb der 2. oder e-Konjugation. \par \par \cf1 cordis \cf4 ist der Gen. Sg. von cor n \cf3 Herz\cf4 , einem Neutrum der 3. oder konsonantischen Deklination (\cf2 27, 4a, 6a\cf4 ). Der Nom. Pl. hei\'dft entsprechend \cf1 corda \cf3 Herzen\cf4 .\par \par \cf1 s\'e1nguinis \cf4 ist ebenfalls ein Genitiv singularis nach der 3. oder konsonantischn Deklination. Der Nom. dazu hei\'dft \cf1 s\'e1nguis \cf4 m \cf3 Blut\cf4 . Das \cf1 u\cf4 nach dem \cf1 g \cf4 ist \cf3 w \cf4 zu sprechen wie das \cf1 u \cf4 nach einem \cf1 q \cf4 (\cf2 8d\cf4 ). \cf1 Sanguis \cf4 ist (wie viele andere) "ausnahmsweise" m\'e4nnlich, w\'e4hrend die W\'f6rter auf -is sonst gew\'f6hnlich weiblich sind. \par \par \cf1 in \cf4\'fcbersetzen wir besser durch \cf3 bei. \cf4 Aber die genannte Bewegung l\'e4uft tats\'e4chlich in den Tieren ab.\par \par \cf1\'e1nimal\cf4 , Gen. \cf1 anim\'e0lis \cf4 n ist das Tier, eigentlich das lebende, beseelte Wesen, wozu auch die Menschen z\'e4hlen - um die es ja auch hier, den Kreislauf betreffend in allererster Linie geht. Im Worte steckt die \cf1\'e1nima \cf3 der Hauch, Atem, die Seele\cf4 , das, was die Griechen \cf5 pneuma \cf4 nannten. \cf1 Animal \cf4 geht nach der i-Deklination, sein Plural lautet daher \cf1 anim\'e0lia \cf3 die Lebewesen, Tiere. \par } T,╡эZ┴└┌`-ЮQ┬30) Nam tua res agitur ...▐{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs22 Nam tua r\'eas \'e1gitur, p\'e1ries cum pr\'f3ximus ardet.\par \cf2 30 30 11 30\par \cf3 Denn deine Sache wird betrieben wenn die benachbarte \par Wand brennt.\par \par \cf4 Das ist ein bedenkenswerter Vers aus den Briefen des Horaz (vgl.\cf2 16\cf4 ). \par \par \par \b 30a) Possessivpronomen, besitzanzeigendes F\'fcrwort \par \cf1\b0 tuus,a,um \cf4 ist ein Possessivpronomen, ein besitzanzeigendes F\'fcrwort und hei\'dft \cf3 dein,e\par \par \cf4 Die Possessivpronomina sind h\'e4ufig, wichtig und einfach genug, dass wir sie uns alle \par vier (!) vor Augen f\'fchren und nach M\'f6glichkeit dauerhaft einpr\'e4gen sollten. Sie seien den Personalpronomina, den pers\'f6nlichen F\'fcrw\'f6rtern, nachgestellt, die wir bereits kennen.\par \par 1.Ps. Sg. \cf1 eg\'f4\cf4 \cf3 ich \cf4 \cf1 meus,a,um \cf3 mein,e\par \cf4 1.Ps. Sg. \cf1 t\'fb \cf4 \cf3 du\cf4 \cf1 tuus,a,um \cf3 dein,e\cf4\par \par 1.Ps. Sg. \cf1 n\'f4s\cf4 \cf3 wir \cf4 \cf1 noster, nostra, nostrum \cf3 unser,e\par \cf4 1.Ps. Sg. \cf1 v\'f4s \cf4 \cf3 Ihr \cf4 \cf1 vester, vestra, vestrum \cf3 euer,e\par \cf4\par Im Sinne der Formenlehre sind die Possessivpronomina Eigenschaftsw\'f6rter (nach der \par 1./2.-Deklination (\cf2 4a) \cf4 einschlie\'dflich der Pluralia \cf1 noster\cf4 und \cf1 vester\cf4 (\cf2 11a\cf4 ).\par \par \f1 F\'fcr die 3.Person der Ein- und Mehrzahl gibt es ebensowenig besitzanzeigende wie pers\'f6nliche F\'fcrw\'f6rter. Sie m\'fcssen durch im Bedarfsfall duch hinweisende F\'fcrw\'f6rter: \cf3 dieser;\cf4 \cf3 jener \cf4 ersetzt werden (5). Das reflexive Possessivpronominum: \par \cf1 suus,a,um \cf3 sein,e (eigener,e,es) \cf4\par geh\'f6rt zum Reflexivpronomen (r\'fcckbez\'fcglichen F\'fcrwort) \cf1 s\'ea \cf3 sich\cf4 (\cf2\f0 11c\cf4\f1 !). Beide k\'f6nnen nur in abh\'e4ngigen F\'e4llen, wenn sie sich auf den Satzgegnstand zur\'fcckbeziehen, vorkommen, also selbst nicht im Nominativ stehen.\par \par \cf1 suam rem \cf4 seine (eigene) Sache (\cf1 rem\cf4 ist der Akkusativ von \cf1 r\'eas\cf4 \cf2\f0 11a\cf4\f1 )\par \cf1 eius rem \cf4 seine Sache (die eines anderen)\par \cf1 eius\cf4 (sprich ejus) ist der Genitiv des hinweisenden F\'fcrworts \cf1 is, ea, id \cf3 dieser,e,es \cf4 (f\'fcr alle \par 3 Geschlechter)\par \par \f0 Bekannt ist der \cf3 Paternoster \cf4 von \cf1 pater noster \cf3 Vater unser; unser Vater. \cf4 (Beachten Sie dass das \cf1 a\cf4 in \cf1 pater \cf4 (3.,kons. Dekl. Gen.\cf1 patris\cf4 ) \cf3 Vater\cf4 kurz ist, dagegen das a in \cf1 m\'e2ter \cf4 (3.,kons. Dekl. Gen.\cf1 m\'e2tris\cf4 ) \cf3 Mutter\cf4 lang ist. (Die Quantit\'e4ten verhalten sich also umgekehrt wie bei den entsprechenden deutschen W\'f6rtern.)\par \par \b 30b) Weiteres zum Passiv\par \b0 Einiges zum Passiv war in 5,11,18,19,und 20 zu erfahren. Dort haben wir -\cf1 r\cf4 in der Verbindung als h\'e4ufiges Passivkennzeichen kennengelernt.\par \par Hier folgt als Beispiel die Konjugation des Praes. Indikativ Pass. der 1. oder a-Konjugation.\par \par -\cf1 or amor \cf3 ich werde geliebt \cf4 (Vgl. 18)\par -\cf1\'e0ris amaris \par -\'e0tur\par -\'e0mur\par \cf4 -\cf1\'e0min\'ee \cf4 ohne -r ! \par -\cf1\'e1ntur\par \par \cf4 W\'e4hrend im Deutschen das Passiv, die Leideform, immer mit Hilfsverb (werden) und Passivpartizip umschrieben werden muss, gibt es daf\'fcr im lateinischen eigene Formen (Endungen).\par \par Dem Stammlaut in der 2. Konjugation entspricht \cf1\'ea\cf4 . Die 3.oder konsonantische Konjugation hat keinen Stammvokal. Als \'dcbergangangslaut wird hier h\'e4ufig ein kurzes \cf1 i\cf4 verwendet.\par Daher hei\'dft \cf1\'e1gitur \cf3 es wird getrieben, betrieben\cf4\par (Vielleicht ist \cf1 igitur \cf3 also\cf4 , \cf3 daher,\cf4 das wir aus \cf2 12\cf4 kennen, aus einem angeh\'e4ngten und abgeschw\'e4chten \cf1\'e1gitur\cf4 entstanden.)\par \par \par \b 30c) \b0 die vier letzten W\'f6rter\par \cf1\b p\'e0ries\b0 \cf4 m \cf3 Wand, Mauer \cf4 Das\cf1 ie \cf4 ist nat\'fcrlich kein langes i, sondern ein zweisilbiges \cf1 i - e \cf4\par (hier beide Vokale kurz). Stumme Dehnungszeichen wie \cf3 (i)e \cf4 und \cf3 h\cf4 gibt es im Latein nicht. Man kann einer Silbe h\'f6chstens die Positionsl\'e4nge ansehen, wenn sie durch zwei Konsonanten geschlossen ist. \b Lesen Sie nochmals die Bemerkungen zu Aussprache und Betonung in Lektion \cf2 1!\cf4\par \cf1 cum\b0 \cf4 Die Konjunktion (das Bindewort) \cf1 cum \cf4 beim Indikativ \cf3 (jedesmal) wenn \cf4 haben wir in Lektion \cf2 24\cf4 kennengelernt \par \cf1\b pr\'f3ximus,a,um\b0 \cf4 \cf3 n\'e4chster,e,es\cf4\par \cf1\b ard\'e8re,-e\'f4, ard\'ee, arsus \cf3\b0 brennen\cf4 (2. oder e-Konjugation). An die Bedeutung der hier zusammengestellten Stammformen erinnern Sie sich hoffentlich noch (genau). Anderenfalls \ul sofort\ul0 \cf2 20c\cf4 nachlesen!\par \par \cf1\fs28\par } U┬╤∙Z┴Ё`"╔вй╩ 31) Hexameterc#{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue0;\red255\green153\blue0;\red0\green0\blue255;\red255\green102\blue0;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs22 Nam tua r\'eas agitur, paries cum proximus ardet.\par \cf0\b . . . || . . .\par \par \par \b0 Nanu, das hatten wir doch schon mal (\cf2 30\cf0 ) ?\par \par Die Bedeutung ist gleich geblieben, braucht also nicht wiederholt zu werden.\par \par Aber es findet sich eine Reihe von Punkten (und ein vertikaler Strich) unter den W\'f6rtern.\par Diese Punkte geben die Versbetonung des Satzes an.\par Es handelt sich hier n\'e4mlich um Poesie. Auch die "Briefe" besitzen Versform wie alles andere bei Horaz (\cf2 30\cf0 ).\par \par Lateinische (wie griechische) Gedichte der klassischen Zeit haben keinen Endreim. Zur Prosa werden sie durch eine bestimmte Metrik, eine Ma\'dflehre der Silben.\par \par Entscheidend daf\'fcr ist die L\'e4nge oder K\'fcrze der einzelnen Silben (vgl. \cf2 1b\cf0 !!).\par \par Grundelemente der Verszeile sind die Versf\'fc\'dfe.\cf3\par \par \b Der Hexameter besteht aus 6 Versf\'fc\'dfen \b0 (\cf4 h\'e9x\cf3 griech. \cf5 6\cf3 ). Das k\'f6nnen 6 Daktylen sein. \par Im \b Daktylus \b0 folgen zwei kurze Silben auf eine lange, genauso wie es bereits auch im Wort\par Daktylus der Fall ist: \b\fs28 _ \'b8 \'b8 \b0\fs22 dak - ty - lus. Erinnern Sie sich daran, dass die erste Silbe trotz ihres kurzen Vokals \cf1 a\cf3 (positions)lang ist, weil zwei Konsonanten auf den Vokal folgen (\cf2 1b\cf3 )!. \cf4 d\'e1ktylos\cf6 \cf3 hei\'dft griechisch der \cf5 Finger\cf3 (Daktyloskopie ist die Lehre von den Fingerabdr\'fccken.)Daktylus bildet mit seiner Silbenfolge die drei Fingerglieder (von unten nachnoben gez\'e4hlt) nach: \b lang - kurz - kurz \fs28 _ \'b8 \'b8 \fs22 \par \b0\par Ein Daktylus wird, wie man am Akzent im griech. \cf4 d\'e1ktylos \cf3 sieht, auf der ersten Silbe betont.\par So ist es auch in den Versf\'fc\'dfen: \b die lange Anfangssilbe jedes Versfu\'dfes wird betont.\par \b0 Dabei wird keine oder kaum R\'fccksicht auf die Wortbetonung genommen. \b Die W\'f6rter k\'f6nnen im Vers ganz anders betont werden, als wenn sie allein st\'e4nden\b0 . In der zweiten Versh\'e4lfte deckt sich allerdings meistens die Wort- und die Versbetonung. Auch kann beim Sprechen der Verse durch mehr oder weniger starke Betonung ein gewisses Schwebegef\'fchl durch dieses Spannungsverh\'e4ltnis von widerspr\'fcchigem Wort- und Versakzent hergestellt werden. \par \par Der ganze Vers sieht dann so aus:\par \par \b\fs28 _ \'b8 \'b8 _ \'b8 \'b8 _ \'b8 \'b8 _ \'b8 \'b8 _ \'b8 \'b8 _ \'b8 \'b8 _ \'b8\par \par \b0\fs22 und mit Betonungszeichen:\par \b\fs28 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8\par \par \b0\fs22 Die letzte kurze Silbe (im 6. Versfu\'df) wurde nicht vergessen. Sie fehlt wirklich und immer.\par \par Die unentwegte Folge von 6 Daktylen Vers f\'fcr Vers w\'fcrde leiernd klingen und schnell erm\'fcden . Man muss bedenken, dass der daktylische Hexameter das Versma\'df der gro\'dfen Epen ist, wie er es schon im Griechischen in der Ilias und der Odyssee des Homers war\par und im Lateinischen als f\'fchrendes Beispiel in der Aeneis des Vergil. Sie umfassen viele Hunderte von Verszeilen. F\'fcr den Hexameter ist im Gegenteil das schon oben angedeutete\par synkopierende Spannnungsverh\'e4ltnis charakteristisch. Nach 5 Daktylen ist es wahrlich genug und es folgt zwangsl\'e4ufig ein verk\'fcrzter Versfu\'df. ein Bruch, der den monotonen Takt zum Rhythmus erhebt. \par Aber nur selten finden sich \'fcberhaupt 5 Daktylen im Hexamer. Statt der beiden kurzen Silben kann n\'e4mlich auch eine L\'e4nge stehen. Der Versfu\'df lang - lang wird als \b Spondeus\b0 bezeichnet.\par \par \b\fs28 _\'b4 _ \b0\fs22 anstatt \b\fs28 _\'b4 \'b8 \'b8 \par \par \b0\fs22 Es bestehen also folgende M\'f6glichkeiten mit Angaben der durch einfache senkrechte Striche markierten Versf\'fc\'dfe:\par :\par \b\fs28 _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8\par \b0\fs20 oder:\b\fs28 \b0\fs20 oder: oder: oder: oder: immer gleich oder \b\fs28\par _\'b4 _ | _\'b4 _ | _\'b4 _ | _\'b4 _ | _\'b4 _ | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4_\par \fs22 \par \b0 Gew\'f6hnlich wechseln beide Formen in unregelm\'e4\'dfiger Folge miteinander ab.\par \par Au\'dferdem kann die allerletzte Silbe kurz oder lang sein: \cf1 anceps\cf3 (Ge. \cf1 anc\'edpitis\cf3 ) von \cf1 an\cf3 \cf5 oder \cf3 und \cf1 caput \cf3 (\cf2 19\cf3 ) \cf5 Kopf\cf3 .\par \par Nun noch einmal unsere Verszeile mit Angaben der durch einfache senkrechte Striche markierten Versf\'fc\'dfe:\par \par \cf1 Nam tu a r\'eas a gi tur, | p\'e1ri es cum pr\'f3 ximus ardet\fs28 .\par \cf0\b\fs22 \cf3\fs28 _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 || \'b8 \'b8 | _\'b4 _ | _\'b4 \'b8 \'b8 | _\'b4 \'b8\par \par \cf0\b0\fs22 Im dritten Versfu\'df ist ein senkrechter Doppelstrich aufgetaucht. Er kennzeichnet eine Pause, Unterbrechung, eine \b Z\'e4sur\b0 . Der Versfu\'df wird durch das Wortende geteilt. Eine Z\'e4sur geh\'f6rt in jeden gut gebauten Hexameter. Sie folgt (als m\'e4nnliche Z\'e4sur) auf eine betonte lange Silbe, selten als sog. weibliche Z\'e4sur auf eine K\'fcrze. \par Die Z\'e4sur steht entweder nach dem 5. Halbfu\'df wie in unserem Beispiel oder nach dem \par 3. Halbfu\'df. Im zweiten Fall findet sich meistens noch eine zweite Z\'e4sur nach dem 7. Halbfu\'df.\par Bei dieser Gelegenheit seien einmal die sch\'f6nen Fachausdr\'fccke griechischen Ursprungs vorgestellt: Trithemimer\'e9s (nach dem dritten <\cf4 trit\cf0 -> halben <\cf4 hemi\cf0 -> Teil < -\cf4 meros\cf0 , hier als Adjektiv -mer\'eas>), Penthemimer\'e9s (nach dem f\'fcnften <\cf4 pent\cf0 -> ...) und Hephthemimer\'e9s (nach dem siebenten <\cf4 hept\cf0 -, vor th <\cf4 hepht\cf0 - >...). \par (Zu) allgemein bedeutet Z\'e4sur, ein Nichtzusammenfallen von Wortende und Versfu\'dfende. Der Versfu\'df wird durch das Wortende geteilt. Das ist aber h\'e4ufiger der Fall, als ein Einschnitt vernehmlich bzw. vom Sinn vorgegeben ist. In unserem Beispiel findet sich ein Wortende im 1., 2., 3. und 4. Versfu\'df.\par Als \b Di\'e4rese \b0 bezeichnet man dagegen den Zusammenfall von Wortende und Ende des Versfu\'dfes. Das ist in unserem Beispiel nach den 1.,4., 5. und 6 Fu\'df der Fall. Auch diese \par Feststellung ist nur interessant, wenn dieser Zusammenfall mit einer Unterbrechung oder einem Bedeutungseinschnitt zusammenf\'e4llt.\par \par Schon in \cf2 15a\cf0 haben wir erfahren, dass der \b Hiatus\b0 , der Zusammensto\'df zweier Vokale, nach M\'f6glichkeit vermieden wird. Dort war die Rede von Pr\'e4positionen (Verh\'e4ltnisw\'f6rtern). So lautet die Pr\'e4position \cf1 a\cf0 \cf5 von (weg, her) \cf0 vor Vokal \cf1 ab\cf0 \par \cf1\'e2 f\'e8mina \cf5 von der Frau, \cf3 aber\par \cf1 ab am\'ecc\'f4 \cf5 vom Freund\par \par \cf0\'c4hnlich ist es bei Vorsilben (Pr\'e4fixen):\par \cf1 amov\'e8re \cf5 fortbewegen, wegschaffen, entfernen, beseitigen \cf1 (mov\'e8re: \cf5 bewegen\cf3 , vgl. \cf1 m\'f4tus\par \cf3 aber\par \cf1 ab\'ecre \cf5 weggehen \cf3 (\cf1\'eere\cf5 gehen\cf3 )\par \par Im Vers triit eine Verschleifung ein, die sich seit der sp\'e4ten Kaiserzeit bis zu einem Weglassen (\b Elision\b0 ) des vorausgehenden Vokals gesteigert hat.\par \cf1\'f4d(\'ee) et am\'f4 \cf5 ich hasse und liebe\cf3 wird uns in \cf2 32\cf3 der r\'f6mische Dichter Catull(us) berichten.\par Durch den Fortfall des langen \cf1\'ee \cf3 wird aus \b\fs28 _ \'b8 \'b8 \'b8 _ \b0 ,\fs22 das sich in keinem Hexameter unterbringen lie\'dfe, \b\fs28 _ \'b8 \'b8 _ \b0 .\b \b0\fs22 Das ergibt einen Daktylus und die Anfangssilbe des n\'e4chstfolgenden Versfu\'dfes.\par Nur wenn \cf1 es\cf3 \cf5 du bist \cf3 oder \cf1 est\cf3 \cf5 ist\cf3 folgt, geht wird deren Anlaut \cf1 e \cf3 verloren , daf\'fcr bleibt der vorausgehende Vokal erhalten : \par \cf1 ord\'f4 (e)st \cf5 eine Reihe, Klasse, Ordnung ist\par \cf3\par Da in der sp\'e4teren Zeit sowohl\cf1 h \cf3 wie auslautendes \cf1 m\cf3 kaum noch gesprochen wurden, sondern praktisch stumm waren, kommt es nach \cf1 h\cf3 und vor \cf1 m\cf3 zu einem Hiatus, als seien sie nicht vorhanden: \par \cf1 v\'earum (e)st \cf5 es ist wahr; wahr ist\par \cf0\par Bei starken Verseinschnitten oder Interjektionen (Ausrufw\'f6rtern) wie \cf1\'f4 \cf5 oh \cf3 kann ein Hiatus bestehen bleiben. \par \cf0\par Es gibt noch etliche Unterregeln. So kann es geschehen, dass Sie manchen Vers auch unter Ber\'fccksichtigung des hier in 31 Gesagten nicht skandieren k\'f6nnen. Sie m\'fcssen dann in einer lateinischen Verslehre oder einer guten lateinischen Satzlehre nachschlagen. \par } _mo▓Сю┴║╧< ┬Hexameter im Deutschen (Exkurs)б{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 In der deutschen Dichtung wurde wiederholt versucht, Hexameter nachzubilden.\par \par Das war u.a der Fall, als man (und das vor allem Johann Heinrich Vo\'df 1751-1826) sich bem\'fchte, bei \'dcbersetzungen von Epen wie Homers Ilias und Odyssee und Vergils Aeneis das originale Versma\'df nachzubilden, um auch formal eine m\'f6glichst getreue Wiedergabe zu erm\'f6glichen. Das gilt heute fast durchgehend als anitquiert und dem wird bei modernen \'dcbersetzungen selten entsprochen. Pers\'f6nlich muss ich sagen, dass ich immer die Wiedergabe im epischen Versma\'df vorgezogen habe. In seiner hymnischen Form stellt es\par eine st\'e4rkere Entsprechung und Angemessenheit her. Und man kann das Schweben der Betonung des Originals auch im Deutschen zwischen prononcierter Hervorhebung des Hexameters und Prosabetonung herstellen. Der deutsche Hexameter wird eher als rhythmische Prosa denn als Poesie empfunden und gelesen. Seine Form verleiht ihm antikisierende W\'fcrde und (An-)Gemessenheit.\par Die gegens\'e4tzliche Spannung zwischen Wortbetonung und Versbetonung besteht im Deutschen allerdings nicht. Hier gibt es keine andere Betonung der einzelnen W\'f6rter als sie im einzelstehenden Wort oder in der Prosa \'fcblich ist. \par Auch wird nicht zwischen langen und kurzen Silben, sondern zwischen betonten und unbetonten Silben unterschieden. Die Versf\'fc\'dfe sind \par \b\fs28 /\'b8\'b8 \b0\fs22 oder \cf1\b\f1\fs28 /\'b8\par \b0\fs22 Deutsche Texte in unter relativ freier Verwendung von Daktylen und Spondeen zu formulieren ist nicht \'fcberm\'e4\'dfig schwierig. Der deutsche Dichter kann eine oder zwei unbetonte Silben au\'dfer im 5. Fu\'df nach Belieben einsetzen ohne sich um irgendwelche L\'e4ngen oder K\'fcrzen k\'fcmmern zu m\'fcssen. Doch spielt die H\'e4ufigkeit und die Abfolge zwei- oder dreif\'fc\'dfiger Silben schon eine Rolle f\'fcr den Rhytmus, die jeweilige Stimmung etwa zwischen Ruhe und heftigem Geschehen, beim pl\'f6tzlichen Einsetzen von inhaltichen Ver\'e4nderungen usw. Auch sollte er an den seit der Antike vorgegebenen M\'f6glichkeiten eine Unterbrechung oder Sprechpause (Z\'e4sur) setzen.\fs28\par \b\par \b0\fs24 Und der ganze Vers hat die Form\par \par \cf0\b\f0\fs28 /\'b8(\'b8) /\'b8(\'b8) /\'b8(\'b8) /\'b8(\'b8) /\'b8\'b8 /\'b8\cf1\b0\f1\fs24\par \cf0\b\f0\fs28\par \b0\fs22 Auch auf die Z\'e4sur als Bedeutungseinschnitt innerhalb des Versfu\'dfes wird nicht verzichtet. Dadurch verst\'e4rkt das pr\'e4gnante Lesen. Wie in den alten Sprachen liegt die Sprechpause\par gew\'f6hnlich nach dem 5. Halbfu\'df oder nach dem 3. und 5. Halbfu\'df. \par \par Als Beispiel sei der Anfang von Goethes Reineke Fuchs gew\'e4hlt:\par \par \fs28 Pfingsten das liebliche Fest war gekommen; es gr\'fcnten und bl\'fchten \par \b . . . . . .\par \par / \'b8 \'b8 / \'b8 \'b8 / || \'b8 \'b8 / \'b8 || \'b8 / \'b8 \'b8 / \'b8\par \par \b0 Feld und Wald; auf H\'fcgeln und H\'f6hn, in B\'fcschen und Hecken \par \fs22 \b\fs28 . . . . . .\par \par / \'b8 / || \'b8 / . . / || . / . . / . \par \par \b0\'dcbten ein fr\'f6hliches Lied die neuermunterten V\'f6gel.\b\par . . . . . .\par \par / . . / . . / || . / . / . . / . \par \b0\fs22\par \fs24 Die \b erste Verszeile \b0 ist eines der relativ seltenen Verwendungen von f\'fcnf aufeinanderfolgenden Daktylen, wie ich sie im Haupttext erw\'e4hnt habe. Goethe wird diesen Auftakt zu seinem Tierepos nicht ohne Grund gew\'e4hlt haben. Hier pendelt sich die schier endlose Folge epischer Verszeilen ank\'fcndigend ein, die Synkopen, Br\'fcche\par und Spannungen der kommenden Verse bereiten sich ausholend vor.\par \cf1\f1 Die \ul Z\'e4sur\ul0 steht nach der 5. Halbsilbe. St\'e4rker aber ist ein Einschnitt im 4. Versfu\'df nach dem Semikolon am Beginn des beschreibenden Satzes. Hier handelt es sich um eine selten(er)e Unterbrechung, eine sogenannte \ul weibliche Z\'e4sur\ul0 , die auf eine K\'fcrze, im Deutschen auf eine unbetonte Silbe folgt.\par Der Satz ist nach der erster Verszeile nicht zu Ende, er greift auf die zweite \'fcber, so das An- und Weiterlaufen des epischen Stromes gut charakterisierend. Diese \'dcbergreifen des Satzes auf die folgende Zeile wird als \ul Brechung \ul0 oder \ul Enjambement \ul0 bezeichnet. Als \cf0\f0\fs22 inhaltliches Kontinuumfa\'dft es mehrere Verse zu einem l\'e4ngeren metrischen Komplex zusammen.\cf1\f1\fs24\par \cf0\f0 Die \b zweite Verszeile \b0 bringt Aufz\'e4hlungen in Wortpaaren, die durch \cf2 und\cf0 verbunden sind. Sie l\'e4\'dft sich bemerkenswert schlecht auswendig lernen: die sechs Landschaftsst\'fccke geraten gerne durcheinander. Die Elision in H\'f6h(e)n erinnert an \par lk\'f6nnte mehr Goethes nicht immer dialektfreiem Sprachgebrauch als lateinischem Vorbild geschuldet sein. Elision findet sich dort auch nur am Wortende. Im Deutschen wird es derartiges mehr den Forderungen des Versma\'dfes geschuldet . Dabei k\'f6nnte e k\'f6nnte sogar stehen, eine weitere unbetonte Silbe w\'e4re m\'f6glicht, aber um die (2.) Z\'e4sur w\'e4re es freilich geschehen!\cf1\f1\par \cf0\f0\fs22 Die \ul Z\'e4sur \ul0 steht nach der 3. und dem 7. Halbfu\'df - die andere h\'e4ufige Form neben dem auf der 5. Halbsilbe. \par \fs24 Die \b dritte Verszeile \b0 hat wieder die h\'e4ufigste \ul Z\'e4sur\ul0 nach dem 5. Halbfu\'df. Im Wort "neuermuntert" findet sich ein Hiatus, ein Zusammensto\'df zweier getrennt zu sprechender Vokale. Zumindest an der Grenze zwischen zwei W\'f6rtern werden sie seit der Antike nach M\'f6glichkeit gemieden, da sie eine leichtes Stolpern der Sprache bewirken. \par \fs22\par Wir sehen am Beispiele von Goethes Reineke Fuchs, dass deutsche Hexameter nicht nur zur Wiedergabe griechischer und lateinischer Epen, sondern auch f\'fcr deutsche Epen benutzt wurden. Das war bereits vor Vo\'df (1751 - 1826) der Fall, bei Fischart (1546/47 -1590), Klopstock (1724 - 1803), Ge\'dfner (1730 -1788), und, wie hier, Goethe (1749 - 1832), dem wir neben Reinicke Fuchs (1794) auch das Versepos Hermann und Dorothea (1798) verdanken, das mitsamt seinen b\'fcrgerlichen idealen so gr\'fcndlich in Vergessenheit geraten ist, dass "verdanken" wie eine Ironie klingt. \par \par \par } V∙RZ┴`ь·*аQ┬32) Odi et amoЪ {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue0;\red0\green128\blue0;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs22 \'d4d\'ee et am\'f4, qu\'e2r\'ea id f\'e1ciam, fort\'e1sse requ\'ecris,\par \cf2 32 20 1 32 32 19, 32 32 32\par \cf3 Ich hasse und liebe, warum ich\par das mache fragst du\par vielleicht, \par \cf1 n\'e9sci\'f4, sed f\'eder\'ee s\'e9nti\'f4 et excr\'facior\par \cf2 32 32 19 12 20 32\par \cf3 ich wei\'df (es) nicht, aber ich f\'fchle und erleide,\par dass es geschieht . \par \cf1 ([es] geschehen)\par \par \cf4 Dieser ber\'fchmte Zweizeiler des ber\'fchmten Gaius Valerius \b Catullus \b0 ( -84 bis -55), den man meist kurz Catull nennt, mutet wie vieles von ihm psychologisch modern an. Carl Orffs Vertonung der Carmina Catulli (\cf1 carmen, -inis \cf4 n \cf3 Lied, Gesang\cf4 ) haben zu seiner Bekanntheit bei uns Heutigen beigetragen. Das meiste dreht sich um seine Liebe zu einer \'e4lteren, reifen, verheirateten Frau, die er als Lesbia besingt. Catukll hat 116 \cf1 Carmina \cf3 Gedichte \cf4 hinterlassen, die gr\'f6\'dftenteil (wesentlich) l\'e4nger sind als unseres, das die Nummer 85 tr\'e4gt. Nur 6 davon sind Zweizeiler, wie unseres hier.\par \cf0\par \cf4 Neun W\'f6rter sind durch die untergesetzte Nummer dieser Lektion als bisher unbekannt ausgewiesen, nehmen wir sie uns nacheinander einzeln vor:\par \par \cf1\b\'f4d\'ee\cf4 \cf3\b0 ich hasse\cf4 . Jeder aufmerksame Verfolger des bisher Geschriebenen muss sich wundern, warum ein konjugiertes Verb (mit Personalform, \cf1 verbum finitum\cf4 , eigentlich \cf3 begrenztes Zeitwort \cf4 von \cf1 f\'een\'ecre \cf3 begrenzen, einschr\'e4nken,beenden\cf4 ) in der 1. Ps. Sg. nicht auf -\cf1\'f4\cf4 (oder - \cf1 m\cf4 : \cf1 sum \cf2 17a\cf1 , f\'e1ciam \cf2 32\cf4 ) endet, sondern auf -\cf1\'ee\cf4 . Vorgekommen ist das allerdings schon: in \cf2 20c\cf4 (lesen!), aber da bezeichnete es das Perfekt: \cf1 am\'e0v\'ee\cf4 \cf3 ich habe geliebt\cf4 . Und anders ist es hier auch nicht. \cf1\'d4d\'ee\cf4 ist ein \b Perfektopr\'e4sens\b0 : ein Verbum im Perfekt mit aktiver Bedeutung, ein defektives Verb, dem der Pr\'e4sensstamm fehlt. Man kann sich das so vorstellen, dass der Hass, den ich jetzt habe, das Ergebnis eines vorangegangenen seelischen Vorgangs ist, wie man statt \cf3 ich liege \cf4 sagen k\'f6nnte,\cf3 ich habe mich gelegt\cf4\par Wie aber hei\'dft dann der Infinitiv zu\cf1 \'f4d\'ee\cf4 , wenn es keinen Pr\'e4sensstamm hat? \par \cf0 Generell endet der Infinitiv des perf. Aktiv aif \cf1 -\'edsse \par am\'e2v\'edsse \cf3 geliebt haben,\cf1 f\'eac\'edsse \cf3 gemacht haben, \cf1 fu\'edsse \cf3 gewesen sein, \cf1\'f4d\'edsse\cf3 hassen.\par \par \cf1\b qu\'e2r\'ea \cf3\b0 warum\cf5 ist eigentlich der Ablativ (\cf2 9b\cf5 ) von \cf1 quae\cf5 \cf1 r\'eas\cf5 f \cf3 welche Sache. \cf4 Das adjektivische Fragepronomen hei\'dft in den drei Geschlechtern \cf1 qu\'ee, quae, quod \cf3 welcher,e,es:\par \cf1 qu\'ee vir\cf5 ? \cf3 welcher Mann\cf5 ? \cf1 quae f\'e8mina\cf5 ?\cf3 welche Frau\cf5 ? \cf1 quod genus\cf5 ? (28) \cf3 welches Geschlecht\cf5 ?\par \cf1 qu\'e2 r\'ea \cf5 bedeutet also w\'f6rtlich\cf3 durch welche Sache\cf5 , zusammengeschrieben \cf3 wodurch, weshalb, warum. \par \par \cf1\b id \cf4\b0 ist ein hinweisendes F\'fcrwort (Demonstrativpronomen) im N. Sg und hei\'dft\cf3 dieses, das.\par Die drei Geschlechter hei\'dfen im Nom. Sg. \cf4 \cf1 is, ea, id \cf3 dieser,e,es:\par \cf1 is puer \cf4 m\cf1 \cf3 dieser Junge, \cf1 ea pu\'e9lla \cf4 f\cf1 \cf3 dieses M\'e4dchen,\cf1 id corpus \cf4 n\cf1 \cf3 dieser K\'f6rper, \par \cf1 id, quod \cf3 das,was.\par \par \cf1 Is, ea id \cf4 ersetzen auch bei Bedarf (z.B. besonderer Betonung) das fehlende pers\'f6nliche F\'fcrwort (Personalpronomen) (vgl. \cf2 5 \cf4 !) \cf3 er, sie, es \par \cf1 is v\'eanit (\cf2 25\cf1 \cf4 !\cf1 ) \cf3 dieser, er ist gekommen (kam), \cf1 eam\cf3 \cf4 (Akk.Sg.f.) \cf1 am\'f4 \cf3 diese, sie liebe ich\par \par \cf4 Den gemeinsamen Genitiv Sg. \cf3 eius \cf4 (sprich ejus) von \cf3 is, ea, id \cf4 haben wir in \cf2 30\cf4 kennengelernt: \par \cf1 f\'edlius eius f\'e9minae \cf3 der Sohn dieser Frau \par \cf1 corpus eius f\'edli\'ee \cf3 der K\'f6rper \cf4 (auch: \cf1 Leichnam\cf4 )\cf3 diese Sohnes\par \cf1 anat\'f3mia eius c\'f3rporis\cf4 (\cf2 28\cf4 ) \cf3 die Anatomie dieses K\'f6rpers\par \par \cf1\b faciam\cf3\b0 \cf4 ist die 1.Ps.Sg. des Konjunktiv (\cf2 6,12\cf4 ) Pr\'e4s.Aktiv des Verbums\cf1 f\'eder\'ee\cf4 , das wir aus \cf2 19b \cf4 kennen. Wann der Konjunktiv stehen muss, ist durch Regeln festgeschrieben, die, wie noch in den romanischen Sprachen, ungleich strenger sind als im Deutschen. Bei uns ist er ziemlich verlorengegangen und bleibt mehr dem Sprachgef\'fchl des einzelnen \'fcberlassen (f\'fcr das aber das Gleiche gilt). Erinnert sei an die strengen Vorschriften, mit welchem Modus \cf1 cum \cf2 (9,24) \cf4 und \cf1 ut \cf2 (21,22b\cf4 ) jeweils zu gebrauchen seien.\par \par \cf1\b fort\'e1sse \cf4\b0 Adv. (\cf2 10b\cf4 ) \cf3 vielleicht, vermutlich\cf1\b\par \cf4\b0\par \cf1\b requ\'ecris \cf3\b0 du fragst \cf4 2.Ps. Sg. Pr\'e4s.Ind. Akt von \cf1 requ\'ecrere \cf4 (3. oder kons. Konjugation, \cf2 13\cf1 ), \cf4 eigentlich \cf3 wieder aufsuchen, vermissen, nachforschen\cf4 , einem Verbum compositum (\cf2 9d\cf4 ) von \cf1 qua\'e8rere, \'f4. qaes\'ecv\'ee, quaes\'ectum \cf3 (vermissen, aufsuchen), fragen \cf4 (vgl. engl.\cf6 question\cf4 ). ein anderes bekanntes Verbum compositum dazu ist \cf1 inqu\'ecrere\cf4 , etwa gleicher Bedeutung, wovon sich die \cf3 Inquisition \cf4 ableitet. \par \cf3\b \par \cf1 n\'e9sci\'f4 \cf4\b0 1.Ps. Sg. Pr\'e4s. Ind. Akt\cf1 .\cf4 von \cf1 nesc\'ecre \cf4 (4.oder i-Konj.)\cf3 nicht wissen, nicht kennen.\par \cf1 sc\'eere, sci\'f4, sc\'eev\'ee, sc\'eetum \cf4 hei\'dft \cf3 wissen \cf4 (vgl. engl.\cf6 science\cf4 ).\cf3 \cf1 ne- \cf4 ist eine Verneinugsvorsilbe in manchen W\'f6rtern wie in \cf1 neg\'e0re\cf4 \cf3 verneinen \cf4 (vgl. \cf3 Negation\cf4 ). Die doppelte Verneinung \cf1 non nesc\'ecre \cf4 wirkt verst\'e4rkt bejahend:\cf1 \cf3 ich wei\'df wohl, genau\cf1 .\cf4 \par In \cf1 sc \cf4 werden beide Bestandteile \cf1 s\cf4 (vgl.\cf2 7\cf4 ) und \cf1 c\cf4 (vgl. \cf2 8c\cf4 ) hintereinander gesprochen: ss - k \cf3\par \par \cf1\b sed \cf3\b0 aber, sondern. \cf4 Denken Sie daran, das anlautende \cf1 s\cf4 stimmhaft, scharf wie \cf3 ss\cf4 zu sprechen (\cf2 7\cf4 ) ! Das folgende \cf1 f\'eder\'ee s\'e9nti\'f4 \cf4 kann man auch w\'f6rtlich \'fcbersetzen:\cf3 ich f\'fchle es geschehen\cf4 . Bildungen wie das deutsche \cf3 ich h\'f6re ihn kommen \cf4 gibt es im Lateinischen reichlich als \cf1 acc\'fbs\'e2t\'ecvus cum \'eenf\'een\'eet\'ecv\'f4\cf4 , gew\'f6hnlich abgk\'fcrzt als \cf1\b AcI\cf4\b0 , streng geregelt und nicht immer im Deutschen w\'f6rtlich wiederzugeben\cf1 . \cf4 Unter bestimmten Umst\'e4nden kann wie hier der Akkusativ, das \cf1 id\cf4 \cf3 es\cf4 fehlen. Man kann auch nicht sagen, es stehe eine Zeile h\'f6her, denn da ist es der gleichlautende Nominativ des Neutrums (vgl. \cf2 8a\cf4 ). \par \par \cf1\b excr\'facior \cf3\b0 ich erleide\cf4 kann, wenn es ein Verbum ist, durch den Ausgang -\cf1 r\cf4 ausgewiesen, nur Passiv (16) sein. Es ist die 1.Ps. Sg. Praes. Ind. Pass\cf3 . \cf1 excruci\'e0re\cf3 \cf4 hei\'dft\cf3 martern, foltern, peinigen. \cf4 Wenn ich hier das Passiv durch ein aktives Verb \'fcbersetzt habe, ist das aufschlussreich zum Verst\'e4ndnis der Deponentien (\cf2 16\cf4 ), der passiven Verben mit aktiver Bedeutung. \'c4hnlich hat man sich deren Entstehung zu danken - nur dass sich die Sinnzusammenh\'e4nge mit urspr\'fcnglich passiven Formen nicht immmer erkennen lassen.\par } Wак╕\Z┴Ё`"╔вй╩33) PentameterЖ{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs22\'d4d(\'ee )et am\'f4,\cf2 || \cf1 qu\'e2r(\'ea)id faciam, \cf2 ||\cf1 fort\'e1sse requ\'ecris,\par \cf2\b . . . . . .\par \par \cf1\b0 nesci\'f4, sed fier\'ee, senti(\'f4)et excrucior\par \cf3\b . . . . . . \par \b0\par \cf2 Nun folgt (\'e4hnlich wie in \cf3 31) \cf2 unser Text von \cf3 32 \cf2 noch einmal skandiert, d.h. in metrischer Lesart. Die in Klammern gesetzten Vokale unterliegen der Elision (s. \cf3 31\cf2 ) und werden nicht gesprochen. Das auf sie ausgehende Wort wird mit dem folgendem Wort gleichsam wie zusammengeschrieben als ein Wort gebunden ausgesprochen. Die von den Wortbetonungen abweichende Versbetonung versteht sich am leichtesten, wenn man sich die ganze Zeile zu einem langen Wort zusammengewachsen vortstellt. \par W\'e4hrend die erste Zeile sich unschwer als Hexameter (\cf3 31\cf2 ) zu erkennen gibt, gelingt es nicht aus der zweiten Zeile einen Hexameter zu machen. Die daruntergesetzte Versbetonung entspricht auch in keiner Weise der eines Hexameters, so ist die allerletzte Silbe hier betont und in der Mitte folgen zwei betonte Silben aufeinander. Beides kommt im Hexameter nie vor.\par \par Die erste H\'e4lfte der zweiten Verszeile bis einschlie\'dflich \cf1 fieri \cf2 entspricht 2 1/2 Versf\'fc\'dfen eines Hexamters: \par \b\fs28 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4\par \par \b0\fs22 und geht bis zu der Stelle der Hauptz\'e4sur des Hexameters nach dem 5. Halbfu\'df, der Penthemnimeres (\cf3 31\cf2 ). Der Rest ist gleichsam abgeschnitten und an seiner Stelle wird das bisherige noch einmal wiederholt :\par \b\fs28 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4 \'b8 \'b8 _\'b4\par \par \b0\fs22 Dadurch folgen zwei Hebungen (betonte Silben) aufeinander. Der Einschnitt ist viel st\'e4rker als bei einer Z\'e4sur. Durch den Doppelschlag erfolgt gleichsam ein Doppelschlag, ein Stolpern, das sehr zur belebenden Abwechslung gegen\'fcber einer rein hexametrischen Folge beitr\'e4gt\par \par Beim Hexameter kann in den f\'fcnf ersten Versf\'fc\'dfen ein Daktylus \b\fs28 _\'b4 \'b8 \'b8 \b0\fs22 durch einen Troch\'e4us \b\fs28 _\'b4 _ \b0\fs22 ersetzt werden (\cf3 31\cf2 ). Im Pentameter ist das nur in der ersten Versh\'e4lfte, also bei den ersten beiden Daktylen m\'f6glich. \par Wie beim Hexameter kann die allerletzte Silbe kurz oder lang sein (\cf1 anceps\cf2 vgl. \cf3 31\cf2 ).\par \par Der Pentameter hat nicht etwa f\'fcnf Hebungen (betonte Silben , wie man dem Namen, besonders in der nicht emmpfehlenwerten Eindeutschun "F\'fcnfheber", vermuten k\'f6nnte,\par sondern 6 wie der Hexameter. Er erscehint aus 2 * 2 1/2 = 5 Versf\'fc\'dfen des Hexameters zusammengesetzt; daher rechtfertigt sich der Name.\par \par Pentameter kommen alleinstehend nicht vor aber auch nicht aufeinanderfolgend als l\'e4ngeres Gedicht. Ein Pentameter folgt immer auf einen Hexameter. Entweder bilden sie, wie in unserem Beispiel \cf3 32\cf2 ein Paar oder eine l\'e4ngere Folge wechselnder Verszeilen. Im erste Falle, wie hier, spricht man von einem \b D\'edstichon \b0 (gr. \cf4 Zweizeiler\cf2 ), im zweiten von einer \b Elegie\b0 . Eine Elegie braucht nicht traurig, elegisch zu sein. Schwerlich \'fcberwiegt der Tr\'fcbsinn in den buchlangen geistvollen erotischen Gedichten Ovids, den Liebeselegien (\cf1 Am\'f2r\'eas\cf2 ), der Liebeskunst (\cf1 Ars am\'e2t\'f2ria\cf2 ) und den Heilmitteln gegen die Liebe (\cf1 Rem\'e9dia am\'f2ris\cf2 ).\par (Der r\'f6mische Dichter Publius Ovidius Naso lebte von -43 bis 17, also um die Zeitenwende in der fr\'fchen Kaiserzeit, wie fast die Mehrzahl der bedeutnden r\'f6mischen Dichter und Schriftsteller.) \par } `└¤ TЮю┴а -аQ┬ Pentameter im Deutschen (Exkurs)╩ {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red128\green0\blue128;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 Wie Hexameter (\cf1 31/..) \cf2 finden sich auch Pentameter im Deutschen. Wie im Lateinischen (und Griechischen) kommen sie nicht einzeln oder in H\'e4ufung vor, sondern stets auf Hexameter folgend. Es finden sich Distichen (Zweizeiler) wie die Xenien (1796) von Goethe und Schiller, aber ebenso Elegien als l\'e4ngere Gedichte in stetem Wechsel von Hexametern und Pentametern. Manchmal handelt es sich um \'dcbertragungen altsprachlicher Elegien, um dem originalen Versma\'df m\'f6glichst gut zu entsprechen und einen \'e4hnlichen Rhythmus zu vermitteln. Das ist beispielsweise der Fall bei den in \cf1 33\cf2 erw\'e4hnten erotischen Gedichten des Ovid. Andere deutsche Gedichte sind als Klagelieder oder auch nur ihrer eleganten Form nach Elegien benannt. ohne der nachgebildeten antiken Form zu entsprechen. Goethes R\'f6mische Elegien (1788/90) und seine Venezianischen Epigramme (1790) entsprachen der klassischen Form, nicht (mehr) aber seine Marienbader Elegie (1823). Das gleiche gilt f\'fcr Duineser Elegien (1912-22) von Rainer Maria Rilke (1875-1926).\par \par Verschiedentlich wurde versucht diesen abwechslungsreichen spannungsgeladenen Charakter des Distichons zu charakterisieren bzw. zu parodieren.\par \cf0\par In den Xenien findet sich\par \par \par \i Das Distichon\par \par Im Hexameter steigt des Springquells fl\'fcssige S\'e4ule\i0 , \b\fs28 /\'b8 /\'b8\'b8 /\'b8 /\'b8 /\'b8\'b8/\'b8\cf2\b0\f1\fs24\par \cf0\f0\fs22\par \i Im Pentameter drauf f\'e4llt sie melodisch herab. \b\i0\fs28 /\'b8 /\'b8\'b8//\'b8\'b8/\'b8\'b8/\cf2\b0\f1\fs24\par \cf0\f0\fs22\par \par \par Der Sp\'f6tter Otto Julius Bierbaum (1865-1910) parodierte, ebenso treffend in etwa:\par \par \i Im Hexameter hebt der J\'fcngling zum Sprunge die Arme \b\i0\fs28 /\'b8 /\'b8\'b8 /\'b8 /\'b8\'b8/\'b8\'b8/\'b8\cf2\b0\f1\fs24\par \cf0\f0\fs22\par \i Im Pentameter drauf, l\'e4\'dft er sie mutlos herab \b\i0\fs28 /\'b8/\'b8\'b8//\'b8\'b8/\'b8\'b8/\cf2\b0\f1\fs24\par \cf0\f0\fs22 \i fallen sie (?)\par \par \i0 (Ich zitiere nach dem Ged\'e4chtnis, bin mir also nicht sicher, den genauen Wortlauf getroffen zu haben.) \par \par \par } Z`LрZ┴А/M/аQ┬34) (Vorlфufiger?) Abschied└{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 Damit m\'f6chte ich den kleinen Einblick in die lateinische Sprache vorl\'e4ufig abschlie\'dfen.\par \par Sie haben mancherlei erfahren, so dass Sie mehr \'fcber Latein wissen als zuvor. Aber dieses unterhaltsame Hin- und Herspringen, ohne den gesamten Stoff der Grammatik, insbesondere der Formenlehre, kennengelernt zu haben, ist nat\'fcrlich nur ein Hineinschnuppern ohne die herk\'f6mmliche Basis - die die meisten "ordentlichen" Lateinsch\'fcler (bald) auch nur noch fragmentarisch "beherrschen".\par Und viele Formen kommen im "ganz kleinen" Latein, das uns in Inschriften, Ausspr\'fcchen, Formulierungen und Abk\'fcrzungen \'fcber den alltt\'e4glichen Weg l\'e4uft, (fast) niemals vor.\par Das selbst\'e4ndige \'dcbersetzen klassischer Texte, wer bringt das schon (lange nach der Reifepr\'fcfung)? Dazu bedarf es au\'dferdem einer F\'e4higkeit, die das Scherbenlesen unserer Einf\'fchrung nicht vermitteln kann, n\'e4mlich die analytische Pr\'e4paration gro\'dfer Satzgef\'fcge, die sich \'fcber Seiten hinziehen k\'f6nnen.\par Umsonst war es nicht und sinnlos nicht dadurch, dass es jetzt so nicht mehr weitergeht.\par Wer auf strenges und systematisches Grammatikpauken umsteigen will, kann es nun tun. Was er hier gelernt hat, wird ihm die Orientierung etwas erleichtern und wird er nicht noch einmal lernen m\'fcssen.\par Wer aber nur so im Kleinen weitermachen will - und auch damit kann man es ganz sch\'f6n weit bringen - dem sei empfohlen, sich \b latein.zip \b0 von \cf1\ul http://www.pwruff.de/sprachen/latein/latangeb.htm\cf0\ul0 herunterzuladen und den JOT+-Viewer von http.//www.kingstairs.com, falls er ihn noch nicht besitzt, mit dem man nach dem Entpacken von latein.zip die entstandene latein.jot lesen kann. Dort ist eine Beispielsammlung unter der Bezeichnung "kommentierte Texte" im Aufbau begriffen.\par \par } \рv3С┴Ё`"╔вй╩ ▄bersichtenВ{\rtf1\ansi\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \uc1\pard\lang1031\b\f0\fs22 s, die nachfolgenden Childnotes !!\par } bа╕ач┬ШZh▄;╟ 1) Adjektivo{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs28 in Arbeit\par \cf0\fs22\par \par Typen, Deklination s. unter 1) Deklinationen. \par \par hier werden folgen:\par \par wie Adjektiv: Possessivpronomina, Partizipien (auch Subst.)\par \par \par Komparationen\par \par } ^`р#qС┴Ё`"╔вй╩2) Deklinationene /~A┬@!ЭwE┬1. und 2. Deklinationф{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\lang1031\b\f0 1. oder a-Deklination\par \b0\fs22\par Sg. Pl.\par N. \cf1 c\'fbra\cf0 \cf2 die Sorge, eine Sorge \cf1 c\'fbrae \cf2 die Sorgen\cf0\par G. \cf1 c\'fbrae \cf2 der Sorge, einer Sorge \cf1 c\'fbr\'e0rum \cf2 der Sorgen\cf0\par D. \cf1 c\'fbrae \cf2 der Sorge, einer Sorge \cf1 c\'fbr\'ees\cf0 \cf2 den Sorgen \par \cf0 Akk. \cf1 c\'fbram \cf2 die Sorge, eine Sorge \cf1 c\'fbr\'e2s\cf0 \cf2 die Sorgen\par \cf0 Abl. \cf1 c\'fbr\'e2 \cf2 durch die,eine Sorge \cf1 c\'fbr\'ees \cf2 durch die Sorgen\cf0\par Der Vokativ ist gleich dem Nominativ !\par \par Die allermeisten W\'f6rter auf -\cf1 a\cf0 sind Feminina; Ausnahmen sind z.B. \cf1 po\'e8ta \cf2 Dichter\cf0 , \par \cf1 agr\'edcola \cf2 Bauer\cf1 , nauta \cf2 Seemann\cf0 . \par \par \b\fs24 2. oder o-Deklination\par \fs22 Substantive auf -\cf1 us\cf0\b0 : fast alle Maskulina; Ausnahme z.B. \cf1 virus \cf0 f \cf2 Schleim, Gift\cf0 , daher \par \cf2\b das \b0 Virus\cf0 . \fs20 (Die Erkl\'e4rung des Computervirus zum Maskulinum ist ein dummes Zugest\'e4ndnis an \'fcberwiegend fehlerhaften Gebrauch. Ein Blatt Papier oder ein Blatt als Zeitschrift wird nicht im Unterschied zum Pflanzenblatt zum Maskulinum und ein Wand-Arm wird nicht zum Neutrum oder Femininum erkl\'e4rt, weil er an keinem menschlichen K\'f6rper h\'e4ngt usw. Computerviren werden gerade wegen ihrer in manchen Punkten gl\'e4nzenden Analogie zu den Viren als selbstgenerierenden Krankheitserregern so benannt. Es handelt sich keinesfalls um eine zuf\'e4llige Homophonie, und selbst diese pflegt nicht unbedingt Geschlechtsverschiedeheit zu bedingen. Au\'dferdem besteht aus dem Kontext heraus keine Verwechslungsgefahr.)\par \par \fs22 Sg. Pl.\par N. \cf1 d\'f3minus\cf0 \cf2 der Herr, ein Herr \cf1 d\'f3min\'ee \cf2 die Herren\cf0\par G. \cf1 d\'f3min\'ee \cf2 des Herren, eines Herren \cf1 domin\'f2rum \cf2 der Herren\cf0\par D. \cf1 d\'f3min\'f4 \cf2 dem Herren, einen Herren \cf1 d\'f3min\'ees \cf2 den Herren \cf0\par Akk. \cf1 d\'f3minum \cf2 den Herrn, einen Herrn \cf1 d\'f3min\'f4s \cf2 die Herren \cf0\par Abl. \cf1 d\'f3min\'f4 \cf2 von, mit dem, einem Herrn \cf1 d\'f3min\'ees \cf2 von, mit den Herren\cf0\par Vok. \cf1 d\'f3mine \cf2 Herr! \cf3 = Nom\cf1 . \par \par \cf0\b Substantive auf -\cf1 um\cf3\b0 : Neutra\par Sg. Pl.\par N. \cf1 verbum \cf2 das, ein Wort \cf1 verba \cf2 die W\'f6rter\cf3\par G. \cf1 verb\'ee \cf2 des, eines Wortes \cf1 verb\'f2rum \cf2 der W\'f6rter\cf3\par D. \cf1 verb\'f4 \cf2 dem, einem Wort(e) \cf1 verb\'ees \cf2 den W\'f6rter\cf3\par Akk. \cf1 verbum\cf3 \cf2 das, ein Wort \cf1 verba \cf2 die W\'f6rter\cf3\par Abl. \cf1 verb\'f4 \cf2 von,mit dem, einem Wort \cf1 verb\'ees \cf2 die W\'f6rter\cf1 \cf3\par Vok. = Nom = Nom\par \par \b Substantive auf \cf1\b0 -\b er\b0 \cf3 (Maskulina)\par Es gibt zwei Arten:\par die einen behalten das \cf1 e\cf3 vor dem \cf1 r\cf3 in den abh\'e4ngigen Kas\'fbs bei:\par \cf1 puer \cf2 Knabe\cf3 , \cf1 p\'faer\'ee. p\'faer\'f4, p\'faerum, p\'faer\'f4; p\'faer\'ee, puer\'f2rum, p\'faer\'ees, p\'faer\'f4s, p\'faer\'ees,\par \cf3 die anderen sto\'dfen das \cf1 e\cf3 vor dem \cf1 r\cf3 in den abh\'e4ngigen Kas\'fbs aus:\par \cf1 liber \cf2 Buch, \cf1 libr\'ee, libr\'f4, librum ,libr\'f4;, libr\'ee, libr\'f2rum, libr\'ees, libr\'f4s ,libr\'ees\par \par \cf3\b Die Adjektive auf -us, -a, -um \b0 werden wie die Substantiva dekliniert.\par Es gibt auch Adjektive auf -\cf1 e\cf3 r, -\cf1 a\cf3 , -\cf1 um\cf3 beider Arten:\par \cf1 l\'eeber, l\'ecbera, l\'ecberum \cf2 frei \cf3\fs20 (Im Unterschied zu \cf1 liber \cf2 Buch \cf3 ist in \cf1 l\'eeber \cf2 frei \cf3 das\cf1 i \cf3 lang.)\par \cf1\fs22 pulcher, pulchra, pulchrum \cf2 sch\'f6n\par \cf3\par (\b Vorsicht! \b0 Es gibt auch Substantiva und Adjektiva auf -\cf1 er\cf3 , die nach der 3. Deklination gehen, s. dort!)\par } [А╙═\ЧЛ┴Аc\┤E┬3. Deklination╡ {\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red128\green0\blue128;} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 Die 3. Deklination ist nicht durch bestimmte \'c4nderungen charakterisiert.\par Der Nom. Sg. pflegt sich im Stamm von den \'fcbrigen F\'e4llen zu unterscheiden. Man muss sich den Stamm, an den die Deklinationsendungen treten zus\'e4tzlich zu der jeweiligen Vokabel einpr\'e4gen. Gew\'f6hnlich lernt man dazu den Gen. Sg. mit, und er ist in den W\'f6rterb\'fcchern mit aufgef\'fchrt \fs20 (obwohl andere F\'e4lle, besonders der Abl. Sg. aussagekr\'e4ftiger sind und sich dazu besser geeignet h\'e4tten.).\par \b\fs22 Beispiele\b0 :\par rex, regis m K\'f6nig caro, carnis\par \cf1 ord\'f4, \'f3rdinis \cf2 m !\cf1 \cf2 31\cf3 Reihe, Klasse, Ordnung. pater, patris\f1\par \cf0\f0 canis, canisf genus, g\'e9neris\par corpus,c\'f3rporis\par virt\'fbs\par \par \b Grundmuster\b0 (s. \cf4 27):\par \cf2 Sg. Pl.\par N. verschieden -\cf1\'eas\cf2 (m,.f) -\cf1 a, -ia \cf2 (n)\par G. \cf1 -is -um, -ium \par \cf2 D. \cf1 -\'ee -ibus\par \cf2 Akk. \cf1 -em, -im;;\cf2 n wie Nom.Sg\cf1 . \cf2 wie Nom. Pl. \par Abl. \cf1 -e, -\'ee -ibus\cf2\par \cf0\par \par \b Tabellarischer \'dcberblick \'fcber die Varianten:\par \par \b0 \b Substantive \b0 \b Adjektive \b0 \b Partiz. Komparative \b0 \par \tab\tab\tab\tab\tab\tab\tab\tab\tab \b Pr\'e4s\b0 .\par i-Dekl. Konsonant. Gemischte Haupt- Konsonant. \par Dekl. Dekl. gruppe Dekl. \par Akk. Sg. m,f \b \cf1\b0 -im -em -em -em -em -em -em\par \cf2 Abl. Sg. -\cf1\'ee\cf2 \cf1 -e -e -\'ee -e -e -e\par \cf2 Nom/Akk. Pl. -\cf1 ia -a -a -ia -a -ia -a \par \cf2 Gen.Pl. -\cf1 ium \cf2 \cf1 -um -ium -ium -um -ium -um\par \par \cf2 Zusammengefasst kann man sich merken: im Unterschied zur konsonatischen Deklination mit \cf1 -em, -e, -a,-um \cf2 hat die i-Deklination -\cf1 im, \cf2 -\cf1\'ee\cf2 , -\cf1 ia\cf2 -, -\cf1 ium\cf2 , die gemischte Deklination -i\cf1 um,\cf2 die meisten Adjektive -\cf1\'ee\cf2 , -\cf1 ia\cf2 , -\cf1 ium\cf2 , wenige Adjektive -\cf1 e\cf2 , -\cf1 a\cf2 , -\cf1 um.\cf2\par Die Pr\'e4senspartizipien haben -\cf1 e\cf2 , -\cf1 ia\cf2 , -\cf1 ium\cf2 , die Komparative fast alle -\cf1 e\cf2 ., -\cf1 a\cf2 , - \cf1 um\cf2 . \par } f 8ыB┬ UZE┬4. und 5. Deklinationп{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}{\f1\fnil\fcharset0 Times New Roman;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green0\blue0;} \uc1\pard\lang1031\b\f0 4. oder u-Deklination\par \fs22 Masculina \b0 (auf -us) (Zur Unterscheidung werden die Substantive der 1. oder o-Deklination mit dem Genitiv als auf -\cf1 us, -\'ee \cf0 und Substantive der 3.Deklinationen mit dem jeweiligen Genitiv auf -\cf1 is\cf0 aufgef\'fchrt: \cf1 corpus,-oris \cf0 n., \cf1 genus, -eris \cf0 n, \cf1 sal\'fbs,-\'f9tis \cf0 f)\par \ul\fs24 Ausnahmen:\ul0 \cf1 domus \cf2 Haus \cf0 und wenige andere sind weiblich, ebenso B\'e4ume wie \cf1 quercus \cf2 Eiche.\ul\par \cf0\b\ul0\par \b0\fs22 Sg. Pl\b\fs24 . \par \b0 N. \cf1 c\'e2sus\cf0 \cf2 der , ein Fall \cf1 c\'e2s\'fbs \cf2 die F\'e4lle\par \cf0 G. \cf1 c\'e2s\'fbs\cf0\b \b0 \cf2 des, eines Falles \cf1 c\'e0suum \cf2 der F\'e4lle\cf0\par D. \cf1 c\'e2su\'ee \cf2 dem, einem Fall \cf1 c\'e0sibus \cf2 den F\'e4llen\par \cf0 Akk. \cf1 c\'e2sum \cf2 den, einen Fall \cf1 c\'e2s\'fbs \cf2 die F\'e4lle\par \cf0 Abl. \cf1 c\'e2s\'fb \cf2 von, mit dem Fall \cf1 c\'e0sibus \cf2 durch die, mit,von den F\'e4llen \cf0\par Der Vokativ ist gleich dem Nominativ\par -\cf1\'fb\cf0 kommt stat -\cf1 u\'ee\cf0 vor, ebenso -\cf1 ubus \cf0 statt -\cf1 ibus\par domus,-\'fbs \cf3\b f\b0 \cf2 Haus \cf3 geht teilweise nach der o-Deklination: -\cf1\'f4\cf3 statt -\cf1\'fb\cf3 , im Akk.Pl., -\cf1\'f4s\cf3 statt -\cf1\'fbs,\cf3 manchmal -\cf1\'f2rum\cf3 statt -\cf1 uum.\cf3\par \cf0\par \b Neutra (auf -\'fb)\par \par \b0\fs22 Sg. Pl\b\fs24 . \par \b0 N. \cf1 gen\'fb \cf2 das, ein Knie \cf1 g\'e9nua \cf2 die Knie\cf0\f1\fs28\par \f0\fs24 G. \cf1 gen\'fbs \cf2 des, eines Knies \cf1 g\'e9nuum\cf2 der Knie \cf0\par D. \cf1 gen\'fb \cf2 dem, einem Knie \cf1 g\'e9nibus \cf2 den Knien\cf0\par Akk. \cf1 gen\'fb \cf2 das, ein Knie \cf1 g\'e9nua \cf2 die Knie \cf0\par Abl. \cf1 gen\'fb \cf2 mit,von dem Knie \cf1 g\'e9nuum \cf2 mit denKnien \cf0\par Der Vokativ ist gleich dem Nominativ\par \b\par \par 5. oder e-Deklination\par \par \b0\fs22 Sg. Pl\b\fs24 . \par \b0 N. \cf1 r\'eas \cf2 die Sache \cf1 r\'eas \cf2 die Sachen\par \cf0 G. \cf1 re\'ee \cf0 \cf2 der Sache \cf1 r\'earum \cf2 der Sachen\cf0\par D. \cf1 re\'ee\cf0 \cf2 der Sache \cf1 r\'eabus\cf2 den Sachen\cf0\par Akk. \cf1 rem \cf0 \cf2 die Sache \cf1 r\'eas\cf2 die Sachen\cf0\par Abl. \cf1 r\'ea\cf0 \cf2 von, mit der Sache \cf1 r\'eabus\cf2 durch die Sachen\par \cf0 Der Vokativ ist gleich dem Nominativ\par \par Eine vollst\'e4ndigen Plural bilden nur \cf1 r\'eas \cf2 Sache \cf0 und \cf1 di\'eas \cf2 Tag\cf0 , die anderen W\'f6rter bilden nur den gleichlautenden Nom. .Pl. und Akk. Pl.\par \par Das\cf1 e \cf0 ist im Gen.Sg, und Dat.Sg. nur dann kurz, wenn es hinter einem Konsonanten steht, dagegen: \cf1 di\'eas, di\'ea\'ee, di\'ea\'ee \cf2 Tag\par \par \cf3 Alle Substantive der e-Deklination sind weiblich bis auf \cf1 di\'eas \cf3 m in der Bedeutung \cf2 Tag \cf3 (in der Bedeutung \cf2 Termin\cf3 , \cf2 Frist \cf3 aber weiblich) und \cf1 mer\'ecdi\'eas \cf3 m \cf2 Mittag\cf3 .\par \par Adjektive, die der u- oder e-Deklination folgen, gibt es nicht.\fs22\par } d@Uн*┬ЁgRt▄;╟ 3) PronominaП{\rtf1\ansi\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs28 in Arbeit\par } ]@i╜UС┴ЁHHz▄;╟4) Konjugation╒{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;} \uc1\pard\lang1031\f0\fs22 Es gibt 4 Konjugationen:\par \tab die 1. oder a-Konjugation\par \tab die 2. oder e-Konjugation\par \tab die 3. oder konsonantische Konjugation\par \tab die 4. oder i-Konjugation\par Zwischen 3. und 4.Konjugation steht eine Mischform, die fr\'fcher als "konsonantische Konjugation mit i-Erweiterung zur 3., jetzt als .... .. .. zur 4. Konjugation gerechnet wird.\par \par Die Stammvokale \cf1\'e2\cf0 , \cf1\'ea\cf0 ,\cf1 \'ee \cf0 oder ihre kurzen \'c4quivalente finden sich in vielen Verbformen und machen einen guten Teil der Unterschiede zwischen den Konjugationen aus:.\par \cf1 am\'e0re \cf2 lieben \cf1 am\'e2s\cf2 du liebst \cf1 amant \cf2 sie lieben\cf0\par \cf1 vid\'e8re \cf2 sehen \cf1 vid\'eas \cf2 du siehst\cf0\tab\tab\tab \cf1 vident \cf2 sie sehen\par aud\'ecre\cf0 \cf2 h\'f6ren \cf1 aud\'ees \cf2 du h\'f6rst \cf1 audiunt \cf2 sie h\'f6ren\par \cf0 Die konsonantische Deklination schiebt (kurze) e, i, oder u als \'dcbergangslaute zwischen den Konsonanten von Wortstock und Endung ein.\par \cf1 l\'e9gere \cf0 lesen \cf1 legis \cf0 du liest \cf1 legunt \cf0 sie lesen\par \par \par \cf1\fs28 in Arbeit ....\par \cf2\fs22\par } cАЧR┬@┐А▄;╟ 5) Zahlenг{\rtf1\ansi\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red255\green0\blue0;} \uc1\pard\cf1\lang1031\f0\fs28 in Arbeit\par \pard\cf0\fs22\par } NаА<╕Э└Ё`"╔вй╩ VerzeichnisseР{\rtf1\ansi\deff0{\fonttbl {\f0\fnil\fcharset0 Arial;}} \uc1\pard\lang1031\b\f0\fs22 s, die nachfolgenden Childnotes !!\par \pard\b0\par } @╝ш│Ж╛@{УE┬1)Alph. WЎrterverzeichniss2{\rtf1\ansi\ansicpg1252\deff0\deflang1031{\fonttbl {\f0\fswiss Arial;}{\f1\fswiss\fcharset0 Arial;}{\f2\fnil\fcharset0 Arial;}} {\colortbl ;\red0\green0\blue0;\red127\green0\blue0;\red255\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red255\green102\blue0;} \uc1\pard\cf1\f0\fs22      ■                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                \b\i (Die Ziffern beziehen sich auf die Lektionen)\par \b0\i0\f1 Hier sind die Nennformen der Substantive und der Verben bei der ersten Nennung einer abh\'e4ngigen Form aufgef\'fchrt, auch wenn sich in der Lektion noch nicht auf die Nennform r\'fcckschlie\'dfen l\'e4\'dft.\par \par \pard\qc\cf2\b A\cf1\b0 \par \pard\cf3 ab, \'e2 \cf1 bei Abl.15\cf3 \cf4 von; \cf3\f2 ab\'ecre \cf1 31\cf3 \cf4 weggehen; \cf3\f1 ad \cf1 bei Akk. 15 \cf4 zu, nach; \cf3 adm\'eer\'e0r\'ee \cf1 16 \cf4 bewundern; \cf3 Aeg\'fdptus\cf4 \cf1 11\cf4 \'c4gypten; \par \cf3\'e1gere \cf1 30 \cf4 treiben, betreiben\cf1 ; \cf3 agr\'edcola \cf1 11\cf4 Bauer, Landmann;\cf1 \cf3 ait\cf1 8 \cf4 sagt (ja), versichertt;\cf1 \cf3 ali\'e8nus,a,um\cf1 17 \cf4 fremd(artig\cf1 ); \cf3\'e1liquid \cf1 21\cf3 (\cf4 irgend)etwas;\cf3 am\'e0re \cf1 1 \cf4 lieben; \cf1 \par \cf3 ambul\'e0re \cf1 10\cf3 \cf4 spazierengehen\cf3 ; am\'ecca\cf1 8 \cf4 Freundin; \cf3 am\'eccus\cf1 8 \cf4 Freund\cf1 ; \par \cf3\f2 amov\'e8re 31 \cf4 fortbewegen, wegschaffen, entfernen, beseitigen \cf1\f1\par \cf3 an \cf1 31 \cf4 oder \cf1 (nur in Zusammensetzungen); \cf3 anat\'f3mia \cf1 f. 29 \cf4 Anatomie\cf1 ; \par \cf3 anat\'f3micus \cf1 29 \cf4 anatomisch\cf1 ; \cf5\'e1nima \cf1 29\cf5 \cf1 Hauch, Atem, Seele; \par \cf3\'e1nimal\cf1 , Gen. \cf3 anim\'e0lis \cf1 n 29\cf4 Lebewesen, Tier\cf1 ; \cf3\'e1nnulus\cf1 9 \cf4 Ring;\cf1 \par \cf3 ante\cf1 26 Praep\cf3 .\cf1 bei Akk. \cf4 vor\cf1 ; \par \cf3 aqua\cf1 13 \cf4 Wasser\cf1 ; \cf3 ard\'eare \cf1 30 \cf4 brennen\cf1 ; \cf3 ars \cf1 f 4 \cf4 Kunst; \cf3 aud\'ecre \cf1 12\cf4 h\'f6ren, \cf3 aut\cf4 \cf1 22\cf4 oder.\cf1\par \pard\qc\cf2\b B\cf1\b0 \par \pard\cf3 b\'edbere, -\'f4, -\'ee\cf4 \cf3 \cf1 13\cf3 \cf4 trinken\cf3 ; bonus,a,um \cf1 1 \cf4 gut;\cf1 \cf3 brevis \cf1 4 \cf4 kurz.\cf1\par \pard\qc\b C\par \pard\cf3\b0 caecus,a,um blind; cal\'e1mit\'e2s \cf1 19\cf3 \cf4 (Halm)Schaden\cf3 , c\'e1lamus \cf1 19\cf3 \cf4 Halm, \cf3 canis\cf4 \cf1 m.f\cf4 \cf1 19 \cf4 Hund; \par \cf3 caput, itis\cf4 \cf1 n\cf4 \cf1 19\cf4 Kopf, Haupt; \cf3 carmen, inis \cf1 n\cf4 \cf1 32\cf4 Gesang, Lied; \cf3 c\'e2sus \cf4 Fall\cf3 ; \par cella \cf1 8\cf3 \cf4 Zelle, Kammer, Zimmer\cf1 ;\cf3 centum \cf1 19\cf3 \cf4 hundert; \cf3 cista \cf1 8 Kiste, Kasten\cf3 ; \par circ\'famdare, -d\'f4, -did\'ee, -datus \cf1 9\cf3 \cf4 umgeben;\cf3 clam\'e0re \cf1 24 \cf4 schreien, laut rufen; \par \cf3 coelestis,e \cf1 27\cf3 \cf4 himmlisch\cf3 ; comp\'f3situs \cf1 17\cf3 \cf4 zusammengesetzt\cf3 ; \par comput\'e0re \cf1 17\cf3 \cf4 zusamenrechnen\cf3 ; c\'f4nfim\'e1re \cf1 5\cf3 \cf4 befestigen, best\'e4tigen\cf3 ; c\'f2pula \cf1 4\cf3 \cf4 Band\cf3 ; \par corn\'fb \cf1 n 19\cf3 \cf4 Horn; \cf3 cor, cordis \cf1 n 29 \cf4 Herz; \cf3 corpus, c\'f3rporis \cf1 n\cf3 28 \cf4 K\'f6rpe\cf3 r; \par cum \cf1 9, 24 Praep\cf3 .\cf1 bei Abl.: \cf4 mit;\cf3 \cf1 Konjunktion beim Indikativ: \cf4 sooft als, jedesmal wenn\cf3\par c\'fbra \cf1 7\cf3 \cf4 Sorge, Sorgfalt\cf3 ; c\'fbr\'e0re\cf1 7 \cf4 sich k\'fcmmern, (be)sorgen, behandeln, kurieren; \par \cf3 c\'farrere. -\'f4. cuc\'farr\'ee, cursus\cf4 \cf1 5\cf4 laufen, rennen; \cf3 cystis\cf4 \cf1 f 8\cf4 Blase, Zyste.\par \pard\qc\cf1\b D\b0\par \pard\cf3 dare. d\'f4.ded\'ee, datum \cf1 9\cf3 \cf4 geben;\cf3 d\'ea \cf1 bei Abl. 15 \cf4 von, \'fcber;\cf3 d\'ealect\'e0re\cf1 6 \cf4 erfreuen;\cf1 \par \cf3 d\'eal\'e8re\cf1 20 \cf4 zerst\'f6ren\cf1 ; \cf3 d\'eam\'f4nstr\'e0re\cf1 5 \cf4 genau zeigen, darlegen\cf1 ; \cf3 deus, Deus \cf1 20 \cf3 Gott\cf1 ; \par \cf3 d\'eccere, -\'f4, d\'eex\'ee, dictum \cf1 8 \cf4 sagen, sprechen\cf1 ; \cf3 di\'eas\cf1 m. 11 \cf4 Tag\cf1 (f. \cf4 Termin, Frist, Zeitraum\cf1 ) f \par \cf3 d\'eev\'edtiae \cf1 Pl. 11 \cf4 Reichtum\cf1 ; \cf3 doc\'e8re. -e\'f4, -u\'ee, doctum\cf1 20 \cf4 lehren, unterrichten\cf1 ; \cf3 d\'f3minus\cf1 10 \cf4 Herr;\cf1 \cf3 dum\cf1 5 \cf4 w\'e4hrend, solange.\par \cf1 \b E\par \cf3\b0 eg\'f4 \cf1 5\cf3 \cf4 ich\cf1 ;\cf3 erg\'f4 \cf1 13\cf3 \cf4 also, folglich\cf3 ; err\'e0re\cf1 1 \cf4 irren;\cf1 \cf3 esse, sum, fu\'ee\cf1 1 \cf4 sein; \cf3 et\cf4 \cf1 20\cf4 und; \par \cf3 ex, \'ea\cf4 \cf1 bei Abl. 15\cf4 aus; \cf3 excruci\'e0re \cf1 32\cf4 martern, folter, peinigen;\par \cf3 exercit\'e0ti\'f4, \'f4nis \cf1 f. 29 \cf4\f2\'dcbung, Leibes\'fcbung, Sport, Aus\'fcbung.\cf1\f1 \par \b F\b0 \par \cf3\f2 f\'e1brica \cf1 28 \cf4 Wekst\'e4tte, Fabrik; Kunstfertigkeit, kunstvoller Bau; \par \cf3\f1 f\'e1cere, -i\'f4, f\'eac\'ee, factum \cf1 19\cf3 \cf4 machen\cf3 ; f\'e8mina \cf1 9\cf3 \cf4 Frau;\cf3 f\'eder\'ee \cf1 19\cf3 \cf4 geschehen, werden\cf3 ; \par f\'eclius \cf1 32\cf3 \cf4 Sohn\cf1 (-\cf3 a\cf1 \cf4 Tochter\cf1 )\cf3 ; f\'een\'ecre \cf1 32\cf3 \cf4 begrenzen, beenden\cf3 ; firmus \cf1 5\cf3 \cf4 fest\cf3 ; \par fort\'e1sse \cf1 32\cf3 \cf4 vielleicht\cf3 ; fr\'fbctus\cf1 1 \cf4 Frucht.\cf1 \par \b G\par \cf3\b0 gaud\'e8re, -e\'f4, g\'e2v\'ecsus\cf1 \cf3 sum \cf1 (Semidepon.)12 \cf4 sich freuen\cf1 ; \cf3 gaudium \cf1 12\cf3 \cf4 Freude, Vergn\'fcgen,\par \cf3 gen\'fb, \'fbs n \cf4 Knie; \cf3 genus, g\'e9neris \cf1 n\cf4 \cf1 28\cf4 Geschlecht.\cf1\par \cf3\b \cf1 H\b0 \par \cf3 hab\'e8re, -e\'f4, -u\'ee, h\'e1bitum\cf1 3 \cf4 haben, halten;\cf1 \cf3 hi\'e0tus\cf1 15 \cf4 Spalt, Kluft, Schlund\cf1 ; \par \cf3 h\'eelum\cf1 \cf4 F\'e4serchen, Geringf\'fcgiges\cf1 ; \cf3 hom\'f4\cf1 1 \cf4 Mensch;\cf1 \cf3 h\'fbm\'e0nus,a,um\cf1 1 \cf4 menschlich.\par \cf1 \b I\par \cf3\b0\'edgitur \cf1 12\cf4 also. daher\cf3 ; implant\'e1re\cf1 5\cf3 \cf4 einpflanzen\cf3 ; in \cf1 bei Abl., Akk.\cf3 \cf1 10\cf3 \cf4 in, auf, an; \par \cf3 inqu\'ecrere \cf1 32 \cf4 vermissen, aufsuchen, fragen; \cf3\f2\'eere\cf4 gehen; \cf3\f1 is, ea, id \cf1 32\cf3 \cf4 dieser,e,es; er, sie,es. \par \cf1 \cf3\b \cf1 L \b0\par \cf3 laud\'e0re\cf1 1 \cf4 loben;\cf3 l\'eax \cf1 14 \cf4 Gesetz\cf3 ; lib\'e9nter \cf1 10\cf3 \cf1 Adv.\cf3 \cf4 gern;\cf3 liber, br\'ee \cf1 m 27 \cf4 Buch\cf3 ; longus\cf1 1 \cf4 lang. \cf3 l\'fbx. l\'fbc-\cf4 \cf1 20\cf4 Licht; \cf3 l\'fbna\cf4 \cf1 26\cf4 Mond.\cf1\par \pard\qc\b M\par \pard\cf3\b0 mag\'edster\cf4 \cf1 11\cf4 Meister, Lehrer; \cf3 m\'e2n\'e8re \cf1 25\cf4 bleiben; \cf3 mare \cf1 1\cf3 \cf4 Meer;\cf3 m\'e9dicus\cf1 7 \cf4 Arzt;\cf1 \par \cf3 meus \cf1 30 \cf4 mein\cf1 ; \cf3 m\'eelit\'e0re\cf1 2 \cf4 Kriegsdienst leisten; \cf3 min\'edster\cf4 \cf1 11 \cf4 Diener; \cf3 m\'eer\'e0bilis,e \cf4 wunderbar; \par \cf3 m\'eer\'e0culum \cf1 16\cf3 \cf4 Wunder; \cf3 m\'f4tus, -\'fbs \cf1 m. 29 \cf4 Bewegung, \cf3\f2 mov\'e8re: \cf1 31\cf4 bewegen\f1 .\par \pard\qc\cf1\b N\par \pard\cf3\b0 nam \cf1 30\cf3 \cf4 denn\cf3 ; n\'e0ti\'f4\cf1 f.\cf3 \cf2 6\cf3 \cf4 Geburt, Abkunft, Volk,\cf3 \cf4 Nation\cf3 ; n\'e2t\'f9ra\cf1 7 \cf4 Natur;\cf1 \cf3 nauta\cf1 11 \cf4 Seemann\cf1 ;\par \cf3 n\'e2vig\'e0re\cf1 3 \cf4 zur See fahren;\cf1 \cf3 n\'e2vig\'e0ti\'f4\cf1 f. 3 \cf4 Schiffahrt, Seereise\cf1 , \cf3 n\'e2vis,is\cf1 f. 3 \cf4 Schiff;\cf1 \par \cf3 nec\'e9sse\cf1 3 \cf4 notwendig;\cf1 \cf3 neg\'e0re \cf1 32\cf4 verneinen, leugenen. bestreiten\cf1 ; \cf3 nesc\'ecre \cf1 32 \cf4 nicht wissen\cf1 ; \cf3 nih\cf4 il, n\'edhilum, nil15 nichts; n\'f4n 3 nicht; \cf3 n\'f4n\cf4 3 nicht; \cf3 n\'f4s\cf1 5 \cf4 wir;\cf3 noster, -stra, -strum \cf1 30 \cf4 unser; \cf3 novus,a,um\cf4 \cf1 18\cf4 neu; \cf3 nummus\cf4 \cf1 19\cf4 M\'fcnze, Geld\cf3 ; nunc\cf1 10 \cf4 nun, jetzt\cf1 .\par \pard\qc\b O\par \pard\cf3\b0\'f4d\'ee \cf1 32\cf3 \cf4 ich hasse\cf3 ; \'f3leum \cf1 1 \cf4\'d6l; \cf3 opus. \'f3peris \cf1 28 n\cf4 Werk; \cf3 orbis,is \cf1 m 27 \cf4 Kreis(lauf); \par \cf3\f2 ord\'f4, \'f3rdinis \cf1 m !\cf3 \cf1 31\cf4 Reihe, Klasse, Ordnung. \f1\par \pard\qc\cf1\b P\par \pard\cf3\b0 par\'e0re \cf1 25\cf3 \cf4 (vor)bereiten, (aus)r\'fcsten; \cf3 p\'e1ries, \cf1 Gen. \cf3 par\'edetis \cf1 m 30 \cf4 Wand; \par \cf3 passi\'f4 \cf1 f. 29 \cf4 Leidenschaft; \cf3 pec\'f9nia \cf1 19 \cf4 Geld\cf3 ; pecus, p\'e9coris n \cf1 (3.Dekl.!) 19\cf3 \cf4 Vieh\cf3 ; \par p\'e9llere, -\'f4, p\'e9pul\'ee, pulsus \cf1 20\cf3 \cf4 treiben; \cf3 philosophus\cf4 \cf1 25\cf4 Philosoph; \cf3 planta \cf1 5\cf3 \cf4 Pflanze\cf3 ; \par platanus \cf1 11\cf3 \cf4 Platane\cf3 ; po\'e8ta \cf1 11\cf3 \cf4 Dichter\cf3 ; p\'f3pulus \cf1 20\cf3 \cf4 Volk\cf3 ; possess\'ecvus \cf1 17\cf3 \cf4 besitzanzeigend\cf3 ; prof\'fandus \cf1 1\cf3 \cf4 tief\cf3 ; pr\'f3ximus \cf1 30\cf3 \cf4 n\'e4chster\cf3 , p\'f9blicus \cf1 14\cf3 \cf4\'f6ffentlich\cf3 ; pu\'e9lla \cf1 9\cf3 \cf4 M\'e4dchen; \par \cf3 puer\cf4 \cf1 11\cf4 Junge, Knabe; \cf3 put\'e0re \cf1 17\cf3 \cf4 sch\'e4tzen, rechnen; meinen., halten f\'fcr.\par \pard\qc\cf1\b Q\par \pard\cf3\b0 qu\'e2r\'ea \cf1 32\cf3 \cf4 warum\cf3 ; qiaerere,\'f4, qaes\'eev\'ee, qaes\'eetum\cf1 32 \cf4\f2 vermissen, aufsuchen, fragen; \cf1\par \cf3\f1 qu\'ee, quae, quod \cf1 32\cf3 \cf4 welcher,e,es\cf3 ; quid \cf1 21\cf3 \cf4 was?; (irgend)was\cf3 ; qu\'f4 \cf1 10\cf3 \cf4 wohin;\cf3 quoque \cf1 8 \cf4 auch.\par \pard\qc\cf1\b R\par \pard\cf3\b0 rec\'farrere,- \'f4,-(cu)c\'farr\'ee\cf1 5 \cf4 zur\'fccklaufen; \cf3 r\'e9gere, -\'f4, r\'eax\'ee, r\'eactum\cf4 \cf1 10\cf4 herrschen, regieren;\cf3\par r\'e9gi\'f4 \cf1 f. 29 \cf4 Richtung; Gegend\cf1 ; \cf3 requ\'ecrere \cf1 32 \cf4 vermissen, aufsuchen, nachforschn, fragen\cf1 ; \par \cf3 r\'eas\cf4 \cf1 f.11 \cf4 Sache; \cf3 revol\'f9ti\'f4, \'f2nis \cf1 f 27 \cf4 Umdrehung; \cf3 r\'eax\cf4 \cf1 10\cf4 K\'f6nig;, \par \cf3 r\'fampere. -\'f4, r\'fbp\'ee, ruptum\cf4 \cf1 20\cf4 (zer)brechen.\cf1\par \pard\qc\b S\b0\par \pard\cf3 sal\'fbs, -\'f9tis \cf1 f. 11 \cf4 Gesundheit, Heil\cf3 ; s\'e2n\'e0re\cf1 7 \cf4 heilen;\cf1 \cf3 sanguis \cf1 m 29 \cf4 Blut\cf1 ; \cf3 s\'e2nus\cf1 7 \cf4 gesund\cf1 ; \par \cf3 sat, satis \cf1 23 \cf4 genug\cf1 ; \cf3 sc\'eere, sci\'f4, sc\'eev\'ee, sc\'eetum \cf1 32 \cf4 wissen, kennen\cf1 ; \cf3 s\'ea\cf1 11 \cf4 sich\cf1 ; \par \cf3 semper\cf1 11 \cf4 immer\cf1 ; \cf3 sen\'e0tus\cf1 20 \cf4 Senat\cf1 ; \cf3 sent\'ecre, -i\'f4, s\'eans\'ee, s\'eansum\cf1 12 \cf4 f\'fchlen\cf1 ; \par \cf3 serva\cf1 9 \cf4 Magd, Sklavin;\cf1 \cf3 servus\cf1 9 \cf4 Knecht, Sklave;\cf1 \cf3 sex \cf1 27 \cf4 sech\cf1 s; \cf3 silva\cf1 10 \cf4 Wald;\cf1 \par \cf3 s\'ee\cf1 23 \cf4 wenn, falls; ob\cf1 ; \cf3 sine\cf1 9 \cf4 ohne;\cf1 \cf3 sol, is\cf1 m 18\cf4 Sonne\cf1 ; \cf3 sp\'ear\'e0re\cf1 5 \cf4 erwarten, hoffen;\cf1 \par \cf3 sp\'eer\'e0re\cf1 5 \cf4 atmen; \cf3 sub \cf1 bei .Abl., Akk.18\cf4 unter; \cf3 supr\'e9mus \cf1 14 \cf4 oberst, h\'f6chst; \par \cf3 suus \cf1 30 \cf4 sein (eigener).\cf1\par \b T\par \cf3\b0 tac\'e8re \cf1 23\cf3 \cf4 schweigen; \cf3 tantum \cf1 11 \cf4 nur; \cf3 t\'fb \cf1 5\cf3 \cf4 du\cf3 (t\'ea \cf4 dich\cf3 ); turris,is \cf1 f 27 \cf4 Turm;\cf3 tuus \cf1 30 \cf4 dein.\cf3\par \pard\qc\cf1\b U\par \pard\cf3\b0 ut \cf1 21 Konjugation: \cf4 dass, damit\cf1 ; Adverb: \cf4 wie\cf1\par \pard\qc\b V\par \pard\cf3\b0 v\'e2dere, -\'f4 \cf1 10 \cf4 gehen;\cf3 vari\'e0re\cf1 6 \cf4 (sich) unterscheiden, \'e4ndern;\cf1 \par \cf3 vari\'e0ti\'f4\cf1 6 \cf4 Verschiedenheit, \'c4nderung; \cf3 ven\'ecre \cf1 12\cf3 \cf4 kommen\cf3 ; \f2 v\'earus,a,um \cf1 (31) \cf4 wahr; \par \cf3\f1 vester, -stra, -strum \cf1 30\cf3 \cf4 euer\cf3 ; \par via \cf1 1\cf3 \cf4 Stra\'dfe, Weg\cf3 ; vid\'e8re, -e\'f4, v\'eed\'ee, v\'eesum \cf1 12\cf3 \cf4 sehen\cf3 ; v\'eenum \cf1 13\cf3 \cf4 Wein\cf3 ; \par virt\'fbs\cf1 f 11\cf3 \cf4 Tugend, Tatkraft, Mut\cf3 ; v\'eerus \cf1\ul n\cf3\ul0 \cf1 11\cf3 \cf4 Schleim, Geifer, Gift\cf3 ; v\'eeta\cf1 2 \cf4 Leben;\cf1 \par \cf3 v\'ecvere, -\'f4, v\'eex\'ee, v\'eect\'f9rus \cf1 2 \cf4 leben;\cf1 \cf3 v\'f4c\'e0lis,is \cf1 f\cf3 \cf1 26 \cf4 Vokal; \cf3 v\'f4c\'e0re\cf1 8 \cf4 rufen\cf1 ;\cf4 \cf3 v\'f4s\cf4 \cf1 5\cf4 ihr;\par \cf3 v\'f4x, v\'f4cis \cf1 f\cf4 \cf1 26\cf4 Stimme.\cf1\par \cf0\par } А+╔;И╛└╫ oft \cf4 h\par \cf1 19b\cf2 )\cf3 facere, f\'eder\'ee\par \cf1 20a) \cf3 -que\cf2 , Perfekt\par \cf1 20b)\cf3 \cf2 Konjunktiv\cf3 fiat\par \cf1 20c)\cf3 \cf2 Stammformen, PPP, Supinum I,\cf3 -\'fbrus, \cf2 Verba anomala\par \cf1 21\cf2 ) \cf3 ut\cf2 b. Konj., (\cf3 ali\cf2 )\cf3 quid\cf2 , \cf3 quid\cf2 ? \par \cf1 22a\cf2 ) Konj. Praes. von\cf1 \cf3 esse\par \cf1 22b\cf2 ) \cf3 ut\cf2 als Adv.\par \cf6\f2 23\cf2\f1 ) 2.Konjug: Praes. Ind. Akt.; -\cf7 unt \cf2 (3.Konj.)\par \cf6\f2 24\cf2\f1 ) \cf3 cum\cf7 \cf2 Konjunktion b. Ind.\par \cf6\f2 25\cf2\f1 ) Plusquamperfekt (Konjunktiv), Dehnungsperfekt, Letztsilbenbetonung dt. Fremdworte \tab (Philosoph, Motor)\par 26) Akk.Sg. \cf3 -em\cf2 , substantivierte Adj., 3.Dekl. (kons., i-, gemischt: \cf3 -i,-ia,-ium; -im\cf2 ), \par \tab Gen.Sg.\cf3 -is\cf2\par \cf6\f2 27\cf2\f1 ) \'dcberblick 3.Dekl\cf3 .\par \cf6\f2 28\cf2\f1 ) weiter -\cf3 us\cf2 -W\'f6rter der 3.Dekl.\par 29) -\par 30) Possessivpron., Pr\'e4s. Ind.Pass.\par \par Am Schluss Zusammenstellungen zu den Deklinationen und Konjugationen\par }