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Lateinische Aussprüche, Redewendungen,
Sprichwörter, Rechtsformeln, Devisen und Floskeln mit der
Sammelbezeichnung Dicta sind zu finden unter:
A
Ab Ac
Ad Ae
Af Ag
Ai Al
Am An
Ap Aq
Ar As
At Au
Av Ba
Be Bi Bl Bo Br Bu Ca Ce
Ch Ci
Cl Coa
Com Conc
Cons Cor
Cr Cu
Da De
Di Do
Du Ea
Ed Eh
Eo Et
Ex Fa
Fe Fi Fo Fr Fu Ga
Ge Gl
Gr Gu
Ha He
Hi Ho
Hu I(a)
Ig Il
Im In
Inc Ine
Ing Ini
Ins Int
Inv Io
Ir It
Iu La
Li Lu
Li Ma
Me Mi Mu Na
Ne Ni
No Nu
Ob Od
Om Or
Pa Pe
Pl Po Pr Qua
Qui Quo
Ra Ri
Sa Sp
Su Su Ta Ti
Ub Us
Va Vi
Zo
Die Dicta lagen seit den
früheren 90er Jahren offline im JOT-Format vor. Am 20.4.2004 hatte ich die
meisten von ihnen, aber ohne zusätzliche Information (Quellen usw.) von A
bis Z in die Onlinefassung übertragen. Onlline- und Offlinefassung liefen
nebeneinander her. Vom 1. 8. 2007 an habe ich alle zusätzlichen
Informationen der herunterladbaren Offlinefassung in die hier vorliegende
Onliinefassung überführt. Die Offlinefassung ist dadurch
überflüssig geworden und wird nicht weitergeführt. Sie ist nicht
mehr erhältlich. Damit verbunden war eine Änderung der
alphabetischen Reihenfolge. Die Sortierung erfolgt jetzt
wortweise und nicht wortübergreifend. Der Wegfall der Doppelarbeit
spart Zeit. Diese kommt dem schnelleren Wachstum der Sammlung zugute. (Trotzdem
kann ich aus Altersgünden die bisher herangezogenen Sekundärquellen nicht mehr vollständig
exzerpieren. Und es kommen ständig weitere Sekundärquellen
hinzu.)
In vielen Sammlungen findet man
lateinische Sprichwörter, Redewendungen, (Aus-)Sprüche, Zitate,
geflügelte Worte, Adagia, Apophtegmata, Sentenzen, Devisen, Floskeln,
Aperçus, immer wieder die gleichen oder leicht variiert, aber doch auch
immer neue und nur in einer einzelnen vorkommende. Ich fasse diese kaum scharf
gegeneinander abgrenzbaren Gruppen als Dicta
zusammen.
Diese Sammlungen sind Sekundärquellen oder eher noch
Tertiärquellen (usw.), da ihre Kompilatoren sich die Zitate höchstens
ausnahmsweise aus den Originalschriften der Autoren zusammensuchen. Ich lege
meiner Auflistung möglichst viele Sammlungen zugrunde und
berücksichtige sie nahezu vollständig. Nur ausnahmsweise lasse ich
dort vertretene Zitate aus: wenn sie als Aussagen, Aufforderungen oder Fragen
keine Allgemeingültigkeit beanspruchen, zu umfangreich oder allzu banal
sind. Die für meine Kollektion ausgewerteten Sekundärquellen sind in
einer Liste zusammengestellt. Es sind bisher 70 gedruckte oder digitale
Dicta-Sammlungen. Aus diesen habe ich erst den bei weitem kleineren Teil der
dort auffindbaren Dicta aufgezählt. Immerhin übertrifft die Sammlung
an Zahl der Dicta bereits jetzt mit nahezu 8000 die Mehrzahl der gedruckten
Sammlungen. "Man sollte eine solche Zusammenstellung nicht
bis zum Erbrechen fortführen", meint K.-Weber (RD143). Das trifft für
ein Buch zu, das zum Lesen bestimmt ist. Gegenüber einer schier
unendlichen Aufhäufung, ist es Sache des mäßigen einzelnen,
rechtzeitig vor dem Erbrechen aufzuhören wie bei jedem Genuss von Speis
und Trank.
Die Auflistung der Dicta ist keine Plagiierung,
sondern Zitierung unter Angabe aller Sekundärquellen, in denen ich bisher
ein bestimmtes Dictum gefunden habe. Sie ist also kaum mehr als ein
Gesamtinhaltsverzeichnis vieler gedruckter oder im Internet befindlicher
Sammlungen und regt zur Benutzung der Sekundärquellen an. Überdies
haben sich die meisten Sammlungsherausgeber, wie gesagt, auch nur oder ganz
überwiegend aus anderen Sekundärquellen bedient. Die Angabe der
Fundstellen bei jedem Dictum in der Offlinefassung gibt darüber einige
Aufschlüsse: Die Kombinationen der Sekundärquellenindices wiederholen
sich oft durchgehend, weil einige Kompilatoren nur wenige und meist immer die
gleichen Sekundärquellen nutzen. Die klassische Überlieferung ist
nicht geistiges Eigentum dessen, der sie abschreibt. Die Literaturangaben
lassen sich eher als Werbung für die benutzten Übermittler verstehen,
zumal bei mir alle dort meistens vorhandenen Hinweise zur Herkunft,
Rezeptionsgeschichte, Bedeutung, und oft auch sprachliche Einzelheiten fehlen
oder sehr knapp gehalten sind, und die meisten Übersetzungen von mir
verändert worden sind (s.u.). Naturgemäß entbehrt eine
solche Sammlung und Zusammenstellung weitgehend der Originalität. Aber es
gilt noch, was Erasmus von Rotterdam sagte: Perfacile est, aiunt, proverbia scribere cuivis.
Sehr leicht ist, sagt man, Sprichwörter
aufzuschreiben für jeden. Haud nego, sed
durum est scribere chiliadas. Ich
bestreite es nicht, aber hart ist es, Tausende zu schreiben. Qui mihi non credit, faciat licet ipse periclum.
Wer mir nicht glaubt, mache immerhin
selbst den Versuch. Mox fuerit studiis aequior
ille meis.
Bald wird er
meinen Studien gewogener sein.
Darüber hinaus habe ich Dicta in lateinischen
Originalwerken (Primärquellen) erfasst, die mir bisher in keiner Sammlung
von Zitaten, Redewendungen oder Sprichwörtern begegnet sind. Eine
ergiebige Quelle stellt die Bibel dar, wobei oft eine unterschiedliche
Bedeutung des Originals (in der Vulgata) gegenüber den für die
Christen präparierten deutschen Fassungen überrascht. Manches
entstammt auch lateinischen Zitaten, wie sie bisweilen in neusprachlichen
Texten eingestreut sind. Eigene Neubildungen sind demgegenüber sehr
selten. Bei all diesen Ergänzungen und Erweiterungen fehlen
naturgemäß die Indices der durchgesehenen Sekundärquellen.
Die Aufnahme eines Dictums besagt nicht, dass ich
dessen Aussage gutheiße. Oft bin ich ausgesprochen gegenteiliger
Ansicht.
Floskelhafte Satzbruchstücke sind nur zum Teil
aufgenommen, Inschriften, Devisen noch seltener, Benennungen
(Fachausdrücke) so gut wie nie. Von Ausnahmen abgesehen, handelt es sich
bei den echten Dicta um Aussagen, wenn auch im Latein oft das
Prädikat, z.B. die Kopula, nicht ausgedrückt ist, um
Aufforderungen oder Anrufungen, auch um rhetorische
Fragen. Wahlsprüche (Devisen) sind je nachdem mehr Aussagen oder
(Selbst-)Aufforderungen. Titel un Anfänge von bekannten Büchern und
bedeutenden Abhandlungen finden sich in einzelnen Fällenin. Ansonsten bin
ich in der aufgenommenen Auswahl meistens den Sammlungen gefolgt; dort
Aufgeführtes habe ich oft gebracht, auch wenn es mir nicht ganz hierher zu
gehören schien. Manches habe ich weggelassen. Sehr lange Literaturzitate,
eher Vorlesungen als Aussprüche, die sich in manchen Sammlungen finden,
habe ich nicht aufgenommen. Zwei bis drei Zeilen sollten für ein Dictum
das Äußerste sein, das diesen Namen verdient. Andererseits sind nur
selten einzelne Wörter aufgenommen. Die Dictasammlung ist kein
Wörterbuch. Die engste Berührung oder sogar Überschneidung mit
lateinischen Lexika ergibt sich bei sprachlichen Wendungen (Idiotismen).
Ausführliche Wörterbücher bringen dagegen häufig Dicta;
zwei von ihnen habe ich unter "meine" Sekundärquellen aufgenommen.
Gänzlich auszuschöpfen ist ihr dahingehender Inhalt für mich
nicht mehr.
Die Hinzufügung der Übersetzungen kostet viel
Zeit. Fast immer gibt es beim Übersetzen etwas nachzuschlagen und zu
bedenken. Ohne Übersetzung sind die Dicta aber für einen
"Nichtlateiner" kaum zu nutzen und folglich kaum von Interesse. Deshalb habe
ich am 19.1.2000 mit dem Übersetzen begonnen und wenigstens einige (und
mit der Zeit immer mehr) deutsche Entsprechungen eingefügt.
Die
relative Worttreue der Übersetzung ziehe ich gutem deutschen Stil,
geistvoller Wendung oder Herausarbeitung der Bedeutung vor, damit die
unmittelbare Entsprechung deutlicher werde. (Mehr Leute können
geistreicheln als Latein.) Deshalb erscheinen hier geläufige deutsche
Redensarten oft schwerfällig umschrieben. So findet sich statt des
analogen "seine Haut zu Markte tragen" wörtlicher "Um seine Haut spielen".
Es handelt sich nicht um prägnante Nachdichtunenum, die zu deutschen
Redewendungen mutiert sind. Der deutsche Text dient vielmehr als Einhilfe in
Übersetzung und Verständnis des lateinischen Dictums. Wer versucht,
an den Dicta sein Latein aufzubessern, wird mir mein Bemühen um Worttreue
in den Grenzen des Möglichen zu danken wissen. Der Deutschlehrer, der
Latein als Umweg ansieht, sich in gutem Deutsch ausdrücken zu lernen, wird
freilich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wenn ich
ausnahmsweise eine freie Übersetzung oder gar ein deutsches
Pendentsprichwort ähnlichen Sinnes verwende oder übernommen habe, ist
diese(s) in Anführungsstriche gesetzt. Wie weit poetische
Sprachfindung vom ursprünglichen Sinne abführt, ist oft
erstaunlich. Dicta eignen sich gut dazu, die eignen lateinischen
Vokabelkenntnisse und die Übersetzungsfähigkeit zu verbessern. Das
und das Nachdenken über ihre Bedeutung rechtfertigt die Beschäftigung
mit ihnen weitaus mehr, als ihr Auswendiglernen bei fehlendem Sprach- und
Sinnverständnis, um zu versuchen, gelegentlich im Gespräch, in
kleinen Reden oder Geschriebenem mit ihnen Eindruck zu machen. Ihre glanzvolle
Wirkung könnten sie beim Nichtlateiner auch erzielen, wenn sie inhaltlich
gar nicht am Platze oder frei erfunden und gar kein Latein sind. In den meisten
Fällen wird einem derartige Angeberei verübelt, vor allem von denen,
die nicht dazu in der Lage sind, es dem Applikanten gleichzutun (u.a.weil sie
diese Seiten zu selten einsehen.) An falscher Aussprache, Betonung oder
Silbenlänge wird der Nichtlateiner sehr oft zu erkennen sein (s.u.!). Man
sollte sich in solchen Fällen die angeblich nicht verstandene genauere
Konstruktion erklären lassen. "Alle" Dicta zu erfassen ist auch
für den jugendlichen Kompilator oder eine Lebenszeiten überdauernde
Arbeitsgruppe eine unlösbare Aufgabe. Es mag zwar in gewisser Weise einen
Kanon von Redewendungen geben, die einer gewissen Schicht Gebildeter mehr oder
weniger wahrscheinlich bekannt sind. Aber im Grunde können alle
Allgemeinaussagen und Appellationen, wenn sie mindestens für einzelne
Gruppen Geltung beanspruchen, als Dicta bezeichnet zu werden. Der Wortlaut ist
nur festgelegt, wenn es sich um Zitate aus überlieferten Texten handelt.
Und es können jederzeit beliebig viele Aussprüche neu gebildet
werden.
Ordnung der
Eintragungen
Die einzelnen Dicta sind alphabetisch geordnet. Die
Ordnung erfolgt wortweise, d.h. die
Anfangswörter sind alphabetisch geordnet, und nicht
wortübergreifend, indem das ganze Dictum wie ein Wort behandelt wird.
Ab ovo steht vor Abcedere. Alle mit dem selbständigen Wörtchen
A beginnenden Dicta stehen vor den mit dem Wort
Ab beginnenden. Dann erst folgen die
Zusammensetzungen wie Abacus. So ist die
Auflistung übersichtlicher, das Einordnen für Kompilator und User
einfacher. Fehler in der Reihenfolge und auf solchen Fehlern aufbauende
fälschlich parallellaufende Sequenzen werden seltener und
auffälliger. Durch eckige Klammern werden mehrere Varianten in einer
Eintragung berücksichtigt.. Selten sind Hinweise auf Schreibvarianten,
die mehrere Dicta betreffen an den passenden Stellen des Alphabets wie
"Nihil siehe auch Nil !. Die
alphanumerischen Zeichen am Ende der Eintragungen (F123, LE810, HK, E
...) verweisen auf andere Sammlungen lateinischer Redewendungen oder
ähnliche Sekundärquellen Allgemeine
Hinweise sind ohne Bezug auf das Alphabet über den gesamten Text
verteilt.
Der gesamte Text ist auf mehrere Dateien nicht streng gleichen
Umfangs verteilt. Die Gliederung in mehrere Dateien ermöglicht eine
schnellere Darstellung, hat aber den (großen) Nachteil, dass (im
Unterschied zur früheren JOT-Fassung als einer einzigen großen Datei
[namens dicta.jot]) keine durchgehende Suchfunktion etwa nach Begriffen wie
"Arbeit". "Ehrgeiz", "Fuchs" verfügbar ist.
Einzelne Eintragung (eines
Dictums)
Überschreitet die Länge einer einzelnen
Eintragung 900 Pixel, wird ein Zeilensprung erzwungen. Alle darauf folgenden
Zeilen, selten drei, ganz selten mehr als drei, sind
eingerückt.
Der lateinische Text (rot)
begann bis zum 7.3.2009 immer mit einem Großbuchstaben. Seit diesem
Termin erfolgte die (allmähliche) Umstellung auf Kleinbuchstaben, wenn das
Dictum keinen Satz darstellt (also wie in der deutshen Übersetzung). In
mittel- und spätlateinischen Dicta bin ich oft der zeitentsprechenden
Rechtschreibung gefolgt und habe vor Vokal j statt i geschrieben. U und v
werden unterschieden. Ein monotheistischer Gott wird groß geschrieben:
Deus. Sehr selten sind Vokale in betonter Silbe unterstrichen-Alternativen
des Wortgebrauchs stehen in eckigen Klammern, mögliche Erweiterungen in
runden Klammern. (Dort stehen aber auch Erweiterungen, die
nur im Deutschen, nicht imLatein, notwendig sind , z.B. die Kopula:
Sola bona quae honesta. Einzig gut (ist), was ehrbar ist.) Die derart
variablen Texte entsprechen den Fassungen in verschiedenen Zitationen. Welche
Fassung welcher Sekundärquelle zuzuweisen ist, ist nicht erkennbar.
Sollte das von Interesse sein, muss man die Quellen vergleichen
oder, wenn es sein muss, eine Anfrage per
eMail an mich richten. Manchmal steht "sive", "auch" o.ä.
(schwarz, kursiv) in der Klammer vor der Variante. [X] weist auf eine
Vertauschbarkeit in der Reihenfolge hin. Bezieht sich die Vertauschbarkeit auf
mehrere zusammengehörige Wörter, dann sind sie durch "_" verbunden
(z.B. Actor forum _ rei [X] sequitur oder
res_ severa
[X] verum_gaudium
est ). Ist ein Autor angegeben, dann kann nur
eine Lesart die auf ihn zurückgehende ursprüngliche Fassung sein, es
sei denn, er selbst hat das Dictum an verschiedenen Stellen (zu verschiedenen
Zeiten) formuliert oder es existieren verschiedene Lesarten der Quelle oder sie
ist nur noch sekundär überliefert und wird ihm lediglich
zugeschrieben. Am übersichtlichsten ist eine Zusammenstellung von
Originalfassungen nicht auch noch zusätzlich im allgemeinen Text,sondern
in einem gesonderten Textanhang. / markiert das
Ende einer Verszeile (kann u.U. fehlen). In einigen Fällen wurden
Hexameter durch nachgesetztes {H}, Pentameter durch {P} und
Disticha durch nachgestelltes {HP} gekennzeichnet. Zäsuren im Vers
können durch | markiert sein.
Handelt es sich bei der Eintragung
um einen Satz, dann wird sie durch ein Satzzeichen geschlossen: einen Punkt bei
Aussagen, ein Ausrufungszeichen bei Aufforderungen oder emotionalen, auch
fragenden Ausrufen (z.B. "Ist das die
Möglichkeit!"), ein Fragezeichen bei Fragen. Nach
erweiterten Infinitiven folgt kein Satzzeichen. Bis vor kurzen
stand am Ende kein Satzzeichen. Ganz früher. um Speicher zu sparen.
Häufig erweist es sich als nicht einfach, das passende Zeichen zu
wählen. Die Umstellung auf Zeichen am Ende des Dictums wird längere
Zeit dauern. Zweifelsfälle werde ich bis zum Schluss
aufbewahren.
In wenigen Fällen habe ich den Vokal der
betonten Solbe unterstrichen öder z,B, zur leichteren Identifizierung von
Endungen einen Vokal mit darübergesetztem Längenzeichen (Apex) ^
gekennzeichnet. In diesem Falle handelt es sich also immer um naturlange
Silben. Der deutsche Text (blau) beginnt mit
einem Großbuchstaben und endet mit einem Satzzeichen, wenn es sich um
einen Satz handelt. Erweiterte Infinitive werden nicht als Satz angesehen.
Näheres siehe im vorhergehenden Paragraphen über den lateinischen
Satz. Es ist nicht gesagt, dass der deutsche Satz mit dem
gleichen Zeichen enden muss wie der lateinische (?). Alternativen
stehen in eckigen Klammern, mögliche Erweiterungen in runden Klammern. In
runden Klammern stehen auch Vervollständigungen des deutschen Satzes. die
im Lateinischen fehlen. etwa die Kopula (ist bei
fehlendem est.) Seit dem 19.8.2007 sind auch
einige Dicta, bisher erst ganz wenige, in die internationale Sprache
Esperanto (grün) übersetzt. Mit nachstehendem * habe ich
Übersetzungen gekennzeichnet, die ich nicht selbst gemacht habe. Die
Esperanto-Fassung steht hinter der deutschen, wenn dadurch nicht enge
Verbindungen und Sinnzusammenhänge zum schwarzen Erläuterungstext
unterbroochen werden. (Eine ganze Sammlung von lateinischen
Sprichwörten mit ihrer Esperanto-Entsprechung verdanken wir Herrn
Kocher
aus Rio de Janeiro. Ich bemühe mich auch in der Esperanto-Version um eine
möglichst wörtliche Übersetzung. Die freie Wortstellung im
Esperanto und seine einmalige Flexibilität in der Wortbildung
ermöglichen eine relativ wortgetreue Wiedergabe.)
Den Textfassungen
folgen Erklärungen, Kommentare und Andeutungen auf Deutsch kursiv
in schwarzer Schrift. Bisweilen stehen sie in spitzen Klammern,
oft ohne jede Klammer. Seit dem 20.12.2009 gibt es zudem auf einer
eigenen Seite Anmerkungen, zu denen Links von einzelnen Dicta nachgesetztem
(>>Anm.) hinführen. Das jeweils erklärte
Wort ist rot und kursiv. Nicht kursiv und schwarz sind -
Nachträge, die den Satz durch eine Fortsetzung erläutern, die nicht
im lateinischen Text vorgegeben ist. (z.B.
"gedachter [innerer]Vorbehalt gegen einen Eid"
oder "(Er ist) nicht einmal einen Sack wert
, um darin eingenäht ertränkt zu werden."
oder "Sacrificium intellectus
Opfern des Verstandes für Glauben wider
besseres Wissen). Solche Erläuterungen können auch, durch
schwarze Schrift kenntlich in den Text eingeschoben sein (z.B. Am Himmel werden wir Daedalus und Icarus
es versuchen.) - Bezeichnung der Art
eines Dictums (z.B. Inschrift, Sonnenuhrenspruch [Inscriptio
horologii solarii], Ordensdevise) - die ursprüngliche
(primäre) Quelle (Autor, Buch) -
veröffentlichte Sammlung von Redewendungen als Sekundärquelle, in der ich das Dictum (bereits)
gefunden habe. Die Angabe erfolgt in Form einer meist alphanumerischen
Abkürzung, bei der die schließende Zahl die Seite der von mir
benutzten Buchpublikation angibt (z.B. E, N435, MY12).
Finden sich Angaben auf mehreren Seiten derselben Publikation, so ist
die Zahlenreihe durch ein Semikolon geschlossen (z.B.
RE124,231; S23, UD145). Vorkommen in einschlägigen
Zusammenstellungen im Internet sind in entsprechender Weise nur vermerkt, wenn
sie mir nicht in gedruckter Form vorliegen. - u.U. Verweis auf ein im
Wortlaut oder in der Bedeutung ähnliches oder ein in einem etwas
längeren Kontext zitiertes Dictum (z.B.: Vgl. Nodus malus
... ). Diese Verweise erscheinen immer in schwarzer Schrift,
während in den Anmerkungen zitiertes Latein sonst meistens rot geschrieben
ist, Nicht selten wird durch Links auf andere Stellen in den Dicta, auf
andere meiner Seiten oder auf fremde Seiten im Internet verwiesen. Alle
Arten von Anmerkungen in schwarzer Schrift sind durch doppelte
Schrägstriche getrennt. Manche Textzeilen sind keine Dicta, sondern
Verweise (mit >>) auf das gleiche, in der Wortfolge abweichende anders
geschriebene oder länger gefasste Dictum z.B. "Lacrimae rerum >> Sunt lacrimae rerum". (Häufig aber sind
auch derartige Varianten in einem Dictum selbst vermerkt und die Abweichungen
durch eckige oder runde Klammern angegeben).
Eigene Textzeilen,
meistens in fetter schwarzer Schrift, geben Hinweise zur Benutzung (ggf. mit
Links) oder auf eine andere Schreibweise für eine Gruppe ähnlich
anlautender Dicta (z.B. j neben i),
Suchen und Finden
Ein bekanntes lateinisches Zitat, Autoren und
Sekundärquellen und andere Verweise finden Sie im Menü am Kopf dieser
Seite. Sie können hier auch die Dicta verlassen. Aus dem Text können
Sie zu diesem Menü und damit zu anderen Dicta durch Anklicken der Hinweise
"zum Menü" kommen. Sie können auch am Ende jeder Seite über
"perge weiter" zur
alpahabetisch folgenden Seite blättern.
Da meine Zusammenstellung
aus 23 Dateien besteht, wird mit der Suchfunktion des Browsers nicht das ganze
Alphabet erfasst. (In der nun verlassenen Offline-Fassung im
JOT-Format war das günstiger, weil alles in einer Datei zusammengefasst
war.) 23 einzelne Seiten zu durchsuchen, ist mühsam und langwierig.
Die relativ schlichte Suchfunktion des MS-Internet Explorers findet sich im
Klappmenü "Bearbeiten" an letzter Stelle unter "Auf dieser Seite suchen
...." Strg + F. Als spezielle Software angebotene dateiübergreifende
Suchprogramme haben mich nicht zufriedengestellt. Hat man alle Dateien
heruntergeladen, dann helfen allgemeine Desktop-Suchprogramme wie Copernic
Desktop Search. (Bevor Sie ausschließlich mit einmal heruntergeladenen
Dicta-Dateien arbeiten, bedenken Sie, dass diese durch Neuaufnahmen und
Fehlerkorrekturen schnell veralten .) Bedienen Sie sich eines
Internet-Suchdienstes, so scheitern Sie an der Fülle der Ergebnisse, zumal
wenn Sie nur ein Wort und nicht eine Redewendung ganz oder teilweise eingeben.
Corvus ergab z.B. bei Google 2.340.000 Treffer,
Corvus oculos voret 39 Treffer (mit meiner
Sammlung in der Top-Position), Corvus oculos voret, canis
intestina, c(a)etera membra lupus 9 Treffer. Aber, wenn Sie das ganze
Dictum kennen, können Sie es gleich in meiner Sammlung aufsuchen. Doch
selbst dabei kann es zu Schwierigkeiten kommen durch andere Zitier- oder
Schreibweisen (etwa j anstatt i) oder durch den Kontextausschnitt, in dem der
Ausspruch zitiert wurde. Das erste Wort ist hier entscheidend. Sucht man
Tua res agitur ..., so findet man es im Alphabet
unter Nam tua res agitur ..... Ohne nam wäre das isolierte Dictum
eher besser: nam denn
knüpft an Davorstehendes an. Aber erst durch nam wird die Zeile, wird der Hexameter komplett.
Zwei Wörter (Substantiv und Adjektiv, Substantiv und Genitiv, Substantiv
und Prädikat) können die Reihenfolge tauschen; man suche auch beim
vermeintlich zweiten Wort. Beim Zitieren lateinischer Redewendungen wird
man sich immer bemühen, nicht für einen Scharlatan, sondern für
einen Kenner gehalten zu werden (durch richtige Aussprache und richtige
Vokallänge und Wortbetonung oder metrische Betonung, richtige Endungen),
so man kann. Wer Latein gelernt hat und sich noch daran erinnert, wird in
ex libris das zweite i lang sprechen und mit viel
Glück das erste kurz. Keine Sammlung von Redewendungen wird dem
Nichtlateiner in derartigen überhäufigen Fällen surchgehend
weiterhelfen. Wer sich nicht ganz sicher ist, zitiere Lateinisches nur vor
solchen, von denen er weiß, dass sie erst recht keine Ahnung haben, sage
also ihnen (oder beiden Seiten) Unverständlches aus purer Angeberei
auf. Ein vermeintliches Sprachgefühl gilt (in engen Grenzen)
bestenfalls für die eigenen Muttersprache. Fast jeder wird das
o in oleum
Öl für lang und das
u in fructus für
kurz halten. In beiden Fällen irrt er sich,. Wer ein passendes Zitat
sucht, geht meistens von einem Thema oder einem Leitbegriff aus. Viele
Sammlungen sind daher nach solchen Stichwörtern geordnet. Manche hat bei
alphabetischer Ordnung ein entsprechendes Sachregister. Man suche unter
mehrerern verwandten Begriffen! Bei mir wird nicht selten auf andere Dicta
verwiesen, um diesen schwierig zu erfüllenden Suchwunsch zu
berücksichtigen, allerdings viel zu selten. Stöbern Sie öfter -
und schon bevor Sie einmal dringend fündig werden müssen - in meiner
Zusammenstellung, markieren oder notieren Sie sich interessante Wendungen, auf
die Sie vielleicht irgendwann zurückgreifen wollen. Und merken sie sich
einige passende Aussprüche, die Sie ab und zu gebrauchen wollen.
Leider enthalten meine Listen sehr häufig Schreibfehler und die
deutschen Übersetzungen sind oft chwefällig im Bemühen, dem
Original möglichst genau zu entsprechen. Bevor Sie daher eine
Redewendung übernehmen, um sie schriftlich oder vor einem anspruchsvollen
Hörerkreis mündlich zu zitieren, sollten Sie sich absichern.
Überprüfen sie das gewählte Zitat an einer der angegebenen
Quellen oder in einer Suchmaschine des Internets.
Zahl der bisher erfassten Dicta
Um die Zahl der bisher erfassten Dicta abschätzen
zu können, wurde mit Markierung aller Dicta in abgezählten Portionen
begonnen. Diese sich ständig änderten Anzahlen müssten laufend,
bzw. im Schätzbereich vor einer Zählung aktualisiert werden. Das
wäre ein großer Aufwand an Zeit, die ich nützlicher zur
Vervollständigung meiner Dicta-Zusammenstellung verwerten
könnte. Statt dessen habe ich zunächst einen einfacheren Weg
beschritten: Es ist mir bekannt. dass das von mir als Sekundärquelle
verwendete Buch "N" 3000 gedruckte Dicta enthalten soll. Zähle ich in
einem oder mehreren Abschnitten meiner Sammlung, in einem Bereich der n Dicta
aus diesem Buche umfasst, diese n einschließend, x Dicta aus, so sollte
bei überall gleichem Verhältnis, die Zahl meiner Dicta sich zu 3000
verhalten wie x : n. Bei einer Prüfung kleinen Umfangs am 6.4.2008 (n=100,
x=268) von "Pa" bis "Plus apud" wären das 8040. (Vor der
Zählung musste meine Alphabetisierungsweise nach Art der in N vorliegenden
Sortierung rückgesetzt werden.) Ich werde den Stichprobenumfang
vergrößern und auf weiteere Bereiche ausdehen..
Dank
Mein besonderer Dank gilt Frau Helgard Wiltsch, die
ohne Entgelt im gesamten Text Korrektur gelesen hat. Ihr Beruf als Lehrerin und
später jahrelang als Korrektorin gab ihr dazu professionelle Qualifikation
und Fertigkeit. Allerdings vermag sie nicht zu verhindern, dass ich bei fast
jeder Neueintragung wieder neue Fehler hineinbringe. Aber sie begleitet den
Fortgang aufmerksam und ist mir ein willkommener Berater und
Gesprächspartner bei meiner auswuchernden Sammeltätigkeit. Sie
interessiert sich über die Dicta hinaus für eine Reihe der von mir
aufgegriffenen Themen, wie es mir bei anderen nie vorgekommen ist. Das wird
damit zusammenhängen, dass die klassische Lehrerbildung eine thematische
Breite des Wissens und der Kultur vermittelt (hat), wie kein anderes
Fachstudium.
Nicht selten erhalte ich im Internet von Blätterern,
Lesern und Usern Zuschriften, Hinweise auf Irrtümer und
Flüchtigkeitsfehler, oft auch Lob und Zustimmung. Selbst unverdient, freut
einen das. In einigen Fällen wurden mir auch bisher nicht aufgenommene
Dicta zur Bereicherung der Sammlung mitgeteilt. Ich muss dazu sagen, dass ich
die aufgelisteten Sekundärquellen erst zum kleinen Teil ausgebeutet habe
und dort noch mehrere Tausend mir zugängliche Dicta der Aufnahme harren.
Zu meinen Lebzeiten wird daran kein Mangel herrschen. Besonders willkommen sind
mir aber seltene Zitate lokaler Einzelquellen, die bisher keinen Eingang in die
einschlägige Literatur gefunden haben. Das können Neubildungen, Texte
aller Art sein oder Inschriften (z.B. auf Sonnenuhren).
Mit Herrn H.
Kocher aus Rio de Janeiro, dem Autor wohl der größten Sammlung
lateinischer Redewendungen
und Sprichwörter
im Internet stehe ich im Austausch und habe ihn zu grundsätzlichen Fragen
des jüngst abgeschlossenen Umbaus meiner Sammlung befragt und
Ratschläge befolgt. Die Reichhaltigkeit seiner Sammlung könnte einen
resignieren lassen. Allerdings ist die portugiesische Übersetzung aller
Eintragungen nur wenigen Deutschen zugänglich. (Herrn Kocher und mir kommt
dabei der seltene Zufall zugute, dass wir beide der internationalen Sprache
Esperanto mächtig sind.) Bei der potentiellen Unerschöpflichkeit
aufnehmbarer Zitate können sich auch in einer wesentlich kleineren
Zusammenstellung wie meiner Redewendungen finden, die in den größten
Sammlungen fehlen.
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