Dicta

Aktueller Hinweis

Unter den vielen Dicta fallen neu hinzugekommene nicht auf. Es gibt User, die sie herausspähen und zur Kenntnis nehmen wollen.. Ab 100128 (= 28.1.2010) will ich deshalb versuchsweise vor neu aufgenommenen Dicta ein "n" und die Zahl des Monats der Aufnahme einfügen (z..B. n1). Vor vorhandene Dicta, die verändert oder ergänzt worden sind, setze ich nur die Zahl (ohne n) (z.B. 1). Die Vorzeichen werden frühestens nach einem Vierteljahr entfernt (z.B 1 im Mai.) .

Die neu ergänzten Seiten werden etwa wöchentlich hochgeladen. Benutzen Sie eine möglichst aktuelle Fassung! Sie enthält mehr Dicta und mehr Korrekturen, zutreffendere und stilistisch bessere Übersetzungen, mehr Erläuterungen und Verweise.

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Lateinische Aussprüche, Redewendungen, Sprichwörter, Rechtsformeln, Devisen und Floskeln mit der Sammelbezeichnung Dicta sind zu finden unter:

A Ab Ac Ad Ae Af Ag Ai Al Am An Ap Aq Ar As At Au Av Ba Be Bi Bl Bo Br Bu Ca Ce Ch Ci Cl Coa Com Conc Cons Cor Cr Cu Da De Di Do Du Ea Ed Eh Eo Et Ex Fa Fe Fi Fo Fr Fu Ga Ge Gl Gr Gu Ha He Hi Ho Hu I(a) Ig Il Im In Inc Ine Ing Ini Ins Int Inv Io Ir It Iu La Li Lu Li Ma Me Mi Mu Na Ne Ni No Nu Ob Od Om Or Pa Pe Pl Po Pr Qua Qui Quo Ra Ri Sa Sp Su Su Ta Ti Ub Us Va Vi Zo


Die Dicta lagen seit den früheren 90er Jahren offline im JOT-Format vor. Am 20.4.2004 hatte ich die meisten von ihnen, aber ohne zusätzliche Information (Quellen usw.) von A bis Z in die Onlinefassung übertragen. Onlline- und Offlinefassung liefen nebeneinander her. Vom 1. 8. 2007 an habe ich alle zusätzlichen Informationen der herunterladbaren Offlinefassung in die hier vorliegende Onliinefassung überführt. Die Offlinefassung ist dadurch überflüssig geworden und wird nicht weitergeführt. Sie ist nicht mehr erhältlich.
Damit verbunden war eine Änderung der alphabetischen Reihenfolge. Die Sortierung erfolgt jetzt wortweise und nicht wortübergreifend.
Der Wegfall der Doppelarbeit spart Zeit. Diese kommt dem schnelleren Wachstum der Sammlung zugute. (Trotzdem kann ich aus Altersgünden die bisher herangezogenen Sekundärquellen nicht mehr vollständig exzerpieren. Und es kommen ständig weitere Sekundärquellen hinzu.)



Vorwort

In vielen Sammlungen findet man lateinische Sprichwörter, Redewendungen, (Aus-)Sprüche, Zitate, geflügelte Worte, Adagia, Apophtegmata, Sentenzen, Devisen, Floskeln, Aperçus, immer wieder die gleichen oder leicht variiert, aber doch auch immer neue und nur in einer einzelnen vorkommende. Ich fasse diese kaum scharf gegeneinander abgrenzbaren Gruppen als Dicta zusammen.

Diese Sammlungen sind Sekundärquellen oder eher noch Tertiärquellen (usw.), da ihre Kompilatoren sich die Zitate höchstens ausnahmsweise aus den Originalschriften der Autoren zusammensuchen. Ich lege meiner Auflistung möglichst viele Sammlungen zugrunde und berücksichtige sie nahezu vollständig. Nur ausnahmsweise lasse ich dort vertretene Zitate aus: wenn sie als Aussagen, Aufforderungen oder Fragen keine Allgemeingültigkeit beanspruchen, zu umfangreich oder allzu banal sind. Die für meine Kollektion ausgewerteten Sekundärquellen sind in einer Liste zusammengestellt. Es sind bisher 70 gedruckte oder digitale Dicta-Sammlungen. Aus diesen habe ich erst den bei weitem kleineren Teil der dort auffindbaren Dicta aufgezählt. Immerhin übertrifft die Sammlung an Zahl der Dicta bereits jetzt mit nahezu 8000 die Mehrzahl der gedruckten Sammlungen.
"Man sollte eine solche Zusammenstellung nicht bis zum Erbrechen fortführen", meint K.-Weber (RD143). Das trifft für ein Buch zu, das zum Lesen bestimmt ist. Gegenüber einer schier unendlichen Aufhäufung, ist es Sache des mäßigen einzelnen, rechtzeitig vor dem Erbrechen aufzuhören wie bei jedem Genuss von Speis und Trank.

Die Auflistung der Dicta ist keine Plagiierung, sondern Zitierung unter Angabe aller Sekundärquellen, in denen ich bisher ein bestimmtes Dictum gefunden habe. Sie ist also kaum mehr als ein Gesamtinhaltsverzeichnis vieler gedruckter oder im Internet befindlicher Sammlungen und regt zur Benutzung der Sekundärquellen an. Überdies haben sich die meisten Sammlungsherausgeber, wie gesagt, auch nur oder ganz überwiegend aus anderen Sekundärquellen bedient. Die Angabe der Fundstellen bei jedem Dictum in der Offlinefassung gibt darüber einige Aufschlüsse: Die Kombinationen der Sekundärquellenindices wiederholen sich oft durchgehend, weil einige Kompilatoren nur wenige und meist immer die gleichen Sekundärquellen nutzen. Die klassische Überlieferung ist nicht geistiges Eigentum dessen, der sie abschreibt. Die Literaturangaben lassen sich eher als Werbung für die benutzten Übermittler verstehen, zumal bei mir alle dort meistens vorhandenen Hinweise zur Herkunft, Rezeptionsgeschichte, Bedeutung, und oft auch sprachliche Einzelheiten fehlen oder sehr knapp gehalten sind, und die meisten Übersetzungen von mir verändert worden sind (s.u.).
Naturgemäß entbehrt eine solche Sammlung und Zusammenstellung weitgehend der Originalität. Aber es gilt noch, was Erasmus von Rotterdam sagte:
Perfacile est, aiunt, proverbia scribere cuivis.  Sehr leicht ist, sagt man, Sprichwörter aufzuschreiben für jeden.
Haud nego, sed durum est scribere chiliadas.   Ich bestreite es nicht, aber hart ist es, Tausende zu schreiben.
Qui mihi non credit, faciat licet ipse periclum.   Wer mir nicht glaubt, mache immerhin selbst den Versuch.
Mox fuerit studiis aequior ille meis.                  Bald wird er meinen Studien gewogener sein.


Darüber hinaus habe ich Dicta in lateinischen Originalwerken (Primärquellen) erfasst, die mir bisher in keiner Sammlung von Zitaten, Redewendungen oder Sprichwörtern begegnet sind. Eine ergiebige Quelle stellt die Bibel dar, wobei oft eine unterschiedliche Bedeutung des Originals (in der Vulgata) gegenüber den für die Christen präparierten deutschen Fassungen überrascht. Manches entstammt auch lateinischen Zitaten, wie sie bisweilen in neusprachlichen Texten eingestreut sind. Eigene Neubildungen sind demgegenüber sehr selten. Bei all diesen Ergänzungen und Erweiterungen fehlen naturgemäß die Indices der durchgesehenen Sekundärquellen.

Die Aufnahme eines Dictums besagt nicht, dass ich dessen Aussage gutheiße. Oft bin ich ausgesprochen gegenteiliger Ansicht.

Floskelhafte Satzbruchstücke sind nur zum Teil aufgenommen, Inschriften, Devisen noch seltener, Benennungen (Fachausdrücke) so gut wie nie. Von Ausnahmen abgesehen, handelt es sich bei den echten Dicta um Aussagen, wenn auch im Latein oft das Prädikat, z.B. die Kopula, nicht ausgedrückt ist, um Aufforderungen oder Anrufungen, auch um rhetorische Fragen. Wahlsprüche (Devisen) sind je nachdem mehr Aussagen oder (Selbst-)Aufforderungen. Titel un Anfänge von bekannten Büchern und bedeutenden Abhandlungen finden sich in einzelnen Fällenin. Ansonsten bin ich in der aufgenommenen Auswahl meistens den Sammlungen gefolgt; dort Aufgeführtes habe ich oft gebracht, auch wenn es mir nicht ganz hierher zu gehören schien. Manches habe ich weggelassen. Sehr lange Literaturzitate, eher Vorlesungen als Aussprüche, die sich in manchen Sammlungen finden, habe ich nicht aufgenommen. Zwei bis drei Zeilen sollten für ein Dictum das Äußerste sein, das diesen Namen verdient. Andererseits sind nur selten einzelne Wörter aufgenommen. Die Dictasammlung ist kein Wörterbuch. Die engste Berührung oder sogar Überschneidung mit lateinischen Lexika ergibt sich bei sprachlichen Wendungen (Idiotismen). Ausführliche Wörterbücher bringen dagegen häufig Dicta; zwei von ihnen habe ich unter "meine" Sekundärquellen aufgenommen. Gänzlich auszuschöpfen ist ihr dahingehender Inhalt für mich nicht mehr.


Die Hinzufügung der Übersetzungen kostet viel Zeit. Fast immer gibt es beim Übersetzen etwas nachzuschlagen und zu bedenken. Ohne Übersetzung sind die Dicta aber für einen "Nichtlateiner" kaum zu nutzen und folglich kaum von Interesse. Deshalb habe ich am 19.1.2000 mit dem Übersetzen begonnen und wenigstens einige (und mit der Zeit immer mehr) deutsche Entsprechungen eingefügt.

Die relative Worttreue der Übersetzung ziehe ich gutem deutschen Stil, geistvoller Wendung oder Herausarbeitung der Bedeutung vor, damit die unmittelbare Entsprechung deutlicher werde. (Mehr Leute können geistreicheln als Latein.) Deshalb erscheinen hier geläufige deutsche Redensarten oft schwerfällig umschrieben. So findet sich statt des analogen "seine Haut zu Markte tragen" wörtlicher "Um seine Haut spielen". Es handelt sich nicht um prägnante Nachdichtunenum, die zu deutschen Redewendungen mutiert sind. Der deutsche Text dient vielmehr als Einhilfe in Übersetzung und Verständnis des lateinischen Dictums. Wer versucht, an den Dicta sein Latein aufzubessern, wird mir mein Bemühen um Worttreue in den Grenzen des Möglichen zu danken wissen. Der Deutschlehrer, der Latein als Umweg ansieht, sich in gutem Deutsch ausdrücken zu lernen, wird freilich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Wenn ich ausnahmsweise eine freie Übersetzung oder gar ein deutsches Pendentsprichwort ähnlichen Sinnes verwende oder übernommen habe, ist diese(s) in Anführungsstriche gesetzt. Wie weit poetische Sprachfindung vom ursprünglichen Sinne abführt, ist oft erstaunlich.
Dicta eignen sich gut dazu, die eignen lateinischen Vokabelkenntnisse und die Übersetzungsfähigkeit zu verbessern. Das und das Nachdenken über ihre Bedeutung rechtfertigt die Beschäftigung mit ihnen weitaus mehr, als ihr Auswendiglernen bei fehlendem Sprach- und Sinnverständnis, um zu versuchen, gelegentlich im Gespräch, in kleinen Reden oder Geschriebenem mit ihnen Eindruck zu machen. Ihre glanzvolle Wirkung könnten sie beim Nichtlateiner auch erzielen, wenn sie inhaltlich gar nicht am Platze oder frei erfunden und gar kein Latein sind. In den meisten Fällen wird einem derartige Angeberei verübelt, vor allem von denen, die nicht dazu in der Lage sind, es dem Applikanten gleichzutun (u.a.weil sie diese Seiten zu selten einsehen.) An falscher Aussprache, Betonung oder Silbenlänge wird der Nichtlateiner sehr oft zu erkennen sein (s.u.!). Man sollte sich in solchen Fällen die angeblich nicht verstandene genauere Konstruktion erklären lassen.
"Alle" Dicta zu erfassen ist auch für den jugendlichen Kompilator oder eine Lebenszeiten überdauernde Arbeitsgruppe eine unlösbare Aufgabe. Es mag zwar in gewisser Weise einen Kanon von Redewendungen geben, die einer gewissen Schicht Gebildeter mehr oder weniger wahrscheinlich bekannt sind. Aber im Grunde können alle Allgemeinaussagen und Appellationen, wenn sie mindestens für einzelne Gruppen Geltung beanspruchen, als Dicta bezeichnet zu werden. Der Wortlaut ist nur festgelegt, wenn es sich um Zitate aus überlieferten Texten handelt. Und es können jederzeit beliebig viele Aussprüche neu gebildet werden.


Ordnung der Eintragungen

Die einzelnen Dicta sind alphabetisch geordnet. Die Ordnung erfolgt wortweise, d.h. die Anfangswörter sind alphabetisch geordnet, und nicht wortübergreifend, indem das ganze Dictum wie ein Wort behandelt wird. Ab ovo steht vor Abcedere. Alle mit dem selbständigen Wörtchen A beginnenden Dicta stehen vor den mit dem Wort Ab beginnenden. Dann erst folgen die Zusammensetzungen wie Abacus. So ist die Auflistung übersichtlicher, das Einordnen für Kompilator und User einfacher. Fehler in der Reihenfolge und auf solchen Fehlern aufbauende fälschlich parallellaufende Sequenzen werden seltener und auffälliger.
Durch eckige Klammern werden mehrere Varianten in einer Eintragung berücksichtigt..
Selten sind Hinweise auf Schreibvarianten, die mehrere Dicta betreffen an den passenden Stellen des Alphabets wie "Nihil siehe auch Nil !.
Die alphanumerischen Zeichen am Ende der Eintragungen (F123, LE810, HK, E ...) verweisen auf andere Sammlungen lateinischer Redewendungen oder ähnliche Sekundärquellen
Allgemeine Hinweise
sind ohne Bezug auf das Alphabet über den gesamten Text verteilt.

Der gesamte Text ist auf mehrere Dateien nicht streng gleichen Umfangs verteilt. Die Gliederung in mehrere Dateien ermöglicht eine schnellere Darstellung, hat aber den (großen) Nachteil, dass (im Unterschied zur früheren JOT-Fassung als einer einzigen großen Datei [namens dicta.jot]) keine durchgehende Suchfunktion etwa nach Begriffen wie "Arbeit". "Ehrgeiz", "Fuchs" verfügbar ist.

Einzelne Eintragung (eines Dictums)

(Übersicht)

Überschreitet die Länge einer einzelnen Eintragung 900 Pixel, wird ein Zeilensprung erzwungen. Alle darauf folgenden Zeilen, selten drei, ganz selten mehr als drei, sind eingerückt.

Der lateinische Text (rot) begann bis zum 7.3.2009 immer mit einem Großbuchstaben. Seit diesem Termin erfolgte die (allmähliche) Umstellung auf Kleinbuchstaben, wenn das Dictum keinen Satz darstellt (also wie in der deutshen Übersetzung). In mittel- und spätlateinischen Dicta bin ich oft der zeitentsprechenden Rechtschreibung gefolgt und habe vor Vokal j statt i geschrieben. U und v werden unterschieden. Ein monotheistischer Gott wird groß geschrieben: Deus. Sehr selten sind Vokale in betonter Silbe unterstrichen-Alternativen des Wortgebrauchs stehen in eckigen Klammern, mögliche Erweiterungen in runden Klammern. (Dort stehen aber auch Erweiterungen, die nur im Deutschen, nicht imLatein, notwendig sind , z.B. die Kopula: Sola bona quae honesta. Einzig gut (ist), was ehrbar ist.)
Die derart variablen Texte entsprechen den Fassungen in verschiedenen Zitationen. Welche Fassung welcher Sekundärquelle zuzuweisen ist, ist nicht erkennbar. Sollte das von Interesse sein, muss man die Quellen vergleichen oder, wenn es sein muss, eine Anfrage per eMail an mich richten. Manchmal steht "sive", "auch" o.ä. (schwarz, kursiv) in der Klammer vor der Variante. [X] weist auf eine Vertauschbarkeit in der Reihenfolge hin. Bezieht sich die Vertauschbarkeit auf mehrere zusammengehörige Wörter, dann sind sie durch "_" verbunden (z.B. Actor forum _ rei [X] sequitur oder res_ severa [X] verum_gaudium est ).
Ist ein Autor angegeben, dann kann nur eine Lesart die auf ihn zurückgehende ursprüngliche Fassung sein, es sei denn, er selbst hat das Dictum an verschiedenen Stellen (zu verschiedenen Zeiten) formuliert oder es existieren verschiedene Lesarten der Quelle oder sie ist nur noch sekundär überliefert und wird ihm lediglich zugeschrieben. Am übersichtlichsten ist eine Zusammenstellung von Originalfassungen nicht auch noch zusätzlich im allgemeinen Text,sondern in einem gesonderten Textanhang.
/ markiert das Ende einer Verszeile (kann u.U. fehlen). In einigen Fällen wurden Hexameter durch nachgesetztes {H}, Pentameter durch {P} und Disticha durch nachgestelltes {HP} gekennzeichnet. Zäsuren im Vers können durch | markiert sein.

Handelt es sich bei der Eintragung um einen Satz, dann wird sie durch ein Satzzeichen geschlossen: einen Punkt bei Aussagen, ein Ausrufungszeichen bei Aufforderungen oder emotionalen, auch fragenden Ausrufen (z.B. "Ist das die Möglichkeit!"), ein Fragezeichen bei Fragen. Nach erweiterten Infinitiven folgt kein Satzzeichen. Bis vor kurzen stand am Ende kein Satzzeichen. Ganz früher. um Speicher zu sparen. Häufig erweist es sich als nicht einfach, das passende Zeichen zu wählen. Die Umstellung auf Zeichen am Ende des Dictums wird längere Zeit dauern. Zweifelsfälle werde ich bis zum Schluss aufbewahren.

In wenigen Fällen habe ich den Vokal der betonten Solbe unterstrichen öder z,B, zur leichteren Identifizierung von Endungen einen Vokal mit darübergesetztem Längenzeichen (Apex) ^ gekennzeichnet. In diesem Falle handelt es sich also immer um naturlange Silben.
Der deutsche Text (blau) beginnt mit einem Großbuchstaben und endet mit einem Satzzeichen, wenn es sich um einen Satz handelt. Erweiterte Infinitive werden nicht als Satz angesehen. Näheres siehe im vorhergehenden Paragraphen über den lateinischen Satz. Es ist nicht gesagt, dass der deutsche Satz mit dem gleichen Zeichen enden muss wie der lateinische (?).
Alternativen stehen in eckigen Klammern, mögliche Erweiterungen in runden Klammern. In runden Klammern stehen auch Vervollständigungen des deutschen Satzes. die im Lateinischen fehlen. etwa die Kopula (ist bei fehlendem est.)
Seit dem 19.8.2007 sind auch einige Dicta, bisher erst ganz wenige, in die internationale Sprache Esperanto (grün) übersetzt. Mit nachstehendem * habe ich Übersetzungen gekennzeichnet, die ich nicht selbst gemacht habe. Die Esperanto-Fassung steht hinter der deutschen, wenn dadurch nicht enge Verbindungen und Sinnzusammenhänge zum schwarzen Erläuterungstext unterbroochen werden.
(Eine ganze Sammlung von lateinischen Sprichwörten mit ihrer Esperanto-Entsprechung verdanken wir Herrn Kocher aus Rio de Janeiro. Ich bemühe mich auch in der Esperanto-Version um eine möglichst wörtliche Übersetzung. Die freie Wortstellung im Esperanto und seine einmalige Flexibilität in der Wortbildung ermöglichen eine relativ wortgetreue Wiedergabe.)

Den Textfassungen folgen Erklärungen, Kommentare und Andeutungen auf Deutsch kursiv in schwarzer Schrift. Bisweilen stehen sie in spitzen Klammern, oft ohne jede Klammer.
Seit dem 20.12.2009 gibt es zudem auf einer eigenen Seite Anmerkungen, zu denen Links von einzelnen Dicta nachgesetztem (>>Anm.) hinführen. Das jeweils erklärte Wort ist rot und kursiv.
Nicht kursiv und schwarz sind
- Nachträge, die den Satz durch eine Fortsetzung erläutern, die nicht im lateinischen Text vorgegeben ist. (z.B. "gedachter [innerer]Vorbehalt gegen einen Eid" oder "(Er ist) nicht einmal einen Sack wert , um darin eingenäht ertränkt zu werden." oder "Sacrificium intellectus Opfern des Verstandes für Glauben wider besseres Wissen). Solche Erläuterungen können auch, durch schwarze Schrift kenntlich in den Text eingeschoben sein (z.B. Am Himmel werden wir Daedalus und Icarus es versuchen.)
- Bezeichnung der Art eines Dictums (z.B. Inschrift, Sonnenuhrenspruch [Inscriptio horologii solarii], Ordensdevise)
- die ursprüngliche (primäre) Quelle (Autor, Buch)
- veröffentlichte Sammlung von Redewendungen als Sekundärquelle, in der ich das Dictum (bereits) gefunden habe. Die Angabe erfolgt in Form einer meist alphanumerischen Abkürzung, bei der die schließende Zahl die Seite der von mir benutzten Buchpublikation angibt (z.B. E, N435, MY12). Finden sich Angaben auf mehreren Seiten derselben Publikation, so ist die Zahlenreihe durch ein Semikolon geschlossen (z.B. RE124,231; S23, UD145). Vorkommen in einschlägigen Zusammenstellungen im Internet sind in entsprechender Weise nur vermerkt, wenn sie mir nicht in gedruckter Form vorliegen.
- u.U. Verweis auf ein im Wortlaut oder in der Bedeutung ähnliches oder ein in einem etwas längeren Kontext zitiertes Dictum (z.B.: Vgl. Nodus malus ... ). Diese Verweise erscheinen immer in schwarzer Schrift, während in den Anmerkungen zitiertes Latein sonst meistens rot geschrieben ist,
Nicht selten wird durch Links auf andere Stellen in den Dicta, auf andere meiner Seiten oder auf fremde Seiten im Internet verwiesen.
Alle Arten von Anmerkungen in schwarzer Schrift sind durch doppelte Schrägstriche getrennt.
Manche Textzeilen sind keine Dicta, sondern Verweise (mit >>) auf das gleiche, in der Wortfolge abweichende anders geschriebene oder länger gefasste Dictum z.B. "Lacrimae rerum >> Sunt lacrimae rerum". (Häufig aber sind auch derartige Varianten in einem Dictum selbst vermerkt und die Abweichungen durch eckige oder runde Klammern angegeben).

Eigene Textzeilen, meistens in fetter schwarzer Schrift, geben Hinweise zur Benutzung (ggf. mit Links) oder auf eine andere Schreibweise für eine Gruppe ähnlich anlautender Dicta (z.B. j neben i),

Suchen und Finden

Ein bekanntes lateinisches Zitat, Autoren und Sekundärquellen und andere Verweise finden Sie im Menü am Kopf dieser Seite. Sie können hier auch die Dicta verlassen. Aus dem Text können Sie zu diesem Menü und damit zu anderen Dicta durch Anklicken der Hinweise "zum Menü" kommen. Sie können auch am Ende jeder Seite über "perge weiter" zur alpahabetisch folgenden Seite blättern.

Da meine Zusammenstellung aus 23 Dateien besteht, wird mit der Suchfunktion des Browsers nicht das ganze Alphabet erfasst. (In der nun verlassenen Offline-Fassung im JOT-Format war das günstiger, weil alles in einer Datei zusammengefasst war.) 23 einzelne Seiten zu durchsuchen, ist mühsam und langwierig. Die relativ schlichte Suchfunktion des MS-Internet Explorers findet sich im Klappmenü "Bearbeiten" an letzter Stelle unter "Auf dieser Seite suchen ...." Strg + F. Als spezielle Software angebotene dateiübergreifende Suchprogramme haben mich nicht zufriedengestellt. Hat man alle Dateien heruntergeladen, dann helfen allgemeine Desktop-Suchprogramme wie Copernic Desktop Search. (Bevor Sie ausschließlich mit einmal heruntergeladenen Dicta-Dateien arbeiten, bedenken Sie, dass diese durch Neuaufnahmen und Fehlerkorrekturen schnell veralten .) Bedienen Sie sich eines Internet-Suchdienstes, so scheitern Sie an der Fülle der Ergebnisse, zumal wenn Sie nur ein Wort und nicht eine Redewendung ganz oder teilweise eingeben. Corvus ergab z.B. bei Google 2.340.000 Treffer, Corvus oculos voret 39 Treffer (mit meiner Sammlung in der Top-Position), Corvus oculos voret, canis intestina, c(a)etera membra lupus 9 Treffer. Aber, wenn Sie das ganze Dictum kennen, können Sie es gleich in meiner Sammlung aufsuchen.
Doch selbst dabei kann es zu Schwierigkeiten kommen durch andere Zitier- oder Schreibweisen (etwa j anstatt i) oder durch den Kontextausschnitt, in dem der Ausspruch zitiert wurde. Das erste Wort ist hier entscheidend. Sucht man Tua res agitur ..., so findet man es im Alphabet unter Nam tua res agitur ..... Ohne nam wäre das isolierte Dictum eher besser: nam denn knüpft an Davorstehendes an. Aber erst durch nam wird die Zeile, wird der Hexameter komplett. Zwei Wörter (Substantiv und Adjektiv, Substantiv und Genitiv, Substantiv und Prädikat) können die Reihenfolge tauschen; man suche auch beim vermeintlich zweiten Wort.
Beim Zitieren lateinischer Redewendungen wird man sich immer bemühen, nicht für einen Scharlatan, sondern für einen Kenner gehalten zu werden (durch richtige Aussprache und richtige Vokallänge und Wortbetonung oder metrische Betonung, richtige Endungen), so man kann. Wer Latein gelernt hat und sich noch daran erinnert, wird in ex libris das zweite i lang sprechen und mit viel Glück das erste kurz. Keine Sammlung von Redewendungen wird dem Nichtlateiner in derartigen überhäufigen Fällen surchgehend weiterhelfen. Wer sich nicht ganz sicher ist, zitiere Lateinisches nur vor solchen, von denen er weiß, dass sie erst recht keine Ahnung haben, sage also ihnen (oder beiden Seiten) Unverständlches aus purer Angeberei auf.
Ein vermeintliches Sprachgefühl gilt (in engen Grenzen) bestenfalls für die eigenen Muttersprache. Fast jeder wird das o in oleum Öl für lang und das u in fructus für kurz halten. In beiden Fällen irrt er sich,.
Wer ein passendes Zitat sucht, geht meistens von einem Thema oder einem Leitbegriff aus. Viele Sammlungen sind daher nach solchen Stichwörtern geordnet. Manche hat bei alphabetischer Ordnung ein entsprechendes Sachregister. Man suche unter mehrerern verwandten Begriffen! Bei mir wird nicht selten auf andere Dicta verwiesen, um diesen schwierig zu erfüllenden Suchwunsch zu berücksichtigen, allerdings viel zu selten. Stöbern Sie öfter - und schon bevor Sie einmal dringend fündig werden müssen - in meiner Zusammenstellung, markieren oder notieren Sie sich interessante Wendungen, auf die Sie vielleicht irgendwann zurückgreifen wollen. Und merken sie sich einige passende Aussprüche, die Sie ab und zu gebrauchen wollen.
Leider enthalten meine Listen sehr häufig Schreibfehler und die deutschen Übersetzungen sind oft chwefällig im Bemühen, dem Original möglichst genau zu entsprechen. Bevor Sie daher eine Redewendung übernehmen, um sie schriftlich oder vor einem anspruchsvollen Hörerkreis mündlich zu zitieren, sollten Sie sich absichern. Überprüfen sie das gewählte Zitat an einer der angegebenen Quellen oder in einer Suchmaschine des Internets.

Zahl der bisher erfassten Dicta

Um die Zahl der bisher erfassten Dicta abschätzen zu können, wurde mit Markierung aller Dicta in abgezählten Portionen begonnen. Diese sich ständig änderten Anzahlen müssten laufend, bzw. im Schätzbereich vor einer Zählung aktualisiert werden. Das wäre ein großer Aufwand an Zeit, die ich nützlicher zur Vervollständigung meiner Dicta-Zusammenstellung verwerten könnte.
Statt dessen habe ich zunächst einen einfacheren Weg beschritten: Es ist mir bekannt. dass das von mir als Sekundärquelle verwendete Buch "N" 3000 gedruckte Dicta enthalten soll. Zähle ich in einem oder mehreren Abschnitten meiner Sammlung, in einem Bereich der n Dicta aus diesem Buche umfasst, diese n einschließend, x Dicta aus, so sollte bei überall gleichem Verhältnis, die Zahl meiner Dicta sich zu 3000 verhalten wie x : n. Bei einer Prüfung kleinen Umfangs am 6.4.2008 (n=100, x=268) von "Pa" bis "Plus apud" wären das 8040. (Vor der Zählung musste meine Alphabetisierungsweise nach Art der in N vorliegenden Sortierung rückgesetzt werden.)
Ich werde den Stichprobenumfang vergrößern und auf weiteere Bereiche ausdehen..

Dank

Mein besonderer Dank gilt Frau Helgard Wiltsch, die ohne Entgelt im gesamten Text Korrektur gelesen hat. Ihr Beruf als Lehrerin und später jahrelang als Korrektorin gab ihr dazu professionelle Qualifikation und Fertigkeit. Allerdings vermag sie nicht zu verhindern, dass ich bei fast jeder Neueintragung wieder neue Fehler hineinbringe. Aber sie begleitet den Fortgang aufmerksam und ist mir ein willkommener Berater und Gesprächspartner bei meiner auswuchernden Sammeltätigkeit. Sie interessiert sich über die Dicta hinaus für eine Reihe der von mir aufgegriffenen Themen, wie es mir bei anderen nie vorgekommen ist. Das wird damit zusammenhängen, dass die klassische Lehrerbildung eine thematische Breite des Wissens und der Kultur vermittelt (hat), wie kein anderes Fachstudium.

Nicht selten erhalte ich im Internet von Blätterern, Lesern und Usern Zuschriften, Hinweise auf Irrtümer und Flüchtigkeitsfehler, oft auch Lob und Zustimmung. Selbst unverdient, freut einen das. In einigen Fällen wurden mir auch bisher nicht aufgenommene Dicta zur Bereicherung der Sammlung mitgeteilt. Ich muss dazu sagen, dass ich die aufgelisteten Sekundärquellen erst zum kleinen Teil ausgebeutet habe und dort noch mehrere Tausend mir zugängliche Dicta der Aufnahme harren. Zu meinen Lebzeiten wird daran kein Mangel herrschen. Besonders willkommen sind mir aber seltene Zitate lokaler Einzelquellen, die bisher keinen Eingang in die einschlägige Literatur gefunden haben. Das können Neubildungen, Texte aller Art sein oder Inschriften (z.B. auf Sonnenuhren).

Mit Herrn H. Kocher aus Rio de Janeiro, dem Autor wohl der größten Sammlung lateinischer Redewendungen und Sprichwörter im Internet stehe ich im Austausch und habe ihn zu grundsätzlichen Fragen des jüngst abgeschlossenen Umbaus meiner Sammlung befragt und Ratschläge befolgt. Die Reichhaltigkeit seiner Sammlung könnte einen resignieren lassen. Allerdings ist die portugiesische Übersetzung aller Eintragungen nur wenigen Deutschen zugänglich. (Herrn Kocher und mir kommt dabei der seltene Zufall zugute, dass wir beide der internationalen Sprache Esperanto mächtig sind.) Bei der potentiellen Unerschöpflichkeit aufnehmbarer Zitate können sich auch in einer wesentlich kleineren Zusammenstellung wie meiner Redewendungen finden, die in den größten Sammlungen fehlen.

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