Dicta
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Lateinische Aussprüche, Redewendungen,
Sprichwörter, Rechtsformeln, Devisen und Floskeln mit der
Sammelbezeichnung Dicta sind zu finden unter:
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Ai Al
Am An
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Ar As
At Au
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Be Bi Bl Bo Br Bu Ca Ce
Ch Ci
Cl Coa
Com Conc
Cons Cor
Cr Cu
Da De
Di Do
Du E(a)
Ed Eh
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Ex F(a)
Fe Fi Fo Fr Fu Ga
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Gr Gu
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Hu I(a)
Ig Il Im In Inc Ine
Ing Ini
Ins Int
Inv Io
Ir It
Iu La
Le Li Lo Lu Ma Me
Mi Mö
Mu Na
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No Nu
Ob Od
Om Or
Pa Pe
Pl Po Pr Qua
Qui Quo
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der Dicta ist ohne den Ballast des anhängenden Vorworts, also kürzer
und schneller, auf den überall (auch hier am Seitenanfang) zu findenden
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Die neu ergänzten Seiten werden etwa
wöchentlich hochgeladen. Benutzen Sie eine möglichst aktuelle
Fassung! Sie enthält mehr Dicta und mehr Korrekturen, zutreffendere und
stilistisch bessere Übersetzungen, mehr Erläuterungen und Verweise.
Die Dicta lagen seit den
früheren 90er Jahren offline im JOT-Format vor. Am 20.4.2004 hatte ich die
meisten von ihnen, aber ohne zusätzliche Information (Quellen usw.) von A
bis Z in die Onlinefassung übertragen. Online- und Offlinefassung liefen
nebeneinander her. Vom 1. 8. 2007 an habe ich alle zusätzlichen
Informationen der herunterladbaren Offlinefassung in die hier vorliegende
Onliinefassung überführt. Die Offlinefassung ist dadurch
überflüssig geworden und wird nicht weitergeführt. Sie ist nicht
mehr erhältlich. Der Wegfall der Doppelarbeit spart Zeit. Diese kommt
dem schnelleren Wachstum der Sammlung zugute. (Trotzdem kann ich aus
Altersgünden die bisher herangezogenen Sekundärquellen nicht mehr vollständig
exzerpieren. Und es kommen ständig weitere Sekundärquellen
hinzu.) Ende der 90er Jahre habe ich die alphabetische Reihenfolge umgestellt. Sie ist jetzt jetzt wortweise und
nicht wortübergreifend (z.B. steht ad verbum
vor Adam)..
In vielen Sammlungen findet man
lateinische Sprichwörter, Redewendungen, (Aus-)Sprüche, Zitate,
geflügelte Worte, Adagia, Apophtegmata, Sentenzen, Devisen, Floskeln,
Aperçus, immer wieder die gleichen oder leicht variiert, aber doch auch
immer neue und nur in einer einzelnen Sammlung vorkommende. Ich fasse diese
kaum scharf gegeneinander abgrenzbaren Gruppen als Dicta
zusammen.
Diese Sammlungen sind Sekundärquellen oder eher noch
Tertiärquellen (usw.), da ihre Kompilatoren sich die Zitate höchstens
ausnahmsweise aus den Originalschriften der Autoren zusammensuchen. Ich lege
meiner Auflistung möglichst viele Sammlungen zugrunde und
berücksichtige sie nahezu vollständig. Nur ausnahmsweise lasse ich
dort vertretene Zitate aus: wenn sie als Aussagen, Aufforderungen oder Fragen
keine Allgemeingültigkeit beanspruchen, zu umfangreich oder allzu banal
sind. Die für meine Kollektion ausgewerteten Sekundärquellen sind in einer Liste
zusammengestellt. Aus diesen habe ich erst den bei weitem kleineren Teil der
dort auffindbaren Dicta aufgezählt. Vollständig erfasst sind nur die
am Anfang rot gedruckten Titel. Immerhin übertrifft die Sammlung an Zahl
der Dicta bereits jetzt die meisten gedruckten Sammlungen. "Man sollte eine solche Zusammenstellung nicht bis zum Erbrechen
fortführen", meint K.-W.Weber (RD143). Das trifft für ein Buch zu,
das zum Lesen bestimmt ist. Gegenüber einer schier unendlichen
Aufhäufung, ist es Sache des mäßigen einzelnen, rechtzeitig vor
dem Erbrechen aufzuhören wie bei jedem Genuss von Speis und
Trank.
Die Auflistung der Dicta ist keine Plagiierung, sondern
Zitierung unter Angabe aller Sekundärquellen, in denen ich bisher ein
bestimmtes Dictum gefunden habe. Sie ist also kaum mehr als ein
Gesamtinhaltsverzeichnis vieler gedruckter oder im Internet befindlicher
Sammlungen und regt zur Benutzung der Sekundärquellen an. Überdies
haben sich die meisten Sammlungsherausgeber, wie gesagt, auch nur oder ganz
überwiegend aus anderen Sekundärquellen bedient. Die Angabe der
Fundstellen bei jedem Dictum in der Offlinefassung gibt darüber einige
Aufschlüsse: Die Kombinationen der Sekundärquellenindices wiederholen
sich oft durchgehend, weil einige Kompilatoren nur wenige und meist immer die
gleichen Sekundärquellen nutzen. Die klassische Überlieferung ist
nicht geistiges Eigentum dessen, der sie abschreibt. Meine Literaturangaben
lassen sich eher als Werbung für die benutzten Übermittler verstehen,
zumal bei mir alle dort meistens vorhandenen Hinweise zur Rezeptionsgeschichte
und Bedeutung, oft auch sprachliche Einzelheiten fehlen oder sehr knapp
gehalten sind, und die meisten Übersetzungen von mir verändert worden
sind (s.u.). Naturgemäß entbehrt eine solche Sammlung und
Zusammenstellung weitgehend der Originalität. Aber es gilt noch, was
Erasmus von Rotterdam sagte: Perfacile est, aiunt, proverbia scribere cuivis.
Sehr leicht ist, sagt man, Sprichwörter
aufzuschreiben für jeden. Haud nego, sed
durum est scribere chiliadas. Ich
bestreite es nicht, aber hart ist es, Tausende zu schreiben. Qui mihi non credit, faciat licet ipse periclum.
Wer mir nicht glaubt, mache immerhin
selbst den Versuch. Mox fuerit studiis aequior
ille meis.
Bald wird er
meinen Studien gewogener sein.
Darüber hinaus habe ich Dicta in lateinischen
Originalwerken (Primärquellen) erfasst, die mir bisher in keiner
allgemeinen Sammlung von Zitaten, Redewendungen oder Sprichwörtern
begegnet sind. Eine ergiebige Quelle stellt die Bibel dar, wobei oft eine
unterschiedliche Bedeutung des Originals (in der Vulgata) gegenüber den
für die Christen präparierten deutschen Fassungen überrascht.
Manches entstammt auch lateinischen Zitaten, wie sie bisweilen in
neusprachlichen Texten eingestreut sind. Eigene Neubildungen sind
demgegenüber sehr selten. Wenn ich Primärquellen zugrunde legte,
fehlen naturgemäß die Indices der durchgesehenen
Sekundärquellen.
Meine Auflistung gilt nicht der
Überlieferung des aus dem Altertum überkommenen literarischen
Schatzes, eines festen Thesaurus also, in streng korrekter
Quellenübergabe, sondern einer Zusammenstellung von Redewendungen in
lateinischer Sprache, ob sie nun der Antike entstammen, dem Humanismus, der
neueren Zeit oder der Gegenwart. Sie drängt nicht unbedingt auf
Wiederherstellung des ursprünglich Zitats, sondern akzeptiert auch
üblich gewordene Varianten.
Die Aufnahme eines Dictums besagt nicht, dass ich
dessen Aussage gutheiße. Oft bin ich ausgesprochen gegenteiliger
Ansicht.
Floskelhafte Satzbruchstücke sind nur zum Teil
aufgenommen. Sie gehören entweder zur bürokratischen Terminologie
(Schriftwesen,Verwaltung, Gerichtsbarkeit, Akten. Urkunden, Kirchenbüchern
etc.) oder sind Redebruchstücke. Inschriften, Devisen noch seltener,
Benennungen (Fachausdrücke) so gut wie nie. Von Ausnahmen abgesehen,
handelt es sich bei den echten Dicta um Aussagen, wenn auch im Latein
oft das Prädikat, z.B. die Kopula, nicht ausgedrückt ist, um
Aufforderungen oder Anrufungen, auch um rhetorische
Fragen. Wahlsprüche (Devisen) sind je nachdem mehr Aussagen oder
(Selbst-)Aufforderungen. Titel und Anfänge von bekannten Büchern und
bedeutenden Abhandlungen finden sich in einzelnen Fällen. Ansonsten bin
ich in der aufgenommenen Auswahl meistens den Sammlungen gefolgt; dort
Aufgeführtes habe ich oft gebracht, auch wenn es mir nicht ganz hierher zu
gehören schien. Manches habe ich weggelassen. Sehr lange Literaturzitate,
eher Vorlesungen als Aussprüche, die sich in manchen Sammlungen finden,
habe ich nicht aufgenommen. Zwei bis drei Zeilen sollten für ein Dictum
das Äußerste sein, das diesen Namen verdient. Andererseits sind nur
selten einzelne Wörter aufgenommen, wenn man von Tirteln oder
Schimpfworten, manchen Parolen und Devisen (Libertas!) absieht. Die
Dictasammlung ist kein Wörterbuch. Die engste Berührung oder sogar
Überschneidung mit lateinischen Lexika ergibt sich bei sprachlichen
Wendungen (Idiotismen). Ausführliche Wörterbücher bringen
dagegen häufig Dicta; zwei von ihnen habe ich unter "meine"
Sekundärquellen aufgenommen. Gänzlich auszuschöpfen ist ihr
dahingehender Inhalt für mich nicht mehr.
Die Hinzufügung
der Übersetzungen kostet viel Zeit. Fast immer gibt es beim
Übersetzen etwas nachzuschlagen und zu bedenken. Ohne Übersetzung
sind die Dicta aber für einen "Nichtlateiner" kaum zu nutzen und folglich
kaum von Interesse. Deshalb habe ich am 19.1.2000 mit dem Übersetzen
begonnen und wenigstens einige (und mit der Zeit immer mehr) deutsche
Entsprechungen eingefügt. Heute bilden nicht übersetzte Dicta die
Ausnahme.
Die relative Worttreue der Übersetzung ziehe ich gutem
deutschen Stil, geistvoller Wendung oder Herausarbeitung der Bedeutung vor,
damit die unmittelbare Entsprechung deutlicher werde. (Mehr Leute können
geistreicheln als Latein.) Deshalb erscheinen hier geläufige deutsche
Redensarten oft schwerfällig umschrieben. So findet sich statt des
analogen Seine Haut zu Markte tragen
wörtlicher Um seine Haut spielen. Es handelt
sich nicht um prägnante Nachdichtungen, die zu deutschen Redewendungen
mutiert sind. Der deutsche Text dient vielmehr als Einhilfe in Übersetzung
und Verständnis des lateinischen Dictums. Wer versucht, an den Dicta sein
Latein aufzubessern, wird mir mein Bemühen um Worttreue in den Grenzen des
Möglichen zu danken wissen. Der Deutschlehrer, der Latein als Umweg
ansieht, sich in gutem Deutsch ausdrücken zu lernen, wird freilich die
Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wenn ich ausnahmsweise eine
freie Übersetzung oder gar ein deutsches Pendantsprichwort ähnlichen
Sinnes verwende oder übernommen habe, ist diese(s) in
Anführungsstriche oder in Klammern (gleichsam als Ausdrucksvariante)
gesetzt. Wie weit poetische Sprachfindung vom
ursprünglichen Sinne abführt, ist oft erstaunlich. Teils wird der
ursprüngliche, vielleicht etwas speiziellerem.ausgefallene Sinn auf
häufiger Anlässe umgedeutet. Ne sutor supra
crepidam meinte nicht Schuster bleib bei
deinem Leisten.. Oft wird einfach ein deutsches Sprichwort eingesetzt,
wenn ein Ähnliches aussagendes Gleichnis sich eines ganz anderen bis
gegenteiligen Bildes bedient, wenn z.B. Eumum fugiens in
ignem incidit mit Aus dem Regen in die
Traufe "übersetzt" wird. - Um die Aufnahme bisher fehlender
Dicta zu beschleunigen, habe ich (seit dem 28.5.2011), öfters eine in der
Sekundärquelle vorgegebene freie Übersetzung unverändert
übernommen. Sie steht dann zwischen ''' und ''' Macte animo '''gut bei
Verstand'''. (Anfangs hatte ich statt ''' noch : und
dann * verwendet. Die wenigen Fälle werden den neuen angeglichen.)
Dicta eignen sich gut dazu, die eignen lateinischen
Vokabelkenntnisse und die Übersetzungsfähigkeit zu verbessern. Das
und das Nachdenken über ihre Bedeutung rechtfertigt die Beschäftigung
mit ihnen weitaus mehr, als ihr Auswendiglernen bei fehlendem Sprach- und
Sinnverständnis, um zu versuchen, gelegentlich im Gespräch, in
kleinen Reden oder Geschriebenem mit ihnen Eindruck zu machen. Ihre glanzvolle
Wirkung könnten sie beim Nichtlateiner auch erzielen, wenn sie inhaltlich
gar nicht am Platze oder frei erfunden und gar kein Latein sind. In den meisten
Fällen wird einem derartige Angeberei verübelt, vor allem von denen,
die nicht dazu in der Lage sind, es dem Applikanten gleichzutun (u.a.weil sie
diese Seiten zu selten einsehen.) An falscher Aussprache, Betonung oder
Silbenlänge wird der Nichtlateiner sehr oft zu erkennen sein (s.u.!). Man
sollte sich in solchen Fällen die angeblich nicht verstandene genauere
Konstruktion erklären lassen. "Alle" Dicta zu erfassen ist auch
für den jugendlichen Kompilator oder eine Lebenszeiten überdauernde
Arbeitsgruppe eine unlösbare Aufgabe. Es mag zwar in gewisser Weise einen
Kanon von Redewendungen geben, die einer gewissen Schicht Gebildeter mehr oder
weniger wahrscheinlich bekannt sind. Aber im Grunde können alle
Allgemeinaussagen und Appellationen, wenn sie mindestens für einzelne
Gruppen Geltung beanspruchen, als Dicta bezeichnet zu werden. Der Wortlaut ist
nur festgelegt, wenn es sich um Zitate aus überlieferten Texten handelt.
Und es können jederzeit beliebig viele Aussprüche neu gebildet
werden.
Ordnung der
Eintragungen
Die einzelnen Dicta sind alphabetisch geordnet. Die
Ordnung erfolgt wortweise, d.h. die
Anfangswörter sind alphabetisch geordnet, und nicht
wortübergreifend, indem das ganze Dictum wie ein Wort behandelt wird.
Ab ovo steht vor Abcedere. Alle mit dem selbständigen Wörtchen
A beginnenden Dicta stehen vor den mit dem Wort
Ab beginnenden. Dann erst folgen die
Zusammensetzungen wie Abacus. So ist die
Auflistung übersichtlicher, das Einordnen für Kompilator und User
einfacher. Fehler in der Reihenfolge und auf solchen Fehlern aufbauende
fälschlich parallellaufende Sequenzen werden seltener und
auffälliger. Durch eckige Klammern werden mehrere Varianten in einer
Eintragung berücksichtigt. Dadurch liegt die Zahl der Dicta deutlich
niedriger, als es bei gesonerter Auflistung der Varianter der Fall
wäre. Selten sind Hinweise auf Schreibvarianten, die mehrere Dicta
betreffen an den passenden Stellen des Alphabets wie "Nihil siehe auch Nil !. Die
alphanumerischen Zeichen am Ende der Eintragungen (F123, LE810, HK, E
...) verweisen auf andere Sammlungen lateinischer Redewendungen oder
ähnliche Sekundärquellen Allgemeine
Hinweise sind in Fettdruck ohne Bezug auf das Alphabet über den gesamten
Text verteilt.
Der gesamte Text ist auf mehrere Dateien (Files) nicht
streng gleichen Umfangs verteilt. Die Gliederung in mehrere Dateien
ermöglicht eine schnellere Darstellung, hat aber den (großen)
Nachteil, dass (im Unterschied zur früheren JOT-Fassung als einer einzigen
großen Datei [namens dicta.jot]) keine durchgehende Suchfunktion etwa
nach Begriffen wie "Arbeit". "Ehrgeiz", "Fuchs"
verfügbar ist.
Einzelne Eintragung (eines
Dictums) (Übersicht)
Überschreitet die Länge einer einzelnen
Eintragung 900 Pixel, wird ein Zeilensprung erzwungen. Alle darauf folgenden
Zeilen, selten drei, ganz selten mehr als drei, sind
eingerückt.
Vor neu eingefügten Dicta steht am Zeilenanfang
ein fettes schwarzes NEU, um regelmäßige Leser auf die
Neuaufnahme hinzuweisen und mir die von Zeit zu Zeit fortgeführte
Zählung zu erleichtern. (Wenn
das betreffende Dictum zur Zahl aller Dicta hinzugeführt ist, wird "Neu"
entfernt.Nach der Hinzufügung zur Anzahl der Dicta wird Dieser Vorsatz
wird entfernt, wenn dieses Dictum zur Zahl der Dicta hinzugerechnet
wird.)(Kennzeichnung seit dem 14.3.2010)
Der
lateinische Text (rot) begann bis zum 7.3.2009
immer mit einem Großbuchstaben. Vorübergehend begann ich dann mit
der Umstellung auf initiale Kleinbuchstaben, wenn das Dictum keinen Satz
darstellt Der Einfachheit und einem ruhigeren und übersichtlichem
Schriftbild zuliebe kehre ich seit dem 6.11.2010 wieder zur durchgehnden
Großschreibung des Anfangsbuchstabnes jedes Dictums zurück. In
mittel- und spätlateinischen Dicta bin ich oft der zeitentsprechenden
Rechtschreibung gefolgt und habe vor Vokal j statt i geschrieben. U und v
werden unterschieden. Ein monotheistischer Gott wird groß geschrieben:
Deus. Sehr selten sind Vokale in betonter Silbe unterstrichen-Alternativen
des Wortgebrauchs stehen in eckigen Klammern, mögliche Erweiterungen in
runden Klammern. (Dort stehen aber auch Erweiterungen, die
nur im Deutschen, nicht im Latein, notwendig sind , z.B. die Kopula:
Sola bona quae honesta. Einzig gut (ist), was ehrbar ist.) Die derart
variablen Texte entsprechen den Fassungen in verschiedenen Zitationen. Welche
Fassung welcher Sekundärquelle zuzuweisen ist, ist nicht erkennbar.
Sollte das von Interesse sein, muss man die Quellen vergleichen
oder, wenn es sein muss, eine Anfrage per
eMail an mich richten. Manchmal steht "sive", "auch" o.ä.
(schwarz, kursiv) in der Klammer vor der Variante. [X] weist auf eine
Vertauschbarkeit in der Reihenfolge hin. Bezieht sich die Vertauschbarkeit auf
mehrere zusammengehörige Wörter, dann beginnt die erste Wortfolge
nach > und endet die zweite Wortfolge vor
< (z.B. Actor >forum
rei [X]
sequitur<
oder >res
severa [X] verum
gaudium est<
). Die Zeichensetzung entspricht den derzeit geltenden Regeln oder
denen des Originals (besonders wenn es überwiegend schriftlich
überliefert ist). Ist ein Autor angegeben, dann kann
nur eine Lesart die auf ihn zurückgehende ursprüngliche Fassung sein,
es sei denn, er selbst hat das Dictum an verschiedenen Stellen (zu
verschiedenen Zeiten) formuliert oder es existieren verschiedene Lesarten der
Quelle oder sie ist nur noch sekundär überliefert und wird ihm
lediglich zugeschrieben. Am übersichtlichsten ist eine Zusammenstellung
von Originalfassungen nicht auch noch zusätzlich im allgemeinen Text,
sondern in einem gesonderten Textanhang. / markiert das
Ende einer Verszeile (fehlt häufig). In einigen Fällen wurden
Hexameter durch nachgesetztes {H}, Pentameter durch {P} und
Disticha durch nachgestelltes {HP} gekennzeichnet. Zäsuren im Vers
können durch | markiert sein.
Vorübergehend
hatte ich alle Dicta, bei denen es sich um einen Satz handelte, durch
Satzzeichen geschlossen. Häufig erweist es sich als nicht einfach, das
passende Zeichen zu wählen. Um möglichst wenig Zeit damit zu
verlieren, lasse ich seit dem 6.10.2010 das Satzzeichen (in der Regel) wieder
weg. Mehrere ähnliche gedruckte Aufzählungen sind
ebenso behandelt. Ein derartiges Hin und Her kostet
seinerseits Zeit. Und es wird einige Zeit vergehen, bis alles einheitlich
dargestellt ist .
In wenigen Fällen habe ich den Vokal der
betonten Sibe unterstrichen oder z.B. zur leichteren Identifizierung von
Endungen einen Vokal mit darübergesetztem Längenzeichen (Apex) ^
gekennzeichnet. In diesem Falle handelt es sich also immer um naturlange
Silben. Wenn in ganz vereinzelten Fällen die Versbetonung
angegebên ist, geschieht das in gleicher Weise: Sî quâ sêde sedês.
et erit tibi commoda ...
Die deutsche Übersetzung (blau) beginnt mit einem
Großbuchstaben und endet (in der Regel) ohne Satzzeichen, wie der
lateinische Text. Alternativen stehen in eckigen Klammern, mögliche
Erweiterungen in runden Klammern. In runden Klammern stehen auch
Vervollständigungen des deutschen Satzes. die im Lateinischen fehlen. etwa
die Kopula (ist bei fehlendem
est.) Seit dem 19.8.2007 sind auch einige
Dicta, bisher erst ganz wenige, in die internationale Sprache Esperanto (grün) übersetzt. Mit nachstehendem
* habe ich Übersetzungen gekennzeichnet, die ich nicht selbst gemacht
habe. Die Esperanto-Fassung steht hinter der deutschen, wenn dadurch nicht enge
Verbindungen und Sinnzusammenhänge zum schwarzen Erläuterungstext
unterbroochen werden. (Eine ganze Sammlung von lateinischen
Sprichwörten mit ihrer Esperanto-Entsprechung verdanken wir Herrn
Kocher
aus Rio de Janeiro. Ich bemühe mich auch in der Esperanto-Version um eine
möglichst wörtliche Übersetzung. Die freie Wortstellung im
Esperanto und seine einmalige Flexibilität in der Wortbildung
ermöglichen eine relativ wortgetreue Wiedergabe.)
Den Textfassungen
folgen Erklärungen, Kommentare und Andeutungen auf Deutsch kursiv
in schwarzer Schrift. Bisweilen stehen sie in spitzen Klammern,
oft ohne jede Klammer. Einzelne Kommentare, Primärquellen,
Seundärliteraturangaben (in Schwarz) sind voneinanderdurch doppelten
Schrägstrich (slash) getrennt. Seit dem 20.12.2009 gibt es zudem auf
einer eigenen Seite Anmerkungen, zu denen Links von einzelnen Dicta
nachgesetztem (>>Anm.) hinführen. Das jeweils
erklärte Wort ist rot und kursiv. Nicht kursiv und schwarz sind -
Nachträge, die den Satz durch eine Fortsetzung erläutern, die nicht
im lateinischen Text vorgegeben ist. (z.B.
"gedachter [innerer] Vorbehalt gegen einen Eid"
oder "(Er ist) nicht einmal einen Sack wert
, um darin eingenäht ertränkt zu werden."
oder "Sacrificium intellectus
Opfern des Verstandes für Glauben wider
besseres Wissen). Solche Erläuterungen können auch, durch
schwarze Schrift kenntlich in den Text eingeschoben sein (z.B. Am Himmel werden wir Daedalus und Icarus
es versuchen.) - Bezeichnung der Art
eines Dictums (z.B. Inschrift, Sonnenuhrenspruch [Inscriptio
horologii solarii], Ordensdevise) - Selten ist bei mittelalterlichen
Latein ML , bei neuzeitlichem Latein NL, das als GL auf den unmtelbaren
gegenwärtigen Gebrauch spezifiziert wird, angegeben. - die
ursprüngliche (primäre) Quelle (Autor,
Buch), meist in abgekürzter Form. - Die
alphanumerischen Zeichen am Ende der Eintragungen (F123, LE810, HK, E ...), bei
der die schließende Zahl die Seite der von mir benutzten Buchpublikation
angibt, verweisen auf andere Sammlungen lateinischer Redewendungen oder
ähnliche Sekundärquellen, in denen ich das
Dictum (bereits) gefunden habe. Finden sich Angaben auf mehreren Seiten
derselben Publikation, so ist die Zahlenreihe durch ein Semikolon geschlossen
(z.B. RE124,231; S23, UD145). Vorkommen in
einschlägigen Zusammenstellungen im Internet sind in entsprechender Weise
nur vermerkt, wenn sie mir nicht in gedruckter Form vorliegen. - u.U.
Verweis auf ein im Wortlaut oder in der Bedeutung ähnliches oder ein in
einem etwas längeren Kontext zitiertes Dictum (z.B.: Vgl.
Nodus malus ... ). Diese Verweise erscheinen immer in schwarzer Schrift,
während in den Anmerkungen zitiertes Latein sonst meistens rot geschrieben
ist, Nicht selten wird durch Links auf andere Stellen in den Dicta, auf
andere meiner Seiten oder auf fremde Seiten im Internet verwiesen. Alle
Arten von Anmerkungen in schwarzer Schrift sind durch doppelte
Schrägstriche getrennt. Manche Textzeilen sind keine Dicta, sondern
Verweise (mit >>) auf das gleiche, in der Wortfolge abweichende anders
geschriebene oder länger gefasste Dictum z.B. "Lacrimae rerum >> Sunt lacrimae rerum". (Häufig aber sind
auch derartige Varianten in einem Dictum selbst vermerkt und die Abweichungen
durch eckige oder runde Klammern angegeben). >>> verlinkt zu einer Anmerkung. Eigene
Textzeilen, meistens in fetter schwarzer Schrift, geben Hinweise zur Benutzung
(ggf. mit Links) oder auf eine andere Schreibweise für eine Gruppe
ähnlich anlautender Dicta (z.B. j neben i),
Suchen und Finden
Eine Reihe von Verweisen finden Sie im
Menü am Kopf dieser Seite. Sie können hier auch die Dicta verlassen.
Aus dem Text können Sie zu diesem Menü zurück und von damit zu
anderen Dicta durch Anklicken der Hinweise "zum Menü" kommen. Sie
können auch am Ende jeder Seite über "perge weiter" zur
alpahabetisch folgenden Seite blättern. Da meine Zusammenstellung aus
23 Dateien besteht, wird mit der Suchfunktion des Browsers nicht das ganze
Alphabet erfasst. (In der nun verlassenen Offline-Fassung im
JOT-Format war das günstiger, weil alles in einer Datei zusammengefasst
war.) 23 einzelne Seiten zu durchsuchen, ist mühsam und langwierig.
Die Suchfunktion des MS-Internet Explorers findet sie durch das ganze Internet,
aber betrifft nicht speziell meine Dictaseiten. Ähnlich ist es mit
allgemeinen Desktop-Suchprogramme wie Copernic Desktop Search. Als spezielle
Software angebotene dateiübergreifende und einen Ordner
erschließende Suchprogramme Bedienen Sie sich eines
Internet-Suchdienstes, so scheitern Sie an der Fülle der Ergebnisse, zumal
wenn Sie nur ein Wort und nicht eine Redewendung ganz oder teilweise eingeben.
Corvus ergab z.B. bei Google 2.340.000 Treffer,
Corvus oculos voret 39 Treffer (mit meiner
Sammlung in der Top-Position), Corvus oculos voret, canis
intestina, c(a)etera membra lupus 9 Treffer. Aber, wenn Sie das ganze
Dictum kennen, können Sie es gleich in meiner Sammlung aufsuchen. Doch
selbst dabei kann es zu Schwierigkeiten kommen durch andere Zitier- oder
Schreibweisen (etwa j anstatt i) oder durch den Kontextausschnitt, in dem der
Ausspruch zitiert wurde. Das erste Wort ist hier entscheidend. Sucht man
Tua res agitur ..., so findet man es im Alphabet
unter Nam tua res agitur ..... Ohne nam wäre das isolierte Dictum
eher besser: nam denn
knüpft an Davorstehendes an. Aber erst durch nam wird die Zeile, wird der Hexameter komplett.
Zwei Wörter (Substantiv und Adjektiv, Substantiv und Genitiv, Substantiv
und Prädikat) können die Reihenfolge tauschen; man suche auch beim
vermeintlich zweiten Wort. Um ein lateinischen oder deutsches Wort in allen
Dateien meines Ordners "latein" zu finden, können Sie einen Versuch mit
der Suchfunktion des Double Commanders (Freeware) machen. Beim Zitieren
lateinischer Redewendungen wird man sich immer bemühen, nicht für
einen Scharlatan, sondern für einen Kenner gehalten zu werden (durch
richtige Aussprache und richtige Vokallänge und Wortbetonung oder
metrische Betonung, richtige Endungen), so man kann. Wer Latein gelernt hat und
sich noch daran erinnert, wird in ex libris das
zweite i lang sprechen und mit viel Glück das erste kurz. Keine Sammlung
von Redewendungen wird dem Nichtlateiner in derartigen überhäufigen
Fällen durchgehend weiterhelfen. Wer sich nicht ganz sicher ist, zitiere
Lateinisches nur vor solchen, von denen er weiß, dass sie erst recht
keine Ahnung haben, sage also ihnen (oder beiden Seiten) Unverständlches
aus purer Angeberei auf. Ein vermeintliches Sprachgefühl gilt (in engen
Grenzen) bestenfalls für die eigenen Muttersprache. Fast jeder wird das
o in oleum
Öl für lang und das
u in fructus für
kurz halten. In beiden Fällen irrt er sich,. Wer ein passendes Zitat
sucht, geht meistens von einem Thema oder einem Leitbegriff aus. Viele
Sammlungen sind daher nach solchen Stichwörtern geordnet. Manche hat bei
alphabetischer Ordnung ein entsprechendes Sachregister. Man suche unter
mehrerern verwandten Begriffen! Bei mir wird nicht selten auf andere Dicta
verwiesen, um diesen schwierig zu erfüllenden Suchwunsch zu
berücksichtigen, allerdings viel zu selten. Stöbern Sie öfter -
und schon bevor Sie einmal dringend fündig werden müssen - in meiner
Zusammenstellung, markieren oder notieren Sie sich interessante Wendungen, auf
die Sie vielleicht irgendwann zurückgreifen wollen. Und merken sie sich
einige passende Aussprüche, die Sie ab und zu gebrauchen wollen.
Leider enthalten meine Listen sehr häufig Schreibfehler und die
deutschen Übersetzungen sind oft chwefällig im Bemühen, dem
Original möglichst genau zu entsprechen. Bevor Sie daher eine
Redewendung übernehmen, um sie schriftlich oder vor einem anspruchsvollen
Hörerkreis mündlich zu zitieren, sollten Sie sich absichern.
Überprüfen sie das gewählte Zitat an einer der angegebenen
Quellen oder in einer Suchmaschine des Internets.
Zahl der bisher erfassten Dicta
Die Zahl der Dicta liegt über 11000.
Alle mit vorgesetztem NEU gekennzeichneten Dicta sind in dieser Summe
noch nicht enthalten. Die genauere Anzahl zur Zeit, die Häufigkeiten der
Anfangsbuchstaben und den Verlauf der Zunahme können Sie
verfolgen.
Dank
Mein besonderer Dank gilt Frau Helgard
Wiltsch, die ohne Entgelt im gesamten Text Korrektur gelesen hat. Ihr Beruf
als Lehrerin und später jahrelang als Korrektorin gab ihr dazu
professionelle Qualifikation und Fertigkeit. Allerdings vermag sie nicht zu
verhindern, dass ich bei fast jeder Neueintragung wieder neue Fehler
hineinbringe. Aber sie begleitet den Fortgang aufmerksam und ist mir ein
willkommener Berater und Gesprächspartner bei meiner auswuchernden
Sammeltätigkeit. Sie interessiert sich über die Dicta hinaus für
eine Reihe der von mir aufgegriffenen Themen, wie es mir bei anderen nie
vorgekommen ist. Das wird damit zusammenhängen, dass die klassische
Lehrerbildung eine thematische Breite des Wissens und der Kultur vermittelt
(hat), wie kein anderes Fachstudium.
Nicht selten erhalte ich im
Internet von Blätterern, Lesern und Usern Zuschriften, Hinweise auf
Irrtümer und Flüchtigkeitsfehler, oft auch Lob und Zustimmung. Selbst
unverdient, freut einen das. In einigen Fällen wurden mir auch bisher
nicht aufgenommene Dicta zur Bereicherung der Sammlung mitgeteilt. Ich muss
dazu sagen, dass ich die aufgelisteten Sekundärquellen erst zum kleinen
Teil ausgebeutet habe und dort noch mehrere Tausend mir zugängliche Dicta
der Aufnahme harren. Zu meinen Lebzeiten wird daran kein Mangel herrschen.
Besonders willkommen sind mir aber seltene Zitate lokaler Einzelquellen, die
bisher keinen Eingang in die einschlägige Literatur gefunden haben. Das
können Neubildungen, Texte aller Art sein oder Inschriften (z.B. auf
Sonnenuhren).
Mit Herrn H. Kocher aus Rio de Janeiro, dem Autor wohl der
größten Sammlung lateinischer
Redewendungen
und Sprichwörter
im Internet stehe ich im Austausch und habe ihn zu grundsätzlichen Fragen
des jüngst abgeschlossenen Umbaus meiner Sammlung befragt und
Ratschläge befolgt. Die Reichhaltigkeit seiner Sammlung könnte einen
resignieren lassen. Allerdings ist die portugiesische Übersetzung aller
Eintragungen nur wenigen Deutschen zugänglich. (Herrn Kocher und mir kommt
dabei der seltene Zufall zugute, dass wir beide der internationalen Sprache
Esperanto mächtig sind.) Bei der potentiellen Unerschöpflichkeit
aufnehmbarer Zitate können sich auch in einer wesentlich kleineren
Zusammenstellung wie meiner Redewendungen finden, die in den größten
Sammlungen fehlen. Vor neu eingefügten Dicta steht
seit dem 14.3.2010 ein fettes schwarzes NEU, um
regelmäßige Leser auf die Neuaufnahme hinzuweisen und mir die von
Zeit zu Zeit fortgeführte Zählung zu
erleichtern. Nach der Hinzufügung zur Anzahl der Dicta wird Dieser Vorsatz
wird entfernt, wenn dieses Dictum zur Zahl der Dicta hinzugerechnet
wird.
perge weiter >
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