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Anmerkungen

letzte Veränderung: 110918


Etwas ausführlichere Erläuterungen zu einzelnen Dicta, insbesondere weniger bekannte mythologische oder geographische Eigennamen betreffend, sind hier in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.Damit wirde am 001220 begonnen..


Ceres griech.: Demeter, die Göttin der Landwirtschaft (Vorkommen: Pax Cererem nutrit. Pacis alumna Ceres)
GelloLesbische Jungfrau, die in Kindsnöten starb und fürderhin als Geist Kinder raubte und zu Tode liebte. (Vorkommen: Liberorum vel puerorum amantior. quam Gello.; letzterem entspricht das Fragment 104 bei Sappho: Gellos philotera)

Matinus: ein mit Thymian bedeckter Berg in Süditalien (Apulien), der angeblich vorzüglich Honig lieferte. Als Adj.: matinisch. Horaz spricht in der 2,Ode des 4. Buches in Vers 27 von der apis matina, der matinischen Biene, Nicht zu verwechseln mit einer apis mâtutina der morgendlichen Biene, einer Biene im Morgenfleiß. Im verküzten Zitat mag man immerhin ohne Rücksicht auf das Versmaß unter Umgehung des unbekannten Berges apis matutinae der (früh)morgendlichen Biene sagen.
(Vorkommen:Apis Matinae modo modoque)

Midas: Sagenhafter König, dem Bacchus den Wunsch gewährt hatte, dass alles, was er berührte, zu Gold wurde, was den Midas fast dem Hungertod preisgegeben hat. Als Schiedsrichter gab er im Streit der Flöte des Pan den Vorzug vor Apollos Leier. Der zürnende Apollo war kein guter Verlierer und begabte ihn daraufhin mit Eselsohren. (Vorkommen: Auriculas asini rex Midas habet.)

Minerva: Göttin der Weisheit, der Wissenschaften und der Klugheit, entsprechend der griechischen Athene. Sie war die Patronin der Handwerker, der Künste, der Lehrer und der Ärzte und wusste und verstand folglich vieles. (Vorkommen: (non) invita Minerva; crassa Minerva; pingui Minerva; Non sus Minerva! Tam Marte quam minerva


pertrepo: Wortschöpfung von Terenz aus lat. per und gr. trépein : drunter und drüber gehen lassen. (Vorkommen: Pertrepunt, ubi domini absunt.)
Sabaoth: lat./gr.; hebr.. Zebaot(h) ; Heerscharen, Ein Hoheitsattribut Gottes ("Herr der Heerscharen"). Genaue Angaben in der Wikipedie. (Vorkommen: Quam dilecta tabernacula ...)

Salmacidus als Adj. salzigsauer, als Subst: Weichling. Zu Salmacis, -idis: eine viel benutzte Quelle in Karien. Die gleichnamige Quellnymphe war der Sage nach durch ihre Begierde beim Anblick des in ihrer Quelle badenden, liebesunwilligen Hermaphroditos [Hermaphroditus], dem Sohn von Aphrodite und Hermes, mit ihm nach der Bitte zu den Göttern zu etwas zusammengewachsen, was weder Mann noch Frau war, einem Weichei gleichsam. Das Quellwasser hatte fürderhin verweichlichende Wirkung. (Vorkommen: (Salmacida) spolia sine sangue et sudore, von Ennius, durch Cic. mitgeteilt.)

Saturnalia: Das Fest des Saturn, des Gottes der Saaten, der dem griechischenKronos gleichgesetzt wurde, am 17. Dezember, gleichsam zur Erinnerung an das Goldene Zeitalter ausgelassen mit Festessen und dem sonst verbotenen Würfelspiel gefeiert wurde. Die Sklaven wurden von ihrem Herren bewirtet, die Gerichte und Schulen hatten tagelang Ferien. Eine Art Vorläufer der Silvesterfeier. (Vorkommen: Non semper saturnalia erunt.).

Thamyras (Thamyris)sagenhafter thrakischer Spielmann und Sänger (Kitharode) von schöner Gestalt, der nicht nur so vermessen war, die Musen zum künstlerischen Wettkampf herauszufordern, sondern als Siegespreis verlangte, mit jeder Muse eine Nacht zu verbringen. Das konnte nicht gut gehen. Er verlor (natürlich) und wurde zur Strafe des Augenlichts und seiner Kunstfertigkeit beraubt. Warum hat ihn Ovid als Beispiel gewählt, dem alle Sangeskunst nicht berühmt gemachr hätte, wenn er nie öffentlich gesungen hätte? Zweifellos wäre es ihm dann besser ergangen. Hätte er aber die gefahrlose Ruhmlosigkeit vorgezogen?
Als zweites Beispiel ist Amoebeus (Amoibus) genannt, der im -3. Jahrhundert wirklich gelebt hat und besonders wegen seines virtuosen Kithara-Spiel berühmt war. (Vorkommen:Tu licet et Thamyram ...)