1928 geboren, 1947 reifegeprüft, studierte ich ab
1948 zuerst Biologie, wechselte bald zur Medizin. Nach dem Staatsexamen (1954)
arbeitete ich 3 Monate im Krankenhaus (Wriezen), war dann länger als 14
Jahre am Physiologischen Institut der Humboldt-Universität (Med.Fak.) als
Assistent. 1955 wurde ich zum Dr.med. promoviert. In den ersten
Assistentenjahrenjahren studierte ich nebenher, ordentlich immatrikuliert,
Psychologie, aber nicht bis zum Abschluß. Ich war Facharzt für
Physiologie - das gab es in der DDR - und erhielt 1970 die facultas docendi
für Physiologie.
1959 wurde ich OA, später Ltd. OA, 1961
stellvertretender, 1962 für 15 Monate kommissar. Direktor des Instituts.
1965 heiratete ich Dr. Dörte Sondermeier
Seit 1969 arbeitete ich über Medizingeschichte und -theorie an der
Akademie für Ärztliche Fortbildung der DDR, von Philosophen umgeben.
In den ersten Jahren hörte ich nebenbei Geschichte, histor.
Hilfswissenschaften und Alte Sprachen an der Humboldt-Universität. 1979
wurde ich Dr.sc.med., was in der DDR der Habilitation entsprach, 1978 MR und
1988 OMR, eine Seltenheit, wenn man kein Genosse war.
1990, vor
Auflösung unserer AfÄF, ging ich in den Vorruhestand und 1993 in
Rente.
Gewöhnlich sitze ich zwischen den Stühlen. Es gibt zu
viel Für und Wider. Jedes Ding hat nicht nur zwei, sondern sechs Seiten.
Ich bin ein "mittlerer" Mensch (- ein typologisch vernachlässigter
Begriff). Das sind z.b. die Prüfer, die nicht immer 1 oder 5, sondern am
liebsten 3(-) geben.
Meine Interessen waren zu weit gestreut, um etwas
Rechtes zustandezubringen. Wer in der Wissenschaft vorankommen will, muß
ein tiefes (und daher enges Loch) bohren. Heute geht es mir nicht anders, doch
lebe ich jetzt zu meinem Vergnügen im Wartesaal des Todes und kann tun,
was ich will. Oft nutze ich den Computer, meistens nur als Schreibinstrument.
(Die mir das vorwerfen, frage ich, ob sie alten Skribenten vorwerfen, sie
hätten sich nur mit Gänsefedern beschäftigt.) Vieles dreht sich
um Sprachen, sehr oft die alten, und eine Art Mathematikverschnitt. Für
beides bin ich weder ausgebildet noch begabt. Was dabei herauskommt ist
ausgefallen und deshalb bisweilen nirgendwo anders zu finden.
Letzte Änderung am 13.8.2004
Resumo en Esperanto: Mi naski^gis en1928, studis medicinon, laboris nur malmulte en kliniko, tiam ^gis 1969 en Fiziologia instituto, poste pri teorio kaj historio de medicino en la akademio por poststuda pluklerigo de kuracistoj. De 1990 mi estas pensiulo kaj diletas en diversaj fakoj nur ne miaj iamaj profesiaj. Edzo mi estis de 1965 ^gis 1999, kiam mia edzino mortis. Infanojn ni ne havis. Esperanton mi trovis 1944 en literaturo, lernis ^gin post la milito, sed, kvankam membro de la Centra Laborrondo en GDR-tempoj, neniam tre aktivis en la movado. (Mi estas komunikema, sed ne sociema). Tamen ne estis tempo, kiam mi ne legis, korespondis, pensis, kelkfoje parolis Esperante kaj pri Esperanto. Mi partoprenis nur en la Universalaj Kongresoj 44a, 51a kaj - kiel Berlinano - kompreneble 84a.