Ich bin nicht bitter, ich schmecke nur
Bitteres.
Es ist so, und es ist schlimm so.
Damit Kurzsichtige und Bösartige ironische Aussagen nicht für meine Meinung halten bzw. ausgeben, setze ich sie zwischen > <. Diese Parenthese habe eine ähnliche Funktion wie der Tusch bei der Büttenrede oder die Lachplatte in komischen Sendungen für Beschränkte : zu zeigen, dass man lachen darf (und nicht daran glauben muss. Leider vergesse ich diese Anführung oft, ohne dass es dadurch meine Meinung wird.)
Abkassieren bis zum Limit
Diese Regierung tut nichts, als sich immer wieder neue Möglichkeiten auszudenken, ihre Untertanen zu schröpfen. Dass hier die beiden großen "Volksparteien" (- das klingt wie Hohn. Wer den Schaden hat ...) darin einig zusammenwirken, macht Abwehr schier unmöglich. Die immensen Schulden sind dabei nicht zu tilgen und werden ohnehin in bisher ungekannten Maße weiter gemacht und belasten den Haushalt extrem. Die heuchlerischen Sorgen um die kommenden Generationen sollen die Gegenwärtigen beruhigen. Es trifft uns voll und zusätzlich schon jetzt. (Welch Prozentsatz der Ausgaben dienen der alljährlich Tilgung der Kreditzinsen.Den Nachkommen werden wir allerdings eine desolates Trümmerfeld hinterlassen und die bis dahin immens weiter wachsenden Schulden und Tilgungszinsen dazu.(060916, ergänzt 090710)
Ächtung
Ein (zukünftiger) Staat, der fortgesetztem Terror seine Existenz verdankt, dürfte nie anerkannt werden. Wer wollte und sollte mit permanenten Mödern in normale diplomatische Beziehungen treten?(030820, anders formuliert 060912)
Adelt Ursprung die Tat?
> Was wir tun, kann nur gerecht und integer sein. < (16.2.06)
aktiv und passiv gut und böse
Den Bequemen und Trägen fällt es leichter, Böses zu unterlassen, als Gutes zu tun. Die Unternehmungslustigen werden eher Gutes tun, als Böses unterlassen (ggf. die Kultur subventionieren).(25.4.06, korrig. 17.8.07)
Aktiva und Passiva
Notieren Sie einmal in einer Nachrichtensendung bei jeder positiven, angenehmen Nachricht ein Plus, bei jeder schlechten ein Minus. Die Bilanz wird Sie beeindrucken. (30.8.01)
Alles für die Gesundheit
In irgendeinem Hotel gibt es ein Zimmer, in dem alles aus Schokolade besteht. Der Gast kann sich nach Herzenslust bedienen. An der Tür, durch die der Schokofan gar nicht mehr gehen wird, steht auf einer Schokoladentafel die verlockenden Inschrift in weißer Schokolade: "Wenn Sie das Zimmer aufgegessen haben, wartet ein wunderschöner Schokoladensarg auf Sie!" Damit wird für so manches Schleckermaul der letzte Wunsch in Erfüllung gehen. (29.2.08)
Andauerndes Kopfschütteln
Manche alten Leute schütteln vielleicht deshalb dauernd mit dem Kopf, weil sie vor Staunen über die neue Zeit und ihre Gebräuche damit begonnen haben, als ihnen noch nicht alles gleichgültig war. (23.11.05)
Arme Jugend!
Arzt entbehrlich
Wenn der Gesundheitszustand sich sehr verschlechtert, kann man sich sogar ohne Arzt nicht wohl fühlen. (16.2.06)
Auschwitzsterlitz?
Zur Diskussion
möglicher Parallelen zwischen Napoleon und Hitler
Wenn Diktatoren können, wie sie wollen, kommt dabei selten
etwas Humanes heraus. (2.12.05)
Bad Banks?
Gibt es noch andere? (090422)
Belohnung der Schuldigen?
Die Banken, die die ganze Welt (-
"global" ist Trumpf -) in die bishrer größte Krise, in Armut,
Niedergang und Pleiten gestürzt haben, erhalten nie dagewiesene staatliche
Zuschüsse, die sie als ihnen geschuldete Belohnung ansehen, behalten und
nicht als Kredite vergeben.
Der Staat selbst hätte die gigantischen
Subventionen an den Banken vorbei als Kredite zur Aufrechterhaltung und
Wiederankurbeliung der Wirtschaft oder zur Linderung von Bankkundenverlusten
ausgeben sollen, anstatt sie leichtsinnigen, übergierigen, unfähigen
oder kriminellen Banken und Manger in den unersättllichen Rachen zu
werfen.(090710)
Blut um Blut
"Reinigung von Blutschuld suchen sie vergeblich, indem sie sich mit Blut besudeln, wie wenn einer, der in Kot getreten, sich mit Kot abwaschen würde." (Heraklit, Über die Natur, Fragment 5)(22.6.04)
Böse dürfen nur meinesgleichen sein
> Steckt um Himmels willen keine Rothaarigen ins Gefängnis! Sonst heißt es, wir seien Rassisten und hassen die Rothaarigen. Und nennt alle rothaarigen Kriminellen oder besser überhaupt alle Rothaarigen nur abendsonnenhaarig. <
Darwin
Wer nicht vom "Affen" abstammt, muss selbst noch einer sein. (22.2.03)
Das höchste Amt ohne Relevanz
Im Grunde ist es gleichgültig für wen wir als Bundespräsidenten unser Geld hinauswerfen.(15.4.08)
Das Schöne am Krieg
Das Schöne am Krieg ist seine
Legalität. Er hat seine Ordnung. Das macht es möglich, (schnell) zu
verzeihen: Ich hasse das Volk nicht, das unsere kriegsuntauglichen Nachbarn mit
ihrem Wohnblock gegenüber ausradiert hat. Die Russen hassen die Deutschen
nicht pauschal, obwohl Grund genug bestände. Die Deutschen hassen die
Engländer nicht, und bei den Amerikanern sollen sie sich hintendrin gar am
wohlsten fühlen.
Aber wo Blutrache schier endlos eskaliert, wird
selbst, wenn sie dereinst erlahmt, der Völkerhass der Nachbarn kaum
erlöschen. (13.2.02)
Denn heute, da hört uns Europa ...
>Ein noch ungeübter Präsident hat Verwunderung und Missbilligung ausgelöst, weil er meint, in die EU gehörten nur europäische Länder. Ja, wie sollen wir denn da Länder wie Japan oder Panama als Mitglieder gewinnen?! Es wäre einfach, Europa so zu definieren, dass jeweils die Nachbarländer aller EU-Mitgliedsländer dazu gehören. Außerdem bezeichet Europa nur Ausgangspunkt und Kernbereich. Schließlich hat die Weimarer Republik auch nicht bloß aus Weimar bestanden. < (13.6.07)
Der häufigste Familienname
Die meisten heißen ANDERS. (29.12.08)
Die Lüge als Kunstwerk
> Gegen eine Lüge (auch diffamierender Art), die als Kunstwerk verbreitet wird, lässt sich nichts einwenden. Das wäre Einengung des freien Kunstschaffens<(10.4.07 , als ich gelernt habe, worauf ich von selbst nicht gekommen wäre.")
Die Majorität der Weisen
Wähler sind geneigt, das Schlechte durch Schlimmeres zu ersetzen. (14.6.04 Heute, im August 2004 möchte ich das aus aktuellem Anlass bekräftigend unterstreichen,)
Die Mörder sind unter sich
Auch des Mörders Mörder ist ein Mörder.(27.8.03)
Dumm ist, wer seine Klugheit überschätzt.
Davon gibt es in Deutschland Millionen schlichte Bürger und hochgestellt Beispile.(16.7.06)
Dummheit sollte sich möglichst früh zu erkennen geben.
Wohl dem Dummköpfen, die ihrer schlimmen Partei oder sonstigen Gruppierung durch unbedachte Äußerungen schaden! (12.8.05)
Dummschlaue
Wer sich für besonders schlau hält, ist es gewöhnlich nicht.(13.10.03)
Eigenlob
Hört oder liest man ein Eigenlob, kann man getrost 80% abziehen.(4.5.05)
Eigentlich müsste es doch
Es schmeichelt nicht, wenn man für noch dämlicher gehalten wird, als man ist.(5.5.05)
Emotionen anderen gegenüber
Mitleid klingt ab, aber Hass wächst unaufhörlich. (14.2.02)
Entertainment
Krieg, Katastrophen und Verbrechen haben einen hohen Unterhaltungswert. Wer Autorennen wegen möglicher spektakulärer Unfälle und Eislauf wegen der höchsthinauf unbedeckten Damenbeine ansieht, hat nolens volens (selbst gegen an sich besseres [Ge]Wissen) die Vorstellung, das Weltgeschehnen werde zu seiner Unterhaltung veranstaltet. Jedenfalls so lange ihn die Realität nicht dahingehend einholt, dass die Trümmer seines Hauses sichtraubend zwischen ihn und den Fernsehapparat stürzen. (19.10.01, verändert)
Er passt in die Zeit
ist fast das Schlimmste, was man von einem sagen kann. (15.4.08)
Erste Kanzlerin
Morgen wird die erste Frau zur Bundeskanzlerin gewählt. Ein Fortschritt? Gewiss: ein großer Schritt. Man kann nur hoffen, dass die Erfahrungen mit der ersten Kanzlerin das Wahlvolk nicht auf lange Zeit verprellen, zum zweiten Mal einen weiblichen Kanzler zu wählen. (17.9.05)
Scheherezade erzählte in der 582. Nacht :
" Ein Jägersmann pflegte in der Steppe die wilden Tiere zu jagen, und da kam er eines Tages zu einer Höhle im Gebirge und fand in ihr ein Loch voll Bienenhonig. Er schöpfte etwas von jenem Honig in einen Schlauch, den er bei sich trug, legte ihn über die Schulter und trug ihn in die Stadt; ihm folgte sein Jagdhund, ein Tier, das ihm lieb und wert war. Beim Laden eines Ölhändlers blieb der Jäger stehen und bot ihm den Honig zum Kaufe an; da kaufte ihn der Mann im Laden. Dann öffnete er den Schlauch und ließ den Honig auslaufen, um ihn zu besehen. Dabei fiel ein Honigtropfen aus dem Schlauche auf die Erde. Nun sammelten sich die Fliegen um ihn, und auf die schoß ein Vogel herab. Der Ölhändler aber hatte eine Katze, und die sprang auf den Vogel los; als der Jagdhund die Katze sah, stürzte er sich auf sie und biss sie tot. Da sprang der Ölhändler auf den Jagdhund los und schlug ihn tot; und zuletzt erhob sich der Jäger wider den Ölhändler und erschlug ihn. Nun gehörte der Ölhändler in das eine Dorf, der Jäger aber in ein anderes. Und als die Bewohner der beiden Dörfer die Kunde vernahmen, griffen sie zu Wehr und Waffen und erhoben sich im Zorne wider einander. Die beiden Schlachtreihen prallten zusammen, und das Schwert wütete lange unter ihnen, bis dass viel Volks gefallen war, so viele, dass nur Allah der Erhabene ihre Zahl kennt."
1001Nacht . Nach der Calcuttaer Ausgabe von 1839 übertragen von Enno Littmann
Etymologische Erkenntisse
>Sprachforscher haben jüngst herausgefunden, dass das Wort "Politiker" in Griechenland ein Lehnwort gewesen sei und nichts mit dem griechischem Wortpólis Stadt zu tun habe. Es entstammt vielmehr einem lokalen keltischen (?) Dialekt. Pol ist indoeuropäisch stammverwandt mit voll, füllen, manche verweisen freilich auch auf polken(wie die Schimpansen fette Maden aus einem Loch im Baum herausholen). Tik verweist auf Tasche(tasket in Analogie zu engl. basket). Die Bedeutung Taschenfüller mag zwar im Wirtschaftsleben bisweilen Berechtigung haben. Wie sie aber auf die Politik und die Politiker zu beziehen sei, bleibt unbegreiflich.< (15.8.06)
Exsistentia ex imaginatione
Die Götter sterben mit denen, die sie anbeten. (14.10.05)
Fachidioten
Wir können zum Mond fliegen und treiben Naturwissenschaft und Technik unter dem Konkurrenzdruck rasant voran. Aber im Kleinsten wie im Größten können wir unsere Angelegenheiten nicht in Ordnung bringen noch halten. Geistes- (Gesellschafts- !)wissenschaften, Politik und Ökonomie sind entsprechend rückständig und illusionär und ihre Hypothesen bewegen sich in endlosen Kreisen. (19.10.01 / 22.2.03/ 12.8.05)
Fasse Dich kurz!
Parlamentarische Debatten und politische Schriften könnten verkürzt und verbilligt werden, Entschlüsse schneller gefasst, wenn Termini verkürzt und Politikernamen wie Graf von der Oberunterellenbogenstärke-Hinterkiekersbusch durch kurze Nicknames ("Brüllender Löwe" oder "Schafskopf") ersetzt würden.Dabei ließen sich demagogische Bezeichnungen durch zutreffende ersetzen, etwa "Bereicherndes Steuerabsenkungsgestz" durch "fauler Zauber" oder "grober Unfug" und Namen charakterisieren, inden man statt 11 Buchstaben "Clown" schreibt.(091218)
Ferne Parallelen?
Tacitus schreibt über die
unterworfen-befreiten Britannier (Agricola 21,2): Ut, qui modo linguam Romanam abnuebant, eloquentiam
concupiscerent, ind etiam habitus nostri honor et frequens toga; paulatimque
discessum ad delenimenta vitiorum, porticus et balinea et conviviorium
elegantiam. Idque apue imperitos humanitas vocabatur, cum pars servitutis
esset. "So kam es, dass sie Menschen, die eben noch die
römische Sprache ablehnten, nun die römische Redekunst zu erlernen
begehrten. Von da an fand auch unser Äußeres Beifall, und die Toga
wurde häufig getragen; und allmählich gab man sich dem
verweichlichenden Einfluss des Lasters hin: Säulenhallen, Bädern und
erlesenen Gelagen. Und so etwas hieß bei den Ahnungslosen Lebenskultur,
während es doch nur ein Bestandteil der Knechtschaft war."
- Das ist natürlich nicht auf einen
zeitgenössischen Kulturexport anzuwenden.(übersetzt von Rudolf Till) (22.2.03 /
12.8.05)
Foetet passim
Lateinische
Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen
Sie einfach nach.
Es stinkt allerorten.
Foltergefahr unausweichlich
Nicht in ein Land zu reisen, wo die Mittelalterlichkeit u.a. durch die Wiedereinführung der Folter wiederhergestellt wird, ist unnötige Vorsicht, wenn dieses Land Gefängnisse in aller Welt betreibt und überall foltert.(Herbst 06)
Frauen
Frauen sind höhere Wesen. Sie wissen es nur nicht immer.
Freibrief
Wofür ein Privatmann in den Knast geht, dafür tritt ein Politiker schlimmstenfalls zurück, meistens unter weiterem Erhalt oder gar Erhöhung seiner Bezüge. (5.12.01)
Freigänger
Ich fürchte, dass sehr viele Politiker von Rechts wegen hinter Gitter gehörten. (5.7.03)
Freiheit
Wenn man einen Kriminellen zum Häuptling wählt, wird man viele unangenehme und einengende Gesetze los, zumindest so weit sie auch ihn persönlich betreffen.(4.7.03)
Freiheit - aber in Maßen

Freiheit muss immer schön im Rahmen bleiben.
Freunde gewinnen
Sie wissen nicht, wie man sich Freunde macht? Fragen Sie die Amerikaner! (19.5.04)
Ach wäre mir doch alles so unsagbar wurscht wie Fußball!(30.5.01)
Gesundschrumpfen
Wenn ein Großbetrieb, der Not gehorchend, ein paar tausend Beschäftigte auf die Straße setzt, wird das als Sanierung nicht nur für den Betrieb, sondern für die Volkswirtschaft gefeiert, obwohl feststeht, dass die Entlassenen der Sozialhilfe anheimfallen, kaum noch Steuern zahlen und als Konsumenten so gut wie ausfallen.(28.10.03)
Globale Panökumene
In einem wenigstens sind die Anhänger aller Religionen eines Glaubens: dass ihre eigene Religion den einzig wahren Glauben vertritt, alle anderen aber nicht zutreffen und ketzerisch sind. Dennoch erscheint es ihnen ungleich besser, man hängt irgendeiner Religion an als gar keiner.(6.8.02 /12.8.05)
Globalisierung
Die Globalisierung ist ein willkommenenr Vorwand, alles, was dem Maximalprofit im Wege steht, auf das Minimum, das sich irgendwo in der Welt findet, herunterzufahren, um konkurrenzfähig zu bleiben: Löhne, Dauer des bezahlten Urlaubs, Kündigungsgesetze, Sicherheits- und Hygienevorschriften, Kranken- und Pflegeversicherung, Sozialleistungen, Renten, Umweltschutz, Nutzung alternativer Energien, Gesundheitverträglichkeit und was es sonst bereits an mühsam erkämpften Errungenschaften gibt. (14.9.03)
Glück
In dieser unserer schönen Welt ist ein halbwegs erträgliches Leben schon Glück zu nennen, das trotz zivilisatorischem Fortschritt, der das Leben erleichtern und Gebrauchsgüter anhäufen sollte, nur einer bescheidenen Minderheit der Menschen zuteil wird - weitgehend auf Kosten des großen Rests. (18.5.02 verändert)
Götter unter sich
Sind es nun zwei monotheistische Götter, Jahwe und Allah, die ihre Anhänger gegeneinander hetzen, oder ist es ein und derselbe, der sich wie in einem Computerspiel der Untaten seiner gegnerischen Spielfiguren erfreut ?(28.3.02)
Gute Konditionen
Teilprivatisierung (bei Bahn, Polizei usw.) macht Korruption erst richtig möglich (und hochwahrscheinlich).(5.12.01)
Heiligenproduktion
Heiligsprechen boomt. Einer anderen
Konfession anzugehören, schützt nach Bischof H.s Vorstellungen nicht
mehr davor. Vielleicht hilft es in Bälde nicht einmal, Atheist zu sein,
wenn man diesen gleichsam einkauft. Persönlich würde ich mir das
verbitten. Die ganze Maßnahme ist mir zu abgeschmackt.
Einzusehen
wäre es nur, wenn der Auserwählte einen Namen hätte, unter dem
es noch keinen Heiligen gibt, damit auch die Mode-Namensträger Namenstag
feiern können.
Heilige erzeugen kann der Mensch nur, weil es eine
bloße Fiktion ist.(18.8.05)
Hesslich
Welch ein Glück ist es, kein Hesse zu sein! Aber andererseits hat man wenig Grund, sich besser zu fühlen.(19.1.09)
Höchstens Dumme sind anständig, aber nur die wenigsten.
Unter Kriminellen wirkt ein Krimineller fast anständig. Das gilt auch für semikriminelle Berufsstände, zu denen mehr und mehr alle Cleveren zählen. Und wer möchte nicht, ja muss nicht heute clever sein? (23.1.03)
Hoher Wert
68 Jahre lang hätte ich nicht wagen können, öffentlich meinem Unmut über Politik und Wirtschaft Luft zu machen. Jetzt kann ich es. Das wiegt vieles auf und lässt es nur als kleines Ärgernis erscheinen. Manches trotzdem als großes.
Hora ruit
Lateinische
Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen
Sie einfach nach.
Je weniger Zeit einem bleibt, desto schneller verrinnt sie. (18.5.02/29.10.03) dicta)
Inversionen
Es ist ein bekanntes Paradoxon, dass eine ältere Dame jünger ist als eine alte Dame. Das Absolute ist mehr als das Relative. Und so braucht auch eine "sozial verträglichere Maßnahme" keine sozial verträgliche Maßnahme sein.(16.2.06)
Jung und alt
Keine Sorge! Wir Alten halten von euch Jungen nicht weniger als ihr von uns.(070316/090713)
Klassenjustiz ?
> Wenn man sich eine große Summe unrechtmäßig aneignet und zahlt nach Aufforderung einen Teil davon für einen guten Zweck, dann hat man es doch wohl hinreichend wieder gut gemacht, mag den Rest behalten und ist als unschuldig und unbestraft, ja fast als Wohltäter anzusehen. < (27.11.06)
Lebensregeln (nicht nur) unserer Zeit
> Was heißt hier Ethik und Moral und Treu und Glauben, Recht und Verantwortung, Mitleid gar? Es geht, wie es geht und solange es geht und das blöde Volk es mitansieht, duldet und gehen lässt. Stopf Dir Wanst und Taschen voll! <(15.4.08)
Leid
Hilft es gegen Leid, schlimmeres Leid zuzufügen, das einem mit noch größerem Leid zurückgezahlt wird usw. usw. usw. usw. ... ...?(16.9.01)
Letzte Weltsicht
Empört sein und sich beklagen ist die einzige Emotionalität, die vielen Alten bleibt. Das macht sie doppelt einsam und von allen gemieden. (13.2.02)
Machen wir doch mal schnell einen netten kleinen Krieg!
(bescheiden mit noch nicht mal 10 000 Toten und nur einer Handvoll zerstörter Städte).Was sich jedes kleinere Erdbeben erlauben kann, wird doch der Krone der Schöpfung nicht missgönnt werden. (Gaza, 10.8.08)
Made in Germany
Früher las man oft "made in Germany". Heute sind so viele Maden in Germany, dass man besser nicht darauf hinweist. (13.2.02)
Manchmal stützt Bequemlichkeit Ökologie
Der empfehlenswerte Slogan: " Ökologisch denken - unverpackt schenken" kommt der Bequemlichkeit und dem Geldbeutel entgegen. (15.9.03)
Maß halten
Das Beste wird im Maximum gesucht, im Maximalprofit und überhaupt im Extrem. Man meint: Wenn jeder maximal für sich selbst sorgt, wird für alle maximal gesorgt. Als ich einem empfahl, Maß zu halten, sagte er mir verwundert, er sei doch kein Schneider. Er dachte mehr an Maß nehmen als an Maß halten.(15.9.03)
Menschliche Minimalforderung
Gib dir wenigstens die wirklich kleine Mühe, ein besserer und klügerer Mensch zu sein als die von dir gewählten Politiker. (19.11.02)
Menschliche Regierung
Eine menschliche Regierung zeigt alle Schwächen und Unerträglichkeiten des Menschengeschlechts (wie durch ein Vergrößerungsglas).
Mildernde Umstände
Spätere Historiker werden
gewissen Politikern zugute halten, sie seien mehr dumm als schlecht
gewesen.
Aber warum wählt man so was?
(16.3.03)
Modern Times
Der Mensch von heute ist in seiner Freizeit überwiegend damit beschäftigt, die vielen Geräte zu warten, die ihm das Leben erleichtern sollten.
Mondlandung nie gewesen?
Den Amerikanern ist alles zuzutrauen (im Land der unbegrenzten Möglichkeiten). (19.5.04)
Nichts geschieht ohne Ursache
Wenn einer allerorten verhasst ist, ist er selten ganz unschuldig daran. (25.1.05)
Nehmen die Alten wirklich zu ?
Je älter man wird, desto weniger noch Ältere begegnen einem.(25.11.02)
Nie Mangel an Henkern
In keinem Henkerregime ist je und irgendwo Mangel an Henkern und Folterknechten.
(15.4.08)
Nirwana als Zuflucht
In wenigen Jahren spätestens bin ich tot. Das ist mir in einer Welt, mit der es im Sturzflug unaufhaltsam bergab geht, ein gewisser Trost. (25.11.02)
Nullen
Nicht nur kalendarisch, sondern auch in Politik und Wirtschaft (und Kunst) leben wir in einem Zeitalter der Nullen ( - die wenigen Gerissenen verdienen sich in der Grauzone zur Kriminalität dumm und dämlich -). Die Nullen geben überall den Ausschlag. Aber während im aktuellen Datum die Nullen abnehmen werden, kann man diese Hoffnung kaum auf die heranwachsende Generation übertragen.(18.2.02)
ohne Biss
Zahnlos können die Alten nicht
beißen, nur küssen.
Aber ihr Kuss kann gefürchteter sein als
in der Jugend ein Biss.(4.5.05)
Opposition
Eine Opposition muss sich über jede Handlung oder Absicht der Regierungspartei empören, auch wenn sie mit früheren eigenen Intentionen und Versprechungen übereinstimmt. Der Niedergang des (angeblich falsch regierten) Landes ist ihr notwendigerweise weitaus willkommener als sein Wohlergehen (unter einer vermeintlich falschen Regierung).
Paradoxa
> Wenn die Steuern gesenkt werden,
nimmt der Staat mehr ein.
Wenn jeder mehr für das Gesundheitswesen
ausgibt, bekommt er dadurch mehr Geld in die Tasche.
Wenn festgestellt wird
, dass es noch mindestens ein Jahr mit der Wirtschaft bergab geht, wird
frohlockend von einem Silberstreifen am Horizont (im übernächsten
Jahr) gesprochen.
Wenn ein Gemeinwesen, dem das Wasser bis an den Hals
steht, das Geld mit vollen Händen rauswirft. Ein einzelner
täte das höchstens dann, wenn er sicher wäre, sofort zu
ertrinken.
Wenn der Reiche reich ist, geht es den Armen gut: er
beschäftigt sie und zahlt mehr Steuern. Gib also dem Reichen dein Geld und
es wird dir besser gehen.< (28.10.03)
Paradoxe Wahrscheinlichkeit
Selten wird etwas so häufig getroffen wie der Pfosten oder die Latte im Fußballtor.
Philosophen
Ich habe den Eindruck, dass manche Philosophen von der Wissenschaftsentwicklung in den letzten 1000 Jahre nicht viel mehr mitbekommen haben als manche Theologen vom Fortschritt der letzten 2000 Jahre. Bei fortgeschritteneren mag sich dieser Zeitraum auf 100 bzw. 200 Jahre reduzieren. (5.2.06)
Philosophie
Philosophen machen sich die Welt
zurecht, wie sie sie gerne hätten. All ihr wissenschaftlicher Tiefgang und
schwer verständliche Dunkelheit machen ihre Meinungen nicht
zutreffender.
Philosophie sollte glasklar und durchsichtig sein und kann
wohl kaum mehr bieten als eine kritische Abwägung der
Denkmöglichkeiten.(5.2.06)
Politiker
Wenn die Bundesrepublik 50 Jahre
falsche Politik gemacht und (z.B.) aus wahltaktischen Gründen permanent
über unsere Verhältnisse gelebt hat, besagt das, dass wir immer
falsche Politiker gewählt haben. Das legt den Verdacht nahe, dass es gar
keine richtigen Politiker gibt, und das vielleicht überwiegend Menschen
mit defekter Persönlichkeitsstruktur diesen Beruf
ergreifen.
Politiker(vor)gaukelei
> Je mehr ihr blecht, desto mehr
werdet ihr haben. < (2ß.10.03)
Politische Kompromisse
Ein Kompromiss zwischen Regierung und Opposition (wie bei der sog. Gesundheitsreform) kann dann zustande kommen, wenn beide ihre Forderungen addieren und gemeinsam der Bevölkerung auferlegen.(27.8.03)
Post officium
Lateinische
Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen
Sie einfach nach.
Für viele abgetretene Politiker ist es eine unverdiente Ehrung, sie frei herumlaufen zu lassen. Statt ihnen überdies Gnadenbrot im Übermaß zu gewähren, sollte man sie auf Staatskosten in den für entsprechende Vorkommnisse geschaffenen staatlichen Einrichtungen Tüten kleben lassen. (13.2./2.5.02)
Programierte
Missbrauchbrkeit
>Der Mensch ist für Schlimmes
geschaffen und Schlimmes gewohnt. Er muss und kann viel vertragen, ohne gleich
als ausbeutbare Arbeitskraft verloren zu gehen. Das wird ihm vielmehr zum
Bedürfnis. Erst unter Last läuft er richtig.
Der Mensch kann ohne
Süßstoff, aber nicht ohne Sauerstoff leben.<
(12.2.07)
Pump
Kein Unternehmer oder Privatmann
würde sich derart hemmungslos verschulden wie der Staat, der es sogar
damals getan hat, als es ihm glänzend ging. Keiner würde es
längere Zeit überleben. Keinem würde jemand dauernd neue Kredite
geben. (Obwohl Banken sich darin Kriminellen gegenüber immer wieder
Erstaunliches zuschulden kommen lassen. Aber doch nicht in derart immensem
Maße). Wer gibt einem immer wieder Unsummen, der nie an Rückzahlung
denkt, nie mehr daran denken kann? Schon hört man allerdings, dass bald
nichts anderes übrig bleiben wird, als ungedecktes Geld zu drucken (wie
1922/23 - Traditionen pflegen! Und wieder werden die Herzen der
Briefmarken- und Geldscheinsammler höher schlagen.). Man sieht ja,
wie vor kurzem selbst streng geforderte europäische
Stabilitätskriterien jetzt schon überheblich in den Wind geschlagen
werden.
Scheinheilig bedauert man die kommenden Generationen, die die Last
zu tragen haben werden und verschweigt dabei, dass an 25% der Staatseinnahmen
schon heute für Zinsen draufgehen. Ohnehin wird niemand je die Unsummen
zurückzahlen können. Man erzeugt im Bürger dabei das wohlige
Gefühl, er selbst habe noch derzeit nur Gutes davon.(28.10.03)
Rache
Rache erhebt den Schuldigen zum Opfer. Und das in ständigem, sich steigerndem Wechsel. (16.9.01 )
Rache dient dem Gegner, indem sie ihn relativ entschuldigt. Er hat gleichsam seine Strafe weg. Man versucht ihn zur Wiedergutmachung an Grausamkeit und Unmenschlichkeit zu überbieten, als wolle man zeigen, dass man ihm in allem, also auch darin über ist. Warum lässt man ihn nicht in seiner Schuld vor aller Weltöffentlichkeit stehen, anstatt mit ihm mindestens gleich zu ziehen? (19.5.04)
Rationalisierungsvorschlag
In der Menschheitsentwicklung hoffnunglos zurückgebliebene Privatpersonen oder Nationen, die es darauf anlegen, mit ihren Nachbarn archaisch in permanenter Blutrache zu leben, könnten beiden Seiten viel Geld und Mühe ersparen, indem sie die Mitglieder ihrer Familie bzw. ihres Volkes der Einfachheit halber jeweils selbst umbringen. Das Ergebnis wäre bei kleinerem Aufwand das gleiche, denn letzlich mordet jeder, der die Revanche schürt, seine eigenen Leute. (19./22.6.01)
Rettung auf Zeit
Jede erleichtert bis beglückt erlebte Genesung oder Besserung des Gesundheitszustandes ist bei einem Lebewesen nur ein Aufschub. Verschlechterungen, neue Erkrankungen, gar Siechtum werden folgen und das schließliche Ende steht fest. Das wissen wir alle, aber zum Glück sehen wir darüber hinweg oder denken nicht daran und sind nicht ständigem Trübsinn und ängstlich. resignierter Erwartung ausgesetzt.(5.2.06)
Rückansicht
Von hinten kennt man sich selber nicht.(27.8.03)
Saubere Verhältnisse: Globalisierung des Protestes
Dem Vernehmen nach wird ein großes Ödland in Asien von den Vereinten Nationen gepachtet, in dem in Zukunft alle Protestkundgebungen der Welt zentralisiert abgehalten werden, ohne andere zu stören und zu gefährden, .(22.5.07, geändert 2.6.07)
Schlaf dich tot!
Skandinavischen Untersuchungen zufolge stirbt früher, wer viel schläft. (Vielleicht, weil es ihm schon nicht gut geht?) Möglicherweise könnte man in der Gegenrichtung extrapolieren: "Wer nie schläft, lebt ewig." Die Behauptung ist nicht falsifizierbar. Denn zu oft verstößt man als Kleinkind dagegen, bevor man mit dem Selbstversuch beginnen kann.(17.9.05)
Schwacher Trost für Alte
Wenn ein Jahr vergangen ist, hat jeder auf Erden vom Neugeborenen bis zum Greis ein Jahr weniger zu leben. Auch wenn es ihm jetzt viel besser geht.(20.1.07)
Segen der Globalisierung
Die Wirksamkeit der Globalisierung wird sich auch darin zeigen, dass bei jeder Pleite mehrere Prozent der gesamten Weltbevölkerung ihren Job verlieren können. (1.5.02)
Selbstkritik
Da man immer geneigt ist, sich selbst zu überschätzen, kann man in der Selbstbeurteilung nicht misstrauisch genug sein. (1.5.02)
Selbstregulation einer total freien Wirtschaft
>Wenn jeder im möglichst gesetzesfreien Raum nur so viel rafft wie ihm beim Zugriff auf die gesamte Welt möglich ist, wird alles gut werden.< (24.5.04)
Selbstversorger
Parteien, die im Übermaß für sich selbst sorgen, sollte man schon deshalb nicht wählen. (2.5.02)
Seligsprechung grege
Jetzt sollen 400 bedauernswerte Geistliche auf einen Schlag selig gesprochen werden. Sie standen ihren Mördern im Verdacht , alles beim schlimmen Alten belassen zu wollen. Nichts entschuldigt Mord! Aber ist es verdienstvoll, ermordet zu werden? (Es sei denn, man hat sich Mördern in den Weg gestellt.)Martial billigte nicht einmal gefallenen Kriegshelden Ruhm zu, sondern "nur dem, der ohne eigenen Tod gefeiert werden kann." Er gehörte allerdings auch einer anderen Konfession an.(28.10.07)
Sich ausschließende Eigenschaften
Diese Welt kann nicht von einem Gott gesponsort sein, der zugleich allmächtig und allgütig ist.
Si vis pacem ...
Lateinische
Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen
Sie einfach nach.
Kriege verhindern, indem man sie führt? (15.5.01)
"So stellt sich der liebe Gott die
Welt vor" (?).
Wie sich ein Allmächtiger etwas vorstellt, so wird und ist es.(8.7.06)
Sprachgeschichte
Schlechtes Deutsch hält sich
hartnäckig so lange, bis es zur Regel erhoben wird.
Gegen richtiges
Deutsch wird ständig verstoßen, dagegen werden alte und neue Fehler
getreu eingehalten.
Sprachgeschichte ist seit eh und je in der Hauptsache
die Sanktionierung regelwidrigen Sprachgebrauchs.(19.10.05)
Stolz
Andrew Brookes nennt in seinem Buch über Flugzeugkatastrophen ( - und welcher Laie denkt gerade hier daran -) Stolz "einen der häufigsten Gründe für menschliche Fehlentscheidungen". (auf S.192) Übersteigerter Stolz ist Dummheit. Das gilt auch für die Staaten, die sich in immer fortgesetzter und meist sich steigernderer Rache gegenseitig aufreiben und dabei der zivilisierteren Welt zu Greuel und Abscheu werden.(15.12.02)
Stranden wahrscheinlich
Wenn diese unsere törichte und hilflose Republik einmal in Gefahr gerät, wird das mit Sicherheit ihr Ende bedeuten. (Zumal sich die eine Hälfte darüber freut, es der anderen anlasten zu können. [Sie möge aber bedenken, dass es danach weder ihre Partei noch freie Wahlen mehr geben wird.]) (13.2.02)
Streik rettet Leben
Streiken die Verkehrsbetriebe, so gibt
es weniger Unfälle; und weniger Fahrgäste werden in Bus und U-Bahn
abgestochen.
(Mac Aber, 3.3.08)
Streikrecht gefährdet
Wohl dem, der mit der Niederlegung seiner Arbeit die Öffentlichkeit wirksam erpressen kann! Die allmächtige Wirtschaft und der Zorn der Wähler wird aber im allzu häufigen Wiederholungsfall oder bei allzu langer Dauer das Streikrecht gesetzlich erheblich einschränken, etwa auf einen Tag in der Woche. Überzogenes Streiken kann heuschreckengefräßigen Unternehmern nur gefallen. Am liebsten zahlten sie überhaupt kein Gehalt, sondern ließen die Arbeitswilligen Eintrittsgeld zahlen. (8.3.08)
Streikreduktion dürfte genügen
Wenn die Lahmlegung des gesamten
deutschen Eisenbahnverkehrs mit den Folgekosten pro Tag einen Schaden in Höhe von etwa einer
Milliarde Euro verursacht, dann dürfte statt eines Dauerstreiks ein
Streiktag pro Woche überreichlich genügen. Zumal es nicht mehr um
Gehaltserhöhung, sondern nur noch darum geht, einer bestimmten
Gewerkschaft angehören zu dürfen.
Mir war übrigens neu und
erscheint es als Absurdität, dass der Arbeitgeber entscheiden kann, von
welcher Gewerkschaft man sich vertreten lässt.(9.3.08)
Suchtverdächtig
Und 2007 kommt der letzte
Schurkenstaat (in Fernost) dran.
So dachte ich bis gestern. Aber wir wurden
durch die resche Ministerin eines Besseren belehrt: Es steht noch ein halbes
Dutzend zum Kreuzzug an. (19.1.05)
Terminale Beschwichtigung
"Jetzt stirb mal erst, dann werden wir weiter sehen!"(4.4.07)
Terrorismus
Jeder Terrorist oder pervertierte Freiheitskämpfer bis hinunter zum dilettantischen Bombenleger, der aus welcher, wenn auch (vermeintlich) noch so hehren Motivation wahllos Unbeteiligte tötet oder zu töten beabsichtigt, verdient (echt) lebenslange Haft unter altmodischen Bedingungen (ohne Freigang, Damenbesuch, Radio, Fernsehen und eigene Website).(16.9.01, verändert)
Terroristen
Neben durchgeknallten Terroristen, die fanatisch dem vermeintlichen Glück oder der Befreiung ihres Volkes oder ihrem Glauben dienen wollen, armen Kranken gleichsam, oder die sich einen lustvollen Platz mit vielen Huris im Jenseits als Belohnung erhoffen, gibt es gewiss auch Terroristen aus Beruf und Leidenschaft, denen am allerwenigsten am Abflauen der Eskalation gelegen ist, selbst wenn die "hehren Ziele" erreicht sind, sondern die sie vielmehr aus Geldgier, aus massenmörderischer Leidenschaft oder einfach als gewohnten Lieblingsport anheizen.(20.8.02)
Teufelskreis
Gehen die Geschäfte schlecht, werden Mitarbeiter entlassen. Ebenso, wenn rationalisiert wird. Das ist aus Konkurrenzgründen unerlässlich. Entlassene zahlen weniger Steuer, kaufen viel weniger und müssen in jedem Restsozialstaat durchgefüttert werden.(15.12.02)
Todesstrafe und Geiselmord
Wer einen tötet, den er in der Hand hat, ist kein zivilisierter Mensch. (3.12.05)
Bis hierher letzte Revision: 090731
Traditionsbewußt so weitermachen!
Das Leben unter deutschen Politikern war so gut wie nie angenehm.(11.12.03)
Treue?
Muss man einem anderen Staat (aus Tradition, Rechtschaffenheit oder nur als Vasall) die Treue halten, auch wenn dort eine Regierung an die Macht kommt, die Unrecht tut, sich undemokratisch verhält oder ohne (äußerste) Not Kriege entfesselt ? Ist man es dem dort lebenden geschätzten oder befreundeten Volke schuldig, auch wenn es selbst darunter leidet und großenteils diese Herrschaft ablehnt ?
Über die Moral, das unschuldige Umfeld der Mörder zu morden
Für die Staaten muss (erst recht) gelten, was im Zivilrecht gilt. Kein Verbrechen wird durch vorhergegangene Taten des Gegners gerechtfertigt. Rache entschuldigt nichts. Jede Untat ist für sich strafbar, als sei sie allein geschehen. (13.2.02)
übertrieben
Es soll Leute geben, die meinen, wenn Gott ein Erdbeben sendet, um eine Gemeinde in der Kirche während des Gottesdienstes zu erschlagen, sollte man deren möglicherweise auffindbare sterblichen Überreste nicht auf einem Gottesacker beisetzen. Denn wie schlimm und Sodom-und- Gomorra-artig müssen sie gewesen sein, um diese Strafe zu provozieren. Ich halte das aber für übertrieben. (11.5.05)
Überzeugungstreue
Wenn Regierungsmitglieder ihre Ämter behalten dürfen, sind sie bereit, künftig auch die entgegengesetzte Politik zu machen und für richtig auszugeben. (11.5.05)
Umwelt Stirb Ab!
Her mit dem Profit, weg mit der Natur!
Unaufhaltamer Niedergang
Der (nicht nur wirtschaftliche) Niedergang Deutschlands, Europas, der Welt scheint mir nicht durch noch so große Geschäftigkeit von Politikern aufhaltbar zu sein, selbst wenn diese über das übliche leere Gerede hinausgeht, und wäre es selbst dann nicht, wenn es begabtere Politiker gäbe. Alles andere ist ein Wunschtraum oder ein leeres Versprechen, skrupellos wie Wahlversprechen herkömmlicherweise. (13.12.02)
Unerfülltheit
Wer liebt, ist unzufrieden (12.5.06)
Ungemochte Politiker
Unserer Politiker klagen, dass sie unbeliebt bis verachtet sind. Dabei tun sie alles, diesen Ruf zu stärken. Hoffentlich entsinnzt sich das Wahlvolk noch rechtzeitig, dass die Politker für das Volk da sind und nicht das Volk für sie, dass sie des Volkes Diener und nicht seine Herren sind.n(090721)
Unerfülltheit
Wer liebt, ist unzufrieden (12.5.06)
Urbild und Abbild
Wenn der Mensch Gottes Ebenbild ist, dann ist auch Gott des Menschen Ebenbild. Und das stimmt dann doch bedenklich. Es würde vieles Defizitäre im Weltgeschehen begreiflich machen. Irdische Regierungen und Verwaltung mit ihren Unzulänglichkeiten wären im Kleinen so, wie es im Himmel im Großen vorgeht. Auf Erden, also auch im Himmel.(12.5.06)
Via... needed
Ein Mann,
der's nicht kann,
ist schlecht dran. (4.5.05)
Verdienen böse Mörder die Todesstrafe?
Die Gegner der Todesstrafe reden alle
betroffenen Mörder gut. Entweder sind oder waren sie nicht
zurechnungsfähig oder die Opfer hätten es ihre Ermordung "eigentlich
verdient oder sie hätten sich in der Haft zu echten Menschenfreunden
geläutert. Einer sei schon genug gestraft, dass er nicht den beantragten
Friedensnobelpreis erhalten habe. Sie wollen doch aber die Todestrafe nicht nur
für gute Mörder abschaffen, sondern auch für viehisch grausame
und schreckerregende. Wozu also die Entschuldigungsversuche im einzelnen? Auch
für die Schlimmsten alle soll lebenslange Einsperrung das schnelle Ende
mit Schrecken ersetzen. Oder gibt es in ihren Augen gar keine unerfreulichen
Mörder?
Schaffen wir nicht eher die Todesstrafe um unseretwillen ab,
um nicht alle miteinander Vollstrecker zu sein, selbst zu töten, die
getötet haben?(3.12.05)
Verdiente Ehrung
Der neue Altbundeskanzler wurde von der Bundeswehr zu Recht geehrt, denn er hat vielen Soldaten das Leben vor dem Heldentod gerettet. (20.11.05)
Verdrängte Selbstverständlichkeit
In jedem Menschen nagt nach seiner Zeugung der Todeswurm (20.1.07)
Versprechungen von Politikern
Warum sollte ausgerechnet jetzt in dem sich ausbildenden bisher weltweit größten Börsenkrach mehr von den Beteuerungen der Politiker zu halten sein als in normalen oder gar prosperierenden Zeitläuften.(6.19.08)
Versteht sich
> Wenn der Gerechte zuschlägt, kann er doch wohl nur Ungerechte treffen. < (12.10.01)
Volkszorn überall auf Erden
Erschreckendes hörte ich gestern: Ein Bekannter erzählte, er sei abends im Dunkeln auf einen Trupp randalierender Menschen gestoßen, die lauthals riefen: "Lyncht die Bänker!". Das Schlimmste war, wie er sagte, er hätte sich nicht enthalten können einzustimmen." (6.10.2008)
Wachsendes Unheil droht
Mit den Schwarzen auf dem Weg an die Regierung zieht eine ganz dunkle Wolke über Deutschland auf. Weh uns! (12.8.05)
Was Recht ist, muss ...
"Wenn ich freigesprochen bin, will ich
auch meine Bombe zurück", sagte der Terrorist
Bei
einer entsprechden Klage bekäme er gewiss Recht.
(12.8.05)
Weg mit Pfusch
Wenn die Menschen sich alle oder ihren ganzen Planeten zugrunde richten, haben sie es nicht besser verdient. Vielleicht führt die Evolution auf anderen Planeten zu besseren Resultaten. (23.7.01)
Wem fünf nicht genug ist ...
Manche könen 6 nur mit scharfem S aussprechen.(4.4.07)
Zur moralischenEhrenrettung der Nation sei aber gesagt, dass die Zahl derer, die fälschlich anlautendes (englisches) s stimmhaft (weich) aussprechen, viel größer ist.(31.5.10)
Wenn es einem gesundlich wieder besser geht ....
Vergessen Sie nicht, dass Sie, wie schlimm es Ihnen vor einem Jahr auch ergangen ist und wie schlecht es auch um Sie gegangen hat, jetzt, wo Sie sich endlich wieder gesund und stark fühlen, auf alle Fälle ein Jahr weniger zu leben haben.(20.1.07)
Wenn Verschwender "sparen"
> Ihr könnt überall sparen, nur da nicht , wo es irgendeinem nicht gefällt ! < (14.2.02)
Werbeversprechen
> Das Verbot unhaltbarer
Versprechen würde das Ende jeder professionellen Werbung bedeuten. Darum
fallen Sie schnell auf meine Behauptung rein, bevor auch das Ihnen verboten
wird:
Fixieren Sie dieses Kreuz + drei Minuten lang,
dann werden Sie 3 Stunden länger leben. <Alles ist
wahr, was man nicht falsifizieren kann. Aber die Werbung kümmert auch die
Falsifizierung erst, wenn allzu viele das Produkt nicht mehr kaufen.
>
Wer Krach macht, beweist sich, dass er noch lebt und wirkt
Für den richtigen Mann beginnt
das häusliche Glück und die echte Gemütlichkeit erst, wenn die
elektrische Bohrmaschine lärmt.
Übrigens ist es
ein Irrrtum, dass sich Intellektuelle durch Hauswerkeln einen Ausgleich
schaffen (und umgekehrt). Es sind die Handarbeiter, die zu Hause
unablässig und möglichst geräuschvoll schaffen und schönen.
Die Kopfarbeiteer setzen sich an ihren Schreibtisch, an ihren Computer,
zwischen ihre Papiere und Bücher. (12.10.03,
verändert)
Wer streikt noch?
Ärztestreiks mögen notwendig
sein. Ich will beileibe nichts dagegen sagen. Es hat auch schon in der Weimarer
Republik Ärztestreiks gegeben, etwa aus Protest gegen Behandlung in
Polikliniken und Fürsorgestellen. Der frei praktizierende Arzt hat gegen
diese nichts einzuwenden, soweit sie durch ihr diagnostisches Screening
für ihn behandlungsbedürftige Patienten als Kunden
aufspüren.
Aber das Streiken ist Ausdruck des merkantilen
Totalitarismus unserer Zeit. Der Sache und der Tradition nach kann man ihn
nicht in allen Erscheinungsformen und Konsequenzen glücklich als
Fortschritt begrüßen. Er knabbert am Ethos, der heute lieber der
Forschung aufgebürdet wird. Er hilft, den Patienten zum Kunden und den
Arzt zum Gewinnoptimierer zu wandeln. Was nicht heißen soll, dass nicht
auch früher schon Ärzte hinter dem Geld her waren und darin
beträchtliches Geschick entwickelten. Ich habe schon mehrere Steuerberater
sagen hören, sie seien am cleversten. Immer wieder versuchen es einge
sogar auf die dumme Tour, bei der Abrechnung zu betrügen. Dennoch
hätte die heutige Entwicklung vor 100 Jahren eine ähnliche Befremdung
ausgelöst wie sie heute ein Streik der Priester oder Politiker bewirken
würde. Und man kann mit ziemlicher Sicherheit voraussagen, dass wir (ich
nicht mehr ) das auch noch erleben werden. Etwa wenn das Wunder gelänge,
den Abgeordneten die permanente Steigerung der Diäten zu beschneiden. Sie
haben das Sagen und sind sich in dieser Beziehung naturgemäß (fast)
alle einig. Daher riskieren sie auch nicht, dass die Wähler zu einer
anderen Partei überlaufen. Ethomanen oder Ethomimen können sich dem
sogar entrüstet entgegenstellen, ohne Gefahr zu laufen, je die Mehrheit
für ihre kundgetane Bescheidung zu gewinnen. Aber wenn die Politker die
Arbeit niederlegen, kann es vielleicht für das Restvolk ein Gewinn sein.
Wir wollen doch nicht hoffen, das auch von den behandelnden Ärzten sagen
zu müssen.(29.6.06)
Wer viel spricht oder schreibt, sagt viel Falsches.
Sehr häufig ist die Menge des Blödsinns in Büchern einfach deren Umfang proportional. (4.4.05)
Wetter wie Politik
Es gäbe uns den Rest, wenn das Wetter so schlecht bliebe wie die Politik notwendigerweise. (11.8.05, verändert)
Wider die Steinzeitmentalität
Unrecht mit Unrecht vergelten ist
Unrecht.
Unrecht beugt Unrecht nicht vor.
Einer sagte
mir, besonders den zweiten Satz nehme, ins Positive negiert, ohnehin niemand
an. Da irrt er sich! Hat er nicht zur Begründung zahlloser
Präventivkriege gedient? Und glaubt nicht gerade jetzt ein Land im
Interesse der Sicherheit seiner Bürger so handeln zu
müssen?(20.4.02)
Wieder mehr lesen!
> Eine vortreffliche Neuerung beim
Fernsehen ist die viele Schrift auf dem Bildschirm. Das ließe sich noch
trefflich entwickeln: das eigentliche Bild könnte - bei den modernen
Bildformaten - gut linear auf die Hälfte verkleinert werden und der ganze
gewonnene Rand auf allen Seiten (der durchaus auch manchmal ein Stück
über das Bild laufen kann) für stehende, aber häufig
aktualisierte Meldungen, vor allem aber für vor- und rückwärts,
auf und abwärts ziehende, häufig gegenläufige Laufschriften
unterschiedlicher Geschwindigkeiten benutzt werden. Eine Zeile lässt sich
auch gut in einen stehenden und einen laufenden Abschnitt teilen. Neben
aktuellen Nachrichten, Sport- und Lotterieergebnisen bieten sich vom Inhalt vor
allem auch Werbung, Lebensregeln, Witze, Gesundheits- und Küchentipps an,
auch Belletristik für alle die, die nur gezwungenermaßen und
interesselos in der Familie mitsehen müssen und sich lieber besinnlich in
gute Literatur vertiefen. <
Für mich persönlich
gilt allerdings, dass ich die nervenden Laufschriftsender prinzipiell meide, um
nicht zu sagen, boykottiere. Was ich allen, denen ihre Nerven und Augen lieb
sind, zur Nachahmung empfehle. (12.10.02)
Wohl uns Alten
Obwohl ich das Leben und die
Kreativität liebe, freue ich mich, so alt (77) zu sein und bald, d.h.
früh genug, zu sterben und den mit Sicherheit bevorstehenden globalen
Niedergang (der zuletzt sogar die Reichen treffen wird) nur in seinen (noch)
erträglichen Anfängen zu erleben.
Welche Welt die solche
Freuden nährt !(14.8.05)
Zeitverlauf
Die Zeit verrinnt um so schneller, je weniger einem davon bleibt. (18.5.02)
Zyklische Krisen
Die Banken glauben schon deshalb nicht an die Möglichkeit, Notwendigkeit und Realisierbarekeit einer Veränderung ihres global deletären Geschäftsgebarens, weil sie fest und freudig an zyklische Krisen glauben, nach denen es in sinusähnlichen Kurven zwangsläufig abwechselnd hinauf und hinunter geht. (Als hätten nicht viele Städte, Städtebünde und Staaten Reichtum und Führung im Verlauf der Geschichte eingebüßt.) Freilich ermöglichen die gegensätzlichen Schwankungen bei guter Kenntnis der bevorstehenden Entwicklung eine Optimierung des gewinnbringenden Verhaltens.(090710)
Zum Besten aller
Würden wir uns noch viel wundern, wenn irgendeine Organisation zur Förderung des Menschenglücks ein öffentliches Gebäude mitten im Berufsverkehr in die Luft sprengen würde, um ein Zeichen zu setzen und die Welt auf ihr humanistisches Anliegen aufmerksam zu machen? (22.6.01)
Zuversicht
Wir alle sitzen in der Todeszelle. (26.3.06)
Zuzahlung
> Zur
Auffüllung öffentlicher wie privater Budgets empfiehlt sich ein
Stuhlgeld für Wartezimmer in Praxen und Dientstellen, ggf. auch bei
Friseuren usw.
Wer nicht zahlt, muss stehen. Der bloße (stehende)
Aufenthalt im Wartezimmer bleibt vorläufig noch kostenlos, was als
Sozialleistung anzusehen ist. Die Stühle sollen mit einer
Registriervorrichtung für die abgesessene Zeit versehen sein. Bei kurzem
Aufstehen (etwa durch missverständlichen Lautsprecheraufruf) oder
Stuhlwechsel wird die Grundgebühr erneut fällig. Proportional zur
Dauer des Wartens addiert sich ein Zeitzuschlag. Es ist kein Zynismus, wenn man
für längeres Warten mehr zahlen muss, vielmehr ist die Wartezeit
durch größere Nachfrage bedingt und folglich ein
Qualitätsmerkmal. Je nach Qualität der Sitzmöbel oder bei
Vorhandensein von Warteräumen verschiedener Klassen werden
unterschiedliche Gebühren verlangt. Es sollte die Möglichkeit geboten
werden, auf unbequemen Holzbänken, kippligen und defekten Stühlen
oder gar durchgeseseenen Sesseln billiger sitzen zu können. Der beim
endgültigen Verlassen ausgedruclte persönliche Gebührenzettel
ist an der Anmeldung zu bezahlen (oder beim Arzt selbst, da bekannt ist, dass
manche schon bisher die anfallenden Zuzahlungen etwa für die zur
Verhinderung des grünen Stars notwendige Augendruckmessung sich
persönlich im Sprechzimmer auf die Kralle zahlen lassen.)
<
Zum Menü Varia