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Umland

Die Umgebung des Berliner Stadtgebietes wird nur berücksichtigt, soweit es Beziehungen zu Berlin betrifft. Es geht hier also weder um die Geschichte noch um die Sehenswürigkeiten und die landschaftlichen Schönheiten Brandenburgs schlechthin.
Es darf auch nicht vergessen werden, dass der größte Teil des heutigen Territorium der Stadt noch vor nicht allzu langer Zeit Umland war.
Von größter Bedeutung ist das Umland als Wohnland für in Berlin Beschäftigte, als Erholungsgebiet, als Lieferant von Verbrauchsgüter, vor allem aber Nahrungsmitteln für Berlin. All das bedingt gute Verkehrsverbindungen und eine enge Kooperation der Verwaltungsorgane.
"Bis 1881 war Berlin, obwohl von Einwohnerzahl und Bedeutung her die wichtigste Stadt in Deutschland, immer noch den Regierungsbehörden des Brandenburgischen Bezirks Potsdam unterstellt und wurde prinzipiell wie jeder andere Landkreis auch behandelt. Am 1. April 1881 wurde dieser unhaltbare Zustand dadurch geändert, daß die Hauptstadt aus der Provinz Brandenburg gewissermaßen ausschied und einen eigenen Stadtkreis bildete." (RB II 747)
1911 wurden Zweckverbände zur Regelung der ungeordneten und größtenteils durch konträre Interessen bestimmten Beziehungen zu den umliegenden "Städten, Landgemeinden, Gutsbezirekn, Bürgermeistereien, Ämtern und Landkreisen geschaffen, die allerdings der dauernden Querelen kaum Herr werden konnten. "Immerhin ist es einbleibendes Verdienst des Zweckverbandes, daß berlin - verglichen mit anderen Millionenstädten - über Waldflächen von einzigartiger Ausdehnung verfügt." (RB II 750)
Man gebe sich nicht der Illusion hin, daß die so ersehnte Vereinigung mit Brandenburg alle zur Zeit bestehenden Probleme lösen wird. Die Bundeshauptstadt wird dann wieder von Potsdam regiert und dieser 1881 viel zu spät beseitigte "unhaltbare Zustand" erfolgreich wiederhergestellt. Berlin wird wieder eine Brandenburgische Stadt unter vielen und wird seine Interessen wesentlich schlechter als jetzt in freier Partnerschaft durchsetzen können. Erstaunlich wirakt die Annahme, dass regionale Partner nicht vernünftig miteinander kooperiern können, sondern zu einer größeren Einheit zusammengeschlossen werden müssen, um für beide wünschenswerte Verhältnisse herzustellen, sie dann aber garantieren. Dieser Hang zur Schaffung immer größerer Verbände von Gemeinden, Kreisen, Ländern, Erdteilen bis zur Globalisierung unter Führung einer glorreichen Nation, deren Name mir heute, am 20.3.2003, dem Beginn des 2. Irakkrieges nicht über die Lippen will, widerspricht in merkwürdiger Weise dem föderalen Grundgedanken der Deutschen Bundesrepublik, zu dessen Beseitigung sie sich allerdings bereits anschickt.


Potsdam

Potsdam (slawisch Poztupimi, " Bergabhang", Stadt seit dem 14. Jh.) wurde von F.W. I und Fr. II zur Residenzstadt ausgebaut. Potsdams Nähe zu Berlin und der häufige Ortswechsel der Herrscher verbanden beide Städte eng.
Seit dem 29.10.1838 bestand eine Eisenbahnverbindung zwischen beiden Potsdam und dem vor dem Potsdamer Tor gelegenen Potsdamer Bahnhof in Berlin.


"Speckgürtel"

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(Letzte Änderung 11.4.03)


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