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- "Arnimsches Lokal" (J.Arnims Hotel,
Unter den Linden 44).WM S.117 verweist auf eine Notiz
in der "Kreuzzeitung" vom 29.3.1865, die eine Blumenausstellung dort lobt, "wo
sonst winterlang die Reden und die Toaste blühen". Das bezieht sich auf
die Dichtervereinigung "Tunnel über der Spree" (1827-97), die dort anfangs
zu tagen pflegte und in der Fontane ein führender Kopf war. Die
Auseinandersetzungen werden nicht immer angenehm gewesen sein, daher nach
Wechsel des Tagungsorts die Bemerkung: "Mancher wird mit Vergnügen
die Gelegenheit ergreifen, sich mit einem Lokale auszusöhnen, wo im
Gegensatz zu seinen Traditionen nun alles blüht und - schweigt." -
Dorotheenstädtische Kirche s. Wilmersdorf, Dorfkirche. - Nikolaikirche
Spandau. Ihr wurde ein eigenes Kapitel im Band "Havelland" der WddMB
gewidmet. WM133ff. - Stralau(>>): In
"Irrungen, Wirrungen" (1887) beginnen diese, nachdem Baron Botho im 3. Kapitel
die Lene vor einem Bootsunglück bewahrt hatte und man sich hinterher im
Wirtshaus Tübbeke (Link, R.: MVGB
2005,1,173) von dem Schrecken erholte. Auch in "L'Adultera"
(1880)(8,/9. Kapitel) fährt man nach Stralau. Das
ganze 8.Kapitel heißt "Auf der Stralauer Wiese". Hier aber ist der Name
des Wirts und Grundbesitzers in "Löbbeke" verfremdet, dafür das Haus
innen und außen genauer beschrieben. Ebenfalls von 1880 ist dessen
Abbildung bei Link (ebenda,S.176)
und zeigt Übereinstimmung von der niedrigen Traufhöhe, "weil der Flur
um ein erhebliches niedriger lag als die Straße" und die Fenster knapp
über dem Bocen begannen bis zu den "drei, vier verschnittenen
Lindenbäumen" davor. - Treptow:Im 8. Kapitel von "Frau
Jenny Treibel" reitet Leopold, deren Jüngster, nach Treptow:
"Er hatte seinen wie gewöhnlich auf Treptow zu gerichteten
Morgenausflug angetreten und ritt von der elterlichen Wohnung" (in der
Köpenickerstr.) "aus , die zu so früher Stunde noch wenig belebte
Köpenickerstraße hinunter, erst an seines Bruders Villa" ("ganz am
Ausgang der Köpenickstraße, zwischen dem zur Pionierkaserne
gehörigen Pontonhaus und dem Schlesischen Tor"), dann an der
Pionierkaserne vorüber. Die Kasernenuhr schlug eben sieben, als er das
Schlesische Tor passierte " - "bis er den Schafgraben und gleich danach den in
geringer Entfernung gelegenen "Schlesischen Busch" erreicht hatte, drin am
Abend vorher wieder zwei Frauenzimmer und ein Uhrmacher beraubt worden waren.
>Dass dieser Unfug auch gar kein Ende nehmen will! Schwäche,
Polizeiversäumnis.< Indessen bei hellem Tageslichte bedeutete das alles
nicht allzu viel,weshalb Leopold in der angenehmen Lage war, sich der rings
umher schlagenden Amseln und Finken unbehindert freuen zu können. Und kaum
minder genoss er, als er aus dem "Schlesischen Busch" wieder heraus war, der
freien Straße, zu deren Rechten sich Saaten und Kornfelder dehnten,
während zur Linken die Spree mit ihren nebenher laufenden Parkanlagen den
Weg begrenzte. Das alles war so schön, so morgenfrisch, dass er das Pferd
wieder in Schritt fallen ließ. Aber freilich, so langsam er ritt, bald
war er trotzdem an der Stelle, wo, vom andern Ufer her, das Fährboot
herüberkam und als er anhielt, um dem Schauspiele besser zusehen zu
können, trabten von der Stadt her auch schon einige Reiter auf der
Chaussee heran, und ein Pferdebahnwagen glitt vorüber, drin, so viel er
sehen konnte, keine Morgengäste für Treptow saßen..... gegen
halb acht war er draußen." Im "Treptower Etablissement"
(Zenner?). - Wilmersdorf, Dorfkirche u.a."Sieh, liebe
Victoire, dieser Wilmersdorfer Kürchtürm! Ähnelt er nicht
unserer Dorotheenstädtischen Kirche?" fragt die etwa sonderliche Tante
Margarethe im Schach von Wuthenow
(4.Kap.). Der Vergleich mag nicht glücklich gewesen sein,
denn keiner antwortete. Ihre nachhakende Spezifikation "Ich meine nicht um
seiner Spitze, ..., nein , um seinem Corps du logis", was die Verwandten in
Verlegenheit brachte, vielleicht wegen der für eine Kirche unpassende
Bezeichnung für den Mittelbau, mehr noch über "das damalige, sich
fast ausschließlich im Dativ bewegende Berlinisch"
(3.Kap.) In Irrungen, Wirrungen
(1887) (9. Kap.) nähert man sich
von der Zoogegend aus "über die Wiese hin" Wilmersdorf, "bis man zuletzt
an einen Höhenrücken kam, der sich hier plateauartig nach der Havel
hinüberzieht. An eben dieser Stelle hörten auch die Wiesen auf, und
Korn- und Rapsfelder fingen an, die sich bis an die vorderste häuserreihe
von Wilmersdorf zogen". Von dort konnte man " die nördliche
Häuserreihe von Wilmersdorf überblicken". Das alte Wilmersdorf
bestand nur aus zwei Häuserreihen nördlich und südlich der
Dorfstr. (später Wilhelmsaue). "Mittlerweile sank die Sonne hinter dem
Wilmersdorfer Kirchturm". Man stand ja im Nordwesten. Die Dorfkirche wurde in
F.s Sterbejahr 1898 abgerissen, nachdem ein Neubau (der Auen-Kirche)
fertiggestellt war.. (letzte Änderung: 17.2.05)
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