Berlin-Notizen

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Zehlendorf
Das Dorf wurde erstmalig 1242 urkundlich erwähnt, also kurz nach Berlin. Damals kaufte das Zisterzienserklosters Lehnin "Cedelendorp" mit der Siedlung Slatdorp, dem Tusen (Nikolassee), dem Slatsee (Schlachtensee) und Wald von den Markgrafen Johann I und Otto IIi. Später kam noch das Dorf Krummensee hinzu. Bald wurden die Dörfer und Agrargebiete zu Wüstungen. Die sehr günstige Lage zwischen Berlin und Potsdam verschaffte Zehlendorf neue Prosperität. .........
1920 entstand der Verwaltungsbezirk Z. aus 4 Dörfern, 3 Schlössern, Landgemeinden, Gutsbezirken und Forstgebieten .Ab 2001 ist Z. als Bezirk mit Steglitz vereint . Der Fläche nach ist Steglitz-Zehlendorf der drittgrößte Bezirk nach Treptow-Köpenick und Pankow (knapp), Nach der Einwohnerzahl der sechstgrößte. Das bedeutet eine geringe Bevölkerungsdichte, hierin nimmt er unter den Bezirken den neunten Platz ein vor Reinickendorf, Spandau und Treptow-Köpenick. Erstaunlicherweise ist der Doppelbezirk nur mit einer Erholungsfläche von 855 ha ausgewiesen, einer Absolutzahl, die durch das Hinzukommen von Steglitz nicht kleiner geworden sein kann. Dennoch wurden in früheren Jahren für Steglitz allein 477 ha Park und Grünanlagen, 2314 ha Wald, 1045 ha Wasserfläche und 104 ha Sportplätze und Freibäder aufgeführt, die sich zu 3940 ha summieren.
Der Teilbezirk Zehlendorf besteht aus den Ortsteilen Zehlendorf, Dahlem, Nikolassee, Schlachtensee und Wannsee. Er ist überwiegend Wohn- und Erholungsgebiet. Das sog. Zehlendorfer Industriegebiet liegt in Steglitz und nahm somit in gewissem Sinne die Verschmelzung der Bezirke vorweg. Für das Steueraufkommen kann für meinem Laienverstand, die Vereinigung für Z. nur günstig sein, so denn Betriebe überhaupt noch Steuern zahlen. ..........
Lit.: Schwerk, E.: Ein Bezirk von Berlin. Berlin 1984: Nicolaische Verlagsbuchhandlung(16.8.05)

XXXXXXZehlendorfer Wappen

Zirkusse
1821 entsteht im Tiergarten etwa dort, wo heute der Reichstag steht, der erste hölzerne Zirkusbau als stattlicher Rundbau, wahrscheinlich mit einer Glaskuppel über der Manege und vier Anbauten, vom Zimmermeister Friedrich Richter, wohl auf eingen Kosten errichtet und an wandernde truppen vermietet (Richterscher Zirkus, später Circus olympicus, Zirkus vor dem Brandenburger Tor. Er war bis 1846 in Betrieb und brannte 1848 in den Rvolutionstagen ab. Edith Krauß in MVGB 99,2003,2, S.494-496.
Vor 1846 gastierten fast ausschließlich französische Zirkus-Unternehmen in Berlin. Louis Dejaen faßte schließlich in Berlin festen Fuß.
Ab 1846 kehrte der zunächst mit den Franzosen noch nicht konkurrenzfähige Ernst Renz Jahr für Jahr mit immer besseren Programmen wieder. Der Kampf erreichte 1849 einen ersten Höhepunkt. Renz erhielt das Übergewicht, da ihm der Zimmermeister Großkopf auf seinem eigenen Grundstück (Charlottenstr. 90) eine, wenn auch jämmerliche, Holzscheune als festen Bau errichtete. Ab 9.1.1850 begannen dort die Vorstellungen eines hervorragenden Programms. Dejean eröffnete am 25. 12.1850 ein prächtigeres Gebäude (Zimmermeister Otto) an der Friedrichstr. 141a/Ecke Georgenstr. Renz prächtiges Programm Winter 1851/52 zog die Berliner erst dann in Scharen an, als Renz Berlins Kritiker-Papst Ludwig Rellstab bestochen hatte. Dejean gab Berlin auf und Renz übersiedelte am 21.3.1852 in dessen Gebäude 1876 VJW6. (In der freistehenden Großkopfschen Holzbude eröffnete Rudolf Cerf am 14.10.1852 das Neue Königstädtische Theater. In der Folge veranstaltete Renz prunkvolle exotische Ausstattungspantomimen, 1875 als "Die Königin von Saba" u.a. mit 2 Giraffen. ... In den 50er Jahren des 19.Jh. erbaute der Buchdruckerei-Besitzer Möser am Weinbergsweg einen Zirkus, der später als "Alhambra" Spezialitäten-Schauen veranstaltete und zuletzt zum "National-Theater". wurde.

- (Zirkus Busch 1906 in einer Theaterliste aufgeführt.
- (Zirkus Schumann 1906 in einer Theaterliste genannt.
-Tipi - Das Zelt Tiergarten, Große Querallee nahe Bundeskanzleramt
Lit.: WA436
(Letzte Änderung 14.10.03)


Zoologischer Garten
1844 gegründet ........


Zoos

Als eine der wenigen positiven Hinterlassenschaften der Spaltung besitzt Berlin neben dem alten Zoologischen Garten (seit 1844) einen zweiten, den Tierpark Berlin in Berlin-Friedrichsfelde (seit 1955).
Die erste Hägestätte für Wild (auch Auerochsen) wurde 1490 von Kurfürst Johann Cicero angelegt, 1572 legte der kurfürstliche Leibarzt Leonhard Thurneyser im Grauen Kloster eine kleine Menagerie ein un dunterjhielte 1583 den ersten exotischen Tierhandel. Der erste Elefant war 1689 zu sehen, das eerste nashorn 1746, 1817 die erste Gemse,1835 die erste Giraffe (lt. Wegweiser durch den zoologischen Garten Berlin ... 1991, S.9,10)

Der Tiergarten ist in Berlin kein Tierpark.


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