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Ehemalige Landgemeinde im Westen von Berlin im Kreis
Teltow. 1293 erste Nennung als "Wilmerstorff". Das dörfliche Zentrum lag
um die Wilhelmsaue als alte Dorfstr., die nördlich parallel zum Ufer des
Wilmersdorfer Sees (bis in die 20er Jahre des vorigen Jahhunderts) verlief.
Mitten auf der Straße lag das Spritzenhaus und östlich wie westlich
davon je ein Backofen für das Rittergut und die Bauern. Die alte
Dorfkirche wurde 1898 nach dem Bau der Auenkirche abgerissen. Im gleichen Jahr
wurde die katholische Kirche St.Ludwig, heute auf dem Ludwigkirchpl. Die 9
Grundstücke zwischen Dorfstraße und See, die noch auf einer Karte
von 1856 verzeichnet sind, wichen später einem Volkspark. Am Südende
des Sees entstand eine Badeanstalt mit einem Lokal, die sich zum weit über
W. hinaus bekannten "Seebad Wilmersdorf" entwickelte. Auf dem Rittergut (von
Thielmann) am Ostende enstand das Ausflugslokal "Victoria-Garten" mit einem
großen Saal. Im Herrenhaus (?) wohnte der Charite-Augenarzt Heinrich
Schoeler (1844-1918). heute ist dieses Schoeler-Schlösschen das
älteste erhaltene Haus Wilmersdorfs. W. erhielt 1906 als
Deutsch-Wilmersdorf Stadtrecht. In wenigen Jahren entwickelte es sich zu einer
Großstadt mit vornehmer städtischer Bebauung an vielfach
großenteils breiten Sraßen südlich des Kurfürstendammes.
1920 kam W. Verwaltungsbezirk als Bezirk zu Großberlin. Als Ortsteile
umfasst er auch Halensee, Schmargendorf und Grunewald. 1999 wurde der Bezirk
W. mit Charlottenburg vereinigt. Der Kurfürstendamm bildet nicht mehr die
Grenze beider Bezirke, sondern ihre Mittelachse. CL (Erstfassung
5.1.05) |
Diese hier noch isolierte Fläche entspricht der
zuküftigen durchgehenden Gestaltung des rechten Randes der Berlin-Notizen,
nutzbar für kurze Randbemerkungen (Hinweise) und schmale Bilder. |
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