Berlin-Notizen

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Omnibusse
1847wurden Pferdeomnibusse eingeführt (für 12 Fahrgäste, Decksitzwagen für 30 Personen. Auf dem Verdeck, bzw. der steilen Treppe waren Damen nicht zugelassen).
1903vereinigten sich die beiden größeren Gesellschaften, die "Allgemeine Berliner Omnibus-Actien-Gesellschaft (ABOAC)" und die "Neue Berliner Omnibus-Actien-Gesellschaft".
1904 erhielten die Omnibusse seit dem Sommerfahrplan Liniennummern an der Scheibe der rechten Vorderlaterne. Bis dahin und weiterhin war die linke Vorderlaterne mit farbigen Linienkennzeichen versehen. So war das farbige Kennzeichen der Linie 19 von Alexanderplatz nach Moabit rot, andere waren zweifarbig (z.B. mit andersfarbigem Strich). Es gab 24 Omnibuslinien. Die Linienführung erschien später oben an beiden Wagenseiten, darüber noch einmal die Liiennummern.
1914gab es 39 Linien. Im 1.Wkrg. wurde der Betrieb nahezu eingestellt.
MVGB100 (2004),4,114. ......
(Letzte Änderung 1.3.05)


Oranienburger Tor
Oranienburger Tor Auf dem Bild li. neben dem aus der Stadt nordwärts gesehenenTor der Dorotheenstädtische Friedhof, rechts vorn die T(h)orstraße (mit Litfasssäule), dahinter die Fabrik der Firma Borsig. 1871 abgetragen, der plastische Schmuck befindet sichnoch heute auf Borsigs Gut Behnitz. (Foto von F.A.Schwartz 1866)
(Letzte Änderung 25.8.03)




Ozeanschiffe mit Namen Berlin

"Berlin" 1868 Berlin 1674

Eine Reihe von Meeresschiffen wurden auf den Namen "Berlin" getauft - darunter waren sogar ausländische.
Mir sind bekannt geworden:
""Berlin" ", eine Fregatte der brandenburgischen Flotte von 1674 als Kaperschiff und Begleitschiff für Handelsschiffe, eine Dreimastbark von 1016 t mit 20 Kanonen (24-Pfünder). Wegen ihrer Leistungsfähigkeit wurde sie späters öfter nachgebaut - allerdings mit doppelt so viel Kanonen.
"Berlin", ein Passagierdampfer des Norddeutschen Lloyds von 1868, 2333 BRT, den 1000 induzierte PS und zwei Rahsegelmasten mit 10 kn zwischen Bremerhaven Southampton und Baltimore verkehren ließen, noch mit einer großen Gallionsfigur und zwei riesigen Stockankern, aber schon ohne Vordersteven.
City of Berlin1868"City of Berlin" , ein britischer Passagierdampfer von 5579 Tonnen, der 1875 als erstes Schiff überhaupt elektrisch beleuchtet war. 1875/76 war es 12. Inhaber des Blauen Bandes, als erstes mit über 15 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit. Ein unserer Metropole in mehr als einer Beziehung würdiges Schiff. Ab 1893, als er an die American Line ging, führte es nur noch die Bezeichnung "Berlin". Erst 1921 Eisbrecher Berlin 1890wurde es abgewrackt.

In Stettin gab es seit 1890 einen für die damalige Zeit besonders starken Eisbrecher namens "Berlin", der im 1.Wkrg. von der Kaiserlichen Marine übernommen wurde, wohl zur Sicherung der Eisenerzlieferungen aus Skandinavien. Nach dem 2.Wkr. war er alliierter Nutzung vorbehalten . Dickhäuter leben lange.
"Berlin" Kleiner Kreuzer, Indienststellung Leichter.Kreuzer Berlin 19051905, 3828 t., um 300 Mann Besatzung, nur leicht bewaffnet, erwarb sich keinen großen Kriegsruhm und wurde 1922 von der Reichswehr als Schulkreuzer übernommen, ging er nach mehreren größeren Reisen 1927 bs 1929 auf Weltreise und erinnerte so vielerorten an unsere Stadt. !929 wurde er außer Dienst gestellt.

"Berlin" 1906"Berlin", ein Ostseebäderdampfer der Swinemünder Dampfschiffahrts-Aktien-Gesellschaft (SwiDAG) von 56 m Länge und 503, später 468 BRT, der 1906 vom Stapel gelaufen war, 1914 nach einer Kollision mit dem schwedischen Erzfrachter Porjus auf flachen Grund gesetzt, ohne Personenverluste sank, aber gehoben wurde. Ab !915 tat er als Vorposten- und Hafenschutzschiff bei der Kriegsmarine Dienst. Von 1919 bis 1945 fuhr er wieder zwischen Stettin und Swinemünde. !946 wurde er an die UdSSR abgegeben, renoviert und in "Pestel" "Berlin" von 1908umgetauft. Seit 1960 wird er nicht mehr in Lloyds Register geführt.
"Berlin" von 1908 war wieder ein Dampfer des Norddeutschen Lloyds, hatte 17 323 BRT und
14 000PS, die ihn mit 17,5 kn zwischen Bremerhaven oder Genua und New York vorantrieben. Im 1.Wrkg. wurde er zum Hilfkreuzer und Minenleger, musste 1919 an Großbritannien abgeliefert werden und fuhr von 1931 als "Arabic" im Nordatlantikdienst. 1931 wurde er abgewrackt.
"Berlin", wiederum des Norddeutschen Lloyd, gleichsam Ersatz für die vorige, lief 1925 vom Stapel. Mit 15 286 BRT, 12 000 PS und 16 kn war sie etwas kleiner und langsamer. Auch sie fuhr (bis 1938) auf der Nordatlantikroute. Im 2.Wkrg. diente sie als Lazarettschiff und lag Berlin von 1925von Februar 1945 bis 1947, auf eine Mine gelaufen, in 12 m Tiefe vor Swinemünde. Dort wurde sie von sowjetrussischen Spezialisten geborgen und lief ab 1957 unter dem Namen "Admiral Nachimov" als größtes Passagierschiff der russischen Schwarzmeerflotte. 1986 kollidierte es mit einem Getreidefrachter und sank im Schwarzen Meer. 398 Menschen ertranken, 836 wurden gerettet.
"Berlin" hieß seit dem 7. Januar 1954MS Berlin 1955 die 1924 vom Stapel gelaufene schwedische "Gripsholm", die jetzt für den Norddeutschen Lloyd unter deutscher Flagge fuhr. 1966 wurde diese "Berlin" außer Dienst gestellt.


Berlin 1980, das TraumschiffVon 1980 bis November 2004 fuhr das Fünf-Sterne-Kreuzfahrschiff "Berlin" der Dellmann-Reederei alle Weltmeere, das auch lange Jahre als Traumschiff im ZDF agierte.

Versorgungschiff "Berlin"Das Versorgungs-
schiff "Berlin" der deutschen Bundesmarine wurde u.a. zur Hilfeleistung nach der Tsunami-Katastrophe (26.12.04) vor Banda Aceh eingesetzt. Es ist mit einer Krankenstation mit 45 Betten, 2 Betten zur Intensivbetreunung und 2 Operationssälen ausgestattet und führt 2 Rettungshubschrauber mit sich.

Vielleicht machen mich Leser auf weitere Schiffe mit dem Namen Berlin aufmerksam. Sicher hat es Frachtschiffe mit dem Namen Berlin gegeben. Sie sind mir aber nicht bekannt. (Letzte Änderung: 30.10.04)

Zu diesen und anderen Schiffen s.auch meine herunterladbare Zusammenstellung von Passagierdampfern.



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