Berlin-Notizen

N



zum Menü (Alphabet)


Name "Berlin"
RB I 7, 148: viel spekuliert, vgl. Lessings Scherz, der Name käme von gr. Barulinon: (von Fischen) schweres Netz), der gleichzeitig auf die Fischerdorf-Hypothese verweist. Zweifellos slawisch (was mancher "gute" Deutsche nicht hinnehmen wollte), wohl von *brl Sumpf, Morast, feuchte Stelle, häufig in slaw. Ortsnamen (vgl. Barlog, Barlach; PR: unterscheiden von engl. barley Gerste, Angelsächs. bærlic, dieses vermutlich von lat. hordeaceus gersten-, gerstenartig.) Wohl zuerst *birlin, worin -in ein Orts-, Gewässer- oder Flurnamen bezeichnender Formant ist. Obwohl Niederländer an der Besiedlung der Mark beteiligt waren, ist die Rückführung auf einen flandrischen Flurnamen Berlin unwahrscheinlich, da viele andere brl-Namen im sicher slawischen Gebiet vorkommen
Die Deutung als "Bärlein" findet sich schon im 13.Jh., was dafür spricht, dass die Deutschen den Namen als sprachfremd schon damals nicht verstanden. Als Ortsnamen hätte "Bär(lein)" im 12./13.Jh nicht allein, sondern nur in Verbindung mit -stadt, -dorf, -feld, -walde, -tal verwendet werden können. Auf die Existenz einer slawischen Siedlung dieses Namens kann man nicht schließen. Es ist ein Flurname, der vielleicht für einen Nebenarm oder ein Altwasser der Spree steht. Noch viele Jahrhunderte wird (mit Artikel) von "to deme Berline" gesprochen. Weit rundum gibt es praktisch nur slawische Ortsnamen.
(Letzte Änderung 11.4.03)


Niederschönhausen
ehemals nördliche Vorortgemeinde, seit 1920 zum Verwaltungsbezirk Pankow gehörig. Das Schloss mit ausgedehnten Parkanlagen war einst Wohnsitz von Elisabeth, der Gemahlin König Fr.II.
(Letzte Änderung 8.5.05)



weiter im Alphabet (O ...)

zum Menü