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Kaufhäuser 1899-1900 Kaufhauszeile Spandauer Str. Ecke Eiergasse -
Gerson Als erstes großes Berliner Warenhaus 1848 am Werderschen
Markt (Friedrichswerder) an Stelle der Alten Münze und des
Fürstenhauses: Modewaren. Stoffe, Weißwaren, Gardinen, Textilien,
Teppiche, Konfektion. Das Haus galt als Sehenswürdigkeit. -
Hahn Das Kaufhaus Hahn am (Nähe?) Alexanderplatz wurde Ende der
20er Jahre (schwarzer Freitag 1929?) geschlossen (?). Es kommt wie die
Warenhäuser von Tietz am Alexanderplatz und Rosenthaler Pl. in
Döblins "Berlin Alexanderplatz" vor. - (Rudolf) Herzog ....
- Jandorf am Halleschen Tor, eine Filiale am Spittelmarkt 1898
eröffnet, "beliebt fast wie Wertheim (A.Kerr:
Berliner Brief 29.1.1899) - Das Kaufhaus des Westens wurde
1926 an Tietz verkauft. 30 000 m2 (1929). - Karstadt1881
gründete Rudolph Karstadt (1856-1944) in Wismar ein Konfektions- und
Tuchgeschäft und bald weitere Filialen in Norddeutschland, teils mit
eigener Fabrikation oder kostenkünstigem Einkauf bei den Fabrikanten. !912
wurde ein erstes großes Warenhaus in Hamburg gebaut, in dem nicht nur
Textilien verkauft wurden.1920 kam es zur Fusion mit der Warenhauskette von
Theodor Althoff und zur Gründung der der Karstadt-Aktien-Gesellschaft mit
46 Kaufhäusern. Zahlreiche weitere Geschäfte wurden übernommen,
so die Firma Lindemann mit 15 Filialen. !929 hatte
Karstadt als größter deutscher Kauf- und
Warenhauskonzernes 89 Filialen mit fast 30 000 Angstellten. 1928/29 entstanddas
Warenhaus am Hermannplatz (Eröffnung am 21.6.1929) mit 72 000
m2 Nutzfläche in 7 Geschossen über 2 Kellern. Über
einem Dachgarten in 32 m Höhe, in dem beliebte Konzerte für die
Bevölkerung stattfanden, erhoben sich 2 Türme, die durch 15 m hohe
Lichtsäulen gekrönt wurden zu einer Gesamthöhe von 56 m. Das im
2.Wkrg. erstaunlich wenig beschädigte Gebäude wurde am Kriegsende von
der Waffen-SS gesprengt. Ein erhaltener Rest von 3 Fensterzügen an der
Hasenheide steht unter Denkmalschutz. Aus Provisorien entstand an alter Stelle
ein Neubau (1976), der 1998-2000 bei laufendem Betrieb in großem Umfang
um- und ausgebaut wurde (30 000 m2 Veerkaufsfläche). Nach wie
vor besitzt das Kaufhaus einen eigenen Zugang von der U-Bahnstation
Hermannstraße. Karstadt besitzt in Berlin eine Reihe weiterer
Kaufhäuser. - Tietz und Hertie 1899
eröffnete die Firma Hermann Tietz ein Interimsbüro im Palasthotel.
1900 entstand in der Leipziger Str.46-49 ein Kaufhausmit einer über vier
Geschosse reichenden Glasfassade zu beiden Seiten eines stark akzentuierten
Mittelrisaliten mit dem Haupteingang und darüber einem noch weiter
hinaufgezogenen zweigeschossigen Glasfenster. Der Architekt Sehring erbaute
diesen Glaspalast Jahrzehnte vor Mis van der Rohe's Curtain-Wall-Architektur.
1905 wurde das Warenhaus am Alexanderplatz eröffnet und in zwei weiteren
Etappen bis 1911 erweitert. Tietz hatte die meisten Warenhäuser in Berlin
und die größte Verkaufsfläche. 1927 waren es 10 Kaufhäuser
mit 13 000 Angestellten: 1941 besaß die Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH
Warenhäuser am Alexanderpl. 3, in der Leipziger Str. 46-49, Frankfurter
Allee 5-7, Belle-Alliance-Str. 1-3, Wilmersdorfer Str. 119 und Chausseestr.
69-71. Die Zentralverwaltung war in der Krausenstr. 44-49, ein weiteres
Verwaltungsgebäude in der Klosterstr. 64. 1934 erfolgte die "Arisierung"
unter dem Namen "Hertie". Diese Bezeichnung trägt der Hertie-Konzern bis
heute. - Union Vereinigte Kaufstätten GmbH, Andreasstr. / Ecke
Frankfurter-Allee, (30er Jahre?, 1943 nicht mehr im Telefonbuch)
P - Wertheim 1897 wurde der erste
Bauabschnitt des Warenhauses zwischen Leipziger Platz, Leipziger Straße
und Voßstr. eröffnet. Es hatte mit seiner verttikalen
Glas-Pfeiler-Wand vom Boden bis zum Dach (Architekt Messel) eine
Frontlänge von 313 m. Nach der letzten Erweiterung (1937) betrug sie 330m.
Es galt als nobelstes Berliner Warenhaus, gegenüber der betriebsamen
Modernität von KadeWe, Karstadt und Tietz als gediegen bis betulich.
Weitere Filialen bestanden in der Oranienstr., Rosenthaler Str. und am
Moritzpl. (Letzte Änderung
4.8.03)
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