Berlin-Notizen

K



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Kabaretts
- BKA Berliner Kabarett-Anstalt
- Die Distel
- Die Kneifzange Kabarett-Theater
- Die Stachelschweine
- Die Wühlmäuse "am Theo"dor-Heuss-Pl.
- Kabarett Kartoon
- (Sündikat- Kabarett-Theater
(Letzte Änderung 23.3.06)


Kaffeehäuser
Nach der Wiener Weltausstellung (1873) kamen die Wiener Cafés in Berlin in Mode. Es gab bereits eins in der 1873 eröffneten Kaiserpassage Unter den Linden. Als eigentlicher Begründer ist erst Matthias Bauer bekannt. Er betrieb 1875 für 10 Tage das Wiener Café im Hotel Kaiserhof , dann brannten große Teile des Hotels ab. (CB34) Er eröffnete im Herbst 1877 das Café Bauer, Unterden Linden | Südseite 26, an der Südostecke der Kreuzung Friedrichstr., Kranzler gegenüber. Das Café wurde 1914 an die Hotel-Betriebs-AG verkauft und 1924 ins Central-Hotel verlegt. Am alten Orte wurde das Café unter den Linden eröffnet
- Gerson
- Josti Interieur 1890 KL29
(Letzte Änderung 4.12.03)


Kanäle
- Landwehrkanal
- (Luisenstädtischer Kanal 1908: KL86
- Rixdorfer Stichkanal1902 bis 1905 gebaut, vom Landwehrkanal bis zur Ringbahn (1,9 km), 1912 bis 1914 um 2,5 km verlängert und mit dem Teltowkanal verbunden
- Teltowkanal s. auch Baumschulenweg
.........
(Letzte Änderung 23.3.05)


Kastanienwäldchen
Maxim-Gorki-Th.
Zwischen der Nordseite der Str. Unter den Linden 2 bis 6, der Str. Hinter dem Gießhaus, der Str. Am Festungsgraben und der Humboldt- Universität. An der Seite zur Str. Unter den Linden (Nr.4) liegt die Neue Wache. Nördlich liegt das Palais am Festungsgraben (UL112) Östlich der Universität verlief der 1817/18 zugeschütterte Festungsgraben (Stadtgraben), über den, parallel zu den Linden ein Brücke führte;, daneben (ostwärts) steht die Singakademie, jetzt Maxim-Gorki-Theater (UL113). 1914-16 entstand an der Stelle des früheren Festungsgrabens der "Lindentunnel" für die Straßenbahn, die bis dahin die Linden kreuzte. Durch den Tunnel fuhr sie von 1916 bis 1945 und 1950/51. Dadurch wurden Störungen bei Paraden und Aufmärschen und die störende Oberleitung vermieden. Seit 1902 bestand Unterleitungsbetrieb, der sich nicht bewährte. Nach 1951 kreuzte keine Straßenbahnlinie die Straße Unter den Linden. (KL48, GTR196).
(Letzte Änderung 9.8.03)


Kaufhäuser
1899-1900 Kaufhauszeile Spandauer Str. Ecke Eiergasse
- Gerson Als erstes großes Berliner Warenhaus 1848 am Werderschen Markt (Friedrichswerder) an Stelle der Alten Münze und des Fürstenhauses: Modewaren. Stoffe, Weißwaren, Gardinen, Textilien, Teppiche, Konfektion. Das Haus galt als Sehenswürdigkeit.
- Hahn Das Kaufhaus Hahn am (Nähe?) Alexanderplatz wurde Ende der 20er Jahre (schwarzer Freitag 1929?) geschlossen (?). Es kommt wie die Warenhäuser von Tietz am Alexanderplatz und Rosenthaler Pl. in Döblins "Berlin Alexanderplatz" vor.
- (Rudolf) Herzog ....
- Jandorf am Halleschen Tor, eine Filiale am Spittelmarkt 1898 eröffnet, "beliebt fast wie Wertheim (A.Kerr: Berliner Brief 29.1.1899)
- Das Kaufhaus des Westens wurde 1926 an Tietz verkauft. 30 000 m2 (1929).
- Karstadt1881 gründete Rudolph Karstadt (1856-1944) in Wismar ein Konfektions- und Tuchgeschäft und bald weitere Filialen in Norddeutschland, teils mit eigener Fabrikation oder kostenkünstigem Einkauf bei den Fabrikanten. !912 wurde ein erstes großes Warenhaus in Hamburg gebaut, in dem nicht nur Textilien verkauft wurden.1920 kam es zur Fusion mit der Warenhauskette von Theodor Althoff und zur Gründung der der Karstadt-Aktien-Gesellschaft mit 46 Kaufhäusern. Zahlreiche weitere Geschäfte wurden übernommen, so die Firma Lindemann mit 15 Filialen. !929 hatte Karstadt Hermannplatz, Dachgarten ~1930Karstadt als größter deutscher Kauf- und Warenhauskonzernes 89 Filialen mit fast 30 000 Angstellten. 1928/29 entstanddas Warenhaus am Hermannplatz (Eröffnung am 21.6.1929) mit 72 000 m2 Nutzfläche in 7 Geschossen über 2 Kellern. Über einem Dachgarten in 32 m Höhe, in dem beliebte Konzerte für die Bevölkerung stattfanden, erhoben sich 2 Türme, die durch 15 m hohe Lichtsäulen gekrönt wurden zu einer Gesamthöhe von 56 m. Das im 2.Wkrg. erstaunlich wenig beschädigte Gebäude wurde am Kriegsende von der Waffen-SS gesprengt. Ein erhaltener Rest von 3 Fensterzügen an der Hasenheide steht unter Denkmalschutz. Aus Provisorien entstand an alter Stelle ein Neubau (1976), der 1998-2000 bei laufendem Betrieb in großem Umfang um- und ausgebaut wurde (30 000 m2 Veerkaufsfläche). Nach wie vor besitzt das Kaufhaus einen eigenen Zugang von der U-Bahnstation Hermannstraße. Karstadt besitzt in Berlin eine Reihe weiterer Kaufhäuser.
- Tietz und Hertie 1899 eröffnete die Firma Hermann Tietz ein Interimsbüro im Palasthotel. 1900 entstand in der Leipziger Str.46-49 ein Kaufhausmit einer über vier Geschosse reichenden Glasfassade zu beiden Seiten eines stark akzentuierten Mittelrisaliten mit dem Haupteingang und darüber einem noch weiter hinaufgezogenen zweigeschossigen Glasfenster. Der Architekt Sehring erbaute diesen Glaspalast Jahrzehnte vor Mis van der Rohe's Curtain-Wall-Architektur. 1905 wurde das Warenhaus am Alexanderplatz eröffnet und in zwei weiteren Etappen bis 1911 erweitert. Tietz hatte die meisten Warenhäuser in Berlin und die größte Verkaufsfläche. 1927 waren es 10 Kaufhäuser mit 13 000 Angestellten: 1941 besaß die Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH Warenhäuser am Alexanderpl. 3, in der Leipziger Str. 46-49, Frankfurter Allee 5-7, Belle-Alliance-Str. 1-3, Wilmersdorfer Str. 119 und Chausseestr. 69-71. Die Zentralverwaltung war in der Krausenstr. 44-49, ein weiteres Verwaltungsgebäude in der Klosterstr. 64. 1934 erfolgte die "Arisierung" unter dem Namen "Hertie". Diese Bezeichnung trägt der Hertie-Konzern bis heute.
- Union Vereinigte Kaufstätten GmbH, Andreasstr. / Ecke Frankfurter-Allee, (30er Jahre?, 1943 nicht mehr im Telefonbuch) P
- Wertheim 1897 wurde der erste Bauabschnitt des Warenhauses zwischen Leipziger Platz, Leipziger Straße und Voßstr. eröffnet. Es hatte mit seiner verttikalen Glas-Pfeiler-Wand vom Boden bis zum Dach (Architekt Messel) eine Frontlänge von 313 m. Nach der letzten Erweiterung (1937) betrug sie 330m. Es galt als nobelstes Berliner Warenhaus, gegenüber der betriebsamen Modernität von KadeWe, Karstadt und Tietz als gediegen bis betulich. Weitere Filialen bestanden in der Oranienstr., Rosenthaler Str. und am Moritzpl.
(Letzte Änderung 4.8.03)


Kirchen und Kapellen>>


Klosterstraße
(seit 1700, zuvor seit dem 13.Jh. unter verschieden Namen,).Verläuft von der Grunerstr. bis zum Rolandufer. Dort stand das um 1290 für den Markgrafen erichtete Hohe Haus und der 1693 errichtete Hetzgarten
47 Das Alte Stadthaus
66-67 Parochialkirche

59 Städtisches Verwaltungsgebäude C (1935-39) mit der Senatsverwaltung für Finanzen
64 Geschäftshaus Gebrüder Tietz
68-70 Palais Podewils eines Grafen und Kriegs-, Etats- u. Finanzministers, nach 1732 erbaut, dort von 1875 bis 1881 das Märkische Provinzialmuseum als Vorläufer des Märkischen Museums, 1881 umgebaut, durch Seitenflügel erweitert und modernisiert, im Frj. 1945 bis auf die Grundmauern zerstört, originalgetreuer Wiederaufbau 1949-51 als Haus der Jungen Talente, 1966 wurde der Dachstuhl durch Brand vernichtet und entsprechend dem alten Vorbild mit Mansarden wieder aufgebaut (BD91,92). Bis vor einiger Zeit Sitz der Berliner Kulturveranstaltungs- und verwaltungs-GmbH und Kulturzentrum für Musik-, Theater- und Literaturveranstaltungen.
73: Gymnasium zum Grauen Kloster, ehemals Franziskanerkloster (trugen graue Kutten) mit der Ruine der Klosterkirche (73A).
(Letzte Änderung 5.1.05)


Köpenick
K., an der Mündung der Dahme an die Spree gelegen, stand als slawische Burg in Rivalität zu Spandau, die sich im dazwischenliegenden noch leeren Berliner Raum abspielte und besaß bis zum heutigen Treptow vorgeschobene Posten. 1157 genannt, gehörte es nach Zurückweisung der Ansprüche Meißens seit 1240 zu Brandenburg. 1298 als Stadt bezeugt.1920 wurde K. Sitz des größten., wald- und wasserreichsten Berliner Bezirks. Seit 2001 ist es mit dem Bezirk Treptow vereint.
K. ist weit über die Stadt- und Landesgrenzen bekannt durch die "Köpenickiade" von 1906 um den "Hauptmann von Köpenick", der folglich auch die Hauptfigur der alljährlichen Köpenicker Festwochen darstellt.
(11.6.2004)


Kriege
Hier werden nicht alle Kriege aufgelistet, die Brandenburg-Preußen geführt hat, sondern nur die Auswirkungen auf Berlin und seine Bewohner.
2.Weltkrieg (1939-1945)
Bombenkrieg Am 25./26.8.1940 fielen die ersten Bomben auf Berlin. 1942 lassen die Angriffe nach (Die Briten haben andere Ziele.) Man glaubt, B. bleibe verschont. 18.11.1943 - 25.3. 1944 folgte die"Schlacht um Berlin" mit 32 Nachtangriffen. Harris: "Wir können Berlin von einem Ende zum anderen in Trümmern legen. Es wird uns 400 Bomber kosten, Deutschland aber den Sieg." . Die Angriffe reißen aber auch danach nicht ab. Ab 3.3.1944 beginnen die Angriffe der Amerikaner am Tage. Ab Februar 1945 intensivieren sich die Angriffe und reißen kaum noch ab.
Die manchmal den Medien zu entnehmende Zahl von 50 000 Bombentoten von 1940 bis 1945 erscheint zu niedrig angesetzt, wenn schon an einem der zahlreichen Großangriffe (am 3.2. 1945) 20 000 bis 25 000 Berliner umgekommen sein sollen. 127 Straßenbrücken wurden unbrauchbar
Eroberung durch die Russen April-Mai 1945. Von beiden Seiten sollen 100 000 Soldaten im Straßenkampf gefallen sein.
Lit.: Girbig, W.: Im Anflug auf die Reichshauptstadt. Die Dokumentation der Bombenangriffe auf Berlin. Stuttgart: Motorbuch Verlag 2001 > (Letzte Änderung 11.4.03)


Krögel
Nahe dem Alten Markt, bei dem sich die älteste öffentliche Badstune der Stadt befand.

Gasse und Höfe, führte direkt an der Stadtvogtei vorbei. Die Schmale Gasse führte zu einem Schiffsanlegeplatz an einer Ausbuchtung der Spree. Im Mittelalter war in der Gasse eine der ältesten öffentlichen Badestuben ("Krouwelstovhe" um 1390, im Berlner Stadtbuch) An der Rückwand des Zwischenbaus zwischen 1. u. 2 Hof war Berlins bekannteste Sonnenuhr mit der Inschrift "mors certa, hora incerta". (später ebenso am Leipziger Neuen Ratshaus, scherzhaft im Volksmund gedeutet als: "Todsicerh geht die Uhr falsch") TT13,17,21
Name (RB149:) "Krögel" ("Kröwel" < "krouwel"), nicht slawisch, weit verbreiteter niederdeutscher Örtlichkeitsname mit der Bedeutung "krumm, gebogen", meist in Bezug auf Nebenarme von Flüssen. Sicher hier Nebenarm oder Bucht der Spree, schon im hohen Mittelalter zugeschüttet .
Abriss kurz vor 1900 geplant, durch Krieg erst 1935 im Zusammenhang mit dem Schleusenbau.
(Letzte Änderung 11.4.03)



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