Berlin-Notizen

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Einwohnerzahlen
Über Problematik und Ungenauigkeiten vgl. RB478, wo sich auch viele weitere Zahlen finden

Jahr Zahl Zuwachs p.a. Zuwachs% p.a. Quelle
1709 56 600 1709-86: 1709-86: RB478
1786 145 000 1148 2% GA
(vor) 1793 151 000 RB478
1793* 156 400 1629 1% "
1817 196 000 1650 1% "
1831 248 000 3714 2% "
1840 322 000 8222 3% "
1849 412 154 10017 3% "
1852 421 797 3214 real? 0.8% (??) NN1
1855 434 367 4190 1% "
1857 421 000 NN2
1858 458 637 8090 2% (seit 1855) NN1
1861 522 000 21121 4.6% "
1861 547 571 NN3
1864 633 279 37093 7.1% NN1
1867 702 437 23053 3.6% "
1870 774 310 23958 3.4% "
1871 823 000 NN3
1871 825 937 51627 6.7% NN1
1875 825 000 !! NN3
1890 ~ 1 500 000 NN?
1910 > 2 000 000 NN?

Zwischen 1871 - 1900 war der Zuwachs am stabilsten (fast linear), ~ 2% (PR: ??)
Ab 1912 nahm die Zuwachsrate (PR:oder gar die Einwohnerzahl ??) ab.

Lit.: Markow, A.: Das Wachstum der Bevölkerung, Tübingen(?) 1889
Treue, W.: Städte-, Wohnungs-, Kleidungshygiene des 19.Jh. in Deutschland, Symp. Ff/M 1967, Stuttgart 1969 (Studien zur Med.gesch. im 19. Jh.)
(Letzte Änderung: 11.4.03)

* 1793: 126 000 Zivilisten + 15 500 Soldaten + 6 200 Soldatenfrauen + 8700 Soldatenkinder = 156400.
(Letzte Änderung: 11.4.03)


Eisenbahn
Hierunter seien alle Fernverbindungen verstanden, die über den Vorortbereich bzw. das Umland hinausführen.
Der Bau der ersten Eisenbahnen wurde in Berlin einzelnen privaten Gesellschaften überlassen. Es entstanden Verbindungen nach:
1838 ab Mai bis Zehlendorf, ab Oktober bis Potsdam wetergeführt.
1841 Köthen über Wittenberg nach (anhaltinische Bahn).
1842 Frankfurt an der Oder
1842 Stettin über Angermünde.
1844 Hamburg
1846 Magdeburg (Verlängerung der Potsdamer Bahn )
Im Zusammenhang damit entstanden die ersten fünf Kopfbahnhöfe, die wie die Strecken verschiedenen Privatgesellschaften gehörten. Den Nahverkehr besorgten Pferde wie eh und je. 1851 wurde aus militärischen. und wirtschaftlichen. Gründen eine eingleisige Verbindungsbahn zwischen dem Stettiner, Hamburger, Potsdamer, Anhalter und Frankfurter Bahnhof zu ebener Erde gebaut. Sie war eine Straßenbahn in Normalspur (1435 mm), auf der nur Güterwagen verkehrten. Während die Bahnen und die Bahnhöfe durch private Gesellschaften betrieben wurde, war diese "Königliche Bahnhofs-Verbindungsbahn" staatlich. Sie verlief über die Invalidenstr., den östl. Tiergartenrand, am Brandenburger, Potsdamer, Anhalter Halleschen und Kottbusser Tor vorbei in einem westlichen Halbkreis, also zunächst nicht als geschlossenen Ring. Sie folgte dabei größtenteils der Stadtmauer, meistens innen, schloss aber im Nordwesten im Unterschied zu dieser den Humboldthafen ein, gleichsam einen Bogen um die Charité machend. Durch den ebenerdigen Verlauf auf oder über Straßen war er ein nicht unbeträchtliches Verkehrshindernis. Mit dem Bau weiterer 5 Kopfbahnhöfe bis 1871,von denen vier im Ostteil der Stadt lagen, wurde die Verbindungsbahn zum Ring geschlossen.
wird fortgesetzt !!


Entstehung Berlins
Genaues Enstehungsdatum unbekannt, "um 1230" Fiktives Gründungsjahr 1237 (also eine vergleichsweise junge Stadt) (RB I 140): Urkunde vom 28.Oktober 1237 zwischen Bischof Gernand von Brandenburg und den Markgrafen von Brandenburg Johann I und Otto III, die als Brüder gemeinsam regierten, um einen Streit vor allem um die Zehnterhebung in den alten und neuen Landen des Bistums Brandenburg beizulegen und die Einsetzung der Archidiakone (mit dem Titel Propst) zu regeln: die alten Lande gehörten zum Archidiakonat des Dompropstes von Brandenburg, in den neuen Landen wurden sie von den Markgrafen eingesetzt, die sie auch mit weltlichen Aufgaben betrauten. Die Grenze der neuen Lande bildet im W die Havel, im Süden die Spree - (PR:) trennt also Berlin und Cölln. Die Städte sind aber nicht erwähnt. Als Zeuge wird der Pfarrer Symeon plebanus de Colonia gennant, lies Cölln - von Berlin ist überhaupt nicht die Rede. Am 26.Januar 1244 wird der gleiche Simeon als Zeuge einer Urkunde der Markgrafen genannt, jetzt aber als Propst von Berlin: dominus Symeon de Berlin prepositus. Dies ist die erste Nennung von Berlin. >> Mittelalter
Berlin und Cölln wurden vermutlich von rheinischen oder flämischen Kaufleuten zwischen 1180 und 1230 als zwei Handelsniederlassungen an einer Furt über die hier vermutlich dreigeteilte Spree an der schmalsten Stelle des Urstromtals gegründet. Hier kreuzten sich im 14. Jh. die Handelsstraßen von Magdeburg - Brandenburg - Spandau nach Frankfurt an der Oder, von Leipzig nach Stettin und vom Land Meißen über den Teltow und den Fläming nach Oderberg.

(Letzte Änderung: 26.2.05)



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