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Anmerkungen zu Lateinischen
Redewendungen (Dicta), meistens die Griech.-röm. Mythologie
betreffend
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Anm.1:
Das Datum wird im allgemeinen in der Form: JJMMTT angegeben. Nur in dieser Form
stehen aufgelistete Daten in der richtigen Reihenfolge.
Näheres
Anm.2 SYNONYMIK:
Frühfrühling klingt nicht gut (noch schlechter der frühe
Frühfrühling.) Es empfiehlt sich statt dessen Vorfrühling
zu sagen. Damit verliert die Präfigierung der Jahreszeiten ihre
Einheitlichkeit, denn bei Sommer, Herbst und Wunter empfiehlt es sich
Früh- beizubehalten. Bei Mittelsommer droht Verwechslung mit Mittsommer.
Dieser wird punktuell als Synononym der Sommersonnenwende verstanden, liegt
also nach meiner saisonalen Gliederung im Frühsommer. Man könnte
statt von Mittelsommer von Hochsommer sprechen.
Temperaturmäßig liegt der Höhepunkt in den Hundstagen vom 23.
Juli bis 23. August, die also größtenteils in meinem Spätsommer
liegen. (Für viele ist der Spätsommer der Anteil des Septembers am
Sommer astronomischer Rechnung). Hochsommer erscheint uns eher als die
heiße Jahreszeit im Juli und August. Hoch- kann aber auch als zeitlicher
Gipfel (wie beim "Bergfest") verstanden werden. Wird Hochsommer im Sinne meine
Saisonnierung gebraucht, würde ich ihm den Juli vorbehalten. Er ist
für mich der freudige Höhepunkt des Sommers noch lange vor dem
Abstieg - nicht nur, weil ich in dieser Zeit geboren bin. Gebraucht man Hoch-
auch bei anderen Jahreszeiten, so wird der saisontypische Höhepunkt in den
einzelnen Jahresquartalen im unterschiedliche bezifferten Monaten liegen. Im
Winter im der Januar, im Frühling unzweifelhaft der Mai. Die Krönung
des Herbstes verdient eher der September als der Oktober. Ich würde raten,
höchstens noch vom Hochfrühling, statt des Mittelfrühlings zu
sprechen. Dann ist Hoch- in beiden Fällen ein Synonym von
Mittel-.
ABKÜRZUNGEN: Um die Saisonnierung bzw.
Jahressechsunddreißigstel ähnlich, aber stimmungsvoller, wie ein
Datum anzugeben, muss man die Bezeichnung abkürzen. Das macht bei den
Quartalen F,S,H und W keine Schwierigkeiten. F und S werden aber auch für
früh, Früh- und spät, Spät- gebraucht. Im Extrem würde
FFF für frühen Frühfrühling stehen. V und S könnte man
noch als Synonyme (s.o.) heranziehen. Man könnte speziell für die
Abkürzungen andere Wörter oder Wörter anderer Sprachen
rekrutieren, etwa late für spät und L als Ersatz für S im Sinne
"spät" oder P (printemps, primavera) statt F im Sinne Frühling. Aber
das würde alles noch mehr komplizieren. Besser wäre es, nur die
Quartale F,S,H,W mit großen Buchstaben zu schreiben. Nun stellt sich noch
die Frage, ob man das Quartal an den Anfang oder den Schluss der Gruppe aus
drei Buchstaben stellen soll. Vernünftiger wäre es vielleicht, das
Quartal als größte Einheit wie bei meiner Datumsbezeichnung an den
Anfang zu stellen. Schreibt man nur das Quartal mit großem
Anfangsbuchstaben, dann wird damit die Richtung eindeutig festgelegt. Ab- oder
aufsteigend also nach Wahl, aber in der ganzen Gruppe in gleicher Richtung. Sfs
wird wie sfS als später Frühsommer und nicht als früher
Spätsommer gelesen. Die ganze Gruppe also spiegelbildlich. Und warum
sollte man nicht fvF oder Fvf anstatt ffF oder Fff schreiben und Fhs oder shF
statt Fms oder smF. Leichter schreibt und liest sich für uns allerdings
die Reihenfolge, in der wie es sprechen, also mit dem Großbuchstaben am
Schluss.
International sind diese Abkürzungen nicht zu gebrauchen. Hier
könnte man sich über Zahlen einigen. Wenn man die absteigende Folge
festlegt, könnte 213 für Sfs stehen. Aufsteigend wäre für
Deutsche geläufiger 312: später Frühsommer. Ab er nicht
unbedingt in Sprachen, wo die Adjektive ihrem Substantiv nachgestelt
sind.
Man kann als genauen Datumsersatz bis zu den Tagen heruntergehen:
Sff10 wäre der zehnte, der letzte Tag im frühen Frühsommer
(..0610 oder der 10.6.), ssW9 wäre der letzte Februartag, der letzte
Wintertag im Schaltjahr.
Anm.3
Ich hatte keine Lust, alle Dicta zu zählen. Das ist ein
langwieriges Geschäft. Zudem verzählt man sich häufig und muss
in relativ geringen Abständen aufschreiben, wie weit man gekommen ist. Am
einfachsten schreibt man die erreichten Zahlen, etwa jede fünfzigste
(maximal!) bis zum Ende der Zählung unter die jeweils lertzte Zeile.
Ich wollte mich aber mit der Auszählung von Stichproben begnügen.
Um die Zahl der bisher erfassten Dicta abschätzen zu können,
zählte ich Portionen in einem Vergleichsbuch aus, in dem die Gesamtzahl
der Redewendung angegeben ist. So etwa in der von mir mit N bezeichneten
Sammlung. Werbetexte behaupten, es enthielte 3000 Redewendungen. Nehmen wir an,
Eine Stichprobe von 10 Seiten (etwa S,211-220) enthalte 50 Redewendungen.
Zähle ich vergleichsweise die Dicta in meiner Sammlung vom ersten bis zum
letzten Dictum dieser Probe aus und komme auf 150 Redewendungen, dann kann ich
bei mir auf eine Gesamtzahl 3*3000=9000 Redewendungen schließen.
Natürlich muss ich eine ganze Reihe solcher Stichproben erheben, bis sich
die Relation (im Beispiel 3:1) von Probe zu Probe addiert sich auf einen
einigermaßen konstant bleibenden Wert einpendeltund nicht mehr bedeutend
variiert. Die am 6.4.2010 so geschätzte Zahl meiner Dicta betrug
8040.
Dieses Verfahren setzt voraus, dass die alphabetische Reihenfolge
in beiden Sammlungen übereinsitmmt. das ist aber, wie anderenorts
erwähnt nicht der Fall. Ich behandle jetzt Wort für Wort als
alphabetische Einheiten. Für die meisten anderen Sammlungen wird das ganze
Dictum wie ein Wort behandelt Bei mir folgen ab alio ... ab hoc ... abducet
aufeinander, bei N aber ist deren Reihenfolge ab alio ... abducet ... ab hoc.
Der Bestand an Redewendungen in gleich begrenzten Proben stimmt dadurch bei
unterschiedlicher Alphabetisierung nicht überiein. Jede Probe alphabetisch
entsprechend der Vergleichsprobe umzustellen ist eine lästige
Arbeit.
Bei einer Wiederholung der Schätzung habe auf eine Sammlung
zurückgegriffen, die nach der (selteneren) von mir bevorzugten
alphabetische Reihenfolge sortiert ist. Ich wählte T, eine ins Englische
überetzende Ausgabe. Die neue Sprache macht keinen so großen
Unterschied, weil beide ja nach der Reihenfolge der lateinischen Sätze
sortiert sind. Allerdings wird ein Einfluß auf eine
traditionell bedingte unterschiedliche Auswahl gebrauchter und damit
aufgeführter Redewendungen bestehen. Aber: T enthältt
insgesamt nur 1628 Redewendungen. Allerdings sind die wenig Sinn mitteilenden
Floskeln ("Common Words and Expressions") wie dies natalis, ex commodo oder non
licet darin nicht enthalten und extra aufgelstet. Es handelt sich um eine
beträchtliche Anzahl. Inhalt und Umfang von T weicht also von meiner
Gesamtliste (mit Unterbetonung der Floskeln) ab. Auffällig war eine starke
Schwankung in der Bestandsrelation der einzelnen Stichproben. Meine Proben
enthielten das 1.9 bis 7,6 fache der von T! Insgesamt errechnete ich für
mich 8457 Dicta, hatte aber große Zweifel an der Verwendbarkeit der
Schätzung.
Für eine spätere Zählung nach dem gleichen
Verfahrens wurde das Buch "T" verwendet, weil es die gleiche Alphabetisierung
wie meine Sammlung verwendet. Dadurch wurde das zeitraubende Umsetzen der
alphabetischen Reihenfolge auf meinen Modus gespart. Der Stichprobenumfang
wurde vergrößert und auf weitere Bereiche ausgedehnt. Störend
und das Ergebnis sicher beeinflussend ist, dass in "T" die Floskeln (wie dies
natalis, hic et nunc, per se, also Ausdrücke, die meist kein Prädikat
und Objekt enthalten, keine Sätze bilden) für sich in einer
besonderen Zusammenstellung sortiert sind, während sie bei mir im
Zählgut erhalten sind. Da sie häufig mit einer Präposiiton
eingeleitet sind ist das Vielfache meines Bestandes zu dem des Vergleichsbuches
in Portionen, die mit a, ad, in, per beginnen, auffallend groß. Dadurch
ist eine große Streuung dieses Verhätnisses (mit)bedingt. Es
schwankt zwischen 1,968 und 7,618, Dass die Gesamtzahl der verglichenen
Sammlung von "T" nur 1628 Redewendungen umfasst, wirkt einem Ausgleich eher
entgegen. Dass "T" die englische Übersetzung der Redewndungen, meine die
deutsche enthält, Die am 4.3.2010 so geschätzte Zahl meiner Dicta
betrug 8457.
In der Zwischenzeit hatte meine unermüdliche freie
Mitarbeiterin sich von sich aus die große Mühe gemacht, alle Dicta
auszuzählen, Oft verzählt man sich, vom Inhalt oder meinen
häufigen Schreibfehlern abgelenkt. Man muss in engen Abständen
Zwischenergebnisse notieren s.o.!). Ihre Zählung im Februar/März
2010 erbrachte 9672 Dicta. Sie zählte sinnvollerweise nicht Datei
für Datei, sondern Buchstaben für Buchstaben, so dass ich den
prozentualen Anteil der Anfangsbuchstabev angeben kann:
A=14.3%, N=9.4%,
i(J)=8.5%, C=S=7.4%, M=7.2%, P=6.8%, D=6.9%, E=5.0%, Q=4.8%, F=3.9%, H=L=3.4%,
O=3.0%, V=2.1%, B=U=1.9%, R=1.8%, T=1.7%, G=0.9%, Z<0,0%. Numerisch schwankt
es zwischen A=1380 und Z=2. K kommt vor in "ad Kalendas Graecas", aber nicht
als Anfangsbuchstabe eines Dictums.
Diese Zahlen spiegeln nur teilweise
die Anfangsbuchstabenhäufigkeiten lateinischer Redewendungen wider,
sondern mehr die Verteilung in meiner Suchtätigkeit. Fängt man
gleichzeitig mit einer größerer Zahl alphabetisch sortierender
Quellenschriften an (zur Zeit sind es 86) und fängt man überall vorne
an, droht Kopflastigkeit, jedenfalls eine Abweichung von der tatsächlichen
Verteilung der Dicta-Anfänge.
In Zukunft werde ich die von dieser wohl
einmaligen Gesamtzählung ausgehen. Vor alle neuen, darin noch nicht
erfassten Dicta setze ichneu, bis irgendwann
deren Zahl buchstabenweise der bisherigen Gesamtzahl hinzugefügt und das
vorgesetzte neu gelöscht wird Jedes
neu bezeichnet eine in der bisherig korrigierten
Fortschreibung der Gesamtzahl noch nicht mitgezählte Redewendung. Das wird
sich über längere Zeit hinziehen. Deshalb wird keine
Synchronizität erreicht. Aber die tatsächliche Gesamtzahl wird immer
über dem angegebenen Endergebnis liegen. Ab und zu wird ein treuer Helfer
oder werde ich selbst einzelne Buchstaben zur Kontrolle ganz
durchzählen.