Der Rechtschreibduden-Hammer:
Rechtschreibregeln auf zwei
Seiten, geht das?
Ja, mit diesem Vorschlag!
Autor: Horst Stöckl
Kontakt: horstliliane@hotmail.com
Die wesentlichen Merkmale der
vorgeschlagenen Regeln, kurz gefasst
Die
Regeln sind auf zwei Seiten darstellbar. Wer diese Regeln und die deutsche
Sprache in langsamer, artikulierter Sprechweise beherrscht, kann auch richtig
schreiben. Es ist nicht nötig, sich die Schreibweise auch nur eines einzigen
Wortes einzuprägen. Ein zusätzliches Wörterbuch wird nicht benötigt.
Die
vorgeschlagene Schreibweise gibt die Aussprache so genau wieder, wie es nach
den Regeln möglich ist. Sie lehnt sich an die Internationale Lautschrift an.
Offen und geschlossen gesprochene sowie lang und kurz gesprochene Vokale
können, müssen jedoch nicht unterschieden werden. Gleiche Laute werden
grundsätzlich gleich geschrieben. Wörter mit gleicher Lautung, aber
verschiedener Bedeutung werden also nicht unterschieden. Der Sinn mehrdeutiger
Wörter muss beim Lesen wie bei der gesprochenen Sprache aus dem Kontext erkannt
werden.
Es
wird im Wesentlichen nur das lateinische Alphabet benutzt. Die spezifisch
deutschen Buchstaben ä, ö, ü, ß können entfallen.
Große
Buchstaben können, müssen aber grundsätzlich nicht verwendet werden.
An
Satzzeichen werden der Punkt am Satzende, das Komma innerhalb eines Satzes an
Sprechpausen und das Fragezeichen am Ende von Fragesätzen verwendet.
Der
Schreiber (die Schreiberin) kann dem Leser (der Leserin) optional zusätzliche
Lese- bzw. Interpretationshilfen geben.
Die Regeln
Die Grundregeln
Die
gesprochene Sprache wird in der Schrift entsprechend den folgenden Regeln so
genau wie möglich wiedergegeben. Dabei wird eine langsame und deutliche
Aussprache vorausgesetzt, im Wesentlichen die so genannte Standardlautung, aber
ohne die dabei übliche Verschleifung der unbetonten Endsilben (l, m, n statt
el, em, en, abgeschwächtes a statt er).
Die
hauptsächlich verwendeten Buchstaben sind
a,b,c,d,e,f,g,h,i,k,l,m,n,o,p,r,s,t,u,v,y,z.
Nicht
auf die neue Schreibweise umgestellte Namen bleiben unverändert. Wörter aus
fremden Sprachen mit Lauten, die mit den nachfolgend beschriebenen Regeln nicht
darstellbar sind, oder solche, die der Schreiber als noch nicht zum deutschen
Wortschatz gehörig betrachtet, werden so geschrieben wie in der fremden
Sprache. In diesen Fällen werden die Buchstaben j,q,w,x,ä,ö,ü,ß weiterhin
verwendet. Beim maschinellen Schreiben mit einer Tastatur ohne ä,ö,ü,ß werden
diese durch ae,oe,ue,ss ersetzt.
Folgende
Buchstaben werden zum Teil anders verwendet als bisher, und zwar
c: für die beiden verschiedenen ch-Laute in
ich und ach. Das gilt auch für die unbetonte Endsilbe ig. Diese wird z.B.
Könich gesprochen, aber bisher König geschrieben.
f:
für den stimmlosen Lippenzahnlaut,
bisher f wie Folge oder v wie Vogel.
v:
für den stimmhaften
Lippenzahnlaut, bisher v wie Vandale oder w wie Wert.
s:
für das scharfe, stimmlose s,
bisher s, ss, ß wie Masse, Maße, Last, Erbse.
z:
für das weiche, stimmhafte s,
bisher s wie Sonne, Rasen, Hülse, Hirse, Linse.
Der
Doppellaut des bisherigen qu in Quark wird durch kv ersetzt.
Der
Doppellaut des bisherigen x in Hexe und chs in Büchse wird durch ks ersetzt.
Der
Doppellaut des bisherigen z, tz, zz in Zorn, Katze, Pizza wird durch ts ersetzt.
Die
Buchstabenkombination ti in Nation wird durch tsi ersetzt.
Folgende
einfachen Konsonant-Laute werden durch zwei Buchstaben dargestellt:
sh: stimmloser Zischlaut, bisher sch wie
Schule.
zh: stimmhafter Zischlaut in Fremdwörtern,
bisher g wie Genie oder j wie Jackett.
ng: ng-Laut
wie auch bisher in singen. Folgt darauf der g-Laut wie in Ungarn oder der
k-Laut wie in sinken, dann folgen diese konsequenterweise dem ng, also Unggarn,
singken.
Überall,
wo Verschlusslaute hart gesprochen werden, werden konsequent die harten
Verschlusslaute p,t,k geschrieben. Das gilt auch dann, wenn das Wort von einer
Grundform mit weichem Verschlusslaut (b,d,g) abgeleitet ist.
Das
bisherige ä wird durch e ersetzt.
Das
bisherige ü wird durch y ersetzt.
Der
Umlaut ö kann nicht durch einen einzelnen anderen Buchstaben ersetzt werden. Er
wird, wie auch in der bisherigen Schreibweise z.T. üblich, durch die
Buchstabenkombination oe ersetzt.
Das
bisherige j wird durch i ersetzt, wenn es, wie in Jahr, als Reibelaut gesprochen
wird.
Die
Diphtonge werden wie folgt geschrieben:
ai
statt bisher meist ei, seltener ai (rein, Rain).
ei
in Fremdwörtern aus dem Englischen, die so gesprochen werden, z.B. treiner,
leidi,
bisher
Trainer, Lady.
au
wie auch bisher au (Haus).
oi
statt bisher eu oder äu (heute, Häute).
Offen
und geschlossen gesprochene Vokale a,e,i,o,u,oe,y müssen nicht unterschieden
werden. In der bisherigen Schreibweise ist dies überwiegend auch nicht der
Fall; lediglich das offene e wird zum Teil, aber nicht konsequent, als ä
geschrieben, z.B. Bär und Fell, beides offene e-Vokale. Das e wird auch dann
verwendet, wenn das Wort von einem mit a geschriebenen abgeleitet ist.
Lange
und kurze Vokale müssen nicht unterschieden werden. Es ist nicht erforderlich,
lange Vokale durch Verdoppelung, nachgestelltes h, e oder eh zu kennzeichnen.
Kurze Vokale müssen nicht durch Verdopplung des folgenden Konsonanten
gekennzeichnet werden.
Große
Buchstaben müssen grundsätzlich nicht verwendet werden.
Aussagesätze
werden durch einen Punkt (.) abgeschlossen, Fragesätze durch ein Fragezeichen
(?). Punkte werden auch nach Abkürzungen und nach in Ziffern geschriebenen
Ordnungszahlen gesetzt. Markante Sprechpausen innerhalb eines Satzes werden
durch ein Komma (,) dargestellt.
Wortverbindungen,
die der Schreiber als ein Wort auffasst, weil er sie wie ein Wort ausspricht,
nämlich auch bei langsamem Sprechen ohne Pause und mit deutlich stärkerer
Betonung des ersten Wortteils, soll er zusammenschreiben. Das ist besonders
dann zu beachten, wenn die Wortverbindung eine andere Bedeutung hat als die
einzelnen Wörter. Stoßen an der Wortfuge zwei gleiche Buchstaben zusammen, so
werden beide geschrieben, wenn sie bei artikulierter Aussprache einzeln
gesprochen werden oder zu einem langen Konsonanten zusammenfließen. (Lange
Konsonanten existieren übrigens nur an Wortfugen). Beispiele: teernte,
ausshprace, mitteter: einzeln gesprochen, shtrommesung: langer Konsonant. Wird
an einer ehemaligen Wortfuge nur ein Laut gesprochen, dann wird auch nur einer
geschrieben, z.B. mitak (entstanden aus mite und tak).
Die
Trennung von Wörtern am Zeilenende erfolgt durch einen Schrägstrich (/) an
einer beliebigen Stelle.
Optionale Hilfen zum Lesen und
Interpretieren des Textes
Großbuchstaben
können wie folgt verwendet werden:
Wer
dies aus ästhetischen oder anderen Gründen vorzieht, kann Sätze mit einem
Großbuchstaben beginnen.
Eigennamen
von Personen oder Dingen oder von solchen Namen abgeleitete Wörter können
ebenfalls mit einem Großbuchstaben begonnen werden.
Wörter
fremder Sprachen mit von den obigen Regeln abweichender Aussprache können durch
Großschreiben aller Buchstaben des Wortes gekennzeichnet werden.
Wenn
die besondere Betonung eines Wortes für den Sinn des Satzes entscheidend ist,
kann der betonte Vokal mit einem Großbuchstaben geschrieben werden. Stehen
Namen oder betonte Vokale am Satzanfang, so kann bei Großschreibung der
Satzanfänge der nachfolgende Buchstabe groß geschrieben werden.
Beim
Schreiben mit einer deutschen Tastatur oder mit der Hand kann der Buchstabe ö
weiterhin statt oe verwendet werden.
Der
Schreiber kann nach seinem Ermessen die Länge und Kürze betonter Vokale (in zusammengesetzten Wörtern auch nebenbetonter)
durch Akzente oder Verdopplungen kennzeichnen. Akzente: kurze Vokale, außer a
offen gesprochen, werden durch einen nach rechts geneigten Akzent
gekennzeichnet (á, é, í, ó, ú, óe, ý), lang und geschlossen gesprochene durch
einen dachförmigen Akzent (â, ê, î, ô, û, ôe, ŷ), lang und offen
gesprochene durch einen nach links geneigten Akzent (à, è, ò). (à und ò sind
zur Wiedergabe einiger Dialekte hilfreich; in der Standardlautung kommt betont
nur è vor). Verdopplung: kurze Vokale werden durch Verdopplung des
nachfolgenden Konsonanten gekennzeichnet, lang und geschlossen gesprochene
durch Verdopplung (aa, ee, ii, oo, uu, ooe, yy), das lange offene e durch ae.
Zur Verminderung der Anzahl der Kennzeichnungen kann vereinbart werden, dass
nicht gekennzeichnete, am Ende einer Silbe stehende Vokale als lang aufzufassen
sind und als kurz, wenn in der Silbe noch ein Konsonant folgt. (Folgen einem
Vokal mehrere Konsonanten, so zählt der erste zur vorangehenden Silbe,
ausgenommen bei Wortverbindungen und Vorsilben). Nur Abweichungen von dieser
Regel werden gekennzeichnet. Die Kennzeichnung kann weiter auf Stellen
beschränkt werden, wo sonst mehrdeutige Wörter den Lesefluss behindern, z.B.
în/iin – in (Kennzeichnung der Kürze unnötig, da Konsonant am Silbenende);
vêre/veere – vère/vaere – vére/verre (Maulwurfsgrille) – hier ist die Kennzeichnung
in allen Fällen sinnvoll, da es auch um die offene bzw. geschlossene Aussprache
geht. Auch bei Namen, deren Aussprache sonst unklar ist, sollte die Vokallänge
gekennzeichnet werden.
Zusammengesetzte
längere Wörter können zur leichteren Lesbarkeit durch Bindestriche aufgeteilt
werden. Entstehen an der Trennfuge Buchstabenkombinationen, die auch spezielle
einzelne Laute bezeichnen, dann können auch bei kurzen Wörtern Bindestriche
eingefügt werden, z.B. haus-halt, ko-eksistents, un-gern.
Am
Zeilenende sollen Wörter so getrennt werden, dass sie leicht lesbar bleiben.
Die
übrigen Interpunktionszeichen (neben .,?/) können weiterhin benutzt werden.
Probetekst
in der forgeshlagenen shraipvaize
Kvele,
shpektrum der visenshaft shpetsial 2, 2002, forshung unt tecnik im mitelalter
Rystungsshpirale im mitelalter
Im
gefolge der metalurgi entvikelten shmide unt glokengiser ain arzenal an
shusvafen.
Fon
Klaus-Dieter Linsmeyer
Man
shraipt das iar 1399. For der hoeenburk Tanenberk im Odenvalt lagert ain
faintlices her, ferzuct, di als unainnembar geltende burk tsu erobern. In etva
20 tagen demonstriren artileristen, das di tsait der riterlicen aintselkempfer
balt forbai ist. Fir shvere unt aine klaine haubitse shisen di mauern der burk
shturmraif.
Dabai
varen nict ainmal 100 iare fergangen, zait fermutlic yber handelskontakte
tsvishen Cina unt Italien erste foiervafen nac Oiropa gekomen varen, raketen
fyr den angrif aus der distants unt raketen, di, umgedret an lantsen befestict,
mit rauc unt shpryenden fungken den gegner auf apshtant hilten. Im regen
austaush tsvishen den kulturen entshtanden vol mer oder veniger paralel di
ersten shusvafen, nemlic vurf unt pfailbyksen, konishe rore, in di pulver
gefylt vurde, um aine kugel aus shmideaizen betsiungsvaize blai oder ainen am
ende dik umvikelten pfail austsushtosen. Das proiektil shtaute das baim
apbrenen entshteende gas, bis der zic entvikelnde druk raicte, es
austsushloidern.
Bis
tsur mite des 14. iarhunderts varen zolce vafen rect ferbraitet, fon
hantverkern maist aus brongse, zeltener aus shmide unt gusaizen gefertict.
Maist varen es hantvafen, es gap aber auc pfailbyksen auf lafeten, deren
boltsenartige geshose ain pfunt shvere aizerne shpitsen trugen. Im iare 1346
erpropte ain tsingiser aine zolce bykse, deren pfail ain kilogram blai an der
shpitse truk. Vi yplic shlos er mit dem shtopfenartigen ende des pfails das
pulver in der bykse ain. Der druk der eksploziven gaze vurde durc das hoe
gevict unervartet shtark aufgeshtaut, zo das der pfail yber di shtatmauer flok
unt ainen hantverker toetete. Um 1360 var das printsip begrifen, unt di
pulverladung vurde fon nun an mit hoeltsernen kloetsen aingeshlosen.
Dize
erfindung foerderte di kreativitet der byksenmacer. Blaikugeln, di zo genanten
lote, erzetsten di pfaile, di rore der geshytse vurden ferlengert. Shlislic
begrif man, das damit tsum ainen aine fyrung des geshoses, alzo aine hoeere
tsilgenauickait, tsum anderen auc ain lengerer beshloinigungsvek, alzo aine
hoeere shuslaistung, ainhergingen. Aus dem letsten dritel des 14. iarhunderts
zint dementshprecent file beshtelungen fyr byksen tsu fertsaicnen.
In
dize tsait felt auc das aufkomen der shtainbyksen, di im forderen beraic shtark
fergroesert varen, um shvere shtainkugeln auftsunemen. Es zint di forloifer der
haubitsen. Mocten zi tsunecst nur den shveren lotbyksen ferglaicbare kaliber
haben, ferbraiten zic im tsuge des shtetekriges 1377 balt auc groskalibrige
geshytse mit tsentnershveren shtaingeshosen in Doitshlant.
Alerdings
var es nict ainfac, zolce vafen antsufertigen. Lange half man zic mit shmide
oder gusaizernen keseln unt fershterkte zi mit aizenraifen. Auc ferticte man
das zo genante forhaus der byksen aus aizernen shteben, di fon raifen
tsuzamengehalten vurden. Entshaidende impulze liferte dan der brongsegus, aine
kunst, di man durc das gisen fon gloken unt skulpturen tsu hoer fertickait
entvikelt hate. Dementshprecent bekamen di shmide nun kongkurents fon den
glokengisern. Tsur Oiropeishen hocburk der shtainbyksen-fertigung entvikelte
zic di shtat Nyrnberk, di nict nur yber gute hantverker ferfykte, zondern auc
eng mit den berkbaureviren in der Oberpfalts, Boemen unt Unggarn ferbunden var,
zo das in dizer shtat onehin di brongse unt mesingindustri am ende des 14.
iarhunderts aufblyte.
Nyrnberger
hantverker ferticten auc hantfoiervafen, for denen di rystungen der riter kaum
noc shytsten. Tsudem entshtanden balt klainere geshytse, di nun viderum, auf
mauern unt tyrmen postirt, di angrife shverer artileri apveren zolten. Das 15.
iarhundert var dan auc durc aine rystungsshpirale gekentsaicnet, in deren tsuge
imer rizigere geshytse fyr den angrif unt andererzaits imer vaittragendere fyr
di fertaidigung entshtanden. Erst im 16. iarhundert endete di era der
shtainbyksen mit dem aufkomen shmide unt gusaizerner geshose. Di tsait der
riter var forbai, di faze der lantsknecte began.
Der
baitrak bazirt auf dem aufzats, Cina, Oiropa unt di entviklung der foiervafen,
fon Wilfried Tittmann, ershinen in, Oiropeishe tecnik im mitelalter, fon Uta
Lindgren, hg., gebryder Mann ferlak, Berlin, 4. auflage 2001.
Diskusion
Fortaile ainer ecten
rectshraipreform
Altsufil
habe ic tsu dem problem der Doitshen ortografi nict baitsutragen, aber fir
pungkte vil ic doc forbringen.
Der
erste betrift di erfarung mit mainem zon, der zait zainer gruntshultsait mit
der Doitshen rectshraibung auf kriksfus shtet. Zain hauptproblem shaint aine
bezondere art des gedectnises in ferbindung mit der unzystematishen Doitshen
rectshraibung tsu zain. Ic habe ain iar gebrauct, um im austsutraiben, wier
shtat wir tsu shraiben, vail di lererin gezagt hate, langes i shraipt man ie.
Er mainte dan, das vere imer zo. Ofenbar orientirt zic zain gedectnis eer an
der gehoerten shprace als an gelezenen teksten. Glyklicervaize prekt zic bai
den maisten menshen das ainige male gelezene unt tsuzetslic zelpst rictic
geshribene genygent gut ain, zo das zi nac ainigen iaren ybung mer oder veniger
korekt shraiben koenen. Das ist aber aine shpetsiele begabung, enlic vi di
feickait, auf dem gebit der muzik, des shports oder des shacshpils gute
laistungen tsu bringen. Ver darin unterbegapt ist, mact unfermaitlic pro
tekstzaite mindestens fynf bis tsen feler unt virt tsaitlebens diskriminirt.
...
For
etlicen iaren las ic, in Gricenlant habe man beshlosen, di ortografi tsu
ferainfacen, indem man di bisher gebroiclicen tsuzetslicen tsaicen an den
bucshtaben, shpiritus asper, shpiritus lenis, drai fershidene aktsente unt das
iota zupskriptum veklest. Lediklic ain aktsent tsum kentsaicnen der betonung vurde
baibehalten. Dize tsaicen vurden im mitelalter aingefyrt, im altertum gap es zi
noc nict. Intsvishen hat zic di ausshprace ferendert unt di tsaicen haben ire
fungktsion ferloren. Man shetste, das tsuzamen ain iar shulunterrict vekfalen
kan.
In
Amerika gipt es file kinder, di vegen des foelic unzystematishen tsuzamenhangs
tsvishen dem geshprocenen unt dem geshribenen English enorme shvirickaiten
haben. (Ain bekanter vits datsu ist di frage, vi ghoti austsushprecen zai. Di
antvort, fish, ferglaice enough, women, nation). Mance kinder zint dafon zo frustrirt, das zi praktish
yberhaupt nict shraiben unt lezen lernen koenen. Fortshrite konten erst erraict
verden, als man ekstra fyr zolce fele aine shpracnae shraibung erzan. Als dize
kinder das printsip des lezens unt shraibens begrifen haten, konten di maisten
tsuzetslic di herkoemlice shraibung erlernen.
Di
Unggarishe ortografi vurde im 19. iarhundert fon vershtendigen loiten
festgelekt. Di regeln zint ainfac. Es gipt akzente tsum kentsaicnen langer unt
kurtser vokale unt kombinatsionen fon tsvai konzonanten, hauptzeclic tsur
untershaidung der fershidenen shtimlozen unt shtimhaften tsishlaute unt deren
ferbindungen mit fershluslauten. Im ybrigen gilt, man shraipt vi man shprict.
Enlices gilt vaitgeent auc in den maisten Romanishen shpracen, ausgenomen
Frantsoezish. Varum zolte das nict auc in Doitsh moeklic zain?
Aine radikale ferainfacung der
Doitshen ortografi, varum gerade zo unt nict anders?
Nun,
man kan shon ainiges anders regeln. Das victicste ist, das kaine raien fon
voertern ausvendic gelernt verden mysen, di auf aine beshtimte vaize tsu
shraiben zint. Das ist zo tsu zagen das gruntgezets. Es zolte moeklicst venige
regeln geben. Dize mysen ainfac zain unt es darf kaine ausnamen geben. Das ist
nur tsu erraicen, ven di shraibung zo eng vi moeklic an di geshprocene shprace
angebunden virt. Gemaint ist dabai aine zer doitlic artikulirte shprace, nict
di normale, zo genante shtandartlautung, bai der di unbetonten entzilben el,
em, en, er als l, m, n unt apgeshvectes a geshprocen verden, alzo tsum baishpil
vasa shtat vaser. Bai ainer bevust doitlicen ausshprace ist der r-laut noc
mindestens andoitungsvaize tsu hoeren.
Aine
foelic lautgetroie shraibung ist mit der internatsionalen lautshrift moeklic. Dize
enthelt aber file im Latainishen alfabet nict forkomende tsaicen. Tsu ervegen
ist iedoc, ainige vaitere bucshtaben-kombinatsionen aintsufyren, auc mit
grosbucstaben. Tsum baishpil koente man di nazal geshprocenen vokalvarianten
des a, e, o unt oe durc aine kombinatsion dizer vokale mit ainem N vidergeben.
Dan myste man das Frantsoezishe lenvort chance nict zamt der shraipvaize
ybernemen, zondern koente es als shaNs(e) vidergeben. Da alerdings file Doitshe
di nazalen vokale onehin nict ausshprecen koenen unt shangse zagen, kan man zic
auc darauf ainigen, generel zo tsu shraiben.
Yber
files andere lase ic mit mir diskutiren. Baishpilsvaize kan man den bucshtaben
j baibehalten, vo er als raibelaut geshprocen virt, unt nict durc i erzetsen.
Bai voertern mit unzilbishem i, das in der umgangsshprace hoific als raibelaut
geshprocen virt, tsum baishpil natsjon shtat natsion, verden dan aber file
shraiber unzicer zain.
Der
hauptgrunt, varum ic di bucshtaben ä,ö,ü,ß eliminiren moecte, ist, das dan auc
auslender, di kaine Doitshe tastatur auf irem kompiuter ferfykbar haben, one
umshtende Doitsh shraiben koenen. Aber auc das ist nict forrangic, den der
forshlak ist hauptzeclic fyr Doitshe gedact, unt di haben ia in der regel
Doitshe tastaturen.
Ver
aine Doitshe tastatur hat, brauct das ö nict durc oe tsu erzetsen, vas zicerlic
ain fortail ist. Alerdings zint moeklice feler baim kopiren tsu bedengken. Auc
das ü kan man dan baibehalten. Konzekventervaize mus man dan aber das y
eliminiren unt füzik shraiben unt nict fyzik, fon physik gants tsu shvaigen.
Auc di fervendung des bucshtabens ä vere gruntzetslic dengkbar, man koente dan
das ofene unt das geshlosene e untershaiden. Gants konzekvent ist das nict, den
auc di anderen ainfacen vokale eksistiren in ofenen unt geshlosenen varianten,
vas filen alerdings garnict bevust ist. Man ferglaice tsum baishpil di
ausshprace des o in ton unt loc. Alerdings untershaidet ofenes unt geshlosenes
e fershidene voerter, tsum baishpil bai mer di kurtsform fon mercen fon dem
geveser oder dem gegentail fon veniger. Shprict man dagegen ainen der anderen
vokale falsh aus, zo hat man halt gegen di regeln der shtandartausshprace
fershtosen, aber kain vort fervekselt. Ven man alerdings das ä für das ofene e
unaphengic fon der vokallenge als rEgel forshraipt, dan mus man das mit
oiserster shturhait durchalten, alzo tsum baishpil bärenfäl shraiben. Iede
apvaicung vere ain fershtos gegen das gruntgezets. Ven man das fortsit, bite
shoen.
Di
shraibung der diftonge zolte den geshprocenen beshtanttailen moeklicst nae
komen. Deshalp virt das bisherige ei unt das zeltenere ai ainhaitlic durc ai
dargeshtelt. Di shraibung ei blaipt fyr di fele rezervirt, di zo geshprocen
verden. Dabai handelt es zic durcvek um lenvoerter aus dem Englishen, tsum baishpil
treiner oder leidi. Di bisherige shraipvaize des diftongs oi, nemlic eu
betsiungsvaize äu bai aplaitung fon ainem vort mit au, loictet yberhaupt nict
ain. Zinfeliger vere da eü betsiungsvaize aü. In der internatsionalen
lautshrift fyr di shtandartlautung virt dizer diftong durc das ofene o unt ain
y, ferbunden durc ainen daruntergezetsten bogen, dargeshtelt. Der untershit in
der ausshprace tsvishen oi unt oy ist aber minimal. Auc geshulte
runtfungkshprecer zagen hoific oi shtat oy. Op dizer diftong oi oder oy
geshriben virt, ist aine mer oder veniger vilkyrlice entshaidung.
Auc
di kentsaicnung kurtser unt langer vokale koente man baibehalten. Tsum baishpil
koente man ale langen vokale durc ferdoplung kentsaicnen oder ale kurtsen
vokale durc ainen aktsent. Baide masnamen koente man auf betonte vokale
beshrengken. Ven man di antsal der kentsaicnungen vaiter ainshrengken vil, mus
man lenge Unt kyrtse kentsaicnen koenen. Auc hir ist konzekvents angezakt. Ven
man zic fyr di kentsaicnung aler langen betonten vokale durc ferdoplung als
rEgel entshaidet, ist duu, eer, zii, viir, iir tsu shraiben. Ain kompromis vere
di optsionale kentsaicnung langer unt kurtser vokale, ven dem lezer in
merdoitigen felen geholfen verden zol, di rictige lezung shneler tsu finden. Dize
optsion ist in der forgeshlagenen noiregelung enthalten. Im shlusapshnit zint
ainige zetse mit voertern tsuzamengeshtelt, di one kentsaicnung der vokallenge
merdoitic zint.
Di
shtimlozen unt shtimhaften lipen-tsanlaute verden vi in der internatsionalen
lautshrift ainhaitlic durc f betsiungsvaize v dargeshtelt. Der shtimloze laut
virt in der bisherigen shraipvaize maistens durc f, gelegentlic durc ph oder v
vidergegeben, daher ist f di naeligende val. Der shtimhafte virt bisher gants
ybervigent durc w, zelten durc v vidergegeben. Denoc fil di val aus tsvai
grynden auf das v. Erstens ist v mit der hant shneler tsu shraiben als w,
tsvaitens virt es in filen anderen Oiropeishen shpracen fyr dizen laut
fervendet, verent das w entveder kaum gebrauct virt oder gants andere laute
darshtelt.
Auc
bai der erzetsung fon qu durc kv, x durc ks, z durc ts lis ic mic fon der
internatsionalen lautshrift laiten. Gruntzetslic zolten dopellaute moeklicst
durc di bucshtaben dargeshtelt verden, di iren beshtanttailen entshprecen, unt
ainface laute zolten moeklicst durc Ainen bucshtaben dargeshtelt verden. Di
fervendung fon bucshtaben-kombinatsionen ist auf das minimum tsu redutsiren. Da
der bucshtabe z der bisherigen shraipvaize durc ts erzetst vurde, kan er di
role des bisherigen shtimhaften s ybernemen. Dizer laut virt auc in der
internatsionalen lautshrift in anlenung an das Englishe unt Frantsoezishe durc
z vidergegeben. Di baiden untershitlicen c-laute in ic unt ac verden in der
internatsionalen lautshrift durc ain c mit angehengtem bogen betsiungsvaize, in
anlenung an den Gricishen bucshtaben ci durc ain x dargeshtelt. Ven man auf di
untershaidung dizer baiden laute fertsicten vil, bitet zic an, fyr baide das c
tsu nemen, vail der ic-laut im Doitshen etva draimal hoifiger ist als der
ac-laut unt vail das c dem ersten bucshtaben der bisherigen shraipvaize, ch,
entshprict.
Ybrigens,
di forgeshlagene lautnae shraipvaize aignet zic zer gut fyr di vidergabe der
maisten Doitshen dialekte, oder in literarishen teksten fyr di vidergabe fon
umgangsshprace in der voertlicen rede. Tsum baishpil kan man shtat dem ”das
haben vir uns ferdint” der aktsentuirten shtandartlautung aine fershlifene
umgangsshprace mit ”das hama uns fadint” tsum ausdruk bringen unt damit
beshtimte perzonen karakteriziren.
Ic
zee nict ain, varum di regelung tsum gebrauc des komas komplitsirter zain mus
als nac dem obigen forshlak, nemlic, das es an markanten shprecpauzen inerhalp
aines zatses tsu fervenden ist. In shetsungsvaize 99 protsent der fele erhelt man
daszelbe ergepnis vi nac der bisherigen regelung, der rest entshprict fermutlic
den felen, in denen der gebrauc des komas nac der reform fon 1996 fraigeshtelt
ist. Enlices gilt auc fyr di regelung des getrent unt tsuzamenshraibens.
Fon
den optsionalen hilfen vurden hir nur venige fervendet. Di grosshraibung am
zatsanfang vurde gevelt, vail der pungkt alain etvas tsu klain unt unauffelic
ist, um das zatsende tsu markiren. Di grosshraibung vere entberlic, ven der
pungkt groeser vere oder ven man danac ainen groeseren tsvishenraum nimt, tsvai
oder drai lertsaicen. Di grosshraibung fon namen unt deren aplaitungen vurde
baibehalten, vail mir deren untershaidung fon zonstigen voertern nytslic shin.
Di grosshraibung aines betonten vokals vurde gelegentlic fervendet, tsum
baishpil tsur untershaidung des betont geshprocenen tsalvortes unt des
unbeshtimten artikels ain.
Fon
der moeklickait, lange unt kurtse vokale oder das ofene e tsu kentsaicnen, habe
ic kainen gebrauc gemact. Op man durc ainen ausgibigen gebrauc dem lezer ainen
gefalen tut, ist fraklic. Fillaict ist er fershtimt, vail er dengkt, man
untershtele im aine ferminderte inteligents. Bai zer zeltenen voertern vyrde ic
aine kentsaicnung empfelen, tsum baishpil vyrde ic di vere oder maulvurfsgrile
als vére oder verre shraiben. Bai dem zats, beren fresen gerne beren, kan man
das erste beren als bèren oder baeren shraiben. Bai hene mact es kaine
shvirickaiten, das harpflegemitel fon dem tir tsu untershaiden, iedoc bai dem
tir kan es problematish verden, di mertsalform der menlicen fon der vaiplicen
tsu untershaiden.
Di
trenung fon voertern am tsailenende auf aine vaize, das zi laict lesbar
blaiben, ist nac mainem dafyrhalten kaine frage der ortografi, zondern der
estetik, der hoeflickait unt des ainfylungsfermoegens.
Aigene beurtailung der
forgeshlagenen shraipvaize
Ic
fermute, das normal begapte kinder das korekte shraiben nac der forgeshlagenen
regelung vezentlic shneler lernen. Ain iar shulunterict ist shetsungsvaize tsu
shparen oder fyr zinfoleres tsu fervenden. Ervaksenen Doitshen mit problemen
bai der ietsigen ortografi koente das leben vezentlic erlaictert verden. Auc
auslendern virt das erlernen des Doitshen vezentlic erlaictert. Di ferbraitung
der Doitshen shprace koente zer gefoerdert verden, ven neben der shvirigen
gramatik venicstens das lezen unt shraiben kaine tsuzetslicen shvirickaiten
beraitet. Di noiregelung vere aine ecte investitsion in di tsukunft.
Ervaksenen,
velce di bisherige shraipvaize beraits behershen, virt etvas mye bai der
umshtelung apferlangt. Di noien regeln zint in fynf minuten gelezen unt
fershtanden. Shraiben kan man dan zofort, alerdings virt es ainige vocen
braucen, bis rykfele in di alte shraipvaize ausgemertst zint. Di
shraipgeshvindickait virt nac ainiger tsait varshainlic hoeer zain als nac den
alten regeln, vail mer bucshtaben vekfalen als datsukomen unt for alem, vail di
maisten grosbucshtaben entfalen. Lezen kan man nac den noien regeln geshribene
tekste auc zofort, anfangs virt alerdings di geshvindickait vol etva halbirt
zain. Nac ainigen vocen dyrfte di alte lezegeshvindickait vider anneernt
erraict zain. Ven zi bai shvirigen teksten nict mer gants erraict virt, mak es
daran ligen, das mer tsait tsum interpretiren merdoitiger voerter gebrauct
virt. Es shadet aber nac mainer auffasung nict, ven man getsvungen ist, etvas
yber das gelezene nactsudengken. Man virt damit belont, das man zic das
gelezene lenger merken kan.
Di
aufgabe der shemakonstants oder des shtamprintsips dyrfte file, di di bisherige
rectshraibung gut behershen, tsunecst am maisten iritiren. In der shprace
verden di shtimhaften konzonanten b,d,g,z,v aines shtames am vortende tsu
p,t,k,s,f ferhertet. Di bisherige shraipvaize mact dize auslautferhertung nict
mit, es virt alzo der Tag, des Tages geshriben, opvol tak, tages geshprocen
virt. Auserdem virkt das shtamprintsip bai boigung unt aplaitung auf di vokale
des vortshtams a, o, u unt den diftong au durc umlautbildung, zi verden alzo
durc di enlic auszeenden bucshtaben ä, ö, ü, äu erzetst.
Damit
vil man erraicen, das der shtam in untershitlicer umgebung mit ainem blik als
ainhaitlices shema tsu erfasen ist. Ic betsvaifle alerdings, das di aufgabe des
shtamprintsips di lezegeshvindickait dauerhaft vezentlic feringert. Di
Frantsozen komen ia auc damit tsurect, motif unt motiver tsu lezen. Bai den
unregelmesigen Doitshen verben kan man di fershidenen ershainungsformen ainem
gemainzamen shtam tsuordnen, zelpst ven zi nur ainen aintsigen gemainzamen
bucshtaben haben, tsum baishpil esen, is, as, gegesen. In der bisherigen
shraipvaize hat di form aß zogar garkainen gemainzamen bucshtaben mit den
ybrigen. Zolten ferzuce tsaigen, das vegen der aufgabe des shtamprintsips doc
ain betrectlicer tail der menshen auf dauer doitlic langzamer list, zagen vir, mer
als tsen protsent mer als tsen protsent langzamer, dan virt man yber zaine
baibehaltung nacdengken mysen. Victic ist, das dis alain mit ainfacen regeln
one vortlisten erraict virt.
Es
ist foraustsuzeen, velce ainvende gegen di forgeshlagene noiregelung forgebract
verden. Es zint dizelben, di auc gegen aine etvas vaiter geende reform
forgebract vurden, bevor das gremium zic 1996 nac langem hikhak auf di ietst
gyltige ainicte.
Der
erste ainvant ist, man vyrde aine in fast tsvai iartauzenden gevaksene shraipkultur
yber bort verfen unt zit das als ainen kulturelen kalshlak an. Ic zee das
anders. Man bedengke, di shprace ainshlislic der gramatik blibe fon dizer
reform foelic unberyrt. Di shrift var doc urshprynglic datsu gedact, di
geshprocene shprace festtsuhalten. Altsulange hat man tsugelasen, das di
shraiber fon der shprace imer vaiter apvaicen. Vir zolten den mut haben,
umtsukeren, befor Englishe oder gar Cinezishe ferheltnise hershen. Das
aintsige, vas geendert verden myste, zint di namen der bucshtaben c, v, z. Di
ietsigen namen tse, fau, tset zint natyrlic ungeaignet unt vyrden ferviren, da
zi der ausshprace nict mer entshprecen. Main forshlak: ci, va, ze.
Der
tsvaite ainvant ist, der tekst vyrde fildoitic unt unfershtendlic. Ain bekantes
argument fyr di grosshraibung fon zupstantiven ist, vi zol man visen, op in dem
tekstfragment, der gefangene flo, der flo ain tir ist oder di fergangenhait fon
flien? Ic tsale demienigen hundert Oiro, der mir als erster aus ainem buc oder
ainer tsaitung ainen folshtendigen zats tsitirt, bai dem di forgeshlagene
shraipvaize tsu ainer merdoitickait fyrt, di zic durc den kontekst nict
aufheben lest. Ausgeshlosen zint konstruirte zetse, di der rectfertigung der
bisherigen shraibung dinen.
Denoc
zint dis kilerargumente fyr diienigen, di hoite di vortfyrershaft in der
diskusion haben. Di forgeshlagene noiregelung virt nimals durc aine
fervaltungsforshrift aingefyrt verden koenen. Aine shangse zee ic iedoc. Es
shtet nict unter shtrafe, fon der amtlic ferordneten ortografi aptsuvaicen. Ven
der forshlak aine gevise bekanthait erraict unt ainer genygent grosen tsal fon
menshen gefelt, unt genygent file ainfac nac dem forshlak shraiben, one rykzict
auf das moeklice kopfshyteln ainiger lezer, koente ...
Ain
gevises problem koenten im Zytdoitshen shpracraum aufgevaksene menshen mit dem
shtimhaften z unt der unbetonten entzilbe ic haben. Das shtimhafte z shprecen
di maisten garnict unt erzetsen es durc das shtimloze s. Di unbetonte entzilbe
ig der herkoemlicen shraipvaize, di nac der shtandartlautung ic tsu shprecen
ist, shprecen zi ik, alzo koenik stat koenic. Enlices gilt fyr Nortdoitshe, di
oft Hamburc, vec unt kric shtat Hamburk, vek unt krik zagen. Nun, ven es dizen
menshen nicts ausmact, ire herkunft praistsugeben, dan moegen zi mainethalben
shraiben vi inen der shnabel gevaksen ist, fals es inen shverfelt, di
shtandartlautung pAsif tsu lernen. Nimant tsvingt zi, dize baim shprecen tsu
fervenden.
Praktishe unt didaktishe
gezictspungkte bai der kentsaicnung der vokallenge
Di
kentsaicnung der vokallenge erfordert baim manuelen unt mashinelen shraiben
rain tecnish mer tsait, bai der ferdoplung auc mer plats. Auserdem ist
tsumindest anfangs aine erhoete kontsentratsion noetic, vas ainen vaiteren
tsaitferlust unt aine rashere ermydung bedoitet. Andererzaits hilft dize
kentsaicnung moeklicervaize, di tekste laicter unt shneler tsu lezen. Da das
shraiben vezentlic lenger dauert als das lezen, zolte der lezer dem shraiber
den fertsict auf di kentsaicnung bai teksten naczeen, di nur fyr in geshriben
vurden. Anders ist es bai ferfilfelticten teksten. Hir ist der tsuzetslice
aufvant der kentsaicnung eer tsu rectfertigen, tsumal man shraipzysteme
ershtelen kan, velce di kentsaicnung automatish ergentsen.
Vaitere
gezictspungkte zint das glaictsaitige erlernen der shprace unt des lezens unt
shraibens zovi di shpracpflege. Es ist zicer hilfraic, ven shulkinder anfangs
daran gevoent verden, lange unt kurtse vokale unt baim e auc di ofen unt
geshlosen geshprocenen fele in shprace unt shrift tsu untershaiden.
Insbezondere im Zytdoitshen shpracraum hersht auc bai filen ervaksenen
betrectlice unzicerhait yber di normgerecte ausshprace nac der
shtandartlautung. Di pflege folvertiger dialekte in vort unt shrift ist durcaus
tsu begrysen. Virt aber nur ain dialektgeferptes hocdoitsh oder eine
umgangsshprace behersht, dan felt das erlernen ainer ainhaitlicen shraibung
shverer. Tsum erlernen des normgerecten shprecens unt shraibens vere alzo ts.
b. di kentsaicnung aler langen betonten vokale tsunecst als ferbintlic
aintsufyren. In der lernverzion ist auc di untershaidung des ic-lautes unt des
ac-lautes durc di tsaicen c unt x in ainigen bezonderen felen tsu empfelen. Im
Alemanishen verden baide laute enlic vi der ac-laut geshprocen, aber noc vaiter
hinten im racen artikulirt. Aine untershaidung in der shrift koente mit dizem
dialekt aufgevaksenen kindern helfen, zic di untershide dizer laute bevust tsu
macen unt zi der shtandartlautung gemes austsushprecen. Daszelbe problem haben
menshen, di mit Shpanish als erster shprace aufgevaksen zint. Nac ainem oder
tsvai iaren unterrict koente man fon der lernverzion tsu ainer veniger
diferentsirenden shtandartshraibung ybergeen.
Der
lezer kan zic mit den folgenden baishpilzetsen ain aigenes urtail yber den
ainflus ainer mer oder veniger shtarken diferentsirung auf das lezen bilden. Zi
zint konstruirt, aber bis auf ainen (den 6.) auc one kentsaicnung rictic
interpretirbar. Als argument fyr aine vaitgeende diferentsirung zint zi nict
braucbar.
One diferentsirende kentsaicnung:
Er
shtal den shtal aus dem eemaligen shtal, der nun als shtallager dinte.
Di
zenen zenen zic nac der zenerin.
Di
vere vere ain harmlozes tir, ven zi nict di zalatvurtseln apfrese.
Frymorgens
ven di hene kren, moecte ic shpatsiren gen.
Di
hene badet im shtaup, um ungetsifer tsu fertraiben.
Zi
gap den henen futer, unt er gap den henen futer.
Ic
traf in in der shtat. Ic begegnete im im teater. Er zakte, vir zaien vir im
kopf.
Er
shos im in den shos. Buse zint nict der geaignete ort, um buse tsu tun.
Di
shafe bloeken auf den felsbloeken. Das fylen fras unt fylte, vi zic zain magen
fylte.
Ac
ic armer, krectste er, dize ferflucten ferbrecer haben mir ain shtyk fon der
tsunge apgeshniten, unt nun kan ic nict mer rictic shprecen.
Lernverzion mit untershaidung des
ic unt ac-lautes unt kentsaicnung aler langen unt kurtsen betonten vokale durc
aktsente:
Êr
shtâl dên shtâl aus dêm êemâligen shtál, dêr nûn áls shtâllâger dînte.
Dî
zénen zênen zíc nâx dêr zénerin.
Dî
vére vère ain hármlozes tîr, vén zî níct dî zalâtvúrtseln apfrèse.
Frŷmórgens
vén dî hène krèn, móecte íc shpatsîren gên.
Dî
héne bâdet ím shtaup, úm ûngetsîfer tsú fertraiben.
Zî
gâp dên hénen fúter, únt êr gâp dên hènen fúter.
Íc
trâf în ín dêr shtát. Íc begêgnete îm ím teâter. Êr zâkte, vîr zaien vír ím
kópf.
Êr
shós îm ín dên shôs. Búse zínt níct dêr geaignete órt, úm bûse tsú tûn.
Dî
shâfe blôeken auf dên félsblóeken. Dás fýlen frâs únt fŷlte, vî zíc zain
mâgen fýlte.
Áx
íc ármer, kréctste êr, dîze ferflûxten ferbrécer hâben mîr ain shtýk fón dêr
tsúnge ápgeshniten, únt nûn kán íc níct mêr ríctic shprécen.
(Shtatistik:
16 c, 3 x, 67 ^, 58 ´, 4 `)
Kentsaicnung langer unt kurtser
betonter vokale durc aktsente tsur aufhebung fon merdoitickaiten:
Er
shtâl den shtâl aus dem eemaligen shtál, der nun als shtâllager dinte.
Di
zénen zênen zic nac der zénerin.
Di
vére vère ain harmlozes tir, ven zi nict di zalatvurtseln apfrese.
Frymorgens
vén di hène kren, moecte ic shpatsiren gen.
Di
héne badet im shtaup, um ungetsifer tsu fertraiben.
Zi
gap den hénen futer, unt er gap den hènen futer.
Ic
traf în ín der shtat. Ic begegnete îm ím teater. Er zakte, vîr zaien vír im
kopf.
Er
shós îm ín den shôs. Búse zint nict der geaignete ort, um bûse tsu tun.
Di
shafe blôeken auf den felsblóeken. Das fýlen fras unt fŷlte, vi zic zain
magen fýlte.
(Shtatistik:
12 ^, 16 ´, 3 `)
Lange betonte vokale in zilben,
die mit einem konzonanten enden unt kurtse betonte vokale, velce di zilbe
beenden, verden tsur aufhebung fon merdoitickaiten durc aktsente gekentsaicnet:
Er
shtâl den shtâl aus dem eemaligen shtal, der nun als shtâllager dinte.
Di
zénen zenen zic nac der zénerin.
Di
vére vère ain harmlozes tir, ven zi nict di zalatvurtseln apfrese.
Frymorgens
ven di hène kren, moecte ic shpatsiren gen.
Zi
gap den hénen futer, unt er gap den hènen futer.
Ic
traf în in der shtat. Ic begegnete îm im teater. Er zakte, vîr zaien vir im
kopf.
Er
shos îm in den shôs. Búse zint nict der geaignete ort, um buse tsu tun.
Di
shafe bloeken auf den felsblóeken. Das fýlen fras unt fŷlte, vi zic zain
magen fylte.
(Shtatistik:
9 ^, 7 ´, 3 `)
Lernverzion mit untershaidung des
ic unt ac-lautes. Lange betonte vokale in zilben, die mit einem konzonanten
enden, werden durch ferdoplung gekenzeichnet, kurtse betonte vokale, velce di
zilbe beenden, verden durc ferdoplung des nacfolgenden konzonanten
gekentsaicnet:
Eer
shtaal deen shtaal aus deem eemaligen shtal, deer nuun als shtaallager diinte.
Di
zennen zenen zic naax deer zennerin.
Di
verre vaere ain harmlozes tiir, ven zi nict di zalaatvurtseln apfraese.
Frymorgens
ven di haene kraen, moecte ic shpatsiren geen.
Di
henne badet im shtaup, um uungetsifer tsu fertraiben.
Zi
gaap deen hennen futter, unt eer gaap deen haenen futter.
Ic
traaf iin in deer shtat. Ic begeegnete iim im teater. Eer zaakte, viir zaien
vir im kopf.
Eer
shos iim in deen shoos. Busse zint nict deer geaignete ort, um buse tsu tuun.
Di
shafe bloeken auf deen felsbloekken.
Das
fyllen fraas unt fyylte, vi zic zain magen fylte.
Ax
ic armer, krectste eer, dize ferfluuxten ferbreccer haben miir ain shtyk fon
deer tsunnge apgeshnitten, unt nuun kan ic nict meer rictic shpreccen.
Kentsaicnung der lenge unt kyrtse
betonter vokale durc ferdoplung vi oben, aber beshrengkt auf shvirige fele:
Er
shtaal den shtaal aus dem eemaligen shtal, der nun als shtaallager dinte.
Di
zennen zenen zic nac der zennerin.
Di
verre vaere ain harmlozes tir, ven zi nict di zalatvurtseln apfrese.
Zi
gap den hennen futer, unt er gap den haenen futer.
Busse
zint nict der geaignete ort, um buse tsu tun.
Maine empfelung:
Ic
tsie di kentsaicnung der vokallenge durc aktsente aus folgenden grynden for:
Man
kan laicter fon ainer lernversion mit vaitgeender kentsaicnung auf aine
algemaine gebaucsversion one oder mit shtark aingeshrengkter kentsaicnung
ybergeen. Di ferdoplungen myste man zic dagegen fermutlic bevust apgevoenen.
Bai den aktsenten kentsaicnen dopelbucshtaben untershitlic geshprocene vokale
oder vortfugen. Im anderen fal haben zi aine vaitere fungktion. Bai aingeshrengkter
kentsaichnung zit das shriftbilt aines vortes mit oder one aktsent rect enlic
aus, virt aber durc bucshtabenferdoplung doitlic ferendert, vas unervynsht ist.
Ven
yberhaupt, kentsaicne ic nur dort, vo zonst der lezeflus merklic gebremst virt.
Das ist nac mainer ainshetsung bai normalen teksten durcshnitlic kaum mer als
ainmal pro zaite der fal. Vo dize kentsaicnung angebract ist, komt auf den
kontekst an. Hir ist etvas ainfylungsfermoegen des shraibers in den lezer
gefrakt. Virt di kentsaicnung ainmal an ainer shtele fergesen, vo zi angebract
vere, ist das nict shvervigent, den di merdoitickait kan durc etvas nacdengken
zo gut vi imer aufgeloest verden. Es ist unnoetic unt auc nict hilfraic, di
kentsaicnung bai alen potentsiel merdoitigen voertern antsuvenden oder dis
fortsushraiben, zonst mysten ia vider raien fon zolcen voertern ausvendic
gelernt verden. Tsum baishpil ist es nict noetic, generel îm/iim fon ím/imm
oder dên/deen fon dén/denn tsu untershaiden, den in fast alen felen komt auf
den ersten blik nur aine lezung in frage. Die kentsaicnung der lenge auc bai
unbetonten vokalen ist tsum lezen kaum hilfraic unt kan daher unterblaiben.